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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

Agrikultur ... denn Landwirtschaft ist Teil unseres kulturellen Schaffens
 
Agrikultur ... denn Landwirtschaft ist Teil unseres kulturellen Schaffens
Landwirtschaft ist weit mehr als die Erzeugung von Lebensmitteln. Sie gestaltet die Umwelt, ­erschafft Kulturlandschaften und prĂ€gt unsere Gesellschaft. Wie können wir heute und zukĂŒnftig Landwirtschaft jenseits von Marktzwang und MonoKultur gestalten und ökologisch und gesellschaftlich in Wert setzen?
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BauflÀchen sind keine nachwachsenden Rohstoffe!
Perspektiven einer sozialen und ökologischen Stadtentwicklung

3HÀuserProjekt und MietshÀuser Syndikat laden zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 18.07.2014, 20 Uhr im Winterer Foyer des Freiburger Theaters

Am 18. Juli macht das 3HĂ€userProjekt in Kooperation mit dem MietshĂ€user Syndikat bei einer Veranstaltung im Winterer-Foyer des Freiburger Theaters auf das Thema "BauflĂ€chen sind keine nachwachsenden Rohstoffe" aufmerksam. Wenn schon GrĂŒnflĂ€chen zubetoniert werden, sollten dabei zumindest auch dauerhaft bezahlbare Mietwohnungen entstehen. Dass diese in Freiburg Mangelware sind, hat auch (zumindest ein Teil des) Gemeinderats erkannt und beschlossen, dass bei kĂŒnftigen Neubauprojekten 50% sozial geförderte Mietwohnungen sein sollen. Kritik an dieser Entscheidung ließ nicht lange auf sich warten. Die Frage, wie die begrenzten FlĂ€chen bebaut werden sollen, rĂŒckt damit in den Vordergrund der wohnungspolitischen Debatte, die allzu lang durch das schlichte Motto „Bauen auf Teufel komm raus" geprĂ€gt war. Dass dauerhaft bezahlbarer Mietwohnbau möglich ist, zeigt das Modell des MietshĂ€user Syndikats. An zwei Abenden möchten wir uns auf die Suche nach Antworten begeben mit Vortrag und Diskussion zu Wohnungspolitik und Stadtentwicklung in Freiburg. Es wird keine Podiumsdiskussion werden, sondern kurze, knackige Inputs mit anschließender Diskussion mit dem Publikum. Referierende werden sein: Prof. Dr. Sebastian Klus (DH BW Villingen-Schwennigen), Katja Barth (MietshĂ€usersyndikat) und Jana Kling (3HĂ€userprojekt).

Am 27. Oktober findet die Veranstaltung erneut im Winterer Foyer statt. Der Eintritt ist frei.
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Erstmalig Nachwuchs bei Wölfen im NABU-Schutzgebiet
Wolf in der LĂŒneburger Heide / Foto: JĂŒrgen Borris
 
Erstmalig Nachwuchs bei Wölfen im NABU-Schutzgebiet
Das ehemalige Tagebaugebiet GrĂŒnhaus in SĂŒdbrandenburg entwickelt sich zum Wolfsland

Erste Bilder einer Fotofalle bestĂ€tigen die Anwesenheit eines Wolfsrudels im NABU-Naturparadies GrĂŒnhaus in SĂŒdbrandenburg. Die Aufnahmen von Ende Juni 2015 zeigen einen rund acht Wochen alten Wolfswelpen, der einem Jungwolf durch die ehemalige Bergbaulandschaft folgt. „Wir freuen uns ĂŒber den ersten Wolfsnachwuchs auf NABU-Land in Deutschland und hoffen, dass sich das Rudel dauerhaft in GrĂŒnhaus ansiedelt“, sagt Christian Unselt, Vorsitzender der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe. Das NABU-Naturparadies GrĂŒnhaus zwischen Lauchhammer und Finsterwalde bietet aufgrund seiner GrĂ¶ĂŸe von rund 2.000 Hektar und seiner Abgeschiedenheit ein ideales Jagd- und RĂŒckzugsgebiet fĂŒr den Wolf.

FĂŒr Constanze Eiser, Biologin und ehrenamtliche Wolfsbeauftragte des brandenburgischen Landesumweltamtes (LUGV) bestĂ€tigen die Bilder, dass sich in dem niederlausitzer Schutzgebiet eine junge Wolfsfamilie angesiedelt hat. Auf Anregung der NABU-Stiftung beobachtet sie seit einigen Jahren das Wildtier in GrĂŒnhaus im Rahmen des Wolfsmonitorings, sucht nach WolfsfĂ€hrten und Kot und installiert Fotofallen. UnterstĂŒtzung erhĂ€lt sie dabei von Stefan Röhrscheid, NABU-Projektleiter in GrĂŒnhaus.

2013 glĂŒckte hier bereits der erste Fotonachweis von zwei Einzelwölfen. Im Jahr darauf zeigten Aufnahmen der Fotofalle einen Wolf auf Wildschweinjagd. Die Auswertung von WolfsfĂ€hrten ergab zudem, dass mindestens drei Wölfe regelmĂ€ĂŸig durch das Naturparadies streiften. Doch der eindeutige Nachweis eines Rudels blieb bis jetzt aus.

Seitdem die NABU-Stiftung 2003 das ehemalige Braunkohle-Abbaugebiet erwarb, kann sich die Natur hier grĂ¶ĂŸtenteils frei von menschlicher Nutzung entwickeln. Heute kommen in dem abgeschiedenen Gebiet etwa 3.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten vor. Große BestĂ€nde an Wildschweinen, Rehen und Rothirschen bieten gute Nahrungsbedingungen fĂŒr den Wolf. Das Gebiet ist bergbauliches Sperrgebiet und das Betreten auf eigene Faust verboten. Wer das Wolfsgebiet kennenlernen will, sollte sich einer gefĂŒhrten Wanderung anschließen. Wolfsfreunde können mit der Übernahme einer Patenschaft fĂŒr einen Hektar Wildnis dafĂŒr sorgen, dass die Wolfsfamilie auch kĂŒnftig in GrĂŒnhaus gut behĂŒtet leben kann.
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ÖKO-TEST Private Krankenversicherungen
Das ÖKO-TEST-Magazin Juli 2015 gibt es seit dem 26. Juni 2015 im Handel.
 
ÖKO-TEST Private Krankenversicherungen
Tarifwechsel mit Sparpotenzial

SpĂ€testens zum Jahreswechsel drohen privat Krankenversicherten wieder steigende BeitrĂ€ge. ÖKO-TEST macht darauf aufmerksam, dass dies keiner tatenlos hinnehmen muss. Denn eine neue Untersuchung in der Juli-Ausgabe des Verbrauchermagazins zeigt, dass sich ein Tarifwechsel auszahlen kann und sogar Kostenersparnisse in bis zu dreistelliger Höhe pro Monat möglich sind.

Privat Krankenversicherte haben seit Jahren das gesetzlich verbriefte Recht, unter Mitnahme der angesparten AltersrĂŒckstellungen in einen vergleichbaren Tarif ihres Anbieters zu wechseln, um BeitrĂ€ge zu sparen. Bislang haben hier viele Versicherer ihren Kunden Steine in den Weg gelegt. Damit soll es ab 2016 jedoch vorbei sein. Die Branche hat eine Service-Initiative ins Leben gerufen, um den Tarifwechsel kundenfreundlicher zu machen und fĂŒr mehr Transparenz zu sorgen. ÖKO-TEST wollte wissen, wie viel man sparen kann, wenn man den Tarif wechselt oder den Selbstbehalt erhöht. Dazu analysierte das Verbrauchermagazin fĂŒr zwei ModellfĂ€lle 120 Tarifkombinationen von 20 marktfĂŒhrenden privaten Versicherern.

Das ResĂŒmee ist erfreulich: Der mĂ€nnliche Musterkunde könnte beispielsweise jeden Monat 283,17 Euro sparen. Allerdings mĂŒsste er dafĂŒr einen reduzierten Versicherungsschutz in Kauf nehmen. So wĂŒrden im neuen Tarif beispielsweise die Kosten fĂŒr Heilmittel nur mehr zu 90 Prozent ĂŒbernommen und fĂŒr Heilpraktikerleistungen nur bis 1.000 Euro pro Jahr. Frauen könnten sogar bis zu 291 Euro im Monat einsparen, wenn sie neben verminderten Leistungen auch noch akzeptieren, dass sie vor einem Facharztbesuch immer zuerst den Hausarzt aufsuchen mĂŒssen.

Auch Privatpatienten, die keine gravierenden Leistungseinbußen hinnehmen möchten, können ihre BeitrĂ€ge reduzieren. Denn oft hat der Versicherer auch neuere gĂŒnstige Tarife mit Erste-Klasse-Schutz im Angebot. Ein kleiner Wermutstropfen kann jedoch sein, dass dann der Selbstbehalt höher ist. Eine weitere Sparmöglichkeit fĂŒr Frauen eröffnet sich, wenn diese auf einen Unisex-Tarif umsteigen.

ÖKO-TEST rĂ€t, vom Versicherer eine vollstĂ€ndige Übersicht möglicher Wechseltarife anzufordern, die die Leistungsunterschiede zum Bestandstarif aufzeigt. Im Zweifelsfall sollte man von einem Fachmann prĂŒfen lassen, ob sich das Wechselangebot lohnt oder nicht.
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NABU und REWE Group schließen strategische Partnerschaft
Gemeinsam fĂŒr nachhaltigeres Wirtschaften, Umwelt- und Ressourcenschutz

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und die REWE Group haben eine langfristige strategische Partnerschaft geschlossen. Einen weitreichenden Beratungs- und Lizenzvertrag unterzeichneten heute, 6. Juli 2015, in Berlin der PrĂ€sident des NABU, Olaf Tschimpke, und der Vorstandsvorsitzende der REWE Group, Alain Caparros. Der NABU ist Deutschlands grĂ¶ĂŸter Umwelt- und Naturschutzverband; die REWE Group Deutschlands zweitgrĂ¶ĂŸter LebensmittelhĂ€ndler.

Der NABU und die REWE Group arbeiten schon seit 2009 auf Projektbasis sehr intensiv zusammen. Die strategische Kooperation schafft nun eine noch breitere Plattform.

Grundlage der jetzt unterzeichneten strategischen Partnerschaft von NABU und REWE Group ist das Ziel, gemeinsam dem nachhaltigeren Wirtschaften im Handel und dem nachhaltigeren Konsum in Deutschland neue, zusĂ€tzliche Impulse zu geben, sowie den Umwelt- und Ressourcenschutz in den Wertschöpfungsketten weiter zu verbessern. Zu diesem Zweck wurden konkrete Arbeitsbereiche wie Meeresschutz, PlastiktĂŒten, Waldschutz und Papier, Ressourcenschonung und Förderung der biologischen Vielfalt vereinbart. Im Rahmen ihrer strategischen Partnerschaft werden NABU und REWE Group unter anderem gemeinsame Arbeitsgruppen grĂŒnden, regelmĂ€ĂŸige Strategieworkshops veranstalten und Roadmaps fĂŒr die Erreichung von gemeinsam festgelegten Nachhaltigkeitszielen erstellen. Zugleich vereinbarten Tschimpke und Caparros einen regelmĂ€ĂŸigen Austausch auf Ebene des Vorstandsvorsitzenden und PrĂ€sidenten von REWE Group und NABU.

Olaf Tschimpke sagte dazu: „Durch diese strategische Partnerschaft verstĂ€rken wir die bereits existierende Kooperation mit der REWE Group und erweitern sie auf wichtige zusĂ€tzliche Handlungsfelder. FĂŒr den NABU ist entscheidend, dass wir durch die Zusammenarbeit Einfluss auf die Nachhaltigkeitsentscheidungen der REWE Group nehmen können. Zudem erhalten wir zusĂ€tzliche Ressourcen fĂŒr eigene Naturschutzprojekte in den Bereichen wie Wald-, Vogel- und Bienenschutz. Bei der Kooperation mit der REWE Group behalten wir die Verbandsziele des NABU fest im Blick. Wir haben eine Partnerschaft vereinbart, in der Kritik jederzeit möglich ist und in der der NABU auch nicht zögern wird, die REWE Group notfalls öffentlich an ihre Verantwortung fĂŒr Natur und Umwelt zu erinnern. Das ist die glaubwĂŒrdige und belastbare Basis unserer Kooperation.“

Alain Caparros erklĂ€rte: „Die strategische Partnerschaft mit dem NABU gibt uns die Möglichkeit, zusĂ€tzliche Impulse fĂŒr die Weiterentwicklung unserer Strategie und unseres Nachhaltigkeitsmanagements zu erhalten. Der NABU ist ein konstruktiver aber auch kritischer Berater und Projektpartner, mit dem wir bereits gut zusammengearbeitet haben. Wir wollen durch die intensivere Kooperation mit dem NABU unsere fĂŒhrende Rolle beim nachhaltigeren Wirtschaften und nachhaltigeren Konsum im deutschen Handel stĂ€rken und weiter ausbauen. Sehr wichtig ist fĂŒr uns dabei die Tatsache, dass der NABU durch seine organisatorische Struktur in ganz Deutschland auch in Ortsgruppen prĂ€sent ist. Dadurch erhalten wir die Möglichkeit, unser Engagement mit konkreten Umwelt- und Naturschutzprojekten bis herunter auf die Ebene unserer MĂ€rkte fĂŒr unsere Kunden und Mitarbeiter noch anschaulicher und wirkungsvoller zu machen.“

Konkrete Projektarbeit wird ausgeweitet

Die konkrete Projektarbeit von REWE Group und NABU wird im Rahmen der strategischen Partnerschaft intensiviert und weiter ausgebaut. Dabei können REWE Group und NABU bereits auf zahlreiche erfolgreiche Kooperationen aufbauen.

Bereits seit 2009 ist der NABU im PRO PLANET-Beirat der REWE Group vertreten. Im Rahmen der Vergabe des PRO PLANET-Labels fĂŒr Eigenmarkenprodukte setzt sich die REWE Group dafĂŒr ein, Probleme in der Wertschöpfungskette zu analysieren und systematisch zu lösen. Der PRO PLANET-Beirat unterstĂŒtzt die REWE Group in allen Prozessschritten als fachlicher und technischer Berater. Eines der grĂ¶ĂŸten Projekte ist das PRO PLANET-Apfelprojekt, das in Zusammenarbeit unter anderem mit dem NABU organisiert wird. Dabei schaffen Obstbauern von der Bodenseeregion bis zum Alten Land und vom Rheinland bis nach Sachsen LebensrĂ€ume fĂŒr Insekten, indem sie zum Beispiel Blumenwiesen und blĂŒhende Hecken anlegen. Das Nahrungsangebot fĂŒr Bienen wird damit ganzjĂ€hrig verbessert. Äpfel, die auf diese Weise angebaut werden, erhalten das PRO PLANET-Label.

Um auf die akute Gefahr des Bienensterbens aufmerksam zu machen, unterstĂŒtzen die REWE-SupermĂ€rkte in Deutschland den NABU im Rahmen ihrer bundesweiten Nachhaltigkeitswochen mit 30 Cent fĂŒr jeden verkauften Honig. Der NABU setzt sich mit seinen bundesweiten Projekten fĂŒr die Anlage, den Schutz und die naturvertrĂ€gliche Bewirtschaftung von Streuobstwiesen ein. In den Jahren 2013 bis 2015 unterstĂŒtzte REWE den NABU bei diesen Aktionen mit insgesamt 400.000 Euro.

Erstmals unterstĂŒtzt REWE in diesem Jahr den Deutschen Waldschutzfonds des NABU. Mit Hilfe des von der NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe“ 2013 initiierten Waldschutzfonds können große, zusammenhĂ€ngende WaldflĂ€chen gekauft werden. REWE will bei einer Kinder-Malaktion wĂ€hrend der REWE-Nachhaltigkeitswochen in diesem Juli Gelder fĂŒr den Schutz von insgesamt 100.000 Quadratmeter Wald zur VerfĂŒgung stellen.


ÜBER DEN NABU-BUNDESVERBAND

Der NABU ist seit ĂŒber 115 Jahren aktiv. Er begeistert ĂŒber 560.000 Mitglieder und Förderer dafĂŒr, sich fĂŒr die Natur einzusetzen. Der NABU ist ĂŒberall dort, wo die Natur eine Rolle spielt, vom eigenen Garten bis zur politischen BĂŒhne, von der Schutzgebietspflege vor der HaustĂŒr bis zum Engagement fĂŒr internationale Projekte. Ob es um die Pflege von Streuobstwiesen, den Schutz der Zugvögel oder den Einsatz fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige Energiepolitik geht: 35.000 Aktive in bundesweit ĂŒber 2.000 NABU-Gruppen begreifen Naturschutz als Lebensaufgabe und verleihen dem Einsatz des NABU fĂŒr Mensch und Natur eine enorme Durchschlagskraft. Naturschutz hört nicht an den Landesgrenzen auf. Daher ist der NABU auch in ausgewĂ€hlten internationalen Projekten aktiv. Hauptregionen dieser internationalen Naturschutzarbeit sind Afrika, die Kaukasus-Region, Mittelasien und Europa.


ÜBER DIE REWE GROUP

Die genossenschaftliche REWE Group ist einer der fĂŒhrenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Im Jahr 2014 erzielte das Unternehmen einen Gesamtaußenumsatz von ĂŒber 51 Milliarden Euro. Die 1927 gegrĂŒndete REWE Group ist mit ihren 330.000 BeschĂ€ftigten und 15.000 MĂ€rkten in 12 europĂ€ischen LĂ€ndern prĂ€sent. In Deutschland erwirtschafteten im Jahr 2014 rund 228.000 Mitarbeiter in rund 10.000 MĂ€rkten einen Umsatz von 37 Milliarden Euro.

Zu den Vertriebslinien zĂ€hlen Super- und VerbrauchermĂ€rkte der Marken REWE, REWE CENTER, REWE CITY und BILLA, der Discounter PENNY sowie die BaumĂ€rkte von toom Baumarkt und B1 Discount Baumarkt. Hinzu kommen die Bio-SupermĂ€rkte (TEMMA), innovative Convenience-MĂ€rkte (REWE To Go), das Gastrokonzept „Oh Angie!“ und E-Commerce-AktivitĂ€ten REWE Lieferservice sowie Zooroyal und Weinfreunde. Zur Touristik gehören unter dem Dach der DER Touristik die Veranstalter ITS, Jahn Reisen und Travelix sowie Dertour, Meier's Weltreisen und ADAC Reisen sowie die GeschĂ€ftsreisesparte FCm Travel Solutions und ĂŒber 2.100 ReisebĂŒros (u.a. DER ReisebĂŒro, DERPART), die Hotelketten lti hotels, Club Calimera und PrimaSol Hotels und der Direktveranstalter clevertours.com.
 
 

 
EU-Naturschutzrichtlinien helfen FledermÀusen und ihren Quartieren
Bedeutender Naturschatz in Europa - „Fitness-Check“ darf nicht zum Naturschutz-Abbau fĂŒhren

Die Naturschutzgesetzgebung der EU soll auf den PrĂŒfstand. Bis zum 24. Juli haben alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in den Mitgliedstaaten die Gelegenheit, sich zur Bedeutung und zu einer möglichen „Modernisierung“ der zwei wichtigsten EU-Gesetze fĂŒr den Natur- und Artenschutz zu Ă€ußern. Es gilt die Erfolgsgeschichte der EU-Vogelschutz- und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie fortzuschreiben und die geplanten Lockerungen zu verhindern. Mit der Aktion „NaturschĂ€tze retten“ stellt der NABU unter www.NABU.de/naturschaetze jede Woche ein Gebiet, eine Art oder einen Lebensraum vor, die vom Schutz der EU profitieren oder ohne diesen verloren gehen könnten. Diese Woche der Naturschatz #11: FledermĂ€use - Das „Mayener Grubenfeld“.

Vor allem in der zweiten HĂ€lfte des letzten Jahrhunderts sind die FledermausbestĂ€nde in Deutschland dramatisch eingebrochen. Unsere Landschaft hat sich erheblich verĂ€ndert und insbesondere der Verlust an geeigneten Quartieren setzt den Tieren bis heute zu. Erstaunlich also, dass die BestĂ€nde von Arten wie dem Großen Mausohr heute wieder stabil sind und sogar leicht zunehmen. Neben dem intensiven Einsatz des ehrenamtlichen Naturschutzes ist dies auch dem strengen Schutzregime zu verdanken. „Denn alle europĂ€ischen Fledermausarten sind im Anhang IV der FFH-Richtlinie zu finden und zĂ€hlen damit zu den streng geschĂŒtzten Arten“, betont Siegfried Schuch, Vorsitzender des NABU Rheinland-Pfalz. „Bechsteinfledermaus, Große Hufeisennase, Großes Mausohr, Kleine Hufeisennase, Mopsfledermaus, Teichfledermaus und Wimperfledermaus sind zudem in Anhang II gelistet, weshalb zum Schutz ihrer LebensrĂ€ume FFH-Gebiete (Natura-2000-Gebiete) ausgewiesen wurden“, erklĂ€rt Schuch weiter.

Eines dieser Gebiete ist das FFH-Gebiet „Unterirdische stillgelegte Basaltgruben Mayen und Niedermendig“ in Rheinland-Pfalz. „Mit 17 nachgewiesenen Arten und an die 50.000 ĂŒberwinternden Tieren ist das Grubenfeld bei Mayen das grĂ¶ĂŸte Fledermaus-Überwinterungsgebiet in Mitteleuropa und besitzt gesamteuropĂ€ische Bedeutung“, informiert Cosima Lindemann, Naturschutzreferentin des NABU Rheinland-Pfalz. Der Bereich des Mayener Grubenfeldes ist heute als Natura-2000-Gebiet geschĂŒtzt und nach nationalem Recht als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Im Rahmen eines Naturschutzgroßprojekts konnte der NABU das Gebiet zudem aufwĂ€ndig sanieren und es so vor dem Einsturz bewahren. Das wertvolle Gebiet ist somit dauerhaft fĂŒr die FledermĂ€use gesichert.

In den nur wenige Kilometer entfernten Mendiger Stollen sieht die Situation problematischer aus. Etwa 30.000 FledermĂ€use ĂŒberwintern dort, allerdings wurden die fĂŒr FledermĂ€use wertvollen Bereiche bei der Ausweisung des FFH-Gebiets ausgelassen, was sich heute durch deutlich schlechtere Bedingungen Ă€ußert. „Gerade die GegenĂŒberstellung dieser beiden Teilbereiche zeigt die Notwendigkeit der strikten Unterschutzstellung solcher Gebiete“, bekrĂ€ftigt Schuch.

Wer FledermĂ€use live erleben möchte, kann dies schon an diesem Wochenende tun. Am 10. und 11. Juli veranstaltet der verbandsĂŒbergreifende Arbeitskreis Fledermausschutz Rheinland-Pfalz, gefördert von Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz, ein großes Fledermausfestival in Kamp-Bornhofen. Hier befindet sich eine der grĂ¶ĂŸten Sommerkolonien des Großen Mausohrs deutschlandweit. Und schon am 29. August öffnet der NABU Rheinland-Pfalz anlĂ€sslich der internationalen Batnight dann auch wieder die Tore zum Mayener Grubenfeld. Bei dem Fest fĂŒr Groß und Klein können FledermĂ€use hautnah beobachtet werden.

Der NABU stellt seit Ende April jede Woche eine geschĂŒtzte oder gerettete Art, einen Lebensraum oder ein Natura-2000-Gebiet ĂŒber die NABU-Internetseite, Presse, soziale Medien und auf Veranstaltungen vor, die alle vom EU-Schutz abhĂ€ngen. Dazu zĂ€hlen neben den FledermĂ€usen unter anderem auch der Wolf und der Biber, ebenso wie das Große Torfmoor in Nordrhein-Westfalen, das Tegeler Fließtal der Hauptstadt Berlin, der Buchenwald Grumsin oder das Nationale Naturerbe „Weinberg Wetzlar“.
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Umwelttechnikpreis Baden-WĂŒrttemberg 2015
Neuartige Platinen revolutionieren Energiespeicher

Umweltminister Franz Untersteller: „Das Speicherkonzept von
ASD ist ein technischer Durchbruch, weil es viele der Probleme
elektrischer Speicher auf einmal löst.“


Der Umwelttechnikpreis Baden-WĂŒrttemberg in der Kategorie „Mess-, Steuerund
Regeltechnik“ geht an die ASD Automatic Storage Device GmbH aus Freiburg.
Ihre Parallel-Automatic-Charge-And-Discharge-Unit, kurz: Pacadu 2.0, erlaubt
es, Zellen in Energiespeichern parallel zu schalten, was sÀmtliche Nachteile,
die durch die bisher gebrÀuchliche Reihenschaltung bedingt sind, auf einmal
eliminiert. Damit ausgerĂŒstete Energiespeicher laufen lange und stabil mit hohen
NutzkapazitÀten.


Bei herkömmlichen, in Reihe geschalteten Energiespeichern bestimmt immer
die schwĂ€chste Zelle ĂŒber die LeistungsfĂ€higkeit und Lebensdauer der kompletten
Batterie. Eine defekte Zelle ist gleichbedeutend mit dem Ausfall des Gesamtspeichers,
selbst wenn alle anderen Zellen voll funktionsfÀhig sind. Eine
schwache Zelle lÀsst sich nicht austauschen und schrÀnkt den Gesamtspeicher
ein, wenn etwa der Ladezyklus durch die erste volle und der Entladezyklus
durch die erste leere Zelle abgebrochen werden. DarĂŒber hinaus sind die Produktionsverfahren
teuer und aufwĂ€ndig, weil fĂŒr die serielle Schaltung zwillingsgleiche
Zellen notwendig sind, was Hersteller, Technologie oder auch KapazitÀt,
Innenwiderstand, Lade- und Gesundheitszustand betrifft.

Pacadu ermöglicht mit parallel geschalteten Zellen ein bidirektionales Vorgehen,
um aus der niedrigen Batteriespannung eine höhere, technisch nutzbare Spannung
zu erzeugen und die Batteriezellen gleichzeitig zu laden. Außerdem gelingt
damit bei niedriger Spannung ein verlustfreier Transfer der hohen Ströme von
Gleich- in Wechselstrom. Dies ermöglicht erst die Parallelschaltung, womit der
Zustand und die Beschaffenheit einzelner Zellen ihre hervorgehobene Bedeutung
verlieren: Denn selbst wenn schwache Zellen vorhanden sind, bleibt die
LeistungsfĂ€higkeit des Speichers nahezu erhalten – und sollte eine Zelle ausfallen,
wird sie ganz einfach ausgetauscht. Allein in Deutschland kommen jedes
Jahr 190.000 Tonnen Altbatterien zusammen, von denen die Mehrheit eigentlich
noch funktionsfÀhig ist, seriell geschaltet aber nicht mehr nutzbar ist.

Pacadu ist als Platine auf die einzelne Zelle montiert, lÀsst sich jeweils separat
ansteuern und durch die Eingabe weniger Parameter auf die angeschlossene
Zelle anpassen. Die einzelnen Module sind ĂŒber eine Bus-Leitung mit einem
Leitrechner verbunden. Dadurch lassen sich auch völlig unterschiedliche Batterietypen,
-kapazitÀten und -technologien kombinieren. In ein und demselben
Energiespeicher sind fĂŒr die Abfederung von Lastspitzen Hochstromzellen und
zur Abdeckung der Grundlast HochkapazitĂ€tszellen möglich – in der ElektromobilitĂ€t
bedeutet ein derart bestĂŒckter Batterieblock sowohl eine gute Beschleunigung
also auch eine hohe Reichweite. Modular aufgebaut lÀsst sich das gesamte
Speichersystem beliebig skalieren, sodass der Anwender seinen Speicher je
nach Bedarf erweitern kann und die GrĂ¶ĂŸe nicht mehr vor der Inbetriebnahme
festlegen muss.


„Pacadu wird die Batterieproduktion, den Speicherbau und auch die ElektromobilitĂ€t
verĂ€ndern“, so Wolfram Walter, Mitglied der GeschĂ€ftsfĂŒhrung bei ASD,
und er beschreibt seine Vision: „Genau wie heutzutage niemand mehr einen
Röhrenbildschirm verwendet – geschweige denn kaufen kann –, wird es in absehbarer
Zeit keine seriell geschalteten Energiespeicher mehr geben.“


Das Ministerium fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-WĂŒrttemberg
vergibt alle zwei Jahre den Umwelttechnikpreis Baden-WĂŒrttemberg. Der Preis
soll fĂŒr hervorragende und innovative Produkte und Verfahren in der Umwelttechnik
verliehen werden.

Das Preisgeld betrÀgt 100.000 Euro und wird auf vier Kategorien und einen
Sonderpreis der Jury verteilt. Die Kategorien gliedern sich in „Energieeffizienz“,
„Materialeffizienz“, „Emissionsminderung, Aufbereitung und Abtrennung“ und
„Mess-, Steuer- und Regeltechnik“. Der Sonderpreis der Jury wird an ein Produkt
innerhalb der vier Kategorien verliehen und orientiert sich an aktuellen umweltpolitischen
Herausforderungen und technischen Erfordernissen.

Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen mit Sitz oder einer Niederlassung in Baden-WĂŒrttemberg.
Ausgezeichnet werden Produkte, die einen bedeutenden Beitrag
zur Ressourceneffizienz und Umweltschonung leisten und kurz vor der
MarkteinfĂŒhrung stehen oder nicht lĂ€nger als zwei Jahre am Markt sind.

Im Unterschied zum Umweltpreis, den das Ministerium seit 1993 vergibt, liegt
die Zielrichtung des Umwelttechnikpreises auf einem Produkt oder Verfahren
und dessen besonderen umwelttechnischen LeistungsfÀhigkeiten und nicht auf
unternehmensinternen Prozessen.

Die Preisverleihung findet am 7. Juli 2015 um 18:00 Uhr im Römerkastell in
Stuttgart statt.
 
 

RheinerwÀrmung: BUND fordert Abschaltung von Fessenheim
 
RheinerwÀrmung: BUND fordert Abschaltung von Fessenheim
Der Rhein bei Karlsruhe hat am 6.7.2015 die kritische Grenze von 25 Grad ĂŒberschritten. Quelle: lubw.baden-wuerttemberg. Das schweizer Atomkraftwerk MĂŒhleberg musste wegen der hohen Temperatur der Aare – am Sonntag wurden 23 Grad gemessen – seine Leistung drosseln, wie Murielle Clerc, Sprecherin der Betreiberin BKW, eine Meldung der NZZ bestĂ€tigte.

BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Axel Mayer fordert angesichts der viel zu hohen Rheintemperaturen die sofortige Abschaltung des französischen AKW in Fessenheim.
Lachse und Meerforelle geraten z.B. bei Temperaturen von mehr als 23-25°C unter Stress („Thermische Barriere“) und stellen ihr Wanderverhalten (AufwĂ€rtswanderung) ein, bis wieder niedrigere Temperaturen erreicht sind. Die Verordnung zum Schutz der OberflĂ€chengewĂ€sser (OberflĂ€chengewĂ€sserverordnung - OGewV) in Deutschland strebt eine maximale Temperatur von 25°C an.
Das französische AKW Fessenheim am Oberrhein hat keine KĂŒhltĂŒrme und setzt zu hundert Prozent auf die, fĂŒr den Betreiber EDF profitable, fĂŒr die Umwelt aber verheerende FlusswasserkĂŒhlung. Ein Ölkraftwerk mĂŒsste tĂ€glich 8,64 Millionen Liter Öl verbrennen, um die WĂ€rme zu erzeugen, die das EDF / EnBW AKW Fessenheim jeden Tag in den Rhein leitet.
Die beiden Reaktorblöcke haben eine elektrische Leistung von je 900 MW, aber eine thermische Leistung von je ca. 2700 MW. Bei einem Wirkungsgrad von ungefĂ€hr 33% werden von beiden Reaktoren ca. 3600 MW AbwĂ€rme in den Rhein geleitet, denn das AKW hat keine KĂŒhltĂŒrme. Das ist eine unvorstellbar große Energiemenge.

Stellen Sie sich vor am Rhein bei Fessenheim stĂŒnde ein Ölheizwerk. In diesem Ölheizwerk wĂŒrden stĂŒndlich 360 000 Liter Öl verbrannt, um damit Wasser zu erhitzen und dieses erhitzte Wasser wĂŒrde in den Rheinseitenkanal gekippt... 3600 MW AbwĂ€rme entsprechen umgerechnet stĂŒndlich dem WĂ€rmeĂ€quivalent von ca. 360 000 Litern Öl.

Bei einer Betrachtung der vom AKW Fessenheim ausgehenden WĂ€rmeverschmutzung darf nicht nur die Situation am Ausflussrohr betrachtet werden, sondern die negativen Auswirkungen dieser starken ErwĂ€rmung auf das Ökosystem des gesamten Flusses bis zur MĂŒndung. Wenn alle Kraftwerke am Rhein auf KĂŒhltĂŒrme verzichtet hĂ€tten, dann wĂ€re der Rhein biologisch tot.
Die Durchschnittstemperatur des Rheins hat sich wĂ€hrend der letzten 100 Jahre dramatisch verĂ€ndert. Von den durchschnittlich 3°C Temperaturerhöhungen sind allein 2°C auf WĂ€rmeeinleitungen durch große Kraftwerke zurĂŒckzufĂŒhren. Der menschengemachte Klimawandel wird aller Voraussicht nach zu einer weiteren Temperaturerhöhung fĂŒhren. Das gute ökologische Potential ist damit im Rhein in Zukunft nicht mehr erreichbar, wenn Kraftwerke den Rhein weiterhin thermisch verschmutzen.
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Autor: Axel Mayer, BUND GeschĂ€ftsfĂŒhrer



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