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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU zieht Bilanz
590.000 Mitglieder und Förderer unterstĂŒtzen Verband beim Einsatz fĂŒr die Natur

Kampf gegen Artensterben bleibt grĂ¶ĂŸte Herausforderung - Energiewende in Deutschland naturvertrĂ€glich umsetzen

Trotz vieler globaler Krisen war das Jahr 2015 mit dem Pariser KlimaschutzĂŒbereinkommen und der Verabschiedung weltweiter Nachhaltigkeitsziele ein entscheidendes fĂŒr den Umweltschutz. Der NABU engagierte sich mit zahlreichen Projekten fĂŒr den Schutz von LebensrĂ€umen, Arten und Umwelt und machte öffentlich deutlich, dass an ambitionierten Klimazielen, dem Stopp des Artenverlustes und einer nachhaltigen Wirtschaftsweise kein Weg vorbei fĂŒhrt. In diesem Engagement konnte Deutschlands grĂ¶ĂŸter Umweltverband auch im vergangenen Jahr auf eine breite UnterstĂŒtzung aus der Bevölkerung bauen und seine positive Entwicklung fortsetzen.

590.000 Mitglieder und Förderer unterstĂŒtzten den NABU, inklusive seines bayerischen Partners, Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV), im Jahr 2015 beim Einsatz fĂŒr Natur und Umwelt. Dies waren rund 30.000 mehr als im Vorjahr, wie der NABU anlĂ€sslich der Veröffentlichung seines Jahresberichtes mitteilte. Positiv fiel auch die Entwicklung der Einnahmen aus: So verzeichnete der NABU im Jahr 2015 GesamtertrĂ€ge von 38 Millionen Euro und damit einen Zuwachs von fast zehn Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Mit ihnen konnten die NaturschĂŒtzer zahlreiche konkrete Projekte fĂŒr den Natur- und Umweltschutz im In- und Ausland umsetzen.

Das finanzielle und ideelle RĂŒckgrat des NABU bleiben weiterhin seine Mitglieder, ihre BeitrĂ€ge machen fast 50 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Erfreulich viele Menschen wollten 2015 auch fĂŒr den Erhalt der Natur spenden: Mehr als 6,4 Millionen Euro gingen dem NABU aus Spenden zu, weitere 1,8 Millionen Euro aus Erbschaften.

Wichtigste Basis des NABU bleibt die ehrenamtliche Naturschutzarbeit vor Ort. In mehr als 2.000 Orts- und Kreisgruppen setzten sich insgesamt 37.000 NABU-Mitglieder aktiv fĂŒr die Natur ein und leisteten dabei rund 2,5 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit. „Mit seinen Aktiven prĂ€gt der NABU vielerorts in Deutschland den Naturschutz, ganz nach dem Motto ‚Wir sind, was wir tun‘. Es freut uns sehr, dass uns bei dieser wichtigen Aufgabe immer mehr Menschen unterstĂŒtzen wollen. Das zeigt auch den wachsenden Stellenwert des Naturschutzes in der Bevölkerung, der in Teilen der Politik bislang leider noch nicht ausreichend angekommen ist. Mit dem RĂŒckenwind von bald 600.000 Mitgliedern werden wir auch weiter die großen Herausforderungen fĂŒr Natur und Umwelt angehen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Als eines der wichtigen Ziele bezeichnete der NABU-PrĂ€sident das Engagement gegen den Verlust an biologischer Vielfalt. Wie enorm die Herausforderungen hier seien, zeige allein der Blick auf die von Jahr zu Jahr lĂ€nger werdenden Roten Listen. So galten 2015 von den weltweit 79.800 untersuchten Tieren und Pflanzen mehr als 23.000 als vom Aussterben bedroht – das ist fast jede dritte Art. Auch der Artenschutzreport fĂŒr Deutschland offenbarte 2015 Verheerendes: Rund 30 Prozent der hierzulande vorkommenden Tier-, Pilz- und Pflanzenarten sind in ihrem Bestand gefĂ€hrdet. FĂŒr zahlreiche von ihnen konnte der NABU 2015 konkrete Erfolge erzielen: etwa fĂŒr stark gefĂ€hrdete WiesenbrĂŒter wie den Großen Brachvogel oder Kiebitz oder den Erhalt wichtiger LebensrĂ€ume wie das Moor.

Als eine der drĂ€ngendsten Aufgaben fĂŒr Deutschland und Europa nannte der NABU-PrĂ€sident die Neuausrichtung der Landwirtschaft. „Wir mĂŒssen hin zu einer nachhaltigeren und naturvertrĂ€glicheren Landwirtschaft, die Naturschutzleistungen angemessen honoriert“, so Tschimpke. Der NABU fordert seit Langem eine grundlegende Reform der EU-Agrarpolitik, mit einem deutlich höheren Einsatz fĂŒr die BiodiversitĂ€t und Umwelt vonseiten der Landwirtschaft sowie einer besseren Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen. Im Zuge seines Einsatzes fĂŒr eine Agrarwende brachte der NABU im vergangenen Jahr in einer Protestaktion auch zahlreiche BaumĂ€rkte dazu, Glyphosat aus ihrem Sortiment zu nehmen.

Deutlichen Verbesserungsbedarf sieht der NABU auch in der Klima- und Energiepolitik. Die NaturvertrĂ€glichkeit mĂŒsse bei der Umsetzung der Energiewende stĂ€rker in den Fokus rĂŒcken, vor allem auch bei den Planungen vor Ort, forderte der NABU. „Wir sind davon ĂŒberzeugt, dass grundsĂ€tzlich die Ausbauziele durch die Auswahl von Standorten mit geringem Artenschutzkonfliktpotenzial erreichbar sind“, so Tschimpke. Auch bei der nationalen Umsetzung des in Paris beschlossenen Ziels, die globale ErderwĂ€rmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, mĂŒsse die Bundesregierung dringend konkrete Maßnahmen einleiten.

Mit großer Erwartung blickt der NABU auf die Entscheidung der EU-Kommission zur Zukunft der EU-Naturschutzrichtlinien, die fĂŒr diesen Herbst angekĂŒndigt ist. 2015 hatte die EU-Kommission die bis heute Ă€ußerst erfolgreichen Naturschutzrichtlinien zur Debatte gestellt. Unter dem Deckmantel einer „EntbĂŒrokatisierung“ wollte sie die EU-Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) mit einem so genannten „Fitness-Check“ ĂŒberprĂŒfen und womöglich aufweichen. Der NABU mobilisierte gemeinsam mit weiteren VerbĂ€nden mehr als eine halbe Million Menschen, sich an der öffentlichen Konsultation zu beteiligen. Dies war die grĂ¶ĂŸte jemals erzielte Beteiligung an einer solchen EU-BĂŒrgerbefragung. Über 90 Prozent aller Teilnehmenden erteilten den PlĂ€nen der Kommission eine klare Absage und plĂ€dierten fĂŒr den Erhalt der Richtlinien. Mit Erfolg: 17 EU-Umweltminister und die große Mehrheit der Abgeordneten im EU-Parlament sprachen sich inzwischen gegen die PlĂ€ne aus. Inzwischen kommt die EU-Kommission in einer im Juli 2016 veröffentlichten Studie selbst zu dem Schluss: Die FFH- und Vogelschutzrichtlinien sind bis heute wirksam, modern, effizient und notwendig.

Die eigenstĂ€ndige RĂŒckkehr des Wolfes bleibt eine der großen Erfolgsgeschichten des Naturschutzes. Deutschland feierte 2015 ein JubilĂ€um: 15 Jahre zuvor kamen die ersten Tiere eigenstĂ€ndig aus Polen nach Deutschland zurĂŒck. FĂŒr den NABU ebenfalls ein Grund auf erfolgreiche zehn Jahre im NABU-Projekt „Willkommen Wolf!“ sowie auf fĂŒnf Jahre ehrenamtliche Arbeit seiner Wolfsbotschafter zurĂŒckzublicken. Heute leben rund 40 Wolfsfamilien in der Bundesrepublik. „Unserem Ziel, ein konfliktarmes Miteinander von Wolf und Mensch zu ermöglichen, sind wir einen großen Schritt nĂ€her gekommen“, sagte Tschimpke. Dies zeigte sich auch in einer reprĂ€sentativen Forsa-Umfrage des NABU: So findet es die große Mehrheit der BundesbĂŒrger (80 Prozent) erfreulich, dass der Wolf wieder Bestandteil unserer Natur und Landschaft ist.

2015 konnte der NABU auf der Bundesgartenschau auch sein europaweit einmaliges Fluss-Renaturierungsprojekt an der Unteren Havel mehr als 100.000 Menschen vor Ort zeigen. Seit elf Jahren lĂ€sst der NABU den Fluss wieder lebendig und naturnah werden – ein Mammutprojekt, das 2015 bundesweit im Fokus stand.

Auch international hat der NABU seine AktivitĂ€ten weiter verstĂ€rkt. In rund 20 LĂ€ndern setzte er 2015 Projekte um. In Indien konnte sich die Tigerpopulation im Valmiki-Reservat am Fuße des Himalaya dank Natur- und Artenschutzmaßnahmen mit UnterstĂŒtzung des NABU fast verdreifachen. Durch diesen Erfolg leistete der NABU einen entscheidenden Beitrag zu dem Ziel, die Zahl der wildlebenden Tiger bis 2022 zu verdoppeln. Äthiopiens grĂ¶ĂŸter SĂŒĂŸwassersee und Überwinterungsgebiet von Zehntausenden Zugvögeln, der Tanasee, wurde dank des NABU in das UNESCO-Weltnetz der BiosphĂ€renreservate aufgenommen. Inzwischen betreut der NABU alle vier BiosphĂ€renreservate in Äthiopien.
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UmweltstaatssekretÀr Dr. Baumann fÀhrt auf die Gondel einer Windturbine
Nach der Gondelauffahrt mit StaatssekretÀr Dr. Baumann in der Mitte (mit Helm)
 
UmweltstaatssekretÀr Dr. Baumann fÀhrt auf die Gondel einer Windturbine
Am Mittwoch, 17. August 2016 lud der Bundesverband WindEnergie (BWE)
Landesverband Baden-WĂŒrttemberg den neuen StaatssekretĂ€r im
Landesministeriums fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Dr. Andre
Baumann zu einem FachgesprĂ€ch ĂŒber die Rotmilan-Dichtezentren sowie
einer anschließenden Gondelauffahrt nach Freiamt/Kreis Emmendingen ein.

25 Projektierer von Windkraftanlagen aus ganz Baden-WĂŒrttemberg trafen
sich in Freiamt zu einem FachgesprÀch mit StaatssekretÀr Dr. Andre Baumann,
um sehr konstruktiv die beachtlichen Behinderungen des Windkraftausbaus
durch die steigende Populationsdichte des Rotmilans zu besprechen.
Eine kleine Umfrage bei den Projektierern ergab, dass 33 große Wind-
turbinen mit einer Leistung von 100 MegaWatt zur Zeit nicht gebaut
werden dĂŒrfen. Dadurch wird die Stromerzeugung fĂŒr ĂŒber 300.000
Einwohner mit einem Investitionsvolumen von ĂŒber 150 Mio. Euro
verhindert.
Der BWE sprach sich fĂŒr eine Flexibilisierung bei der Genehmigung und dem
Ersatz kleiner Àlterer Windturbinen durch neue leistungsfÀhige und auch
höherer Windturbinen aus, welche eine geringere GefĂ€hrdung fĂŒr die
Greifvögel darstellen.

Bei der anschließenden Gondelauffahrt auf eine 186 m hohen Windturbine
auf dem " TĂ€nnlebĂŒhl" in Freiamt/Gutach betonte StaatssekretĂ€r Dr. Baumann
den Einsatz fĂŒr die Energiewende mit Windturbinen im Land auch gegen die
Blockadepolitik von Bundeswirtschaftsminister Gabriel.
Die TĂ€nnlebĂŒhl-Windturbine, welche 108 BĂŒrger aus Freiamt und Umgebung
finanziert haben produziert elektrischen Strom fĂŒr 2000 Haushalte.
Beeindruckend waren die von GeschĂ€ftsfĂŒhrer Andreas Markowsky vorgestellten
Ausgleichsmassnahmen fĂŒr den Naturschutz: Pflanzung von 2000 Gehölzen,
zeitliche Abschaltungen fĂŒr den Rotmilan und auch fĂŒr die FledermĂ€use.


 
 

ÖKO-TEST Zahncremes
 
ÖKO-TEST Zahncremes
Reizendes fĂŒr die ZĂ€hne

In der aktuellen August-Ausgabe hat ÖKO-TEST Zahncremes, darunter auch sieben Naturkosmetikprodukte, unter die Lupe genommen. Die gute Nachricht ist: Viele davon kann das Verbrauchermagazin empfehlen. Es gibt aber auch „ungenĂŒgende“ oder „mangelhafte“ Produkte, die Schadstoffe wie etwa ein aggressives Tensid enthalten oder auf notwendiges Fluorid verzichten.

Von den 38 Zahncremes, die ÖKO-TEST ins Labor geschickt hat, erhielten 19 Produkte das Testergebnis „sehr gut“. Darunter sind nicht nur Naturkosmetikprodukte, sondern auch ein Großteil preiswerter Zahncremes. Allerdings sind auch 13 Marken im Test, von denen das Verbrauchermagazin nur abraten kann. Der Grund dafĂŒr ist unter anderem, dass manche von ihnen kein Fluorid enthalten. Der Wirkstoff ist aber notwendig, weil er den ZĂ€hnen hilft, verlorene Mineralstoffe zurĂŒckzugewinnen. Das ist wissenschaftlich belegt. Einige Produkte setzen stattdessen auf Xylitol, ein SĂŒĂŸungsmittel, dem eine kariesprophylaktische Wirkung zugeschrieben wird. Allerdings gibt es keine brauchbaren Studien, die belegen, dass solche Zahncremes tatsĂ€chlich effektiv Karies vorbeugen.

Weitere Kritikpunkte von ÖKO-TEST sind: Zwar sollten Zahncremes schĂ€umen, damit Essensreste und Zahnbelag besser abtransportiert werden können. Leider verwenden jedoch manche Produkte hierfĂŒr ein aggressives Tensid, das empfindliche SchleimhĂ€ute reizen kann. In einigen Produkten stecken zudem bedenkliche und/oder umstrittene Schadstoffe wie Parabene als Konservierer oder PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlĂ€ssiger fĂŒr Fremdstoffe machen können.
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Kaninchenpest grassiert in Freiburg
Vor allem Wildkaninchenpopulation auf dem DietenbachgelÀnde betroffen

Hauskaninchen können durch Impfung geschĂŒtzt werden

Das Amt fĂŒr öffentliche Ordnung, das Forstamt und das
Garten- und Tiefbauamt teilen mit, dass momentan in
Freiburgs Wildkaninchenpopulation die Kaninchenpest
grassiert. Besonders betroffen ist die
Wildkaninchenpopulation des DietenbachgelÀndes. Die
Kaninchenpest wird durch das Myxomatosevirus, das zu
den Pockenviren gehört, ausgelöst. Die Viruserkrankung tritt
fast ausschließlich bei Wild- und nicht geimpften
Hauskaninchen auf. Feldhasen stecken sich nur
ausnahmsweise an. FĂŒr Menschen und andere Haustiere
besteht keine Ansteckungsgefahr.

Die Myxomatose stammt aus SĂŒdamerika und wurde zu
Beginn der fĂŒnziger Jahre absichtlich nach Frankreich
eingeschleppt, um Wildkaninchen zu bekÀmpfen. Sie
breitete sich rasant in SĂŒd- und Mitteleuropa aus und hĂ€lt
sich seitdem als bodenstÀndige Seuche in der
Wildkaninchenpopulation. Die wichtigste ÜbertrĂ€gerrolle auf
Kaninchen spielen blutsaugende StechmĂŒcken. Die
natĂŒrliche Folge dieser Ansteckungskette ist, dass das
Infektionsrisiko mit den witterungsabhÀngigen
Schwankungen hinsichtlich der InsektenaktivitÀt
zusammenhÀngt und in der warmen Jahreszeit besonders
hoch ist. Die Krankheit kann sich auch durch den
Kaninchenfloh oder durch Kontakt der Kaninchen
untereinander verbreiten.

In einem Zeitraum von drei bis neun Tagen nach der
Ansteckung treten die typischen Symptome der
Myxomatose auf: Die Augenlider entzĂŒnden sich und
werden gerötet, sie schwellen an und fangen an zu trÀnen.
SpÀter wird dann Eiter abgesondert, so dass sie verkleben
und das Tier erblindet. Die Nase, Mund, Ohren und
Genitalien schwellen an. In der Endphase verweigern die
Tiere die Futter- und Wasseraufnahme. Vor allem auf den
Ohren sind deutlich knotige VerÀnderungen der Haut und
Unterhaut zu sehen.

Die aggressive Form der Myxomatose fĂŒhrt bei etwa 80 bis
90 Prozent der erkrankten Kaninchen nach 10 bis 14 Tagen
zum Tode. Die Myxomatose ist nicht heilbar. FĂŒr erkrankte
Tiere gibt es keine spezielle Behandlung. ĂŒberlebt ein Tier,
ĂŒbertrĂ€gt es auch noch Monate nach der Erkrankung das
Virus. HauskaninchenbestÀnde können durch eine
regelmĂ€ĂŸige Schutzimpfung mit einem abgeschwĂ€chten
Lebendimpfstoff vor der Einschleppung der Krankheit
geschĂŒtzt werden.

Die stĂ€dtische VeterinĂ€rbehörde im Amt fĂŒr öffentliche
Ordnung rÀt daher, ein erkranktes oder totes Tier nicht
anfassen oder einfangen. Auch sind Behandlungsversuche
zwecklos. Das Forstamt sowie das Garten- und Tiefbauamt
werden in den nÀchsten Wochen die von der Seuche
betroffenen Gebiete nach verendeten Tieren absuchen und
sie entfernen. Ein Fund toter Tiere kann beim Forstamt
unter der Telefonnummer 0761 / 201-4799 gemeldet
werden. Weiter wird geraten, Hunde im Dietenbachpark
nicht von der Leine zu lassen, erkrankte Kaninchen werden
sonst ein leichtes Opfer.
 
 

 
Wohin fließt ihr Regenwasser?
Befragung zum Umgang mit Regenwasser ab Montag, 12. September.

Regenwasser, ein Thema von GartenbewÀsserung bis
Überschwemmung. Ab Montag, den 12. September, befragt
die UniversitĂ€t Freiburg, Professur fĂŒr Humangeographie, die
BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Stadt Freiburg zum Umgang mit
Regenwasser. Die Befragung findet im Rahmen des
Forschungsverbundprojekts „Wasserhaushalt
siedlungsgeprĂ€gter GewĂ€sser“ (WaSiG) statt, in welches das
Umweltschutzamt der Stadt Freiburg eingebunden ist. Dazu
bekommen 6.000 Personen in Freiburg einen gedruckten
Fragebogen in ihren Briefkasten. Die Fragen beziehen sich
auf den Umgang mit Regenwasser in seinen verschieden
Formen. Sie reichen von klassischer Ableitung bis zu
DachbegrĂŒnung und Versickerungsvarianten. Ziel der
Befragung ist es, Informationen zu den Erfahrungen der
BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mit verschiedenen
Regenwasseranlagen zu erhalten. Die Teilnahme an der
Befragung ist freiwillig und anonym. Es ist eine Möglichkeit
der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, ihre Interessen kundzutun.

Mitmachen, mitwirken und gewinnen. Die Ergebnisse gehen
in die aktuelle Diskussion zur Gestaltung bestehender und
neuer Stadtquartiere und FreirÀume ein. ZusÀtzlich gibt es die
Möglichkeit, an einer Verlosung mitzumachen. Gewinnen
kann man einen von zehn Einkaufsgutscheinen im Wert von
50 Euro.

RĂŒckfragen beantwortet die Humangeographie an der
UniversitÀt Freiburg. Tel.: 0176-72583259 (Mo.-Fr. 11-16 Uhr)
E-Mail: wasig@geographie.uni-freiburg.de


Weitere Informationen zu Regenwasseranlagen beim
Umweltschutzamt, Frau Lange, Tel.: 0761 / 201-6164
E-Mail: birgit.lange@stadt.freiburg.de
 
 

 
NABU: Ein schwieriges Jahr fĂŒr Deutschlands Störche
Wetterentwicklung beunruhigt ArtenschĂŒtzer

Noch ist der diesjĂ€hrige Nachwuchs der Weißstörche in Deutschland nicht ĂŒberall flĂŒgge und selbststĂ€ndig. Aber schon jetzt lĂ€sst sich eine vorlĂ€ufige Bilanz der Brutsaison ziehen. „2016 war ein schwieriges Jahr fĂŒr den Weißstorch“, so Christoph Kaatz, Sprecher der NABU-Bundesarbeitsgruppe Weißstorchschutz. Eine verspĂ€tetete RĂŒckkehr vieler „Oststörche“, die ĂŒber den Bosporus in ihre Winterquartiere und zurĂŒck ziehen, und die widrige Witterung im FrĂŒhjahr und FrĂŒhsommer verhagelten die diesjĂ€hrige Saison.

WĂ€hrend in Westdeutschland die meisten Brutvögel in Spanien ĂŒberwintern und schon sehr frĂŒh an ihren Nestern erschienen, sah es im Norden und Osten nicht so gut aus. Die ersten ostziehenden Störche kamen relativ frĂŒh aus Afrika zurĂŒck. Dann aber gab es eine lange Pause, bis im Mai weitere Vögel eintrafen. Viele Nester in Ostdeutschland blieben zunĂ€chst verwaist und zurĂŒckgekehrte Paare begannen aufgrund ihre spĂ€ten Ankunft gar nicht erst zu brĂŒten. Einige Störche gingen aufgrund der spĂ€ten RĂŒckkehr sogar dazu ĂŒber, belegte Storchennester anzugreifen, um sie fĂŒr sich zu besetzen. Dabei warfen sie Eier oder Jungvögel aus den Nestern. Insgesamt, so schĂ€tzen die NABU-StorchenschĂŒtzer, ging in Ostdeutschland die Zahl an Brutpaaren um fĂŒnf bis zehn Prozent zurĂŒck, wĂ€hrend die Zahl im SĂŒdwesten sogar zunahm.

Vor allem aber der Wettergott meinte es in diesem FrĂŒhjahr nicht besonders gut mit Adebar. Im SĂŒdwesten sorgte eine Starkregenperiode dafĂŒr, dass viele StorchenkĂŒken durch UnterkĂŒhlung starben. Im Norden und Osten herrschte im FrĂŒhjahr dagegen Trockenheit und Futtermangel, bis auch hier Mitte Juni eine Schlechtwetterperiode einsetzte, der viele der verbliebenen KĂŒken zum Opfer fielen. Die Folge: In den meisten BundeslĂ€ndern liegt der durchschnittliche Bruterfolg unter einem Jungen pro Paar und somit weit unter dem langfristigen Mittel. Notwendig, um langfristig den Bestand zu erhalten, wĂ€ren allerdings zwei Junge pro Paar.

„Schlechte Jahre kommen immer mal wieder vor“, so NABU-Storchenexperte Kaatz. „Sie können aber meist ĂŒber mehrere gute Storchenjahre ausgeglichen werden.“ Was die ArtenschĂŒtzer beunruhigt, ist die Tendenz zu entweder extremer Trockenheit oder heftigen NiederschlĂ€gen, die sich langfristig negativ auf die Jungenaufzucht der Störche auswirken könnten. In Deutschland ziehen alljĂ€hrlich etwa 6.000 Weißstorchpaare ihre Jungen auf. Die meisten Weißstörche gibt es in Brandenburg.
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Daimler und Volkswagen bauen Partikelfilter in Benziner ein
Andere Hersteller mĂŒssen schnell nachlegen

Beim Feinstaub sind Benziner schmutziger als Diesel

Der NABU begrĂŒĂŸt die AnkĂŒndigungen von Daimler und Volkswagen, bei neuen Benzinern kĂŒnftig Rußpartikelfilter einsetzen zu wollen. Der NABU hatte den Einbau von Rußpartikelfiltern in Benzin-Fahrzeuge lange gefordert.

„Zwei der grĂ¶ĂŸten Autohersteller der Welt setzen damit ein wichtiges Signal. Dieser Schritt ist spĂ€testens seit dem Abgas-Skandal ĂŒberfĂ€llig, denn moderne Benzin-Direkteinspritzer sind beim Feinstaubausstoß deutlich schmutziger als Diesel“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Rußpartikel sind nicht allein ein Problem des Dieselmotors, sondern auch direkteinspritzender Otto-Motoren. Denn diese gleichen in ihrer Art und Weise der unvollstĂ€ndigen Kraftstoffverbrennung zunehmend derjenigen von Diesel.

„Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind Rußpartikel in etwa so Krebs erregend wie Asbest. Sie werden darĂŒber hinaus verantwortlich gemacht fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und fĂŒr Demenz. Die anderen Automobilhersteller mĂŒssen nun schleunigst den AnkĂŒndigungen von Volkswagen und Daimler folgen und Rußpartikelfilter in alle neuen Benzin-Fahrzeuge einbauen“, forderte Dietmar Oeliger, NABU-Leiter Verkehrspolitik.

Daimler will mit dem Modelljahr 2017 schrittweise starten Rußpartikelfilter einzubauen. Volkswagen kĂŒndigte an, ab Juni 2017 die entsprechende Technik einzusetzen.
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Nahrung fĂŒr unsere emsigsten Insekten
Der Bienengarten auf dem Mundenhof wurde heute vorgestellt


Bienen sind aus unserer (Um)Welt nicht wegzudenken. Um sie
anzulocken, blĂŒhen die Blumen in unseren GĂ€rten und die
Nutzpflanzen auf den Äckern und Feldern. 85 Prozent der ErtrĂ€ge im
Pflanzen- und Obstbau in Deutschland hÀngen von der BestÀubung
durch Honigbienen ab. Die werden aber, unter anderem wegen des
mysteriösen Bienensterbens, seit Jahren immer weniger.

Nun setzt der Mundenhof ein Zeichen fĂŒr das Überleben unserer
Bienen und hat einen Bienengarten errichtet. Bei seiner Vorstellung
betonte UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik heute: „Dieser Garten
und seine Umgebung dienen in erster Linie der Versorgung von
Bienen und anderen Insekten mit Nektar und Pollen. DarĂŒber hinaus
soll er aber auch den Besuchern Anregung bieten, was sie zuhause
im eigenen Garten zum Schutz der Insektenwelt machen können.“

Mit von der Partie waren heute die stellvertretende Forstamtsleiterin
Nicole Schmalfuß, Mundenhof-Leiterin Susanne Eckert, Ulrike
Hiltmann von der Fördergemeinschaft Mundenhof, Annette Boegel
von der Volksbank Freiburg, Roland Weis von der Badenova, Ann
Lorenz von der Freiburger Straßenschule und Axel Ochsenfahrt vom
Imkerverein.

Seit 1991 gibt es das Bienenhaus am alten Haupteingang des
Tiergeheges, anfangs in Kooperation mit dem Naturkundemuseum
gefĂŒhrt. 2012 wurde es mit finanzieller UnterstĂŒtzung der
Fördergemeinschaft Mundenhof auf Vordermann gebracht. In
hunderten von Arbeitsstunden erneuerten ehrenamtliche Helfer fĂŒr
die Glasscheiben, den Estrich, den Anstrich, die Beschilderung und
den Wildbienenstand. Zudem stellten sie eine Bienenkorbsammlung
zusammen.

Im vergangenen Sommer begann dann der Bau des Bienengartens.
Im Rahmen des BNE-Kleeblattprojektes „Fleißige Bienen – sĂŒĂŸer
Honig“ haben Kinder und Jugendliche der „Werkstatt-Schule“, der
Straßenschule und der Albert-Schweizer-Schule III in Landwasser
mit angepackt. Inzwischen besitzt der Mundenhof drei Bienenvölker
und ist ordentliches Mitglied im Imkerverein Freiburg. Beim Bau der
Bienenanlage legten auch Lehrlinge der Gala-Bautruppe des
Mundenhofs und Mitarbeiter des Forstamtes Hand an.

Die Fördergemeinschaft steuerte wiederum 5.000 Euro bei, die
Volksbank 3.000 Euro und der Kiwanis-Club Herdern 1400 Euro. FĂŒr
Unterhalt und Betrieb des Bienengartens kommen zudem jÀhrlich
1.000 Euro vom Energiedienstleister Badenova.

Da der Bienengarten den Besuchern Anregung bieten soll, was sie
im eigenen Garten zum Schutz der Insektenwelt beitragen können,
ist er wie ein Hausgarten in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt. Es
gibt ein Kiesbeet mit Stauden, die eine lange BlĂŒtezeit haben, eine
wechselfeuchte Mulde mit entsprechenden Pflanzen, ein
Schattenbeet und ein mediterranes Beet auf der SĂŒdseite des
Bienenhauses.

Zudem entsteht gerade eine hoffentlich artenreiche Blumenwiese.
Weil die Wiesen in der nÀheren Umgebung des Mundenhofs reich an
NĂ€hrstoffen sind, sind sie zugleich relativ arm an Blumenarten. Eine
artenreiche Blumenwiese anzulegen, die dauerhaft eine gute
Nahrungsquelle fĂŒr viele Insekten bietet, ist hier schwer. Also wurde
der humusreiche Boden gegen nĂ€hrstoffarmen Kies, dem LĂ¶ĂŸ
beigemischt wird, ausgetauscht. Kies kann das Niederschlagswasser
nicht gut halten, Allerweltsarten wie Löwenzahn und Hahnenfuß
bekommen bei diesen Bedingungen Stress. Mit selber gesammelten
Samen von artenreichen Wiesen aus der Umgebung versucht nun
das Mundenhof-Team sein GlĂŒck und ist gespannt darauf, wie sich
die Blumenwiese in den nÀchsten Jahren entwickelt.

Mit Hilfe von Ehrenamtlichen wird der Garten an manchen Sonn- und
Werktagen Besuchern zugĂ€nglich gemacht. Aber auch von außen ist
gut ein Blick auf die Anlage zu erhaschen.
 
 



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