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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

Neue Ausstellung im Waldhaus
Brian Curling, Liminal State
 
Neue Ausstellung im Waldhaus
Das Waldhaus zeigt farbige Holzschnitte von Brian Curling


Werden und vergehen“ lautet der Titel der neuen Ausstellung, die
von Sonntag, 25. September, bis zum 26. MĂ€rz 2017 im Waldhaus in
der Wonnhalde gezeigt wird. Zu sehen sind 24 filigrane, meist zart
getönte, teils sehr großformatige Holzschnitte des Amerikaners Brian
Curling. Sie tragen poetische wie programmatische Titel wie „Tree of
Hours“, „Distance and Nostalgia“, „Myriad Things“ oder eben
„Werden und Vergehen“ und zeigen Äste, Zweige, SamenstĂ€nde,
ganze BÀume, manche auch Vögel.

Faszinierend ist das Neben- und Übereinander unterschiedlicher
perspektivischer Distanzen, zum Teil innerhalb desselben Bildes.
RÀumliche Ferne lÀsst einen ganzen Baum mit Krone sehen,
daneben erinnern mikroskopische Nahsichten an pflanzliche
Feinstrukturen. Brian Curling verstÀrkt solche Effekte, die auch mit
SchÀrfen und UnschÀrfen spielen, noch durch die sich fein im Papier
abzeichnenden Holzstrukturen der Druckstöcke und sich
ĂŒberlagernde Papierschichten.

So liefert der Wald als „schönstes Kapital der Welt“, wie sich Brian
Curling ausdrĂŒckt, ihm nicht nur das Ausgangsmaterial fĂŒr seine
Druckstöcke. Die kĂŒnstlerische Auseinandersetzung mit den ewigen
Prozessen der Natur und der Darstellung von BĂ€umen „als
unvorstellbar komplexen Lebewesen mit ihren Bausteinen, ihren
Mustern, ihren Schichtungen und Verzweigungen, ihrer Geometrie“
ist fĂŒr ihn zu einem Lebensthema geworden.

Das ist kein Wunder. Geboren 1976 auf einer Farm in Kentucky, in
einer sehr wald- und wasserreichen Gegend, lernte Curling schon als
Kind die große Bedeutung des Wetters kennen und ĂŒbernahm frĂŒh
Verantwortung fĂŒr das Wachsen und Gedeihen von Tieren und
Pflanzen auf der Farm. Insbesondere sein Vater, laut Curling „aus
demselben Holz geschnitzt“ wie er, vermittelte ihm als JĂ€ger, Farmer
und Naturfreund einen respektvollen Umgang mit Tieren und
Pflanzen, vor allem aber eine sensible Wahrnehmung der Natur und
ihrer sich stÀndig verÀndernden Erscheinungen.

ZunĂ€chst wollte Curling Landschaftsarchitektur studieren. Über einen
vorbereitenden Zeichenkurs lernte er jedoch die fĂŒr ihn völlig neue
„Sprache der Kunst“ kennen. Er Ă€nderte seine PlĂ€ne, studierte
Druck- und Buchkunst an der UniversitÀt Kentucky und erwarb spÀter
den Master of Fine Arts an der UniversitĂ€t Nebraska. Anschließend
lehrte er als Professor am Cleveland Institute of Art in Ohio.

Bis 2006 unterrichtete Brian Curling an verschiedenen UniversitÀten
und Kunstschulen. Dann ging er mit seiner Frau Friederike CurlingAust,
die ebenfalls als freischaffende KĂŒnstlerin tĂ€tig ist, nach Kairo
und ĂŒbernahm an der dortigen Amerikanischen UniversitĂ€t eine
Professur fĂŒr Kunst. Zudem leitete er als Direktor die Falaki-Galerie
dieser UniversitÀt. Nach der Geburt ihrer zwei Kinder ging das
Ehepaar nach Deutschland. Seit 2010 lebt und arbeitet Brian Curling
als freischaffender KĂŒnstler mit Frau und Familie in Radebeul bei
Dresden auf dem Weingut, das sein Schwager dort betreibt.

Ihnen allen sei, wie Brian Curling sagt, wichtig, dass „man fĂŒr etwas
lebt“. FĂŒr ihn bedeutet das, mit einer gewissen MĂŒhsal selbst etwas
Sinnvolles zu schaffen. VergÀnglichkeit zwar wahrzunehmen, ihr
aber mit dem kĂŒnstlerischen Schaffen etwas entgegenzusetzen. Das
heißt fĂŒr den KĂŒnstler nicht zuletzt „stoisch wie ein Baum“ den
Unbilden des Wetters und des Lebens zu trotzen, sich in einer lauten
beschleunigten Welt immer wieder auf die Natur zu besinnen und
gleichzeitig all die unendlichen EinzelvorgÀnge in ihrer Einmaligkeit
wahrzunehmen.

In der Ausstellung werden neben den Bildern auch Druckstöcke,
Werkzeuge und Papiere gezeigt. Anschaulich kann der kĂŒnstlerische
und handwerkliche Schaffensprozess Brian Curlings nachvollzogen
werden. Denn der KĂŒnstler geht nicht nur meisterlich mit dem
Werkstoff Holz um. Auch Auswahl und Einsatz besonderer Papiere
zeugen von seinem handwerklichen Können.

Am 11. und 12. MĂ€rz bietet das Waldhaus die Gelegenheit, bei
einem Workshop mit dem KĂŒnstler die handwerkliche und
kĂŒnstlerische Technik des Holzschnittes kennenzulernen (nur mit
Anmeldung).
 
 

 
Bayer-Monsanto Zusammenschluss: Gefahr fĂŒr Mensch, Tier und Umwelt
Die vor wenigen Tagen angekĂŒndigte Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto durch den deutschen Chemiegiganten Bayer ist ein Schlag ins Gesicht fĂŒr die kleinbĂ€uerliche und auf Nachhaltigkeit setzende Landwirtschaft weltweit, sowie fĂŒr alle Akteure im Kampf um soziale, ökologische, politische, ökonomische und kulturelle Nachhaltigkeit. Der entstehende Konzern verfĂŒgt ĂŒber eine faktische Monopolstellung im Bereich Saatgut und Pflanzenschutzmittel und die Strukturen der industriellen Landwirtschaft, welche die UN-Nachhaltigkeitsziele 2030 konterkarieren, werden hierdurch weiter verfestigt.

Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland, kommentiert:

"Weltweit geraten Landwirte schon jetzt in eine erzwungene AbhĂ€ngigkeit von Saatgutkonzernen, die oft zum finanziellen Ruin fĂŒhrt - auch Suizide zahlreicher Kleinbauern werden hiermit in Verbindung gebracht. In Indien spricht man sogar von einem "SelbstmordgĂŒrtel". Gleichzeitig stellt die Vormachtstellung der Pestizidindustrie ein wahres Problem fĂŒr die Zukunft unserer ErnĂ€hrung dar, denn es ist ganz sicher nicht die industrielle Landwirtschaft, die zukĂŒnftig 10 Millionen Menschen ernĂ€hren wird. Der Zusammenschluss von Bayer und Monsanto droht die Lage noch weiter zu verschlimmern.

Genau deshalb besteht nun umso mehr die Notwendigkeit, dass sich die Zivilgesellschaft, alternative BauernverbĂ€nde, handwerkliche Erzeuger und Verbraucherschutzorganisationen zusammen schließen, um den negativen Folgen der Fusion, die bereits am Horizont zu erkennen sind, entschlossen entgegenzutreten. Wenn wir dem industriellen Lebensmittelsystem weiterhin das Primat einrĂ€umen, wird es nur noch eine sehr ĂŒberschaubare Anzahl an Ernten geben - laut der FAO der Vereinten Nationen noch 60 Ernten -, dann ist Schluss. Deshalb setzen wir uns fĂŒr Nachhaltigkeit entlang der kompletten Wertschöpfungskette der Lebensmittelproduktion inklusive Saatgutfreiheit ein. Vor allem in der EU mĂŒssen wir uns fĂŒr Ökologisierung und Diversifizierung der Landwirtschaft einsetzen. Wir alle sind gefragt: Als Verbraucher haben wir mindestens 3 Mal am Tag die Wahl, was fĂŒr ein Lebensmittelsystem wir unterstĂŒtzen, denn Essen ist politisch."

Slow Food Deutschland fordert die EU-Kommission nun dezidiert dazu auf im Zuge der Gefahr fĂŒr Mensch, Tier und Umwelt, die durch den Zusammenschluss auf dem Spiel steht, einzulenken. Auch das Kartellamt mĂŒsste eingreifen und die Marktkonzentration des Allgemeinguts Saatgut verhindern. Es ist völlig unverstĂ€ndlich, dass bei dem Zusammenschluss der Supermarktketten Kaisers und Tengelmann AbgesĂ€nge auf den Wirtschaftsminister angestimmt werden, eine Monopolisierung unser aller ErnĂ€hrungsgrundlagen aber stillschweigend hingenommen wird.

In Turin, Italien, treffen sich diese Woche ab Donnerstag bei Slow Foods grĂ¶ĂŸtem internationalen Event, Terra Madre Salone del Gusto, ĂŒber 5.000 Landwirte, ZĂŒchter, Imker, Fischer, Köche, Wissenschaftler, Autoren, Aktivisten, GĂ€rtner und viele andere Akteure rund um unser Lebensmittelsystem aus ĂŒber 160 LĂ€ndern. Gerade unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Entwicklungen wird das internationale Slow-Food-Netzwerk dieses Welttreffen als Chance nutzen, um den Machenschaften der Chemie- und Saatgutkonzerne, die die Landwirtschaft einseitig in die Richtung der industriellen Produktion treiben wollen, entgegenzutreten und zu zeigen, dass es schon jetzt in der EU und weltweit ein Netzwerk an verantwortungsbewussten Verbrauchern, Organisationen, Erzeugern und HandlungstrĂ€gern gibt, die fĂŒr eine andere, eine nachhaltigere Landwirtschaft fĂŒr Menschen, fĂŒr Umwelt und fĂŒr die Tiere eintritt.
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Wohnbau: Dachausbau und Aufstocken in Freiburg und Region
Potenzial 4000 Wohnungen in Freiburg? Hausaufgaben machen statt Landwirte vertreiben

Die Aufgabe, mehr Wohnraum bereitzustellen, sollte vordringlich auch den Dachausbau und Aufstockungen voranzubringen. Dazu gehört fĂŒr die Stadt Freiburg und andere Kommunen der Region das Instrument Dachausbau- und Aufstockungskataster. Beides ist in Freiburg wie u.a. ein Leerstandskataster offenbar nicht vorhanden. Der Freiburger auch regional aktive Verein ECOtrinova wandte sich dazu kĂŒrzlich an den Freiburger Gemeinderat, den OB und die BĂŒrgermeisterriege. „Wir halten die fehlenden Kataster fĂŒr ein VersĂ€umnis. Die Hausaufgaben sind nicht gemacht. Stadt und Gemeinderat möchten wie auch andere Kommunen im Umland mehr Wohnraum schaffen. Dachausbau und Aufstockungen sind große TeilbeitrĂ€ge, das Bauen auf der „grĂŒnen Wiese“, wie es großflĂ€chig bei Freiburg-Dietenbach noch geplant ist, zu vermeiden,“ so ECOtrinova-Vorsitzen­der Dr. Georg Löser. „Es bestehen vielteilige Alternativen statt der geplanten eklatanten „FlĂ€chen-SĂŒnde“ Freiburg-Dietenbach und des dortigen Millionen-Kostenlochs fĂŒr Erschließen, Bauen, Personalkosten und statt dort anstehenden „Abmagerungen“ und großen Enteignungsrobleme.

Der Verein verwies auf die aktuelle Expertise des Bundesinstituts fĂŒr Bau-, Stadt- und Raumfor­schung (BBSR) fĂŒr das Bundesbauministerium (2). Freiburg und Nachbarkreise zĂ€hlen zu den besonders lohnenden Gebieten fĂŒr Dachausbauten und Aufstockungen, fĂŒr die es in Freiburg einige gute Beispiele gebe. Laut BBSR bieten vor allem die WohnungsbestĂ€nde der 1950er- bis 1970er-Jahre gute Voraussetzungen. Fast 40% des WohngebĂ€ude­bestandes in Deutschland entfalle hierauf. Bei verbreitet anstehender Modernisierung können die Möglichkeiten geprĂŒft werden. Dass Dachausbauten angespannte WohnungsmĂ€rkte entlasten, belegen viele Praxisbeispiele.

Das Hauptpotenzial liege im mittleren Preissegment, weniger im unteren. Aber Wohnkosten können sinken z.B. mit Verzicht auf zusĂ€tzliche StellplĂ€tze dank gutem ÖPNV, Maßnahmen pro Radfahren und Car-Sharing, so ECOtrinova dazu. Und bisherige oberste Wohngeschosse erfahren mit Dachausbau und Aufstockung als solche sehr erhebliche - bis zur HĂ€lfte - Heizenergieeinsparungen und folglich geringere Heizkosten. Weitere positive Effekte fĂŒr den Wohnungsmarkt auch im unteren Preissegment wĂŒrden laut BBSR erzielt, indem die kĂŒnftigen Nutzer preiswertere Bestandswohnungen frei machen infolge von Umzugsketten und Sickereffekten.

Eine zweite neue Studie (3), ( 6), hier der TU Darmstadt und des Pestel-Instituts, weist laut Löser ebenfalls auf das immense FlĂ€chenpotential auf den DĂ€chern von Bestandsbauten hin. Die Studie fĂŒr 11 fĂŒhrende Organisa­tionen der Planungs-, Bau- und Immobilienbranche sehe in der Aufstockung bestehender Bauten große Chan­cen. Über 1,5 Mio. zusĂ€tzliche Wohnungen könnten laut Studie durch Dach-Aufstockung entstehen. (S. 65), dies dort, wo der Wohnraum knapp und das Wohnen teuer ist: d.h. in BallungsrĂ€umen und UniversitĂ€tsstĂ€dten. Freiburg gehört laut Studie wie die Nachbarkreise zu den Regionen, wo Aufstockung besonders sinnvoll ist (S. 55). Wenn Freiburg Durchschnitt wĂ€re als 1/400 von Deutschland, wĂ€ren es fĂŒr Freiburg rund 4000 Wohnun­gen, so ECOtrinovas Daumenregel, fast so viel wie die 5000 fĂŒr Dietenbach geplanten - allein mit nur einem von vielen Maßnahmenpaketen, auf schon erschlossenen FlĂ€chen, passend fĂŒr eine Öko- und Nachhaltigkeits- und Klimaschutzhauptstadt, ohne landwirtschaftlichen Boden zu ver­nichten.
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NABU: Ein Jahr Abgas-Skandal – zu wenig aus Dieselgate gelernt
Minister Dobrindt hĂ€lt weiter seine schĂŒtzende Hand ĂŒber die Autoindustrie

Ein Jahr nach dem Bekanntwerden des Abgas-Skandals bei VW kritisiert der NABU die weiterhin mangelnde Bereitschaft von Automobilindustrie und Bundesregierung, der Abgasbelastung durch Pkw mit wirksamen Maßnahmen entgegenzuwirken. Anstatt anzuerkennen, dass ein Großteil der Fahrzeuge offenkundig nicht die nötige Schadstoffminderung liefert und hierfĂŒr adĂ€quate Lösungsstrategien zu entwickeln, erweckt die Branche den Eindruck, dass nicht die tatsĂ€chliche Minderung von Emissionen, sondern allenfalls das Einhalten von Grenzwerten unter Laborbedingungen von ihnen gefordert wird. Dass nun ausgerechnet die Bundesregierung und insbesondere Bundesverkehrsminister Dobrindt diese Praxis nicht nur geduldet, sondern durch weitestgehende UntĂ€tigkeit auch noch befördert haben, ist aus NABU-Sicht ein Hohn fĂŒr sĂ€mtliche BemĂŒhungen von StĂ€dten und Gemeinden, die Luftschadstoffbelastung vor Ort auf ein unbedenkliches Maß zurĂŒckzufĂŒhren.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hĂ€lt entgegen öffentlicher AnkĂŒndigungen weiter seine schĂŒtzende Hand ĂŒber die Autoindustrie. Es ist ein fatales Signal an Hersteller und Kunden, wenn nicht einmal der Gesetzgeber selbst ein Interesse daran zeigt, bestehende MĂ€ngel zĂŒgig zu beseitigen. Dieses unverantwortliche Verhalten geht eindeutig zulasten der Umwelt, vor allem aber der Gesundheit der BĂŒrger.“ Das bisher einzige Ergebnis einer monatelangen Untersuchungskommission ist die „freiwillige Serviceaktion“ der Autoindustrie, bei der die Hersteller Fahrzeuge zur Reduzierung des sogenannten Thermofensters in die WerkstĂ€tten zurĂŒckrufen.“ Wie diese Serviceaktion aussieht, kann konkret am Beispiel des Porsche Macan beobachtet werden: Unterhalb von plus fĂŒnf Grad Celsius reduziert Porsche auch in Zukunft die Wirksamkeit des Stickoxidkatalysators und das mit dem Segen des Verkehrsministers. Es sei zu befĂŒrchten, dass auch anderen Herstellern vergleichbare, amtliche Freibriefe ausgestellt wĂŒrden, die weiter zu hohe Abgaswerte erlauben.

NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Ein Jahr nachdem die Bombe um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen geplatzt ist, hat die Autoindustrie zu wenig aus dem Skandal gelernt. Selbst neue Fahrzeuge der Abgasstufe Euro 6 ĂŒbersteigen im realen Straßenbetrieb immer noch die erlaubten Grenzwerte fĂŒr Stickoxidmengen und begrĂŒnden dies vielfach mit dem Phantasiebegriff Thermofenster. Dabei ist lĂ€ngst deutlich geworden, dass es technisch unhaltbar ist, sich hinter Motorschutzargumenten zu verstecken.“ Dieses Auftreten sei angesichts der Ausmaße des Skandals völlig unbegreiflich, illustriere aber die Arroganz und Narrenfreiheit einer Branche, die sich seit Jahrzehnten des politischen RĂŒckhalts auf höchster Ebene sicher sein könne.

Neben der Nachbesserung der bestehenden Flotte auf echte Euro-6-Werte im Realbetrieb, mĂŒsse aus Sicht des NABU daher unter anderem eine Reform des Zulassungsverfahrens in der Zukunft ganz eindeutig die Möglichkeiten von Manipulationen dieser Art unterbinden. Dazu hat der NABU bereits im Dezember vergangenen Jahres zusammen mit anderen UmweltverbĂ€nden ein Konzept vorgestellt. Es basiert in erster Linie auf realen Messungen der Abgaswerte auf der Straße und nicht im Labor, einer ErklĂ€rung des Herstellers ĂŒber die Einhaltung der Werte und empfindlichen Sanktionen bei der Missachtung der Grenzwerte.

„Es ist ein Treppenwitz, dass die des Betruges ĂŒberfĂŒhrten Autohersteller in Europa nicht fĂŒr ihr Vergehen bestraft werden, sondern allenfalls die Fahrzeuge per Software nachrĂŒsten mĂŒssen. Man stelle sich vor, ein Raser wird erwischt, muss aber keine Strafe fĂŒrchten, sondern nur gelobigen, sich kĂŒnftig an die Regeln zu halten. Dies wĂ€re eine Einladung zur KriminalitĂ€t, die der Verkehrsminister bei der Autoindustrie weiterhin duldet“, so Oeliger.
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Mehrweg fĂŒrs Meer
MĂŒllvermeidung in StrandnĂ€he: NABU startet ein Pilotprojekt zur EinfĂŒhrung eines Mehrwegsystem in der Strandgastronomie auf Fehmarn

Im Einsatz gegen die VermĂŒllung der Ostsee hat der NABU gemeinsam mit lokalen Partnern ein neues Pilotprojekt auf der Ostseeinsel Fehmarn gestartet. Dort können Strandurlauber kĂŒnftig selbst entscheiden, ob sie anstatt auf Einweggeschirr auf eine umweltfreundliche Mehrwegvariante setzen, wenn sie ihr Fischgericht, Pommes-Frites oder eine Quarkspeise mit an den Strand nehmen wollen. „Mit dem NABU-Projekt ‚Mehrweg fĂŒrs Meer‘ wollen wir zeigen, wie einfach es sein kann, am Strand MĂŒll zu vermeiden, bevor er achtlos weggeworfen eine Gefahr fĂŒr Tiere und Menschen durch die Zersetzung im Meere werden kann“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Unsere Meere verkommen immer mehr zu MĂŒllkippen fĂŒr PlastikabfĂ€lle jeder Art. Jedes Jahr kommen ĂŒber zehn Millionen Tonnen hinzu – ein großer Teil davon Verpackungsmaterialien. „Jeder Deutsche verbraucht jĂ€hrlich ca. 60 Coffee-to-go-Becher, die nur 15 Minuten gebraucht und dann weggeworfen werden. Eine unnötige Verschwendung wertvoller Ressourcen“, erlĂ€uterte NABU-Projektleiterin Lea Schenkelberg.

Ab sofort können Kunden in beteiligten Restaurants die Verpflegung fĂŒr den Besuch am Strand im umweltfreundlichen Mehrweggeschirr erhalten. Nach dem Verzehr kann das Geschirr bei einem beliebigen teilnehmenden Partner wieder abgegeben werden und verbleibt so im Kreislauf. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem CafĂ© El Sol, dem FischlĂ€dchen, der Quarkeria, dem Camping- und Ferienpark Wulfener Hals sowie dem NABU-Wasservogelreservat Wallnau hier auf Fehmarn erste Vorreiter gefunden haben, die sich fĂŒr den Ressourcen- und Meeresschutz stark machen und wir so das Engagement unserer Insel fĂŒr den Umweltschutz weiter ausbauen können“, sagte Fehmarns BĂŒrgermeister Jörg Weber.

Durch den Aufbau des Mehrwegsystems fĂŒr ökologisch nachhaltiges Geschirr leisten die beteiligten Gastronomen und ihre Kunden einen Beitrag zum Schutz der Meere, denn ein Mehrwegsystem hilft Abfall zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und schĂŒtzt so die Meere und seine Bewohner. Gemeinsam können Betriebe, Fehmaraner und FeriengĂ€ste das MĂŒllaufkommen am Strand und in der Umgebung reduzieren, sodass die Ostsee sauber bleibt.

„Wir dĂŒrfen uns nicht darauf beschrĂ€nken, den MĂŒll wieder aus unserer Umwelt zu entfernen. Es gilt: MĂŒll sollte erst gar nicht entstehen und ins Meer gelangen. Hier soll das Pilot-Projekt „Mehrweg fĂŒrs Meer“ einen wichtigen Beitrag leisten“, so Miller. Der NABU hofft, dass in Zukunft weitere Kommunen und gastronomische Betriebe Mehrwegalternativen anbieten und das Engagement entlang der KĂŒsten zum Schutz unserer Meere ausgeweitet werden kann.

Hintergrund:

Das NABU-Pilotprojekt „Mehrweg fĂŒrs Meer“ wird unterstĂŒtzt mit Geldern der Veolia Stiftung, die sich unter anderem fĂŒr die Sensibilisierung einer breiten Öffentlichkeit fĂŒr einen respektvollen Umgang mit der Umwelt engagiert. In Zusammenarbeit mit den Gastronomen entlang der Strandpromenaden bzw. in der strandnahen Innenstadt von Fehmarn soll den Kunden die Möglichkeit gegeben werden, auf Mehrweggeschirr umzusteigen. Dieses ist abwaschbar und wird nach der RĂŒckgabe wiederverwertet. Das Geschirr ist einheitlich gekennzeichnet und kann an jedem Standort der Initiative zurĂŒckgegeben werden.
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NaturschĂŒtzer und Wassersportler werden GewĂ€sserretter
Internetportal startet zum International Coastal Cleanup Day (17.9.)

AnlĂ€sslich des diesjĂ€hrigen International Coastal Cleanup Day am 17. September rufen die drei SpitzensportverbĂ€nde des Deutschen Olympischen Sportbunds und Deutschlands grĂ¶ĂŸter Naturschutzverband zu Reinigungsaktionen an GewĂ€ssern auf und warnen vor der zunehmenden Bedrohung durch PlastikmĂŒll. Gemeinsam starten der Deutsche Kanu-Verband e.V. (DKV), der Deutsche Segler-Verband e.V. (DSV), der Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) und der NABU das Internetportal www.gewĂ€sserretter.de Hier können MĂŒllfunde gemeldet und Reinigungsaktionen organisiert werden. DarĂŒber hinaus gibt es Informationen rund um den GewĂ€sserschutz.

Auf der gemeinsamen Webseite können Wassersportler und Naturliebhaber ab sofort entdeckten MĂŒll dokumentieren und melden. Die gesammelten Daten werden in einer interaktiven Karte dargestellt und liefern wichtige Informationen ĂŒber die Abfallbelastung der deutschen GewĂ€sser. DarĂŒber hinaus können Reinigungsaktionen organisiert und ĂŒber soziale Medien beworben, Informationsveranstaltungen eingestellt und praktische Tipps zur MĂŒllvermeidung im Alltag und beim Sport abgerufen werden. Der heutige International Coastal Cleanup Day, an dem Tausende Freiwillige ausschwĂ€rmen, um ein StĂŒckchen Natur vom gefĂ€hrlichen ZivilisationsmĂŒll zu befreien, gibt den Startschuss fĂŒr das neue Portal.

PlastikmĂŒll stellt eine große Gefahr fĂŒr die Umwelt dar. JĂ€hrlich werden mehr als zehn Millionen Tonnen allein von Land in die Weltmeere eingetragen, Millionen Tiere sterben daran. Sie verschlucken Feuerzeuge oder SchraubverschlĂŒsse und verfangen sich in alten PlastiktĂŒten oder Fischernetzen. „Das Problem fĂ€ngt hier vor unserer HaustĂŒr an, ein Großteil des PlastikmĂŒlls wird ĂŒber die FlĂŒsse ins Meere gespĂŒlt, so trĂ€gt der Rhein jĂ€hrlich mehr als zehn Tonnen Mikroplastik in die Nordsee. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen setzen und eine zentrale Anlaufstelle fĂŒr den Schutz unserer heimischen Meere, FlĂŒsse und Seen vor der zunehmenden MĂŒllgefahr aufbauen“, sagten die PartnerverbĂ€nde.

Die PlastikvermĂŒllung unserer Umwelt ist eine riesige Herausforderung. Doch wir alle können unseren Beitrag leisten. „AufrĂ€umen ist das eine, noch wichtiger ist aber, dass wir lernen, MĂŒll zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und die richtigen gesellschaftspolitischen Signale senden. Hier möchten DKV, DSV, VDST und der NABU gemeinsam voran gehen“, so die VerbĂ€nde weiter.

Die Umsetzung von www.gewĂ€sserretter.de wurde mit finanzieller UnterstĂŒtzung des LebensmitteleinzelhĂ€ndlers REWE im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit dem NABU ermöglicht.
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Umweltorganisationen demonstrieren gegen hohe VerbrÀuche von Lkw
CO2-Grenzwerte dringend erforderlich

Das Warten auf den effizienten Lkw muss ein Ende haben

Mit einer Protestaktion vor dem Eingang der weltgrĂ¶ĂŸten Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover haben die Umweltorganisationen NABU und Transport & Environment die zu hohen KraftstoffverbrĂ€uche bei Lkw scharf kritisiert und die EinfĂŒhrung von CO2-Grenzwerten gefordert. Unter dem Motto „20 Jahre ohne Fortschritt“ machten sie auf die unbequeme Wahrheit aufmerksam, dass Spritverbrauch und damit Klimagasausstoß seit zwanzig Jahren auf nahezu unverĂ€ndert hohem Niveau verharren.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Das Warten auf den effizienten Lkw muss endlich ein Ende haben. Der wachsende StraßengĂŒterverkehr droht alle KlimaschutzbemĂŒhungen in anderen Bereichen zunichte zu machen. Die EU-Kommission sollte daher schleunigst ambitionierte Verbrauchsgrenzwerte fĂŒr Lkw einfĂŒhren, so wie sie es bereits erfolgreich fĂŒr Pkw und leichte Nutzfahrzeuge getan hat.“

Die europĂ€ischen Lkw-Hersteller Mercedes-Benz, MAN, Volvo, Scania, Renault und DAF dominieren den Weltmarkt, aber ihre WettbewerbsfĂ€higkeit sei in Gefahr, da in Europa anders als in den USA, China, Kanada und Japan keine Verbrauchsgrenzwerte fĂŒr Lkw existieren. Sollte die EuropĂ€ische Union nicht zeitnah entsprechende Regularien einfĂŒhren, verlöre sie auch in diesem Bereich die Vorreiterschaft an andere Nationen.

Dietmar Oeliger, NABU-Verkehrsexperte: „Zwischen 1995 und 2015 sind die SpritverbrĂ€uche von Lkw kaum oder gar nicht gesunken, da die Industrie vor allem in stĂ€rkere Motoren und mehr Fahrkomfort investiert hat. Der Klimaschutz blieb dabei auf der Strecke. So verbrauchte eine Lkw-Zugmaschine 1995 auf der Autobahn rund 22 Liter auf 100 Kilometer – zwei Jahrzehnte spĂ€ter kommen neue Lkw immer noch nicht mit weniger Kraftstoff aus.“

Stef Cornelis, Verkehrsexperte bei Transport & Environment: „Ohne deutlich effizientere Lkw wird es unmöglich sein, die Klimaschutzziele von Paris einzuhalten, denn der Lkw-Verkehr ist bereits heute fĂŒr 25 Prozent der straßenbasierten Kohlendioxidemissionen verantwortlich – Tendenz steigend. Hier steht nicht nur die GlaubwĂŒrdigkeit der EU im Umweltschutz auf dem Spiel, sondern auch die Innovationskraft der europĂ€ischen Lkw-Industrie.“
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17. CITES-Konferenz: NABU verfolgt Verhandlungen in Johannesburg
Weitreichende Entscheidungen zu Elefanten und Nashörnern erwartet

Am kommenden Samstag, den 24. September, startet in Johannesburg die 17. Konferenz des Washingtoner ArtenschutzĂŒbereinkommens (CITES). Zwei Wochen lang werden ĂŒber 2.000 Delegierte aus 183 Staaten ĂŒber die Regelung des internationalen Handels mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten entscheiden. Der NABU beteiligt sich vor Ort an den Verhandlungen.

In Johannesburg stehen heiße Diskussionen und wichtige Entscheidungen ĂŒber den zukĂŒnftigen Schutz dutzender Arten bevor. Unter anderem wird ĂŒber das Schicksal des Afrikanischen Elefanten entschieden. Nur noch gut 350.000 der DickhĂ€uter ziehen durch die Savannen Afrikas, so das Ergebnis des gerade veröffentlichten, fast afrikaweiten Elefantenzensus. In den 70er Jahren waren es noch 1,2 Millionen. Schuld am dem dramatischen BestandsrĂŒckgang ist die Gier nach Elfenbein, die Wilderern und vor allem ihren HintermĂ€nnern viel Geld bringt. "Der NABU fordert die umfĂ€ngliche und dauerhafte Schließung aller nationalen und internationalen ElfenbeinmĂ€rkte. Nur so können wir ein Aussterben der Elefanten verhindern", sagte Heike Finke, NABU-PrĂ€sidiumsmitglied und Expertin fĂŒr internationalen Artenschutz. Ein Hoffnungsschimmer ist das Ergebnis der kĂŒrzlich auf Hawaii zu Ende gegangenen Konferenz der Weltnaturschutzunion (IUCN). Dort stimmten 91 Prozent aller Mitglieder fĂŒr ein Verbot der ElfenbeinbinnenmĂ€rkte, was CITES laut NABU nicht ignorieren kann. Dass das Thema auch Deutschland betrifft, zeigt ein aktueller Fall: 1,2 Tonnen Elfenbein wurden in den vergangenen Monaten sichergestellt, so viel wie nie zuvor. Das Elfenbein, sowohl verarbeitet als auch roh, stammt von mehr als 200 getöteten Afrikanischen Elefanten und hat einen Marktwert von ĂŒber einer Millionen Euro.

Die Verhandlungen in Johannesburg könnten auch entscheidend fĂŒr das Überleben von Nashörnern sein, deren Horn eines der wertvollsten HandelsgĂŒter ĂŒberhaupt ist und vor allem Anwendung in der Traditionellen Asiatischen Medizin findet. Die Wilderei auf afrikanische Nashörner steigt seit 2008 kontinuierlich an und hat 2015 mit 1.342 gewilderten Tieren ihren bisherigen Höchststand erreicht. Dennoch fordert Swasiland, mit RĂŒckendeckung des Gastlandes SĂŒdafrika, den internationalen Handel mit Nashorn wieder zu erlauben.

Auch um die weniger bekannten Schuppentiere steht es derzeit schlecht. Mit etwas GlĂŒck könnten sie auf der Konferenz den Sprung auf Anhang I der Konvention schaffen. "Das damit verbundene Handelsverbot, das auch bei der IUCN breite UnterstĂŒtzung fand, ist lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig. Schuppentiere sind die am hĂ€ufigsten illegal gehandelten SĂ€ugetiere der Welt. Die Nachfrage nach ihren Schuppen fĂŒr die Traditionelle Chinesische Medizin hat die Tiere fast bis an den Rand der Ausrottung gebracht", erlĂ€uterte Finke.

Weniger gut könnte es hingegen fĂŒr den auch in Deutschland heimischen Wanderfalken laufen. In den 1950er Jahren fast ausgerottet, haben sich die BestĂ€nde weltweit erholt. Das hat Kanada dazu veranlasst, eine Aufhebung des Handelsverbotes zu beantragen. "Aus Sicht des NABU wĂ€re dies eine unverantwortliche Maßnahme, da es nach wie vor Hinweise auf umfangreichen illegalen Handel mit diesen Raubvögeln gibt", so Finke.

Neben den Landtieren stehen auch in diesem Jahr wieder einige Meeresbewohner auf der Agenda der CITES-Konferenz. So werden beispielsweise strengere Schutzmaßnahmen fĂŒr die von Überfischung bedrohten Fuchs- und Seidenhaie sowie Teufelsrochen zur Diskussion stehen - sehr zum Unmut einiger Fischereinationen.

Der NABU ist wĂ€hrend der gesamten Konferenzdauer mit zwei Expertinnen fĂŒr internationalen Artenschutz, Heike Finke und Claudia Praxmayer, in Johannesburg. Zeitnah geben sie EinschĂ€tzungen und Bewertungen der Ereignisse und AntrĂ€ge ab und stehen fĂŒr Presseanfragen zur VerfĂŒgung. In einem Blog berichten sie außerdem vom jeweiligen Verhandlungsstand:
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