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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Senkung des Spritverbrauchs bei Lkw
NABU: Neue Studie belegt großes Potenzial

Steigender Lkw-Verkehr bremst den Klimaschutz - EU-Kommission muss zĂŒgig ambitionierte Grenzwerte fĂŒr schwere Nutzfahrzeuge vorlegen

Die Klimagas-Emissionen von Lkw und Bussen steigen seit Jahren stark an und machen bereits 25 Prozent aller Kohlendioxid-Emissionen von Fahrzeugen in der EU aus. Der Lkw-Verkehr gilt deshalb schon lange als großes Sorgenkind des Klimaschutzes. Und anders als bei Pkw und Kleintransportern, sind die Kohlendioxid-Emissionen großer Lkw in der EU bislang ĂŒberhaupt nicht reguliert. Damit ist die EU der einzige große Fahrzeugmarkt weltweit, der keine Verbrauchs-Grenzwerte fĂŒr Lkw vorsieht. Eine heute vorgestellte Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) stĂŒtzt eindrucksvoll die Position des NABU und belegt das erhebliche technische Potenzial zur Senkung der SpritverbrĂ€uche von Lkw.

Laut Studie ist bis zum Jahre 2025 eine CO2-Reduktion von immerhin 27 Prozent bei großen Sattelschlepper-Lkw im Fernverkehr möglich und 23 Prozent bei kleineren Lkw im stĂ€dtischen Verteilerverkehr. Bis 2030 sei sogar ein CO2-Reduktionspotenzial von ca. 43 Prozent fĂŒr beide Fahrzeugtypen erreichbar. Entscheidend dabei sei, dass die Regulierung umso wirksamer ausfalle, je frĂŒher sie greife.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Die Lkw-Lawine rollt unaufhörlich und ist damit zu einem der grĂ¶ĂŸten Hindernisse zur Umsetzung der Klimaschutzziele in Europa geworden. Die EU muss schnellstmöglich Obergrenzen fĂŒr den Kohlendioxid-Ausstoß neuer Lkw festlegen, wenn sie ihre Klimaziele erreichen will. In den USA, Japan und China sind bereits seit Jahren entsprechende Regulierungen mit Erfolg eingefĂŒhrt worden.“

Die EU-Kommission plant zwar fĂŒr Anfang 2018 einen Gesetzesvorschlag fĂŒr entsprechende Obergrenzen. Ab wann eine solche Regulierung greifen und wie ambitioniert sie ausfallen soll, wird jedoch heftig diskutiert. Der massive Druck der Industrievertreter, vor allem auch aus Deutschland, die keinerlei Verbrauchsvorgaben wĂŒnschen, ist bereits jetzt spĂŒrbar.

Dietmar Oeliger, NABU-Leiter Verkehrspolitik: „Anstatt in Effizienztechnologie zu investieren, setzen die Lkw-Hersteller um Mercedes, MAN, Scania und Volvo vor allem auf Leistungssteigerung. Als Konsequenz stagniert der Spritverbrauch großer Lkw seit fast zwei Jahrzehnten auf hohem Niveau. Alleine auf die KrĂ€fte des Marktes zu vertrauen und zu hoffen, dass die Lkw sparsamer werden, funktioniert nicht. Ähnlich wie bei Pkw braucht es nun dringend eine gesetzliche Regulierung, die den Herstellern vorschreibt, große Fortschritte bei der Effizienz und damit beim Klimaschutz zu machen.“
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Öffentliche Versteigerung von FundfahrrĂ€dern, Fundschmuck sowie Fundsachen
Montag, 24. Juli, 13 Uhr, Haus der Begegnung, Habichtweg 48


Am Montag, den 24. Juli, werden ab 13 Uhr sechzig
FundfahrrÀder sowie Fundschmuck und Fundsachen aller Art
öffentlich gegen Barzahlung versteigert. Die Versteigerung findet
statt im Haus der Begegnung, Habichtweg 48 in 79110 Freiburg.

Die FundfahrrÀder können von 12 bis 13 Uhr am
Versteigerungsort besichtigt werden. Zum Versteigerungsbetrag
wird ein Aufgeld von 10 Prozent erhoben. Weitere AuskĂŒnfte beim
Amt fĂŒr öffentliche Ordnung unter der Telefon: 0761 / 201 - 4828.
 
 

 
NABU erneuert Kritik an Vorgehen bei Ostseepipeline Nord Stream 2
MinisterprĂ€sidentin Schwesig muss Zeichen fĂŒr Klima und Ostsee setzen

Der NABU hat seine Kritik an der Ostseepipeline Nord Stream 2 im aktuell laufenden Genehmigungsverfahren erneuert. Der NABU appelliert an Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig und die Genehmigungsbehörden, das sensible Ökosystem der Ostsee und die globalen Klimaziele nicht den privaten Gewinninteressen von Gazprom und Co. zu opfern. Die gesamte Woche finden in Stralsund ErörterungsgesprĂ€che statt. Der NABU hatte bereits Ende Mai eine umfangreiche Stellungnahme zum geplanten Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 abgegeben und nimmt auch an der Anhörung teil. Die Analyse des NABU hat ergeben, dass das Vorhaben nicht genehmigungsfĂ€hig ist. Es gefĂ€hrdet Klimaziele, steht in Widerspruch zu geltendem Energie- und Umweltrecht und zerstört Schutzgebiete in der Ostsee.

„Das Vorhaben verstĂ¶ĂŸt nicht nur massiv gegen öffentliche Interessen sondern auch gegen das völkerrechtlich verbindliche Pariser Klimaschutzabkommen. Damit setzt Nord Stream 2 die Tradition der Energiekonzerne fort und investiert weiter in fossile EnergietrĂ€ger und deren Infrastruktur. Der Pipelinebau zerpflĂŒgt Schutzgebiete und auch auf EU-Ebene genießt das Projekt keine PrioritĂ€t fĂŒr die kĂŒnftige Energieversorgung. Nord Stream 2 dient einzig privaten Interessen weniger Großkonzerne, die damit Millionengewinne abschöpfen – auf Kosten der gesamten Gesellschaft“, sagt NABU BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Die Gasversorgung in Deutschland sei auch ohne die Ostseepipeline in der Zukunft sicher. Allein die bestehenden ImportkapazitĂ€ten reichten aus, um mehr als das Dreifache des Gasbedarfs zu decken. Außerdem sinke dieser Bedarf seit 2006 sogar. Damit dĂŒrfe die Pipeline nach Naturschutzrecht nicht gebaut werden.

Der NABU kritisiert, dass der Bau von Nord Stream 2 massive negative Folgen fĂŒr die sensible Meeresumwelt hat. Denn fĂŒr die im Seeboden verlegte Pipeline soll der Meeresboden umgegraben werden, was LebensrĂ€ume zerstört. Mit Folgen beispielsweise fĂŒr den Hering, der im Greifswalder Bodden laicht und rastende Wasservögel, denen die Nahrung fehlt. Die Pipeline quert auch den Lebensraum des gefĂ€hrdeten Ostseeschweinswals. Von der betroffenen Population gibt es nur noch etwa 450 Tiere. Jegliche BeeintrĂ€chtigung muss aus Umweltsicht vermieden werden.

Das in der Pipeline transportierte Methan ist Gift fĂŒr die Ostsee und eine Gefahr fĂŒr unser Klima. Mecklenburg-Vorpommern hat in seinem Landesraumentwicklungsprogramm eine Gasförderung in der Ostsee gezielt ausgeschlossen. BegrĂŒndung: Verunreinigungen der sensiblen Ostsee sollen ausgeschlossen werden. Leckagen sind auch bei einer Pipeline immer möglich. Zudem ist Methan 25-Mal klimaschĂ€dlicher als CO2. Bei Förderung, Transport und Lagerung entweicht das Gas regelmĂ€ĂŸig unkontrolliert.

NABU-LandesgeschĂ€ftsfĂŒhrerin Rica MĂŒnchberger: „Nord Stream 2 bewertet die Umweltauswirkungen auf Basis von Umweltdaten, die fĂŒr die frĂŒhere Pipeline Nord Stream 1 erhoben wurden. Die Bedeutung der Daten fĂŒr die Bewertung von Nord Stream 2 wurden durch das Bergamt Stralsund und das Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie auf der Erörterung untermauert. Das Problem: Nicht einmal die Genehmigungsbehörde, das Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie, hat diese Daten.“ Das gehe aus einem Bescheid der Behörde hervor, der dem NABU vorliegt. Zudem stehen die Daten auch dem NABU nicht zu VerfĂŒgung. Der NABU konnte sich deshalb keine eigene Meinung zu den Daten bilden und wird damit massiv in seiner Beteiligungsmöglichkeit eingeschrĂ€nkt. Eine Genehmigung ist damit nicht rechtmĂ€ĂŸig. „Wir fordern das Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und das Bergamt Stralsund als Genehmigungsbehörden auf, unsere Argumente sorgfĂ€ltig in die AbwĂ€gung einzustellen und einen rechtskonformen Bescheid zu erlassen“, so MĂŒnchberger weiter.
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Forschungsprojekt zur Zukunft der WĂ€lder startet
„GlĂ€serner Forstbetrieb“ soll Aufschluss ĂŒber Artenvielfalt, Holzernte und Klimaresistenz im Wirtschaftswald geben

Der NABU und das Ministerium fĂŒr LĂ€ndliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) haben in Zusammenarbeit mit zwei Forschungspartnern ein bundesweit einmaliges Forschungsprojekt gestartet. Mit dem „GlĂ€sernen Forstbetrieb“ wollen sie ĂŒber sechs Jahre erforschen, wie sich verschiedene Maßnahmen der Waldbewirtschaftung auf Ertrag, StabilitĂ€t und Naturschutz auswirken. Dazu stellen die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe und der Landesbetrieb Forst Brandenburg mehr als 1.000 Hektar Wald fĂŒr Forschungszwecke zur VerfĂŒgung. Die beiden Gebiete liegen im nördlichen Brandenburg, in der NĂ€he von Gollin sowie am Wittwesee bei Rheinsberg.

„Diese enge Zusammenarbeit zwischen Forstverwaltung und Naturschutz ist bislang einmalig in Deutschland. Wir freuen uns, dass wir in dem Projekt von- und miteinander lernen können. Unser Ziel ist es, gemeinsame Empfehlungen fĂŒr die naturnahe Bewirtschaftung von WĂ€ldern im Nordostdeutschen Tiefland abzuleiten“, erklĂ€rte der brandenburgische Forstminister Jörg VogelsĂ€nger.

Deutschlands WĂ€lder befinden sich seit Langem in einem Wandel und Spannungsfeld der gesellschaftlichen Erwartungen. Standen in der Vergangenheit fast ausschließlich bereitstellende Funktionen – wie etwa Holzernte im Vordergrund, rĂŒckten zuletzt auch der Schutz des Bodens, der Erhalt der genetischen Vielfalt und in neuerer Zeit vermehrt die Suche nach Erholung-, Umweltbildung und Naturtourismus in den Fokus.

„Dieses Spannungsfeld stellt unsere WĂ€lder vor enorme Herausforderungen, auch im Hinblick auf den Klimawandel. In WirtschaftswĂ€ldern gilt es die verschiedenen AnsprĂŒche unter einen Hut zu bringen. Der Fokus liegt dabei auf der Förderung der NaturnĂ€he und der StabilitĂ€t der WĂ€lder. Dieses Projekt ist daher ein wichtiger Schritt, um gemeinsam in bewirtschafteten WĂ€ldern zu testen, wie die verschiedenen Waldbewirtschaftungsmaßnahmen langfristig wirken. Im Normalbetrieb wĂ€re das nicht möglich“, so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Bei den beiden ProjektflĂ€chen handelt es sich um KiefernwĂ€lder. Als ReferenzflĂ€chen wurden aber auch alte, naturnahe BuchenwĂ€lder ausgewĂ€hlt. Zur Messung der Auswirkungen der forstwirtschaftlichen Maßnahmen auf die Temperatur und Luftfeuchte werden so genannte Klimadaten-Logger zum Einsatz kommen. Die Forscher erhoffen sich dadurch RĂŒckschlĂŒsse darauf, welchen Einfluss beispielsweise die Holzernte oder Pflanzung von LaubbĂ€umen auf das Waldinnenklima haben. Des Weiteren wird auch der Wildeinfluss von Rehen und Hirschen durch Verbiss erforscht. AusgewĂ€hlte, kleine Bereiche werden eingezĂ€unt und so die jungen BĂ€ume vor Verbiss geschĂŒtzt. Geplant ist zudem, die Entwicklung der Vegetation systematisch zu beobachten. Die ökologische Auswertung ĂŒbernimmt das Zentrum fĂŒr Ökonik und Ökosystemmanagement der Hochschule fĂŒr nachhaltige Entwicklung Eberswalde.

„Monotone Kiefernforste sind anfĂ€lliger gegenĂŒber den sich Ă€ndernden Umweltbedingungen und haben beispielsweise negative Auswirkungen auf die Grundwasserneubildung und den pH-Wert des Bodens. Im Projekt sollen gezielt naturnĂ€here Strukturen durch die Förderung von LaubbĂ€umen und die gezielte Anreicherung von Totholz gefördert werden. Totholz ist nicht nur ein wichtiger Ausgangspunkt fĂŒr die Artenvielfalt im Wald, sondern es ist auch bedeutsam fĂŒr die Bodenbildung. Es speichert zudem Wasser und kĂŒhlt – es unterstĂŒtzt die FunktionstĂŒchtigkeit des Waldökosystems. Das ist in Zeiten des Klimawandels besonders wichtig“, so Pierre Ibisch von der Hochschule Eberswalde.

Eine Ausgangsthese des Projektes ist, dass ein naturnahes Waldmanagement der Erhaltung und Entwicklung von vielfĂ€ltigen Ökosystemleistungen dient, ohne die langfristige ökonomische RentabilitĂ€t von Forstbetrieben wesentlich zu beeintrĂ€chtigen.

„Ziel eines nachhaltig wirtschaftenden Forstbetriebs ist es, durch die Waldbewirtschaftung den wirtschaftlichen Erfolg, seine LiquiditĂ€t und StabilitĂ€t zu sichern und gleichzeitig auf seinen FlĂ€chen die unterschiedlichen Ökosystemleistungen zu erbringen. Dabei ist es nicht möglich, einzelne Ökosystemleistungen zu maximieren, ohne andere Ökosystemleistungen zu beeintrĂ€chtigen“, so Bernhard Möhring, Georg-August-UniversitĂ€t Göttingen, der eine Promotionsarbeit betreut und seine ökonomische Expertise in das Projekt einbringt.
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NABU: Schluss mit Glyphosat-Poker
Bundesregierung muss endlich Farbe bekennen

Die Zeit tickt. Ende des Jahres lĂ€uft die EU-Zulassung fĂŒr Glyphosat aus. Bis zum morgigen Donnerstag beraten die Mitgliedstaaten in einem bei der Kommission zustĂ€ndigen Ausschuss, ob das Breitbandherbizid fĂŒr weitere zehn Jahre zugelassen werden soll.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Der Glyphosat-Poker muss ein Ende haben. Die Bundesregierung muss endlich Farbe bekennen und darf nicht der EU-Kommission die Entscheidung ĂŒberlassen. Eine Enthaltung Deutschlands ist nur eine Verzögerungstaktik. Solange die Risiken fĂŒr Mensch und Natur nicht einwandfrei widerlegt sind, darf es keinen Freifahrtschein fĂŒr Glyphosat geben. Deutschland muss sich angesichts der ungeklĂ€rten Risiken gegen die Genehmigung fĂŒr weitere zehn Jahre aussprechen.“

Kommt tatsĂ€chlich eine fĂŒr die Weitergenehmigung von Glyphosat notwendige qualifizierte Mehrheit zustande, wĂ€re diese Entscheidung angesichts der massiven negativen Auswirkungen fĂŒr Mensch und Natur nicht nachvollziehbar. Jahr fĂŒr Jahr werden ĂŒber 5.000 Tonnen Glyphosat auf etwa 40 Prozent der deutschen Äcker ausgebracht. Die ökologischen Folgen sind betrĂ€chtlich. Das Gift fĂŒhrt zum Verlust von AckerwildkrĂ€utern, trĂ€gt zum Insektensterben bei und schĂ€digt GewĂ€sserorganismen. DarĂŒber hinaus ist der Verdacht, Glyphosat könnte krebserregend sein, seitens der Wissenschaft nach wie vor nicht vollends ausgerĂ€umt.

Vor diesem Hintergrund wĂ€re eine Neuzulassung mit den europĂ€ischen Umwelt- und Gesundheitsstandards nicht vereinbar. Allein aus dem in der EU geltenden Vorsorgeprinzip mĂŒssen SchĂ€den fĂŒr die Umwelt und die menschliche Gesundheit vermieden werden. Auch Vorgaben der EU-Pflanzenschutzmittelverordnung – wonach Pestizide keine unannehmbaren Auswirkungen auf nicht zu bekĂ€mpfende Arten sowie auf die Natur haben dĂŒrfen – wĂŒrden bei einer Zulassung massiv missachtet.

„Die Bundesregierung muss gegen den Vorschlag der EU-Kommission und damit fĂŒr den Erhalt der biologischen Vielfalt stimmen. Die LagerkĂ€mpfe zwischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium mĂŒssen endlich ein Ende haben. Minister Schmidt hat nun die Möglichkeit, sich fĂŒr eine naturvertrĂ€gliche Landwirtschaft einzusetzen und sich Ministerin Hendricks anzuschließen, die sich klar gegen eine weitere Zulassung von Glyphosat ausgesprochen hat“, so Miller. Schmidt dĂŒrfe nicht einfach Kanzlerin Merkel folgen, die den Landwirten auf dem Bauerntag zugesagt hatte, sich fĂŒr eine weitere Glyphosat-Nutzung einzusetzen. „Wer so urteilt, vergisst die teuren Folgekosten fĂŒr Mensch und Natur“, so Miller.

Der NABU ruft aktuell in einer Online-Meldeaktion dazu auf, HÀndler zu melden, die Glyphosat oder Àhnliche Mittel verkaufen, etwa lokale Bau- oder GartenmÀrkte oder Online-HÀndler. Ziel ist es, nach zahlreichen BaumÀrkten, nun auch die Online-HÀndler dazu zu bewegen, glyphosathaltige Mittel aus ihrem Sortiment zu nehmen.
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Gesundheitsstandort Freiburg wird sichtbar
Plakatmotiv der Kampagne
 
Gesundheitsstandort Freiburg wird sichtbar
Markenkampagne der HealthRegion Freiburg

Bis zum 31. August 2017 wirbt die HealthRegion Freiburg in den ausgewĂ€hlten StĂ€dten Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart fĂŒr eine persönliche „Auszeit“ in der Gesundheitsregion Freiburg.

Der gesellschaftliche Trend heißt heute und in Zukunft „Gesundheit und PrĂ€vention in Eigenregie“. Die Förderung der eigenen Gesundheit durch aktive PrĂ€vention steht immer mehr im Fokus. Hier setzt die HealthRegion Freiburg mit der neuen Markenkampagne „Sie haben sich eine Auszeit verdient“ an und wirbt um GĂ€ste mit einer Anreisezeit von zwei bis drei Stunden sowie um GeschĂ€ftsreisende.

Inhalt der Markenkampagne ist neben dem Aufbau der Basismedien eine Imagekampagne mit GroßflĂ€chenplakaten, Busheckwerbung, Flughafenwerbung und Bewerbung ĂŒber Online-Medien. ErgĂ€nzt wird die Kampagne durch Messeauftritte, eine Facebookseite und ein jĂ€hrliches Kundenmagazin. Des Weiteren werden auf der relaunchten Webseite in Form von Storytelling Unternehmen und Experten prĂ€sentiert und ein persönlicher Bezug zur Zielgruppe hergestellt.

Bernd Dallmann, FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer und Vorstandsvorsitzender des Vereins HealthRegion Freiburg: „Die StĂ€rken im Bereich Gesundheit und Tourismus in der Region sind augenscheinlich, nun gilt es, diese nach außen zu tragen und bekannt zu machen.“

Mit einem Anteil von 21 Prozent an den sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten ist die Gesundheitswirtschaft die mit Abstand beschĂ€ftigungsintensivste Branche in Freiburg. Die Region SĂŒdlicher Oberrhein ist mit jĂ€hrlich etwa 9,5 Millionen Übernachtungen, davon allein 1,45 Millionen in Freiburg, das beliebteste Reisegebiet im Land. Das aus 30 Partnern bestehende Netzwerk HealthRegion Freiburg prĂ€sentiert sich mit der neuen Kampagne einem breiten Publikum an Knotenpunkten mit hoher Besucherfrequenz. Ziel ist, die Gesundheitsregion Freiburg als hervorragender Aufenthaltsort fĂŒr einen Gesundheitsurlaub ins Bewusstsein der Menschen zu rĂŒcken und zugleich auf die besonderen Kompetenzen und Leistungsangebote der beteiligten Netzwerkpartner aufmerksam zu machen.

Weitere Informationen im Internet ...
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Der Freiburg-Cup geht online
Stadt und ASF entwickeln das Konzept weiter

Website mit Informationen ĂŒber den Cup freigeschaltet. Digitaler Stadtplan zeigt alle beteiligten CafĂ©s

Im November 2016 hat die Freiburger Abfallwirtschaft mit dem
„Freiburg-Cup“ ein Pilotprojekt gestartet, das bundesweite Beachtung
fand. Als erste deutsche Großstadt nahm Freiburg mit einem
Pfandbecher den Kampf gegen die Flut von Einweg-Kaffeebechern
auf. Inzwischen bieten 90 Cafés und BÀckereien im Stadtzentrum
und darĂŒber hinaus den Freiburg-Cup an, rund 20.000 Pfandbecher
hat die ASF ausgeliefert. Viele StÀdte planen Aktionen zur
MĂŒllvermeidung, die sich am Freiburger Beispiel orientieren. Das
Zwischenfazit lautet also: Der Cup hat sich in der Stadt etabliert und
wird von den Konsumentinnen und Konsumenten akzeptiert.

Im Laufe der ersten sieben Monate hat die ASF nun PraxisErfahrungen
gesammelt und gemeinsam mit der Stadt und den
Cafébetreibern an der Optimierung gearbeitet. Viele Kaffee-Kunden
geben den Pfandbecher nicht zurĂŒck, andere haben ihn als
preiswertes Souvenir entdeckt. Beides sorgt dafĂŒr, dass in den
GeschĂ€ften die Becher schneller ausgehen und die ASF fĂŒr
Nachschub sorgen muss. Aus der BĂŒrgerschaft kam schon die
Anregung, die teilnehmenden Cafés deutlicher zu kennzeichnen und
damit die RĂŒckgabe der Cups zu erleichtern. Mit der Webseite
www.freiburgcup.de und einem digitalen Stadtplan, der alle an der
Aktion beteiligten KaffeegeschÀfte darstellt, will die ASF nun die
RĂŒckgabe der Becher verbessern.

Ein Update soll auch der Becher selbst erfahren. Die nÀchste
Generation von Freiburg-Cups ist mit einem QR-Code bedruckt, der
die Konsumenten auf die Webseite leitet. Die neuen Pfandbecher
sollen bis Anfang September in den GeschÀften stehen.
„Damit wollen wir erreichen, dass noch mehr Becher zurĂŒck in den
Kreislauf gelangen“, erklĂ€rt UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.
„Das Mehrwegsystem lebt schließlich von der aktiven Mitwirkung der
Benutzerinnen und Benutzer. Durch diese Maßnahmen, die wir
gemeinsam mit den Cafébetreibern entwickelt haben, erhoffen wir
uns eine noch breitere Nutzung und noch positivere Auswirkungen
auf die Umwelt.“

In dieser Sache findet weiterhin ein regelmĂ€ĂŸiger Austausch zwischen
der Stadtverwaltung und den Cafébetreibern statt.

 
 

 
RegioBĂŒndnis Pro Landwirtschaft, Natur & Ökosoziales Wohnen Regio Freiburg
Gemeinsame Medienmitteilung 10.7.2017



Das RegioBĂŒndnis Pro Landwirtschaft, Natur & Ökosoziales Wohnen Regio Freiburg mit 14 Vereinigungen und ECOtrinova e.V. haben sich kĂŒrzlich mit Schreiben an den Gemeinderat der Stadt Freiburg i.Br. gewandt, um bei der am 11. Juli anstehenden Verabschiedung des Perspektivplans fĂŒr Freiburg zu Bauen und FreirĂ€umen vier Änderungen zu erreichen. Ein beschlossener Perspektivplan ist wichtig und muss laut Baugesetzbuch bei der spĂ€teren Bauleitplanung berĂŒcksichtigt werden. Hier die 4 erlĂ€uterten Forderungen:



Erstens möchten die 14 Vereinigungen bei der stĂ€dtebaulichen Entwicklung im Rahmen des Perspektivplans den absoluten Vorrang fĂŒr die Innenentwicklung definitiv festgelegt und bestĂ€tigt wissen. Außenentwicklung dĂŒrfe nur und erst dann erfolgen, wenn alle Maßnahmen der Innenentwicklung ausgeschöpft sind. Auch das Baugesetzbuch §1 Absatz (5) schreibe vor, dass „die stĂ€dtebauliche Entwicklung vorrangig durch Maßnahmen der Innenentwicklung erfolgen“ solle.



Zweitens sollen mehrere Gebiete bzw. Zonen bei den Entwicklungsgebieten des Perspektivplans gestrichen werden: Das sind die Dreisamwiesen, u.a. damit der HöllentĂ€ler nicht geschmĂ€lert wird, der Wald an der Westrandstr. im Stadtteil Mooswald, damit der Wald weiterhin mit seinen positiven Funktionen wirken kann, die HĂ€nge am Tuniberg, damit geschĂŒtzte Flora (Pflanzen) und Fauna (Tiere) erhalten bleiben, wertvolle landwirtschaftliche Böden insbesondere in den Tuniberg-Ortsteilen, damit Boden- und FlĂ€chen geschĂŒtzt bzw. erhalten bleiben, und nicht zuletzt alle derzeit landwirtschaftlich genutzten FlĂ€chen einschließlich Dietenbach, damit Lebensgrundlagen, Landwirtschaft und ErnĂ€hrung aus diesen Gebieten erhalten bleiben.



Drittens soll laut den Vereinigungen die Umsetzung des Potenzials fĂŒr mehr Wohnungen durch Ausbau an und auf geeigneten bestehenden GebĂ€uden fĂŒr das gesamte Stadtgebiet ein weiterer Schwerpunkt der Stadtentwicklung in den nĂ€chsten fĂŒnfzehn Jahren werden. Damit soll ĂŒber die Entwicklungsgebiete des Perspektivplans hinaus im Innenbereich Bauleitplanung auch fĂŒr andere Gebiete erfolgen. Die flĂ€chenhafte Darstellung des Perspektivplans bzw. seiner Entwicklungsgebiete als „rĂ€umliches Leitbild“ stelle nĂ€mlich die dritte Dimension, d.h. die Höhe der Bebauung, nicht genug in den Vordergrund. Das verleite, beim Bauen zu sehr in die „Breite“ bzw. in die FlĂ€che zu gehen und die durch mehr Höhe entstehenden Wohnbaupotenziale zu unterschĂ€tzen. Das wĂŒrde Pflichten aus dem Baugesetzbuch hintenanstellen. (1*) Zwar habe das Stadtplanungsamt auf Anfrage von ECOtrinova bestĂ€tigt, dass der Baustein „Anreichern“ des Perspektivplans z.B. Aufstockungen und Dachgeschoss-Ausbauten mit umfasse. Jedoch komme das in der Vorlage und in der zum Beschluss vorgelegten Perspektivplan-BroschĂŒre G-17-040 nicht genug zum Ausdruck. So wĂŒrden laut Definition in der BroschĂŒre Potentiale des Ausbaus an und auf den GebĂ€uden auf die Gesamtstadt bezogen nicht zu den Schwerpunkten der Stadtentwicklung in den nĂ€chsten fĂŒnfzehn Jahren gehören.



Das aber wĂ€re nicht in Ordnung. Denn das Potenzial fĂŒr mehr Wohnungen schon durch Dachaufstockungen ist sehr erheblich und mit Hilfe einer bundesweiten Studie der TU Darmstadt/Pestel-Institut (2016) fĂŒr Freiburg auf 4000 Wohnungen schĂ€tzbar. Nichtausschöpfen des Potenzials wĂŒrde unnötig zu mehr neuen BauflĂ€chen fĂŒhren, ggf. auch im Außenbereich. Die Vorteile von mehr Wohnungen durch Dach-Ausbau und Aufstocken seien bekannt: FlĂ€chen sparen, GrundstĂŒcke und Erschließung sind weitgehend vorhanden, NĂ€he und kurze Wegezeiten, relativ gĂŒnstige Bau- und Wohnkosten, Klimaschutz, weniger Folgekosten fĂŒr die Stadt.



Viertens mĂŒsse der Perspektivplan als rĂ€umliches Leitbild ausdrĂŒcklich auch die Aufgabe gewĂ€hrleisten, bestehende Freiburger Stadtteile in ihren Funktionen zu stĂ€rken und SchwĂ€chen zu beheben.
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