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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Intersolar Nordamerika zum achten Mal erfolgreich in San Francisco
New York State Senator Kevin S. Parker und Tesla-Motors
MitgrĂŒnder Jeffrey B. Straubel eröffnen die Intersolar Konferenz

FWTM mit dem Ergebnis zufrieden

Die Intersolar fĂŒr Nordamerika in San Francisco setzte die erfolgreiche
Entwicklung auch im achten Jahr ihres Bestehens fort. Mit ĂŒber
500 Ausstellern und rund 18.000 Besuchern war die nach MĂŒnchen
zweitgrĂ¶ĂŸte Intersolar Messe ein wichtiger Treffpunkt der weltweiten
Solarexperten.

"Die positive Entwicklung der Solarwirtschaft setzt sich in den USA,
speziell in Kalifornien, fort", urteilt FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Daniel
Strowitzki. Die FWTM veranstaltet gemeinsam mit der Pforzheimer
Firma Solarpromotion die Intersolar Messen auf vier Kontinenten.
Damit setzt sich auch der Erfolg fĂŒr die Stadt Freiburg, die selbst
mit einem exponierten Green City Stand vertreten war, auf dem 130
Clustermitglieder prÀsentiert wurden, nach dem Umzug aus Freiburg
auch auf internationalem Parkett fort.

FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Dallmann hatte die Gelegenheit die
Strategie der Stadt Freiburg auf dem Weg zu einer CO2-freien Stadt
und Region darzustellen. Ein von der FWTM organisierter Workshop
mit 5 internationalen Referenten diente dazu, den Austausch
zwischen den Kommunen zu intensivieren um den Dialog zum stÀndigen
Element der Intersolarkonferenzen zu machen.

Insgesamt nahmen in diesem Jahr 1600 Teilnehmer an der dreitÀ-
tigen Intersolarkonferenz teil, die regelmĂ€ĂŸig parallel zur Intersolar
Messe stattfindet. Insgesamt umfasste das Kongressprogramm mit
72 Veranstaltungen und ĂŒber 200 Referenten ein Rekordangebot.
Chairman der Konferenz ist Eicke Weber, Leiter des Freiburger
Fraunhoferinstituts fĂŒr Solare Energiesysteme ISE.

Mit rund 18.000 Besuchern konnte das Vorjahresergebnis trotz
nicht idealer Rahmenbedingungen sogar leicht ĂŒbertroffen werden.
Waren es im ersten Jahr rund 10.000 Quadratmeter AusstellungsflÀche
mit ca. 200 Ausstellern, so belegten auf der diesjÀhrigen Intersolar
North America 500 Ausstellern aus 16 Nationen rund
25.000 Quadratmeter. Das Wachstum unterstreicht nach Auffassung
der beiden FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer die Entscheidung, die Intersolar
Messen zu internationalisieren.

Im Rahmen dieser Strategie wird vom 1. bis 3. September auch die
dritte eigenstÀndige Intersolar South America in Sao Paulo, Brasilien
stattfinden. Die Intersolar India in Mumbai, Indien vom 18. bis
20.November vervollstÀndigt weltumspannende Netz der Intersolar
Messen und Konferenzen.
 
 

 
NABU: Kohlekraftwerke verschmutzen Luft und GewÀsser
Giftige Quecksilber-Emissionen aus Kohlekraftwerken sorgen fĂŒr schlechten Zustand der Seen und FlĂŒsse in Deutschland

Emissionen aus Kohlekraftwerken gefĂ€hrden nicht nur die Klimaschutzziele, sondern belasten auch deutsche FlĂŒsse und Seen erheblich. „Allein die deutschen Braunkohlekraftwerke blasen jedes Jahr geschĂ€tzte dreieinhalb Tonnen des Nervengifts Quecksilber in die Luft. Ein erheblicher Teil davon landet mit dem Regen auch in unseren GewĂ€ssern“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

In allen deutschen FlĂŒssen wird derzeit die festgelegte Höchstkonzentration fĂŒr Quecksilber ĂŒberschritten – und damit die UmweltqualitĂ€tsnorm (UQN) verfehlt. Auch die Umweltziele der europĂ€ischen Wasserrahmenrichtlinie sind durch die giftigen Emissionen aus Kohlekraftwerken in Gefahr. Der NABU fordert daher deutlich strengere Grenzwerte fĂŒr Quecksilber-Emissionen in Europa.

Alarmierend ist auch, dass Quecksilber ĂŒber die Nahrungskette vom Menschen aufgenommen werden kann. Fische aus Rhein, Elbe und Donau sind nach Angaben der Bundesregierung seit mehr als 15 Jahren schwer belastet. „Besonders schĂ€dlich sind organische Verbindungen des Quecksilbers, wie Methylquecksilber, das beispielsweise im Organismus von Fischen gebildet wird. Es kann zu schweren SchĂ€digungen des Nervengewebes fĂŒhren“, so Tschimpke. Vor allem bei Raubfischen wird die Belastung als besonders hoch eingeschĂ€tzt. Das Bundesumweltministerium hatte erst kĂŒrzlich in einer offiziellen Empfehlung Schwangere und Stillende vor dem Verzehr von Aal und Hecht gewarnt.

„Deutschland ist aufgrund seines hohen Anteils an Kohlekraftwerken im Strom-Mix trauriger Spitzenreiter in Sachen Quecksilber-Emissionen in Europa. Die Braunkohle ist dabei die grĂ¶ĂŸte Dreckschleuder“, so Tschimpke. Bei der Verhinderung von Grenzwerten habe die Kohle-Lobby in der Vergangenheit ganze Arbeit geleistet. So sollen europĂ€ische Grenzwerte erst ab 2020 gelten. Dann sollen Braunkohlekraftwerke maximal sieben Mikrogramm Quecksilber je Kubikmeter Luft ausstoßen dĂŒrfen und Steinkohlekraftwerke vier Mikrogramm je Kubikmeter.

„Bis die Quecksilber-Grenzwerte in Kraft treten, gibt es quasi einen Freifahrtschein fĂŒr die Kohleindustrie. Das ist besonders frustrierend, da es lĂ€ngst etablierte und kostengĂŒnstige technische Verfahren gibt, um den Quecksilberausstoß viel deutlicher als von der EU geplant zu reduzieren. Abgesehen davon sind die bald geltenden Grenzwerte ohnehin viel zu lasch“, so der NABU-PrĂ€sident.

Mittelfristig sei aber auch entscheidend, ganz auf fossile EnergietrĂ€ger zu verzichten. „Wenn wir die naturvertrĂ€gliche Energiewende durch mehr Effizienz und erneuerbare Energien voranbringen, kommen wir weg von der Kohle und können Mensch und Natur entlasten“, so NABU-Energieexpertin Tina Mieritz.
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Karlsruhe: Im großen Holzbackofen selbst backen
WaldpÀdagogik mit köstlichem Angebot zum Ausklang des Schuljahres

Nichts ist so frisch wie Selbstgebackenes, und noch leckerer schmeckt, was auf urige Weise und gemeinsam gefertigt wird: Gelegenheit dazu bietet der große Holzbackofen am Waldklassenzimmer, Linkenheimer Allee 10, den das Team der WaldpĂ€dagogik am Mittwoch, 29. Juli, wieder fĂŒr Brot, Brötchen, aber auch Kuchen, Flammkuchen oder Pizza befeuert.

Als köstlicher Übergang vom an diesem Tag endenden Schuljahr in die Sommerferien steht der Ofen von 14 bis etwa 17 Uhr fĂŒr alle Interessierten ohne Anmeldung bereit. Zutaten oder daheim gerĂŒhrte Teige sind mitzubringen. Dann kann jeder an diesem Entdecker-Nachmittag gegen einen Obolus von fĂŒnf Euro fĂŒr Instandhaltung und Brennholz selbst ans Werk gehen. Nach den Sommerferien gibt es am 30. September, ein Mittwoch, und am 24. Oktober, ein Samstag, weitere Chancen auf dieses kulinarische VergnĂŒgen.
 
 

Buchen-UrwÀlder in Brandenburg
Zahlreiche haben im Grumsiner Forst ihren Lebensraum / Foto: NABU / G. Meyer
 
Buchen-UrwÀlder in Brandenburg
Entwicklung dank EU-Naturschutzrichtlinien

Bedeutender Naturschatz Grumsin - „Fitness-Check“ darf nicht zum Naturschutz-Abbau fĂŒhren

Die Naturschutzgesetzgebung der EU soll auf den PrĂŒfstand: Bis zum 24. Juli haben alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in den Mitgliedstaaten die Gelegenheit, sich zur Bedeutung und zu einer möglichen „Modernisierung" der zwei wichtigsten EU-Gesetze fĂŒr den Natur- und Artenschutz zu Ă€ußern: der Fauna-Flora-Habitat- (FFH-) und der Vogelschutzrichtlinie. Es gilt die Erfolgsgeschichten der Richtlinien fortzuschreiben und geplante Lockerungen zu verhindern. Mit der Aktion „NaturschĂ€tze retten“ stellt der NABU jede Woche unter www.nabu.de/naturschaetze ein Gebiet, eine Art oder einen Lebensraum vor, die vom Schutz der EU profitieren oder ohne diesen verloren gehen könnten. Diese Woche der Naturschatz #12: Naturnaher Buchenwald Grumsin in Brandenburg.

Alte BuchenwĂ€lder gehören zu den am stĂ€rksten bedrohten LebensrĂ€umen der Erde. Mehr als 4.000 Pflanzen- und 6.700 Tierarten finden hier ein Zuhause – vorausgesetzt die WĂ€lder sind in einem naturnahen Zustand mit urwaldĂ€hnlichen Strukturen. Doch solche nutzungsfreien BuchenwĂ€lder gibt es Deutschland nur noch auf weniger als 0,2 Prozent der WaldflĂ€che, und das obwohl die Bundesrepublik von Natur aus zu mehr als der HĂ€lfte von BuchenurwĂ€ldern bedeckt wĂ€re.

„Viele Buchenwaldtypen gibt es nur bei uns in Deutschland. Daher tragen wir besondere Verantwortung fĂŒr diesen Lebensraum“, sagt Aija Torkler, Leiterin des NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger MĂŒhle. Hier, am Eingang zum BiosphĂ€renreservat Schorfheide-Chorin im nördlichen Brandenburg, darf sich wieder wertvoller Buchenwald entwickeln. Gut 6.100 Hektar des Waldgebiets Grumsiner Forst/Redernswalde stehen unter Schutz durch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EuropĂ€ischen Union. Und gut ein Zehntel ist seit den 1980er Jahren komplett aus der Nutzung herausgenommen. „Dadurch, dass hier niemand in die Entwicklung des Waldes eingreift, können wieder urwaldĂ€hnliche Strukturen entstehen. Das ist ein großes Geschenk fĂŒr die Natur und unsere Artenvielfalt“, freut sich Torkler.

Besucher können im NABU-Naturerlebniszentrum den Lebensraum Buchenwald und seine unglaubliche Artenvielfalt entdecken. In einer Dauerausstellung lĂ€sst sich die Entstehungsgeschichte der BuchenwĂ€lder nacherleben, wie die Eiszeit die faszinierende Landschaft aus Seen, Mooren und ErlensĂŒmpfen prĂ€gte. Auch die Bewohner der BuchenwĂ€lder werden vorgestellt: Schwarzstorch, Moorfrösche, Großes Mausohr oder der Ästige Stachelbart, ein krauser Pilz, der sich auf die StĂ€mme morscher LaubbĂ€ume spezialisiert hat. Erfahrene NABU- und Naturwacht-Mitarbeiter sowie zertifizierte Natur- und LandschaftsfĂŒhrer bieten zudem FĂŒhrungen in die BuchenwĂ€lder an.

„Die FFH-Richtlinie der EU ist fĂŒr die Entwicklung des Grumsiner Forsts elementar. Sie sorgt dafĂŒr, dass Biotope geschĂŒtzt und in ihrer Vielfalt erhalten bleiben. Zahlreiche BĂ€ume dĂŒrfen ungestört alt werden und irgendwann absterben. So entstehen wertvolle Bruthöhlen an abgebrochenen Ästen und verschiedenes Totholz. Die abgestorbenen BĂ€ume bilden die Lebensgrundlage fĂŒr zahllose Insekten, FledermĂ€use und Pilze“, so Torkler weiter.

Wie wichtig die Bedeutung des Grumsiner Forsts und der naturnahen BuchenwÀlder Deutschlands ist, zeigt auch ihre Ernennung zum UNESCO-Weltnaturerbe. 2011 wurde der Grumsin gemeinsam mit vier weiteren deutschen Buchenwaldgebieten von der UNESCO in die Liste der WeltnaturerbestÀtten aufgenommen. Die WÀlder sind damit der Serengeti in Ostafrika und dem Yellowstone-Nationalpark in den USA gleichgestellt.

Wer das FFH-Gebiet Grumsiner Forst/Redernswalde erleben möchte, hat in der „Naturschatz“-Woche vom 13. bis 19. Juli Gelegenheit dazu. Im NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger MĂŒhle zeigt Naturfotograf Sebastian Hennigs seine Ausstellung „Lebensraum BuchenwĂ€lder“, gefĂ€hrdete Arten sowie die Nutzung des FFH-Gebiets werden vorgestellt und NABU-Waldexperte Stefan Adler gibt Auskunft zur Umsetzung des europĂ€ischen Naturschutzrechts im deutschen Wald. DarĂŒber hinaus kann das Weltnaturerbe bei einer Kindersafari und einer gefĂŒhrten Wanderung erkundet werden. Termine: https://blumberger-muehle.nabu.de/angeboteundtermine/veranstaltung.html

Der NABU stellt seit Ende April jede Woche eine geschĂŒtzte oder gerettete Art, einen Lebensraum oder ein Natura-2000-Gebiet ĂŒber die NABU-Webseite, Presse, soziale Medien und auf Veranstaltungen vor, die alle vom EU-Schutz abhĂ€ngen. Dazu zĂ€hlen neben dem Buchenwald Grumsin unter anderem auch der Wolf und der Biber, ebenso wie das Große Torfmoor in Nordrhein-Westfalen, das Tegeler Fließtal der Hauptstadt Berlin oder das Nationale Naturerbe „Weinberg Wetzlar“.
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NABU prÀsentiert Altarmanschluss
...bei Eröffnung vom Haus der FlĂŒsse in Havelberg

In Sachsen-Anhalt startet die aktive Bauphase im Naturschutzgroßprojekt

Am heutigen Montag hat das Natura 2000-Informationszentrum „Haus der FlĂŒsse“ des BiosphĂ€renreservats Mittelelbe am BUGA-Standort Hansestadt Havelberg seine Pforten geöffnet. Mit anschaulichen Exponaten und interaktiven Stationen werden die Flusslandschaften Elbe und Havel mit ihren Natura-2000-LebensrĂ€umen und -Arten dargestellt. Der NABU sorgte im FrĂŒhjahr 2014 in direkter Nachbarschaft fĂŒr den Anschluss eines Altarms der Havel und ließ damit die historische Petroleuminsel wiederauferstehen. Auf ihr wurden frĂŒher die PetroleumvorrĂ€te gelagert, um die Stadt vor Brandkatastrophen zu schĂŒtzen.

„Heute kann sich auf der 4000 Quadratmeter großen Insel wieder Auenwald entwickeln, wodurch sich viele Tier- und Pflanzenarten wieder ansiedeln werden“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Der wiederangeschlossene Altarm ist nicht nur Lebensraum, sondern auch in das Ausstellungskonzept eingebunden. Über ihn fĂŒhrt ein Steg mit zehn Informationstafeln, die ĂŒber die Flussaue und das NABU-Projekt informieren. „Die gute Zusammenarbeit mit den Partnern in Sachsen-Anhalt ermöglicht es, dass die grĂ¶ĂŸte europĂ€ische Flussrenaturierung vorangeht und nun die Bagger rollen“, so Miller.

Parallel zur Eröffnung des Hauses startete heute östlich von Kuhlhausen die aktive Bauphase im Renaturierungsprojekt des NABU auf einer FlĂ€che von 430 Hektar. „Wir freuen uns, dass wir nun nach Jahren der Vorbereitung und Planung mit den praktischen Arbeiten beginnen können“, sagte NABU-Havelprojektleiter Rocco Buchta. Die Breite Dunau, ein System historischer Havelarme, werde dadurch kĂŒnftig mitsamt ihrer großen ÜberflutungsflĂ€chen ganzjĂ€hrig durchströmt. Weniger Ablagerungen fĂŒhren zu besseren Bedingungen fĂŒr aquatische Organismen. WiesenbrĂŒter profitieren ebenso von der Verbesserung ihres Lebensraumes wie die Bewohner des neu angelegten Auenwaldes.

„Der RĂŒckbau von Verwallungen und die Absenkung von DĂ€mmen bewirken eine durchgĂ€ngige Verbindung von Fluss und Aue bei hohen WasserstĂ€nden. Außerdem erneuern wir die Querungsbauwerke, so dass mehr Wasser hindurchfließt und die ursprĂŒnglichen Lebensgemeinschaften des FließgewĂ€ssers zurĂŒckkehren können“, so Buchta.

Im Jahr 2005 hat der NABU das grĂ¶ĂŸte europĂ€ische Projekt zur Renaturierung eines Flusses gestartet. Auf etwa 90 Flusskilometern werden verschiedene Maßnahmen, darunter die Entfernung von steinernen Uferbefestigungen und -verwallungen, die BegrĂŒndung von Auenwald sowie der Anschluss von Altarmen und Flutrinnen umgesetzt, um so große Flussabschnitte der Unteren Havel wieder zu ihrer ursprĂŒnglichen Vielfalt zurĂŒckzufĂŒhren.
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Aktion auf dem Mundenhof
Popcorn machen, MĂŒsliriegel backen – am Sonntag, 19. Juli, zeigt der Solarkocher, was er kann

Am Sonntag, 19. Juli, lÀdt der Mundenhof von 12 Uhr an zu einer
Veranstaltung mit dem Verein „Solare Zukunft“ auf dem Nistplatz ein.
Stockbrot wird hier an der Feuerstelle ja jeden Sonntag gebacken.
Diesmal tritt aber auch der Solarkocher in Aktion. Mit seiner Hilfe
dĂŒrfen Jung und Alt Popcorn herstellen und MĂŒsliriegel backen.

NatĂŒrlich kann diese Aktion nur bei Sonnenschein stattfinden. Daher
unbedingt am Sonntag aus dem Fenster schauen und bei gutem
Wetter rauskommen und erleben, wie einfach und schmackhaft man
„mit der Sonne“ kochen kann.

Der Nistplatz e.V. ist verantwortlich fĂŒr das gleichnamige
Erfahrungsfeld der Sinne auf dem Mundenhof. Hier werden die Sinne
fĂŒr ein waches Bewusstsein unserer Umwelt geschult. Der Verein
Solare Zukunft, mit Sitz in Freiburg, ist im Bereich der Bildung fĂŒr
eine nachhaltige Energieversorgung aktiv. Ermöglicht wird diese
Aktion durch eine erneute Spende des Umweltversandes WaschbÀr.
 
 

 
NABU: Emissionshandel braucht eine echte Reform
Erreichen der europĂ€ischen Klimaschutzziele rĂŒckt in immer weitere Ferne

Angesichts der heutigen Beratungen der EU-Kommission zum Emissionshandel fordert der NABU weitreichendere Reformen beim Handel mit den Verschmutzungsrechten. „Der europĂ€ische Emissionshandel umfasst fast die HĂ€lfte der europaweiten CO2-Emissionen. Deshalb hĂ€tte die EU-Kommission dieses Instrument endlich stĂ€rken mĂŒssen. Stattdessen wird es auch kĂŒnftig reichlich ĂŒberflĂŒssige Verschmutzungs-Zertifikate geben, die den Preis kaputt machen“, so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

UrsprĂŒnglich wurde mit einem Zertifikate-Preis von rund 30 Euro je Tonne CO2 geplant und auf dieser Basis Klimaschutzeffekte berechnet. Seit Jahren jedoch dĂŒmpelt der tatsĂ€chliche Preis bei etwa sieben Euro und bietet damit keinen verlĂ€sslichen Anreiz fĂŒr Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz. „Ein angemessener CO2-Preis ist dringend nötig, denn der Emissionshandel ist das zentrale Element zum Erreichen der europĂ€ischen Klimaschutzziele“, so Tschimpke weiter. Außerdem trage ein höherer CO2-Preis zur Planungssicherheit bei Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz bei.

In dem heute von der EU-Kommission vorgelegten Reformvorschlag sollen ab dem Jahr 2020 zwar kĂŒnftig jedes Jahr weniger Zertifikate ausgegeben werden als bisher, doch wird diese Reduktion durch die in den Markt zurĂŒckfließenden Zertifikate aus der jĂŒngst beschlossenen MarktstabilitĂ€tsreserve wettgemacht. „Wenn die EU beim Klimagipfel in Paris glaubwĂŒrdig fĂŒr den Klimaschutz eintreten will, mĂŒssen möglichst schnell etwa zwei Milliarden Zertifikate aus dem Markt gezogen werden und zwar dauerhaft“, forderte der NABU-PrĂ€sident.

Der Emissionshandel hat seit seiner EinfĂŒhrung zu etlichen Mitnahmeeffekten in der Energiewirtschaft und Industrie gefĂŒhrt und kaum Einsparungen im CO2-Ausstoß nach sich gezogen. „Wenn der Emissionshandel nicht noch eine Reform erfĂ€hrt, die wirklich diesen Namen verdient, sind die Klimaschutzziele der EU schwer erreichbar. Zumindest solange der Emissionshandel das zentrale Instrument im EU-weiten Klimaschutz ist. Deshalb wird es Zeit, dass endlich zusĂ€tzliche Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen auf den Tisch kommen“, so NABU-Klimaschutzexperte Sebastian Scholz.
 
 

Agrikultur ... denn Landwirtschaft ist Teil unseres kulturellen Schaffens
 
Agrikultur ... denn Landwirtschaft ist Teil unseres kulturellen Schaffens
Landwirtschaft ist weit mehr als die Erzeugung von Lebensmitteln. Sie gestaltet die Umwelt, ­erschafft Kulturlandschaften und prĂ€gt unsere Gesellschaft. Wie können wir heute und zukĂŒnftig Landwirtschaft jenseits von Marktzwang und MonoKultur gestalten und ökologisch und gesellschaftlich in Wert setzen?
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