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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU-Storchenbilanz: Im Westen gut, im Osten trĂŒb
SpĂ€te RĂŒckkehr und Trockenheit sorgen fĂŒr wenig Nachwuchs im storchenreichsten Bundesland

In diesen Tagen macht sich der diesjĂ€hrige Storchennachwuchs auf seine erste lange Reise in die sĂŒdlichen Winterquartiere. Die Elterntiere gönnen sich noch ein paar Tage Ruhe, bevor auch sie folgen. Die StorchenschĂŒtzer des NABU ziehen eine erste Bilanz: „Wie schon in den Vorjahren entwickeln sich die StorchenbestĂ€nde im Osten und Westen der Bundesrepublik sehr unterschiedlich“, so Christoph Kaatz von der NABU-Bundesarbeitsgruppe Weißstorchenschutz. WĂ€hrend man in den westlichen BundeslĂ€ndern Zunahmen verzeichnete, gĂ€be es in den Hauptverbreitungsgebieten des Weißstorches östlich der Elbe leichte BestandsrĂŒckgĂ€nge.

Dabei begann die Brutsaison bundesweit vielversprechend: Wie gewohnt kamen die Tiere, die in Spanien ĂŒberwinterten, schon sehr zeitig in ihre Brutgebiete zurĂŒck. Auch die ersten Ostzieher waren bereits Anfang April wieder in ihren ostdeutschen Brutgebieten angekommen. Danach jedoch wurden die noch ziehenden Weißstörche durch ungĂŒnstige Witterung auf ihrer Reise behindert. So kamen letztendlich doch viele erst spĂ€t in ihre Nester zurĂŒck. „Zu spĂ€t, um noch mit einer erfolgreichen Brut zu starten“, so Kaatz.

„In Brandenburg zog ein Storchenpaar im Schnitt weniger als zwei Jungtiere groß“, meldete Landesbetreuer Bernd Ludwig. Dies reiche in Deutschlands storchenreichstem Bundesland in diesem Jahr nicht zum Bestandserhalt aus. Hinzu komme, dass durch die enorme Ausweitung des großflĂ€chigen Mais-, Raps- und Sonnenblumenanbaus in Brandenburg der Lebensraum der Weißstörche ohnehin immer kleiner wird. In Westdeutschland hingegen war die Witterung fĂŒr die Störche gut und ein sogenanntes „MĂ€usejahr“ sorgte fĂŒr viel Futter, so dass hier ĂŒberdurchschnittlich viele Jungstörche in den Nestern groß wurden.

Im vergangenen Jahr brĂŒteten allein in Brandenburg 1.400 Paare, in Deutschland insgesamt ĂŒber 6.100 Weißstorchpaare. „So viele werden es in diesem Jahr allerdings nicht“, sagte Kaatz. Die endgĂŒltigen Zahlen liegen zum Jahresende vor.

Auch die ersten besenderten NABU-Störche haben ihre Reise in den SĂŒden angetreten: Mit Hilfe der Satelliten-Telemetrie kann der Storchenzug von Adele, Gustav, Michael, Ronja und Junior in einer interaktiven Karte verfolgt werden. Außerdem analysiert und kommentiert NABU-Storchenexperte Kai-Michael Thomsen die Daten im neuen NABU-Blog „Störche auf Reisen“.
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NABU: Projekt Fehmarnbeltquerung endgĂŒltig beenden
Steuerzahler entlasten und ökologisches Desaster fĂŒr Ostsee vermeiden

Der NABU hat seine Kritik am Projekt der Festen Fehmarnbeltquerung (FFBQ) am heutigen Freitag erneuert. Hintergrund sind aktuelle Berichte, dass DĂ€nemark wegen Verzögerungen auf deutscher Seite mit einem endgĂŒltigen Ja zum Fehmarnbelttunnel zögert.

Dazu erklĂ€rt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Der Zeitpunkt ist gekommen, das Projekt ohne große SchĂ€den fĂŒr den Steuerzahler endgĂŒltig zu beenden und damit ein ökologisches Desaster fĂŒr die gesamte Ostsee zu vermeiden. Angesichts der ungeklĂ€rten Fragen der EU-Fördermittel, ausufernder Kosten und völliger Unklarheit, wie die deutsche Hinterlandanbindung realisiert werden soll, wĂ€re es kaum verwunderlich, dass zuletzt auch der RĂŒckhalt fĂŒr die FFBQ auch in DĂ€nemark schwindet.“
 
 

Todesfalle Stromleitung
Getöteter Stroch an einem Strommast / Foto: U. Seidel
 
Todesfalle Stromleitung
Ungesicherte Masten gefÀhrden Jungstörche

Zahlreiche Netzbetreiber ignorieren gesetzliche Vorgabe

Der NABU befĂŒrchtet in diesem Jahr viele tote Jungvögel durch ungesicherte Stromleitungen. Allein in den vergangenen vier Wochen wurden sechs tote Weißstörche gemeldet, die an Verbrennungen von StromschlĂ€gen starben. „Jeder einzelne Tod dieser seltenen Vögel hĂ€tte verhindert werden können, wenn die Energieversorger ihrer Verpflichtung nachgekommen wĂ€ren, die Masten vogelsicher zu machen. Bereits Ende 2012 ist die zehnjĂ€hrige gesetzliche Übergangszeit zur NachrĂŒstung abgelaufen. Doch weil an vielen Orten die Kontrollen fehlen, ignorieren zahlreiche Energieversorger die Auflagen oder setzen immer noch wirkungslose Schutzvorrichtungen ein“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Wie viele Vögel jedes Jahr in Deutschland durch StromschlĂ€ge an ungesicherten Mittelspannungsleitungen und Oberleitungen der Bahn sterben, ist unbekannt. Bundesweit gibt es kein einheitliches System zur Erfassung. In den meisten FĂ€llen handelt es sich um Zufallsfunde durch ehrenamtliche NaturschĂŒtzer, wenn sie in ihrem Umfeld Stromleitungen kontrollieren. Allein fĂŒr Brandenburg weist die Staatliche Vogelschutzwarte 353 Weißstörche nach, die in den vergangenen 20 Jahren an Verbrennungen von StromschlĂ€gen starben.

„Sehr viele Stromschlagopfer werden gar nicht gefunden. Deswegen mĂŒssen wir leider von einer sehr hohen Dunkelziffer ausgehen und schĂ€tzen, dass tausende Großvögel in den vergangenen drei Jahren auf diese Weise getötet wurden. Dabei sollte die Zahl eigentlich lĂ€ngst bei null liegen. Um dieses Ziel möglichst schnell zu erreichen, mĂŒssen die Naturschutzbehörden der BundeslĂ€nder die Masten in ihren Regionen endlich systematischer auf fehlende NachrĂŒstung hin kontrollieren“, so der NABU-PrĂ€sident. SpĂ€testens zum 1. Januar 2013 hĂ€tten alle Energieversorger ihre nicht und bisher unzulĂ€nglich gesicherten Masten entschĂ€rfen mĂŒssen. Zu den verpflichtenden Neuerungen gehören statt den wirkungslosen BĂŒschelabweisern Abdeckungen ĂŒber den Isolatoren und Ummantelungen der abgehenden Leitungen.

Über 50 Prozent aller gemeldeten Opfer sind Weißstörche, da sie auf den Masten schlafen oder gar brĂŒten. Auch fĂŒr Greifvögel und Eulen (33 Prozent) werden ungesicherte Masten zur tödlichen Gefahr, wenn sie einen als Sitzwarte auswĂ€hlen, darunter seltene Arten wie Rotmilane, Uhus oder sogar Steinadler.

Doch nicht nur an ungesicherten Mittelspannungsmasten lauern Gefahren fĂŒr Vögel. Auch an Hochspannungsleitungen sterben zahlreiche Tiere. Vor allem wenn die Leitungen durch Vogelrastgebiete fĂŒhren oder entlang von wichtigen Vogelzugkorridoren liegen. Mehrere Einzelstudien wiesen nach, dass dort pro Leitungskilometer mehrere hundert Vögel im Jahr durch Kollisionen ums Leben kommen können. Besonders betroffen sind Störche, Kraniche, Wasservögel, WiesenbrĂŒter und SchwĂ€rme von Kleinvögeln. Sie können die Entfernung zu den Leitungen nicht richtig einschĂ€tzen oder erkennen sie zu spĂ€t, sind zu schnell oder unwendig, um auszuweichen.

Daher mĂŒssen bei den vielen derzeit neu geplanten Trassen vogelreiche Gebiete möglichst umgangen werden. ZusĂ€tzlich können spezielle Markierungen am besonders schlecht zu sehenden Blitzschutzkabel ĂŒber den Leitern die Kollisionsgefahr um bis zu 90 Prozent verringern. Doch diese speziellen Markierungen werden von den Behörden noch zu selten eingefordert. „Netzbetreiber sind bei Neubauprojekten verpflichtet, die verursachten UmweltbeeintrĂ€chtigungen zu kompensieren. Also sollten auch Bestandsleitungen in Gebieten mit hohem Vogelaufkommen nachgerĂŒstet werden“, sagt Eric Neuling, NABU-Stromnetzexperte.

Der NABU fordert beim Ausbau der Stromnetze stĂ€rker auf Erdkabel zu setzen. Sie entlasten nicht nur die Anwohner, sondern verringern negative Auswirkungen auf die Vogelwelt. „Doch da auch Erdkabel Umweltprobleme mit sich bringen, beispielsweise durch die Verlegung in WĂ€ldern, wĂ€re die beste Lösung weniger Strom zu verbrauchen. Durch Stromsparen und eine höhere Energieeffizienz könnten auf zahlreiche Kilometer Leitungen verzichtet werden“, so Neuling.
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NABU und SEA LIFE Trust gegen die MĂŒllhalde Meer
MöwenkĂŒken neben einer Plastikflasche auf Trischen / Foto: NABU/J. Baer
 
NABU und SEA LIFE Trust gegen die MĂŒllhalde Meer
Ausstellungen in allen deutschen SEA LIFE Aquarien eröffnet

Mehr als zehn Millionen Tonnen PlastikmĂŒll landen jedes Jahr in unseren Meeren – mit verheerenden Folgen fĂŒr unsere Umwelt. Mit einer gemeinsamen Informationskampagne wollen NABU und SEA LIFE Trust auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam machen. Dazu ist ab dem 18. August in allen acht deutschen SEA LIFE Aquarien drei Monate lang ein Ausstellungsmodul ĂŒber die Folgen des Plastiks fĂŒr unsere Meere zu sehen.

Insbesondere zur Urlaubszeit sticht an StrĂ€nden der MĂŒll ins Auge: Flaschen, Zigarettenstummel und Verpackungen gehören zu den unliebsamen Begleitern der Erholung. Dabei ist der MĂŒll, der an unseren StrĂ€nden wieder angespĂŒlt wird, nur ein Bruchteil jenes MĂŒlls, der im Meer treibt. Nur etwa 15 Prozent erreichen wieder die KĂŒste, die restlichen 70 Prozent sinken zum Meeresgrund und weitere 15 Prozent treiben an der MeeresoberflĂ€che.

Im Rahmen ihrer gemeinsamen Informationskampagne geben der NABU und SEA LIFE Trust Antworten auf die hĂ€ufigsten Fragen zum MĂŒll im Meer und zeigen Möglichkeiten, wie jeder Einzelne fĂŒr den Schutz der Ozeane aktiv werden kann. DarĂŒber hinaus gibt es eine begleitende Vortragsreihe sowie ein Mitmachspiel mit Gewinnen.

„Der Fokus unserer gemeinsamen Aktion liegt auf den typischen FundstĂŒcken PlastiktĂŒten, Zigarettenkippen aber auch Mikroplastik. Beispielsweise ist nur Wenigen bekannt, dass auch die Filter von Zigaretten aus Kunststoff bestehen. PlastiktĂŒten brauchen bis zu 20 Jahre, bis sie im Meer zerfallen. In zahlreichen Kosmetikprodukten finden sich kleinste Plastikpartikel – das sind nur einige der Fakten, die wir vermitteln wollen“, erlĂ€utert Kim Detloff, NABU-Meeresschutzexperte.

Ganz verschwinden wird das Plastik aus unserer Umwelt wohl nie. Es zerfĂ€llt nur in immer kleinere BruchstĂŒcke und treibt dann als Mikroplastik in unseren Meeren. „NABU und SEA LIFE Trust haben sich zum Ziel gesetzt, die Plastikverschmutzung einzudĂ€mmen und das öffentliche Bewusstsein zu stĂ€rken, PlastikeintrĂ€ge in unsere Meere zu vermeiden“, erklĂ€rt Andy Bool, Leiter des SEA LIFE Trust.

Die Ausstellung ist bis Ende Oktober in folgenden SEA LIFE Aquarien zu sehen: Berlin, Hannover, Königswinter, Konstanz, Oberhausen, MĂŒnchen, Speyer, Timmendorfer Strand.
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Das SilberbrĂŒnnele am Schlossberg ist renoviert
Das SilberbrĂŒnnele am Burghaldering auf dem Schlossberg
erstrahlt in neuem Glanz. Nach umfangreicher Sanierung haben
BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik und Marcel Thimm, Vorsitzender
des Kuratoriums Schlossberg, den Brunnen heute im Beisein der
Presse eingeweiht

Baugeschichte und Namensgebung des Brunnens im Stadtwald
sind leider nicht hinreichend geklÀrt. Einzelne Hinweise gibt es
lediglich in Unterlagen zum Verschönerungsverein aus Zeiten des
ehemaligen OberbĂŒrgermeisters Otto Winterer.

Einfacher lÀsst sich der Verlauf der jetzigen Sanierung des
SilberbrĂŒnneles nachvollziehen: Diese hatte das
Stadtplanungsamt bereits 2002 im Schlossbergrahmenplan
angeregt. Neben der Rekonstruktion war auch die Instandhaltung
der zugehörigen StĂŒtzmauer geplant. Auf Grund fehlender
Haushaltsmittel kam die Sanierung aber nicht zustande. Im
vergangenen Jahr nahm das Kuratorium Schlossberg das Thema
wieder auf und setzte sich dafĂŒr ein, dass das Forstamt den
Brunnen mit Hilfe der BĂŒrgerschaft und des Kuratoriums saniert.

Gesagt, getan: FachkrÀfte von stÀdtischem Forstamt und
Mundenhof, die in der Restaurierung historischer
ErholungsstÀtten erfahren sind, setzten die Idee in die Tat um.
Ausbildungsleiter Carsten Kluge machte die Sanierung zum
Lehrprojekt fĂŒr die Auszubildenden des Mundenhofes: Er entwarf
einen neuen Brunnen und baute ihn anschließend mit den Azubis
fĂŒr Garten- und Landschaftbau nach. Dabei wurden die Fassung
der Quelle, die Wasserleitung und der Zugangsweg neu gestaltet.
Die verwendeten Steine stammen aus Abrissarbeiten, zum
Beispiel an der ehemaligen Landwirtschaftsschule oder der
Mauer am Hauptfriedhof.

Das Kuratorium Schlossberg und einzelne BĂŒrgerinnen und
BĂŒrger haben das Projekt mit Spenden unterstĂŒtzt. Insgesamt
kamen dabei 10.000 Euro zusammen. BĂŒrgermeisterin Stuchlik
lobt den Einsatz: „Durch die Spenden ist die HĂ€lfte der gesamten
Arbeits- und Materialkosten von 20.000 Euro an die Stadt
zurĂŒckgeflossen. Das ist ein großartiges Beispiel fĂŒr das
bĂŒrgerschaftliche Engagement in unserer Stadt“.
Kuratoriumsvorsitzender Marcel Thimm dankt dem Forstamt fĂŒr
die gelungene Neugestaltung und die gute Zusammenarbeit.

Über den erfolgreichen Abschluss der Arbeiten freuen sich aber
vor allem die Besucherinnen und Besucher des Schlossbergs,
denen der Brunnen an heißen Sommertagen ein beschauliches
und schattiges PlÀtzchen bietet.
 
 

 
Geschichte zum Anfassen
Am 30. August entzĂŒndet das Forstamt einen Kohlenmeiler im SĂ€gendobel

Verkauf der Stadtwaldkohle ab 1. Oktober

Traditionelles SchwarzwÀlder Waldgewerbe zum Anfassen:
Das bietet der Kohlemeiler im SĂ€gendobel am Schauinsland,
den das Forstamt am Sonntag, 30. August, um 14 Uhr
entzĂŒndet. BĂŒrgerschaft und Presse sind herzlich eingeladen,
bei dem Spektakel dabei zu sein. Der SĂ€gendobel liegt hinter
GĂŒnterstal beim Horbener Ortsteil Bohrer. Eine
Parkmöglichkeit besteht auf dem Parkplatz rechts vor der
Abzweigung der Schauinlandstraße nach Horben. Der Zugang
ist ab dort beschildert.

Spannend wird es bereits vor 14 Uhr, wenn der rund 2 Meter
hohe Meiler fertig aufgebaut wird. Nach der EntzĂŒndung gibt
„Köhler“ und Schauinslandförster Philipp Schell eine
fachkundige EinfĂŒhrung. Dabei erklĂ€rt er die einzelnen
Arbeitsschritte der Köhlerei vom Holzscheit bis zur fertigen
Holzkohle. Der Meiler schwelt und raucht bis Montag, 14.
September, anschließend beginnt der Kohleabbau.

Mit der Aktion erweckt das Forstamt die Holzkohleherstellung,
wie sie im Mittelalter hĂ€ufig am Schauinsland ausgeĂŒbt wurde,
zum Leben. Interessierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger erhalten
einen seltenen Einblick in das traditionsreiche Handwerk. Eine
klasse Idee, findet auch BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik:
„Holzkohle ist ein Co₂-neutraler, nachwachsender
EnergietrÀger, der als besonders energiereicher und
volumenarmer Brennstoff geschÀtzt wird. Damit ist der
Kohlemeiler auch heute noch ein gelungenes Beispiel fĂŒr
klimafreundliche Energieerzeugung.“

Nach dem AnzĂŒnden schwelt der Meiler zwei Wochen lang. In
dieser Zeit bietet das Forstamt tÀglich um 14 Uhr eine
FĂŒhrung an. GruppenfĂŒhrungen sind nach Terminabsprache
mit dem Sekretariat des Forstamtes möglich: Tel. 0761 / 201-
6201. Wichtig: Aus SicherheitsgrĂŒnden bittet das Forstamt die
Besucherinnen und Besucher dringend, den Kohlplatz jenseits
des GelÀnders und der Absperrungen nicht zu betreten. Wird
der Erdmantel beschÀdigt, besteht die Gefahr, dass der Meiler
unkontrolliert abbrennt.


Das Forstamt weist die Anwohner darauf hin, dass zwischen
dem 30. August und dem 14. September aus dem SĂ€gendobel
teils starker Rauch aufsteigt. Je nach Windrichtung kann es in
Horben, insbesondere im Ortsteil Bohrer, zu
GeruchsbelÀstigungen kommen. Es besteht kein Grund zur
Sorge.

Mitte September wird der Meiler dann geöffnet. Da die frische
Kohle noch heiß sein kann, beginnt das Forstamt aber erst
nach deren Absacken mit dem Verkauf. Ab Donnerstag, 1.
Oktober, ist es soweit: Die „Holzkohle aus dem FSCzertifizierten
Freiburger Stadtwald“ ist in 5-Kilo-SĂ€cken zu 7
Euro beim Forstamt in der GĂŒnterstalstraße 71 erhĂ€ltlich. Die
Einnahmen aus dem Holzkohleverkauf tragen maßgeblich zur
Finanzierung der Aktion bei, die zuletzt 2012 stattfand.

Der Kohlenmeiler wird schwarzwaldtypisch als stehender
Rundmeiler aufgebaut. DafĂŒr werden rund 40 Raummeter
(„Ster“) Brennholz von Buche, Esche und Ahorn verwendet. In
der inneren Schicht wird das ein Meter lange Kohlholz
senkrecht um einen zentralen Feuerschacht („Quandel“)
gestellt. DarĂŒber kommt die zweite Schicht in Form einer
Halbkugel. Das Ganze wird mit Fichtenreisig („Rauhdach“)
und anschließend mit Erde („Losche“) abgedeckt. Auf diese
Weise kann das Feuer kontrolliert schwelen. Nach dem
EntzĂŒnden beginnt im Feuerschacht der Verkohlungsprozess,
gesteuert durch manuell regulierte Luftzufuhr. Die Dauer des
Schwelbrands hÀngt von der verwendeten Holzmenge ab.

Beim Kohlemeiler im SĂ€gendobel dauert er je nach Witterung
10 bis 18 Tage. In dieser Zeit ist der Köhler stÀndig vor Ort,
um den Abbrand zu beobachten und zu regulieren. Dann ist
der Meiler „gar“. Übrig bleibt energiereiche Holzkohle, die
gegenĂŒber Holz etwa 50 Prozent weniger Volumen und 75
Prozent weniger Gewicht hat. Deshalb war der Kohlemeiler im
Mittelalter die einzige Möglichkeit, Holz aus entlegenen
Waldgebieten abzutransportieren und zu nutzen.


Auf dem Schauinsland wurde Holzkohle frĂŒher in großen
Mengen benötigt, um Metalle aus den im Bergbau
gewonnenen Erzen auszuschmelzen. Bis zur Nutzung fossiler
Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas) war sie neben Holz der
wichtigste EnergietrÀger. Damals wie heute ist Holzkohle ein
unbelastetes, klimafreundliches Naturprodukt. Grillfans
schÀtzen die typische, feine Note, die Holzkohle den Speisen
verleiht: Der Geschmacksunterschied zum Gasgrill ist klein,
aber durchaus wahrnehmbar. Die gute QualitÀt der Holzkohle
erkennt man ĂŒbrigens daran, dass sie „klingt“ wenn man zwei
StĂŒcke aneinander schlĂ€gt.

Weitere Infos zum Freiburger Stadtwald und zum Forstamt der
Stadt Freiburg gibt es unter www.freiburg.de/forstamt.

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GefĂŒhrte Wanderung auf dem Bergbaulehrpfad „Birchiburg“
Foto: KUR UND BÄDER GMBH BAD KROZINGEN
 
GefĂŒhrte Wanderung auf dem Bergbaulehrpfad „Birchiburg“
Am Donnerstag, den 20. August 2015 um 16.00 Uhr findet eine
gefĂŒhrte Wanderung auf dem Bergbaulehrpfad „Birchiburg“ bei St. Ulrich mit der
ArchĂ€ologin Dr. Christel BĂŒcker statt.

Wer heute durch den romantischen SĂŒdschwarzwald zwischen Freiburg und Lörrach wandert,
ahnt kaum, dass sich hier in der Römerzeit und vor allem im Mittelalter ein ausgedehntes
Bergbaurevier auf Kupfer und Silber befunden hat – quasi das Ruhrgebiet des Mittelalters. Doch
noch heute sind vielfÀltige Spuren wie SchÀchte, Pingen, KöhlerplÀtze und Burgen im dicht
bewaldeten Schwarzwald zu erkennen. Viele Relikte des Bergbaureviers wurden aber erst durch
die Forschungen und Ausgrabungen der UniversitÀt Freiburg seit 1987 wieder entdeckt und -
auch wie am Birkenberg bei St. Ulrich – begehbar und erlebbar gemacht.

Auf dem 1,6 km langen Lehrpfad im Bergbaurevier am Birkenberg wird dem Besucher auf ĂŒber
20 Schautafeln ein Eindruck von der Lebens- und Schaffenswelt der mittelalterlichen Bergleute
vermittelt. Der Fußpfad windet sich durch einen lichten Hochwald, vorbei an eindrucksvollen
Bergbauspuren, die die Jahrhunderte ĂŒberdauert haben. Der Rundgang fĂŒhrt zunĂ€chst durch
einen tiefen, schluchtartigen Verhau mit einer großen Radstube zur EntwĂ€sserung der Stollen
und SchÀchte. Dann geht es den Birkenberg hinauf, vorbei an zahlreichen verfallenen oder
offenen Stollen und SchÀchten sowie an Schmiede- und KöhlerplÀtzen. Im höher gelegenen
Abschnitt quert der Pfad das Zentrum einer ehemaligen Bergleutesiedlung mit noch erkennbaren
Arbeits- und Wohnterrassen. Schließlich erreicht der Weg beim Wiederabstieg ins Tal die Ruine
der Birchiburg, die man von einer Aussichtsplattform gut ĂŒberblicken kann.

Durch ErklĂ€rungen der ArchĂ€ologin Dr. Christel BĂŒcker wird bei der gefĂŒhrten Wanderung fast
Unsichtbares sichtbar und begreifbar und ein Bergwerk aus dem Mittelalter wird zum Leben
erweckt. Stollen und SchÀchte des Silber- und Kupferbergbaus, die Ausgrabungen der Birchiburg
und die ehemaligen Bergleutesiedlungen werden auf einer gefĂŒhrten Wanderung besichtigt.

Auf schmalen Pfaden, geht es auf einem ca. 1,6 km langen Rundweg ĂŒber den Birkenberg. Die
Wanderung wird auch am 24. September angeboten. Dauer ca. 2 Stunden, festes Schuhwerk
erforderlich. Nach der Wanderung wird an der Snewlin-HĂŒtte gegrillt und alkoholfreie GetrĂ€nke
dazu gereicht.

Die Teilnahme an der gefĂŒhrten Wanderung kostet 21,90 €, mit der GĂ€stekarte oder der Bad
Krozinger Kundenkarte 19,90 €, inkl. Grillgut und ein alkoholfreies GetrĂ€nk.

Treffpunkt ist am Parkplatz des Birkenberg Lehrpfades. Es besteht auch eine
Transfermöglichkeit ab der Tourist-Info Bad Krozingen im Kurgebiet, hin und zurĂŒck fĂŒr 5,00 €
pro Person.

Eine Anmeldung fĂŒr die Wanderung ist erforderlich bei der Tourist-Information Bad
Krozingen, Tel. 07633 4008-164.
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Elz, Paddeln, Europapark
Einspruch gegen die AllgemeinverfĂŒgung der Gemeinde Rust zur EinschrĂ€nkung des Gemeingebrauchs an der Elz


Axel Mayer gegen die AllgemeinverfĂŒgung der Gemeinde Rust zur EinschrĂ€nkung des Gemeingebrauchs


„Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihnen mitteilen, dass ich meinen Einspruch gegen die EinschrĂ€nkung des Gemeingebrauchs an der Elz aufrecht erhalte und möchte dies auch kurz begrĂŒnden.
Dem Europapark waren die Paddler, die kostenlos die Elz im Park nutzen konnten, immer schon ein Dorn im Auge. Die in den letzten Jahren und Jahrzehnten errichteten BrĂŒcken mit viel zu geringer Mindesthöhe waren eine geschickte Durchsetzungsstrategie, um nach dem Prinzip der Salamitaktik das Verbot zu erreichen. Möglicherweise war die Planung und Errichtung dieser zu niedrigen BrĂŒcken schon rechtsfehlerhaft. Ich sehe langfristig die Gefahr eines generellen Befahrungsverbotes.

Der wichtigste Grund meines Einspruchs ist die EinschrÀnkung der Allmende, die EinschrÀnkung des Gemeingebrauchs.
„Die Allmende ist im weitesten Sinnen ein im Besitz der Allgemeinheit befindliches Grundeigentum. Die Allmende ist jener Teil des Gemeindevermögens, der nicht unmittelbar im Interesse der ganzen Gemeinde zur Bestreitung derer Ausgaben verwandt wird, sondern an dem alle Menschen das Recht zur Nutzung haben. Die Allmende besteht meist aus unbeweglichem Gut wie Wald und GewĂ€sser .“

Dieses Allgemeingut wurde und wird immer mehr eingeschrÀnkt und die Entscheidung der Gemeinde Rust ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.
Gerade in diesen Tagen hat der saudische König versucht, ein „StĂŒck Almende, einige Meter Strand, an der CĂŽte d'Azur“ fĂŒr kurze Zeit der allgemeinen Nutzung zu entziehen. Die Franzosen haben sich erfolgreich gewehrt und die Medien haben intensiv berichtet. Wenn der Europark durch eine geschickte BrĂŒckenplanung 250 Meter Elz der Allgemeinnutzung entzieht, dann ist das (fast) kein Thema.

Mein Widerspruchsschreiben vom 11.07.2015 ist nicht mehr fristgerecht bei Ihnen eingegangen. Als Nutzer des Gemeingebrauchs an der Elz mit Wohnsitz in Endingen war ich allerdings auch nicht ĂŒber die VerfĂŒgung der Gemeinde informiert und habe sofort nach dem Bekanntwerden Einspruch eingelegt.

Ich bitte um PrĂŒfung, ob die VerfĂŒgung nicht zumindest in weiteren Einzugsgebiet der Elz hĂ€tte öffentlich bekanntgegeben werden mĂŒssen. Eventuell war auch die VerkĂŒndung rechtsfehlerhaft.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Axel Mayer, Kreisrat“
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Autor: Axel Mayer, Kreisrat



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