oekoplus - Freiburg
Dienstag, 24. Oktober 2017
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
Naturwaldentwicklung im Stadtwald: Dynamik ohne Steuerung
Freiburg, 23.3.2016 UmweltbĂŒrgermeisterin Stuchlik und das Forstamt erlĂ€utern die Bedeutung von Alt- und Totholz im Stadtwald

Im Jahr 1998 hat die Stadt Freiburg im Mooswald in der Abteilung „Hirschtrieb“ an der großen Richtstatt einen neun Hektar großen Eichenwald vertraglich still gelegt, als Teil eines ökologischen Ausgleichs fĂŒr Waldrodung. Der damals 140-jĂ€hrige ehemalige Mittelwald ist seither ohne forstliche Pflege und Holznutzung ganz den natĂŒrlichen Prozessen der Natur ĂŒberlassen. Die Forstleute sind hier nur noch Beobachter.

Heute, ein Vierteljahrhundert nach der letzten Holzernte, fand am Ort des Geschehens ein Pressetermin mit UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik, Hans Burgbacher, Leiter des stĂ€dtischen Forstamtes, und seiner Stellvertreterin Nicole Schmalfuß, statt. Dabei betonte Gerda Stuchlik: „FlĂ€chenstilllegungen wie diese und das Alt- und Totholzkonzept des Stadtwaldes tragen wesentlich dazu bei, unsere WĂ€lder als Lebensraum fĂŒr unzĂ€hlige Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und weiter zu entwickeln“.

Bereits 1996 wurde fĂŒr den Freiburger Stadtwald ein Alt- und Totholzkonzept entwickelt, das flĂ€chige Stilllegung mit dem Erhalt von Baumgruppen und EinzelbĂ€umen auf der gesamten FlĂ€che kombiniert. Heute gilt der Erhalt von BiotopbĂ€umen und Totholz in fast allen öffentlichen Forstbetrieben in Deutschland als Standard naturnaher Waldbewirtschaftung.

Umgeben von schlanken Hainbuchen stehen dicke, alte Eichen mit abgebrochenen Baumkronen, Spechtlöchern, Pilzkonsolen und kĂ€ferzerfressener Rinde. Am Boden liegen große StĂ€mme und TrĂŒmmer umgestĂŒrzter Baumriesen, halb vermodert und moosbewachsen. In den entstehenden LĂŒcken wachsen dicht an dicht junge BĂ€ume dem spĂ€rlichen Licht entgegen. Diese Alters- und Zerfallsphase des Waldes ist Teil der natĂŒrlichen Waldentwicklung, in vielen WirtschaftswĂ€ldern aber noch selten anzutreffen. Alt- und Totholz sind SchlĂŒsselstrukturen der BiodiversitĂ€t und Lebensraum fĂŒr unzĂ€hlige Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. Dazu gehören auch geschĂŒtzte und seltene Arten wie der HirschkĂ€fer, die Bechstein-Fledermaus und das grĂŒne Besenmoos.

Dass Naturwaldentwicklung kein Patentrezept ist, sondern Zielkonflikte mit sich bringt, erklĂ€rte Forstamtschef Hans Burgbacher: „Auf rund 300 Hektar stĂ€dtischer WaldflĂ€chen verzichten wir auf die Nutzung des nachwachsenden, naturvertrĂ€glich und regional produzierten wertvollen Rohstoffes Holz. Damit verzichten wir nicht nur auf Einnahmen, sondern auch auf den Beitrag, den Holzprodukte zur Reduktion von CO2 leisten.“

Gerade bei den EichenwĂ€ldern im Mooswald gibt es Zielkonflikte. Die Lebensraumverbesserung fĂŒr Alt- und Totholzarten geht bei flĂ€chiger Stilllegung nĂ€mlich zu Lasten lichter Waldstrukturen. Schmetterlinge und wĂ€rmeliebende Arten verschwinden, Lichtbaumarten wie die Eiche können sich kaum verjĂŒngen.

Daher gibt es im Stadtwald neben NaturwaldentwicklungsflĂ€chen auf weiteren 300 Hektar NaturschutzvorrangflĂ€chen, die regelmĂ€ĂŸig gepflegt werden. Pflanzspaten und SĂ€ge dienen dort vorrangig dem Arten- und Lebensraumschutz – und bei Bedarf der Verkehrssicherung. Ein Beispiel dafĂŒr ist der Schonwald Eichelgarten, wo das Forstamt in den nĂ€chsten Jahren geeignete LĂŒcken zwischen den alten MittelwaldbĂ€umen mit fast 20.000 jungen Eichen bepflanzen wird.

Insgesamt ist ein Zehntel des Freiburger Stadtwaldes als NaturschutzvorrangflĂ€che ausgewiesen. Auf der restlichen WaldflĂ€che bleibt es bei dem wichtigen Ziel, im Rahmen naturnaher Waldbewirtschaftung wertvolles Holz zu erziehen und zu ernten. Hier wird der Alt- und Totholzerhalt integriert, indem alte BĂ€ume mit Höhlen und Totholz als „Trittsteine“ weit verbreitet stehen bleiben. An Wegen und Orten, die bei Waldbesuchenden besonders beliebt sind, stehen bei forstlichen Maßnahmen zudem die Sicherheit der Menschen und die Erholungsnutzung im Vordergrund.
 
 


Ramelsloher Huhn / Foto: Thomas Jensen, Slow Food
 
"Wir brauchen eine Gemeinsame EU-ErnÀhrungspolitik"
Ursula Hudson beim 9. Forum for the Future of Agriculture in BrĂŒssel


Slow Food und 99 weitere Organisationen forderten die EuropĂ€ische Kommission anlĂ€sslich des am 22.3. in BrĂŒssel gehaltenen 9. Forum "Zukunft der Landwirtschaft" (Forum for the Future of Agriculture) in einem Brief an den PrĂ€sidenten der EuropĂ€ischen Kommission, Jean-Claude Juncker, dazu auf, eine Beurteilung der Wirksamkeit der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) durchzufĂŒhren.

Beim alljĂ€hrlichen Forum for the Future of Agriculture (FFA) geht es in BrĂŒssel um die Umsetzung einer zukunftsfĂ€higen Landwirtschaft, die unter anderem Rechnung fĂŒr die hoch bedenklichen Umweltherausforderungen trĂ€gt. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland und Mitglied des internationalen Vorstands von Slow Food, sprach beim FFA zum Themenblock Changing Societal Behaviour to achieve the Sustainable Development Goals (Gesellschaftliches Handeln Ă€ndern, um die UN-Nachhaltigkeitsziele zu erreichen).

Hudson machte in ihrer Rede die Dringlichkeit einer Evaluierung der aktuellen Gemeinsamen Agrarpolitik deutlich: "Slow Food und viele weitere Organisationen aus dem Bereich Landwirtschaft, Umwelt, Entwicklung, Klima, artgerechte Tierhaltung und ErnĂ€hrungssystem sind der Meinung, dass die Effizienz und EffektivitĂ€t der Gemeinsamen Agrarpolitik dringend geprĂŒft werden muss, denn sie scheint die europĂ€ischen Herausforderungen im Bereich Landwirtschaft und Umwelt nicht ĂŒberwinden und systemimmanente Probleme nicht beheben zu können. Der Existenzverlust vieler europĂ€ischer Bauern, die stĂ€ndige InstabilitĂ€t und Krisen auf dem europĂ€ischen Markt und ein System, welches statt den weiteren RĂŒckgang der biologischen Vielfalt und begrenzter natĂŒrlicher Ressourcen aufzuhalten Anreiz fĂŒr Überproduktion und Lebensmittelverschwendung schafft, sind nur einige Beispiele der negativen Folgen des aktuellen Lebensmittelsystems, von den Auswirkungen auf auslĂ€ndische MĂ€rkte mal ganz abgesehen".

Slow Food setzt sich schon lange dafĂŒr ein, das Bewusstsein der Verbraucher darĂŒber zu stĂ€rken, welche zentrale Rolle ihnen in der Verwirklichung der Agrarwende und eines zukunftsfĂ€higen ErnĂ€hrungssystems zukommt. Die politischen Grundlagen dĂŒrfen jedoch nicht fehlen: "Wenn wir in Europa wirklich auf ein ökologisch nachhaltiges ErnĂ€hrungssystem hinarbeiten wollen, mĂŒssen wir die Probleme an der Wurzel und entlang der ganzen Wertschöpfungskette bekĂ€mpfen. Der Fitness-Check der GAP soll dabei feststellen, ob dies der Fall ist, und hinterfragen, welche Art der Produktion von der EU finanziell unterstĂŒtzt wird. Fest steht: Wir brauchen ein ErnĂ€hrungssystem, das Lebensmittel im kulturellen, gesellschaftlichen und ökologischen Kontext sieht, ebenso wie im wirtschaftlichen, und wir brauchen politischen Willen, um dies zu unterstĂŒtzen. Wir brauchen eine Gemeinsame Nachhaltige EU-ErnĂ€hrungspolitik", so Hudson zum Abschluss.
Mehr
 

 
Karlsruhe: Der Ahornbaum ist der Favorit unter den JungbÀumen
Gartenbauamt pflanzte seit Herbst insgesamt 737 BĂ€ume

Der FrĂŒhling lockt bei vielen StadtbĂ€umen nun das erste BlattgrĂŒn hervor. Darunter sind auch JungbĂ€ume, die das Gartenbauamt in der vergangenen Pflanzperiode gepflanzt hat. 737 BĂ€ume kamen im Stadtgebiet neu in die Erde - der grĂ¶ĂŸere Teil der Pflanzung erfolgte im Herbst 2015 mit insgesamt 639 Exemplaren. Nicht ohne Grund bevorzugt das Gartenbauamt die Herbstpflanzung, welche die besseren Voraussetzungen fĂŒr ein gutes Anwachsen und Gedeihen bietet. Insbesondere die gute Feuchtigkeitsversorgung im Winter kommt den JungbĂ€umen zugute.

Damit die Neupflanzungen gut gedeihen, ist jetzt ein intensives BewĂ€ssern der BĂ€ume notwendig. Nur so können die jungen BĂ€ume die trockenen Wetterlagen gut ĂŒberstehen und sich einmal zu stattlichen BĂ€umen zu entwickeln, um dann unser Stadtbild und unser Stadtklima wohltuend zu verbessern.

412 Nachpflanzungen
Bei insgesamt 412 Exemplaren handelt es sich um Nachpflanzungen. Sie ersetzen SchadbĂ€ume, die aus SicherheitsgrĂŒnden gefĂ€llt werden mussten. 325 BĂ€ume wurden im Rahmen von Neubaumaßnahmen gepflanzt.

Hauptbaumart bei den Neupflanzungen stellen erneut die AhornbĂ€ume dar (180 Exemplare), gefolgt von den KirschbĂ€umen (84 StĂŒck) und Linden (77 StĂŒck). Im Westen des Stadtgebietes erhielt die umgestaltete Rheinstraße 13 neue BĂ€ume - zehn Ahorne, zwei Platanen sowie eine Linde. Und im Zuge der weiteren baulichen Entwicklung wurden im Technologiepark in Rintheim in verschiedenen Straßenbereichen insgesamt 22 BĂ€ume gepflanzt. So stehen nun in der Albert-Nestler-Straße acht junge Eichen, und das GrĂŒn in der Emmy-Noether-Straße wurde um weitere sieben Kastanien ergĂ€nzt.

Im Osten der Stadt erhielt der Kreativpark „Alter Schlachthof“ acht Gleditschien, die die ZwischenrĂ€ume zwischen den GebĂ€uden punktuell mit GrĂŒn akzentuieren und im Herbst die Kulturschaffenden und Besucher mit ihrem wunderschönen gelben Laub erfreuen. Wenn sich die BĂ€ume etwas weiter entwickelt haben, tragen diese wirkungsvoll zur Verbesserung des Kleinklimas in den doch sehr stark durch Asphalt und Pflaster geprĂ€gten Bereichen bei.

Aus gestalterischen und klimatischen ErwĂ€gungen werden neue Baumgebiete möglichst durchgĂ€ngig begrĂŒnt. Daher hat das Baugebiet "Ob den GĂ€rten" in Palmbach in der zu Ende gehenden Pflanzperiode noch einmal 13 BĂ€ume in verschiedenen Baumarten erhalten. Damit ist die Erschließung und DurchgrĂŒnung im öffentlichen Raum hier abgeschlossen.

In Grötzingen waren es 19 junge ApfelbĂ€ume, die im Zuge des zweigleisigen Ausbaus der S-Bahn-Strecke gepflanzt wurden. Und entlang einer Bahnstrecke wurden hier im Zusammenhang mit der LĂ€rmschutzmaßnahme der Deutschen Bahn sieben Zierkirschen sowie sechs Hainbuchen neu gepflanzt. Vom Engagement der Allianz-Umweltstiftung profitiert die Nordweststadt, wo im Dezember die ersten der 125 gespendeten BĂ€ume im Bereich der Schweigener Straße gepflanzt wurden.

ObstbÀume auf dem Schulhof
Die grĂ¶ĂŸeren Pflanzmaßnahmen wurden durch zahlreiche kleinere Baumpflanzungen ergĂ€nzt, etwa in Schulhöfen oder Freianlagen von Kindertageseinrichtungen. So können sich die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Sophie-Scholl-Realschule ĂŒber 13 ObstbĂ€ume freuen, die das Gartenbauamt im Rahmen eines Beteiligungsprojektes im großen Schulhof gepflanzt hat. Wenn die BĂ€ume etwas grĂ¶ĂŸer sind, können die MĂ€dchen und Jungen die FrĂŒchte selbst ernten und verwerten.
Mehr
 

 
Ostervorbereitungstag im KonTiKi auf dem Mundenhof
Am Karfreitag, 25. MĂ€rz, von 14 bis 17 Uhr laden die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KonTiKi (Kontakt-Tier-Kind) alle
Interessierten zum „Ostertag im KonTiKi“ ein. Es ist ein Nachmittag,
um sich zusammen mit der ganzen Familie auf das Osterfest
vorzubereiten und vielleicht noch etwas dafĂŒr zu tun.

Wie in den Vorjahren können die frisch geschlĂŒpften HĂŒhnerkĂŒken im
Stall und die KonTiKi-Ziegen und -Schafe auf der Koppel besucht
werden. Wer Lust hat, fÀrbt Ostereier mit Pflanzenfarben und bastelt
Osterschmuck aus Naturmaterialien. An einem besonderen Stand
wird auf kĂŒnstlerische Weise Metall bearbeitet. Nach getanem Werk
können sich alle kleinen und großen Leute mit selbst gebackenen
Waffeln stĂ€rken. Bei gĂŒnstiger Witterung können Kinder ab 15 Uhr
fĂŒr 2 Euro eine Runde auf den SchwarzwĂ€lder Pferden reiten.

Der Eintritt ist frei. An manchen StÀnden wird eine
Unkostenpauschale erhoben.
 
 

 
NABU zum Bundesverkehrswegeplan
Projekte wie Fehmarnbeltquerung zeigen Konzeptlosigkeit des Verkehrsministers

Festhalten an Mammutvorhaben ist rĂŒckschrittlich

Der NABU kritisiert den am heutigen Mittwoch von Verkehrsminister Dobrindt vorgestellten Bundesverkehrswegeplan als rĂŒckschrittlich und wenig nachhaltig. Das Festhalten an ausufernden und ĂŒberflĂŒssigen Großprojekten wie der festen Fehmarnbeltquerung zwischen Deutschland und DĂ€nemark steht nach Ansicht des Umweltverbandes fĂŒr eine Konzeptlosigkeit der Bundesregierung im Hinblick auf Umwelt- und Klimaschutz im Verkehrssektor. Mammutvorhaben wie die Beltquerung und deren Hinterlandanbindung sind verkehrspolitisch zweifelhaft und haben massive Eingriffe in die Natur zur Folge. Sollte der Plan des Bundesministers auch in anderen Punkten dieser Logik folgen, rĂŒckt ein nachhaltiger und zukunftsfĂ€higer Umbau der Verkehrsinfrastruktur in immer weitere Ferne. Der NABU kĂŒndigte an, den Plan in den kommenden Wochen intensiv zu prĂŒfen und Alternativen aufzeigen, um wenigstens die schlimmsten Eingriffe zu vermeiden.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Verkehrsminister Dobrindt scheint leider kein Konzept fĂŒr die Zukunft des Verkehrs zu haben, das auch den Klimaschutzzielen Rechnung trĂ€gt. Unsere erste PrĂŒfung lĂ€sst nicht erkennen, wie aus den unzusammenhĂ€ngenden Einzelmaßnahmen ein zukunftsfĂ€higes Verkehrsnetz fĂŒr Deutschland und Europa werden soll. Dabei brauchen wir, gerade jetzt und angesichts des Zustands unserer Straßen, Schienen und FlĂŒsse, die richtigen Impulse fĂŒr eine nachhaltige Verkehrspolitik.“

Nach Ansicht des NABU muss die PrioritĂ€t dabei – neben dem Erhalt bestehender Infrastruktur – vor allem auf der Förderung ökologisch sinnvoller VerkehrstrĂ€ger wie Bahn und Binnenschiff liegen und ein schlĂŒssiges Gesamtkonzept ergeben. Mit diesem Anspruch hatte das Bundesverkehrsministerium ursprĂŒnglich auch den Entwurf begonnen und zur Beteiligung an dem Konzept aufgerufen. Auch der NABU hatte sich hieran beteiligt.

„Im neuen Plan sind immer noch viel zu hohe Investitionen vorgesehen fĂŒr den Straßenverkehr und Neubauvorhaben. Darunter fallen so zweifelhafte Projekte wie die Hinterlandanbindung fĂŒr die feste Fehmarnbeltquerung zwischen Deutschland und DĂ€nemark, die nachweislich auf völlig ĂŒberschĂ€tzten Verkehrsprognosen beruht. Allein diese Maßnahme wird laut neuem Bundesverkehrswegeplan rund eine Milliarde Euro teurer als ursprĂŒnglich geplant. Die Zusatzkosten fĂŒr den bereits beschlossenen Neubau einer neuen Fehmarnsundquerung sind dabei noch gar nicht berĂŒcksichtigt“, kritisierte Miller.

Der NABU befĂŒrchtet massive volkswirtschaftliche SchĂ€den durch das ĂŒberflĂŒssige Fehmarnbeltquerungs-Projekt. „Das Geld wĂ€re an anderer Stelle deutlich sinnvoller investiert. Doch die Chance, eine umweltfreundliche Verkehrswende einzuleiten, hat Minister Dobrindt vertan. Mit diesem Konzept werden wir auch im Jahr 2030 mit einer veralteten Infrastruktur dastehen“, so Miller.

Erst am Montag hatte der NABU ein Gutachten vorgestellt, das den Bedarf der festen Fehmarnbeltquerung in Zweifel zieht, da der SchienengĂŒterverkehr zwischen Deutschland und Skandinavien seit Jahren stagniert und sogar leicht rĂŒcklĂ€ufig ist. Entsprechend wĂ€ren die auf dĂ€nischer Seite fest eingeplanten ZuschĂŒsse aus europĂ€ischen Fördermitteln ungerechtfertigt und könnten durch einen Wegfall die Kosten fĂŒr das Projekt weiter in die Höhe treiben.
Mehr
 

 
Energiewendetage in Baden-WĂŒrttemberg am 17. und 18. September 2016
Die bewÀhrte Veranstaltungsreihe feiert in diesem Jahr ihr 10-jÀhriges JubilÀum

Jetzt anmelden und dabei sein – das Umweltministerium unterstĂŒtzt lokale Akteure mit Standausstattung, Giveaways und individuellem Pressepaket

Die Energiewendetage Baden-WĂŒrttemberg feiern in diesem Jahr ihr 10-jĂ€hriges JubilĂ€um und finden wie gewohnt nach den Sommerferien statt, in diesem Jahr am 17. und 18. September.

Unter dem Motto „Wenden Sie mit!“ sind lokale Veranstalter im ganzen Land aufgerufen, mit Aktionen, Projekten, Messen und Tagen der offenen TĂŒr die Energiewende erlebbar und begreifbar zu machen. BĂŒrgerinnen und BĂŒrger können sich zu den unterschiedlichsten Aspekten rund um die Themen erneuerbare Energien, Versorgungssicherheit, Energieeffizienz und Klimaschutz Informationen und Tipps holen, um selbst Teil der Energiewende zu werden.

„Die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger vor Ort ĂŒber die zahleichen Facetten der Energiewende zu informieren und mit ihnen dazu in den Dialog zu treten, sind unverzichtbare Elemente zur Erreichung unserer Klimaschutzziele“, lobt Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller das große Engagement der vielen Veranstalter, die sich Jahr fĂŒr Jahr an den Energiewendetagen beteiligen.

Auch im JubilĂ€umsjahr unterstĂŒtzt das Umweltministerium Baden-WĂŒrttemberg die lokalen Akteure mit kostenloser Standausstattung, diversen Informationsmaterialien und Giveaways sowie einem Pressepaket zur individuellen Bewerbung ihrer Veranstaltungen. Mit der Anmeldung zu den Energiewendetagen wird jede Aktion auf der Webseite www.energiewendetage-bw.de in einer Landkarte eingetragen und erfĂ€hrt so landesweite Aufmerksamkeit.

„Ich bin ĂŒberzeugt, dass die Energiewendetage 2016 an die langjĂ€hrige Tradition anknĂŒpfen und die Veranstalter wieder zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher an ihren StĂ€nden begrĂŒĂŸen dĂŒrfen. Die Energiewendetage sind eine Veranstaltung von Akteuren im Land fĂŒr die Menschen im Land und ein Schub fĂŒr die Energiewende“, so Umweltminister Untersteller.

Die Anmeldung zu den Energiewendetagen ist ab 21. MĂ€rz 2016 möglich unter www.energiewendetage-bw.de. Hier sind auch Ideen und Anregungen fĂŒr mögliche Veranstaltungen und deren erfolgreiche Umsetzung sowie die Kontaktdaten der ausfĂŒhrenden Agentur eingestellt.
Mehr
 

 
NABU: Achtung, die Osterkröten kommen
Mildes Wetter lĂ€sst pĂŒnktlich zu Ostern die Amphiben wandern

Der NABU macht zu Ostern darauf aufmerksam, dass jetzt die Krötenwanderung beginnt. Wo Straßen die Wanderwege von Fröschen und Kröten kreuzen, haben NaturschĂŒtzer schon vor Wochen ZĂ€une gespannt und Sammeleimer im Boden versenkt. Doch bisher blieb der Ansturm der Amphibien weitgehend aus, da die NĂ€chte zu kalt waren. Um sich vor Feinden zu schĂŒtzen, wandern die Tiere bevorzugt wĂ€hrend der Dunkelheit. Amphibien können ihre Körpertemperatur nicht selbst regeln. Erst bei plus fĂŒnf Grad Celsius, besser noch bei zehn Grad Außentemperatur laufen sie los. Wenn es dann noch regnet und kein heftiger Wind weht, sind die Tiere erst recht auf dem Weg zu den LaichgewĂ€ssern. Genau solche Bedingungen sagt der Deutsche Wetterdienst fĂŒr das Osterwochenende voraus. Nach EinschĂ€tzung des NABU ist daher zumindest in den FlusstĂ€lern und Niederungen ab Karfreitag bundesweit mit Nacht fĂŒr Nacht zunehmenden Amphibienwanderungen zu rechnen.

In besonders begĂŒnstigten Lagen wie dem sĂŒdlichen Oberrhein und der Kölner Bucht haben die Wanderungen bereits am vergangenen Wochenende zaghaft eingesetzt. Auch von der Elbe bei Stendal sowie aus den Marschen und Geestgebieten bei Bremen und bei Vechta liegen Beobachtungen vor. Nach der milden und verbreitet regnerischen Nacht zu Dienstag erreichten den NABU zudem Meldungen zum Beginn der Wanderungen im Raum Hannover, an der Lahn in Mittelhessen, im nördlichen Saarland bei Weiskirchen und im oberfrĂ€nkischen Coburg.

„Der grĂ¶ĂŸte Teil der wandernden Amphibien sind Erdkröten. Ihre innere Uhr sagt ihnen, dass es nun höchste Zeit fĂŒr die Fortpflanzung ist. Bei anhaltend guten Bedingungen werden daher vielerorts innerhalb von nur einer oder zwei Wochen sĂ€mtliche Kröten zu den LaichgewĂ€ssern wandern. Mit zunehmender Höhenlage tritt dies temperaturbedingt erst spĂ€ter ein. An manchen Teichen quakt es dennoch schon jetzt. Meist sind es Grasfrösche, die anderes als die Kröten bereits an milden Wintertagen angewandert sind oder den Winter komplett im Teich verbracht haben“, so Sascha Schleich, NABU-Amphibienexperte.

FĂŒr die NABU-Gruppen bedeutet das Extraschichten an den Feiertagen. Naturfreundinnen und Naturfreunde, die mithelfen möchten, sind ĂŒberall willkommen. Die ZĂ€une und Sammeleimer werden in der Regel zweimal tĂ€glich kontrolliert, zunĂ€chst am Abend fĂŒr die erste „Wanderwelle“ und dann noch einmal frĂŒhmorgens, um die restlichen Wanderer der Nacht zu erfassen.
Mehr
 

 
NABU fordert "Fitness Check" fĂŒr EU-Agrarpolitik
Juncker muss Agrarsubventionen auf den PrĂŒfstand stellen – nicht die Umweltgesetze

Der NABU und sein Dachverband BirdLife International fordern gemeinsam mit einem breiten BĂŒndnis von ĂŒber 80 europĂ€ischen Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen, Umwelt, Gesundheit und ErnĂ€hrung EU-KommissionsprĂ€sident Jean-Claude Juncker auf, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU einem „Fitness Check“ zu unterziehen.

In einem offenen Brief an KommissionsprÀsident Juncker kritisieren die VerbÀnde, dass die GAP trotz mehrfacher Reformversuche völlig ungeeignet sei, die riesigen Herausforderungen im Bereich Landwirtschaft, ErnÀhrung, Klima- und Ressourcenschutz zu lösen.

„Wir brauchen eine unvoreingenommene Diskussion und eine grundlegende Neuausrichtung der Agrarpolitik, keine weiteren kosmetischen Reförmchen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Eine Reihe von Studien hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die intensive Landwirtschaft ein wesentlicher Grund fĂŒr den RĂŒckgang der Artenvielfalt und die Belastung von Wasser und Boden in Europa ist. Bis 2050 wird der Agrarsektor ein Drittel der Treibhausgase der EU ausstoßen. Hinzu kommen die dramatische wirtschaftliche Lage vieler bĂ€uerlicher Betriebe, die MissstĂ€nde im Tierschutz und die negativen EinflĂŒsse auf Ökosysteme und AgrarmĂ€rkte in EntwicklungslĂ€ndern. „Die GAP wie sie heute ist, scheint nicht in der Lage, diese Probleme in den Griff zu bekommen“, so Tschimpke.

Als Teil ihrer BemĂŒhungen zur „EntbĂŒrokratisierung“ fĂŒhrt die EU-Kommission derzeit eine Reihe sogenannter Fitness Checks durch, wobei sie allerdings bisher vor allem auf den Abbau von Regeln im Umwelt- und Sozialbereich abzielt. Laut NABU ist es nun Zeit, die gleichen Fragen an die Agrarpolitik zu stellen: ErfĂŒllt sie noch ihren Zweck? Stehen Kosten und Nutzen fĂŒr den Steuerzahler im richtigen VerhĂ€ltnis? TrĂ€gt sie dazu bei, die internationalen Verpflichtungen der EU zu erfĂŒllen? Wird sie vom BĂŒrger akzeptiert? Besitzt sie einen echten Mehrwert?

2017 werden VorschlĂ€ge der EU-Kommission fĂŒr den kĂŒnftigen EU-Haushalt und die Agrarpolitik im Zeitraum 2021-2027 erwartet. Dabei geht es um die Verteilung von insgesamt einer Billion Euro, wovon bisher 40 Prozent (knapp 60 Milliarden Euro jĂ€hrlich) in den Agrarsektor fließen.

Download des europÀischen VerbÀndebriefs in Englisch unter tiny.cc/CAPFC (ab 22. MÀrz, 10 Uhr).
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 


Copyright 2010 - 2017 Benjamin Jäger