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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU: Wertstoffgesetz verkommt zum Verpackungsgesetz
Bundesregierung nimmt selbst gesteckte Umweltziele nicht ernst

Die Mülltrennung in Deutschland bleibt kompliziert, wenn es nach den Plänen des Bundesumweltministeriums geht. Dem NABU liegt der neue, noch nicht öffentliche Referentenentwurf zum Wertstoffgesetz vor. Demnach wird es auch künftig keine bundesweite Wertstofftonne geben, in der alle wertstoffhaltigen Abfälle gesammelt werden. Stattdessen würde das alte und undurchsichtige System beibehalten: In der Gelben Tonne landet weiterhin nur Verpackungsmüll und die so genannten „stoffgleichen Nichtverpackungen“, wie Putzeimer oder Zahnbürsten, im Restmüll, der in der Regel verbrannt wird.

„Bleibt die Bundesregierung bei ihren Plänen, müsste sie ehrlicherweise von einem Verpackungsgesetz statt von einem Wertstoffgesetz sprechen. Denn viel mehr bleibt beim genauen Hinschauen nicht übrig. Die Bundesregierung nimmt ganz offensichtlich ihr im Koalitionsvertrag selbst gestecktes Umweltziel nicht ernst. Hier hat sie explizit die haushaltsnahe gemeinsame Sammlung von Verpackungen und Nicht-Verpackungen vorgesehen“, kritisierte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Der neue Entwurf ist das unbefriedigende Ergebnis eines monatelangen Streits zwischen Privatwirtschaft und Kommunen darüber, wer die wertstoffhaltigen Haushaltsabfälle in Zukunft sammeln darf. „Dieses Tauziehen und Geschacher muss endlich ein Ende haben, im Sinne von Verbrauchern und Umwelt. Auch die Bundesländer müssen endlich aufhören, Organisations- und Finanzierungsfragen vor den Umweltschutz zu stellen. Denn die Lösung liegt auf der Hand: Eine bundesweite Wertstofftonne muss kommen. Bund und Länder müssen in den kommenden Tagen an einer zukunftsweisenden Lösung arbeiten: mit gemeinsamer Wertstofferfassung, klaren Vorgaben zur Abfallvermeidung und recyclingfreundlichen Verpackungen sowie hohen Recyclingquoten“, forderte Miller.

Weil der aktuelle Entwurf vorsieht, dass Nichtverpackungen aus Metall oder Kunststoff weiter im Restmüll landen und damit verbrannt werden, gehen in Deutschland 570.000 Tonnen Wertstoffe verloren. „Obwohl hierzulande die Mengen an Verpackungsmüll steigen, spielt das Thema Abfallvermeidung im Gesetzentwurf keine Rolle. Dabei bräuchten wir ganz dringend den nächsten Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft. Dazu müssen Nichtverpackungen aus Kunststoff und Metall Teil des Gesetzes sein und es muss Mindestsammelmengen und Mehrwegquoten geben“, so Sascha Roth, NABU-Abfallexperte.


Die Bewertung des neuen Entwurfs fĂĽr das Wertstoffgesetz aus NABU-Sicht in KĂĽrze:

570.000 Tonnen Wertstoffe kommen nicht ins Recycling, weil „stoffgleiche Nichtverpackungen“ aus dem Gesetz gestrichen sind
das Thema Abfallvermeidung spielt im Gesetzentwurf keine Rolle, obwohl in Deutschland die Menge an VerpackungsmĂĽll steigt
weil ursprünglich geplante Mindestsammelmengen für Verpackungsabfälle gestrichen werden, gibt es keine Anreize für bessere Sammelstrukturen bei der Gelben Tonne oder den eher ineffizienten Wertstoffhöfen
die Bundesregierung will das ökologische Design von Verpackungen, ihre Recyclingfreundlichkeit und den Einsatz von Rezyklaten weder fördern noch ordnungsrechtlich fordern
die Recyclingquote für Kunststoffe wurde von 72% auf 63% reduziert (im Vergleich zum vorherigen Gesetzentwurf). Damit verringern sich auch die Anreize für mehr Investitionen in Sortier- und Recyclinganlagen. Denn der derzeitige Stand der Technik erlaubt eine höhere Quote.
im Vergleich zur geltenden Verpackungsverordnung findet sich im Gesetzentwurf keine Mehrwegquote für Getränkeverpackungen, womit der Einweg-Plastikflut in den Supermärkten weiter Tür und Tor geöffnet wird.
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Europa & Brexit, Mensch, Umwelt & Frieden
 
Europa & Brexit, Mensch, Umwelt & Frieden
Ein Debattenbeitrag aus der trinationalen Umweltbewegung im Dreyeckland

Ein Europa, das nur von Wirtschafts- und Wachstumsinteressen bestimmt wird, ein Europa, das kein Europa der Menschen und Regionen wird, kann langfristig keinen Bestand haben. Es ist in Gefahr, in wenigen Jahrzehnten, bei den nächsten größeren Krisen, zu zerfallen, so wie wir das jetzt in Jugoslawien und der Sowjetunion erleben...

Ein Textfragment, ein Auszug aus einer europapolitische Erklärung der Umweltbewegung, passend zu den aktuellen europäischen Krisen und zur Volksabstimmung in England über den Austritt aus der EU, zum möglichen Brexit. Nur der Satzteil "so wie wir das jetzt in Jugoslawien und der Sowjetunion erleben" zeigt, dass der Text aus einer Erklärung vom Juli 1991 stammt, also "tagesaktuell" und dennoch 25 Jahre alt ist.

Eine Vielzahl von Umweltgruppen, Bürgerinitiativen und Umweltverbänden aus Südbaden, dem Elsass und der Nordschweiz (die Schweiz war und ist für immer auch ein Teil von Europa!) hatte die Erklärung damals diskutiert und verabschiedet. Manche der unterzeichnenden Gruppen und BI´s gibt es nicht mehr, der Text ist erschreckend aktuell.

Unzufrieden mit Europa
Viele unserer damaligen Befürchtungen und Sorgen haben sich bewahrheitet. Die letzten 25 Jahre Europa standen tatsächlich eher für das Europa der Konzerne und des einen Prozent der Menschheit, das über 99 % des Vermögens verfügt. Gerade die Arbeit der Europäischen Kommission war geprägt von Wirtschaftslobbyisten und einer der auffälligsten (nicht nur Atom-) Lobbyisten, Herr Günther Oettinger kam ausgerechnet aus Deutschland. Für das Wirken dieser Lobbyisten (nicht nur) im Umweltbereich stehen Begriffe wie Dieselskandal, Glyphosat, Neonicotinoide, alte und neue Atom-Subventionen und die Umwelt- und Demokratiebedrohung durch das Freihandelsabkommen TTIP.

In Teilbereichen ( z.Bsp. die FFH Naturschutz-Richtlinie der EU, Umweltschutz in der Charta der EU-Grundrechte, die euopaweite Pflicht zum Ausbau der erneuerbaren Energien und die Effizienzvorgaben für Neubauten...) gab es auch Fortschritte, die das Europäische Parlament fast immer der Kommission abtrotzen musste. Auch die innereuropäische Freizügigkeit war ein historischer Fortschritt, der durch neue Mauern und Grenzen, auch in den Köpfen gefährdet ist.

Dennoch setzt das manchmal schrecklich bürokratische EU-Europa auf "unbegrenztes Wachstum begrenzter Systeme". Dieser zerstörerische, ressourcenfressende Mythos stößt überall an seine Grenzen und viele heutige Krisen haben ihre Ursache in der Tatsache, dass dieser Traum nicht realisierbar ist.
Mit was wir 1991 nicht gerechnet hatten, war die Zunahme von Gewalt, Dummheit, Intoleranz, Abschottung, die Zunahme der kleinen und großen Nationalismen und mit der aktuell zunehmenden inneren und äußeren Gefährdung des Friedens.

Mehr Europa - Anderes Europa
Die alte Erklärung und auch dieser Text zeigen, dass die Umweltbewegung in Südbaden, dem Elsass und der Nordschweiz immer proeuropäisch war und ist. Wir standen und stehen für das Europa der Menschen, des Friedens, der Umwelt und für eine nachhaltige und sozial gerechtere Zukunft. Wir wollen ein Europa der Freiheit, in dem die Mitgliedsstaaten den Mut haben, einem Edward Snowden Asyl zu gewähren. Mehr globale Gerechtigkeit und Großkonzerne, die tatsächlich Steuern zahlen, sind auch Schlüssel zur Lösung der Fluchtursachen in den Herkunftsländern der Flüchtenden. Die Bewahrung des Friedens, der europäische Atomausstieg, die Bekämpfung des Klimawandels, eine echte nachhaltige Energiewende und die Verringerung des Gifteintrages in der Landwirtschaft und ein Mehr an sozialer Gerechtigkeit sind vor uns liegende Aufgaben. Dies alles sind europäische Themen, die in der aktuellen Brexit-Debatte leider nur eine untergeordnete Rolle spielen.
In diesem Sinne wollen wir nicht weniger Europa, dafĂĽr allerdings immer noch und mit Nachdruck ein anderes Europa.

Der politische Druck der Umweltbewegung und der sozialen Bewegungen für ein besseres, für ein anderes Europa darf nicht nachlassen. Wir wollen Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Solidarität und Freude an der schönen Vielfalt... wie im Wiesenblumenstrauß.

16.6.2016 / Erste Unterzeichnerinnen und Unterzeichner:

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident des trinationalen Atomschutzverbandes TRAS
Daniel Reininger, Président d'Alsace Nature
Kaspar Schuler, Geschäftsleiter Allianz Atomausstieg, Schweiz
Nik Geiler, Sprecher des Arbeitskreis Wasser im BBU / Bundesverband BĂĽrgerinitiativen Umweltschutz e.V.
Jean-Jaques Rettig, CSFR / Comité de Sauvegarde de Fessenheim et de la Plaine du Rhin
Jürgen Grässlin, Träger des Aachener Friedenspreises
Jean-Paul Lacote, Alt-Präsident und Vorstandsmitglied von Alsace Nature
Ellen Koppitsch, Vorstandsmitglied BUND-Regionalverband SĂĽdlicher Oberrhein
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Ă–KO-TEST RATGEBER - Kosmetik
Der aktuelle ÖKO-TEST Ratgeber – Kosmetik ist seit dem 9. Juni erhältlich.
 
Ă–KO-TEST RATGEBER - Kosmetik
Schönheit kommt von innen: Die Kosmetikindustrie erfindet stets neue Trends und Produkte – nach den BB- die CC-Cremes oder schwarze Kosmetik und Shampoos gegen Haarausfall. ÖKO-TEST schickt die Artikel nicht nur ins Labor, sondern fragt die Hersteller auch nach Belegen für all die wundersamen Aussagen, mit denen sie ihre neuen Produkte anpreisen: „Doping für die Haare“, „Deoschutz 48 Stunden“, „mildert sichtbar Falten“. Dann kommt meistens nichts. Und wenn doch, sind die „Studien“ unbrauchbar. In diesem ÖKO-TEST Ratgeber – Kosmetik finden Sie neben vielen Tests daher auch Rat und Beratung zu den für die Schönheit wirklich wichtigen Dingen: Gelassenheit, Lebensstil und innere Einstellung.

Tests (Auswahl):

• Medizinische Hautcremes mit Hydrocortison: Wenn die Haut Alarm schlägt, versprechen Kortisoncremes aus der Apotheke Linderung. Der Wirkstoff hat sich bei allergischen Hautentzündungen bewährt, ist aber auch selbst nicht ohne Risiko. In sieben der elf getesteten Cremes stecken zudem bedenkliche Hilfsstoffe.

• Selbstbräuner: Verbraucher erhoffen sich von Selbstbräunern einen gesunden Sommerteint. Ganz bestimmt jedoch erwarten sie keinen krebsverdächtigen Stoff. Doch viele der getesteten Cremes setzen Formaldehyd frei. Wer nicht auf die Bräune aus der Tube verzichten will, sollte die Creme deshalb kühl lagern.

• Anti-Aging-Pflegelinien: „Die Zeit bleibt stehen.“ Mit großen Worten wie diesen werden Anti-Aging-Kosmetika angepriesen – auch in der Naturkosmetikbranche. ÖKO-TEST hat sich elf „grüne“ Produktlinien angeschaut. Die Inhaltsstoffe überzeugen, die Wirkversprechen nicht.

• Zahncremes für weiße Zähne: Ein Lächeln wie ein Hollywoodstar – das wünschen sich viele. Mit den Belegen für den weißenden Effekt von Zahncremes für weiße Zähne sieht es jedoch dürftig aus. Zudem verhageln problematische Inhaltsstoffe in knapp der Hälfte der Produkte das Testergebnis.

• Shampoos gegen Haarausfall: Nur teure Haarwäsche oder steckt was dahinter? Shampoos gegen Haarausfall suggerieren Abhilfe bei drohender Glatze. ÖKO-TEST wollte Nachweise sehen, doch die Hersteller schickten entweder keine vollständigen wissenschaftlichen Studien oder solche, die nicht überzeugten.

• Alternative Haarfarben: Chemiekeule – nein, danke! Das gilt für viele inzwischen auch in puncto Haarfarben. Doch in manch vermeintlich guter Alternative stecken stark allergisierende oder sogar verbotene Stoffe. Immerhin: Einige echte Pflanzenhaarfarben schneiden in unserem großen Test glänzend ab.

• Faszienrollen: Verspannungen lösen, Schmerzen lindern, die Leistung der Muskeln erhöhen – die Hersteller von Faszienrollen versprechen viel. Doch den Nutzen der Schaumstoffwalzen belegen allenfalls gute Erfahrungen, denn die Datenlage ist bescheiden.


Und auĂźerdem:

• Haarausfall: Dass uns jeden Tag etwa hundert Haare ausfallen, ist normal. Doch wenn sich der Schopf ungewöhnlich schnell lichtet, sollte ein Spezialist die Ursache abklären. Das Geld für angebliche Wundermittelchen können sich Betroffene jedenfalls sparen.

• Naturparfüms: Teure Parfüms stehen für Glamour, Romantik oder Abenteuer. In den meisten Fällen sind es jedoch preiswerte Gebilde aus dem synthetischen Duftbaukasten. Wer Wert auf ein natürliches Parfüm legt, sollte sich beim Kauf nicht benebeln lassen, sondern auf Zutaten und Herkunft achten.

• Die richtige Zahnpflege: Ob beim Flirten oder beim Bewerbungsgespräch – Lächeln gehört dazu. Schöne Zähne tragen viel zu einem positiven Anblick und einem guten ersten Eindruck bei. Obwohl wir das eigentlich wissen, schenken wir der Zahnpflege oft viel zu wenig Aufmerksamkeit und Zeit.
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NABU: Weniger Mehlschwalben und Mauersegler
Kinder beobachten Vögel / Foto: NABU / S. Hennigs
 
NABU: Weniger Mehlschwalben und Mauersegler
45.000 Teilnehmer bei Mitmachaktion "Stunde der Gartenvögel" / Haussperling bleibt Spitzenreiter vor Amsel und Kohlmeise

Die beiden Flugkünstler Mehlschwalbe und Mauersegler sind die Verlierer der „Stunde der Gartenvögel“. Mit Platz elf bei der Mehlschwalbe und Platz zwölf beim Mauersegler setzt sich der Abwärtstrend der vergangenen Jahre fort. Seit Beginn der Laien-Vogelzählung ist in den vergangenen zehn Jahren ein Rückgang um 41 Prozent bei der Mehlschwalbe, beim Mauersegler sogar um 45 Prozent, zu beobachten. Spitzenreiter bleiben Haussperling, Amsel und Kohlmeise mit den Plätzen eins bis drei. Ein Comeback feiert der Star, der in den Gärten häufiger zu beobachten war. Insgesamt beteiligten sich 45.000 Menschen an der Citizen-Science-Aktion von NABU, NAJU und ihrem Partner in Bayern, dem Landesbund für Vogelschutz (LBV). Insgesamt wurden 1,1 Millionen Vögel beobachtet, der Schnitt lag bei bundesweit 36,8 Vögeln pro Garten.

„Mauersegler und Mehlschwalbe sind typische Siedlungsvögel und brüten fast ausschließlich in Städten und Dörfern, so dass die Ergebnisse für den gesamten Bestand in Deutschland sprechen“, sagte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. „Ein Grund ist der Verlust von Brutplätzen an gedankenlos renovierten Häusern, zum Teil sogar mutwillige und illegale Zerstörung von Nestern. Zum anderen aber spielt sicher auch der Rückgang ihrer Fluginsektennahrung eine wichtige Rolle“, so Lachmann weiter. Wissenschaftler beobachten einen alarmierenden Rückgang von Fluginsekten in den vergangenen 15 Jahren, so sei die Abnahme beider Arten nur eine logische Konsequenz. „Sie ernähren sich vom sogenannten Luftplankton, also von durch den Wind aus einem großen Einzugsgebiet in hohe Luftschichten verfrachteten und dort gleichmäßig verteilten Insekten“, so Lachmann. Für die gleiche Menge an Futter müssten sie nun viel weiter fliegen. Sie können nicht wie andere insektenfressende Vögel gezielt Stellen aufsuchen, an denen noch genügend Insekten leben und leiden vermutlich daher besonders am allgemeinen Insektenschwund.

Insekten werden weniger durch die intensive und flächendeckende Verwendung von Insektengiften in der Landwirtschaft, teilweise kommt Gift auch immer noch in Gärten und öffentlichem Grün zum Einsatz. Insbesondere eine neue Generation von Insektengiften, sogenannte Neonikotinoide, stehen im Verdacht, den massiven Rückgang in den vergangenen 15 Jahren beschleunigt zu haben, da deren zunehmende Verwendung mit dem zeitgleich beobachteten Zusammenbruch der Insektenbestände zusammenfällt. Vor diesem Hintergrund fordert der NABU eine echte ökologische Agrarreform und weniger Gift in der Landschaft sowie einen Verzicht auf Gift im Garten. Mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ engagiert er sich für Nistmöglichkeiten.

Positiv ist das „Comeback“ des Stars, der Rang vier belegt. In diesem Jahr erreichte er mit 2,64 Vögeln pro Garten wieder Bestwerte, nachdem die vergangen Jahre leicht rückläufig waren. Möglicherweise hat der besonders milde Winter diesem Kurzstreckenzieher geholfen. Er überwintert bereits im Westen Deutschlands, in den Benelux-Ländern, Frankreich und in Großbritannien. Der Stieglitz, Vogel des Jahres 2016, konnte in jedem achten Garten beobachtet werden und belegt Rang 25 und damit die beste Platzierung seit Beginn der Vogelzählung. Diese größere Bekanntheit durch seine Kür zum Vogel des Jahres kann der bunte und beliebte Stieglitz gut gebrauchen, da er in den vergangenen 25 Jahren erhebliche Bestandseinbußen hinnehmen musste. Ein Grund ist der Rückgang von Wildblumenwiesen, von deren Samen er sich ernährt.

In diesem Jahr wurde ein Rekord gebrochen: Mit 11,56 verschiedenen gemeldeten Arten pro Garten konnte der bisherige Spitzenwert bei der „Stunde der Gartenvögel“ erreicht werden. „Diese Entwicklung seit Start der Aktion zeigt, dass die Menschen die Vögel in ihrem Garten immer besser kennen und auch seltenere Arten bestimmen können. Darüber freuen wir uns sehr, weil es ein wichtiges Ziel der Aktion ist, Bewusstsein für die Natur vor der Haustür schaffen. Nur wer die Natur in seiner Umgebung kennt, kann sie auch schützen“, so Lachmann.
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Vor 20 Jahren:
Usine Kaysersberg & Rheinverschmutzung
 
Vor 20 Jahren:
Eine ökologische Zeitenwende 1996 (nicht nur) am Oberrhein

Es ist immer schwierig und immer auch falsch, den Ort und Zeitpunkt einer „Zeitenwende“ punktgenau bestimmen zu wollen. Dennoch könnte aus regionaler Sicht ein umweltpolitischer Erfolg vor 20 Jahren am Oberrhein für eine solche Wende stehen.


Rot, blau, gelb...
in allen Regenbogenfarben färbte sich bis vor zwei Jahrzehnten der Rhein unterhalb der beiden Rohre der elsässischen Papierfabrik Kaysersberg gegenüber von Breisach. Eine erste BUND-Recherche ergab, dass hier tatsächlich die letzte Papierfabrik am Oberrhein noch ohne Kläranlage arbeitete und seit vielen Jahrzehnten mit Farben und Schwermetallen den Rhein vergiftete.

"Eine Kläranlage muss her",
unter diesem Motto kämpften der BUND mit Unterstützung von Alsace Nature gemeinsam gegen die aus heutiger Sicht unglaubliche Rheinverschmutzung an. Die klassische Umweltverschmutzung wurde mit den klassischen Methoden der Umweltverbände angegangen und im Jahr 1996 beugte sich die Usine Kaysersberg dem Druck und eine moderne Kläranlage wurde eingebaut.

Nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer
endete mit diesem Erfolg am Oberrhein die Hauptzeit der „klassischen alten, offen, sichtbaren“ Umweltverschmutzung im Bereich der Wasserverschmutzung.
Vorangegangen waren die großen ökologischen Konflikte und Kämpfe um FCKW und Ozonloch, die Debatte und vielfältige Aktionen und Demos auch in Südbaden und im Schwarzwald gegen das Waldsterben und gegen die massive Luftverschmutzung, die schon 1974 mit der erfolgreichen Bauplatzbesetzung gegen ein umweltvergiftendes Bleichemiewerk in Marckolsheim (F) begonnen hatten.

„Gut und Böse“ waren in diesen frühen Konflikten noch einfacher auseinander zu halten
und Durchsetzungsstrategien und Greenwash für Umweltzerstörung war noch nicht so perfekt wie heute.
Die Proteste und Aktionen von BUND und Umweltbewegung gegen das Waldsterben und für saubere Luft, reinere Flüsse, für alternative Energien und für eine menschengerechte Umwelt führten mittel- und langfristig zu massiven Verbesserung der Umweltsituation und zu einer Zunahme des Umweltbewusstseins. Gesetze wurden auf Druck der Umweltbewegung und gegen die Lobbyisten verschärft, der PKW-Katalysator wurde eingeführt, verbleites Benzin wurde verboten, Kraftwerke und Industrieanlagen wurden entstickt, entschwefelt und zum Teil technisch auch sicherer. Der Konflikt um die Flachglasfabrik im Elsass führte dazu, dass diese – entgegen der ursprünglichen Planung – eine Entstickungsanlage erhielt.

Eine von vielen Ursachen der Walderkrankungen
war der Ausstoß von Schwefeldioxid und der damit verbundene saure Regen. Hier brachte der Protest die größten Erfolge. "So konnten zum Beispiel alleine in Baden-Württemberg die SO2-Emissionen von 334.200 Tonnen 1973 auf 58.800 Tonnen 1995 reduziert werden, was einem Rückgang um über 80 % entspricht." schreibt die LUBW Baden-Württemberg.

Um das Jahr 1996 endete am Oberrhein und in Deutschland langsam das Zeitalter
der "alten, offenen, sichtbaren Umweltverschmutzung“ auch wenn die immer noch laufenden AKW an die damalige Zeit erinnern. Auch „Rückfälle“ sind immer möglich. Dies zeigt u.a. die Jagstkatastrophe im Jahr 2015, bei der die grob fahrlässige Lagerung großer Mengen Stickstoffdünger in unmittelbarer Gewässernähe und eine nicht vorbereitete Feuerwehr zu einem riesigen Fischsterben führte.

Und 2016? Andere, neue, weniger sichtbare Probleme
Die Situation von Mensch, Ntur und Umwelt ist trotz aller, mühsam erkämpfter Fortschritte regional und global nicht unbedingt besser geworden. Die Probleme haben sich verändert und sind weniger "sichtbar". Die aktuellen, großen Herausforderungen für den BUND und die Umweltbewegung sind die Fragen der Nachhaltigkeit, des Klimawandels und des endgültigen Atomausstiegs, die regional und global bedrohte Biodiversität und der Flächenverbrauch, die absehbare Endlichkeit der fossilen Energieressourcen und Rohstoffe, die Bekämpfung von Fluchtursachen, Innenweltverschmutzung und die Beantwortung der Frage, wie sich nach dem jetzigen Zeitalter der Habgier und des Raubbaus mit einem massiv verringerten Input an Energie, Rohstoffen und Arbeitszeit ein gutes Leben führen lässt. Dazu kommt die Bedrohung des Weltfriedens durch zunehmende soziale Ungleichheit, Ressourcenkriege und durch die Verbreitung von Bio- und Atomwaffen. Die Hintergründe vieler aktueller Probleme sind Habgier, undemokratische Banken- und Konzernmacht, Freihandel, Staatsgläubigkeit, Bürokratie, Deregulierung der Finanzmärkte, Überkonsum, Wachstumswahn, soziales Unrecht, Energie-, Rohstoff- und Arbeitszeitverschwendung... Wir leben in einem System, das nur funktioniert, wenn es wächst und sich damit zwangsläufig selbst zerstört. Am Oberrhein haben wir mit viel Mühen in Teilbereichen die globalen Zerstörungsprozesse entschleunigt. Es gibt für den BUND und die Umweltbewegung noch viel zu tun.

Eines steht 20 Jahre nach dem wichtigen Erfolg fĂĽr einen sauberen Rhein fest:
„Die Umweltbewegung wird für das gelobt, was sie in der Vergangenheit getan und erreicht hat und sie wird dafür kritisiert, was sie aktuell fordert und durchsetzen will“
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BĂĽndelung der Hochspannungstrassen am SĂĽdlichen Oberrhein
Regionalpolitik unterstĂĽtzt BUND-Forderung
Wer mit offenen Augen durch die Landschaft am Südlichen Oberrhein, insbesondere durch die Rheinebene fährt, sieht neben Mais und einer zusammenwachsenden Bandstadt entlang der Vorbergzone, an vielen Stellen parallel geführte Hochspannungstrassen. Die aktuelle Planung, das Stromübertragungsnetz zu verstärken, die geplante "380-kV-Netzverstärkung Daxlanden-Eichstetten“ bietet jetzt die einmalige Chance die Energiewende auch einmal für den Landschaftsschutz zu nutzen. Dort wo heute zwei bis drei Hochspannungstrassen die Landschaft durchschneiden, sollte nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer eine Zusammenführung auf eine einzige Trasse ernsthaft geprüft werden. Es stellt sich auch die Frage, ob nicht an vielen Stellen alle notwendigen "Scheußlichkeiten" der Rheinebene - Autobahn, Neubautrasse der Bahn und Hochspannungstrassen - zusammen laufen könnten, um Mensch, Natur und Landschaft in der stark belasteten Ebene zu entlasten.
Um die notwendige Debatte zu eröffnen, hatte der BUND-Regionalverband unter anderem die Herren Landräte Hurth (Emmendingen), Scherrer (Ortenaukreis) und Regierungspräsidentin Schäfer angeschrieben.
Sie finden die Briefe unter http://www.bund-rvso.de/hochspannungstrassen-buendeln.html
Da die Planungen langsam konkreter werden und da immer mehr KommunalpolitikerInnen von den Betreibern angeschrieben werden, senden wir Ihnen AuszĂĽge aus den erfreulichen Antwortbriefen:
* “ Die Zusammenlegung und Bündelung von Energieleitungen liegt grundsätzlich auch im Interesse des Regierungspräsidiums Freiburg. Ich habe deshalb meine zuständige Fachabteilung gebeten, Ihr Schreiben an TransnetBW als Vorhabenträgerin weiterzuleiten, damit Ihre Anregung dort im Rahmen der weiteren Planungsüberlegungen geprüft werden kann. In den anstehenden Genehmigungsverfahren wird das Regierungspräsidium Freiburg selbstverständlich im Rahmen des technisch und rechtlich Möglichen auf eine Minimierung der mit dem Vorhaben verbundenen Eingriffe hinwirken.“
Regierungspräsidium Freiburg, Regierungspräsidentin Schäfer
* „Wie ich Ihnen bereits mündlich mitgeteilt habe, wäre für ein rechtlich notwendiges Planfeststellungsverfahren nicht das Landratsamt sondern das Regierungspräsidium (Freiburg und Karlsruhe) zuständig. Gleichwohl halte ich Ihren Vorschlag, mehrere Trassen zu einer einzigen, möglichst ortsfernen und landschaftsschonenden Trasse zusammenzuführen, für sinnvoll und naheliegend. Die Kreisverwaltung wird deshalb einen entsprechenden Vorschlag gerne im noch durchzuführenden Verfahren unterstützen.“
Landratsamt Emmendingen, Landrat Hurth
* „Die Belastung des Landschaftsbildes durch Hochspannungsfreileitungen könnte mit der Bündelung der verschiedenen Trassen zu einer Trasse deutlich gemindert werden. Die Modernisierung der bestehenden Leitungen oder Umstellung auf höhere Übertragungsleitungen kann Anlass bieten, Bündelungsmöglichkeiten zu prüfen. Seitens des Landratsamtes Ortenaukreis wird derzeit geprüft, auf welchen politischen Ebenen eine Abstimmung der Positionen der von der Maßnahme betroffenen Landkreise und Kommunen erfolgen kann und soll. Im Rahmen dieser Vorabstimmungen werden auch die Anregungen des BUND diskutiert.“
Landratsamt Ortenaukreis , Landrat Scherrer
Wir würden uns sehr freuen, wenn die Medien dieses wichtige (nicht nur) Landschaftsschutz-Thema aufgreifen, recherchieren und darüber berichten würden. Wichtig ist auch die Frage, ob auf der verstärkten Trasse Ökostrom oder Braunkohlestrom nach Süden geleitet werden soll.
Der Konflikt um die Trassenbündelung wird nicht einfach, denn die unterschiedlichen Trassen gehören unterschiedlichen Konzernen. Wir sehen die Chance, die geschundene Landschaft in der Rheinebene zumindest in Teilbereichen aufzuwerten. Es gäbe vermutlich ein größeres öffentliches Interesse am Thema, wenn wir "seehofern" und die unterirdische Verlegung der Trassen fordern würden. Doch in Zeiten einer immer noch sehr großen Staatsverschuldung und zunehmender privater Armut gehört zu Ökologie und Nachhaltigkeit immer auch ein Blick auf die Kosten für die Allgemeinheit.
Mit freundlichen GrĂĽĂźen
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Autor: Axel Mayer, BUND Geschäftsführer

 
Umweltbewusster Umgang mit Regenwasser
Neue Broschüre zur naturverträglichen Regenwasserbewirtschaftung liegt vor

In der Vergangenheit galt die Devise, das Regenwasser in der
Stadt so schnell wie möglich durch die Kanalisation abzuleiten
und der Kläranlage (Mischkanalisation) zuzuführen. Dies
verschärfte unter anderem häufig die Hochwassergefahr,
überlastete die Kanalisation und die Kläranlagen, zusätzlich
konnte auch Schmutzwasser in die Gewässer gelangen.

Heutzutage gibt es aber verschiedene Möglichkeiten der
naturverträglichen Regenwasserbewirtschaftung. Eine davon
ist, sauberes Niederschlagswasser bei geeigneten
Bedingungen versickern zu lassen. Eine andere Lösung ist,
das Regenwasser ortsnah in ein Gewässer oder Graben
einzuleiten. Flächen können entsiegelt oder mit
wasserdurchlässigem Belag befestigt werden. Eine weitere
Möglichkeit ist das Dach zu begrünen; hier verbleibt ein großer
Anteil des Regenwassers auf dem Dach und verdunstet. Mit
diesem Nebeneffekt leisten die BĂĽrgerinnen und BĂĽrger einen
Beitrag zu einem angenehmeren Klima in der Stadt. Auch
kann Regenwasser in Zisternen gesammelt und
beispielsweise der Garten bewässert werden.

Egal, fĂĽr welche Varianten sich EigentĂĽmerinnen und
EigentĂĽmer sowie Planer entscheiden, Ziel ist immer ein
umweltbewusster Umgang mit Regenwasser. Mit einer
naturverträglichen Lösung können der Anteil des zur
Kläranlage abzuleitenden Regenwassers und der Eingriff in
den natürlichen Wasserkreislauf soweit wie möglich begrenzt
werden.

Schon seit vielen Jahren wird der umweltbewusste Umgang
mit Regenwasser von der Stadtverwaltung umgesetzt. So ist
in der Entwässerungssatzung der Stadt Freiburg ein
ökologischer Umgang mit Regenwasser bei neuen
Bauvorhaben festgeschrieben, was auch der aktuellen
Rechtslage entspricht. Mit der gesplitteten AbwassergebĂĽhr,
das heiĂźt der getrennten Abrechnung der Kosten fĂĽr die
Regenwasser- und Schmutzwasserbeseitigung, liegt fĂĽr die
Bauherren und GrundstĂĽckseigentĂĽmer auĂźerdem ein
finanzieller Anreiz vor, in Anlagen zur Versickerung von
unbelastetem oder ausreichend gereinigtem Regenwasser zu
investieren.

Die neue Broschüre zur naturverträglichen
Regenwasserbewirtschaftung unter
www.freiburg.de/gewaesserschutz listet detailliert auf, in
welcher Weise jeder GrundstĂĽckseigentĂĽmer und jede
Planerin oder Planer zu einem umweltbewussten Umgang mit
dem Regenwasser beitragen kann, welche Varianten sich
anbieten und welche Vorschriften und Beratungsmöglichkeiten
bestehen
 
 

Beznau-Demo
 
Beznau-Demo
BUND unterstĂĽtzt Schweizer Initiativen
Wanderung & Kundgebung „Menschenstrom gegen Atom 2016“ am Sonntag, 19. Juni

2016 ist das Jahr, in dem in der Schweiz die Weichen für eine vernünftige Energiezukunft gestellt werden könnten. Mit dem „Menschenstrom“ setzt die Umweltbewegung der Schweiz ein Zeichen für den geordneten Atomausstieg und die sofortige und definitive Stilllegung des ältesten AKW der Welt (!) im grenznahen Beznau.

In alter europäischer Tradition rufen unter anderem auch die beiden Regionalverbände Hochrhein und Südlicher Oberrhein des deutschen Bund für Umwelt und Naturschutz zu diesem wichtigen Protest auf.

Tschernobyl und Fukushima haben gezeigt, dass Radioaktivität keine Grenzen kennt. Das gleiche gilt auch für die von atomaren Gefahren bedrohten Menschen in den Risikogebieten von Beznau, Leibstadt, Gösgen und Würenlingen auf beiden Seiten des Rheins.

Es ist nicht erklärbar, warum ein modernes Land wie die Schweiz in Beznau und Mühleberg die ältesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreibt und so die Existenz des eigenen Landes und der Menschen - auch in den Nachbarländern - so unverantwortlich aufs Spiel setzt. Mit zunehmendem Alter wächst auch die Gefahr atomarer Unfälle.

Während die Werbeabteilungen der Atomkonzerne es immer wieder geschickt verstehen, die Menschen über den Rhein hinweg gegeneinander auszuspielen, setzen wir auf die grenzüberschreitende, europäische Freundschaft und Solidarität der von Atomanlagen betroffenen Menschen.

Gemeinsam wandern wir am 19.6.16 zum Amphitheater Windisch/Brugg, wo wir ab 14.30 mit Speis, Trank, Musik und Reden unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Die wichtigsten Informationen zu den unterschiedlichen Wanderrouten und der Kundgebung finden Sie unter www.menschenstrom.ch Die regionalen Infos (Busse ab Freiburg und Singen...) finden Sie unter "mehr".
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