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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Usutu-Virus löst erneut Amselsterben aus
NABU ruft Bevölkerung zur Mithilfe auf - Schon ĂŒber 650 Beobachtungen eingegangen

Berlin – In Deutschland gibt es wieder ein Vogelsterben, das durch das tropische Usutu-Virus ausgelöst wird. Vor allem Amseln sind betroffen. NABU und Tropenmediziner bitten die Bevölkerung erneut um Mithilfe, erkrankte oder verendete Vögel ĂŒber ein Online-Formular zu melden und tote Tiere zur Untersuchung an das Bernhard-Nocht-Institut fĂŒr Tropenmedizin (BNI) in Hamburg oder VeterinĂ€r-UntersuchungsĂ€mtern zu senden. Unter www.nabu.de/usutu-melden können Beobachtungen toter Vögel gemeldet werden. Dort findet sich auch eine Anleitung zum Verschicken toter Tiere.

Nach 2011 war zuletzt im vergangenen Jahr wieder ein auffĂ€lliges Amselsterben beobachtet worden. Dieser Ausbruch war mit einer deutlichen Arealausbreitung Richtung West- und Ostdeutschland verbunden, wobei parallel auch eine starke Viruszirkulation in Belgien und den Niederlanden beobachtet werden konnte. Die Region im DreilĂ€ndereck scheint auch dieses Jahr eine starke AktivitĂ€t des Usutu-Virus aufzuweisen, was sich in entsprechenden Meldungen und Einsendungen widerspiegelt. Seit Anfang Juli diesen Jahres hĂ€ufen sich beim NABU wieder Meldungen kranker und kurze Zeit spĂ€ter verstorbener Amseln. Über 650 dieser Beobachtungen aus Deutschland sind bisher eingegangen.

Die meisten Meldungen kranker und toter Amseln stammen aus den bereits zuvor betroffenen wĂ€rmebegĂŒnstigten Regionen Deutschlands entlang des Rheintals sowie vom Untermain und Niederrhein. Inzwischen konnten Forscher des Bernhard-Nocht-Instituts fĂŒr Tropenmedizin fĂŒr einige dieser FĂ€lle bestĂ€tigen, dass das Usutu-Virus tatsĂ€chlich die Todesursache ist. Auch die Umgebung von Kassel ist offenbar ein neues Verbreitungsgebiet des Virus. Der erste Nachweis fĂŒr Niedersachsen kam in diesem Jahr aus der Region Hannover und auch in Bayern konnte das Virus zum ersten Mal in einem toten Vogel aus MĂŒnchen festgestellt werden.

„Durch das Virus verursachte TodesfĂ€lle von Vögeln treten jeweils wĂ€hrend der StechmĂŒckensaison von Mai bis September auf. Infizierte Vögel wirken offensichtlich krank, apathisch, flĂŒchten nicht mehr und sterben meist innerhalb weniger Tage. Fast immer sind es Amseln, bei denen diese Krankheit festgestellt wird, weshalb die Usutu-Epidemie auch als ‚Amselsterben‘ bekannt wurde“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Allerdings werden auch andere Vogelarten von diesem Virus befallen und können daran sterben. Die deutliche relative HĂ€ufigkeit der erkrankten Amseln lĂ€sst sich zum Teil durch deren absolute HĂ€ufigkeit und NĂ€he zum Menschen erklĂ€ren, was die Wahrscheinlichkeit des Auffindens toter Amseln erhöht. Aber eine besondere Empfindlichkeit dieser Art gegenĂŒber dem Virus ist ebenfalls möglich.
„Der Ausbruch dieses fĂŒr Deutschland neuen Virus stellt eine einmalige Chance dar, die Ausbreitung und Folgen einer neuen Vogelkrankheit zu verfolgen und zu analysieren. Die wichtigste Datengrundlage dazu bilden Meldungen toter und kranker Amseln aus der Bevölkerung, sowie eingeschickte Proben toter Vögel, die auf das Virus untersucht werden können“, so Lachmann weiter. Der NABU arbeitet daher mit den BNI-Wissenschaftlern daran, die Ausbreitung des Virus und seine Auswirkungen auf unsere Vogelwelt zu dokumentieren und zu verstehen. Ziel ist es, neuartige GefĂ€hrdungsursachen fĂŒr Vogelarten mit anderen Bedrohungen wie Klima- oder Landschaftswandel vergleichen und beurteilen zu können.

Hintergrund

Erstmals wurde das nach einem sĂŒdafrikanischen Fluss benannte tropische Virus 2010 in StechmĂŒcken in Deutschland nachgewiesen. In den Jahren 2011 und 2012 kam es dann zu einem großrĂ€umigen Ausbruch des Virus, welches ein Massensterben von Amseln in SĂŒdwestdeutschland verursachte. In den darauffolgenden Jahren konnte eine anhaltende Zirkulation des Virus in der Region festgestellt werden. Mit Hilfe einer Internet-Meldeaktion konnte der NABU den Verlauf des Ausbruchs 2011 gut dokumentieren und auswerten. Eine Auswertung der Daten aus den großen wissenschaftlichen Mitmach-Aktionen des NABU „Stunde der Wintervögel“ und „Stunde der Gartenvögel“, konnte nachweisen, dass die AmselbestĂ€nde in den damals nachweislich vom Virus betroffenen 21 Postleitzahlengebieten zwischen 2011 und 2012 merklich zurĂŒckgegangen sind und somit bei einem bundesweiten Gesamtbestand von rund acht Millionen Brutpaaren möglicherweise 300.000 Amseln dem Virus zum Opfer gefallen sein könnten.

Der weitere Verlauf des Auftretens von Usutu-Erkrankungen lĂ€sst sich schwer vorhersagen. Die Vermehrung und Verbreitung der Viren hĂ€ngt vor allem von der Witterung in den Sommermonaten ab: feuchtwarmes Wetter begĂŒnstigt die Verbreitung von Viren und StechmĂŒcken, es sind vermehrt infizierte Vögel zu erwarten. Die Viren werden ausschließlich von infizierten StechmĂŒcken ĂŒbertragen, kranke und tote Vögel sind nicht ansteckend fĂŒr andere Vögel, Haustiere oder Menschen. Es ist davon auszugehen, dass die Vögel in bekannten Ausbruchsgebieten zunehmend individuell erworbene ImmunitĂ€t gegen dieses neue Virus entwickeln. Das Virus wird sich somit vermutlich rĂ€umlich weiter ausbreiten, aber nicht jedes Jahr zu einem Massensterben wie im Jahr 2011 fĂŒhren. Stattdessen ist zu erwarten, dass sich die AusbrĂŒche in den betroffenen Gebieten zyklisch wiederholen, sobald eine Generation von Amseln mit erworbener ImmunitĂ€t von der nĂ€chsten Amselgeneration abgelöst wird.
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NABU: Deutschland braucht eine eigene Meeresschutzbehörde
 
NABU: Deutschland braucht eine eigene Meeresschutzbehörde
NABU macht Meer-Tour endet in Hamburg/ Zehn Tage unter Segeln fĂŒr den Schutz von Nord- und Ostsee

Zum Abschluss seiner zehntĂ€gigen Segeltour „NABU macht Meer“ auf Nord- und Ostsee hat der NABU einen raschen Kurswechsel in der Meerespolitik gefordert. Die HĂ€lfte der Meeresschutzgebiete muss ohne wirtschaftliche Nutzung bleiben und eine eigene Meeresschutzbehörde aufgebaut werden. Auch muss es endlich wirksame Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung durch den Schiffsverkehr auf See und in HafenstĂ€dten geben, so die Bilanz der UmweltschĂŒtzer zum Abschluss der Segeltour. Zehn Tage und fast 250 Seemeilen waren NABU-Mitarbeiter und Wissenschaftler mit dem Traditionsschiff „Ryvar“ von WarnemĂŒnde, ĂŒber Fehmarn, Kiel und Cuxhaven nach Hamburg unterwegs. Neben einzigartigen Naturmomenten, konnte die NABU-Crew die weit fortgeschrittene Industrialisierung der beiden Meere dokumentieren.

„Offshore-Industrie, Fischerei, Schifffahrt oder PlastikvermĂŒllung – die Belastungen der Nord- und Ostsee sind allgegenwĂ€rtig und ĂŒberfordern die marinen Ökosysteme. Es ist höchste Zeit, dass die Politik den Schalter umlegt und anfĂ€ngt, den fortschreitenden Artenverlust an unseren KĂŒsten zu stoppen. Wir fordern als einen ersten Schritt, dass mindestens 50 Prozent der Meeresschutzgebiete nutzugsfrei werden, Grundschleppnetze, Windparks und Pipelines passen nicht zu den Zielen von Schutzgebieten“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller am Freitag in Hamburg.

Nach Roter Liste gelten bereits ein Drittel der Arten und LebensrĂ€ume in Nord- und Ostsee als bedroht. „Im Gerangel der föderalen und wirtschaftlichen Interessen laufen wir Gefahr, die SchĂ€tze an unseren KĂŒsten zu verlieren. Wir brauchen eine institutionelle StĂ€rkung des Meeresschutzes in Deutschland. Wir brauchen eine dem Bundesumweltministerium nachgeordnete Meeresschutzbehörde, welche die auf Nutzungsinteressen ausgerichtete maritime Koordinationsstelle ersetzt. Hier mĂŒssen KapazitĂ€ten und Kompetenzen fĂŒr den effektiven Schutz und eine nachhaltige, wirtschaftliche Entwicklung gebĂŒndelt werden“, so Miller weiter.

Hamburg hat als Hafenstandort eine große Verantwortung fĂŒr den internationalen Meeresschutz. Als Knotenpunkt des Seeverkehrs gilt es, die Hafenpolitik und die maritime Wirtschaft neu auszurichten und insbesondere das große Problem der Schiffsemissionen anzugehen. „Immer noch fahren Schiffe mit dreckigem Schweröl und die Branche verpasst es, die Weichen fĂŒr innovative Schiffsantriebe, saubere Kraftstoffe und effektive Abgasreinigung zu stellen“, so Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik beim NABU Hamburg. Unter Segeln fĂŒhrte der NABU eigene Untersuchungen zu ultrafeinen Rußpartikeln durch. Im Bereich der ElbmĂŒndung wurden dabei 200fach erhöhte Werte gegenĂŒber der Hintergrundbelastung gemessen.

UnterstĂŒtzt von Wissenschaftlern der Hochschule Magdeburg-Stendal und dem Institut fĂŒr Technische und Angewandte Physik, die an Bord Untersuchungen zur Belastung durch Mikroplastik und Unterwasserschall durchfĂŒhrten, setzte der NABU in den vergangenen zwei Wochen ein Zeichen fĂŒr den Schutz der Meere. In den HĂ€fen informierte der NABU ĂŒber aktuelle Forschungen und meerespolitische Entwicklungen und lud zu FachgesprĂ€chen und Podiumsdiskussionen ein. Beim „Open Ship“ trafen sich NaturschĂŒtzer mit Vertretern aus Politik und Behörden, um Lösungen fĂŒr die drĂ€ngenden Mensch-Meer-Konflikte zu entwickeln. „Das große Engagement der vielen Aktiven aus Haupt- und Ehrenamt macht Mut. Es bedarf unser aller Anstrengungen, um Schweinswalen und Sterntauchern, Weichkorallen und Seegraswiesen an unseren KĂŒsten eine sichere Zukunft zu geben. Die Nord- und Ostsee sind den Menschen in Deutschland wichtig. Das muss die Politik jetzt verstehen, erst recht vier Wochen vor der Bundestagswahl“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.
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NABU und naturgucker.de starten arten|pisa
Online-Umfrage vom 2. bis 10. September soll klĂ€ren, wie es um das Wissen ĂŒber heimische Tier- und Pflanzenarten bestellt ist

Guck mal, was da krabbelt! Aber was ist das eigentlich fĂŒr ein KĂ€fer? Wie es um das Wissen ĂŒber heimische Tiere und Pflanzen bestellt ist, soll die große Online-Umfrage arten|pisa des NABU, dem Naturbeobachtungs-Netzwerk naturgucker.de und der Hochschule Geisenheim klĂ€ren.

Wie groß das Artenwissen der Bevölkerung ist, wurde bisher nur punktuell untersucht. So gab es beispielsweise unter bayerischen SchĂŒlern vor gut einem Jahrzehnt eine Befragung zum Thema heimische Vogelarten. Es zeigte sich, dass sie durchschnittlich nur vier von zehn hĂ€ufigen Arten benennen konnten. Auf gefĂŒhrten NABU-Exkursionen fĂ€llt ebenfalls auf, dass viele Teilnehmer weniger Tier- und Pflanzenarten als frĂŒher benennen können – und dass, obwohl die Teilnehmer dieser Veranstaltungen in der Regel ĂŒberdurchschnittlich an der Natur interessiert sind.

Daten ĂŒber das Artenwissen soll nun die große arten|pisa-Umfrage von NABU und naturgucker.de liefern. So soll auch geklĂ€rt werden, ob es in den verschiedenen Altersklassen Unterschiede im Wissen ĂŒber Arten gibt. Vom 2. bis 10. September 2017 können sich Interessierte beteiligen. Die Untersuchung wird begleitet vom Kompetenzzentrum Kulturlandschaft an der Hochschule Geisenheim.

Mitmachen kann jeder. Das Artenwissen wird mit Hilfe eines bebilderten Online-Formulars mit 36 Quizfragen und einiger begleitender Hintergrundfragen erfasst. Der Zeitaufwand fĂŒr die Teilnahme liegt bei etwa zehn Minuten. SelbstverstĂ€ndlich ist die Befragung anonym. Wer möchte, kann auf Wunsch Kontaktdaten angeben, um eine RĂŒckmeldung zu seinen persönlichen Ergebnissen im Wissenstest zu erhalten. Die Kontaktdaten werden ausschließlich zum Übermitteln dieser Ergebnisse genutzt. Hier geht es zur Info-Seite: www.artenpisa.de. Am 2. September wird der Online-Test freigeschaltet.
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Aufbewahrungsstelle fĂŒr FundfahrrĂ€der in der Kaiserstuhlstraße:
nur noch 14-tÀgig geöffnet


Die Aufbewahrungsstelle fĂŒr FundfahrrĂ€der in der
Kaiserstuhlstraße 18, 79106 Freiburg, ist ab Donnerstag, 31.
August, bis auf weiteres nur noch vierzehntÀgig geöffnet. Die
nĂ€chsten Öffnungstermine sind an folgenden Donnerstagen:

14. und 28. September,
12. und 26. Oktober,
9. und 23. November,
7. Dezember,

jeweils von 8 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 15:30 Uhr.
In dringenden FĂ€llen kann man sich an das FundbĂŒro (Basler
Straße 2, 2. Obergeschoss, Tel. 0761/201-4827 oder -4828)
wenden.
 
 

 
„1992 – 2017: 25 Jahre UN-Gipfel in Rio“
Konferenz setzte neue MaßstĂ€be im Umwelt- und Klimaschutz

JubilÀumsveranstaltung am Mittwoch, 6. September, um
19 Uhr im Historischen Kaufhaus am MĂŒnsterplatz

In diesem Jahr jÀhrt sich zum 25. Mal der UN-Gipfel. Im Juni
1992 fand in Rio de Janeiro zum ersten Mal die Konferenz der
Vereinten Nationen ĂŒber Umwelt und Entwicklung statt. Die
Rio-Konferenz gilt als Meilenstein fĂŒr die Integration von
Umwelt- und Entwicklungsbestrebungen und setzte neue
MaßstĂ€be im Umwelt- und Klimaschutz.

Insgesamt 2400 Vertreterinnen und Vertreter von
nichtstaatlichen Organisationen (NGOs) nahmen damals an
der Konferenz teil, weitere 17.000 Menschen beteiligten sich
am parallel stattfindenden NGO-Forum. Wichtige Ergebnisse
sind die Agenda 21, die Rio-ErklĂ€rung ĂŒber Umwelt und
Entwicklung, die Klimaschutzkonvention, die Walddeklaration
und die BiodiversitÀts-Konvention.

Ziel der Agenda 21 war und ist es, dass die Regierungen der
einzelnen Staaten auf nationaler Ebene nachhaltige
Entwicklung in Form von nationalen UmweltplÀnen und
nationalen UmweltaktionsplÀnen umsetzen sollen. Dabei sind
auch regierungsunabhÀngige Organisationen und andere
Institutionen zu beteiligen.

Die Rio-ErklĂ€rung ĂŒber Umwelt und Entwicklung beinhaltet 27
GrundsÀtze. Unter anderem wurde dort zum ersten Mal global
das Recht auf nachhaltige Entwicklung (sustainable
development) verankert. Zudem wurden das Vorsorge- und
das Verursacherprinzip als Leitprinzipien anerkannt. Als
unerlĂ€ssliche Voraussetzungen fĂŒr eine nachhaltige
Entwicklung werden die BekÀmpfung der Armut, eine
angemessene Bevölkerungspolitik, Verringerung und Abbau
nicht nachhaltiger Konsum- und Produktionsweisen sowie die
umfassende Einbeziehung der Bevölkerung in politische
Entscheidungsprozesse genannt.

Die Klimaschutzkonvention der Vereinten Nationen ĂŒber
KlimaverÀnderungen sieht vor, dass die Belastung der
AtmosphÀre mit Treibhausgasen auf einem Niveau stabilisiert
wird. So muss der Ausstoß an CO2 bis 2050 weltweit um
mindestens 60 Prozent reduziert werden, um den
Klimawandel in vertretbaren Grenzen zu halten.

Die Walddeklaration stellte LeitsĂ€tze fĂŒr die Bewirtung,
Erhaltung und nachhaltige Entwicklung der WĂ€lder der Erde
auf. So sollen WĂ€lder nach ökologischen MaßstĂ€ben
bewirtschaftet, erhalten und geschĂŒtzt werden. Eine
verbindlichere Wald-Konvention, wie sie von den
Industriestaaten gewĂŒnscht wurde, scheiterte am Widerstand
der EntwicklungslÀnder.

Die BiodiversitÀts-Konvention ist ein Abkommen zum Schutz
der biologischen Vielfalt. Die Welt soll die biologische Vielfalt
erhalten und ihre Grundelemente auf gerechte und
ausgewogene Art nachhaltig nutzen. Konkret heißt dies, dass
die biologische Vielfalt langfristig nicht weiter gefÀhrdet wird.
Die LĂ€nder haben das Recht, ĂŒber ihre biologischen
Ressourcen zu verfĂŒgen, sind aber auch dafĂŒr verantwortlich,
dass ihre biologische Vielfalt erhalten bleibt und dass ihre
biologischen Ressourcen auf nachhaltige Weise genutzt
werden.

Ein bewegendes Ereignis auf der Konferenz war die Rede der
damals erst 12jÀhrigen Severn Suzuki vor dem Gremium, in
der sie versuchte, die Bedeutung einer umweltfreundlichen
und nachhaltigen Welt fĂŒr die Entwicklung der Kinder ihrer
Generation herauszustellen.

Zum 25. JubilÀum des UN-Gipfels lÀdt die Stadt Freiburg
gemeinsam mit dem Landkreis Emmendingen alle
interessierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger herzlich zu einer
Informationsveranstaltung am Mittwoch, 6. September, um
19 Uhr in das Historische Kaufhaus am MĂŒnsterplatz ein.
UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik wird die Veranstaltung
mit einem Grußwort eröffnen. Filmausschnitte aus der
Tagesschau von 1992 werden ebenso wie eine aktuelle
Video-Grußbotschaft der inzwischen erwachsenen
Umweltaktivistin Severn Suzuki eingespielt.

Konrad Otto-Zimmermann, der ehemalige Leiter des
Europasekretariats des Internationalen Rates fĂŒr Kommunale
Umweltinitiativen (ICLEI), wird den Erdgipfel historisch
beleuchten. Stefan Rahmstorf, Professor vom PotsdamInstitut
fĂŒr Klimafolgenforschung, wird anschließend in seinem
Vortrag den Fokus auf den Klimawandel und die
klimapolitischen Entwicklungen, die sich aus der in Rio
ausgearbeiteten Klimarahmenkonvention einschließlich des
Pariser Klimaabkommens aus dem Jahr 2015 ergaben, legen.

Moderiert wird die Veranstaltung von Bernward Janzing, freier
Journalist aus Freiburg. Das Improvisationstheater Lux wird
die Veranstaltung humoristisch untermalen.

Zum Abschluss können sich alle GÀste bei einem kleinen
Imbiss an den StÀnden verschiedener Umweltgruppen
Freiburgs weiter informieren und austauschen.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich,
Einlass ist ab 18.30 Uhr.
 
 

Neue
Elz, Dreisam, Kinzig, Glotter 2017 / Foto: BUND Regionalgruppe sĂŒdl.Oberrhein
 
Neue "Leitkultur" fĂŒr Elz und Dreisam
Die Renaturierung von Elz und Dreisam ist ein Erfolgsgeschichte
Natur aus zweiter Hand am Oberrhein

Seit ĂŒber zwei Jahrzehnten gibt es beim BUND am sĂŒdlichen Oberrhein einen Traum. Am Anfang stand der jahrzehntelange, erfolgreiche Kampf um eine bessere WasserqualitĂ€t der GewĂ€sser am Oberrhein. Danach konnten wir die Renaturierung der zu gerade gestreckten KanĂ€len geronnenen BĂ€che am Oberrhein, von Elz, Dreisam, Kinzig, Glotter angehen... Wir hatten den frĂŒhen Traum von naturnahnen BĂ€chen und grĂŒnen, naturverbindenden BĂ€ndern von den Rheinauen zum Schwarzwald.

Wenn in Freiburg an der Dreisam und jetzt an der Elz zwischen Köndringen und Riegel wieder DĂ€mme zurĂŒckverlegt werden, wenn aus der "Bach-Autobahn Elz" auf ersten, kleinen TeilstĂŒcken ein mĂ€andernder Fluss mit KiesbĂ€nken und Auen wird, wenn der Lachs zurĂŒckkehren kann, dann hat das auch damit zu tun, dass aus dem Traum auch eine stĂ€ndig wiederholte BUND-Forderung an die politisch Verantwortlichen wurde.

Um aus einem Traum RealitĂ€t werden zu lassen, braucht es manchmal auch Geld. Mit den Ausgleichsgeldern fĂŒr den Bahnausbau am Oberrhein, stand plötzlich viel Geld zu VerfĂŒgung. Von BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Axel Mayer kam die Forderung nicht, "mit der Gießkanne der Ersatzbiotope" ĂŒberÂŽs Land zu gehen, sondern sich auf die BĂ€che zu konzentrieren. ...
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Windkraft: Wieder ohne den SĂŒdwesten
Bundesnetzagentur erteilt auch in der zweiten Ausschreibungsrunde keiner WEA in Baden-WĂŒrttemberg den Zuschlag

Viele hatten es befĂŒrchtet, aber die Hoffnung hielt sich bis zuletzt, dass Baden-WĂŒrttemberg in der zweiten Ausschreibungsrunde besser abschneiden wĂŒrde, als in der ersten, deren Ergebnisse Mitte Mai schon fĂŒr einige Aufregung gesorgt hatten. Denn das Bundesland ging auch da leer aus – dasselbe Schicksal ereilte lediglich ThĂŒringen, Sachsen und die Stadtstaaten.

Schon im Mai wurden Stimmen laut, die der Windbranche in Baden-WĂŒrttemberg das Ende prophezeiten und stark an der Realisierbarkeit der Klimaschutzziele zweifelten. Denn ĂŒber 96 Prozent des Zuschlagvolumens ging an BĂŒrgerenergiegesellschaften. So auch bei dieser zweiten Ausschreibungsrunde, deren Ergebnisse jetzt vorliegen und die ihnen erneut 95 Prozent des Zuschlagvolumens beschert. Die BĂŒrgerenergiegesellschaften haben nun fĂŒnf Jahre Zeit, eine Genehmigung zu erwirken und ihre Projekte in Betrieb zu nehmen. Was auf den ersten Blick wie eine demokratische BerĂŒcksichtigung der Underdogs wirkt, birgt das Potenzial, die Nutzung der Windkraft im SĂŒdwesten zum Erliegen zu bringen. Daher muss der Zubaudeckel dringend angehoben und eine Regionalquote eingefĂŒhrt werden, um den Zubau auch im SĂŒden weiterhin zu ermöglichen und die Klimaziele zu erreichen. Planung und Umsetzung von Windenergieanlagen sind fĂŒr BĂŒrgerenergiegenossenschaften schwieriger umzusetzen als fĂŒr grĂ¶ĂŸere Unternehmen. Das Ungleichgewicht bei den ZuschlĂ€gen zu ihren Gunsten kann zur Folge haben, dass nicht alle geplanten Anlagen gebaut und in Betrieb genommen werden. Finanzielle Großprojekte sind fĂŒr kleinere Genossenschaften wesentlich schwerer zu schultern als fĂŒr große Firmen.

Aber auch die Ă€chzen unter den Einbußen vergeblicher Planungen. Langes, kostspieliges Ringen um Genehmigungen, teure Standort- und UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfungen sowie die Zahlung von Gutachtern und SachverstĂ€ndigen bringen auch die Großen an den Rand finanzieller und personeller Belastbarkeit. Mehrere abgelehnte Projekte in Folge kann sich kaum jemand leisten.

Umso grĂ¶ĂŸer ist die EnttĂ€uschung, ja, auch Fassungslosigkeit angesichts der gerade von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Zahlen. „Hier will man offensichtlich die Nutzung der Windenergie in den sĂŒdlichen BundeslĂ€ndern abschaffen“, erklĂ€rt Christian Oberbeck, Landesvorsitzender des BWE Baden-WĂŒrttemberg. „Diese eindeutige Bevorzugung erneut von BĂŒrgerenergiegenossenschaften und die ZurĂŒckweisung wieder der sĂŒdlichen BundeslĂ€nder zementiert die Unterlegenheit des SĂŒdens fĂŒr viele Jahre und macht geplante Projekte vor Ort unmöglich. Wenn Deutschland die Klimaschutzziele tatsĂ€chlich erreichen will, ist diese Entscheidung ein großes RĂ€tsel“ fĂŒgt Oberbeck hinzu. „Hier herrscht dringender Handlungsbedarf fĂŒr die neue Bundesregierung. Der BWE freut sich auf konstruktive Diskussionen, um die Energiewende in Deutschland weiter voranzutreiben.“
 
 

 
GebĂ€ude-Allianz richtet fĂŒnf Kernforderungen an die kĂŒnftige Bundesregierung
GebÀudebereich muss klimaneutral und sozialvertrÀglich entwickelt werden

Mit Blick auf die kommende Bundestagswahl fordert die GebĂ€ude-Allianz, ein einmaliger Zusammenschluss aus Mieterbund, Umwelt-, Industrie- und VerbraucherschutzverbĂ€nden, den Ausbau des klimaneutralen GebĂ€udebestands bis 2050 deutlich zu beschleunigen. Die von der Politik ergriffenen Maßnahmen hĂ€tten bislang nicht ausgereicht, die notwendige Verdopplung der Sanierungsrate einzuleiten und das energetische Niveau von Neubauten ausreichend zu erhöhen.

Einhellig warnten die VerbĂ€nde jedoch davor, Klimaschutz und bezahlbares Wohnen gegeneinander auszuspielen. „Ein klimaneutraler GebĂ€udebestand zu sozialvertrĂ€glichen Bedingungen ist kein Widerspruch“, erklĂ€rten die VerbĂ€nde. Entscheidend sei jedoch die Antwort auf die Frage, wie beide Ziele gemeinsam erreicht werden könnten – bei Neubauten wie auch bei der Sanierung von Altbauten. Nach Ansicht des Deutschen Mieterbundes könnte hier die Einrichtung eines Drittelmodells helfen. Mit ihm könnten EigentĂŒmer, Mieter und Staat kĂŒnftig angemessen an den Kosten und ErtrĂ€gen energetischer Sanierungen beteiligt werden. Bislang tragen noch zu hĂ€ufig die Mieter die Hauptlast, wenn Sanierungskosten auf die Miete umgelegt werden.

Nach Ansicht der GebĂ€ude-Allianz muss die kommende Bundesregierung auch dringend ein neues GebĂ€udeenergiegesetz verabschieden. Trotz Drucks aus BrĂŒssel und einer Vereinbarung im Koalitionsvertrag habe die Große Koalition das Gesetz nicht umgesetzt. „Das ist bedauerlich, weil unnötig Zeit verloren wurde. Doch gleichzeitig bietet sich fĂŒr die kĂŒnftige Regierung nun die Chance, den deutschen GebĂ€udebestand mit Weitsicht weiterzuentwickeln. Im internationalen Vergleich kann Deutschland hier eine Vorreiterrolle einnehmen“, so Danny PĂŒschel, Koordinator der GebĂ€ude-Allianz und GebĂ€udeexperte beim NABU.

Die VerbĂ€nde fordern, im kĂŒnftigen GebĂ€udeenergiegesetz die bestehenden Gesetze zusammenzufĂŒhren und einen klaren politischen Rahmen zu setzen, wie Klimaziele und SozialvertrĂ€glichkeit gemeinsam erreicht werden können. Zudem mĂŒsse die Bundesregierung dafĂŒr sorgen, dass alle beteilten Gewerke – vom Handwerker bis zum Energieberater – besser qualifiziert werden, um energieffiziente Sanierungen zu gewĂ€hrleisten. Das bislang in der Ausbildung vermittelte Wissen sei hierzu unzureichend.

Nach wie vor ist der GebĂ€udebereich fĂŒr rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Auch die beim Heizen und KĂŒhlen der GebĂ€ude entstehenden Treibhausgasemissionen schlagen in der deutschen Klimabilanz massiv zu Buche. Daher komme dem GebĂ€udebereich, mit Blick auf das Pariser Klimaschutzabkommen, den nationalen Klimaschutzplan und die Energieeffizienzstrategie, eine entscheidende Rolle zu, so die VerbĂ€nde.

Die Forderungen der GebĂ€ude-Allianz im Überblick:

· Pariser Klimaschutzziele ernst nehmen und danach handeln
Der gebĂ€uderelevante Teil des Klimaschutzplans 2050 und die Energie-effizienzstrategie GebĂ€ude (ESG) mĂŒssen möglichst bald ĂŒberarbeitet werden – und zwar mit konkreten Maßnahmenpaketen. Die Ziele der ESG mĂŒssen an die Pariser Vereinbarungen angepasst und so umgesetzt werden, dass eine SozialvertrĂ€glichkeit im GebĂ€udesektor gewĂ€hrleistet wird.
Ziel des Pariser Abkommens ist es, bis 2050 „CO2-NeutralitĂ€t“ zu erreichen, also weltweit nicht mehr Kohlendioxid auszustoßen als gleichzeitig absorbiert wird. „In der Konsequenz muss bis spĂ€testens 2050 die WĂ€rme- und KĂ€lteversorgung durch Energieeinsparung, Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien nahezu vollstĂ€ndig dekarbonisiert werden. Das kann nur durch ambitionierte nationale Maßnahmen erreicht werden. Die bestehenden Ziele fĂŒr den GebĂ€ude- und WĂ€rmebereich wurden jedoch vor dem Pariser Abkommen zum weltweiten Klimaschutz formuliert und nach derzeitigem Stand wird Deutschland nicht einmal diese sehr schwachen Ziele erreichen. Und dies obwohl die Regierung sich mehrfach auf europĂ€ischer und internationaler Ebene fĂŒr den Klimaschutz stark gemacht hat. Die nĂ€chste Regierung muss deshalb schnell handeln, um den Worten auch Taten folgen zu lassen und die internationale GlaubwĂŒrdigkeit in Sachen Klimaschutz nicht zu verlieren. Wenn Deutschland beim Klimaschutz versagt und seine Vorreiterrolle verliert, könnte dies zu einer gefĂ€hrlichen Kettenreaktion in Europa fĂŒhren“, sagte Barbara Metz, stellvertetende BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Deutschen Umwelthilfe.

· GebÀudeenergiegesetz (GEG) sofort angemessen ausgestalten
Die Verabschiedung eines GebĂ€udeenergiegesetzes (GEG) zu Beginn der neuen Legislaturperiode muss PrioritĂ€t haben, um der GebĂ€ude-Energiewende einen verlĂ€sslichen und wegweisenden politischen Rahmen zu geben. Hierzu gehört auch die Festlegung der von der EU geforderten Nahenullnergie-Standards. Durch sie sollen alle Neubauten ab 2019/2021 den Anforderungen der Energie- und Klimaschutzziele 2050 gerecht werden. Dies ist bereits heute wirtschaftlich, vermeidet spĂ€tere, teure NachrĂŒstungen und begrenzt durch niedrige EnergieverbrĂ€uche und Eigenerzeugung die Systemkosten der Energiewende. Dazu sagte Christian Noll, geschĂ€ftsfĂŒhrender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF): „Das stĂ€ndige Hin und Her bei der Diskussion um GebĂ€udestandards hat jeglicher Planungssicherheit den Boden entzogen. Deshalb muss die nĂ€chste Bundesregierung schnell einen klaren Zielpfad fĂŒr das kommende Jahrzehnt festlegen. Das ist sie dem Klimaschutz, Mietern und EigentĂŒmern schuldig.“ Das GEG kann zudem auch eine gewisse Wirkung fĂŒr den GebĂ€udebestand entfalten durch die ÜberprĂŒfung von Ausnahmeregelungen, die Anreizung von individuellen SanierungsfahrplĂ€nen und einen gestĂ€rkten Vollzug.
· SozialvertrÀglichen Klimaschutz sichern
Klimaschutz und bezahlbares Wohnen beziehungsweise ein klimaneutraler GebĂ€udebestand zu sozialvertrĂ€glichen Bedingungen sind keine WidersprĂŒche. Notwendig sind im Mietwohnungsbereich Rahmenbedingungen, die EigentĂŒmer/Vermieter, Mieter und Staat angemessen an den Kosten und ErtrĂ€gen sowie ErtrĂ€gen und Vorteilen energetischer Sanierungen beteiligen (Drittelmodell). Bei Modernisierungsmaßnahmen im Wohnungsbestand ist WarmmietenneutralitĂ€t anzustreben. Mietsteigerungen bei Transferleistungsbeziehern mĂŒssen mit einem Klimawohngeld und ModernisierungszuschlĂ€gen ausgeglichen werden. Die notwendige Schaffung von neuem Wohnraum muss mit den Erfordernissen des Klimaschutzes einhergehen.
Ulrich Ropertz, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Deutscher Mieterbund (DMB): „In der letzten Legislaturperiode sind wir hier keinen Schritt weitergekommen. Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag, das Mietrecht entsprechend zu Ă€ndern, wurden nicht umgesetzt, scheiterten an der Union. Notwendig ist jetzt eine Begrenzung der MieterhöhungsspielrĂ€ume aufgrund von energetischen Modernisierungen und eine öffentliche Förderung, die gleichzeitig Vermieterinvestitionen spĂŒrbar anreizt und Mieter von hohen Wohnkosten entlastet.“

· Attraktives Investitionsklima schaffen und zielgenau beraten
Zum Erreichen der Energieeinsparziele im GebĂ€udebereich und einer Erhöhung der Sanierungsquote ist ein attraktives Investitionsklima mit klaren Anreizen nötig. Die Förderung der energetischen GebĂ€udesanierung muss daher weiterentwickelt und verstetigt werden. Sie muss die bestehenden Hemmnisse adressieren und sich verstĂ€rkt an nachweisbaren Ergebnissen ĂŒber den GebĂ€ude-Lebenszyklus orientieren. Die bereits vorhandenen Instrumente mĂŒssen besser verzahnt und nutzerfreundlicher ausgestaltet werden. So können sie gemeinsam mit einer qualitĂ€tsgesicherten, neutralen und individuellen Beratung ihr Aktivierungspotenzial ausschöpfen. Die energetische Modernisierung des Bestandes ist zusĂ€tzlich durch die EinfĂŒhrung einer steuerlichen Förderung fĂŒr energetische Modernisierungsmaßnahmen voranzutreiben. „Eine steuerliche Förderung macht HauseigentĂŒmern Lust auf sinnvolle Investitionen in Energieeffizienz. Die nĂ€chste Bundesregierung kann hier den Sanierungsstau endlich auflösen“, so Christian Noll (DENEFF). Staatliche Energiepreisbestandteile sollten hinsichtlich ihrer Anreizwirkung ĂŒberprĂŒft und gegebenenfalls weiterentwickelt werden.

· Gewerke qualifizieren und QualitÀt sichern
Um bei der Steigerung der Sanierungsrate eine qualitativ hochwertige Planung und AusfĂŒhrung zu sichern, braucht es eine groß angelegte Qualifizierungsoffensive fĂŒr exzellent ausgebildete FachkrĂ€fte. Eine Ausweitung der Baubegleitung sowie verstĂ€rkte Anstrengungen zur QualitĂ€tssicherung von Beratung und Umsetzung sind ebenfalls notwendig. Niedriginvestive Maßnahmen zur Steigerung der Transparenz von EnergieverbrĂ€uchen sollten zudem Standard werden, um eine solide Datenbasis fĂŒr kontinuierliche Beratung und Ergebniskontrollen zu haben.
Barbara Metz (DUH): „In einem dynamischen Prozess mĂŒssen Berufsbilder fĂŒr Modernisierung und gewerkeĂŒbergreifende Kooperation etabliert und bestehende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten qualitativ weiterentwickelt werden. Dies hilft auch, Bauberufe attraktiv zu halten, die Ausbildungszahlen zu steigern und so den nötigen Nachwuchs zu sichern. Ohne diesbezĂŒgliche Maßnahmen können wir den hohen Standard bei GebĂ€udesanierungen bei gleichzeitiger Erhöhung der Sanierungsrate nicht beibehalten.“
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