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Verschiedenes

 
StaupefĂ€lle bei FĂŒchsen nehmen zu
Forstamt appelliert an Hundebesitzer und empfiehlt Impfschutz

Nachdem JagdpĂ€chter und Förster im Stadtwald in jĂŒngster Zeit
mehrere tote FĂŒchse aufgefunden haben, bittet das Forstamt alle
Hundebesitzer und -besitzerinnen, auf entsprechenden
Impfschutz bei ihren Vierbeinern zu achten.

In diesem Jahr verzeichnet das Forstamt eine leichte Zunahme
tot aufgefundener FĂŒchsen im Stadtwald und in waldrandnahen
Siedlungslagen. Die jeweiligen JagdausĂŒbungsberechtigten
haben die Tiere geborgen und beim Chemischen und
VeterinÀruntersuchungsamt (CVUA) in Landwasser zur
Untersuchung abgegeben. Das Ergebnis: Bei den meisten Tieren
wurde Staupe diagnostiziert. „Die Zunahme ist gering und nicht
dramatisch. Trotzdem möchten wir darĂŒber informieren, da fĂŒr
nicht geimpfte Hunde ein Infektionsrisiko besteht“, sagt Hans
Burgbacher, Leiter des Forstamtes.

Die Staupe ist eine Viruserkrankung, die seit Jahrhunderten bei
Wildtieren, zum Beispiel FĂŒchsen, aber auch bei Haushunden
bekannt ist. Sind letztere nicht entsprechend geimpft, können vor
allem junge Hunde im Alterszeitraum von acht Wochen bis sechs
Monaten sich infizieren. Die Krankheit wird durch das Canine
Staupevirus (CDV, Canine Distemper Virus) ausgelöst und kann
je nach Verlauf bis zum Tod fĂŒhren.

„Das verstĂ€rkte Auftreten von Staupe-Erkrankungen bei
Haushunden ist wahrscheinlich auf die ImpfmĂŒdigkeit ihrer
Besitzer zurĂŒckzufĂŒhren, die nicht wissen, welchem Risiko sie
ihre ungeimpften Tiere aussetzen“, so Thomas Frank von der
stÀdtischen VeterinÀrbehörde. Genau darauf zielt nun die
Information des Forstamtes ab: Dass die Krankheit bei Wildtieren,
die ja nicht geimpft werden, vorkommt, ist normal. Bei
vermehrtem Auftreten besteht jedoch die Gefahr der Übertragung
auf Haushunde.

Wer tote FĂŒchse im Stadtwald oder Siedlungsbereich auffindet,
sollte umgehend den zustĂ€ndigen JagdausĂŒbungsberechtigten
informieren. Der örtliche Revierförster und das Forstamt
(GĂŒnterstalstraße 71, Tel. 201-6201) kennen die Berechtigten.
 
 

NABU-PrÀsident und Bundesumweltministerin besuchten Untere Havel
Moorfrösche bei der Paarung an der Unteren Havel / Foto: NABU/K. Karkow
 
NABU-PrÀsident und Bundesumweltministerin besuchten Untere Havel
Naturschutzprojekt mit Modellcharakter fĂŒr Flussrenaturierungen - Bundesprogramm Blaues Band als Chance fĂŒr lebendige FlĂŒsse

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks haben am heutigen Dienstag gemeinsam die Untere Havel besucht. NABU-PrĂ€sident Tschimpke informierte die Ministerin bei einer Bootsfahrt auf dem Fluss ĂŒber den aktuellen Stand in dem Naturschutzgroßprojekt, das der NABU mit der UnterstĂŒtzung vom Bund und den LĂ€ndern Brandenburg und Sachsen-Anhalt durchfĂŒhrt.

„Wir zeigen an der Unteren Havel, wie eine ehemalige Bundeswasserstraße wieder ein lebendiger Fluss werden kann. Die Renaturierung der Havel hat Modellcharakter, wie Flussrenaturierungen unter FederfĂŒhrung des Naturschutzes in Zusammenarbeit mit Bund und LĂ€ndern erfolgreich laufen können. Die naturnahe Gestaltung von Ufern leistet nicht nur einen bedeutenden Beitrag zum Artenschutz, sondern natĂŒrliche Auen verbessern auch den Hochwasserschutz. Bewohner am Fluss und aus dem Umland profitieren von der Schaffung eines Naherholungsgebietes. Hier an der Unteren Havel entsteht eines der bedeutenden Naturparadiese Mitteleuropas“, sagte NABU-PrĂ€sident Tschimpke.

Vor diesem Hintergrund verwies der NABU-PrĂ€sident auf die Chance, die sich mit dem auf Initiative des NABU im Koalitionsvertrag vereinbarten Bundesprogramm Blaues Band biete. Das Programm mĂŒsse noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden. Besonderes Augenmerk sollte auf einer rechtlichen Anpassung des Wasserstraßengesetzes sowie einem eigenen Budget fĂŒr die ökologische GewĂ€sserentwicklung von Bundeswasserstraßen liegen, um bestehende rechtliche Anforderungen zu erfĂŒllen. Mit Spannung erwarte der NABU die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe von Bundesumwelt- und -verkehrsministerium, die Anfang Dezember erste PlĂ€ne zur Ausgestaltung des Programms vorstellen will.

An der Unteren Havel besuchten die Bundesumweltministerin und der NABU-PrĂ€sident auch das Natura 2000-Informationszentrum „Haus der FlĂŒsse“ des BiosphĂ€renreservats Mittelelbe am BUGA-Standort Hansestadt Havelberg. Der NABU hat dort in direkter Nachbarschaft einen Altarm der Havel angeschlossen und die historische Petroleuminsel wiederauferstehen lassen. Auf ihr wurden frĂŒher die PetroleumvorrĂ€te gelagert, um die Stadt vor Brandkatastrophen zu schĂŒtzen. Heute kann sich auf der 4.000 Quadratmeter großen Insel wieder Auenwald entwickeln. Der wiederangeschlossene Altarm ist auch in das Ausstellungskonzept eingebunden. Über ihn fĂŒhrt ein Steg mit zehn Informationstafeln, die ĂŒber die Flussaue und das NABU-Projekt informieren. Auch im NABU-Naturgarten in Havelberg machte die Ministerin einen Stopp. Dort gibt der NABU Tipps fĂŒr naturnahes und torffreies GĂ€rtnern.

Die Untere Havelniederung ist eines der bedeutsamsten Feuchtgebiete des westlichen Mitteleuropas. Bereits heute leben hier mehr als 1.100 gefĂ€hrdete Tier- und Pflanzenarten. Im Jahr 2005 hatte der NABU an der Unteren Havelniederung das grĂ¶ĂŸte europĂ€ische Projekt zur Renaturierung eines Flusses gestartet. Nach mehreren Jahren der Vorbereitung und Planung konnte jetzt mit den praktischen Arbeiten begonnen werden. In den kommenden Jahren soll der Fluss auf 90 Kilometern LĂ€nge seine einstige Vielfalt zurĂŒckerobern. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Entfernung von Uferdeckwerken, der Anschluss von Altarmen und Flutrinnen, der Pflanzung von Ufer- und Auenwald sowie der RĂŒckbau von Deichen.
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NABU-Kreuzfahrtranking 2015
Immer noch zu wenig Schiffe mit Abgastechnik am Markt

Branche am Scheideweg - AIDA behauptet Spitzenplatz - MarktgrĂ¶ĂŸen Royal Caribbean und MSC hinken beim Umweltschutz deutlich hinterher

Die Kreuzfahrtschiffe der fĂŒhrenden Anbieter werden sauberer, allerdings gibt es immer noch zu wenig Schiffe mit umweltfreundlicher Abgastechnik. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Kreuzfahrt-Ranking des NABU, das am heutigen Donnerstag in Hamburg vorgestellt wurde. Untersucht wurden die neu geplanten Schiffe bis 2020. Die Wertung beruht auf Analysen jĂŒngster Entwicklungen auf dem europĂ€ischen Markt mit Blick auf die UmweltvertrĂ€glichkeit einzelner Schiffe. Maßgeblich dafĂŒr war neben der verwendeten Treibstoffart auch die geplante Abgastechnik sowie andere schadstoffreduzierende Maßnahmen. Bei der Vorstellung des Rankings begrĂŒĂŸten Vertreter vom NABU Bundesverband und dem NABU Hamburg einerseits die Bereitschaft einiger Anbieter wie AIDA und Costa Cruises, das gravierende Abgasproblem ihrer Schiffe endlich in den Griff bekommen zu wollen. Sollten die Schiffe wie angekĂŒndigt in den nĂ€chsten Jahren auf den Markt kommen, hĂ€tten sie weltweiten Vorbildcharakter fĂŒr die Seeschifffahrt. Scharf kritisierten die UmweltschĂŒtzer hingegen die fortdauernde Verweigerungshaltung wesentlicher MarktgrĂ¶ĂŸen wie Royal Caribbean und MSC.

NABU BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Die Branche befindet sich am Scheideweg, spĂ€testens jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen.Wer heute noch die Investitionen in Abgastechnik und höherwertigen Kraftstoff scheut, handelt absolut fahrlĂ€ssig. Es kann nicht sein, dass weite Teile der Industrie ein gutes GeschĂ€ft auf Kosten von Umwelt, Klima und menschlicher Gesundheit machen und sich wegducken, wenn es um die Übernahme von Verantwortung geht.“ Gerade erst vor wenigen Wochen habe eine Studie des Helmholtz-Insituts nochmals die massiven GesundheitsschĂ€den belegt, die von Schiffsabgasen fĂŒr die menschliche Gesundheit ausgehen. Die Anbieter an der Spitze des Rankings bewiesen hingegen, dass technische Lösungen bereitstĂŒnden, um die Schadstoffbelastung der Schiffe deutlich zu reduzieren. Ziel mĂŒsse nun sein, diese Technologien flĂ€chendeckend bei allen neuen Schiffen einzusetzen.

Ein Blick auf das Ranking zeigt, dass sich AIDA an der Spitze behaupten konnte. Bereits im letzten Jahr waren die Schiffe „Prima“ und „Mia“ die beiden Neubauten mit der besten Abgastechnik. Nun aber hat AIDA vor Kurzem angekĂŒndigt, dass zwei noch namenlose NeuzugĂ€nge erstmals komplett auf Schweröl verzichten und stattdessen mit umweltfreundlicherem FlĂŒssiggas (LNG) betrieben werden sollen, das nahezu ohne die Entstehung schĂ€dlicher Luftschadstoffe wie Feinstaub, Ruß und Schwefeloxiden verbrannt werden kann. Allein die vom italienischen Mutterkonzern Costa in Auftrag gegebenen, baugleichen Schiffe können hier mithalten und teilen sich dementsprechend die FĂŒhrungsposition mit AIDA.
Abgesehen davon halten alle anderen Anbieter aber nach wie vor am Betrieb mit giftigem Schweröl fest und investieren allenfalls dann in Abgastechnik, wenn gesetzliche Bestimmungen sie dazu zwingen. So investierten fast alle Reeder in AbgaswĂ€scher, so genannte Scrubber, um auch nach Inkrafttreten verschĂ€rfter Schwefelgrenzwerte in Nord- und Ostsee weiterhin mit Schweröl fahren zu können. Mit selbstlosem Einsatz fĂŒr den Umwelt- und Gesundheitsschutz, wie es entsprechende Pressemeldungen gerne verlautbaren lassen, hat diese Maßnahme hingegen nichts zu tun. Aus Sicht des NABU muss die Schifffahrt insgesamt weg vom Schweröl, das nicht nur zum massiven Ausstoß von Luftschadstoffen fĂŒhrt, sondern im Falle von Havarien auch Umweltkatastrophen gewaltigen Ausmaßes verursachen kann.

Insbesondere die Schlusslichter wie MSC Cruises, Royal Caribbean, Viking Ocean oder Norwegian Cruises sehen trotz massiver Umweltauswirkungen offenbar keinerlei Veranlassung, ihre Neubauten mit Systemen zur Abgasreinigung auszurĂŒsten oder auf schwefelarmen Kraftstoff umzusteigen. Dabei fĂŒhrt das derzeitige Branchenwachstum und die damit verknĂŒpfte Zunahme von SchiffsanlĂ€ufen auch in HafenstĂ€dten wie Hamburg zu massiven Abgasproblemen.

Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik des NABU Hamburg: „Um die zunehmende Abgasbelastung durch Kreuzfahrtschiffe gerade in der NĂ€he von Wohngebieten einigermaßen in den Griff zu bekommen, hat die Stadt Hamburg entschieden, das Terminal Altona fĂŒr mehrere Millionen Euro mit einen Landstromanschluss auszustatten sowie die landseitige Infrastruktur der LNG-Barge am Terminal Hafencity zu finanzieren. Abgesehen von der Frage, ob solche Investitionen aus Steuermitteln bestritten werden sollten, mĂŒssen nun die Reeder den dort bereitgestellten Strom im Hafen auch abnehmen, damit die Schiffsmotoren wenigstens fĂŒr die Liegezeit im Hafen abgeschaltet werden können. Landstrom ist natĂŒrlich nur dann sinnvoll, wenn dieser aus erneuerbaren Energien bereitgestellt wird. Trotzdem mĂŒssen Schiffe mit Stickoxid-Katalysatoren und Partikelfiltern zur Reduzierung von Dieselruß und Feinstaub ausgerĂŒstet werden, wie das auch fĂŒr Autos und Lkw seit Jahren Standard ist. Denn wenn der Stecker von der Landstromanlage gezogen wird, stĂ¶ĂŸt jedes Schiff weiter gesundheitsschĂ€dliche Emissionen im Hafen und auf der Elbe aus.“
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Eingeschleppte Raupe gefÀhrdet Weltnaturerbegebiet Westkaukasus
Invasion des BuchsbaumzĂŒnslers bedroht einzigartige Tier- und Pflanzenwelt

Nach den olympischen Winterspielen in Sotschi sieht sich das UNESCO-Weltnaturerbegebiet Kaukasus mit einer neuen Bedrohung konfrontiert: NABU-Mitarbeiter stellten in den WĂ€ldern einen dramatischen Befall durch den BuchsbaumzĂŒnsler (Cydalima perspectalis) fest. "Die Schmetterlingsraupen sind Neophyten und entlauben die BuchsbĂ€ume innerhalb kĂŒrzester Zeit. Im gesamten Kaukasus drohen ganze Naturkomplexe mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna zu verschwinden", sagte NABU-VizeprĂ€sident Thomas Tennhardt. Der NABU vermutet, dass das Auftreten des Schmetterlings auf die Vorbereitungen zu den olympischen Winterspielen in Sotschi zurĂŒckzufĂŒhren ist und fordert nun die Schaffung von Reservaten fĂŒr den Erhalt von BuchsbaumwĂ€ldern im Kaukasus.

NABU-Mitarbeiter, die das Ausmaß des Befalls wĂ€hrend des Waldmonitorings feststellten, nehmen an, dass zur BegrĂŒnung der Anlagen befallene Pflanzen aus Italien eingefĂŒhrt wurden. Seit 2013 sei insbesondere der SĂŒdhang des Welterbegebietes an der SchwarzmeerkĂŒste, seit wenigen Monaten jedoch auch zunehmend der Nordhang massiv von den Raupen befallen. "Die WĂ€lder auf dem SĂŒdhang des Großen Kaukasus wurden bereits auf ĂŒber 100 Kilometer stark beschĂ€digt, auf den BuchsbĂ€umen ist mitunter kein einziges Blatt mehr verblieben", sagte Vitalij Kovalev, Leiter des NABU-Kaukasusprogramms. "Mittlerweile ist die herausragende Artenvielfalt des Gebietes gefĂ€hrdet, da sich der starke Befall im Weltnaturerbegebiet auch auf NaturwĂ€lder und eiszeitlichen Relikte ausbreitet", so Kovalev weiter. Die russischen Behörden und Fachleute sind von der beispiellos schnellen Verbreitung ĂŒberrascht und benötigen daher dringend internationale UnterstĂŒtzung bei der BekĂ€mpfung des eingeschleppten SchĂ€dlings.

Das Welterbegebiet Westkaukasus ist ein Naturraum mit einer FlĂ€che von etwa 300.000 Hektar und in seiner UrsprĂŒnglichkeit und Einzigartigkeit von unschĂ€tzbarem Wert. Es ist der einzige, weitestgehend unbeeinflusst gebliebene Hochgebirgskomplex dieser GrĂ¶ĂŸe in Europa und Westasien. Der NABU setzt sich seit Anfang der 1990er Jahre fĂŒr Mensch und Natur im Nordwestkaukasus ein. Den Erhalt des global bedeutsamen Naturerbes im Westkaukasus sieht der Verband als eine große Herausforderung und internationale Verpflichtung.

Hintergrund zum BuchsbaumzĂŒnsler:
Der aus dem östlichen Asien stammende Kleinschmetterling wurde Anfang des 21. Jahrhunderts nach Mitteleuropa eingeschleppt und hat sich seitdem in rund 20 europÀischen Staaten ausgebreitet. In Deutschland wurde er erstmals im Jahre 2006 nachgewiesen und wurde zu einer regelrechten Plage in zahlreichen GÀrten.
 
 

Shop den Wald!
 
Shop den Wald!

 heißt das Motto eines neuen Supermarktes in Deutschland.

Exklusiv von der Ideen-Expo Hannover ins WaldHaus nach Freiburg

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hat das breite Angebot an
GeschÀften in Deutschland mit einem Wald-Supermarkt ergÀnzt. Der WaldSupermarkt
macht nach der Ideen-Expo in Hannover nun Station im WaldHaus
Freiburg. Dort kann in den Sommerferien mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr
kostenlos der Einkaufskorb gefĂŒllt werden.

Wer den Shop im WaldHaus besucht, hat die Aufgabe unter zig Produkten diejenigen
in den Einkaufskorb zu legen, die aus dem Wald kommen. Beim anschließenden
Scannen der Ware an der Kasse erfahren die „Kunden“, ob sie richtig gelegen
haben. In einem Quiz können sie dann ihr Wissen zu den Produkten erweitern und
Zusatzpunkte gewinnen. Wer weiß schon, was Kaugummi, FußbĂ€lle und
Wimperntusche mit dem Wald zu tun haben? Oder aus welchen Regionen der Erde
die Rohstoffe fĂŒr diese Produkte stammen? Wie in einem richtigen Supermarkt
erhalten die Kunden am Ende einen Kassenbon mit ihrer Punktzahl. Hier heißt das
Spiel nicht „Wer wird MillionĂ€r?“, sondern „Wer wird Wald-Meister?“.

„Die Besucherinnen und Besucher sind absolut ĂŒberrascht, wie viele Produkte des
tÀglichen Konsums aus dem Wald oder von Waldprodukten stammen. Gleichzeitig
wird deutlich, wie wichtig es ist, die WĂ€lder weltweit zu erhalten und zu schĂŒtzen“,
erlĂ€utert Markus MĂŒller, Leiter des Waldhauses. Alle sind herzlich eingeladen, den
Waldshop auszuprobieren.

Die interaktive Ausstellungseinheit „Shop den Wald!“ wurde vom Bundesministerium
fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft gefördert.
 
 

 
Faltblatt „Hunde im Naturschutzgebiet“
Um rĂŒcksichtsvolles Verhalten in Naturschutzgebieten wirbt das
Umweltschutzamt seit ein paar Wochen mit einem neuen
Informationsfaltblatt bei Hundebesitzerinnen und -besitzern. Das
Faltblatt „Hunde im Naturschutzgebiet“ informiert ĂŒber Regeln, die
aus Sicht des Natur- und Artenschutzes von Hundebesitzenden
beim AusfĂŒhren ihrer Vierbeiner in Naturschutzgebieten zu
beachten sind und erklĂ€rt die GrĂŒnde dafĂŒr.

Naturschutzgebiete sind in der Kategorie der Schutzgebiete die
bedeutendste und strengste in Deutschland. Der Schutz von Tierund
Pflanzenarten samt ihrer LebensrÀume hat hier absoluten
Vorrang. In den Verordnungen zu den Freiburger
Naturschutzgebieten ist zum Schutz der wildlebenden Tiere und
Pflanzen geregelt, dass Hundehaltende ihre Vierbeiner anleinen
mĂŒssen. Vor allem in der Brut- und Aufzuchtszeit sind
freilaufende und stöbernde Hunde eine Gefahr fĂŒr viele
Vogelarten. Durch die stöbernden Hunde werden bodenbrĂŒtende
Vögel aufgeschreckt. Sie lassen das Nest zurĂŒck und ihre Jungen
werden zur leichten Beute fĂŒr NestrĂ€uber. Auch im Winter zehren
die permanenten Störungen durch freilaufende Hunde enorm an
den ĂŒberlebensnotwendigen Fettreserven vieler Wildtiere. Aber
nicht nur fĂŒr Wildtiere sind freilaufende Hunde ein Problem. Ihre
Hinterlassenschaften dĂŒngen und verunreinigen Wiesen und
Weiden, was bestimmte seltene Pflanzenarten zurĂŒckdrĂ€ngt und
zu Problemen bei der Verwertung der Heuernte fĂŒhren kann.

Das Informationsfaltblatt will bei den Hundebesitzenden fĂŒr eine
umsichtige naturvertrÀgliche Nutzung der Freiburger
Naturschutzgebiete werben. Er liegt beim BĂŒrgeramt, bei den
Servicestellen fĂŒr Hundesteuer, bei den Ortsverwaltungen und
beim Umweltschutzamt aus. ZusÀtzlich werden die
Naturschutzwarte, die sich ehrenamtlich an der Betreuung der
Naturschutzgebiete beteiligen, das Faltblatt zur AufklÀrung von
Hundebesitzerinnen und Hundebesitzern vor Ort nutzen.

Wo die insgesamt sieben Naturschutzgebiete in Freiburg liegen,
ist der Karten auf dem Faltblatt zu entnehmen.
 
 

 
NABU: Fehmarnbelt-Querung rĂŒckt in weite Ferne
Verzögerung ist weiterer Sargnagel fĂŒr Mammutvorhaben

Mit der am heutigen Donnerstag angekĂŒndigten, neuerlichen Verzögerung bei der Fehmarnbelt-Querung steigt aus NABU-Sicht die Wahrscheinlichkeit, dass das Vorhaben niemals realisiert werden wird. Die erneute Verzögerung hatte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer nach einem Treffen mit dem dĂ€nischen Minister Hans Christian Schmidt signalisiert.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Das ist eine gute Nachricht fĂŒr den ökologisch sensiblen Fehmarnbelt. Die neuerliche Verzögerung ist ein weiterer Sargnagel fĂŒr das infrastrukturell ĂŒberflĂŒssige und ökologisch höchst riskante Vorhaben. Je schneller das Projekt jetzt endgĂŒltig begraben wird, desto besser fĂŒr die Natur und Umwelt und die Menschen in der betroffenen Region Ostholstein.“

Im Jahr der Unterzeichnung des Staatsvertrages 2008 zwischen Deutschland und dem Königreich DĂ€nemark sei die Eröffnung der Fehmarnbelt-Querung fĂŒr 2015 prognostiziert worden, die Kosten hĂ€tten allein fĂŒr die damals noch geplante BrĂŒckenkonstruktion bei 4,2 Milliarden Euro gelegen. Laut letzter KostenschĂ€tzung kostet das Vorhaben bei stagnierenden Verkehrsprognosen 7,4 Milliarden Euro und kommt nunmehr aller Wahrscheinlichkeit eine ganze Dekade spĂ€ter.
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NABU veröffentlicht Jahresbericht 2014
560.000 Mitglieder und Förderer

Biologische Vielfalt in der Dauerkrise - Schlechter Zustand der Agrarlandschaft - EU-Naturschutz stÀrken

Der NABU ist auch 2014 weiter gewachsen. Mit 560.000 Mitgliedern und Förderern (Vorjahr: 540.000) bleibt der NABU der mitgliederstĂ€rkste deutsche Umweltverband. Der NABU erzielte gegenĂŒber dem Vorjahr ĂŒber acht Prozent mehr an Einnahmen und konnte 34,9 Millionen Euro fĂŒr den Natur- und Umweltschutz ausgeben.

„Der Natur- und Umweltschutz liegt vielen Menschen am Herzen, das zeigt die ausdauernde und wachsende UnterstĂŒtzung unserer Mitglieder und Förderer und das große ehrenamtliche Engagement im NABU“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke bei der Vorstellung des Jahresberichts in Berlin. Die wichtige Basis des NABU bleibt die ehrenamtliche Naturschutzarbeit vor Ort: in ĂŒber 2.000 Gruppen setzen sich 37.000 NABU-Mitglieder ehrenamtlich fĂŒr Natur- und Artenschutz ein.

„Trotz der Begeisterung vieler Menschen fĂŒr die Umwelt, befindet sich die biologische Vielfalt in der Dauerkrise“, so Tschimpke. Die Bundesregierung selber habe sich Anfang dieses Jahres ein schlechtes Zeugnis mit der Vorstellung des aktuellen Indikatorenberichtes zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt ausgestellt. Zwischen Ist-Zustand und Ziel klafften breite LĂŒcken. Inzwischen sei jede dritte in Deutschland untersuchte Art gefĂ€hrdet, so das Ergebnis des Artenschutzberichtes des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (BfN). Auch innerhalb der gesamten EuropĂ€ischen Union gelten 77 Prozent der Ökosysteme als geschĂ€digt.

Sorgen machten NaturschĂŒtzern vor allem die Arten der Agrarlandschaft, wo BestandsgrĂ¶ĂŸen mehrerer Vogelarten wie Kiebitz oder Feldlerche bei nur knapp ĂŒber 50 Prozent der fĂŒr 2015 angestrebten Werte lĂ€gen. „Die EU-Agrarpolitik trĂ€gt immer noch maßgeblich zum Artenverlust bei. Wir brauchen ein Umsteuern zu mehr Naturschutz in der Landwirtschaft. Ferner hapert es bei der Umsetzung, Durchsetzung und Finanzierung. Dies gilt fĂŒr Natura 2000, dem inzwischen grĂ¶ĂŸten Schutzgebietsnetz der Welt, aber auch außerhalb von Schutzgebieten“, so Tschimpke. Hier seien vor allem die Landesregierungen in der Pflicht.

Der NABU begrĂŒĂŸte, dass sich die Bundesregierung in einem Schreiben Anfang Juli an EU-Umweltkommissar Vella fĂŒr eine Beibehaltung der EU-Naturschutzrichtlinien ausgesprochen hat. In seinem Engagement fĂŒr die beiden Richtlinien und Natura 2000 sieht sich der NABU auch in der ĂŒberwĂ€ltigenden Resonanz auf eine EU-BĂŒrgerbefragung bestĂ€rkt. Mehr als eine halbe Million Menschen und mindestens 94 Prozent aller Teilnehmer Ă€ußerten darin ihr UnverstĂ€ndnis ĂŒber die von EU-KommissionsprĂ€sident Juncker angekĂŒndigten Änderungen der Naturschutzrichtlinien. „Wir brauchen keine Neuverhandlung, die in einer massiven SchwĂ€chung des Arten- und Naturschutzrechts enden könnte, sondern endlich die konsequente Umsetzung des EU-Naturschutzrechts“, so Tschimpke.

Die internationale Arbeit des NABU war im vergangenen Jahr insgesamt erfolgreich: So konnte das erste große, von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) geförderte Projekt im indonesischen Harapan-Regenwald mit der Wiederherstellung von 100.000 Hektar Tieflandregenwald abgeschlossen werden.

Ein weiteres Kernthema des NABU ist die naturvertrĂ€gliche Energiewende. Zwar hat die Bundesregierung auf Initiative des NABU das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende auf den Weg gebracht mit dem Ziel, zur Versachlichung der Debatten und zur Vermeidung von Konflikten vor Ort beizutragen. Aufgrund zahlreicher bĂŒrokratischer HĂŒrden und Unklarheiten zur TrĂ€gerschaft kommt das Projekt allerdings weiterhin nur schleppend voran.

Insgesamt blieb die Energie- und Klimapolitik der Großen Koalition hinter den Erwartungen zurĂŒck – auch mit Blick auf das globale Klimaschutzabkommen, das im Dezember in Paris verhandelt werden soll. „Der SchlĂŒsselfaktor fĂŒr eine naturvertrĂ€gliche Energiewende, die Energieeffizienz, wurde bislang strĂ€flich vernachlĂ€ssigt“, so Tschimpke. Das „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ und der „Nationale Aktionsplan Energieeffizienz“, seien zwei wesentliche MaßnahmenplĂ€ne, um die selbstgesteckten Klimaschutzziele bis zum Jahr 2020 noch zu erreichen. Die Programme krankten noch immer an ihrer „HĂ€tte-Könnte-Sollte“- Formulierung. Negative Beispiele seien die steuerliche Förderung von GebĂ€udesanierungsmaßnahmen, die aufgrund von lĂ€nderspezifischen Partikularinteressen vom Tisch sei, sowie der kĂŒrzlich von Bundeswirtschaftsminister Gabriel geforderte und anschließend gekippte Klimaschutzbeitrag. Dieser hĂ€tte die notwendige CO2-Minderung im Stromsektor erbracht, und das zu einem Bruchteil der Kosten der zĂ€h ausgehandelten KapazitĂ€tsreserve durch Braunkohlekraftwerke, die sich wahrscheinlich nicht mal mit EU-Beihilferecht vereinbaren lĂ€sst. Der NABU spricht sich weiterhin fĂŒr ein klares Verbot der Fracking-Technologie in Deutschland aus.

Neben dem Moorschutz bleiben die Fortschreibung des Nationalen Naturerbes und die Renaturierung der Unteren Havel Schwerpunkte der Verbandsarbeit. Im Jahr 2005 hatte der NABU an der Unteren Havelniederung das grĂ¶ĂŸte europĂ€ische Projekt zur Renaturierung eines Flusses gestartet. Nach mehreren Jahren der Vorbereitung und Planung konnte jetzt mit den praktischen Arbeiten begonnen werden. In den kommenden Jahren soll der Fluss auf 90 Kilometern LĂ€nge seine einstige Vielfalt zurĂŒckerobern. Der NABU werde sich auch weiter verstĂ€rkt fĂŒr den Schutz und die Schaffung naturnaher GewĂ€sser und Auen engagieren, damit diese wieder ihre Funktionen fĂŒr den Natur- und Hochwasserschutz erfĂŒllen könnten. So mĂŒsse das auf Initiative des NABU vereinbarte Bundesprogramm Blaues Band noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden, so Tschimpke. Im Fokus stĂ€nden die 7300 Kilometer Bundeswasserstraßen, wo aus Naturschutzsicht ein besonderer Handlungsbedarf bestehe.

Im Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit des gesamten Verbandes steht die im FrĂŒhjahr gestartete NABU-Imagekampagne. Unter dem Motto „Wir sind, was wir tun. Die Naturschutzmacher.“, will der NABU Menschen fĂŒr die Natur und den Naturschutz begeistern.
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