oekoplus - Freiburg
Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

GefĂŒhrte E-Bike Touren
Foto: KUR UND BÄDER GMBH BAD KROZINGEN
 
GefĂŒhrte E-Bike Touren
Von Mai bis Oktober bietet die Kur und BĂ€der GmbH alle 14 Tage eine gefĂŒhrte E-Bike Tour durch das MarkgrĂ€flerland an. Am Mittwoch, den 6. Mai und 20. Mai 2015 von 14.00 – 17.00 Uhr finden gefĂŒhrte Touren mit einem einheimischen Guide statt. Die Teilnehmer erkunden die wunderschöne Landschaft zwischen den Reben und entdecken das MarkgrĂ€flerland um Bad Krozingen ganz bequem auf dem Elektrorad. Bei den Touren kann ein E-Bike gemietet oder auch selbst mitgebracht werden.

Neu wir in diesem Jahr am Mittwoch, den 5. August und 23. September von 14.00 – 17.00 Uhr ein Fahrtechniktraining angeboten. Bei diesen exklusiven Terminen erlernen die Teilnehmer mit speziellen Übungen die richtige Fahrtechnik auf dem E-Bike. Anfahren am Berg, richtig Schalten, Kurvenfahren u.v.m. NatĂŒrlich ist auch eine kleine Rundfahrt eingeplant, um das GeĂŒbte zu verfestigen.

Weitere Informationen und Anmeldung bei der Tourist-Information Bad Krozingen, Tel. 07633 4008-163 oder unter www.bad-krozingen.info.
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NABU: Kohlekraftwerke sind ein Auslaufmodell
Bundesregierung muss fairen Strukturwandel einleiten

Der NABU hat sich in der öffentlichen Debatte um die PlĂ€ne von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Abgabe eines Klimaschutzbeitrages fĂŒr Braunkohlekraftwerke fĂŒr mehr Sachlichkeit ausgesprochen. Die Gewerkschaften IG BCE und Ver.di haben am Samstag in Berlin zu einer großen Kundgebung und Protest der Kohlekumpel aufgerufen. „Braunkohle ist ein Auslaufmodell. Deshalb muss die lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llige Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums gewĂ€hrleisten, dass die dreckigsten und Ă€ltesten Braunkohlekraftwerke ihre klima- und gesundheitsschĂ€dlichen Emissionen drosseln“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Mit Blick auf den Widerstand einiger BundeslĂ€nder warnte Tschimpke erneut davor, dass mit dem Festhalten an der Braunkohle die Klimaschutzziele nicht zu erreichen seien. „Der von Sigmar Gabriel gemachte Vorschlag leitet einen fairen und moderaten Strukturwandel ein. Er ermöglicht den betroffenen Regionen eine Zukunft ohne Strukturbruch“, so Tschimpke.

Aus NABU-Sicht sind die von IG BCE und Ver.di beschworenen Zahlen zu Arbeitsplatzverlusten wissenschaftlich nicht haltbar. „Im Sinne der Menschen in den Kohleregionen muss auf ĂŒberzogene Zahlen und das SchĂŒren von ExistenzĂ€ngsten verzichtet werden“, so Tschimpke. Trotzdem stĂŒnden die betroffenen Regionen vor einer großen Herausforderung, die ernst genommen werden mĂŒsse. „Eine verantwortungsvolle Politik verbindet Klimaschutz und Arbeitsmarktpolitik, um die Standorte fĂŒr die Zeit nach der Kohle fit zu machen“, sagte Tschimpke weiter. Umso spĂ€ter der Strukturwandel zur Schaffung neuer ArbeitsplĂ€tze eingeleitet werde, umso schmerzhafter sei er.

Laut NABU, Wissenschaftlern und anderen VerbĂ€nden entwickeln sich die NettobeschĂ€ftigungseffekte der Energiewende in den vergangenen Jahren positiv. „Sowohl die Effizienzwende als auch der Ausbau der Erneuerbaren Energien sind Jobmotoren“, sagte NABU-Energieexpertin Tina Mieritz. Das Consulting-Unternehmen DIW Econ hat fĂŒr die Erneuerbaren-Branche errechnet, dass jĂ€hrlich zusĂ€tzlich 18.000 ArbeitsplĂ€tze pro Jahr geschaffen werden. Im Bereich der Energieeffizienz wuchs laut Branchenmonitor der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz die Anzahl der BeschĂ€ftigten 2013 um rund 40.000.

Überall in Deutschland wĂ€chst zudem der Protest gegen die umwelt- und gesundheitsschĂ€dliche Kohle. Am Samstag ist eine Menschenkette gegen den Braunkohletagebau in Garzweiler geplant, die auch vom NABU unterstĂŒtzt wird.
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Freiburg: Der Natur auf der Spur
Bundesweiter Erlebnistag am Sonntag, 3. Mai
Forstamt Freiburg lÀdt Erlebnishungrige in den Bergwald

„Nur wer Natur kennt, kann Umwelt schĂŒtzen“: Unter diesem Motto findet am Sonntag, 3. Mai, in ganz Deutschland zum neunten Mal der Naturerlebnistag statt. Auch das Forstamt Freiburg ist mit dabei.
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Wer piept denn da?
NABU, NAJU und LBV laden vom 8. bis 10. Mai zur elften „Stunde der Gartenvögel“

Zu einer ZĂ€hlaktion fĂŒr Groß und Klein laden NABU, NAJU und der Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV) auch in diesem Jahr ein: Zur bundesweiten „Stunde der Gartenvögel“ vom 8. bis 10. Mai sind Naturfreunde in ganz Deutschland aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel in ihrem Garten, vom Balkon aus oder im Park zu beobachten, zu zĂ€hlen und fĂŒr eine gemeinsame Auswertung zu melden. Rund 43.000 Vogelfreunde hatten im vergangenen Jahr mitgemacht und insgesamt eine Million Vögel beobachtet und gemeldet.

„Unsere inzwischen ĂŒber mehr als zehn Jahre reichende Datenreihe gibt uns Aufschluss ĂŒber Zu- und Abnahmen von Vögeln im Siedlungsraum: also dort, wo wir die Vögel in unserem Alltag erleben. FĂŒr die Teilnehmer ist die ZĂ€hlmethode einfach, aber uns liefert sie in der Summe tausender GĂ€rten spannende wissenschaftliche Erkenntnisse“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. „In diesem Jahr wollen wir zum Beispiel herausfinden, ob Mauersegler und Mehlschwalben weiterhin so stark abnehmen, und ob der AufwĂ€rtstrend bei Ringeltauben und Feldsperlingen anhĂ€lt.“

Im Rahmen der Bundesgartenschau findet in diesem Jahr eine ganz besonderen ZÀhlaktion statt: Am BUGA-Standort Brandenburg an der Havel können Vogelfreunde am Freitag, den 8. Mai von 10:00 bis 12:00 Uhr an der Johanniskirche die Vögel in der Umgebung zÀhlen und dabei das Naturparadies Havel entdecken. Ein Experte des NABU wird die ZÀhlung begleiten. Anmeldung unter Presse@NABU.de.

FĂŒr kleine Vogelexperten hat die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ (4.-8. Mai) ins Leben gerufen. Dazu gehört ein buntes Aktionspaket, welches ZĂ€hlkarten, Poster und ein VogelbĂŒchlein zum Selberbasteln beinhaltet. Im Begleitheft finden Gruppenleiter, Lehrer und Erzieher die Anleitung fĂŒr eine Gartenvogel-Rallye mit spannenden Wissens- und Spielstationen, die mit wenig Aufwand ĂŒberall im Freien durchgefĂŒhrt werden können. Das Aktionspaket kann unter www.naju.de/sdg bestellt werden. Es gibt Anregungen, den Klassenraum zu verlassen und neue Lernorte wie den heimischen (Schul-) Garten zu entdecken. Eine Kombination der Gartenvogel-Rallye mit der Teilnahme an der Stunde der Gartenvögel bietet sich an. Denn je mehr Menschen teilnehmen, desto aussagekrĂ€ftiger wird das Ergebnis.
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Rad-ZĂ€hl-Display an der WiwilibrĂŒcke zĂ€hlt seit drei Jahren
Seitdem fast acht Millionen Radfahrer gezÀhlt, zum
ersten Mal ĂŒber 14.000 tĂ€glich – Drei neue Dauerstellen
zÀhlen Radlerinnen und Radler

Das Rad-ZĂ€hl-Display feiert Ende April seinen dritten
Geburtstag. Seitdem fuhren rund 7,9 Millionen
Radfahrerinnen und Radfahrer ĂŒber die WiwilibrĂŒcke und
sparten so 4.100 Tonnen CO2 gegenĂŒber entsprechenden
Autofahrten ein. Die FahrrĂ€der werden beim Überfahren
einer Induktionsschleife in der östlichen Rampe gezÀhlt; die
Zahlen werden sofort auf dem Display vor Ort und dann auf
der stÀdtischen Homepage unter
www.freiburg.de/radzaehldisplay angezeigt. Das Display
hatte das Land Baden-WĂŒrttemberg der Stadt Freiburg zur
Auszeichnung als „Fahrradfreundliche Stadt“ geschenkt.

Wegen der Sperrung des Dreisamradwegs FR1 an der
KronenbrĂŒcke purzeln derzeit die Rekorde: Fuhren vor ein
paar Tagen zum ersten Mal ĂŒberhaupt ĂŒber 14.000
Radfahrerinnen und Radfahrer an einem Tag ĂŒber die
WiwilibrĂŒcke, wurde am Mittwoch, 22. April, mit 14.617
Radlern gleich wieder ein neuer Rekord aufgestellt - die
15.000 scheinen in Reichweite.

Durchschnittlich fuhren in den letzten drei Jahren tÀglich
7.200 Radfahrerinnen und Radfahrer ĂŒber die WiwilibrĂŒcke.
Wochentags waren es durchschnittlich 10.000 Radfahrende,
samstags und sonntags etwa 4.800. Im stÀrksten Monat,
dem Juli 2014, waren knapp 9.600 Radfahrende tÀglich
unterwegs, im schlechtesten Monat im Februar 2013
immerhin noch fast 4.400 am Tag.

In den beiden bislang vollstÀndig gezÀhlten Jahren 2013 und
2014 stiegen die Zahlen um rund 16 Prozent an. So wurden
2013 gut 2,4 Millionen Radler gezĂ€hlt, 2014 ĂŒber 2,8
Millionen. Die Skala des ZĂ€hl-Displays, die nur bis 2,5
Millionen jÀhrlich ausgelegt ist, wurde also geknackt.

Nach EinschÀtzung des Garten- und Tiefbauamtes (GuT) ist
ein Teil dieses Anstieg Ergebnis des Ausbaus der Radwege
in den letzten Jahren. Und natĂŒrlich spielen auch das ĂŒber
Monate gute Wetter und die mehrwöchige Stadtbahnpause
wegen der Bauarbeiten am Bertoldsbrunnen eine Rolle. Seit
dem Beschluss des Radkonzeptes 2020 baut das GuT vor
allem die drei Pilotrouten des Rad-Vorrang-Netzes an der
Dreisam FR1, an der GĂŒterbahn FR2 und von ZĂ€hringen
durch den StĂŒhlinger nach Vauban/St. Georgen aus. Ziel des
Konzeptes ist es, den Radverkehr bis 2020 auf ĂŒber 30
Prozent der Wege anzuheben; damit wÀre er die Nummer
eins im Stadtverkehr.

Seit Ende 2014 registrieren drei weitere ZĂ€hlstellen den
Radverkehr, allerdings ohne Anzeige-Display. Die
Induktionsschleifen liegen an den drei Pilotrouten des Rad-
Vorrang-Netzes: An der Dreisam (FR1) am Anfang der
Hindenburgstraße, an der GĂŒterbahn (FR2) zwischen
Ferdinand-Weiß-Straße und GĂŒterbahnbrĂŒcke und auf der
geplanten Route ZĂ€hringen-StĂŒhlinger-Vauban (FR3) in der
Eschholzstraße Höhe Egonstraße.

Im bisherigen April fuhren rund 2.500 Radlerinnen und
Radler tĂ€glich ĂŒber die Eschholzstraße, an der GĂŒterbahn
FR2 waren es rund 1.500. Die Radler an der Dreisam
machen der WiwilibrĂŒcke fast Konkurrenz, hier waren es im
April bisher rund 7.000 am Tag im Vergleich zur WiwilibrĂŒcke
mit 7.800. An der Dreisam fahren an Wochentagen merklich
weniger als auf der WiwilibrĂŒcke, am Wochenende aber jetzt
schon fast gleichviel – bei Heimspielen des Freiburger SC
noch mehr. Spannend wird die Entwicklung im Sommer,
wenn noch mehr Freizeitradler unterwegs sind, dann könnte
die WiwilibrĂŒcke auch ĂŒberholt werden. Und spannend wird
natĂŒrlich auch wieder, ob das Display an der WiwilibrĂŒcke
am Jahresende wieder geknackt wird.
 
 

 
Von Staudenhaltern bis Schauinslandtour
Die Waldhaus-Termine im Mai

Samstag, 9. Mai, 14 bis 17 Uhr / Anmeldeschluss: 5. Mai
GrĂŒnholzwerkstatt: Schöne Staudenhalter fĂŒr den Garten
In netter Runde können die TeilnehmerInnen mit Johann-Georg Beck, Technischer Lehrer, an diesem Nachmittag aus frischem Eichen- oder Kastanienholz schöne und langlebige Staudenhalter fĂŒr den Garten herstellen. Gearbeitet wird am Schneidesel mit dem Ziehmesser. TN-Beitrag: 20 Euro inkl. Material, Jugendliche ab 12 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen 14 Euro.

Sonntag, 10. Mai, 14 bis 17 Uhr / Anmeldeschluss: 6. Mai
GrĂŒnholzschnitzen mit Markus Stickling
Messer ĂŒben schon auf Kinder eine große Anziehungskraft aus. In diesem Kurs mit dem NaturpĂ€dagogen Markus Stickling lernen Kinder und Erwachsene gemeinsam den handwerklichen Gebrauch von Taschen- und Schnitzmessern von Grund auf. Manchmal braucht man nur einen Ast und ein Messer, um mit wenigen Handgriffen kleine GegenstĂ€nde oder Spielzeuge aus GrĂŒnholz zu schnitzen. Das gemeinsame handwerkliche Tun fördert die Motorik, Fantasie, Ausdauer, Zufriedenheit und das Selbstbewusstsein.
TN-Beitrag: 12 Euro inkl. Material, Kinder ab 8 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen 8 Euro, Familien 30 Euro.

Samstag, 16. Mai, 11 bis 16 Uhr / Anmeldeschluss: 12. Mai
Wanderung: Natur und Kultur des Schauinslands
Eine Rundwanderung um den Gipfel des Freiburger Hausbergs fĂŒhrt die Teilnehmenden zu den landschaftlichen, botanischen und kulturellen Besonderheiten des grĂ¶ĂŸten Naturschutzgebietes in Freiburg. Am Schauinsland finden sich jetzt noch Spuren der Eiszeit und eine Vielfalt an Pflanzenarten am Wegrand. Die Arbeit von Köhlern, Bergknappen und Bauern hat den Schauinsland geprĂ€gt: Die Wanderer untersuchen MeilerplĂ€tze, Bergwerkshalden, Wiesen und Weidbuchen. Bei einem Besuch des ĂŒber 400 Jahre alten Schniederlihofs lernt man das harte Leben der Bergbauern frĂŒherer Tage kennen. Wanderleiter ist der Diplom-Forstwirt und Journalist Gerd SĂŒĂŸbier. TN-Beitrag: 12 Euro, Jugendliche ab 12 Jahren 6 Euro, Familien 30 Euro. Treffpunkt und Start am Eingang der Bergstation der Schauinslandbahn.

Sonntag, 17. Mai, 14 und 16 Uhr
FrÀulein Brehms Tierleben
Das einzige Theater weltweit fĂŒr heimische bedrohte Tierarten gastiert am Sonntag, 17. Mai, wieder im Waldhaus. Um 14 Uhr geht es um Canis lupus, den Wolf, und um 16 Uhr um Hymenoptera, die wilden Bienen. FĂŒr neugierige Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren. Es gelten relative Eintrittspreise: Erwachsene ca. 9 Euro, Kinder ca. 4,20 Euro. Info und Karten: Tel. 0761/8964 7710, www.brehms-tierleben.com.
Eine Kooperation von Wildwege e.V., Stiftung Waldhaus und Stiftung FrĂ€ulein Brehms Tierleben. Dank einer neuen Kooperation mit dem Freiburger BĂŒndnis fĂŒr Familien ist der Eintritt fĂŒr Vorstellungen von FrĂ€ulein Brehm fĂŒr Inhaber der FamilienCard von Mai bis August frei.
Nach Absprache an Montagen nach Sonntagsvorstellungen auch fĂŒr Schulklassen, Info unter Tel. 030/1209 1785.

Sonntag, 17. Mai, 14 bis 15.30 Uhr / ohne Anmeldung
BÀume und StrÀucher aus aller Welt:
Spaziergang durch das Stadtwald-Arboretum GĂŒnterstal
Der international ausgewiesene Baumexperte Hubertus Nimsch, ehemaliger Leiter des Forstreviers GĂŒnterstal, erzĂ€hlt am Sonntag, 17. Mai, von 14 bis 15.30 Uhr ĂŒber die Entstehungsgeschichte und Bedeutung des Stadtwald-Arboretums in GĂŒnterstal. Bei diesem Spaziergang lernen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen etliche der 1300 Baum- und Straucharten kennen, die aus 5 Kontinenten und ĂŒber 60 LĂ€ndern stammen. TN-Beitrag 3 Euro, Treffpunkt Waldhaus.

Das Waldhaus (Wonnhaldestr. 6) ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, sonntags und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr geöffnet. NÀheres zu VortrÀgen, Angeboten und dem Familienprogramm gibt es unter Tel. 0761/8964 7710 oder auf www.waldhaus-freiburg.de.
 
 

 
HĂ€ngematten im Wald, Hotels fĂŒr Insekten, RasenflĂ€chen zu Bienenweiden
Das Ergebnis von 14 Projektwochen Natur-Stadt-Schule beim Waldhaus

Verantwortliche ziehen Bilanz fĂŒr diesen deutschlandweit einmaligen Beitrag zur Umwelterziehung

Natur statt Schule? Natur-Stadt-Schule! So heißt eine Projektwoche des Waldhauses, die von November 2013 bis heute 14 Mal stattfand. Dabei waren ĂŒber 300 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Mittelstufe in Best Practice-Projekten fĂŒr Natur- und Artenschutz in der Stadt im Einsatz. Nun ist die Natur-Stadt-Schule beendet. Bei einem Presse-Spaziergang durch den Wald haben Hans Burgbacher, zweiter Vorsitzender der Stiftung Waldhaus, Waldhaus-Leiter Markus MĂŒller und Projektleiter Philipp Gottwald heute Bilanz gezogen und Manfred Fehrenbach, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Stiftung Naturschutzfonds Baden-WĂŒrttemberg, fĂŒr die UnterstĂŒtzung gedankt. Die Stiftung hatte die Natur-Stadt-Schule ĂŒber 18 Monate hinweg mit einem Gesamtbetrag von 99.000 Euro gefördert.

Dass SchĂŒler den Naturschutz auf breiter FlĂ€che in die Stadt bringen, ist bisher deutschlandweit einmalig. Das Strickmuster war dabei einfach: In einer Projektwerkstatt konnten sie ihre Aufgaben mit dem Forstwirt Philipp Gottwald planen; Gottwald hat die Natur-Stadt-Schule und zuvor schon die Freiburger Schulverwaldung ersonnen. Danach erhielten die Areale im Umfeld der Stadt, auf denen sie bestehende LebensrĂ€ume aufwerten und neue erschaffen konnten. Die Ergebnisse der Natur-Stadt-Schule sind bis heute vor Ort zu sehen und durch Hinweisschilder kenntlich gemacht.

Mal entstanden dabei, wie beim jĂŒngsten Projekt, HĂ€ngematten fĂŒr ermattete SpaziergĂ€nger und Waldgenießerinnen am Hang hinter dem Waldhaus. Mal schuf eine andere Projektgruppe ein Insektenhotel am Sternwaldeck. Außerdem wurde auf einer Streuobstwiese am Schönberg ein Habitat fĂŒr den Steinkauz gestaltet, fĂŒr das Urban-Gardening-Projekt „Wandelgarten“ im Vauban ein GartenhĂ€uschen gebaut, am Seniorenheim Augustinum in St. Georgen eine RasenflĂ€che in eine Bienenweide umgewandelt und an der Anne-Frank-Schule eine Feuerstelle mit SitzbĂ€nken errichtet. Die Wochenberichte der SchĂŒler, Fotos und Standorte der Projekte stehen auf www.waldhaus-freiburg.de.

Immer war das Ziel, dass sich die Jugendlichen von Anfang bis Ende mit dem Projektziel identifizieren, sich die Arbeit zutrauen und dafĂŒr einstehen. FĂŒr diese Zielgruppe gibt es ansonsten wenig Angebote im Bereich der Umweltbildung. ErwĂŒnschter Nebeneffekt: Als Multiplikatoren konnten die jungen Menschen ihre Erfahrungen in ihre Peer-Group oder Familie einbringen. Die Nachfrage spricht fĂŒr die Natur-Stadt-Schule: Kurze Zeit nach Öffnung der Anmeldelisten waren alle Termine im Jahr 2014 und 2015 bereits ausgebucht.


Drei Beispiele aus der Natur-Stadt-Schule
(AuszĂŒge aus Hinweisschildern und frĂŒheren Pressemitteilungen)


Beispiel 1: Reif fĂŒr die Insel: Am 7. Juli 2014 beginnen zwei außergewöhnliche Projekte am Opfinger See

Vier Jahrzehnte lang wurde am großen Opfinger See Kies gefördert, nun dient er der Naherholung. Zudem entsteht ein Biotop und Artenschutzgebiet. Dabei helfen vom 7. bis 18. Juli SchĂŒler und SchĂŒlerinnen der Tuniberg- und der Pestalozzischule. Im Rahmen der „Natur-Stadt-Schule“ ĂŒbernehmen sie dort diverse Aufgaben, wo die Firma Peter nach 40 Jahren die Kiesförderung eingestellt hatte. Seit diesem FrĂŒhjahr befindet sich der See im Wandel. Im sĂŒdlichen Teil lockt ein Naherholungsgebiet mit Liegewiese, im nördlichen Teil entsteht ein Biotop, das Besuchern nicht zugĂ€nglich sein wird.

Im mittleren Teil wird indes die Natur-Stadt-Schule aktiv. Vom 7. Juli ist die mobile Projektwerkstatt zwei Wochen lang am See im Einsatz. In Absprache mit der Naturschutzbeauftragten Dagmar Reduth und Markus MĂŒller, dem Leiter des Forstreviers, wollen die SchĂŒler den örtlichen Artenreichtum fördern. Kiesgruben wie am Opfinger Baggersee gehören nĂ€mlich zu den seltenen RuderalflĂ€chen; das sind brachliegende Rohböden, die nach einer „Karriere“ als AbbruchgelĂ€nde oder Kieshalde nicht mehr genutzt werden und nun trockenheitsliebenden Arten die Ansiedlung ermöglichen. Mit dem Ende der Kiesförderung verschwinden diese TrockenflĂ€chen schnell, weil die Vegetation zurĂŒckkehrt. Um sie aber auf Dauer zu erhalten, legt eine siebte Klasse der Tunibergschule in Opfingen vom 7. bis 11 Juli eine Trockenmauer aus Kalkbruchsteinen an.

Vom 14. bis 18. Juli widmen sich die MĂ€dchen der siebten Klassen der Pestalozzi-Realschule dann der Renaturierung. Im mittleren Bereich des Sees ist durch die Baggerarbeiten der Firma Peter eine

kleine Insel entstanden. Den Flachwasserbereich zwischen dem Ufer und der Insel bepflanzen die SchĂŒlerinnen nun mit Schilf. Außerdem bauen sie eine Barriere aus RobinienpfĂ€hlen im Wasser, um diesen Bereich dem Zutritt der Öffentlichkeit zu entziehen. Im geschĂŒtzten Flachwasser können sich Amphibien dann ungestört entwickeln.


Beispiel 2: Die nĂ€chste Runde. Jugendliche verwandeln RasenflĂ€chen rund um das Augustinum in blĂŒhende Bienenweiden

Der FrĂŒhling steht vor der TĂŒr und das Projekt Natur-Stadt-Schule setzt seine Arbeiten fĂŒr den Natur- und Artenschutz fort. Vom 24. bis 28. MĂ€rz wird die im Winter fertiggestellte Projektwerkstatt in Form eines Bauwagens auf dem AußengelĂ€nde des Augustinums in Freiburg-St. Georgen stehen. Ziel der Projektwoche ist, die GrĂŒnflĂ€chen rund um die Seniorenresidenz ökologisch aufzuwerten.

DafĂŒr graben SchĂŒler eintönige RasenflĂ€chen um und verwandeln sie in blĂŒhende Bienenweiden, die Bienen, Hummeln und Schmetterlingen genug Nahrung bieten. Bienenweiden sind in den ausgerĂ€umten Agrarlandschaften von heute ein Muss. GesĂ€t werden ausgesuchte ein- und mehrjĂ€hrige WildkrĂ€uter, die mit ihrer BlĂŒhfreudigkeit und einem reichen Nektar- und Pollenangebot von April bis November Insekten ernĂ€hren können.

Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler informieren sich zunĂ€chst, welche Arbeitsschritte nötig sind. Dann kaufen sie Materialien, Saatgut und Werkzeuge fĂŒr die Projektwoche ein. Im Projekt ĂŒbernehmen sie alle Arbeiten, entfernen die Grasnarbe, bringen Sand ein, sĂ€en die Samenmischung und dokumentieren das Geschehen.

Diese Projektwoche fĂŒhrt das Waldhaus in Zusammenarbeit mit der Lernstatt Freiburg durch, einem pĂ€dagogischen Time-Out-Modell fĂŒr Werkrealschulen. Die Lernstatt nimmt Jugendliche aus 7. oder 8. Haupt-/Werkrealschulklassen etwa 15 Schulwochen lang auf, wenn sie an ihrer Stammschule mit pĂ€dagogischen Mitteln nicht mehr in Unterricht und Schulleben integrierbar sind. Ziel ist die RĂŒckfĂŒhrung in ihre alte Klasse oder eine andere Werkrealschule.

Die Projektwoche macht einen Austausch zwischen den SchĂŒlern der Lernstatt und den Bewohnern des Augustinums möglich. Zum einen können die Senioren den Fortschritt der Arbeiten beobachten und auf der Baustelle mit den SchĂŒlern in Kontakt treten, zum anderen sind die Jugendlichen eingeladen, an den Mahlzeiten im Speisesaal teilzunehmen und dadurch Einblicke in das Leben im Seniorenheim zu erhalten.


Beispiel 3: Im Wald wÀchst Wohlbefinden. WaldhÀngematten an der Wonnhalde

Acht SchĂŒler der Lernstatt Freiburg haben die WaldhĂ€ngematten an der Wonnhalde gebaut. Vier Tage lang haben sie im Sternwald Douglasien gefĂ€llt, entrindet und entastet. Am letzten Tag wurden die Rundhölzer zugesĂ€gt und auf Stahlseile gefĂ€delt. Der Wald ist nicht nur Holzlieferant und Lebensraum fĂŒr Tiere, er dient auch zur Erholung der Bevölkerung. Ein Verweilen auf den HĂ€ngematten an der frischen Luft soll zum Abschalten und Auftanken verleiten.
 
 

 
NABU: 15 Jahre Wölfe in Deutschland
Steht ihr Schutz auf dem Spiel?

EU-"Fitness-Check" wird zur Schicksalsstunde fĂŒr den Wolf in ganz Europa

15 Jahre Wölfe in Deutschland: Diese Erfolgsgeschichte des Naturschutzes könnte schon bald ein jĂ€hes Ende nehmen. Die EuropĂ€ische Kommission stellt Europas Naturschutzgesetzgebung auf den PrĂŒfstand – mit möglicherweise fatalen Folgen fĂŒr bedrohte Arten und Tausende Schutzgebiete in Deutschland. „Wenn unsere schlimmsten BefĂŒrchtungen wahr werden, könnte der Wolf in naher Zukunft seinen Schutzstatus verlieren und möglicherweise wieder zum Abschuss freigegeben werden“, warnte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Von Mai bis Juli befragt die EU-Kommission zwölf Wochen lang in einem „Stimmungstest“ die europĂ€ische Öffentlichkeit zu einer möglichen „Modernisierung“ der zwei wichtigsten EU-Gesetze fĂŒr den Natur- und Artenschutz. Als Folge des sogenannten „Fitness-Checks“ könnten die Fauna-Flora-Habitat- (FFH-) und die Vogelschutzrichtlinie erheblich geschwĂ€cht werden. Dadurch wĂ€ren 27.000 Schutzgebiete in ihrem Status bedroht, davon ĂŒber 5.000 in Deutschland. Die Jagd auf Zugvögel und Wölfe stĂŒnde ebenso zur Debatte wie der Schutz von FledermĂ€usen, Bibern und BuchenwĂ€ldern.

„FĂŒr den Wolf und zahlreiche andere Arten sind die verbindlichen Naturschutzgesetze der EU ĂŒberlebensnotwendig. Nur dank ihnen genießt der Wolf in Deutschland höchsten Schutzstatus und darf weder gejagt noch gefangen werden“, so Tschimpke.

Der NABU will mit seiner Aktion „NaturschĂ€tze retten“ auf die Bedeutung starker EU-Naturschutzgesetze aufmerksam machen und ruft alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger dazu auf, sich in den kommenden Wochen an der EU-Konsultation zu beteiligen. Auf www.NABU.de/wolf-check gibt der NABU dazu Hilfestellungen und Hinweise. Außerdem macht der Naturschutzverband mit einem 40-sekĂŒndigen Animationsfilm auf die aktuelle Bedrohung aus BrĂŒssel aufmerksam. Hierin lĂ€sst er den Wolf sinnbildlich einen „Fitness-Check“ durchlaufen.

Zum bundesweiten Tag des Wolfes am 30. April hat sich der NABU erneut fĂŒr ein flĂ€chendeckendes Wolfsmanagement in den BundeslĂ€ndern und die Einrichtung eines bundesweiten Kompetenzzentrums Wolf ausgesprochen. Dieses sollte Erfahrungen und Daten aus dem bundesweiten Wolfsmanagement bĂŒndeln, analysieren und zentral zur VerfĂŒgung stellen. „Entscheidend fĂŒr eine erfolgreiche dauerhafte RĂŒckkehr des Wolfes ist die Akzeptanz in weiten Teilen der Bevölkerung. Diese kann nur gelingen, wenn die Öffentlichkeit auch Zugang hat zu Informationen zum Wolf – etwa zur aktuellen Verbreitung, zu Konflikten, aber auch zu Lösungen“, so NABU-Wolfsexperte Moritz Klose.

In den vergangenen Wochen hatte die Anwesenheit von Wölfen in einzelnen Teilen Deutschlands erneut große Unsicherheiten hervorgerufen. FĂŒr Panikmache und Hysterie gebe es allerdings keinen Anlass, die auftretenden Konflikte seien lösbar, wie insbesondere langjĂ€hrige Wolfsregionen wie die Lausitz zeigten. „Jede neue Wolfsregion muss sich auf ihren Nachbarn einstellen. Der NABU nimmt die berechtigten Sorgen der Menschen in den Wolfsgebieten sehr ernst. Er informiert vor Ort und fĂŒhrt mit allen Betroffenen GesprĂ€che“, so Klose weiter. 35 Wolfsfamilien (31 Rudel und vier Paare) sind aktuell in Deutschland heimisch und erwarten in den kommenden Tagen ihren Nachwuchs.

Mit Blick auf seine vor zehn Jahren gestartete Informations-Kampagne „Willkommen Wolf!“ zieht der NABU eine positive Bilanz: Inzwischen ist ein Netzwerk von mehr als 500 ehrenamtlichen NABU-Wolfsbotschaftern entstanden, die vor Ort ĂŒber das Wildtier informieren.
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