oekoplus - Freiburg
Samstag, 21. Oktober 2017
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
„Vom Ressourcenfieber zur Rohstoffwende. Wie wollen wir leben?“
Online-Dokumentation fĂŒr BĂŒrgerschaft, Vereine, Schulen und andere Interessierte

Zur Veranstaltungsserie „Vom Ressourcenfieber zur Rohstoffwende. Wie wollen wir leben?“ hat der Verein ECOtrinova e.V. jetzt als Information fĂŒr die BĂŒrgerschaft, Vereine, Schulen und andere Interessierte zum Selbststudium eine 80-seitige Übersicht herausgegeben, die bei www.ecotrinova.de online AuszĂŒge mit Kurztexten und zahlreichen Abbildungen aus den 28 VortrĂ€gen dieser Gemein­schaftsreihe des Samstags-Forum Regio Freiburg von ĂŒber 20 Partnern wiedergibt. Die Vortragsdateien und weitere Dokumente sind auch einzeln in voller LĂ€nge ebenfalls unter Samstags-Forum 2015 auf der Webseite verfĂŒgbar. Herausgeber und Mitveranstalter möchten mit den Unterlagen den schonenden und umweltfreundlichen Umgang mit Ressourcen und ebenso den Klimaschutz voranbringen.

Ziel der Informationsaktion ist zudem, Wissen, Werte und Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln fĂŒr zukunfts­fĂ€hige Lebensweisen und fĂŒr den zukunftsfĂ€higen Umbau von Haus, Gemeinde/Stadt und Land und anderswo. Der Umgang mit Rohstoffen aller Art fĂŒr unsere „moderne“ Lebensweise, die zu fieber­haftem Rennen - „Ressourcenfieber“ – und zu vielen Konflikten fĂŒhrt, mĂŒsse dringend zur Nachhal­tigkeit umgestaltet werden, so der ECOtrinova-Vorsitzende und Projektleiter Dr. Georg Löser.


Bei der Veranstaltungs-Serie Samstags-Forum Regio Freiburg im FrĂŒhjahr und Sommer 2015 stellten fĂŒhrende Fachleute etwa vom Öko-Institut e.V., Pioniere und Aktive aus Freiburger Vereinen und Instituten im Hörsaal in der UniversitĂ€t in Freiburg i.Br. und bei FĂŒhrungen internationale und lokale Probleme, Vorbildvorhaben und auch kleine Lösungen vor zu Energie- und anderen Rohstoffen, zur Gewinnung und zum falschen bzw. schonenden Umgang mit diversen Metallen, die fĂŒr die heutige Lebensweise verwendet werden. Weitere Themen sind Wasser, WĂ€lder, Böden und GĂ€rten samt BioabfĂ€llen, FlĂ€chen und Stadtentwicklung, Batterien bis hin zum Elektroschrott, Handy und Smart Phone. Als in der Reihe dargestellte Alternativen dienen u.a. erneuerbare Energien, Energiesparen, Recycling und Wiederver­wendung, sparsamer Umgang mit Rohstoffen, faire Produktion und faire Produkte, Permakultur, sowie nicht zuletzt Suffizienz - ein gutes Leben ohne Verschwendung. Aufgegriffen wurden zudem das UN-Jahr des Bodens, die Woche der Sonne 2015 und andere aktuelle Themen auf lokaler, regionaler bis globaler Ebene. Vereine, Gruppen und Interessierte aus der UniversitĂ€t wurden vernetzt.

Das Projekt „Vom Ressourcenfieber zur Rohstoffwende. Wie wollen wir leben“ wird gefördert aus Mitteln der GlĂŒcksspirale des Ministeriums fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-WĂŒrttemberg sowie vom Stiftungsfonds ECO-Stiftung fĂŒr Energie-Klima-Umwelt, von ECOtrinova e.V. und darĂŒber hinaus durch Ehrenamt.
Mehr
 

 
Karlsruhe: ObstbÀume schneiden lernen
Stadt Karlsruhe und Bezirksverband der Gartenfreunde bieten wieder Kurse an

ObstbĂ€ume sollten regelmĂ€ĂŸig geschnitten werden, damit sie sich gut entwickeln und viele FrĂŒchte tragen. Das Liegenschaftsamt der Stadt Karlsruhe bietet deshalb auch nĂ€chstes Jahr wieder Obstbaumschnittkurse an - in Kooperation mit dem Bezirksverband der Gartenfreunde. Folgende Termine sind geplant, immer freitags um 13.30 Uhr in Kleingartenanlagen: Am 15. Januar Am Reitschulschlag, Lachenweg (Hagsfeld), am 29. Januar in der Schwetzinger Str. 19 (Hagsfeld), am 19. Februar an der Hermann-Schneider-Allee (Daxlanden), am 11. MĂ€rz im Bachenweg (Neureut) und am 18. MĂ€rz an der Fasanengartenmauer (Schlossgarten).

Die Teilnahme an den Kursen ist kostenfrei, sie finden ab einer Zahl von zehn Personen statt. Anmeldung beim Bezirksverband der Gartenfreunde unter Telefon 0721/35 28 80 oder per Mail an info@bvgfdka.de.
Mehr
 

 
NABU zum Bundesrats-Beschluss Netzausbau
Erdkabel verringern Konflikte mit Natur und Anwohnern

Erdkabelvorrang ersetzt keine umsichtige Planung

Der NABU begrĂŒĂŸt den heutigen Beschluss des Bundesrats, beim Netzausbau kĂŒnftig den unterirdisch verlegten Erdkabeln grundsĂ€tzlich Vorrang zu geben. „Erdkabel sind fĂŒr uns Verbraucher und fĂŒr die Natur oft die bessere Wahl. Im Vergleich zu Freileitungen zerschneiden sie nicht die Landschaft, sie bergen keine Gefahren fĂŒr Vögel und langwierige Diskussionen um den Bau von neuen Trassen werden vermieden. FĂŒr die Energiewende und ihre Akzeptanz ist das ein wichtiger Schritt“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Nach dem Beschluss des Bundestags mĂŒssen neue ĂŒberregionale Gleichstromtrassen, wie das kontrovers diskutierte Vorhaben „SĂŒdLink“, kĂŒnftig voll oder teilweise unter der Erde verlegt werden. Nur in AusnahmefĂ€llen oder bei direkter Forderung von Gemeinden können fĂŒr bestimmte Abschnitte Freileitungen errichtet werden. Dies bedeutet eine 180-Grad-Wende, da der Netzausbau zuvor ausschließlich mit Freileitungen als Standard geplant wurde.

Doch den Vorteilen der Erdkabel fĂŒr die Natur – LebensrĂ€ume bleiben unzerschnitten, keine Kollisionen von Vögeln an Leitungen, keine weithin sichtbaren Freileitungen – stehen auch Risiken gegenĂŒber. „Bei Erdkabeln gilt der Grundsatz, auf direktem Wege durch das Land zu graben. Das darf aber nicht dazu fĂŒhren, dass jedes Schutzgebiet, das im Weg liegt, aufgebuddelt wird. Sonst drohen erhebliche Auswirkungen auf Böden, Vegetation und den Wasserhaushalt“, so Miller. Trotz des nun geltenden gesetzlichen Vorrangs fĂŒr Erdkabel mĂŒssen nach Ansicht des NABU Trassen weiterhin gewissenhaft geplant und nach Standortalternativen gesucht werden. Schließlich entstehen bei der aufwendigen Kabelverlegung 35 bis 45 Meter breite Baustellen. Vorher unzerschnittene WĂ€ldern wĂŒrden von Schneisen durchteilt, die dauerhaft frei von Gehölzen bleiben.

Statt eines grundsĂ€tzlichen Erdkabelvorrangs bei Gleichstromleitungen ist nach Ansicht des NABU auch die ergebnisoffene PrĂŒfung der jeweiligen Übertragungstechnik in den betroffenen Regionen eine praktikable Lösung. Im Flachland bestehen deutlich bessere Voraussetzungen fĂŒr die unterirdische LeitungsfĂŒhrung als im deutschen Mittelgebirge, was sich bei dem entstehenden Eingriff in die Natur und den entstehenden Mehrkosten bemerkbar macht.

Erfreulich ist, dass nun auch im Drehstromnetz mehr Erdkabel möglich werden. So können neben der AnnĂ€herung an Wohnbebauungen auch Konflikte mit dem Artenschutz oder den Schutzgebieten des Natura-2000-Netzes GrĂŒnde fĂŒr den Einsatz von Erdkabeln sein. Dies hatte der NABU durchweg gefordert. Das Änderungsgesetz ermöglicht fĂŒr fĂŒnf konkrete Drehstromplanungen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein die Erprobung der Teilverkabelung, darunter auch die sogenannten OstkĂŒstenleitung bei LĂŒbeck, die vor allem fĂŒr Zugvögel als besonders kritisch zu bewerten ist.

Große Probleme stellen fĂŒr Groß- und Wasservögel bereits bestehende Freileitungen dar, weil sie die Leitungen und vor allem das dĂŒnne Blitzschutzseil ganz oben oft zu spĂ€t erkennen um auszuweichen. Jedes Jahr verenden so Tausende Zug- und Rastvögel, vor allem nachts oder bei Nebel. Hier mĂŒssen sich die Netzbetreiber deutlich mehr ins Zeug legen, um mit sichtbaren Vogelschutzmarkierungen das Problem deutlich zu verringern.
Mehr
 

 
Vor 40 Jahren kam das AUS fĂŒr das Atomkraftwerk Wyhl
Am Sonntag, den 31. Januar 2016 ist der 40. Jahrestag der Unterzeichnung
der "Offenburger Vereinbarung" zwischen den Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrger-
initiativen, der Landesregierung von Baden-WĂŒrttemberg und der Kernkraft-
werk SĂŒd GmbH.
Vier nicht öffentliche VorgesprÀche mit dem damaligen CDU-Fraktionsvor-
sitzenden im Landtag von Baden-WĂŒrttemberg Lothar SpĂ€th fanden noch
im Jahr 1975 nach der Bauplatzbesetzung im Evangelischen Gemeindehaus
von Weisweil statt.

Mit einer öffentlichen Veranstaltung möchten die Badisch-ElsÀssischen
BĂŒrgerinitiativen diesem wichtigen Markstein zum Ausstieg aus der
Atomenergie in Wyhl und dem Ende des Atomkraftwerkbaus in Deutschland
gedenken:

Sonntag, den 31. Januar 2016
Evangelisches Gemeindehaus
D-79646 Weisweil am Rhein, Hinterdorfstraße 2

15.00 Uhr: GesprÀchsnachmittag mit PrÀsentation von Dokumenten durch Kurt
Schmidt, Leiter des Archivs der Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen

17.00 Uhr: VortrĂ€ge mit Diskussion ĂŒber die politische Einordnung
der "Offenburger Vereinbarung" fĂŒr die Wyhl-Geschichte und die
deutsche sowie europÀische Energiepolitik.

Referenten sind u.a.
Dr. Wofgang Sternstein, aktiver UnterstĂŒtzer der Badisch-ElsĂ€ssischen
BĂŒrgerinitiativen, Friedensforscher und Publizist aus Stuttgart
Jo Leinen, Bauplatzbesetzer 1975 in Wyhl und jetzt Mitglied im
EuropĂ€ischen Parlament in BrĂŒssel und Strassburg.

Zeitzeugenberichte u.a. von Pfarrer GĂŒnter Richter, Dr. Frank Baum,
Heinz Siefritz, Bernd Nössler.


Die BĂŒrgerinitiativen laden herzlich ein, sich mit Spenden
oder Zustiftungen am Stiftungsfonds der Badisch-ElsÀssischen
BĂŒrgerinitiativen zu beteiligen:
Spendeneinzahlungen erfolgen auf das Konto 103 700 800 bei der GLS
Gemeinschaftsbank eG (BLZ 430 609 67) mit dem Stichwort "Stiftungsfonds
der Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen". Die Spender erhalten eine
Spendenbescheinigung fĂŒr ihre SteuererklĂ€rung von der Bochumer GLS
Treuhand e.V.
 
 

Karlsruhe: Blue, Charly und Delta - das gewitzte Trio der ZwergseidenhĂŒhner
ZwergseidenhĂŒhner im Zoo Karlsruhe mit Reviertierpflegerin Elyna Baur
 
Karlsruhe: Blue, Charly und Delta - das gewitzte Trio der ZwergseidenhĂŒhner
Weitere Haustierrasse im Streichelzoo des Zoologischen Stadtgartens

Oh, wo sind sie denn? Meist eng zusammengekuschelt dösten die drei kleinen ZwergseidenhĂŒhner bislang in der Aufzuchtstation des Streichelzoos unter der WĂ€rmelampe. Und hatten bereits unter den GĂ€sten des Zoologischen Stadtgartens ihre Fans, die die wuscheligen Gesellen - hellgelb, dunkelgrau und marmoriert - nun vermissen. „Nein, nein, es fehlt ihnen nichts“, beruhigt Reviertierpflegerin Elyna Baur am Dienstag einen Vater, als dieser sie mit den drei Minis auf dem Arm sah. Umzug ist angesagt! Denn das agile Trio, mittlerweile sieben Wochen alt und immer noch federleicht, bekommt ein grĂ¶ĂŸeres Gehege.

Kleines Pendant zum großen Sundheimer Huhn

Mit grobkörnigerem Sand, niedrige Sitzstangen zum KrĂ€ftigen der FĂŒĂŸe – und anstelle der Pellets fĂŒr KĂŒken nun das Futter der Erwachsenen. FĂŒrs Erste entziehen sich die kleinen ZwergseidenhĂŒhner damit den Blicken der Besucher. „Sie kommen wieder“, verspricht Baur den ZoogĂ€sten. Die Kleinen sollen noch ein bisschen krĂ€ftiger werden, um nicht im Gehege von den gewichtigen Sundheimern HĂŒhnern ĂŒberrannt zu werden. Denn: „HĂŒhner gehen nicht zimperlich mit Neuankömmlingen um. Wir gestalten auch noch etwas die Außenanlage um, damit unsere PuschelhĂŒhner, die ausgewachsen gerade einmal ein Pfund auf die Waage bringen, sich den Großen gegenĂŒber behaupten können“, so Baur. Man merkt, sie mag ihre neuen Zöglinge. Die flugunfĂ€hige Haustierrasse bleibe so „plĂŒschig, bildet kaum Federn aus“, erzĂ€hlt Baur. Sie seien keine HĂŒhner mit großer Legeleistung, eher Knuddeltiere fĂŒr Liebhaber und können sehr zutraulich werden. Und weil ihr glĂ€nzendes, wuscheliges Gefieder einem Fell Ă€hnelt, wurde frĂŒher ahnungslosen Kunden gegenĂŒber behauptet, dass es sich bei ZwergseidenhĂŒhnern um eine Kreuzung zwischen Kaninchen und HĂŒhner handle.

„Im Streichelzoo haben wir bereits das Sundheimer Huhn als große Haustierrasse. Idee ist, dazu ein kleines Pendant zu setzen, das auch bei Kindern beliebt ist“, erlĂ€utert Zooleiter Dr. Matthias Reinschmidt. Henne oder Hahn: Das ist erst klar, wenn einer der Kleinen mit rund drei Monaten einen Sporn ausbildet. „Wir vermuten, der dominante Blue, so nennen wir den Dunkelgrauen, ist ein Hahn“, so Baur. Charly, das hellgelbe KĂŒken, war von Anfang an sehr zutraulich. Nicht minder aufgeweckt sei der oder die mamorierte Delta, betont Baur, streichelt dem Zwergseidenhuhn ĂŒbers Köpfchen, ehe auch dieses im neuen Revier mit dem Picken anfĂ€ngt. Blue, Delta, Charly – das gewitzte Team eben. „Unsere kleinen Raptoren“, lacht Baur, womit erklĂ€rt ist, dass Jurassic Park zur Namenswahl inspiriert hat.
Mehr
 

ÖKO-TEST Haftpflichtversicherungen
Das ÖKO-TEST-Magazin Dezember 2015 gibt es seit dem 27.11. im Handel.
 
ÖKO-TEST Haftpflichtversicherungen
Preiswerte Rettungsanker

Das ÖKO-TEST-Magazin hat in der aktuellen Dezemberausgabe 263 Haftpflichtversicherungstarife genau unter die Lupe genommen. Das ResĂŒmee ist erfreulich: Alle beinhalten wesentliche Grundleistungen. Und die Angebote sind bezahlbar. Es lohnt sich aber ein Vergleich, denn die Preisunterschiede sind enorm.

Eine private Haftpflichtversicherung ist unverzichtbar Sie sichert die Existenz von SchĂ€digern sowie Opfern. Trotzdem sind in Deutschland rund 17,6 Millionen Menschen nicht abgesichert oder haben AltvertrĂ€ge mit viel zu geringen Versicherungssummen. Darauf macht ÖKO-TEST aufmerksam. Das Verbrauchermagazin hat aktuell Angebote analysiert, die mindestens einen Zehn-Millionen-Euro-Schutz bieten und einen Forderungsausfall decken, also auch dann leisten, wenn der Versicherte von einem anderen geschĂ€digt wird und dieser mittellos oder unterversichert ist. Alle untersuchten Tarife garantieren die wichtigsten Grundleistungen. Daher ist selbst ein mit Note 4 bewerteter Tarif deutlich besser als gar keine Absicherung.

Die Angebote sind allesamt finanzierbar. Dennoch sollte man die Preise gut vergleichen. Die gĂŒnstigsten liegen bei knapp 40 Euro, die teuersten verlangen das Vierfache. Auch die LeistungsumfĂ€nge variieren. FĂŒnf Anbieter gewĂ€hren beispielsweise keinen Forderungsausfallschutz, wenn der Schaden von einem Hund ausgeht. Andere zeigen sich großzĂŒgiger und garantieren auch dann Ausfallzahlungen, wenn der SchĂ€diger vorsĂ€tzlich handelt – also beispielsweise im Zorn zuschlĂ€gt.

ÖKO-TEST empfiehlt Verbrauchern eine möglichst hohe Absicherung. Am besten wĂ€hlt man den höchsten am Markt erhĂ€ltlichen Schutz von derzeit 50 Millionen Euro. Wer einen bestehenden Vertrag hat, sollte die Versicherungssumme ĂŒberprĂŒfen und gegebenenfalls anpassen.
Mehr
 

 
NABU zum neuen Entwurf fĂŒr einen Weltklimavertrag
Bei der ÜberprĂŒfung der Klimaziele nachschĂ€rfen

Der NABU hat den am spÀten Donnerstagabend vorgelegten Vertragsentwurf als wichtigen Schritt zur Verabschiedung eines neuen Weltklimaabkommens bewertet. Allerdings bleibt weiter unklar, wie das neue Ziel , die ErderwÀrmung auf weit unter zwei Grad zu begrenzen, auch erreicht werden soll.

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „Der Vorstoß Deutschlands und weiterer IndustrielĂ€nder gemeinsam mit einer Gruppe von Entwicklungs- und SchwellenlĂ€ndern, die ErderwĂ€rmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, war gut und hat sich im Vertragstext niedergeschlagen. Dieser Erfolg bleibt aber wirkungslos, wenn nicht noch weiter daran gearbeitet wird, den jetzt eingeschlagenen Pfad Richtung 2,7 Grad so schnell wie möglich zu verlassen. Wenn die Staaten den Klimaschutz ernst meinen, mĂŒssen sie ihre Klimaziele noch vor 2020 massiv nachschĂ€rfen. Alles andere hilft weder den EisbĂ€ren noch den Seychellen.“

Aus dem neuen Textentwurf ist der Begriff der Dekarbonisierung und damit der Verzicht auf fossile Energien wie Kohle, Öl und Gas herausgefallen. Stattdessen wird die Bezeichnung „emissionsneutral“ benutzt.

Tschimpke: „Diese Begrifflichkeit lĂ€sst eine scheunentorgroße Öffnung fĂŒr schĂ€dliche Atomkraft und die unterirdische Kohlendioxid-Speicherung zu. Das ist absolut inakzeptabel und konterkariert die BeschlĂŒsse des G7-Gipfels in Elmau.“
Mehr
 

 
Weltklimavertrag verabschiedet - 1,5 Grad-Ziel wichtiges Signal
Die klaffende LĂŒcke zwischen Anspruch und RealitĂ€t lĂ€sst sich nur durch den schnellen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas schließen

Der NABU hat den am heutigen Samstag in Paris verabschiedeten Weltklimavertrag als positives Signal gewertet. Endlich gebe es wieder eine gemeinsame Basis der gesamten Staatengemeinschaft fĂŒr den weltweiten Klimaschutz. Nach dem gescheiterten Versuch auf dem Klimagipfel 2009 in Kopenhagen sei jetzt ein Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll von 1997 auf den Weg gebracht worden. In den vergangenen vier Jahren wurde das Abkommen vorbereitet und seitdem haben sich fast alle 196 Vertragsstaaten zu Selbstverpflichtungen bekannt.

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „Der Weltklimavertrag setzt mit der Begrenzung der ErderwĂ€rmung auf 1,5 Grad ein wichtiges Signal. Dadurch klafft aber eine noch grĂ¶ĂŸere LĂŒcke zwischen Anspruch und RealitĂ€t. Wer die Fieberkurve der Erde kennt, muss jetzt auch die notwendige Medizin nehmen.“
Bisher laufen die vorgelegten freiwilligen KlimaschutzplĂ€ne der Staaten auf 2,7 Grad zu. Der Vertrag lĂ€sst offen, wie diese LĂŒcke geschlossen werden kann. „Wenn die Klimaziele, wie vorgesehen, erst 2023 ĂŒberprĂŒft und nachgeschĂ€rft werden, ist das eindeutig zu spĂ€t, um wieder auf den Pfad der Begrenzung der ErderwĂ€rmung auf maximal 1,5 Grad zu kommen“, so Tschimpke.

Eine entscheidende SchwĂ€chung sieht der NABU darin, dass der Begriff der Dekarbonisierung, den selbst die G7-Staaten in Elmau schon beschlossen hatten, in den letzen Verhandlungsstunden aus dem Vertrag gefallen ist. Denn damit wĂ€re eindeutig der Pfad fĂŒr eine weltweite Energiewende fĂŒr 100 Prozent naturvertrĂ€gliche erneuerbare Energien eingeschlagen worden. „Die jetzt genannten Begriffe ‚Balance zwischen Emissionen und Senken‘ mĂŒssen aber so interpretiert werden, dass sie tatsĂ€chlich ein Startsignal fĂŒr die notwendige naturvertrĂ€gliche Energiewende sind“, so Tschimpke weiter.

FĂŒr die EU, die selbst das 1,5 Grad-Ziel mit in die Debatte gebracht hat, bedeutet das Abkommen, dass die Klimaziele bis 2030 noch mal deutlich nachgeschĂ€rft werden mĂŒssen. Der NABU hat bereits bei der Verabschiedung der EU-Ziele fĂŒr 2030 die Minderung der CO2-Emissionen um 55 Prozent, die Erhöhung der Energieeffizienz um 40 Prozent und den Ausbau grĂŒner Energien um 45 Prozent gefordert. „Auch Deutschland muss durch einen schnelleren Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas bei den eigenen Klimazielen nachschĂ€rfen“, so Tschimpke.

Weitere Schwachpunkte des Abkommens sind, dass die Emissionen aus internationalem Luft- und Schiffsverkehr nicht einbezogen werden – beides Sektoren in denen starkes Wachstum prognostiziert wird und die bereits heute so viele Emissionen wie in ganz Deutschland erzeugen. Aus Naturschutzsicht besonders bitter ist, dass der rechtsverbindliche Schutz und Erhalt von Ökosystemen nicht mehr im Abkommen zu finden ist.

Positiv ist, dass die Themen „Verluste und SchĂ€den“ fest im Abkommen verankert sind. Ebenfalls positiv: Dass die 100 Milliarden US-Dollar jĂ€hrlich, die ab 2020 als konkrete Summe fĂŒr die UnterstĂŒtzung der Ärmsten bei Klimaschutz- und -anpassungsmaßnahmen zur VerfĂŒgung gestellt werden, genannt sind, wenn auch nur im unverbindlichen Teil.

Einen wichtigen Beitrag zum Erreichen eines gemeinsamen Abkommens haben Deutschland, insbesondere die deutschen VerhandlungsfĂŒhrer, und die EU durch das Schmieden neuer internationaler BĂŒndnisse geleistet. Insbesondere die sogenannte Koalition der Ehrgeizigen („High Ambition Coalition“) hat dazu beigetragen, dass die gewohnten Fronten aufgebrochen sind und neue Kompromisse gefunden wurden. Nach den Pariser Verhandlungen werden sich nun aber die Mitglieder dieser Koalition an ihren Ambitionen messen lassen mĂŒssen. „Wenn sich die Staatengemeinschaft nĂ€chstes Jahr zum Klimagipfel in Marrokko trifft, werden wir sehen, welchen Einfluss solche zwischenstaatlichen BĂŒndnisse tatsĂ€chlich haben“, so der NABU-PrĂ€sident.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 


Copyright 2010 - 2017 Benjamin Jäger