oekoplus - Freiburg
Dienstag, 24. Oktober 2017
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
NABU: Ein schwieriges Jahr fĂŒr Deutschlands Störche
Wetterentwicklung beunruhigt ArtenschĂŒtzer

Noch ist der diesjĂ€hrige Nachwuchs der Weißstörche in Deutschland nicht ĂŒberall flĂŒgge und selbststĂ€ndig. Aber schon jetzt lĂ€sst sich eine vorlĂ€ufige Bilanz der Brutsaison ziehen. „2016 war ein schwieriges Jahr fĂŒr den Weißstorch“, so Christoph Kaatz, Sprecher der NABU-Bundesarbeitsgruppe Weißstorchschutz. Eine verspĂ€tetete RĂŒckkehr vieler „Oststörche“, die ĂŒber den Bosporus in ihre Winterquartiere und zurĂŒck ziehen, und die widrige Witterung im FrĂŒhjahr und FrĂŒhsommer verhagelten die diesjĂ€hrige Saison.

WĂ€hrend in Westdeutschland die meisten Brutvögel in Spanien ĂŒberwintern und schon sehr frĂŒh an ihren Nestern erschienen, sah es im Norden und Osten nicht so gut aus. Die ersten ostziehenden Störche kamen relativ frĂŒh aus Afrika zurĂŒck. Dann aber gab es eine lange Pause, bis im Mai weitere Vögel eintrafen. Viele Nester in Ostdeutschland blieben zunĂ€chst verwaist und zurĂŒckgekehrte Paare begannen aufgrund ihre spĂ€ten Ankunft gar nicht erst zu brĂŒten. Einige Störche gingen aufgrund der spĂ€ten RĂŒckkehr sogar dazu ĂŒber, belegte Storchennester anzugreifen, um sie fĂŒr sich zu besetzen. Dabei warfen sie Eier oder Jungvögel aus den Nestern. Insgesamt, so schĂ€tzen die NABU-StorchenschĂŒtzer, ging in Ostdeutschland die Zahl an Brutpaaren um fĂŒnf bis zehn Prozent zurĂŒck, wĂ€hrend die Zahl im SĂŒdwesten sogar zunahm.

Vor allem aber der Wettergott meinte es in diesem FrĂŒhjahr nicht besonders gut mit Adebar. Im SĂŒdwesten sorgte eine Starkregenperiode dafĂŒr, dass viele StorchenkĂŒken durch UnterkĂŒhlung starben. Im Norden und Osten herrschte im FrĂŒhjahr dagegen Trockenheit und Futtermangel, bis auch hier Mitte Juni eine Schlechtwetterperiode einsetzte, der viele der verbliebenen KĂŒken zum Opfer fielen. Die Folge: In den meisten BundeslĂ€ndern liegt der durchschnittliche Bruterfolg unter einem Jungen pro Paar und somit weit unter dem langfristigen Mittel. Notwendig, um langfristig den Bestand zu erhalten, wĂ€ren allerdings zwei Junge pro Paar.

„Schlechte Jahre kommen immer mal wieder vor“, so NABU-Storchenexperte Kaatz. „Sie können aber meist ĂŒber mehrere gute Storchenjahre ausgeglichen werden.“ Was die ArtenschĂŒtzer beunruhigt, ist die Tendenz zu entweder extremer Trockenheit oder heftigen NiederschlĂ€gen, die sich langfristig negativ auf die Jungenaufzucht der Störche auswirken könnten. In Deutschland ziehen alljĂ€hrlich etwa 6.000 Weißstorchpaare ihre Jungen auf. Die meisten Weißstörche gibt es in Brandenburg.
Mehr
 

 
Daimler und Volkswagen bauen Partikelfilter in Benziner ein
Andere Hersteller mĂŒssen schnell nachlegen

Beim Feinstaub sind Benziner schmutziger als Diesel

Der NABU begrĂŒĂŸt die AnkĂŒndigungen von Daimler und Volkswagen, bei neuen Benzinern kĂŒnftig Rußpartikelfilter einsetzen zu wollen. Der NABU hatte den Einbau von Rußpartikelfiltern in Benzin-Fahrzeuge lange gefordert.

„Zwei der grĂ¶ĂŸten Autohersteller der Welt setzen damit ein wichtiges Signal. Dieser Schritt ist spĂ€testens seit dem Abgas-Skandal ĂŒberfĂ€llig, denn moderne Benzin-Direkteinspritzer sind beim Feinstaubausstoß deutlich schmutziger als Diesel“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Rußpartikel sind nicht allein ein Problem des Dieselmotors, sondern auch direkteinspritzender Otto-Motoren. Denn diese gleichen in ihrer Art und Weise der unvollstĂ€ndigen Kraftstoffverbrennung zunehmend derjenigen von Diesel.

„Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind Rußpartikel in etwa so Krebs erregend wie Asbest. Sie werden darĂŒber hinaus verantwortlich gemacht fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und fĂŒr Demenz. Die anderen Automobilhersteller mĂŒssen nun schleunigst den AnkĂŒndigungen von Volkswagen und Daimler folgen und Rußpartikelfilter in alle neuen Benzin-Fahrzeuge einbauen“, forderte Dietmar Oeliger, NABU-Leiter Verkehrspolitik.

Daimler will mit dem Modelljahr 2017 schrittweise starten Rußpartikelfilter einzubauen. Volkswagen kĂŒndigte an, ab Juni 2017 die entsprechende Technik einzusetzen.
Mehr
 

 
Nahrung fĂŒr unsere emsigsten Insekten
Der Bienengarten auf dem Mundenhof wurde heute vorgestellt


Bienen sind aus unserer (Um)Welt nicht wegzudenken. Um sie
anzulocken, blĂŒhen die Blumen in unseren GĂ€rten und die
Nutzpflanzen auf den Äckern und Feldern. 85 Prozent der ErtrĂ€ge im
Pflanzen- und Obstbau in Deutschland hÀngen von der BestÀubung
durch Honigbienen ab. Die werden aber, unter anderem wegen des
mysteriösen Bienensterbens, seit Jahren immer weniger.

Nun setzt der Mundenhof ein Zeichen fĂŒr das Überleben unserer
Bienen und hat einen Bienengarten errichtet. Bei seiner Vorstellung
betonte UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik heute: „Dieser Garten
und seine Umgebung dienen in erster Linie der Versorgung von
Bienen und anderen Insekten mit Nektar und Pollen. DarĂŒber hinaus
soll er aber auch den Besuchern Anregung bieten, was sie zuhause
im eigenen Garten zum Schutz der Insektenwelt machen können.“

Mit von der Partie waren heute die stellvertretende Forstamtsleiterin
Nicole Schmalfuß, Mundenhof-Leiterin Susanne Eckert, Ulrike
Hiltmann von der Fördergemeinschaft Mundenhof, Annette Boegel
von der Volksbank Freiburg, Roland Weis von der Badenova, Ann
Lorenz von der Freiburger Straßenschule und Axel Ochsenfahrt vom
Imkerverein.

Seit 1991 gibt es das Bienenhaus am alten Haupteingang des
Tiergeheges, anfangs in Kooperation mit dem Naturkundemuseum
gefĂŒhrt. 2012 wurde es mit finanzieller UnterstĂŒtzung der
Fördergemeinschaft Mundenhof auf Vordermann gebracht. In
hunderten von Arbeitsstunden erneuerten ehrenamtliche Helfer fĂŒr
die Glasscheiben, den Estrich, den Anstrich, die Beschilderung und
den Wildbienenstand. Zudem stellten sie eine Bienenkorbsammlung
zusammen.

Im vergangenen Sommer begann dann der Bau des Bienengartens.
Im Rahmen des BNE-Kleeblattprojektes „Fleißige Bienen – sĂŒĂŸer
Honig“ haben Kinder und Jugendliche der „Werkstatt-Schule“, der
Straßenschule und der Albert-Schweizer-Schule III in Landwasser
mit angepackt. Inzwischen besitzt der Mundenhof drei Bienenvölker
und ist ordentliches Mitglied im Imkerverein Freiburg. Beim Bau der
Bienenanlage legten auch Lehrlinge der Gala-Bautruppe des
Mundenhofs und Mitarbeiter des Forstamtes Hand an.

Die Fördergemeinschaft steuerte wiederum 5.000 Euro bei, die
Volksbank 3.000 Euro und der Kiwanis-Club Herdern 1400 Euro. FĂŒr
Unterhalt und Betrieb des Bienengartens kommen zudem jÀhrlich
1.000 Euro vom Energiedienstleister Badenova.

Da der Bienengarten den Besuchern Anregung bieten soll, was sie
im eigenen Garten zum Schutz der Insektenwelt beitragen können,
ist er wie ein Hausgarten in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt. Es
gibt ein Kiesbeet mit Stauden, die eine lange BlĂŒtezeit haben, eine
wechselfeuchte Mulde mit entsprechenden Pflanzen, ein
Schattenbeet und ein mediterranes Beet auf der SĂŒdseite des
Bienenhauses.

Zudem entsteht gerade eine hoffentlich artenreiche Blumenwiese.
Weil die Wiesen in der nÀheren Umgebung des Mundenhofs reich an
NĂ€hrstoffen sind, sind sie zugleich relativ arm an Blumenarten. Eine
artenreiche Blumenwiese anzulegen, die dauerhaft eine gute
Nahrungsquelle fĂŒr viele Insekten bietet, ist hier schwer. Also wurde
der humusreiche Boden gegen nĂ€hrstoffarmen Kies, dem LĂ¶ĂŸ
beigemischt wird, ausgetauscht. Kies kann das Niederschlagswasser
nicht gut halten, Allerweltsarten wie Löwenzahn und Hahnenfuß
bekommen bei diesen Bedingungen Stress. Mit selber gesammelten
Samen von artenreichen Wiesen aus der Umgebung versucht nun
das Mundenhof-Team sein GlĂŒck und ist gespannt darauf, wie sich
die Blumenwiese in den nÀchsten Jahren entwickelt.

Mit Hilfe von Ehrenamtlichen wird der Garten an manchen Sonn- und
Werktagen Besuchern zugĂ€nglich gemacht. Aber auch von außen ist
gut ein Blick auf die Anlage zu erhaschen.
 
 

 
Afrikanische Elefanten werden schneller getötet als sie sich fortpflanzen können
NABU: Internationale und nationale MĂ€rkte fĂŒr Elfenbein mĂŒssen geschlossen werden

Etwa alle 15 Minuten fĂ€llt ein Afrikanischer Elefant Wilderern zum Opfer. In einem Jahr macht das 30.000 Elefanten, die ihrer StoßzĂ€hne wegen getötet werden. „Eine dramatische Entwicklung“, warnt NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke anlĂ€sslich des Welttag des Elefanten am 12. August. ExpertenschĂ€tzungen zufolge seien heute weniger als eine halbe Million Elefanten auf dem afrikanischen Kontinent ĂŒbrig. „Wir fordern, die internationalen sowie nationalen ElfenbeinmĂ€rkte zu schließen und den Elfenbeinhandel weltweit konsequent zu verbieten“, sagte Tschimpke. Sollte sich an der gegenwĂ€rtigen Situation nichts Ă€ndern, könnte der Afrikanische Elefant in 25 Jahren ausgestorben sein.

China, die Vereinigten Staaten und seit Kurzem auch Frankreich haben verkĂŒndet, ihre nationalen ElfenbeinmĂ€rkte zu schließen. Die EU, bislang der grĂ¶ĂŸte Exporteur von legal gehandeltem Elfenbein, mauert bislang. Mehr als 20.000 Schnitzereien und 564 StoßzĂ€hne wurden in den letzten zehn Jahren legal aus Europa exportiert, Tendenz steigend. Auch in Deutschland gibt es einen aktiven Handel mit legalem Elfenbein sowie ein traditionelles Schnitzereigewerbe. „Solange Elfenbein einen finanziellen Wert hat, werden Kriminelle einen Weg finden, von der Elefantentötung zu profitieren“, sagte Barbara Maas, Artenschutzexpertin der NABU International Naturschutzstiftung. „Seit 2011 werden Elefanten schneller getötet als sie sich fortpflanzen können. Daher ist ein weltweites, konsequentes Handelsverbot mit Elfenbein die einzige Möglichkeit, den Elefanten eine Überlebenschance zu liefern“, so Maas weiter.

Hauptabnehmer des gewilderten Elfenbeins ist China, aber auch Hong Kong und, seit Neuestem, Vietnam, das bisher fĂŒr den Absatz von Nashorn-Horn bekannt war. „Da China verspricht, den heimischen Handel mit Elfenbein zu reduzieren, ist Vietnam die Hauptroute fĂŒr den Schmuggel von Elfenbein und anderen Tierprodukten nach China geworden. Die LĂ€nder teilen sich eine 700 Kilometer lange, schlecht ĂŒberwachte Grenze“, erklĂ€rte Maas.

Die NABU International Naturschutzstiftung setzt sich insbesondere in Kenia fĂŒr den Schutz von Elefanten und anderen Wildtieren ein. Im Tsavo-Nationalpark hat die Stiftung gemeinsam mit der staatlichen Naturschutzbehörde Kenya Wildlife Service und dem David Sheldrick Wildlife Trust eine Hundestaffel fĂŒr WildereibekĂ€mpfung aufgebaut. Die Hunde spĂŒren Elfenbein, Munition oder verwundete Tiere auf, verfolgen Wilderer-FĂ€hrten und untersuchen Fahrzeuge, GebĂ€ude und Verstecke. Außerdem unterstĂŒtzt NABU International mit einem Rangerfonds WildhĂŒter und ihre Familien.
 
 

 
Einsatz gegen MĂŒll im Meer
Fischer aus Niendorf und TravemĂŒnde beteiligen sich an "Fishing for Litter"

Land Schleswig-Holstein sichert Finanzierung des NABU-Projektes fĂŒr weitere drei Jahre

Seit dem heutigen Donnerstag können Fischer in insgesamt sechs schleswig-holsteinischen HĂ€fen gefischten MeeresmĂŒll kostenlos entsorgen. Mit den HĂ€fen Niendorf und TravemĂŒnde stoßen zwei weitere Stationen zum "Fishing for Litter"-Projekt des NABU. Insgesamt sind nun 14 HĂ€fen an der deutschen Nord- und OstseekĂŒste beteiligt, mit mehr als 150 Fischern.

Die Idee von "Fishing for Litter" ist so einfach wie effektiv: Fischer können den MĂŒll, der sich unweigerlich in ihren Netzen verfĂ€ngt, mit an Land bringen und ihn dort kostenfrei und fachgerecht in extra bereit gestellten Containern entsorgen. Anschließend werden die gefischten AbfĂ€lle auf ihre Zusammensetzung und Wiederverwertbarkeit hin untersucht.

Die Ergebnisse verraten auch, woher der MĂŒll in Ost- und Nordsee kommt. Anhand dieser Erkenntnisse können schließlich effektive Strategien zur Vermeidung von MeeresmĂŒll entwickelt werden, wie es unter anderem die 2008 verabschiedete EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie vorsieht.

"MĂŒll im Meer ist ein gigantisches Problem. Das Projekt ist ein wertvoller Ansatz und ein Paradebeispiel dafĂŒr, wie Fischerei und UmweltverbĂ€nde Hand in Hand den Schutz unserer Meere vorantreiben. Genau das ist das Ziel des EuropĂ€ischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF). Mithilfe der Mittel hat das Projekt nun auch lĂ€ngerfristige Planungssicherheit", sagte Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck anlĂ€sslich der Einweihung der neuen Container.

Mit der Förderung steht das "Fishing for Litter"-Projekt fĂŒr die kommenden drei Jahre auf sicheren Beinen. Die knapp 115.000 Euro, die das schleswig-holsteinische Umweltministerium ĂŒber Mittel des EuropĂ€ischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) zugesichert hat, ermöglichen es dem NABU, das Netzwerk der teilnehmenden HĂ€fen mit lokalen Partnern weiter auszubauen.

"Wir freuen uns sehr ĂŒber die UnterstĂŒtzung des Landes Schleswig-Holstein und der Fischer vor Ort. Damit kommen wir unserem gemeinsamen Ziel, ein flĂ€chendeckendes System zur Sammlung und Entsorgung von MeeresmĂŒll an Deutschlands KĂŒsten aufzubauen, einen entscheidenden Schritt nĂ€her", sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Die Ursachen fĂŒr die Verschmutzung der Meere sind vielfĂ€ltig. Ein Großteil des MĂŒlls wird von Land, beispielsweise ĂŒber die FlĂŒsse, eingetragen. 75 Prozent der AbfĂ€lle, die im Meer landen, bestehen aus Kunststoffen. Das ist besonders dramatisch, da Plastik durch Salz, Reibung und Sonneneinstrahlung nach und nach in kleine Partikel zerfĂ€llt. Diese sind dann kaum mehr aus den Meeren zu bergen.

Die ökologischen und wirtschaftlichen Folgen der Meeresverschmutzung sind immens. Viele Tiere verfangen sich in Netzen oder Seilresten, fressen Plastik, das ihren Verdauungstrakt verstopft, und verenden qualvoll. Auch fĂŒr Menschen stellt der MĂŒll ein Gesundheitsrisiko dar. Denn Plastik reichert Schadstoffe an, die - ĂŒber Fische und MeeresfrĂŒchte - letztlich auch auf unseren Tellern landen können. Auch die KĂŒstenkommunen wenden Jahr fĂŒr Jahr erhebliche Mittel auf, um StrĂ€nde vom MĂŒll zu reinigen.

"Fishing for Litter ist ein wichtiger Baustein zur Reduzierung von MeeresmĂŒll. DarĂŒber hinaus mĂŒssen wir auch dringend die Ursachen der Verschmutzung effektiver bekĂ€mpfen. Bund und LĂ€nder sind hier weiter in der Verantwortung: Wir brauchen bessere Strategien, um EintrĂ€ge von MĂŒll ins Meer zu vermeiden, bessere Kontrollen, mehr Ressourceneffizienz, langlebigere Produkte und insgesamt weniger Plastik und Verpackungen", so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.


Hintergrund:

Das Projekt "Fishing for Litter" wurde im Jahr 2011 vom NABU gemeinsam mit schleswig-holsteinischen Fischern ins Leben gerufen. Seit dem heutigen Donnerstag sind insgesamt 14 HĂ€fen an der deutschen KĂŒste beteiligt. Bis heute wurden rund 20 Tonnen MĂŒll durch die deutsche KĂŒstenfischerei aus den Meeren geholt.
Mehr
 

Karlsruhe: Das Fahrrad mit Fun-Faktor
Pedelec-Lastenrad mit Vater und Sohn mit Cello
 
Karlsruhe: Das Fahrrad mit Fun-Faktor
Boris Pfetzing testet Pedelec-Lastenrad / Aktion im Rahmen von "Tu's aus Liebe!"

Die Liste „Einsatz Lastenrad“ fĂŒllte sich bei Boris Pfetzing schnell: Von der Waldstadt zur Arbeitsstelle, der Deutschen Flugsicherung, radeln, den zehnjĂ€hrigen Sohn Jaron zur Schule bringen, dann auch noch das Cello aufs Rad packen und den Sohn zum Cellounterricht bringen, zudem natĂŒrlich „so nebenbei“ den Einkauf bewĂ€ltigen und, und, und
 Noch bis Mitte August ist der 47-JĂ€hrige mit dem elektronisch unterstĂŒtzten Zweiradtransporter Testfahrer in der zweiten Runde der Lastenrad-Aktion der Stadt Karlsruhe. Im Rahmen der Radförderkampagne "TuÂŽs aus Liebe!" kann er als dritter Testfahrer das praktische GefĂ€hrt mit Pedelecantrieb drei Wochen nutzen.

„Ich probiere das Lastenrad in seiner ganzen Breite aus“, so Pfetzing. Bis 10. August hat er dazu noch Zeit. "Mit dem Lastenrad kann man auch den GrĂŒnschnitt aus dem Garten wegfahren, man muss damit nicht mehr sein Auto verdrecken“, fĂŒgt er an. Dabei habe das Rad nicht nur praktischen Nutzen, sondern schlicht auch einen „riesigen Fun-Faktor“: „Auf unserem Straßenfest habe ich ĂŒber eine Stunde Kinder herumchauffiert, es war wie in der Achterbahn, zwei Kinder raus, zwei neue Kinder rein und weiter ging es." Auch unterwegs sei ihm immer wieder einfach fröhlich zugewunken worden.

FĂŒr ihn ist das Lastenrad absolut alltagstauglich, auch wenn es sehr breit ist und das Rangieren bei recht großem Wendekreis gelernt sein will. Aber man könne durch den Pedelec-Antrieb sehr gut mitschwimmen im Straßenverkehr - und bekommt immer einen Parkplatz. Ein großes Manko hat ein Lastenrad: der Preis. Um es draußen herumstehen zu lassen, sei es doch zu teuer – und in der Garage braucht das doch recht große Rad seinen Platz. ZusĂ€tzlich zum Auto wĂŒrde sich Pfetzing daher kein Lastenrad anschaffen. Wenn, dann wĂŒrde er das Auto abschaffen.

Große Nachfrage: Testphase wird voraussichtlich bis Oktober verlĂ€ngert

FĂŒr eine Testphase gingen bislang insgesamt rund 140 Bewerbungen beim Stadtplanungsamt ein, darunter sehr viele Familien. Aufgrund der großen Nachfrage ist beabsichtigt, eine weitere Testphase - voraussichtlich im Oktober - anzubieten. Hier von besonderem Interesse sind Bewerbungen von Gewerbetreibenden. Interessierte Gewerbetreibende können sich bis Ende August unter dem Stichwort „Umsteiger gesucht!“ beim Stadtplanungsamt (E-Mail an stpla@karlsruhe.de) bewerben.

Weitere Informationen zum Lastenradprojekt gibt es im Internet ...

zum Bild oben:
Schnittig unterwegs: Mit dem Pedelec-Lastenrad transportiert Boris Pfetzing Sohn Jaron und dessen Cello / Foto: Stadt Karlsruhe
Mehr
 

Erneuerbare Energien im BiosphÀrengebiet
Rappenecker Hof / Foto: Fraunhofer ISE
 
Erneuerbare Energien im BiosphÀrengebiet
Wanderung zum Solargasthof Rappenecker HĂŒtte

Freiburg, 02.08.2016: Erneuerbare Energien erleben! Der Freiburger Verein fĂŒr Erneuerbare Energien, fesa e.V., bietet am 3. September in Kooperation mit dem BUND eine Wanderung zum energieautarken Gasthof Rappenecker HĂŒtte an. Anmeldeschluss ist am 11. August.

AnlĂ€sslich des neu ausgewiesenen BiosphĂ€rengebietes Schwarzwald wandert der fesa e.V. am Samstag, den 3. September mit Interessierten zum „Gipfel“ des Rappenecks zwischen Oberried und Schauinsland. Der idyllisch gelegene, energieautarke Solargasthof Rappenecker HĂŒtte gilt als Europas erste solarbetriebene GaststĂ€tte. Der typische Schwarzwaldhof, der nie ans öffentliche Stromnetz angeschlossen wurde, wird seit 1987 mit einer PV-Anlage und einem Windrad und seit 2003 zusĂ€tzlich mit einer Brennstoffzelle ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen versorgt. Los geht’s um 10:30 Uhr von der Bushaltestelle „Hofsgrund Hof“. Die Bushaltestelle ist beispielsweise ĂŒber die Buslinie 7215 Freiburg – Todtnau zu erreichen (Abfahrt Freiburg HBF 09:40, Ankunft 10:20). Nach ca. 1 Âœ Stunden Fußmarsch wird die Rappenecker HĂŒtte erreicht, wo Inhaber Dirk Behringer ausfĂŒhrlich die Anlagen zur regenerativen Selbstversorgung erklĂ€ren wird. Wer nur an der FĂŒhrung teilnehmen möchte, bezahlt 3,- Euro. Bei Einkehr mit Essen und Trinken ist die FĂŒhrung kostenlos.

Dieser fesa-Event findet in Kooperation mit dem BUND statt. Geleitet wird die Wanderung von fesa-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Diana StrĂ€uber, die bei der SĂ€ulenversammlung Naturschutz am 19.7.2016 fĂŒr den Naturschutzbund SĂŒdbaden (Nabu) in Beirat und Lenkungskreis fĂŒr das BiosphĂ€rengebiet gewĂ€hlt wurde.

Anmeldung bis zum 11. August unter mail@fesa.de oder 0761 / 40 73 61, weitere Infos gibt es unter www.fesa.de oder www.rappeneck.de
Mehr
 

 
NABU-Zahl des Monats:
250.000 FledermÀuse sterben im Jahr an Windkraftanlagen

RotorenblÀtter drehen sich genau auf der Flughöhe der Tiere

Eine neue Pilotstudie des Leibniz Institut fĂŒr Zoo- und Wildtierforschung sorgt fĂŒr neue, ĂŒberaschende Erkenntnisse – selbst fĂŒr erfahrene Fledermausforscher. Demnach finden 95 Prozent der FlĂŒge des Großen Abendseglers in einer Höhe zwischen Null und 144 Metern statt. Dies ist problematisch fĂŒr diese Fledermausart, da sich die RotorblĂ€tter der meisten Windkraftanlagen in einer Ă€hnlichen Höhe drehen. Forscher gehen davon aus, dass jĂ€hrlich 250.000 FledermĂ€use der Windkraft zum Opfer fallen. Aus diesem Grund ist eine naturvertrĂ€gliche Standortwahl unabdingbar, um den notwendigen Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter voranzubringen und gleichzeitig den Schutz der sogenannten „windenergiesensiblen Arten“ zu gewĂ€hrleisten.

Der Große Abendsegler ist eine der heimischen Fledermausarten, die durch Windkraft besonders gefĂ€hrdet sind. Die Studie zeigt, dass besonders Weibchen nach der Aufzuchtszeit von Windkraftanlagen angezogen werden. BegrĂŒndet wird dieses PhĂ€nomen mit der Suche nach neuen Quartieren. Die Tiere verwechseln die Anlagen mit großen abgestorbenen BĂ€umen. Zu dieser Zeit verfĂŒgen die MĂ€nnchen bereits ĂŒber etablierte Quartiere und entgehen so der Kollisionsgefahr weitestgehend. Auch fliegen die Weibchen im Durchschnitt höher und sind damit einem höheren Risiko ausgesetzt. FĂŒr die Populationsentwicklung einer Fledermausart sind Weibchen von besonderer Bedeutung. Sie gebĂ€ren durchschnittlich nur ein, selten zwei Junge im Jahr.


Um auf die Bedrohung der FledermĂ€use aufmerksam zu machen, findet jedes Jahr am letzten Augustwochenende die „Internationale Batnight“ statt. Initiiert von EUROBATS, dem Abkommen zur Erhaltung der europĂ€ischen Fledermausarten, wird die Batnight in Deutschland vom NABU organisiert. Dabei organisieren NABU-Gruppen mehr als 200 Veranstaltungen rund um die FledermĂ€use. Die Hauptveranstaltung zur 20. Batnight findet in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Outdoor Zentrum Lahntal in Hessen statt.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 


Copyright 2010 - 2017 Benjamin Jäger