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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

Klimademo in Strasbourg abgesagt / Französischer Sprecher in Freiburg
 
Klimademo in Strasbourg abgesagt / Französischer Sprecher in Freiburg
Alsace Nature hat mitgeteilt, dass der PrĂ€fekt alle Demos fĂŒr das kommende Wochenende in Strasbourg und damit auch den "Weltmarsch fĂŒr das Klima" am 29.11. verboten hat. "Der AbwĂ€gungsprozess zwischen dem Schutz des Rechtsguts -Demonstrationsfreiheit- und dem Rechtsgut -GlĂŒhwein & Weihnachtsmarkt- wurde von der PrĂ€fektur "zeitgemĂ€ĂŸ" entschieden", meint BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Axel Mayer.

Das breite BĂŒndnis, das die Klimaschutzaktionen am Samstag 28.11. in Freiburg plant, hat sofort angeboten, dass ein Redner der abgesagten Strasbourger Kundgebung nach Freiburg eingeladen wird und wir freuen uns, dass kurzentschlossen der PrĂ€sident von Alsace Nature, Daniel Reininger in Freiburg sprechen wird. Auch einige französische DemonstrantInnen werden sich auf den Weg nach Freiburg machen.
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Karlsruhe: Der Affen-Clan ist zögerlich
Die Saki-Affen im Innengehege / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Der Affen-Clan ist zögerlich
Die Saki-Familie kann ab sofort in die große Halle des Exotenhauses

Ihr sicheres „Heim erster Ordnung“ wollte die Saki-Familie am Montag partout nicht verlassen, da konnte Tierpflegerin Andrea Spranger vor dem geöffneten Schieber zur großen Halle noch so emsig mit ObststĂŒckchen und MehlwĂŒrmern locken. „Die Weißkopf-Saki sind sehr vorsichtige Tiere, das kann dauern“, schwor Zooleiter Dr. Matthias Reinschmidt die Fotografen und das Filmteam auf Geduld ein. Bereits vor fĂŒnf Tagen hatte sich der Schieber nach sechswöchiger QuarantĂ€ne fĂŒr die beiden Jungtiere, die dreijĂ€hrige Umpa und den zweijĂ€hrigen Lumpa geöffnet – und das war es dann auch erst einmal. Zwei Tage lang ignorierten die Saki-Youngster die Öffnung zur Halle geflissentlich. Am Wochenende dann der erste zaghafte Erkundungstrip – aber nur auf die unmittelbar an ihren Durchgang angrenzenden oberen Ebene der Halle.

Die Hoffnung, dass die Jungen den 13 und 14 Jahre alten Eltern Kaja und Basti am heutigen Montag nun zeigen, wo ihre kĂŒnftige Baumwelt ist, erfĂŒllte sich nicht. Ab sofort bleibt aber die Verbindung zwischen der großen Halle und Innengehege offen, sodass Besucherinnen und Besucher des Zoologischen Stadtgartens mit etwas GlĂŒck den Familienclan im GeĂ€st der BĂ€ume beobachten können.

Die mĂ€nnlichen Tiere der Regenwaldbewohner sind an der charakteristischen weißen Gesichtsmaske und am schwarzen Fell zu erkennen, die Weibchen sind insgesamt etwas kleiner und haben ein helleres Fell. Auf der Pirsch war am Montag auch das Filmteam von „Tatjanas Tiergeschichten“. Welche Szenen dieses einfangen konnte, ist in der Landesschau am 8. Dezember ab 18.45 Uhr zu sehen.

Die Tiere hat der Zoo vom Gaia-Park (Niederlande) bekommen. Das war schon lange ausgemacht, denn die Saki waren von Anfang an als Affenart vorgesehen, die - wie Faultiere, Flughunde und viele Vogelarten - sich in der Halle frei bewegen können. Weshalb sie bereits auf der Tierinformationstafel auf der Galerie vorgestellt werden. „Wo sind denn diese Tiere“, fragte am Montagvormittag eine Ă€ltere Frau und zeigte auf einen gezeichneten Saki-Affen. Nun, Geduld, eigentlich sind sie seit heute zu sehen

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Experten bescheinigen der deutschen Klimapolitik SchwÀchen
NachlĂ€ssige Braunkohle-Politik fĂ€llt Bundesregierung auf die FĂŒĂŸe - Klimaschutz im Verkehrssektor findet so gut wie nicht statt

Wenige Tage vor Start der Weltklimakonferenz in Paris haben fĂŒhrende Wissenschaftler der Bundesregierung SchwĂ€chen in der deutschen Energie- und Klimapolitik bescheinigt. Das geht aus der Stellungnahme der Expertenkommission zum 4. Monitoring-Bericht zur Energiewende hervor, die am morgigen Mittwoch von StaatssekretĂ€r Rainer Baake prĂ€sentiert wird. „Die Expertenkommission macht keinen Hehl daraus, dass Deutschland die Energie- und Klimaziele, wie die Minderung der Treibhausgasemissionen, mit den bisherigen Maßnahmen nicht erreichen wird. Die Bundesregierung darf hier nicht die Augen verschließen, es besteht dringender Handlungsbedarf, wenn die deutsche Energiewende ein Erfolgsmodell werden soll“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Das zentrale Klima-Ziel der Bundesregierung, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenĂŒber 1990 zu senken, könne aus Sicht der Experten nur noch erreicht werden, wenn der Treibhausgas-Ausstoß dreimal so schnell wie bisher gedrosselt wĂŒrde. „Die jĂŒngsten, halbgaren Kompromisse erscheinen da wie ein schlechter Scherz: Bei dem angestrebten und nicht mal ausreichenden RĂŒckgang von 22 Millionen Tonnen Treibhausgasen im Stromsektor bis 2020 soll der große Wurf die de-facto-Stilllegung alter Braunkohlekraftwerke sein, mit der bestenfalls 12,5 Millionen Tonnen eingespart werden können“, so Tschimpke weiter. FĂŒr eine effektive Umsetzung der Klimaziele fehle es offenbar an der nötigen politischen Durchsetzungskraft und am Willen. „Es sieht so aus, als ob die nachlĂ€ssige Braunkohle-Politik der Bundesregierung ihr jetzt beim Erreichen der Klimaziele auf die FĂŒĂŸe fĂ€llt“, so der NABU-PrĂ€sident. Dass das Modell Kraftwerksreserve der Klimaschutzabgabe vorgezogen wurde, sei bis heute aus umweltpolitischer Sicht nicht nachvollziehbar.

ZugestĂ€ndnisse wĂŒrden aber nicht nur an die Kraftwerksbetreiber gemacht, auch der Verkehrssektor sei seit Jahrzehnten ein Sorgenkind der KlimaschutzbemĂŒhungen, ohne dass die Bundesregierung Anstalten gemacht hĂ€tte, dies zu Ă€ndern. Die Expertenkommission weist dann auch auf die unzureichenden Maßnahmen, insbesondere beim Pkw-, aber auch beim Lkw-Verkehr hin. „Die Mineralölsteuer wurde seit zwölf Jahren nicht mehr erhöht und die Erdölpreise sind im Keller. Das fĂŒhrt dazu, dass Autofahren und GĂŒterverkehr per Lkw immer billiger wird. Wer hier nicht ansetzt, wird auch die steigenden CO2-Emissionen aus dem Verkehr nicht in den Griff bekommen“, kritisierte Tschimpke.

Weitere RĂŒckschritte verzeichnet der Bericht bei den Entwicklungen des Energieverbrauchs und der Energieeffizienz, auch in diesen Bereichen wurde in den vergangenen Jahren der Zielpfad nicht erreicht. „Die Bundesregierung muss auf den Rat ihrer Experten hören und nachsteuern: nur mit einer naturvertrĂ€glichen Energiewende kann der Klimawandel wirksam begrenzt werden und die Energie- und Klimaziele erreicht werden. Die naturvertrĂ€gliche Energiewende kann nur funktionieren, wenn wir den Kohleausstieg voranbringen und Energieeffizienz und Energieeinsparungen endlich zu tragenden SĂ€ulen der Energiewende werden“, so NABU-Energieexpertin Tina Mieritz. „Die Ergebnisse des Berichts sind ein geradezu peinliches Signal so kurz vor der Weltklimakonferenz.“
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Bio- versus konventionelle Lebensmittel
Es steht unentschieden

Das Fazit der Stiftung Warentest aus 50 Lebensmitteltests mit Bio- und konventionellen Lebensmitteln: Bei der QualitĂ€t sowie in Aussehen, Geruch und Geschmack liefern sich Bio- und herkömmliche Kost ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bioobst und BiogemĂŒse sind aber selten mit Pflanzenschutzmitteln belastet, außerdem engagieren sich Bioanbieter meist stark fĂŒr Tierschutz.

Insgesamt ist die QualitĂ€t sowohl von Bio- als auch von konventionellen Lebensmitteln gestiegen. Die getesteten Produkte bekamen in beiden Gruppen hĂ€ufiger „gute“ und „befriedigende“ Gesamturteile und weniger „ausreichende“ und „mangelhafte“. Bio ist aber nicht automatisch besser, schmackhafter oder gesĂŒnder als herkömmliche Lebensmittel. Das zeigt der Vergleich von 1020 herkömmlichen Lebensmitteln mit 217 Bioprodukten.

Was die Belastung mit Pflanzenschutzmitteln anbelangt, ist Bioware mit Abstand am saubersten. Sie ist jedoch nicht vor Schadstoffen gefeit. Die Tester fanden sogar potenziell krebserregende Substanzen, zum Beispiel in schwarzem und grĂŒnem Tee und in Leinöl, beides aus dem Bioladen. Bio-Nudeln ĂŒberschritten den Höchstgehalt fĂŒr ein Schimmelpilzgift, in Bio-Sonnenblumenöl wiesen die Tester kritische Mineralöle nach.

Im Geschmack steht es unentschieden. Blinde Verkostungen zeigen, dass Bio nicht besser abschneidet als andere Ware. Bioanbieter arbeiten aber oft transparent und kennen ihre Lieferanten gut. Sie setzten sich mehr fĂŒr das Tierwohl ein, obwohl auch im Biosektor industrielle Großbetriebe entstanden sind, z.B. fĂŒr Legehennen. Doch insgesamt ist Biofleisch fĂŒr Tierfreunde die bessere Wahl. Die aufwendige Tierhaltung nach Ökokriterien hat aber ihren Preis. Auch bei anderen Produkten kostet Bioware meist mehr als herkömmlich produzierte.

Der ausfĂŒhrliche Artikel Biolebensmittel erscheint in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 27.11.2015 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/bio-oder-konventionell abrufbar.
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Weltklimakonferenz: NABU verfolgt Verhandlungen in Paris
Energie- und Klimaexperten stehen fĂŒr Presseanfragen und Interviews zur VerfĂŒgung

Vom 30. November bis 11. Dezember 2015 trifft sich die internationale Staatengemeinschaft in Paris, um ein Nachfolgeabkommen fĂŒr das Kyoto-Protokoll zu verhandeln. Insgesamt werden ca. 40.000 Teilnehmer an der UN-Klimakonferenz (COP 21) erwartet, darunter die Regierungsdelegationen der 195 Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention sowie zahlreiche Vertreter der Nicht-Regierungsorganisationen und Medien weltweit. Die Chancen stehen gut, dass – anders als 2009 in Kopenhagen – ein Abkommen zustande kommt. Fraglich aber ist, ob das Abkommen auch ausreichen wird, die ErderwĂ€rmung auf ein gerade noch vertrĂ€gliches Maß zu begrenzen. Gelingt dies nicht, muss sich die Menschheit auf eine ErderwĂ€rmung von drei bis vier Grad im globalen Durchschnitt einstellen, was drastische Folgen fĂŒr Millionen von Menschen haben wird, weil deren Existenzgrundlagen gefĂ€hrdet werden. Überlebenswichtige Ökosysteme unseres Planeten werden so in absehbarer Zeit schlicht zusammenbrechen.

Gemeinsam mit seinem Dachverband BirdLife International wird der NABU die UN-Klimaverhandlungen in Paris vor Ort begleiten. Unser Experte Sebastian Scholz (Klimaschutz und Energiepolitik) ist wĂ€hrend der gesamten Konferenzdauer in Paris vor Ort; NABU-Expertin Inga Römer (Naturschutz und Klimawandel) wird in der ersten Woche vor Ort in Paris sein. Unsere Experten können zeitnah EinschĂ€tzungen und Bewertungen zu den laufenden Verhandlungen geben und stehen fĂŒr Interviews und Presseanfragen zur VerfĂŒgung. NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke wird in der zweiten Verhandlungswoche in Paris anwesend sein und steht ebenfalls fĂŒr Interviews zur VerfĂŒgung. Kontakt ĂŒber die NABU-Pressestelle.
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Trinkwasser: Nitrat in Wyhl und im Landkreis Emmendingen
Sanieren statt verdĂŒnnen

Kleinkinder sollen aus GesundheitsgrĂŒnden das Wyhler Leitungswasser nicht trinken, denn der Grenzwert fĂŒr Nitrat im Trinkwasser von 50 Milligramm Nitrat pro Liter (mg/l) ist ĂŒberschritten. Der Wyhler Wert liegt aktuell bei 52,9 mg/l, nachdem er im Sept. 2014 noch bei 48,3 mg/l lag. GemĂ€ĂŸ EU-Richtlinie existieren zusĂ€tzlich Richtwerte (keine Grenzwerte) von 25 mg/l fĂŒr Leitungs- und 10 mg/l fĂŒr Mineralwasser. Abgepacktes Wasser aus dem Handel wird jetzt fĂŒr Kleinkinder in Wyhl empfohlen.

Am 1 Juli 2015 hat Dr. Armin Dietz vom Gesundheitsamt Emmendingen dem BUND die aktuellen Nitratwerte im Landkreis mitgeteilt, nach denen wir Landrat Hurth gefragt hatten. (Anlage)

Sie zeigen erstaunliche Unterschiede im Kreis. Der EU-Richtwert wird erfreulicherweise nur in Wyhl und Kenzingen Kernstadt ĂŒberschritten. Doch viele Gemeinden im Kreis wĂŒrden die guten Werte nur mit den eigenen Brunnen nicht erreichen. Da wird Wasser zugekauft, gemischt und verdĂŒnnt, um nitratarmes Wasser zu erhalten.

Die Nitratbelastung des Grundwassers ist hauptsĂ€chlich auf den Einsatz von mineralischem und organischem DĂŒnger zurĂŒckzufĂŒhren. Die Art und Weise der Bewirtschaftung spiegelt sich im Grundwasser wieder. Der Anbau von Mais in der Rheinebene zeigt sich in einer flĂ€chenhaften Belastungsfahne. Auch der intensiv gedĂŒngte Wein bringt starke Belastungen in den Vorbergzonen von Schwarzwald und Vogesen und im Abstrom des Kaiserstuhls. Dies zeigt gerade auch die aktuelle GrenzwertĂŒberschreitung in Wyhl. Wenn Gemeinden wie Sasbach oder Endingen in der Vergangenheit auf Grund der Nitratbelastungen neue, viele Millionen Euro teure Brunnen bohren mussten, dann gab es erstaunlicherweise keine öffentliche Diskussion zu den Ursachen des Problems. Ähnlich ist es in Herbolzheim, wo die Stadt mit dem Bau eines neuen Tiefbrunnens die WasserqualitĂ€t verbessern muss. Bei Konflikten um DĂŒngung und die Ausweisung von neuen Wasserschutzgebieten haben die "Wassertrinker” die schwĂ€chste Lobby und die Behörden agieren eigenartig still.

Die Themen Grundwasser und Grundwasserschutz sind wichtige Aufgaben des BUND und wir verstehen uns auch als Lobby der „Wassertrinker“ und des Bodenschutzes. Wir sehen mit Sorgen den wachsenden Einfluss der Agrarmultis und Konzerne auf die europĂ€ische Gesetzgebung und die EU-Nahrungsmittelbehörde. Die aktuelle Glyphosat Entscheidung der EU-Nahrungsmittelbehörde zeigt die wachsende undemokratische und umweltgefĂ€hrdende Macht der Lobbys, die mit dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP noch massiv zunehmen wird.
Theoretisch dĂŒrfte die Trinkwasserbeschaffung im Landkreis Emmendingen kein Problem sein, denn der Landkreis „sitzt“ auf einem der grĂ¶ĂŸten Grundwasserseen Europas mit geschĂ€tzten 45 Milliarden Kubikmetern Volumen im Oberrheingraben.

Der große unterirdische Trinkwassersee am Oberrhein ist an vielen Stellen mit Schadstoffen aus Altlasten, aber auch mit Problemstoffen aus der Landwirtschaft, mit Pestiziden und Nitrat belastet.
„Wenn man das Problem nicht in den Griff bekomme, mĂŒsse sich der Gemeinderat mit dem Gedanken befassen, das Wyhler Wassernetz an den Sasbacher Tiefbrunnen anzuhĂ€ngen“ wird der Wyhler BĂŒrgermeister Ruth in der BZ zitiert.

Aus Sicht eines örtlichen BĂŒrgermeisters, auf dessen Gemarkung das Problem nur zum kleinen Teil entsteht, ist dies ein nachvollziehbares Argument. Doch damit wird das Grundproblem des zu großen DĂŒngemitteleintrages in das Grundwasser nicht gelöst. Nicht die Verursacher und die gut verdienenden DĂŒngemittelkonzerne kommen fĂŒr die Kosten auf, sondern die Verbraucher und Verbraucherinnen.
Der BUND fordert „kontrollieren und sanieren statt verdĂŒnnen“ und mehr Anstrengungen der Behörden, um das Grund- und Trinkwasser im Landkreis zu schĂŒtzen und BĂ€che, FlĂŒsse und Meere zu entlasten.
 
Autor: Axel Mayer, BUND GeschĂ€ftsfĂŒhrer

Hochbeete fĂŒr 2016 - Darauf sollten Sie achten!
Hochbeet aus Holz / Foto: Wikipedia
 
Hochbeete fĂŒr 2016 - Darauf sollten Sie achten!
Das Hochbeet und der Aufbau

Ein Hochbeet bietet einige Vorteile fĂŒr deren Verwender. Wer gerne Blumen anpflanzt oder sogar sein eigenes GemĂŒse erntet, der weiß genau, welch ein gutes GefĂŒhl das ist. Man weiß nicht nur genau Bescheid, wo das GemĂŒse herkommt, sondern auch genau, was dafĂŒr getan und womit es behandelt wurde. Hier muss man sich keine Sorgen um Pestizide machen. Nun gibt es natĂŒrlich verschiedene Möglichkeiten, solch ein Beet anzulegen, um sein eigenes GemĂŒse anzubauen. Sehr effektiv und zudem noch rĂŒckenschonend ist ein Hochbeet anzubauen. Worauf man darauf achten sollte und was man benötigt, erklĂ€ren wir in folgendem Ratgeber. Wem das nicht genĂŒgt, der findet weiterfĂŒhrende Informationen auf der Webseite werkzeugstor24.de. Und auch das benötigte Material und Werkzeug findet man problemlos auf dieser Seite. Schauen Sie sich einfach mal in Ruhe dort um.

Was sollte man wissen, wenn man ein Hochbeet anlegt?

Damit das Hochbeet auch wirklich seinen Zweck erfĂŒllt, sollte man darauf achten, dass es zwischen 50 und 80 cm hoch, ca. 100 cm tief und etwa 150 cm breit ist. Die GrĂ¶ĂŸe ist allerdings variabel und sollte sich auch danach richten, wer das Beet am Ende bepflanzt und pflegt. Wichtig ist nĂ€mlich, dass das Hochbeet von allen Seiten leicht zu erreichen ist und dass man dieses so problemlos bearbeiten kann. Auch fĂŒr Ă€ltere Menschen eignet sich so die richtige Beethöhe, da man sich auf diese Weise nicht mehr so lange bĂŒcken muss und das Beet im stehen bewirtschaften kann. Aber die Arbeitshöhe eines Hochbeets bietet durchaus noch andere Vorteile und lohnt sich nicht ausschließlich fĂŒr Ă€ltere Menschen.

Ein Vorteil ist sicherlich, dass die Temperatur in einem Hochbeet ca. 6 bis 8 Grad höher liegt, als in einem herkömmlichen Beet. Das bedeutet gleichzeitig, dass das angepflanzte Gut auch 6 Wochen frĂŒher reif ist. Durch die Höhe des Beetes gibt es zudem einen gewissen Schutz vor Schnecken.

Was benötige ich fĂŒr den Bau eines Hochbeetes?

Hier gibt es zwei Möglichkeiten, zwischen denen man wĂ€hlen kann. Entweder man kauft einen fertigen Bausatz oder man stellt sich die Materialien zusammen und baut sein eigenes Hochbeet. Hierzu kann man verschiedenen Materialien nutzen. FĂŒr die Ă€ußere HĂŒlle ist Stein sehr vorteilhaft, da Stein witterungsbestĂ€ndig und wĂ€rmeisolierend ist. Es eignen sich zum Bau aber durchaus auch Betonplatten, Kunststoff oder Blech. Möchte man auf Holz nicht verzichten, eignet sich am besten LĂ€rchenholz. Auch ohne jegliche ImprĂ€gnierung hat LĂ€rchenholz eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren.

Neben der AußenhĂŒlle benötigt man fĂŒr den Bau
- Pfeiler fĂŒr die Ecken
- Teichfolie fĂŒr die Innenverkleidung
- ein engmaschiges Drahtgitter
- NĂ€gel oder Schrauben und einen Tacker

Hat man in seinem Garten die geeignete Stelle fĂŒr das Hochbeet gefunden, hebt man eine Grube aus, die ca. 20 - 30 cm tief ist. Wichtig ist es, dass man das Beet von allen Seiten gut erreichen kann. Danach legt man den Maschendraht in die Grube und errichtet eine Umrandung aus den gewĂ€hlten Materialien. Hat man sich fĂŒr Holz entschieden, sollte man noch eine Teichfolie hinzulegen, damit das Holz besser vor der Witterung geschĂŒtzt ist. Ist das Holz zusĂ€tzlich imprĂ€gniert, wird die Lebensdauer nochmals erhöht.

Nach der Fertigung der Umrandung wird die Konstruktion mit Erde befĂŒllt. Jede Schicht sollte dabei ungefĂ€hr 25 bis 40 cm hoch sein. Der Aufbau gestaltet sich folgendermaßen:
Die unterste Schicht besteht aus groben SchnittabfĂ€llen von StrĂ€uchern oder BĂ€umen. Diese wirkt in dem Hochbeet wie eine BelĂŒftung fĂŒr die anderen Schichten. Zwischen der ersten und zweiten Schicht sollte eine dĂŒnne Grassode gelegt werden, damit die kommende Schicht nicht durchrieseln kann. Die nĂ€chste Schicht besteht aus GrĂŒnabfĂ€llen, Laub oder gehĂ€ckselten Strauchresten. Nun folgt die Gartenerde und der Kompost. Abgeschlossen wird das Beet mit Blumenerde. Schon kann das Hochbeet bepflanzt werden und zusĂ€tzlich ist das Hochbeet der etwas andere Komposthaufen.

Was kann man in ein Hochbeet pflanzen?

Durch den hohen NÀhrstoffgehalt und die warmen Temperaturen eignen sich besonders Kohl, Salat, Lauch oder auch Kohlrabi. Dadurch, dass der Reifeprozess deutlich schneller ist, kann man das Hochbeet sogar mehrmals im Jahr bepflanzen. Mit der Zeit verliert das Hochbeet an NÀhrstoffen und man kann schwach zehrende Pflanzen verwenden. Hierzu zÀhlen unter anderem KrÀuter, Bohnen oder Erbsen. Nach ungefÀhr sechs Jahren sollte das Hochbeet komplett neu aufgeschichtet werden. In der Zwischenzeit ist es wichtig, die Kompostschicht vor der neuen Bepflanzung zu ersetzen.

Die Pflege

Die in einem Hochbeet die Schichten sehr locker ĂŒbereinander liegen, ist regelmĂ€ĂŸiges Gießen besonders wichtig. Dass das Beet absackt ist auch normal. Deshalb sollte man darauf achten, die Kompostschicht immer wieder zu erneuern.

Hochbeet, der etwas andere Komposthaufen ...
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NABU: Showdown um die EU-Naturschutzrichtlinien
Das Braunkehlchen lebt im Tegeler Fließtal / Foto: NABU / H. Pollin
 
NABU: Showdown um die EU-Naturschutzrichtlinien
Auf Einladung der EU-Kommission kommen am heutigen Freitag in BrĂŒssel Vertreter von EU-Regierungen, Wirtschafts- und UmweltverbĂ€nden sowie Parlamentarier zusammen, um ĂŒber die Zukunft der EU-Naturschutzgesetzgebung zu beraten. Diese Konferenz ist die letzte Anhörung im Rahmen des so genannten „Fitness-Checks“ der beiden EU-Naturschutzrichtlinien (Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, FFH). Anfang 2016 werden KommissionsprĂ€sident Jean-Claude Juncker und sein Vize Frans Timmermans entscheiden, ob sie Änderungen vorschlagen, wie dies Lobbyisten der Agrarindustrie sowie einige Regierungen fordern, die sich schwĂ€chere Regeln fĂŒr den Naturschutz wĂŒnschen. Mit einem breiten BĂŒndnis von UmweltverbĂ€nden und im Einklang mit der Bundesregierung fordert der NABU dagegen, die Richtlinien nicht anzutasten, sondern besser umzusetzen.

„Die EU-Kommission muss endlich einsehen, dass sich in den vergangenen Monaten allein eine halbe Million BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die Umweltminister der meisten großen Mitgliedstaaten und Vertreter fast alle Fraktionen des EU-Parlaments gegen eine Öffnung der Richtlinien ausgesprochen haben“, sagt NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. „Statt sich an einer Neuverhandlung bewĂ€hrter Gesetze zu verkĂ€mpfen, sollte KommissionsprĂ€sident Juncker lieber dafĂŒr sorgen, dass die mit Steuergeldern subventionierte Umweltzerstörung durch die Agrarpolitik beendet wird. Dann könnten mit den Naturschutzrichtlinien noch viel mehr Tier- und Pflanzenarten vor dem Aussterben gerettet werden als schon bisher.“

Der NABU protestiert seit ĂŒber einem Jahr gegen die PlĂ€ne Junckers, die Naturschutzrichtlinien unter dem Deckmantel des BĂŒrokratieabbaus zu Ă€ndern. Vor einer Woche veröffentlichte die EU-Kommission selbst erste Ergebnisse einer umfangreichen fachlichen Analyse, die laut NABU genau das Gegenteil beweist: Die Naturschutzrichtlinien werden allen Anforderungen an eine moderne, effiziente und wirksame EU-Gesetzgebung gerecht. Probleme gĂ€be es nur dann, wenn die Verwaltungen der Mitgliedstaaten aus Mangel an Personal oder aus politischem Unwillen die EU-Bestimmungen nicht korrekt anwendeten. „Die Kommission entkrĂ€ftet somit selbst den Vorwurf, der Artenschutz wĂŒrde im großen Stil Wirtschaftsprojekte verhindern“, sagt NABU-Naturschutzexperte Konstantin Kreiser. „Von BrĂŒssel erwarten wir keinen RĂŒckwĂ€rtsgang, sondern den Startschuss fĂŒr eine Naturschutzoffensive - mit Investitionen in Schutzgebiete, naturvertrĂ€glicher Landnutzung und grĂŒnen transeuropĂ€ischen Korridoren.“ Dies wĂŒrde gerade in lĂ€ndlichen RĂ€umen fĂŒr mehr Akzeptanz und ArbeitsplĂ€tze sorgen.

In einer Online-Befragung hatten im Sommer ĂŒber eine halbe Millionen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, und damit mehr als 90 Prozent aller Teilnehmer, fĂŒr den Erhalt der EU-Naturschutzrichtlinien gestimmt. Im Oktober schlossen sich auf eine Initiative von Bundesumweltministerin Hendricks hin insgesamt neun Regierungen diesem Votum an, die zusammen 63 Prozent der EU-Bevölkerung reprĂ€sentieren. Einen Tag spĂ€ter plĂ€dierten die zustĂ€ndigen Fachpolitker des EuropĂ€ischen Parlaments fraktionsĂŒbergreifend in einem an die Kommission gerichteten Brief ebenfalls gegen eine Öffnung der Naturschutzrichtlinien. Ohne die Richtlinien wĂ€re das von den EU-Staatschefs beschlossene Ziel nicht zu erreichen, bis 2020 den weiteren Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen, so die Parlamentarier.
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