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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Experten fordern verstÀrkte BekÀmpfung von Greifvogelverfolgung
Tagung zum Habicht - Vogel des Jahres 2015

Die illegale Verfolgung von Greifvögeln war zentrales Thema der bundesweiten Fachtagung zum Habicht. Mehr als 100 Experten trafen sich dazu am vergangenen Samstag in Recklinghausen. Diese forderten die Bundesregierung auf, den Verkauf und Besitz von Habichtfangkörben zu untersagen, deren Einsatz bereits verboten ist. Zudem wurde auf die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit von Behörden und NaturschĂŒtzern mit LandnutzerverbĂ€nden hingewiesen. „JĂ€ger sowie Tauben- und GeflĂŒgelzĂŒchter mĂŒssen die eigenen Reihen fĂŒr das Problem der illegalen Greifvogelverfolgung sensibilisieren und bei der PrĂ€vention und AufklĂ€rung entsprechender Straftaten aktiv werden“, sagte Peter Herkenrath, Leiter der Vogelschutzwarte Nordrhein-Westfalen im Landesamt fĂŒr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV). „Dabei bieten wir gerne UnterstĂŒtzung an.“

Seit den 1970er Jahren stehen in Deutschland alle Greifvogelarten unter Schutz. Dennoch werden Greifvögel weiterhin illegal verfolgt. Vergiftung, Fang, Abschuss und die Zerstörung von Nestern verhindern die Bestandserholung und die Wiederbesiedlung verwaister Brutgebiete. In den vergangenen zehn Jahren sind fast 1300 tote Greifvögel dokumentiert worden; die Dunkelziffer unentdeckter Taten sei jedoch wesentlich höher. Neben dem Habicht sind auch Rotmilane, Seeadler und sogar seltene Schreiadler betroffen. Brennpunkte der Verfolgung sind vor allem die LĂ€nder Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-WĂŒrttemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Als gutes Beispiel im Umgang mit der illegalen Verfolgung von Greifvögeln wurde das Bundesland Nordrhein-Westfalen gelobt: „Mit der Einrichtung einer Stabsstelle UmweltkriminalitĂ€t im Umweltministerium ist es gelungen, die Verfolgung von Greifvögeln umfassend zu dokumentieren. Durch den engen Kontakt mit Polizei und Justiz konnte eine verbesserte Erkennung und Ahndung der VerstĂ¶ĂŸe erreicht werden“, erklĂ€rte Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte. „Entsprechende Institutionen sollten dringend auch in anderen BundeslĂ€ndern eingerichtet werden.“

„Nur durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Umweltbehörden, Naturschutzorganisationen und Strafverfolgungsbehörden kann UmweltkriminalitĂ€t in allen ihren Erscheinungsformen effektiv bekĂ€mpft werden“, erlĂ€uterte JĂŒrgen Hintzmann, Leiter der Stabsstelle UmweltkriminalitĂ€t im Ministerium fĂŒr Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) in Nordrhein-Westfalen.

Illegale Greifvogelverfolgung ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Daher rufen die Teilnehmer der Tagung dazu auf, VerdachtsfĂ€lle zu melden. NABU, LBV und das Komitee gegen den Vogelmord haben gemeinsam ein Aktionstelefon geschaltet. Es ist unter 030-284 984-1555 zu erreichen (werktags von 9-18 Uhr und an Feiertagen sowie Wochenenden von 15-18 Uhr). ZurĂŒckliegende FĂ€lle können ĂŒber ein Online-Meldeformular unter www.nabu.de erfasst werden.
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NABU fordert mehr Engagement beim Fledermausschutz
Deutschland hat besondere Verantwortung

Mit Blick auf den Internationalen Tages des Artenschutzes (3. MĂ€rz) verweist der NABU auf die in Deutschland besonders gefĂ€hrdeten FledermĂ€use. Vier der 24 heimischen Fledermausarten sind bereits vom Aussterben bedroht: Die Große und Kleine Hufeisennase sowie die Wimpern- und Mopsfledermaus. Drei weitere Arten gelten als stark gefĂ€hrdet, fĂŒnf als gefĂ€hrdet.

„Ursache fĂŒr die starken BestandseinbrĂŒche der meisten Fledermausarten in den vergangenen Jahrzehnten ist vor allem die intensive Landwirtschaft. Neben dem Verlust der Vielfalt bĂ€uerlicher Kulturlandschaften sind die Auswirkungen auf das Angebot an Beutetieren wie Nachtfaltern, Fluginsekten oder KĂ€fern erheblich, ebenso wie der Einsatz von Pestiziden“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Viele Fledermaus-Quartiere werden vom Menschen unbewusst zerstört. Besonders höhlenreiches Altholz wird noch immer aus dem Wald entfernt. Dachböden werden renoviert und mit Holzschutzmitteln behandelt, HohlrĂ€ume ausgeschĂ€umt und Fugen versiegelt, wichtige Quartiere gehen so verloren. „Am Schutz der Tiere kann sich jeder beteiligen. KĂŒnstliche Quartiere wie FledermauskĂ€sten, Einbausteine ins Mauerwerk, Vermeidung von Pestiziden oder ein fledermausfreundlicher Garten zur Förderung nachtaktiver Insektenarten, vieles ist möglich und bedarf nur eines geringen Aufwands“, so NABU-Fledermausexperte Sebastian Kolberg.

Auch Windkraftanlagen stellen eine Gefahr fĂŒr die heimischen und im besonderen Maße auch fĂŒr migrierende FledermĂ€use aus dem europĂ€ischen Umland dar, wenn sie nicht auf Standorten geplant werden, die aus Naturschutzsicht als konfliktarm eingestuft werden. Einer aktuellen Studie des Leibniz-Instituts fĂŒr Zoo- und Wildtierforschung zufolge sterben jĂ€hrlich 250.000 Tiere an den Folgen von Kollisionen mit den RotorblĂ€ttern oder dem so genannten Barotrauma, welches durch große LuftdruckĂ€nderungen an den RotorblĂ€ttern erzeugt wird und bei dem die inneren Organe der Tiere zerreißen können.

„Deutschland trĂ€gt hier eine ganz besondere Verantwortung nicht nur fĂŒr die heimischen, sondern alle europĂ€ischen Fledermausarten. Als Transitland fĂŒr wandernde FledermĂ€use muss der Artenschutz im Vordergrund stehen“, so NABU-PrĂ€sident Tschimpke. „Als Vertragsstaat des EUROBATS-Abkommens hat sich die Bundesrepublik dazu verpflichtet, den Fledermausschutz bei der Planung von Windenergieanlagen zu berĂŒcksichtigen.“

Studien belegen, dass insbesondere der Naturraum sowie WitterungsverhĂ€ltnisse wie Temperatur, Niederschlag und Windgeschwindigkeit die AktivitĂ€t von FledermĂ€usen im Umfeld von Windenergieanlagen bestimmen. WĂ€lder und waldreiche Standorte zĂ€hlen zu den sensiblen und daher konfliktreichen Gebieten. Hier finden sich Jagdhabitate, Tages- und Winterquartiere vieler Fledermausarten. Von Windkraft besonders gefĂ€hrdete Arten wie die Rauhautfledermaus, der Große wie auch der Kleine Abendsegler oder die Zwergfledermaus nutzen WĂ€lder, besonders mit hohem Altholzanteil, als Tages- und Winterquartiere. Daher sollten Waldstandorte möglichst nicht fĂŒr die Windenergienutzung herangezogen werden.

Terminhinweis: 12. Fachtagung der NABU-Bundesarbeitsgruppe (BAG) Fledermausschutz vom 20. bis 22.MĂ€rz in Erfurt, u.a. mit ThĂŒringens Umweltministerin Anja Siegesmund und NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. In der Landeshauptstadt ThĂŒringens werden rund 400 TagungsgĂ€ste aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet, die sich zu aktuellen Themen des Fledermausschutzes und der Fledermausforschung austauschen.



Hintergrund

Wichtigstes rechtliches Instrument zum Schutz der FledermĂ€use ist die europĂ€ische Fauna-Flora-Habitat(FFH)-Richtlinie, auf deren Grundlage ein europaweites Schutzgebietsnetz entsteht. Besonders schĂŒtzenswerten Arten wird dadurch ein Lebensraum gesichert. Die Vernetzung von- und der notwendige genetische Austausch zwischen Populationen in stark besiedelten und durch Infrastrukturen zerschnittenen LĂ€ndern wie Deutschland werden somit erst ermöglicht. Aktuell ĂŒberprĂŒft die EU-Kommission im Rahmen eines „Fitness Checks“ die Wirksamkeit der europĂ€ischen Naturschutzrichtlinien. Viele Beispiele zeigen, dass die Richtlinien der SchlĂŒssel zum erfolgreichen Erhalt der biologischen Vielfalt sind, wenn sie konsequent umgesetzt werden. Der NABU fordert daher eine Naturschutzoffensive, damit die Richtlinien ihre Wirkung endlich voll entfalten können.
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Freiburg soll fĂŒr kommende starke Hochwasser gerĂŒstet sein
Gemeinde Horben und Stadt Freiburg einigen sich auf HochwasserrĂŒckhaltebecken in Horben

Freiburg soll fĂŒr kommende starke Hochwasser gerĂŒstet sein.
Von den neuen Planungen zum Hochwasserschutz profitieren
nicht nur GĂŒnterstal, sondern auch die Stadtteile Wiehre,
Haslach und Weingarten. Bei der Vorstellung des geplanten,
deutlich optimierten Hochwasserschutzes bedankte sich
BaubĂŒrgermeister Martin Haag ausdrĂŒcklich bei Markus
Riesterer, BĂŒrgermeister von Horben, da die Planungen und
baldige Umsetzung ohne das Entgegenkommen der
Nachbargemeinde Horben nicht möglich wÀren.

Ein statistisch alle hundert Jahre auftretendes
Hochwasserereignis soll die Stadt Freiburg schadlos
passieren können. Die Ingenieure nennen dies den
Bemessungsfall HQ 100 + Klima, was H fĂŒr Hochwasser und Q
fĂŒr die Abflussmenge, 100 fĂŒr ein 100 Jahre auftretendes
Hochwasserereignis unter BerĂŒcksichtigung des
Klimawandels bedeutet.

Damit Freiburg fĂŒr dieses hundertjĂ€hrige Hochwasserereignis
gerĂŒstet ist, wurden schon vor ĂŒber einem Jahrzehnt
Konzepte entwickelt. Neben der RĂŒckhaltung wurde auch die
Durchleitung durch die Bebauung und die direkte Überleitung
in die Dreisam geprĂŒft und verworfen. 2013 begann dann die
konkrete Planung fĂŒr ein HochwasserrĂŒckhaltebecken (HRB)
mit 230.000 Kubikmeter RĂŒckhaltevolumen sĂŒdlich von
GĂŒnterstal. Der Standort wurde in einer öffentlichen
Infoveranstaltung in GĂŒnterstal von vielen BĂŒrgerinnen und
BĂŒrgern, darunter auch Horbener BĂŒrger und GemeinderĂ€te,kritisch hinterfragt.
Hauptkritikpunkt war die BeeintrÀchtigung
des Landschaftsbildes durch den erforderlichen 14 Meter

Daraufhin sagte die Stadtverwaltung zu, wasserwirtschaftliche
Alternativen, auch auf Gemarkung Horben, zu prĂŒfen und
deren UmweltvertrÀglichkeit zu untersuchen.

Am Ende dieser sehr aufwÀndigen Berechnungen und
Untersuchungen erwiesen sich zwei Lösungen als nahezu
gleichwertig: der Bau eines HRB auf der Breitmatte mit
230.000 Kubikmeter Retentionsvolumen oder der Bau eines
HRB in Horben in Kombination mit einem auf 40.000
Kubikmeter vergrĂ¶ĂŸerten HRB auf der Breitmatte (HRB
Breitmatte hat heute 17.500 Kubikmeter).

Schon der Ausbau des HRB Breitmatte auf rund 230.000
Kubikmeter wĂ€re Ă€ußerst problematisch und sehr schwer
umsetzbar, letztlich unmöglich ist aber die dabei notwendige
Durchleitung des Hochwassers durch GĂŒnterstal. Bei dem
angestrebten Schutzgrad von HQ 100+Klima ohne ein HRB
sĂŒdlich der Ortschaft mĂŒsste der Bohrerbach beispielsweise
im Bereich des Torplatzes auf rund das dreifache seiner
heutigen LeistungsfÀhigkeit (30 Kubikmeter pro Sekunde)
ausgebaut werden. Das geht mit den dort befindlichen
BrĂŒcken nicht.

Nach GesprĂ€chen zwischen BaubĂŒrgermeister Martin Haag
und BĂŒrgermeister Markus Riesterer aus Horben, unter
Einbeziehung des Landratsamtes Breisgau-
Hochschwarzwald, verfolgt die Stadt Freiburg die Lösung mit
dem Standort in Horben und einer VergrĂ¶ĂŸerung des HRB
Breitmatte auf 40.000 Kubikmeter weiter. Mit den betroffenen
EigentĂŒmern in Horben wurden erste GesprĂ€che gefĂŒhrt.
hohen Damm und die notwendige Straßenverlegung.

 
 

 
NABU: Energieunion darf nicht zur Gasunion verkommen
Versorgungssicherheit durch Energieeffizienz und Erneuerbare sicherstellen

Nach dem Treffen der EU-Energieminister beraten heute die EU-Umweltminister ĂŒber den Vorschlag der Kommission fĂŒr eine Energieunion. Der NABU kritisiert, dass darin weiter an einer fossil-basierten Energiepolitik festgehalten wird. „Die Energieunion darf nicht zur Gasunion verkommen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. „Die Energieunion ist mehr als der Einkauf und die Sicherstellung von Energielieferungen nach Europa.“ Zentrale Bausteine der europĂ€ischen Energiesicherheit mĂŒssten Energieeffizienz und der naturvertrĂ€gliche Ausbau der erneuerbaren Energien sein, so Tschimpke weiter.

Der NABU begrĂŒĂŸte zwar, dass die EU-Kommission Energieeffizienz erstmals erwĂ€hnt. Gleichzeitig kritisierte er jedoch, dass die Energieeffizienz mit der Subventionierung von Atomkraft und Importen von Gas durch Fracking gleichgesetzt wird. „Auf dem kommenden EU-Gipfel am 19. und 20. MĂ€rz muss sich Bundeskanzlerin Merkel daher fĂŒr eine Priorisierung von Effizienz und Erneuerbaren einsetzen“, forderte NABU-Energieexperte Sebastian Scholz und mahnte weitere Verbesserungen an. So setze der Entwurf der EU-Kommission zu wenig auf die ökonomischen, ökologischen und sozialen Chancen des Klimaschutzes, so Scholz.

Im Wirtschaftssektor setzt die Energieunion weiter auf den Emissionshandel, der trotz kommender Reform keine kurzfristigen Emissionsminderungen erwarten lĂ€sst. Der geforderte Beitrag der Landwirtschaft zu Klimaschutz und Energieeinsparungen findet sich in der Strategie ĂŒberhaupt nicht wieder. FĂŒr den Verkehrssektor sind konkrete Maßnahmen erst ab 2016 geplant. Darunter aus klimapolitischer Sicht zweifelhafte Schritte wie ein EU-weites Mautsystem.

Aus NABU-Sicht wurde die Chance vertan, mit den Herausforderungen Klimawandel, Ressourcenverbrauch und Energiearmut im Sinne des Klimaschutzes umzugehen. „Scheinbar geht es nur darum, dass die EU-Staaten zusammenhalten, um sich gegen den Rest der Welt beim Kampf um die verbleibenden fossilen EnergietrĂ€ger durchzusetzen“, so Energieexperte Sebastian Scholz. „Wer immer sich auf globaler Ebene durchsetzt, gewinnt das, was die Gegenspieler verlieren – es bleibt ein Nullsummenspiel fĂŒr den Klimaschutz.“
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NABU und Biosphere Expeditions suchen Teilnehmer fĂŒr Kirgistan-Expedition
Laienforscherreise hilft Schneeleoparden im Tian Shan Gebirge

Die Naturschutzorganisationen NABU und Biosphere Expeditions suchen noch Teilnehmer fĂŒr die diesjĂ€hrige Schneeleoparden-Expedition nach Kirgistan. Die Forscherreise ermöglicht es Laien, aktiv am Schutz des Schneeleoparden und seiner Beutetiere im nördlichen Tian Shan Gebirge mitzuwirken. Die Termine fĂŒr die Expeditionen sind 8. bis 20. Juni, 22. Juni bis 4. Juli, 13. bis 25. Juli und 27. Juli bis 8. August. Anmeldungen werden unter www.biosphere-expeditions.org/tienshan angenommen. „Der NABU freut sich ĂŒber die Zusammenarbeit mit Biosphere Expeditions und ĂŒber die zusĂ€tzlichen KapazitĂ€ten, die diese fĂŒr den Schneeleopardenschutz mit sich bringt“, sagte NABU-VizeprĂ€sident Thomas Tennhardt.

Die Expeditionsteilnehmer bauen zusammen mit den NABU-WildhĂŒtern der „Gruppa Bars“ (Gruppe Schneeleopard) Fotofallen auf oder prĂŒfen bereits aktive. Sie suchen und identifizieren Spuren von Schneeleoparden und fĂŒhren WildzĂ€hlungen an Wildschafen, Steinböcken, Murmeltieren und Vögeln durch. Um die Akzeptanz des Schneeleoparden in der lokalen Bevölkerung zu verbessern, gehört auch der Austausch mit den örtlichen Hirten und Dorfbewohnern zu den Aufgaben der Teilnehmer. Dabei geht es zu Fuß oder im GelĂ€ndewagen in Höhen bis zu 3.600 Meter hinauf. „Körperliche Fitness ist daher eine Teilnahmevoraussetzung“, erklĂ€rt Dr. Matthias Hammer, GrĂŒnder und Chef von Biosphere Expeditions. Eine weitere sind Englischkenntnisse. Weitere Vorkenntnisse oder spezielle FĂ€higkeiten sind nicht erforderlich – was man fĂŒr die Feldarbeit wissen muss, wird vor Ort vermittelt.

Schneeleoparden gehören zu den am meisten bedrohten Großkatzen der Welt. In Kirgistan gibt es nur noch etwa 250 der seltenen Tiere. Der NABU engagiert sich bereits seit 15 Jahren in der Tian-Shan-Region fĂŒr deren Schutz. Seit 2014 bietet Biosphere Expeditions zusammen mit dem NABU die Forscherreisen fĂŒr Jedermann in den Tian Shan an. Das lokale Wissen der NABU-Filiale in Kirgistan und die Erfahrung von ĂŒber fĂŒnfzehn Jahren im nachhaltigen Wissenschaftstourismus von Biosphere Expeditions bilden die Grundlage fĂŒr die Expeditionen.
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AKW Fessenheim: Fermeture définitive, Monsieur Hollande!
Beim BUND, bei der NWA & der CSFR gibtÂŽs das Plakat kostenlos.
 
AKW Fessenheim: Fermeture définitive, Monsieur Hollande!
Trinational gemeinsam gegen das AKW Fessenheim

Der französische StaatsprĂ€sident Hollande hatte im Wahlkampf versprochen, das altersschwache französische AKW Fessenheim im Jahr 2016 abzuschalten und bisher hat er sich eigentlich immer sehr bemĂŒht, seine Wahlversprechen einzuhalten.

Doch jetzt spielt der in Frankreich immer mitregierende Atomkonzern EDF seine undemokratische Macht aus und versucht eine Abschaltung des Àltesten AKW Frankreichs, das ungesichert in einer Erdbebenzone liegt, zu verhindern.

Die EDF will nicht, dass Widerstand zu einer Abschaltung fĂŒhrt. Sie fĂŒrchtet einen Dominoeffekt, bei dem zuerst Fessenheim, dann Cattenom und spĂ€ter andere AKW gekippt werden und sie setzt mit allen Mitteln der Macht auf eine zukĂŒnftig andere atomfreundliche Regierung.

FĂŒr die trinationalen Umweltorganisationen BUND, NWA und CSFR stellt sich angesichts dieser gefĂ€hrlichen Machtspielchen die Frage, wer in Frankreich eigentlich regiert. Die demokratisch gewĂ€hlte Regierung oder der Staatskonzern EDF?

AKW Fessenheim: Fermeture définitive, Monsieur Hollande!

steht darum auch auf dem neuen Plakat, das die drei, eng zusammen arbeitenden VerbĂ€nde, in einer Auflage von 3000 StĂŒck jetzt gedruckt haben.

Die Plakate gibt’s bei den drei Umweltorganisationen und auch bei den anstehenden Fessenheim-Kundgebungen und Demos. Am 7.3.2015 - dem Fukushima-Jahrestag in Straßburg - und am 26.4. - zum Tschernobyl-Jahrestag - in Fessenheim.

BUND: Axel Mayer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer
NWA: Beat Jans, PrĂ€sident ; VĂ©ronique Andreoli, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin
CSFR: Jean Jacques Rettig
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GebÀude.Energie.Technik 2015
27.02. bis 01.03. 2015, Messe Freiburg

Auf QualitÀt konzentriert: GebÀude.Energie.Technik hÀlt Kurs in Richtung Energiewende

Freiburg, 02. MĂ€rz 2015 – Nach drei Tagen endete am 1. MĂ€rz die achte Auflage der GebĂ€ude.Energie.Technik (GETEC) auf dem Freiburger MessegelĂ€nde. In Zeiten, in denen die Ausgestaltung der Energiewende und der effektive Umgang mit Energie viele BĂŒrger vor Fragen stellt, nutzten rund 9.500 Besucher das breite Informationsangebot um die Themen energieeffizientes Modernisieren, Sanieren und Bauen. Das sind etwa zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. „Der intensive Austausch von Besucher zu Aussteller, von Aussteller zu Besucher, das war typisch fĂŒr die diesjĂ€hrige GETEC“, erklĂ€rte Daniel Strowitzki, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM). „Besucher und Aussteller konnten sich im persönlichen Kontakt auf das Wesentliche konzentrieren. Das hat auf beiden Seiten die Zufriedenheit gesteigert, zumal viele Besucher gut vorbereitet auf die GETEC kommen“, so Strowitzki weiter.

Nach wie vor hoch im Kurs steht bei den Messebesuchern der ressourcenschonende und sparsame Umgang mit Energie. Das zeigten die gut besuchten VortrĂ€ge, Bauherren- und Nutzerseminare. Als das HerzstĂŒck der Messe erwies sich einmal mehr der sehr belebte „Marktplatz Energieberatung“. Insgesamt verzeichneten die 35 anwesenden Energieberater ĂŒber 520 Impulsberatungen. Seit dem Start 2008 hat es damit bereits rund 4.000 solcher Beratungen fĂŒr Bauherren gegeben, von denen rund 75 Prozent in absehbarer Zeit ihr GebĂ€ude sanieren wollen. „Die GETEC ist damit ein Impulsgeber fĂŒr konkrete Investitionsentscheidungen zur Umsetzung der Energiewende im privaten und gewerblichen Bereich“, unterstrich Markus ElsĂ€sser, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Solar Promotion und Veranstalter der GETEC.

Bei den Ausstellern genießt die GebĂ€ude.Energie.Technik hohes Ansehen, wie Franz Gremmelspacher, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Zimmerei Gremmelspacher GmbH aus St. Peter bestĂ€tigte: „Wir sind seit den AnfĂ€ngen der GETEC dabei, weil uns diese Messe sehr viel bedeutet. ErfahrungsgemĂ€ĂŸ machen wir ein Viertel unseres Jahresumsatzes infolge von Kontakten durch die GETEC.“ Besonders gefĂ€llt Gremmelspacher die typische Mischung der Messe mit Ausstellung, Marktplatz Energieberatung und VortrĂ€gen. „Große Themen, welche die Besucher beschĂ€ftigen, sind Abdichtung, Schimmel, LĂŒftung und die Wirtschaftlichkeit der geplanten Maßnahmen. AuffĂ€llig ist, wie hĂ€ufig DĂ€mmung und Abdichtung verwechselt werden. Da können wir mit unserem Knowhow gut beraten und aufklĂ€ren“, so Gremmelspacher.

Erstmals auf der GETEC vertreten war der deutsche Stromspeicherhersteller Sonnenbatterie. Heinz Kury vom Sonnenbatterie Center Freiburg findet, dass die GETEC unter anderem das sehr aktuelle Thema Stromspeicherung und Eigenstromnutzung gut abbildet. „Es ist gut, dass es die GETEC gibt. Die Anzahl der Besucher an unserem Stand sowie die QualitĂ€t der Kontakte war hervorragend.“ Das zeige, dass diese beiden Themen sehr stark im Kommen sind und immer wichtiger werden. „Zu uns kamen oft Messebesucher, die schon eine Photovoltaikanlage oder ein Blockheizkraftwerk haben und nun in die Speicherung einsteigen wollen“, so Kury. „Als ausfĂŒhrendes Elektrounternehmen bauen wir schon sehr lange PV-Anlagen und profitieren nun von unserem Erfahrungswissen, mit dem wir die Kunden fundiert eben auch in Punkto Stromspeichersysteme beraten können.“

Bei ihrer achten Auflage wurde das Themenspektrum der GETEC erweitert. Erstmals ist auch das Thema Bad/SanitĂ€r prĂ€sent. Als erfahrener Handwerksunternehmer war Edgar Kern aus Sölden mit seiner Eigenmarke „Kern – Die Badgestalter“ auf die Messe gekommen. Er hatte sich kurzfristig fĂŒr eine Messebeteiligung entschieden und ist damit sehr zufrieden: „Ich finde die Abrundung der bisherigen Messeschwerpunkte mit dem neuen Thema Bad/SanitĂ€r sehr gelungen.“ Nach Ansicht Kerns trifft er auch die richtige Zielgruppe: „Hier sind die Immobilienbesitzer, die dann auch Entscheidungen treffen. Das ist fĂŒr uns sehr viel wert.“ Auch sei die GETEC nicht so ĂŒberfrachtet wie andere Veranstaltungen. „FĂŒr viele Besucher ist wegen der energetischen Aspekte neben der Heizung oder dem Innenausbau auch das Bad ein Thema. Mit der Themenerweiterung der Messe können sie sich jetzt gleich noch Informationen ĂŒber eine Badrenovierung holen. Hier können wir zu den Themen Bad-/SanitĂ€rmodernisierung umfassend informieren“, sagte Kern.

Mit einem breit gefĂ€cherten Überblick ĂŒber die Themen energieeffizientes und nachhaltiges Bauen und Sanieren sowie die erneuerbaren Energien prĂ€sentierte sich die GebĂ€ude.Energie.Technik 2015. Sie brachte Bauherren, Handwerk und Hersteller miteinander in Kontakt und war fĂŒr viele Messebesucher so ein idealer Wegweiser zur richtigen Investitionsentscheidung bei Neubau, Ausbau und Sanierung. Intensiv nutzte das ebenso gut informierte wie vorbereitete Publikum die vielfĂ€ltigen Angebote von Ausstellern und das kostenfreie Rahmenprogramm mit praxisgerechten FachvortrĂ€gen, gefĂŒhrten ThemenrundgĂ€ngen sowie Bauherren- und Nutzerseminaren. Mit einem eigenen Sonderbereich waren die top-aktuellen Themen Stromspeicher, Eigenstromnutzung und ElektromobilitĂ€t prĂ€sent. Auch dem Thema „Stromerzeugende Heizungen/Mini BHKW“ rĂ€umte die GETEC mit einer SonderflĂ€che wieder einen eigenstĂ€ndigen Platz ein. UnterstĂŒtzung kam bereits zum zweiten Mal vom BHKW-Impuls-Programm der Stadt Freiburg.

Die nÀchste GebÀude.Energie.Technik findet vom 26. bis 28. Februar 2016 statt.
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Sommerreifen: Standardreifen schlagen Eco-Modelle
 
Sommerreifen: Standardreifen schlagen Eco-Modelle
Auf jedem zweiten Reifen im Test prangen Wörter wie Eco, Blue oder Energy. Sie suggerieren einen niedrigen Rollwiderstand und damit weniger Energieverbrauch. Aber lÀngst nicht jedes Eco-Modell erweist sich als Spritsparer, einige verbrauchen sogar mehr als Standardreifen. Das hat der Sommerreifen-Test von Stiftung Warentest und ADAC ergeben.

6 von 19 Eco-Reifen schaffen zwar insgesamt ein "gutes" QualitÀtsurteil, verbrauchen aber nicht unbedingt weniger Sprit als die "guten" ohne Eco. In der Kompaktwagenklasse senken zwei Eco-Modelle zwar den Benzinverbrauch um 0,3 Liter auf 100 Kilometer im Vergleich zu den Standardmodellen aus gleichem Haus, schneiden aber insgesamt nur "befriedigend" ab. Insgesamt "gut" und zugleich "sehr gut" im Verbrauch ist kein Autoreifen im Test.

Schlechtester Reifen im Test ist der Nankang Eco-2 Green Sport. Das zeigt sich vor allem bei NĂ€sse: Bei einer Vollbremsung aus Tempo 80 kommt er zwölf Meter spĂ€ter zum Stehen als der Reifen mit dem kĂŒrzesten Bremsweg.

Große Unterschiede gibt es auch bei der Verschleißfestigkeit, ein Reifen hĂ€lt nur halb so lange wie die zwei besten. WĂŒrde ein Fahrer mit den besten Reifen 50.000 Kilometer weit kommen, mĂŒsste er den schlechtesten bereits nach 25.000 Kilometern auswechseln.

Der ausfĂŒhrliche Test Sommerreifen ist ab sofort unter www.test.de/sommerreifen abrufbar. Er erscheint auch in der MĂ€rz-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 27.02.2015 am Kiosk).
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