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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU: 15 Jahre Wölfe in Deutschland
Steht ihr Schutz auf dem Spiel?

EU-"Fitness-Check" wird zur Schicksalsstunde fĂŒr den Wolf in ganz Europa

15 Jahre Wölfe in Deutschland: Diese Erfolgsgeschichte des Naturschutzes könnte schon bald ein jĂ€hes Ende nehmen. Die EuropĂ€ische Kommission stellt Europas Naturschutzgesetzgebung auf den PrĂŒfstand – mit möglicherweise fatalen Folgen fĂŒr bedrohte Arten und Tausende Schutzgebiete in Deutschland. „Wenn unsere schlimmsten BefĂŒrchtungen wahr werden, könnte der Wolf in naher Zukunft seinen Schutzstatus verlieren und möglicherweise wieder zum Abschuss freigegeben werden“, warnte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Von Mai bis Juli befragt die EU-Kommission zwölf Wochen lang in einem „Stimmungstest“ die europĂ€ische Öffentlichkeit zu einer möglichen „Modernisierung“ der zwei wichtigsten EU-Gesetze fĂŒr den Natur- und Artenschutz. Als Folge des sogenannten „Fitness-Checks“ könnten die Fauna-Flora-Habitat- (FFH-) und die Vogelschutzrichtlinie erheblich geschwĂ€cht werden. Dadurch wĂ€ren 27.000 Schutzgebiete in ihrem Status bedroht, davon ĂŒber 5.000 in Deutschland. Die Jagd auf Zugvögel und Wölfe stĂŒnde ebenso zur Debatte wie der Schutz von FledermĂ€usen, Bibern und BuchenwĂ€ldern.

„FĂŒr den Wolf und zahlreiche andere Arten sind die verbindlichen Naturschutzgesetze der EU ĂŒberlebensnotwendig. Nur dank ihnen genießt der Wolf in Deutschland höchsten Schutzstatus und darf weder gejagt noch gefangen werden“, so Tschimpke.

Der NABU will mit seiner Aktion „NaturschĂ€tze retten“ auf die Bedeutung starker EU-Naturschutzgesetze aufmerksam machen und ruft alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger dazu auf, sich in den kommenden Wochen an der EU-Konsultation zu beteiligen. Auf www.NABU.de/wolf-check gibt der NABU dazu Hilfestellungen und Hinweise. Außerdem macht der Naturschutzverband mit einem 40-sekĂŒndigen Animationsfilm auf die aktuelle Bedrohung aus BrĂŒssel aufmerksam. Hierin lĂ€sst er den Wolf sinnbildlich einen „Fitness-Check“ durchlaufen.

Zum bundesweiten Tag des Wolfes am 30. April hat sich der NABU erneut fĂŒr ein flĂ€chendeckendes Wolfsmanagement in den BundeslĂ€ndern und die Einrichtung eines bundesweiten Kompetenzzentrums Wolf ausgesprochen. Dieses sollte Erfahrungen und Daten aus dem bundesweiten Wolfsmanagement bĂŒndeln, analysieren und zentral zur VerfĂŒgung stellen. „Entscheidend fĂŒr eine erfolgreiche dauerhafte RĂŒckkehr des Wolfes ist die Akzeptanz in weiten Teilen der Bevölkerung. Diese kann nur gelingen, wenn die Öffentlichkeit auch Zugang hat zu Informationen zum Wolf – etwa zur aktuellen Verbreitung, zu Konflikten, aber auch zu Lösungen“, so NABU-Wolfsexperte Moritz Klose.

In den vergangenen Wochen hatte die Anwesenheit von Wölfen in einzelnen Teilen Deutschlands erneut große Unsicherheiten hervorgerufen. FĂŒr Panikmache und Hysterie gebe es allerdings keinen Anlass, die auftretenden Konflikte seien lösbar, wie insbesondere langjĂ€hrige Wolfsregionen wie die Lausitz zeigten. „Jede neue Wolfsregion muss sich auf ihren Nachbarn einstellen. Der NABU nimmt die berechtigten Sorgen der Menschen in den Wolfsgebieten sehr ernst. Er informiert vor Ort und fĂŒhrt mit allen Betroffenen GesprĂ€che“, so Klose weiter. 35 Wolfsfamilien (31 Rudel und vier Paare) sind aktuell in Deutschland heimisch und erwarten in den kommenden Tagen ihren Nachwuchs.

Mit Blick auf seine vor zehn Jahren gestartete Informations-Kampagne „Willkommen Wolf!“ zieht der NABU eine positive Bilanz: Inzwischen ist ein Netzwerk von mehr als 500 ehrenamtlichen NABU-Wolfsbotschaftern entstanden, die vor Ort ĂŒber das Wildtier informieren.
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NABU startet Imagekampagne mit der Aktion "NaturschÀtze retten"
Menschen fĂŒr die Natur begeistern - Persönliche To-Do-Liste erweitern - Naturschutz in Europa stĂ€rken

Dinge, die man im Leben getan haben sollte, stehen im Mittelpunkt der neuen NABU-Imagekampagne. Unter dem Motto „Wir sind, was wir tun. Die Naturschutzmacher.“ zeigt der NABU mit seiner neuen bundesweiten Kampagne auf GroßflĂ€chenplakaten an Bahnhöfen in zahlreichen deutschen StĂ€dten, was ihn ausmacht. Auf der Kampagnen-Webseite www.wirsindwaswirtun.de gibt es Tipps, wie jeder ganz einfach selbst zum Naturschutzmacher werden kann.

Über 515.000 NABU-Mitglieder schĂŒtzen, was ihnen wichtig ist: die Natur. Sie schaffen Quartiere fĂŒr Meisen, Schwalben und Mauersegler. Sie kĂ€mpfen fĂŒr Meere ohne Plastik. Sie heißen den Wolf willkommen. Die Motive im Polaroidformat setzen dieses Engagement humorvoll in Szene und regen dazu an, die persönliche „To-Do-Liste“ zu erweitern: selbst #ein Haus bauen, #klare VerhĂ€ltnisse schaffen oder #Nachwuchs fördern – also Nisthilfen bauen, MĂŒllreinigungsaktionen starten oder sich fĂŒr geschĂŒtzte Arten stark machen.

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke entrollte zum Kampagnenstart am Dienstag in Berlin das erste Motiv und verwandelte die NABU-BundesgeschĂ€ftsstelle in einen blĂŒhenden Naturgarten mit ĂŒberdimensionalem Vogelhaus. „Wir lieben es draußen zu sein, wir packen an, wir bilden Jung und Alt weiter, wir forschen und reden mit, wir möchten Menschen fĂŒr den Naturschutz begeistern. Mit unserer Imagekampagne zeigen wir, was alles auf der To-Do-Liste des NABU steht. Diese Liste ist noch lange nicht vollstĂ€ndig. Wir haben viel vor, und der NABU ist so vielfĂ€ltig wie die Aufgaben, die in der Natur auf uns warten“, sagte Tschimpke. „Mit Spannung erwarte ich auch, was alles auf der To-Do-Liste von Menschen in ganz Deutschland steht, denen der Naturschutz genauso am Herzen liegt wie uns.“

Zum Kampagnenstart ruft der NABU dazu auf, sich an der Aktion „einen Naturschatz retten“ zu beteiligen. Der NABU möchte möglichst viele Menschen dazu bewegen, sich bei der EU-BĂŒrgerbefragung zum so genannten „Fitness-Check“ fĂŒr starke Naturschutzgesetze in Europa auszusprechen. Ab dieser Woche will die EU-Kommission in einem „Stimmungstest“ zwölf Wochen lang die europĂ€ische Öffentlichkeit zu einer möglichen „Modernisierung“ der zwei wichtigsten EU-Gesetze fĂŒr den Natur- und Artenschutz, der Fauna-Flora-Habitat (FFH)- und Vogelschutzrichtlinie, befragen. Einige Regierungen und Wirtschaftslobbyisten verlangen bereits deren AbschwĂ€chung. Der Schutz von allein in Deutschland ĂŒber 5.000 Natura-2000-Gebieten könnte damit geschwĂ€cht werden. Die Jagd auf Zugvögel und Wölfe, der Schutz von FledermĂ€usen, Bibern und BuchenwĂ€ldern stĂŒnde wieder zur Debatte.

Mit Blick auf die weiterhin kritische Lage der Natur in Deutschland fordert der NABU vor diesem Hintergrund nicht nur den Erhalt der EU-Vogelschutz- und FFH-Richtlinie, sondern auch eine konsequentere Durchsetzung und Finanzierung der geltenden Naturschutzstandards.

„Wenn es die EU-Kommission ernst meint mit dem Stopp des Artensterbens, wie es die Politik bis 2020 erreichen will, dann muss sie eine breit angelegte Naturschutzoffensive einleiten. Das bedeutet: mehr Geld und mehr Personal fĂŒr die Naturschutzverwaltung, aber auch klare Bestimmungen fĂŒr Schutzgebiete sowie empfindliche Strafen fĂŒr illegales Töten von Zugvögeln in ganz Europa“, so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Der NABU stellt zwölf Wochen lang jede Woche eine geschĂŒtzte oder gerettete Art, einen Lebensraum oder ein Natura-2000-Gebiet ĂŒber die NABU-Internetseite, Presse, soziale Medien und auf Veranstaltungen vor, die alle vom EU-Schutz abhĂ€ngen. Dazu zĂ€hlen der Wolf und der Biber, ebenso wie die Wacholderheiden auf der SchwĂ€bischen Alb, das Große Torfmoor in Nordrhein-Westfalen, das Tegeler Fließtal der Hauptstadt Berlin, der Buchenwald Grumsin oder das Nationale Naturerbe „Weinberg Wetzlar“.
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PlastiktĂŒten adĂ© - NABU begrĂŒĂŸt Entscheidung des EU-Parlaments
Auch Deutschland braucht staatliche Regelung

Zum heutigen Beschluss des EU-Parlaments, den Gebrauch von PlastiktĂŒten in der EU kĂŒnftig zu verringern, erklĂ€rt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Plastiktragetaschen sind nicht nur ein Symbol der Wegwerfgesellschaft. Ihr Einsatz lĂ€sst sich vermeiden und sie sind ĂŒberflĂŒssig, wenn der Einzelhandel den Verbraucherinnen und Verbrauchern gute Alternativen anbietet. Trotz Gelber Tonne und kostenpflichtiger Abgabe im Lebensmitteleinzelhandel werden noch viel zu viele PlastiktĂŒten einmalig verbraucht. Das beginnt beim Hemdchenbeutel fĂŒr loses Obst und GemĂŒse und endet beim Kleiderkauf in unseren InnenstĂ€dten.“

Der NABU setzt sich daher fĂŒr eine Abgabe oder Steuer auf Einwegtragetaschen ein, von der nur bepfandete, mehrfach nutzbare Taschen ausgenommen sein sollen. „Eine Pfandlösung garantiert, dass stabile Baumwoll- und Polyestertaschen mehrfach genutzt werden; und zwar von einem Haushalt oder, wenn sie zurĂŒckgebracht werden, gleich von mehreren“, so Miller.

Jeder Deutsche verbraucht im Jahr mehr als 70 Plastiktragetaschen, bei denen die dĂŒnnwandigen Knoten- oder Hemdchenbeutel noch gar nicht mitgezĂ€hlt wurden. Gemeinsam mit ihren EU-Partnern hat sich die Bundesrepublik Deutschland darauf geeinigt, dass dieser Verbrauch bis Ende 2025 um ein Drittel auf 40 Taschen pro Jahr sinken soll.
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Karlsruhe: SpaziergÀnge mit der WaldpÀdagogik im Mai
Vom Auenwald und dem MaikÀfer Sumsemann

Die WaldpĂ€dagogik bietet im Mai abwechslungsreiche Angebote fĂŒr Jung und Alt an. Am Freitag, 8. Mai, können sich Interessierte ab 15.30 Uhr bei einem kostenlosen Rundgang durch den Auenwald im Wandel der Zeiten von der StadtgrĂŒndung bis heute informieren. Revierförster Dieter Fesenbeck erlĂ€utert die VerĂ€nderungen des Waldes in den letzten Jahrhunderten und geht auch auf die Auswirkungen des geplanten Hochwasser-RĂŒckhaltebeckens ein.

Speziell fĂŒr Eltern mit Kindern zwischen fĂŒnf und acht Jahren findet am Samstag, 9. Mai ab 14 Uhr ein MĂ€rchenspaziergang statt. Der MaikĂ€fer Sumsemann nimmt die Kinder dabei mit auf eine Reise zum Mond. Der Spaziergang dauert etwa zwei bis zweieinhalb Stunden und kostet pro Teilnehmer vier Euro.

FĂŒr beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich, die im BĂŒro der WaldpĂ€dagogik unter der Telefonnummer 0721/133-7354 oder per E-Mail unter der Adresse waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de möglich ist. Der jeweilige Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Weitere Informationen sind in den Sprechstunden montags von 9 bis 11 Uhr und dienstags von 14 bis 16 Uhr zu erfragen. Außerdem auf der Homepage www.waldpaedagogik-karlsruhe.de, wo auch ein Veranstaltungsplan des ganzen Jahres zu finden ist.

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Freiburg: Ausbau der Rad-Vorrang-Routen geht weiter
Alte Durchfahrt wird verbreitert / Foto: Daniel JĂ€ger
 
Freiburg: Ausbau der Rad-Vorrang-Routen geht weiter
Mariensteg wird verbreitert - LĂŒcke im Fußweg auf der Nordseite der Dreisam wird geschlossen

Dreisamuferradweg von der SchnewlinbrĂŒcke bis zur Fabrikstraße fĂŒr mehrere Monate gesperrt

Ab Montag, 27. April, startet das Garten- und Tiefbauamt (GuT) zwei große Bauprojekte am Dreisamuferradweg. Auf der SĂŒdseite der Dreisam wird der schmale und gefĂ€hrliche Durchlass im Mariensteg verbreitert. Und auf der Nordseite wird die LĂŒcke im Fußweg geschlossen, um FußgĂ€nger kĂŒnftig eine durchgĂ€ngige Alternative zu dem stark frequentierten Weg auf der SĂŒdseite zu ermöglichen.

FĂŒr diese Arbeiten muss der Dreisamuferradweg bis etwa Mitte Oktober ab der Fabrikstraße ĂŒber die KartĂ€userstraße umgeleitet werden. Gesperrt ist der Radweg zwar erst ab dem Abzweig zu Leo-Wohleb-BrĂŒcke/Untere Schwarzwaldstraße, ab dort bestehen aber nur begrenzte Radverbindungen. Da der Radweg wegen des Umbaus der KronenbrĂŒcke weiter östlich ohnehin gesperrt ist, reicht die gesamte Sperrung dann bis zur SchnewlinbrĂŒcke.

Voraussichtlich Mitte Juni kann das TeilstĂŒck zwischen Luisensteg und KronenbrĂŒcke wieder freigegeben werden, sobald die BehelfsbrĂŒcke neben der KronenbrĂŒcke aufgebaut ist. Der Radverkehr wird so lange ab der Fabrikstraße ĂŒber KartĂ€user-, Wallstraße, Holzmarkt, Garten- und Faulerstraße bis zur SchnewlinbrĂŒcke umgeleitet. KartĂ€user-, Wallstraße und der Holzmarkt werden wĂ€hrend der Umleitung zu Fahrradstraße. Der Autoverkehr kann die Straßen weiterhin nutzen, das GuT empfiehlt aber eine Umfahrung ĂŒber die B31. Radfahrer und FußgĂ€nger können die Dreisam weiterhin ĂŒber alle BrĂŒcken außer ĂŒber den Mariensteg ĂŒberqueren.

Beide Bauarbeiten hĂ€ngen zusammen, da die Baustellen gegenĂŒberliegen und die nördliche Baustelle auch von der SĂŒdseite beliefert wird. Durch die gemeinsame BauausfĂŒhrung wird auch eine doppelte Sperrung des viel genutzten Dreisamuferradwegs vermieden.

Unter dem Mariensteg wird der Dreisamuferradweg bislang durch einen 1,25 Meter schmalen bogenförmigen Durchlass gefĂŒhrt. Es ist die mit Abstand engste Stelle auf dem gesamten Radweg und Radfahrer oder FußgĂ€nger mĂŒssen sehr vorsichtig sein, auf den Gegenverkehr achten und gegebenenfalls so lange warten, bis der Durchlass frei ist.

Um den Durchlass verbreitern zu können, werden die Mitarbeiter des GuT den gesamten Steg aufstĂ€ndern, das komplette Bauwerk um den Durchlass herum abtragen und einen breiteren Durchlass neu aufbauen. Dabei werden die Auflagen des Denkmalschutzes berĂŒcksichtigt und ein Teil der alten Materialien wieder verwendet. Der neue Durchlass wird 2,8 Meter breit und 2,5 Meter hoch werden. ZusĂ€tzlich wird der gemeinsame Geh- und Radweg von der Rampe Luisensteg bis zur GreiffeneggbrĂŒcke auf 2,8 bis 4 Meter verbreitert.

Auf der Nordseite der Dreisam wird die etwa 200 Meter lange LĂŒcke zwischen Mariensteg und SchwabentorbrĂŒcke durch den Bau eines neuen Weges geschlossen. Damit soll auch der stark genutzte Dreisamuferradweg entlastet und die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Der neue Weg wird aufgrund der beengten PlatzverhĂ€ltnisse und wegen des Hochwasserschutzes rund 2 Meter breit. Als Belag wird wegen der gelegentlichen Überflutung Beton verwendet, zusĂ€tzlich wird der Weg beleuchtet. Zudem wird die bislang sehr steile Rampe zum Mariensteg sowie die Treppe zur Oberau behindertenfreundlich umgebaut und der schlecht begehbare Pflasterbelag zwischen Leo-Wohleb- und SchwabentorbrĂŒcke durch Beton ersetzt.

Beide Bauprojekte auf der Nord- und SĂŒdseite der Dreisam kosten zusammen rund 1,5 Millionen Euro und werden vom Land Baden-WĂŒrttemberg im Rahmen des Ausbauprogramms der drei Pilotrouten des Rad-Vorrang-Netzes gefördert. Aufgrund der umfangreichen Bauarbeiten mĂŒssen mehrere BĂ€ume gleich zu Beginn der Arbeiten gefĂ€llt werden; unter anderem die Eibengruppe am sĂŒdlichen Aufgang zum Mariensteg sowie auch zwei Robinien, die abgestorben und nicht mehr verkehrssicher sind. Weitere BĂ€ume und BĂŒsche werden entsprechend den artenschutzrechtlichen Vorgaben erst voraussichtlich im Sommer gefĂ€llt. Nach Abschluss der gesamten Arbeiten wird im Umfeld ErsatzbĂ€ume gepflanzt. Alle Arbeiten sollen voraussichtlich bis Mitte Oktober beendet sein.
 
 

ÖKO-TEST SPEZIAL GESUND UND FIT - RĂŒcken
Das aktuelle ÖKO-TEST SPEZIAL – RĂŒcken ist ab dem 17. April 2015 im Handel.
 
ÖKO-TEST SPEZIAL GESUND UND FIT - RĂŒcken
Das Kreuz mit dem Kreuz: RĂŒckenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Auf kaum eine Erkrankung trifft dieser Begriff mehr zu. Fast jeder spĂŒrt irgendwann sein Kreuz. RĂŒckenprobleme sind der Grund fĂŒr zehn bis zwölf Prozent aller Krankschreibungen. Erschreckend hĂ€ufig ist eine falsche Therapie die Ursache, dass aus gelegentlichen Beschwerden chronische Schmerzen werden. Mit diesem ÖKO-TEST SPEZIAL – RĂŒcken können wir Ihnen zwar weder die Schmerzen nehmen, noch die Behandlung ersetzen. Aber bei der Suche nach der richtigen Therapie können wir Ihnen mit diesem Heft helfen – und Ihnen möglicherweise eine jahrelange Odyssee durch Arztpraxen ersparen.

Aus dem Inhalt:

‱ Chronische Schmerzen: Im Gehirn eingenistet
Chronische Schmerzen bedeuten fĂŒr die Betroffenen oft eine jahrelange Leidensgeschichte. Eine moderne Mischung von Therapien kann ihnen wirkungsvoll dabei helfen, mit den Beschwerden umzugehen. Noch besser ist es, den Schmerz daran zu hindern, dass er sich ins GedĂ€chtnis einbrennt.

‱ RĂŒckenkrankheiten: Wenn‘s knackt und knirscht
Ursachen von Schmerzen gibt es viele: Die Bandscheibe ist verrutscht und piesackt den Nerv, Wirbelgelenke sind entzĂŒndet oder die Knochen brĂŒchig. ÖKO-TEST erklĂ€rt, welche Symptome bei den jeweiligen Krankheiten auftreten, wie sie diagnostiziert werden und welche Therapien helfen.

‱ Operationen: Oft geht es auch ohne
Manche Operationen sind zweifellos notwendig. Einige sogar sofort. Insgesamt aber werden Patienten zu schnell und zu oft unters Messer gelegt. FĂŒr Kliniken lohnt es sich, und RĂŒckenkranke hoffen, dass endlich die Schmerzen aufhören. Diese Hoffnung kann trĂŒgen. ÖKO-TEST erlĂ€utert, welche Operationsverfahren es gibt und wann es sinnvoller ist, abzuwarten.

‱ Schmerzmittel: Wichtige VerbĂŒndete
Tabletten, Salben und Spritzen sind unentbehrliche Hilfsmittel im Kampf gegen RĂŒckenschmerzen – aber trotzdem mit Vorsicht zu genießen. Wegen ihrer möglichen Nebenwirkungen sollten sie nur kurzfristig eingesetzt werden. ÖKO-TEST zeigt auf, welche Mittel es gibt, welche Wirkstoffe darin enthalten sind und wie diese arbeiten.

‱ Behandlungen im Überblick: Wegweiser im Therapiedschungel
Viele Therapien versprechen Hilfe bei RĂŒckenbeschwerden. Gerade Patienten, die bereits lange unter Schmerzen leiden, versuchen immer wieder Neues. ÖKO-TEST hat die wichtigsten Behandlungsmethoden unter die Lupe genommen.

‱ Kinesiologisches Tapen: Farbige UnterstĂŒtzung
Bei Sportlern sind die bunten KlebebÀnder schon lÀnger angesagt, inzwischen behandeln
auch Ärzte und Physiotherapeuten Schmerzpatienten damit. FĂŒr einen Nutzen sprechen
aber allenfalls gute Erfahrungen – die Datenlage ist bescheiden.
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    ÖKO-TEST Pflegeversicherungen
Das ÖKO-TEST-Magazin April 2015 gibt es seit dem 27. MĂ€rz 2015 im Handel.
 
ÖKO-TEST Pflegeversicherungen
Teure Absicherung

ÖKO-TEST hat in der aktuellen April-Ausgabe 104 private Pflegegeldzusatztarife fĂŒr Kinder und Erwachsene von insgesamt 24 Anbietern genau unter die Lupe genommen. Das ResĂŒmee ist ernĂŒchternd: Die geförderten Tarife sind viel zu teuer, wĂ€hrend sie gleichzeitig die LĂŒcken, die die gesetzliche Absicherung hinterlĂ€sst, in keiner Weise schließen können.

Seit 2013 gibt es den Pflege-Bahr. Mit ihm soll die freiwillige private Vorsorge gefördert werden. FĂŒnf Euro Zuschuss gibt es dafĂŒr jeden Monat. Ein wirkliches Plus der Bahr-Policen scheint, dass es im Gegensatz zu ungeförderten Tarifen keine GesundheitsprĂŒfung gibt. Somit können Menschen mit schweren Vorerkrankungen einen Pflege-Bahr-Tarif abschließen, wenn sie im Moment der Vertragsunterzeichnung noch keine Leistung aus der gesetzlichen Pflegeversicherung
bezogen haben. Im Gegenzug wird erst nach einer Wartezeit von fĂŒnf Jahren gezahlt, auch wenn die PflegebedĂŒrftigkeit frĂŒher eintritt.

ÖKO-TEST hat sich die Angebote genauer angesehen und kann die staatlich geförderten Pflege-Bahr-Tarife nicht empfehlen. Denn sie sind schon heute sehr teuer und die Leistungshöhen vollkommen unzureichend. So erhĂ€lt beispielsweise ein 35-JĂ€hriger fĂŒr den Mindesteigenbeitrag von 10 Euro im Monat in der Pflegestufe 1 im besten Fall 240 Euro, in Pflegestufe 2 sind es rund 530 Euro und in Pflegestufe 3 1.200 Euro. Diese BetrĂ€ge sind weit von den PflegelĂŒcken entfernt. Dazu könnte es ab dem Jahr 2018 zu einer regelrechten Preisexplosion kommen, weil dann erstmalig die fĂŒnfjĂ€hrige Wartezeit auslĂ€uft und PflegebedĂŒrftige Leistungen aus den Bahr-Tarifen erhalten.

Besser schneiden dagegen einige ungeförderte Tarife ab. ÖKO-TEST rĂ€t zudem, sich bzw. die Kinder frĂŒhzeitig abzusichern, weil man dann deutlich weniger zahlt. Die gĂŒnstigsten Anbieter im Test verlangen fĂŒr ein Kind gerade einmal 7,35 Euro pro Monat.
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ÖKO-TEST UV-Gesichtscremes
Das ÖKO-TEST-Magazin April 2015 gibt es seit dem 27. MĂ€rz im Handel.
 
ÖKO-TEST UV-Gesichtscremes
FragwĂŒrdiger Schutz

Tagescremes mit UV-Schutz passen zum Trend, Kosmetika zu vermeintlichen Alleskönnern zu machen. Das ÖKO-TEST-Magazin zeigt aber, dass diese Kombination nicht sinnvoll ist. Zudem stecken in vielen Produkten UV-Filter, die im Verdacht stehen, wie ein Hormon zu wirken.

In der aktuellen April-Ausgabe rĂ€t ÖKO-TEST weitgehend von Tagescremes mit UV-Schutz ab. Das hat mehrere GrĂŒnde: Zum einen enthalten die UV-Tagescremes meist chemische Filter fĂŒr den Schutz vor der Sonne. Doch bei einigen dieser Stoffe gibt es Hinweise, dass sie wie ein Hormon wirken. Zudem können sie vermutlich in den Körper gelangen. Wissenschaftler haben sie in Muttermilch nachgewiesen. Ein weiteres Gegenargument ist, dass man den Sonnenschutz der Jahreszeit und Tagesplanung anpassen sollte. Im Sommer braucht man bei einem Spaziergang einen viel höheren Schutz als an einem Wintertag, an dem man sich in RĂ€umen aufhĂ€lt. Ein dritter Kontrapunkt ist, dass mehr als die HĂ€lfte der getesteten Cremes bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe enthĂ€lt. So kommen beispielsweise sehr hĂ€ufig PEG/PEG-Derivate zum Einsatz. Diese können die Haut fĂŒr andere Fremdstoffe durchlĂ€ssiger machen. In zwei Cremes steckt eine halogenorganische Verbindung, die allergen wirken kann. In sechs Produkten analysierte das Labor Aluminium, allerdings in geringen Gehalten.

ÖKO-TEST empfiehlt, besser eine einfache Tagescreme zu nehmen und das Sonnenschutzmittel dem Hauttyp und der Tagesplanung anzupassen. Besser als chemische Filter sind zudem mineralische Filter, so das Verbrauchermagazin.
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