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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU: Obama stimmt auf das Ende des Kohlezeitalters ein
Wichtiges Signal vor der UN-Klimakonferenz in Paris

Zum Klimaschutzplan fĂŒr die Stromerzeugung der USA, dessen endgĂŒltige Fassung US-PrĂ€sident Obama heute vorstellen will, erklĂ€rte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „Es ist ein wichtiges Signal fĂŒr den internationalen Klimaschutz, dass die USA ihren Ausstoß von Treibhausgasen senken wollen. Wird der Klimaschutzplan umgesetzt, wird es kĂŒnftig sehr eng fĂŒr Kohlekraftwerke in den USA – damit stimmt Obama auf das Ende des globalen Kohlezeitalters ein.“ Obamas Klimaschutzplan sieht vor, dass der Ausstoß von CO2 bei der Stromerzeugung bis zum Jahr 2030 um 32 Prozent sinken soll, verglichen mit dem Jahr 2005.

„Damit die UN-Klimakonferenz in Paris ein Erfolg wird, muss auch die Bundesregierung konkrete Maßnahmen festlegen. Wir mĂŒssen endlich ernsthaft ĂŒber den deutschen Kohleausstieg sprechen. Er ist unumstĂ¶ĂŸlich, wenn Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen will und international auf dem Klimaparkett glaubwĂŒrdig bleiben möchte“, so Tschimpke weiter.

Die PlĂ€ne der US-Amerikaner zum Klimaschutz seien aber noch ausbaufĂ€hig. „Auch wenn die Richtung stimmt, gibt es noch viel Luft nach oben. Das Basisjahr 2005 wurde so gewĂ€hlt, dass schon heute mehr als ein Drittel des selbstgesteckten Ziels zur CO2-Reduktion erreicht sind. Neben dem Stromsektor mĂŒssten in den USA auch der Verkehrs- und GebĂ€udesektor deutlich grĂ¶ĂŸere BeitrĂ€ge zum Klimaschutz leisten“, so der NABU-PrĂ€sident.
 
 

 
NABU: Startschuss fĂŒr groß angelegte Moor-Renaturierungen in Ost-Europa
Tschimpke: Internationaler Moorschutzfonds soll möglichst viele FlÀchen retten

Der NABU startet ab sofort mehrere Moorschutz-Großprojekte in Polen und den baltischen LĂ€ndern. Sie sind Teil des neu gegrĂŒndeten Internationalen Moorschutzfonds, mit dem der NABU kĂŒnftig auch außerhalb Deutschlands geschĂ€digte Gebiete renaturieren will. „Nicht nur in Deutschland ist ein Großteil der Moore zerstört. In ganz Europa haben Land- und Forstwirtschaft jahrhundertelang Raubbau an den FlĂ€chen betrieben. Dabei sind Unmengen an klimaschĂ€dlichen Gasen entwichen. Mit dem Internationalen Moorschutzfonds wollen wir nun möglichst viele Moore wiedervernĂ€ssen, um so wertvolle LebensrĂ€ume zu sichern und das Klima zu schĂŒtzen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

UnterstĂŒtzung erhĂ€lt der NABU dabei von Volkswagen Financial Services sowie der Volkswagen AG. Im Moor bei Krakulice, im Słowiński Nationalpark nordwestlich von Gdańsk, ĂŒberreichten Lars-Henner Santelmann, Vorstand fĂŒr Vertrieb und Marketing der Volkswagen Financial Services AG, und Wolfram Thomas, Konzernbeauftragter fĂŒr Umwelt, Energie und Neue GeschĂ€ftsfelder der Volkswagen AG, dem NABU einen symbolischen Scheck ĂŒber eine Million Euro. Damit soll die finanzielle Grundlage fĂŒr den Internationalen Moorschutzfonds gelegt werden, um in den kommenden fĂŒnf Jahren die ersten Projekte anzustoßen.

Bereits vor fĂŒnf Jahren hatten die beiden Kooperationspartner mit dem Deutschen Moorschutzfonds das nationale Pendant zum Internationalen Moorschutzfonds gegrĂŒndet. „In Deutschland haben wir mit dieser Art des Finanzierungsinstruments sehr gute Erfahrungen gemacht und unterstĂŒtzen damit schon 13 Moorschutzprojekte des NABU“, sagt Santelmann, „unser langfristiges Engagement mit dem NABU zeigt, dass wir es mit der konkreten Förderung von Klimaschutzprojekten ernst meinen und dies ein fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie ist.“

Als ein erstes internationales Projekt ist derzeit eine lĂ€nderĂŒbergreifende Renaturierung mit MoorflĂ€chen in Polen, Litauen, Lettland, Estland und Deutschland geplant. Dabei sollen insgesamt bis zu 10.000 Hektar wiedervernĂ€sst werden – eine FlĂ€che in etwa so groß wie die StĂ€dte Kassel, Gelsenkirchen oder Mainz. Auch die entsprechende Vegetation soll wieder aufgebaut werden, damit neue Torfschichten entstehen und so die Kohlenstoffspeicher-Funktion der Moore wiederhergestellt wird. Das Gesamtvolumen des Projektes, das im September 2015 bei der EuropĂ€ischen Union beantragt werden soll, betrĂ€gt 6,5 Millionen Euro. Aus dem Internationalen Moorschutzfonds werden dafĂŒr 750.000 Euro bereitgestellt. Die polnischen ProjektflĂ€chen liegen dabei im Słowiński Nationalpark bei Gdańsk.

Ein weiteres Gebiet, das direkt vom Internationalen Moorschutzfonds profitieren soll, liegt in der Region Westpommern. Hier soll in drei der wertvollsten Hochmooren Polens der Wasserhaushalt wieder stabilisiert werden, um die FlĂ€chen fit zu machen fĂŒr den Klimawandel .

Bei der Auswahl der FlĂ€chen arbeitet der Internationale Moorschutzfonds streng nach wissenschaftlichen Vorgaben. Gleiches gilt fĂŒr das Monitoring der biologischen Vielfalt und die ÜberprĂŒfung der jeweiligen Treibhausgasbilanzen der Moore. Grundlage bildet eine eigens erstellte Analyse, die die Möglichkeiten fĂŒr die Wiederherstellung von Mooren in Osteuropa und Westsibirien untersuchte.

Aus klimapolitischer Sicht gehören Moore zu den wichtigsten Ökosystemen. In intaktem Zustand binden sie Kohlenstoff aus der AtmosphĂ€re. Werden sie durch EntwĂ€sserung jedoch gestört, entweichen große Mengen an Treibhausgasen. Obwohl Moorböden nur auf etwa drei Prozent der ErdoberflĂ€che vorkommen, verursachen sie im trockenlegten Zustand 16 Prozent aller vom Menschen verursachten CO2-Emissionen.

„Zerstörte Moore sind eine tickende Zeitbombe fĂŒr das Weltklima. Daher muss ihre Funktion als wertvoller Kohlenstoffspeicher endlich auch in der internationalen Klimapolitik stĂ€rker beachtet werden. Bis heute sind Moore in der UN-Klimarahmenkonvention nicht angemessen berĂŒcksichtigt. SpĂ€testens im Dezember bei der UN-Klimakonferenz in Paris muss sich das Ă€ndern, dann muss die globale Rolle der Moore neu bewertet werden“, so der NABU-PrĂ€sident.


Hintergrund zur Kooperation von NABU und Volkswagen:

Die Volkswagen AG und der NABU sind in einer Dialog- und Projektpartnerschaft miteinander verbunden. Volkswagen hat sich als Ziel gesetzt, bis 2018 ökologisch fĂŒhrender Automobilhersteller der Welt zu sein. Von Deutschlands mitgliederstĂ€rkstem Umwelt- und Naturschutzverband erhĂ€lt Volkswagen dabei fundierten Rat und kritische Begleitung. Die strategische Zusammenarbeit von Volkswagen und NABU ist als beste Praxis im Nachhaltigkeitsmanagement mehrfach ausgezeichnet worden.
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NABU-Zahl des Monats
520.325 BĂŒrger stimmen gegen Aufweichung des EU-Naturschutzes

Rekord bei EU-BĂŒrgerbeteilung

Bei einer von der EuropĂ€ischen Kommission initiierten Befragung zur Zukunft des Naturschutzes in der EU haben sich ĂŒber 94 Prozent aller Teilnehmer fĂŒr die Beibehaltung der EU-Vogelschutz- und der EU-Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgesprochen. Mit mehr als einer halben Million Teilnehmer brach diese EU-Konsultation, die von April bis Ende Juli lief, nicht nur alle Rekorde: sie ist ein deutlicher Warnschuss fĂŒr den PrĂ€sident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, der eine "Modernisierung" der Richtlinien vorgeschlagen hat und dafĂŒr vom NABU und anderen UmweltverbĂ€nden scharf kritisiert wird.

KommissionsprĂ€sident Jean-Claude Juncker wird vorgeworfen, er wolle ein Naturschutzrecht, das sich stĂ€rker an Interessen der Wirtschaft orientiert. Die UmweltverbĂ€nde fordern stattdessen eine konsequentere Durchsetzung der geltenden Naturschutzregeln, zum Beispiel in Schutzgebieten oder bei der Verfolgung von Wilderei, sowie mehr Finanzmittel und Personal fĂŒr die Naturschutzbehörden.

Sollte Juncker Anfang 2016 dennoch beschließen, das Naturschutzrecht von EU-Regierungen und Europaparlament neu verhandeln zu lassen, sieht der NABU den Naturschutz in großer Gefahr. Zehntausende Schutzgebiete und das Leben von Millionen von Zugvögeln und anderen Tieren stĂŒnde auf dem Spiel.
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NABU: Rechtsetzung zum Schutz des Wolfes ist eindeutig
NABU weist Forderung des DJV nach einer Neubewertung der Wolfspopulation zurĂŒck

Der NABU weist die Forderung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) nach einer Neubewertung der Wolfspopulation zum jetzigen Zeitpunkt zurĂŒck. „Das Wolfsmonitoring ist in der Praxis bislang nicht ausreichend umgesetzt, so dass uns wichtige Erkenntnisse ĂŒber Wanderbewegungen, RevieransprĂŒche und langfristige Reproduktionserfolge nicht vorliegen, die wissenschaftlich fundierte Aussagen ĂŒber die Bestandsentwicklung möglich machen. Daher ist es in der derzeitigen Situation nicht hilfreich, laufend nach Argumenten zu suchen, den Wolf am GrĂŒnen Tisch als im Bestand gesichert zu erklĂ€ren, wĂ€hrend die drĂ€ngendsten Fragen unbeantwortet bleiben“, erklĂ€rte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Auch zu der Frage, ob einzelne Wölfe dauerhaft ein auffĂ€lliges Verhalten an den Tag legen, sei bislang zu wenig bekannt. Es entsprĂ€che nicht der Faktenlage, den Wolf als Risikofaktor fĂŒr den Menschen zu erklĂ€ren. Erst in der vergangenen Woche war in Sachsen erneut ein erschossener Wolf gefunden worden. „Die negative Haltung und Öffentlichkeitsarbeit des DJV und seiner LandesverbĂ€nde sind mit dafĂŒr verantwortlich, dass er seinen Mitgliedern impliziert, der Wolf bringe zwangslĂ€ufig nur Probleme mit sich. Insofern verursacht der DJV eine AtmosphĂ€re der Intoleranz gegenĂŒber Wölfen. Manch einer mag da den illegalen Abschuss eines Wolfes als eigene Heldentat sehen“, so Miller. Der DJV solle lieber seine Rolle als anerkannter Naturschutzverband wahrnehmen und gemeinsam fĂŒr die Akzeptanz des Wolfes werben. „In der RĂŒckkehr des Wolfes liegt auch eine Chance fĂŒr die Natur, die der DJV trotz allen Engagements vieler JĂ€ger in Sachen Wolfsschutz nicht wahrnimmt“, kritisierte Miller.

DarĂŒber hinaus mache es sich der Jagdverband zu einfach, eine Änderung des Schutzstatus in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) zu fordern: „Der Wolf ist darĂŒber hinaus auch ĂŒber die Berner Konvention und das Washingtoner Artenschutzabkommen geschĂŒtzt“, so Miller. Der DJV mĂŒsse eine Antwort darauf geben, ob er wegen des Wolfes sĂ€mtliche Rechtsetzungen im Artenschutz in Frage stellen wolle. Der NABU vermisst im jĂŒngsten Positionspapier des DJV zum Wolf ein klares Bekenntnis zu dieser Art. „Wenn es das einzige Ziel der JĂ€gerschaft ist, ĂŒber die HintertĂŒr die Bejagung des Wolfes wieder einfĂŒhren zu wollen, sollen sie dies auch offen und ehrlich formulieren“, ergĂ€nzte Miller. Dies könne dann aber nicht auf der Grundlage als anerkannter Naturschutzverband erfolgen, sondern diene lediglich den Eigeninteressen der JĂ€ger.
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ECOtrinova hakt nach
Beim FWTM-Neubau Eigentor zur Drittklassigkeit mit BHKW und Solarstrom ĂŒberkommen

Der Freiburger Verein ECOtrinova hat den Gemeinderatsbeschluss und den "Baustandard" des FWTM-Neubaus in einer Klimaschutzhauptstadt nicht fĂŒr möglich gehalten. Der Vorsitzende Dr. Georg Löser wandte sich nun an den Gemeinderat, OberbĂŒrgermeister Dr. Dieter Salomon und FWTM-Chef Dr. Bernd Dallmann mit Kritik, auswĂ€rtigen Vorbildern und einem Vorschlag zur Nachbesserung.

Der FWTM-Neubau sei ohne Plus-Energie- oder Passivhausstandard ein Eigentor zur Drittklassigkeit, so Löser. In Karlsruhe werde gerade das GebĂ€ude "Kreativpark" fertig: „Das gesamte GebĂ€ude wird im Passivhausstandard ausgefĂŒhrt und garantiert so gĂŒnstige Nebenkosten“, schreibt der dortige Projektentwickler. Der Kreistag Waldshut habe schon 2000 einstimmig beschlossen, die Justus-Liebig-Schule als erste deutsche Passivhausschule zu errichten. Der Architektenwettbewerb enthielt die weise Aufgabe: „Die Betriebskosten sollen möglichst gering gehalten werden.“ Die Planer kamen sĂ€mtlich aus der Region Freiburg. In Freiburg wurde statt dessen in erster Linie mit höheren Investitionen argumentiert, eine veraltete Denkweise. Die Investitionsmehrkosten in Waldshut lagen bei nur rund 7%. Der Schritt vom Passivhaus- zum Plusenergiestandard bedeutet z.B. eine Solarstromanlage. Die wĂ€re wirtschaftlich und in Freiburg beim großen RĂŒckstand bei erneuerbaren Energien sowieso nötig.

ECOtrinova legt nun nahe, fĂŒr die Messe und den FWTM-Neubau ein Blockheizkraftwerk (BHKW) zu installieren. Das wĂŒrde Strom aus Kohlekraft verdrĂ€ngen, eine Scheibe zum Atomkraftausstieg beitragen und sei perspektivisch mit erneuerbaren Energien betreibbar. Seit ĂŒber 10 Jahren sei das Freiburger „Sonnenschiff“ Vorreiter und habe viel Nachfolge gefunden, erinnerte Löser. Es werde ĂŒber den Passivhausstandard hinaus mit FernwĂ€rme des Vauban-BHKW versorgt und nutze Photovoltaik. Die EU-GebĂ€uderichtlinie verlange ab 2019 fĂŒr Neubauten der öffentlichen Hand nahezu Null-Energie-HĂ€user, fĂŒr andere ab 2021. Das heißt, der FWTM-Neubau wĂ€re alsbald veraltet.
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Abfallbilanz 2014 vorgestellt
Umweltminister Franz Untersteller: „Abfallaufkommen und GebĂŒhren bleiben in Baden-WĂŒrttemberg auch weiterhin auf einem niedrigen Niveau.“

Umweltminister Franz Untersteller hat heute (03.08.) in Stuttgart die Abfallbilanz Baden-WĂŒrttemberg fĂŒr das Jahr 2014 vorgestellt.

Über die öffentlich-rechtlichen EntsorgungstrĂ€ger in den Stadt- und Landkreisen wurden letztes Jahr 11,97 Millionen Tonnen kommunaler Abfall aus den Haushalten, der Bauwirtschaft und haushaltsĂ€hnliche AbfĂ€lle aus der Industrie entsorgt. Das waren rund 116.000 Tonnen oder knapp ein Prozent mehr als im Jahr 2013 mit 11,85 Millionen Tonnen. Den mit 54 Prozent grĂ¶ĂŸten Anteil am kommunalen Abfallaufkommen nehmen dabei die BaumassenabfĂ€lle ein, bestehend aus Bodenaushub (5,45 Millionen Tonnen), Bauschutt (840.000 Tonnen) und Straßenaufbruch (220.000 Tonnen).

Wegen der Bevölkerungszunahme im Land um knapp 75.000 Einwohner ist das Gesamtaufkommen an hĂ€uslichen AbfĂ€llen, also die Summe aus Haus- und SperrmĂŒll einschließlich GeschĂ€ftsmĂŒll aus öffentlicher Sammlung, getrennt erfassten Wertstoffen aus Haushalten sowie AbfĂ€llen aus der Biotonne, gegenĂŒber dem Vorjahr um 0,3 Prozent auf nunmehr 3,80 Millionen Tonnen leicht angestiegen. „Das Pro-Kopf-Aufkommen hat jedoch um ein Kilogramm je Einwohner und Jahr auf nun 356 Kilogramm weiter abgenommen“, erklĂ€rte Umweltminister Untersteller. „Das durchschnittliche Haus- und SperrmĂŒllaufkommen ist dabei sogar im sechsten Jahr nacheinander auf einen Rekordwert von jetzt nur noch 143 Kilogramm pro Einwohner und Jahr gesunken.“

Im Hinblick auf die großen Differenzen in den einzelnen Stadt- und Landkreisen betonte Umweltminister Untersteller die regional sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen, die einen direkten Vergleich nur schwer ermöglichten. So fallen in der Regel in lĂ€ndlichen Gebieten weniger RestabfĂ€lle an als in der Stadt. Und je nachdem, wie in den einzelnen Kreisen die gewerblichen AbfĂ€lle entsorgt werden, enthĂ€lt die Statistik im Bereich Haus- und SperrmĂŒllaufkommen auch unterschiedliche Mengen an GeschĂ€ftsmĂŒll. „Erfreulicherweise ist festzuhalten, dass ĂŒber die HĂ€lfte der 44 Stadt- und Landkreise ihr Pro-Kopf-Aufkommen reduzieren konnten“, sagte Franz Untersteller. Den grĂ¶ĂŸten RĂŒckgang erreichte die Stadt Pforzheim mit einem Minus von 10 Kilogramm pro Einwohner und Jahr (kg/Ea), die grĂ¶ĂŸte Zunahme war im Rems-Murr-Kreis mit rund 6 kg/Ea zu verzeichnen.

Mit 69 kg/Ea Haus- und SperrmĂŒll (einschließlich GeschĂ€ftsmĂŒll) konnte der Landkreis Freudenstadt seine Spitzenstellung unter den lĂ€ndlichen Kreisen behaupten. 221 kg/Ea wurden demgegenĂŒber im Hohenlohekreis erzeugt.

Mit ebenfalls 69 kg/Ea fĂŒhrt der Kreis Calw die Kategorie „StĂ€dtische Kreise“ an. Am anderen Ende der Tabelle findet sich hier der Kreis Göppingen wieder mit 208 kg/Ea.
In den kreisfreien GroßstĂ€dten wurde mit 111 kg/Ea in Freiburg das geringste Aufkommen an Haus- und SperrmĂŒll erzeugt. Mit 250 kg/Ea entstand das landesweit höchste Pro-Kopf-Aufkommen in Mannheim. Dies bedeutet gegenĂŒber dem Jahr 2013 allerdings eine spĂŒrbare Verringerung um 8 kg/Ea.

Im Jahr 2015 (alle anderen Daten beziehen sich auf das Jahr 2014) betrĂ€gt die durchschnittliche JahresabfallgebĂŒhr fĂŒr einen Vier-Personen-Haushalt
150,07 Euro. „Damit bleiben die GebĂŒhren auf niedrigem Niveau und sind auch im bundesweiten Vergleich weiterhin sehr gĂŒnstig“, betonte der Umweltminister. Besonders bemerkenswert sei dies vor allem in Anbetracht der tariflichen Lohnerhöhungen von insgesamt 5,4 Prozent in den Jahren 2014 und 2015 fĂŒr die BeschĂ€ftigten in den kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieben, der zum Teil gesunkenen Erlöse fĂŒr Wertstoffe wie Altpapier oder des erweiterten Leistungsangebotes fĂŒr die Haushalte. Hierzu gehörten zum Beispiel die hĂ€ufigere Abfuhr der Biotonne, die Reinigung von Abfalltonnen oder der Aus- und Neubau sowie verlĂ€ngerte Öffnungszeiten von Wertstoffhöfen. „Mehr Leistung bei bundesweit vorbildlich niedrigen GebĂŒhren belegt einmal mehr die Spitzenstellung der baden-wĂŒrttembergischen Abfallwirtschaft“, sagte Franz Untersteller.

Der Minister fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft betonte, dass die im Land anfallenden AbfĂ€lle viele Wertstoffe enthalten, die zurĂŒckgewonnen werden mĂŒssen: „Ob im BiomĂŒll, in ausgedienten ElektrogerĂ€ten, im Bauschutt oder im KlĂ€rschlamm. Überall stecken wertvolle Materialien und Stoffe, auf die unser rohstoffarmes Land angewiesen ist. Wir werden daher auch weiterhin viel Arbeit in unser Ziel einer echten Kreislaufwirtschaft investieren. Damit erhalten wir die WettbewerbsfĂ€higkeit der baden-wĂŒrttembergischen Wirtschaft und eröffnen zugleich neue Möglichkeiten fĂŒr wirtschaftliches Wachstum.“
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Karlsruhe: Picknick in Karlsruher GrĂŒnanlagen erlaubt
Grillen nur an vier Stellen / Hinterher aufrÀumen selbstverstÀndlich

In Karlsruher GrĂŒnanlagen picknicken ist grundsĂ€tzlich erlaubt. Voraussetzung ist jedoch, dass die AbfĂ€lle sorgfĂ€ltig aufgerĂ€umt und entsorgt werden. So sollten etwa Essensreste in Zeitungspapier eingewickelt und in die heimische Biotonne gegeben werden. Darauf macht das stĂ€dtische Amt fĂŒr Abfallwirtschaft (AfA) aufmerksam.

FĂŒr Grillfreunde gelten andere Regeln, denn der Umgang mit offenem Feuer und die Entsorgung der glĂŒhenden Asche stellen besondere Anforderungen an den Grillplatz. Deshalb ist Grillen nur an vier Stellen im Stadtgebiet erlaubt. Es sind dies der Grillplatz Hardtwald (Friedrichstaler Allee 1), der Grillplatz Rennwiesen (Ettlinger Allee 3), der Grillplatz Oberwaldsee (Holderweg 54) sowie der Grillplatz Tiefentalstraße zwischen der Straßenbahnendstation Wolfartsweier und Hohenwettersbach.

Auch hier ist es selbstverstĂ€ndlich, Hinterlassenschaften nach dem Grillen zu entsorgen und den Grillplatz zu sĂ€ubern. GlĂŒhende Holzkohle oder Asche sollte vollstĂ€ndig gelöscht sein. Nach dem Erkalten können die Reste in die bereitgestellten AbfallgefĂ€ĂŸe geschĂŒttet werden.

Das AfA empfiehlt zudem, vorbereitetes Essen in Frischhaltedosen und GetrĂ€nke in Mehrwegflaschen mitzubringen. Leichtes Mehrweggeschirr und -besteck könne immer wieder genutzt werden und vermeide unnötigen Abfall. Von der Verwendung von Einweggrills rĂ€t das AfA ab. Sie verursachen viel MĂŒll und beschĂ€digen durch den direkten Bodenkontakt die GrĂŒnflĂ€chen.
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Fahrradhelme: Nur 3 von 18 Helmen schaffen das QualitĂ€tsurteil „Gut“
Melon Urban Active / Foto: Stiftung Warentest
 
Fahrradhelme: Nur 3 von 18 Helmen schaffen das QualitĂ€tsurteil „Gut“
Nur 3 von 18 Fahrradhelmen im Test schneiden mit dem QualitĂ€tsurteil „Gut“ ab. Viele Modelle schĂŒtzen den Kopf vor allem beim Aufprall auf die Stirn und SchlĂ€fenpartie zu wenig. Jedoch gilt: Jeder Helm im Test mindert das Verletzungsrisiko deutlich gegenĂŒber dem Fahren ohne Helm. Die Ergebnisse sind in der August-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht.

Bei dem Fahrradhelm-Test der Stiftung-Warentest werden neue Forschungsergebnisse berĂŒcksichtigt. Die bisher in der Branche ĂŒblichen NormprĂŒfungen bezogen wichtige Unfallrisiken zu wenig ein, etwa wie lange ein Stoß auf den Kopf einwirkt. Die Risiken heftiger Drehbewegungen wurden bislang gar nicht untersucht. Die Tester erweiterten ihre PrĂŒfung des Unfallschutzes daher um diese Aspekte. Dabei setzten sie einen speziellen PrĂŒfkopf ein, der fĂŒr Crashtests von Autos entwickelt wurde.

Keiner der getesteten Helme bestand die neue „erweiterte StoßprĂŒfung“ mit „Gut“. Die besten Exemplare im Test meisterten sie immerhin „befriedigend“. Die Experten der Stiftung Warentest sind davon ĂŒberzeugt, dass die untersuchten Modelle noch nicht das Ende des Machbaren sind.

Neben dem Unfallschutz wurden vor allem die Handhabung und der Komfort untersucht. Wichtige Aspekte sind hier unter anderem, wie gut der Helm der individuellen Kopfform angepasst werden kann, und wie gut er den Schopf belĂŒftet. Drei der getesteten Modelle schnitten in diesem Teilbereich mit „Sehr gut“ ab. Ein weiterer erfreulicher Punkt: Keiner der Helme fiel negativ bei der SchadstoffprĂŒfung auf.

Der ausfĂŒhrliche Test Fahrradhelme erscheint in der August-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 31.07.2015 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/fahrradhelme abrufbar.
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