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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Wolf MT6 ist tot
Gemeinsame Stellungnahme der UmweltverbÀnde IFAW, NABU und WWF

Der Wolf MT6 ist getötet worden, wie das niedersĂ€chsische Umweltministerium mitgeteilt hat. In einer gemeinsamen Stellungnahme Ă€ußerten die NaturschutzverbĂ€nde IFAW, NABU und WWF Bedauern ĂŒber den Tod des Tieres und zugleich VerstĂ€ndnis fĂŒr die Entscheidung. Auch wenn das Schicksal des Einzeltieres tragisch sei, habe MT6 durch sein auffĂ€lliges Verhalten ein nicht mehr zu kalkulierendes Risiko fĂŒr Menschen dargestellt. Zuvor hatte das niedersĂ€chsische Umweltministerium entschieden, den Wolf wenn möglich einzufangen und in ein Gehege zu bringen. MT6 hatte sich wiederholt Menschen mit Hunden genĂ€hert und generell ein unberechenbares Verhalten an den Tag gelegt. VergrĂ€mungsaktionen hatten in den vergangenen Monaten keine Erfolge gezeigt. Experten waren sich einig, dass erneute oder weitere VergrĂ€mungsversuche bei dem Wolf MT6 nicht dazu fĂŒhren wĂŒrden, dass er sein Verhalten Ă€ndert. Aufgrund dieser fachlichen EinschĂ€tzung ist die Entnahme des Tieres fĂŒr die VerbĂ€nde nachvollziehbar.

„Die dauerhafte RĂŒckkehr des Wolfs nach Deutschland ist nur mit der breiten Akzeptanz der Bevölkerung möglich. Es muss daher vermieden werden, dass einzelne auffĂ€llige Wölfe die Akzeptanz der ganzen Art gefĂ€hrden. Auch muss verhindert werden, dass ein auffĂ€lliger Wolf sein Verhalten an den Nachwuchs weitergibt und somit möglicherweise ein ganzes Rudel auffĂ€lliges Verhalten zeigt“, so die VerbĂ€nde. Um derartige VorfĂ€lle zukĂŒnftig zu vermeiden, forderten die VerbĂ€nde ein besseres und effizienteres Management seitens der Behörden an - vor allem in potentiellen KonfliktfĂ€llen.

Kritisch ist nach gemeinsamer Auffassung der VerbĂ€nde, dass nicht ausreichend untersucht ist, wodurch das auffĂ€llige Verhalten von MT6 ausgelöst wurde. „Wir plĂ€dieren ausdrĂŒcklich fĂŒr die intensive Beobachtung des Munsteraner Rudels, aus dem das Tier ursprĂŒnglich stammt. Ziel muss es sein, dass sich ein Verhalten bei anderen Wölfen nicht wiederholt. FĂŒr den Fall, dass weitere Tiere auffĂ€lliges Verhalten zeigen, sollten zeitnah umfassende VergrĂ€mungsmethoden eingeleitet werden. Da es besonders gefĂ€hrlich wird, wenn Wölfe durch Menschen angefĂŒttert werden und man sie auf diese Weise lehrt, Menschen aktiv aufzusuchen, muss die AufklĂ€rungsarbeit auch seitens der zustĂ€ndigen Behörden weiter intensiviert werden“, so IFAW, NABU und WWF.

Zugleich betonten alle drei VerbĂ€nde einhellig, dass sich aus dem aktuellen Fall keine GesetzmĂ€ĂŸigkeit ableiten lĂ€sst. „Der Wolf ist eine in Deutschland streng geschĂŒtzte Tierart. Jedes potentiell kritische Verhalten muss gesondert bewertet werden. Richtschnur und Leitlinie hierfĂŒr muss ein entsprechender Wolfs-Managementplan sein, der von den einzelnen BundeslĂ€ndern im Vorfeld erarbeitet wurde. Die EinschĂ€tzung von KonfliktfĂ€llen beruht dabei auf einer Veröffentlichung des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz zum Umgang mit Wölfen in Deutschland“, so die VerbĂ€nde.
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Energiewende zu Hause: Solar und Brennstoffzelle
Am Samstag, 30. April bieten der gemeinnĂŒtzige Verein ECOtrinova e.V. und Mitveranstalter des Samstags-Forums Regio Freiburg unterstĂŒtzt vom Agenda21-BĂŒro Freiburg zwei kostenlose FĂŒhrungen an zur praktischen Energiewende in kleinen WohngebĂ€uden. Von 10.00 - 11 Uhr werden Solarstrom, SolarwĂ€rme und WĂ€rmedĂ€mmung mit Eigenmontage sachkundig gezeigt in einem Altbau in Freiburg-Haslach, Britzingerstr.. Von 12:00 bis 13 Uhr wird in Au im Hexental, Waldstr., in einem Niedrigenergiehaus erstmals eine großserienreife Strom erzeugende Heizung mit Brennstoffzelle statt Motor vorgefĂŒhrt mit Thomas Basler, SenerTec Center SĂŒdbaden, Schopfheim. Wegen begrenzten Platzes ist jeweils Anmeldung erbeten bis 29. April mittags an ecotrinova@web.de oder Tel. 0761-5950161 privat. Angemeldete erhalten Angaben zu Ort und Anfahrt mit ÖPNV. Schirmherrin ist die Freiburger UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.

HauseigentĂŒmer sind entscheidende Akteure fĂŒr die Energiewende von unten zu Hause. -
VieljĂ€hrige und aktuelle gute Erfahrungen mit schrittweiser Energiesanierung als Energiewende von unten bestehen bei einem Einfamilienhaus Baujahr 1974 in Freiburg-Haslach mit sachkundiger Eigenmontage einer SolarwĂ€rmeanlage, einer 3,5 kW-Solarstromanlage, der WĂ€rmedĂ€mmung des GebĂ€udes und mit dem Betrieb einer neuen Brennwerttherme und eines Kachelofens. Der Solarstrom wird fĂŒr Netzeinspeisung, fĂŒr Eigenstrom und fĂŒrs elektrische Fahrrad (Pedelec) verwendet.

FĂŒr die GebĂ€udeheizung und Warmwasser bei Ein- bis DreifamilienhĂ€usern stehen jetzt von mehreren Anbietern neu und großserienreif hocheffiziente umweltfreundliche Strom erzeugende Heizungen (Mini-BHKW) mit Brennstoffzellen statt Motoren zur VerfĂŒgung in der Leistungsklasse mit rund 1 Kilowatt elektrischer und 1 Kilowatt WĂ€rmeleistung. ECOtrinova mit Samstags-Forum Regio Freiburg zeigt am 30.4. in der Region in Au im Hexental erstmals öffentlich eine Anlage dieser ganz neuen langlebigen GerĂ€tegeneration in Betrieb bei privat in einem Einfamilien-Niedrigenergiehaus Baujahr 2000.
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Der Natur auf der Spur: Die NaturErlebnisWoche setzt Zeichen
Freiburg. „ Nur wer Natur kennt, kann Umwelt schĂŒtzen“. Unter diesem Motto findet am 1. Mai 2016 ĂŒberall in Deutschland bereits zum zehnten Mal der NaturErlebnisTag statt. In Baden-WĂŒrttemberg findet vom 30. April – 8. Mai 2016 zeitgleich sogar eine ganze NaturErlebnisWoche statt. Auch der Zukunftleben e.V. ist mit dabei und ermöglicht Erlebnishungrigen, die Vielfalt der Natur am Schlossberg kennen zu lernen.

Zu spannenden WildkrĂ€uterfĂŒhrungen sind alle eingeladen, die entdecken und schmecken möchten, welche essbaren SchĂ€tze die Natur in Wald und Wiese bietet – und bei welchen Giftpflanzen Vorsicht geboten ist. Ein ergĂ€nzender Vortrag vertieft die gesundheitlichen Wirkungen von WildkrĂ€utern.

Bei einer FledermausfĂŒhrung können Kinder und Erwachsene die Nachttiere beobachten und ihren Rufen mit Hilfe eines Ultraschalldetektors lauschen. Sie erfahren dabei allerlei Spannendes und Wissenswertes rund um das Leben der FledermĂ€use und ĂŒber die hĂ€ufigsten heimischen Arten.


WildkrĂ€uterfĂŒhrung an Freiburgs Stadtrand: So., 1.5.2016, 15:30–17:30; Teilnehmerbeitrag: 10 Euro

WildkrÀuter-Vortrag (Gesundheitsaspekte): Fr, 6.5.2016, 19:30 - 20:30 auf Spendenbasis; im Treffpunkt Freiburg, Schwabentorring 2

FledermausfĂŒhrung: Fledermaus-FamilienfĂŒhrung in Freiburg: Sa., 7.5.2016, 21:30 - 22:30 Teilnehmerbeitrag: 5 -10 Euro

WildkrĂ€uterfĂŒhrung & Zubereitung fruchtiger WildkrĂ€uter-Smoothies: So., 8.5.2016, 15:30–18:30 Teilnehmerbeitrag: 10 - 15 Euro (man kann auch nur zur FĂŒhrung kommen)


Treffpunkt fĂŒr alle FĂŒhrungen: FußgĂ€ngerbrĂŒcke beim Schwabentor (Goldschmiede)
Anmeldung: an info@zukunftleben.net
Leitung: Eva Georg, Biologin & NaturpÀdagogin
http://zukunftleben.net/naturakademie/wildkraeuter2016


„Es macht einfach Spaß, Leute in die Natur hinauszufĂŒhren. Und es ist ein tolles GefĂŒhl, mit unseren Aktionen Teil einer bundesweiten Initiative zu sein, die mithilft, dass Menschen wieder ihre natĂŒrlichen Lebensgrundlagen entdecken.“, so Eva Georg vom Zukunftleben e.V. im Vorfeld der Aktion.

„Ziel der NaturErlebnisWoche ist es, den Leuten ohne erhobenen Zeigefinger die ganze Faszination der Natur ebenso zu vermitteln, wie ZusammenhĂ€nge in der Landschaft“, erklĂ€rt Claus-Peter Hutter von der baden-wĂŒrttembergischen Umweltakademie, welche im Zusammenwirken mit den Umweltakademien der anderen LĂ€nder und weiteren Partnern die NaturErlebnisWoche ins Leben gerufen hat.
Hutter begrĂŒĂŸt die große Bereitschaft zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer bei Wandervereinen, Natur- und UmweltverbĂ€nden, Heimatorganisationen, Naturparks, Naturschutzzentren, Freilichtmuseen und vielen anderen Institutionen am bundesweiten NaturErlebnisTag bzw. an der NaturErlebnisWoche mitzumachen und damit einen wichtigen Beitrag fĂŒr eine stĂ€rkere Sensibilisierung in Sachen Natur und Landschaft zu leisten. Die NaturErlebnisWoche ist, nach Mitteilung der Umweltakademie, auch ein Beitrag gegen die immer grĂ¶ĂŸer werdende Wissenserosion in Sachen Natur und Umwelt.

An rund 1.300 Orten bundesweit besteht fĂŒr Familien und auch alle anderen Interessenten die Möglichkeit, die ganze Faszination der Natur kennenzulernen, den Geheimnissen der Tiere und Pflanzen in Wald und Flur auf die Spur zu kommen oder auch ökologische ZusammenhĂ€nge nĂ€her zu ergrĂŒnden. Denn ĂŒberall stehen fachkundige GesprĂ€chspartner und viele freiwillige Helfer zur VerfĂŒgung, die ganz ohne erhobenen Zeigefinger ihre GĂ€ste bei den jeweiligen Events mit dem Thema Natur, Landschaft, Umwelt und Nachhaltigkeit vertraut machen.
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Zu Besuch bei Eulen und FledermÀusen, Riesen und Einhörnern
Nacht der Umwelt am Mittwoch, 4. Mai, mit garantiert schlaflosem Programm

Wenn spÀtabends die Lichter in den Freiburger Wohnungen
ausgehen, werden im Stadtwald, am Waldsee oder im
Sternwald die Nachttiere munter. Bei der sechsten Nacht der
Umwelt am Mittwoch, 4. Mai, haben die Freiburgerinnen und
Freiburger wieder die Gelegenheit, bei diesem Ereignis dabei
zu sein. Ab 18 Uhr laden das Umweltschutzamt und das
Forstamt zu acht spannenden Touren durch die Nacht ein.

Los geht es um 18 Uhr mit einem ornithologischen
Abendspaziergang durch den nÀchtlichen Sternwald. Der
Vogelkundler Frank Hohlfeld zeigt, erlauscht und erklÀrt, wie
die Vögel in der DÀmmerung zur Ruhe kommen, wo sie
schlafen und welche von ihnen nachts aktiv sind. Treffpunkt
ist der Parkplatz an der GaststÀtte Waldsee. Wer ein Fernglas
besitzt, sollte es mitbringen.

Ebenfalls um 18 Uhr bietet Revierförster Bernhard Friedmann
eine gefĂŒhrte Nachtwanderung in die Blaue Stunde im
Stadtwald an. Treffpunkt ist am Bahnhof Littenweiler, die
Wanderung dauert etwa vier Stunden.

„ZurĂŒck in die Heißzeit - Die Klimageschichte der Erde“ startet
um 18 Uhr fĂŒr Erwachsene und Jugendliche ab etwa 12
Jahren im Planetarium in der Bismarckallee 10 und dauert
eine Stunde. Kommen Sie mit auf eine Reise durch die
Geschichte des Klimas der Erde.

FĂŒr Jugendliche und Familien mit Kindern ab acht Jahren
findet um 18.30 Uhr die FĂŒhrung „Unterwegs zu den Eulen -
entdecken und Beobachten von Nachttieren“ statt. Gisela
Friedrich, Leiterin der Naturjugend im NABU, kann dank
fundierter Orts- und Naturkenntnis spannende Geschichten
ĂŒber nachtaktive Tiere erzĂ€hlen. Treffpunkt ist der Parkplatz
an der GaststĂ€tte Waldsee. Die FĂŒhrung dauert etwa zwei
Stunden.

Ab 19 Uhr bietet das Forstamt die Möglichkeit, die Zeit
zwischen DĂ€mmerung und Nacht auf einem Hochsitz im
Sternwald und am Roßkopf zu erfahren. Wer Interesse hat,
kann fĂŒr rund drei Stunden den Einbruch der Nacht in beiden
Forstrevieren erleben. Stille und Dunkelheit schÀrfen die
Wahrnehmung und mit etwas GlĂŒck kann man Wildtiere
beobachten. Warme Kleidung und Sitzunterlagen werden
empfohlen, FernglÀser nur dann, wenn sie besonders
lichtstark sind. Treffpunkt im Revier Sternwald ist der Bahnhof
in Littenweiler, fĂŒr das Revier Roßkopf ist der Treffpunkt am
Forsthaus in der KartĂ€userstraße 129. Das Forstamt
organisiert den Transfer zum Hochsitz und zurĂŒck.
Anschließend können Erlebnisse und Beobachtungen
ausgetauscht werden.

Ebenfalls um 19 Uhr findet eine nÀchtliche Fackelwanderung
zu den Waldmenschen statt. Mit dem KĂŒnstler Thomas Rees
können die Nachtwanderer die 17 Skulpturen entlang des
Pfades bestaunen und dabei schlafende Riesen, Wurzelkopf,
WĂ€chter, Einhorn, Langnasen und Schneewittchen
entdecken. Hinter jeder Skulptur steckt ein eigenes MĂ€rchen.
Die Fackelwanderung beginnt am Parkplatz beim Waldhaus
und dauert etwa anderthalb Stunden.

Um 20.30 Uhr beginnt die Exkursion „FledermĂ€use am
Waldsee“. Experte Edmund Hensle informiert ĂŒber die
nachtaktiven Flieger: Noch heute werden FledermÀuse als
unheimliche oder magische Tiere beschrieben – nicht zuletzt
wegen der nÀchtlichen Lebensweise und dem gerÀuschlosen
Flug. Mit NachtsichtgerÀten erhalten die Besucherinnen und
Besucher Einblicke in das wirkliche Leben der FledermÀuse,
die nachts am Waldsee Insekten jagen. Und sie erfahren,
weshalb sie unsere Hilfe brauchen. Bei geeigneter Witterung
können sogar unterschiedliche Fledermausarten identifiziert
werden. Treffpunkt ist das Bootshaus am Waldsee.

Um 21 Uhr gibt es die Gelegenheit, den Mundenhof bei Nacht
zu erleben. Wo kuscheln sich die ErdmÀnnchen nachts
zusammen und welch ungewöhnliche Art zu schlafen haben
sich die JavanerÀffchen ausgesucht? Hier, wo normalerweise
um diese Zeit alles verlassen und ruhig ist, können Kinder
und Erwachsene erfahren, was sich nachts bei den Tieren tut.

Die zweistĂŒndige Tour beginnt beim Steinaffen in der NĂ€he
des Aquariums.


Anmeldung: Die Teilnahme ist bei allen Terminen kostenlos,
die Teilnehmerzahlen sind aber begrenzt. Eine Anmeldung ist
bis Montag, 2. Mai, unter Tel. 0761 / 201-6115 oder per Mail
an umweltschutzamt@stadt.freiburg.de erforderlich.
 
 

 
Von Obertönen bis zu wilden Katzen
Die Termine des Waldhauses im Mai 2016

Sonntag, 8. Mai, 11 Uhr
Konzertmatinee AnChora und Obertonchor Spektrum aus Prag:
FrĂŒhlingsstimmen am Waldrand
Der Freiburger Chor AnChora unter der Leitung von Martina Freytag
prĂ€sentiert sich im Waldhaus frĂŒhlingsfrisch mit einem frechen Mix
aus Rock, Pop, Schlager und Soul. Einen Kontrast besonderer Art
bietet der Obertonchor Spektrum aus Prag unter der Leitung von Jan
Stanek. In der VerknĂŒpfung von Chorarrangements und Obertönen
ist dieser Chor mit seinem ausgesuchten Repertoire einzigartig in
Europa. Der Eintritt von 9 Euro und freundliche Spenden kommen
Projekten mit unbegleiteten minderjĂ€hrigen FlĂŒchtlingen im
Waldhaus zugute.

Donnerstag, 12. Mai, 16.30 bis 20 Uhr I Anmeldeschluss: 6. Mai
Abendwanderung zur Waldtraud, Deutschlands höchstem Baum
Am spÀten Nachmittag beginnt diese Abendtour mit Veronika
Sumser, Natur- und LandschaftsfĂŒhrerin, am Waldhaus mit einem
Besuch bei den „Waldmenschen“ von Thomas Rees. Dann fĂŒhrt der
Weg durch das Stadtwald-Arboretum, wo eine Vielzahl exotischer
Baumarten zu bestaunen ist. Aber auch die heimischen BĂ€ume
kommen nicht zu kurz. Die Teilnehmenden erfahren Wissenswertes
ĂŒber den Stadtwald, bis sie beim höchsten Baum Deutschlands
ankommen. Bevor es gemeinsam zurĂŒckgeht, gibt es Gelegenheit fĂŒr
ein Vesper in der Abendstimmung des Waldes. Essen und Trinken
bitte mitbringen. Teilnahmebeitrag: 12 Euro, Kinder ab 10 Jahren in
Begleitung eines Erwachsenen 6 Euro.

Samstag, 14., und Sonntag, 15. Mai, jeweils 10 bis 17 Uhr I
Anmeldeschluss: 4. Mai
FĂ€rben mit Pilzen und Pflanzen: Weiterbildung fĂŒr Pilzcoaches
und Interessierte
In diesem Wochenendkurs befassen sich die Teilnehmer und
Teilnehmerinnen unter Anleitung der PilzsachverstÀndigen Veronika
WĂ€hnert mit dem FĂ€rben tierischer Fasern mit Pilzen und Pflanzen.
Nach dem theoretischen Kennenlernen der geeigneten Arten geht es
auf Sammelexkursion. Wir arbeiten mit getrocknetem Material, aber
auch mit frisch gesammelten Pflanzenteilen und Pilzen der Saison,
experimentieren mit potentiellen FarbstofftrÀgern und probieren
verschiedene Muster-Techniken aus. Teilnahmebeitrag: 98 Euro.

Sonntag, 29. Mai, 14 und 16 Uhr
FrÀulein Brehms Tierleben
Das einzige Theater weltweit fĂŒr heimische bedrohte Tierarten stellt
diesmal im Waldhaus Hymenoptera, die Wildbiene (14 Uhr) und Felis
silvestris, die Wildkatze (16 Uhr) vor. FĂŒr neugierige Erwachsene und
Kinder ab 8 Jahren; es gelten relative Eintrittspreise, orientiert am
Richtwert von 9 Euro fĂŒr Erwachsene und 4,20 Euro fĂŒr Kinder. Mit
der Freiburger FamilienCard ist der Eintritt frei.
Info und Kartentelefon: 0761/89647710, www.brehms-tierleben.com.
Eine Kooperation von Wildwege e.V., Stiftung WaldHaus und Stiftung
FrÀulein Brehms Tierleben. Nach Absprache an Montagen nach den
Sonntagsvorstellungen auch fĂŒr Schulklassen (Tel. 0171/4941169).

Sonntag, 5. Juni, 14 bis 18 Uhr I Anmeldeschluss: 1. Juni
GrĂŒnholzschnitzen im WaldHaus
Messer ĂŒben auch auf Kinder eine große Anziehungskraft aus. In
diesen Kursen können Kinder und Erwachsene gemeinsam den
handwerklichen Gebrauch von Taschen- und Schnitzmessern von
Grund auf lernen. Manchmal braucht man nur einen Ast und ein
Messer, um mit wenigen Handgriffen kleine GegenstÀnde oder
Spielzeuge aus GrĂŒnholz zu schnitzen. Das handwerkliche Tun
fördert die Motorik, die Fantasie, die Ausdauer, die Zufriedenheit und
das Selbstbewusstsein. Außerdem stĂ€rkt das Arbeiten in der Gruppe
den Gemeinschaftssinn und vermittelt Spaß durch geteilte Erfahrung.
Referent: Markus Stickling, Diplombiologe und NaturpÀdagoge.
TN-Beitrag: 12 Euro inkl. Material, Kinder ab 8 Jahren in Begleitung
eines teilnehmenden Erwachsenen 8 Euro, Familien 30 Euro.



Das Waldhaus öffnet dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, sonn- und
feiertags von 12 bis 17 Uhr. Angebote fĂŒr Schulklassen gibt es nach
Absprache auch ĂŒber die regulĂ€ren Öffnungszeiten hinaus. Info unter
Tel. 0761/89647710 oder www.waldhaus-freiburg.de.
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Ozon-Telefon ab 1. Mai wieder in Betrieb
Das Ozon-Telefon ist ab 1. Mai bis Ende September wieder in
Betrieb.

Unter der Telefonnummer: 77555 können BĂŒrgerinnen und
BĂŒrger die aktuellen Ozonwerte abfragen. TĂ€glich um 9.30 Uhr,
12.30 Uhr, 15.30 Uhr und 18.30 Uhr wird der Ansagetext mit den
neuesten Messwerten aus Freiburg aktualisiert.

Überschreiten die Messwerte 180 ”g/m3 Ozon, spricht das
Umweltschutzamt eine Ozon-Warnung aus und empfiehlt,
ungewohnte und körperlich anstrengende TÀtigkeiten im Freien
zu vermeiden, auf das Autofahren zu verzichten und stattdessen
öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.
 
 

Kulinarische Aktivistin Dr. Ursula Hudson erhÀlt B.A.U.M.-Umweltpreis
Dr. Ursula Hudson / Foto: Holger Riegel (c) Slow Food
 
Kulinarische Aktivistin Dr. Ursula Hudson erhÀlt B.A.U.M.-Umweltpreis
Die Vorstandsvorsitzende von Slow Food Deutschland, Dr. Ursula Hudson, erhĂ€lt 2016 den B.A.U.M.-Umweltpreis in der Kategorie "VerbĂ€nde". "ErnĂ€hrung steht im Zentrum des menschlichen Handelns und hat große und langfristige Auswirkungen auf unsere ökologische Umwelt. Essen ist von daher hoch politisch", so ihre Überzeugung. FĂŒr ihr Engagement wird ihr Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks am 6. Juni in Berlin die Auszeichnung ĂŒberreichen.

Wenn die BĂ€sse vibrieren und mehrere hundert Jugendliche ambitioniert im Takt dazu GemĂŒse klein schneiden, dĂŒrfte Dr. Ursula Hudson nicht weit sein. In ihrer Funktion als Chefin von Slow Food Deutschland hat sie die "Schnippeldisko" - ein von den Slow-Food-Youth-Aktivisten Nadja Flohr-Spence und Hendrik Haase erdachtes Format - salonfĂ€hig gemacht. Bei diesen "kulinarischen Protestaktionen" verarbeiten die Teilnehmer sog. KnubbelgemĂŒse - GemĂŒse, das wegen seiner GrĂ¶ĂŸe oder Unförmigkeit vom Lebensmittelhandel abgelehnt wird - zu leckeren Gerichten, um so gegen die Verschwendung von Lebensmitteln zu demonstrieren. Unter dem Motto "gut, sauber und fair" setzt sich Slow Food mit verschiedenen Projekten und Aktionen dafĂŒr ein, dass jeder Mensch Zugang zu Nahrung hat, die sein Wohlergehen sowie das der Umwelt erhĂ€lt. Die Bewegung zĂ€hlt in Deutschland derzeit ĂŒber 13.500 Mitglieder.

Das Konzept der "Schnippeldiskos", das seit 2011 von der Slow Food Youth zunĂ€chst in Deutschland, mittlerweile aber auch weltweit umgesetzt wird, gehört zu den herausragenden Projekten, die in den letzten Jahren unter der Ägide von Dr. Ursula Hudson angestoßen wurden. Auch in ihren Veröffentlichungen und VortrĂ€gen dreht sich alles um das Thema Essen, dessen Geschichte und Kultur, die RegionalitĂ€t von Lebensmitteln und die kulinarische Bildung. Bis 2004 lehrte sie an den UniversitĂ€ten Cambridge und Oxford. Bei ihrer Arbeit motiviert die Aktivistin "die unabdingbare Notwendigkeit, eine wirkliche ErnĂ€hrungswende, getragen von allen Akteuren, mit herbeizufĂŒhren. Um den nachkommenden Generationen einen Planeten Erde zu ĂŒbergeben, der sie nĂ€hrt und Leben ermöglicht, bedarf es des sofortigen Handelns." Die 1958 geborene Kulturwissenschaftlerin ist auch Mitglied des Vorstands von Slow Food International.

RĂŒdiger Kruse, MdB, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Hamburger Landesverbandes der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und Mitglied der Jury des B.A.U.M.-Umweltpreises, wĂŒrdigt die Verdienste der Slow Food-Bewegung: "Die Entdeckung der Langsamkeit ist eines meiner LieblingsbĂŒcher - und, was Essen angeht, die perfekte Melange aus Bio, Genuss und Nachhaltigkeit. In einer globalisierten Welt, in der sich der Konsument von Landwirtschaft und Produktion entfernt hat, ist der Einsatz fĂŒr ein bewusstes Genusserleben und faire Standards wichtiger denn je."

Die B.A.U.M.-Umweltpreise werden gemeinsam mit dem Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis am 6. Juni in Berlin verliehen. Schirmherr ist Sigmar Gabriel, Bundesminister fĂŒr Wirtschaft und Energie. Die Festrede hĂ€lt Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Anschließend ĂŒberreicht sie gemeinsam mit dem B.A.U.M.-Vorstand die Preise.

Informationen zu allen B.A.U.M.-PreistrĂ€gern - auch in den Kategorien Internationaler Sonderpreis, Großunternehmen, Kleine und mittelstĂ€ndische Unternehmen, Wissenschaft und Medien - unter www.baumev.de/umweltpreis.
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Was tun, wenn es heißer wird?
(c) Fesa
 
Was tun, wenn es heißer wird?
Seminar zu Klimawandel und Klimaanpassung

Freiburg, 18.04.2016: „Klimawandel und Klimaanpassung – BĂŒrgerbeteiligung & Kommunikation" zu diesem immer wichtiger werdenden Thema hatten der fesa e.V., das Institut fĂŒr Fortbildung und Projektmanagement (ifpro) und das Agenda 21-BĂŒro Freiburg am 15. April in die Gertrud-Luckner-Gewerbeschule in Freiburg geladen. Rund 60 Interessierte waren der Einladung zum Seminar gefolgt.

„Klimawandel und Klimaschutz sind zwei zusammengehörige Themenkomplexe", eröffnete Dr. Wulf Westermann von ifpro das Seminar. Daher haben ifpro und der fesa e.V. ihr Fortbildungsangebot erweitert und im Rahmen des durch das Bundesumweltministerium geförderten Projektes „AKKlima Oberrhein" eine Veranstaltungsreihe konzipiert. Gerade die Region SĂŒdbaden ist besonders vom Klimawandel betroffen, so dass die StĂ€dte und Gemeinden nicht umhin kommen, ĂŒber Anpassungsstrategien nachzudenken.

Prof. Dr. Eberhard Parlow, Klimaexperte der UniversitĂ€t Basel, zeichnete in seinem Eröffnungsvortrag ein bedrĂŒckendes Bild von den auf die Region zukommenden meteorologischen VerĂ€nderungen. „Die Zunahme der CO2-Konzentration in der AtmosphĂ€re ist trotz unzĂ€hliger Konferenzen nicht gesunken, sondern steigt immer noch – weltweit." Parlow hĂ€lt eine Erreichung des in Paris beschlossenen 2-Grad-Ziels fĂŒr unrealistisch. In Basel ist die mittlere Jahrestemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen 1757 jetzt schon um ĂŒber zwei Grad Celsius gestiegen. Die Zahl der heißen Tage (ĂŒber 30 Grad Celsius) in der Region SĂŒdbaden lag im langjĂ€hrigen Trend bei fĂŒnf Tagen jĂ€hrlich, 2015 waren es schon zehn Tage, bis 2050 rechnen die Klimaforscher mit 30 Hitzetagen. „Und in den StĂ€dten ist es noch deutlich heißer", warnte Parlow. Eminent wichtig sei es daher, fĂŒr ausreichende BelĂŒftung in den StĂ€dten zu sorgen und die kĂŒhlenden nĂ€chtlichen Bergwinde, wie den Freiburger „HöllentĂ€ler", auf keinen Fall durch ungĂŒnstig platzierte GebĂ€ude zu bremsen. Als Handwerkszeug fĂŒr Stadtplaner haben die Forscher an der Uni Basel detaillierte Klimaanalysen fĂŒr einzelne StĂ€dte und Regionen aufgestellt. Aus diesen können Karten mit Priorisierungen erstellt werden, um in einem sich aufheizenden Klima dennoch ein akzeptables Stadtklima zu erhalten.

Armin Bobsien vom fesa e.V. stellte in seinem Vortrag die Klimaanpassungsstrategie Baden-WĂŒrttemberg vor. In neun Handlungsfeldern von Landwirtschaft ĂŒber Gesundheit bis Bildung hat das Land 2013 ausgearbeitet, wo besondere Risiken bestehen (VulnerabilitĂ€tsabschĂ€tzungen) und daraus konkrete MaßnahmenvorschlĂ€ge abgeleitet. So ist die Entsiegelung und BegrĂŒnung von FlĂ€chen ein Mittel, um das Stadtklima abzukĂŒhlen, ebenso die Verschattung und KĂŒhlung im öffentlichen Raum. Dabei ist die Kommunikation mit den BĂŒrgerInnen sehr wichtig. Sie mĂŒssen wissen, wer ihre AnsprechpartnerInnen sind, wo sie Informationen bekommen und wie sie sich beteiligen können. Die Verwaltungen mĂŒssen Strategien entwickeln, um das Thema Klimaanpassung an die BĂŒrgerInnen zu kommunizieren. „GroßstĂ€dte haben die Mittel, um Studien zu erstellen", bemerkt Bobsien "aber bei kleineren Kommunen wird es schwierig."

Wie die BĂŒrgerInnen subjektiv das Thema Hitze empfinden und wie sie damit umgehen, hat Dr. Tina Kunz-Plapp vom Karlsruher Institut fĂŒr Meteorologie und Klimaforschung untersucht. Objektiv gesehen sind die Folgen von Hitzewellen eine absolut erhöhte MortalitĂ€tsrate, vor allem in urbanen RĂ€umen und bei Ă€lteren Menschen. 20.000 zusĂ€tzliche Tote in Europa brachte der Jahrhundertsommer 2003. Und die Jahrhundertsommer hĂ€ufen sich. Dr. Kunz-Plapp fĂŒhrte ihre Untersuchung direkt im Anschluss an die Hitzewelle 2013 durch, so dass den Befragten ihr subjektives Empfinden und ihre (möglichen) VerhaltensĂ€nderungen frisch in Erinnerung waren. Die subjektive Hitzebelastung war dabei fĂŒr die Menschen sehr unterschiedlich. Deutlich zu erkennen war, dass die BewohnerInnen der Innenstadtviertel mit messbar erhöhter thermischer Belastung auch unter stĂ€rkerer subjektiver Belastung litten. Auch die GebĂ€udeart spielte eine große Rolle: Dachgeschosswohnungen, fehlende RolllĂ€den oder Jalousien, keine Möglichkeit sich draußen aufzuhalten – all dies waren Faktoren, die erhöhte Hitzebelastungen nach sich zogen. Hier kann und muss die Stadtplanung reagieren. Erleichternd fĂŒr die Befragten war es, wenn sie die Möglichkeit hatten, ihren Alltag flexibler zu gestalten, beispielsweise schon in den frĂŒhen Morgenstunden zu arbeiten und eine lĂ€ngere Siesta zu machen. „Doch wenn man Hitze als Extremereignis ansieht, fĂ€llt auf, dass die Menschen versuchen, ihre Alltagsstruktur möglichst aufrechtzuerhalten", erlĂ€utert Kunz-Plapp. Eine wichtige Frage sei, wie sich im Arbeitsleben mehr FlexibilitĂ€t erreichen lasse, um mit der Hitze besser umzugehen. „Deshalb ist es wichtig, die Bevölkerung zu Wort kommen zu lassen."

Beispiele, wie die Bevölkerung angesprochen werden kann, zeigte Sascha Saad von agl SaarbrĂŒcken in seinem Vortrag auf. Im SaarbrĂŒcker „Ex-Wo-St-Modellprojekt“ war eine Vielzahl an Akteuren eingebunden: StĂ€dtische Ämter und Eigenbetriebe, landes- und kommunalpolitische Gremien, BĂŒrgerInnen und Firmen. „Klar ist: Heute stark belastete Gebiete werden in Zukunft stĂ€rker betroffen sein", erklĂ€rt Saar. „Dabei sind die Handlungsoptionen gerade auf baulicher Seite doch relativ groß." Die Stadt SaarbrĂŒcken leitete aus den Analysen des Stadtklimas und der besonders stark belasteten Gebiete integrierte AktionsplĂ€ne fĂŒr alle Stadtteile ab. Wichtiges Element war die Öffentlichkeitsarbeit mit Stadtteilforen, einem Fotowettbewerb und KlimaspaziergĂ€ngen. Die Bevölkerung sollte aktiviert werden. „Man muss die Perspektive der Bevölkerung und der AmtstrĂ€ger einnehmen und von der abstrakten Sichtweise der Planer wegkommen", so Saad.

Weitere Seminare zur Klimaanpassung werden im Lauf des Jahres und bis April 2017 folgen. Das Projekt AKKlima ist ein Beitrag von ifpro und fesa e.V. zur Umsetzung der Deutschen Klimaanpassungsstrategie und ist aus Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit gefördert.
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