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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU startet Naturschutzprojekt mit osteuropäischen religiösen Organisationen
Mehr als 50 Organisationen schlieĂźen sich neuer Plattform zum internationalen Austausch an

Zusammen mit osteuropäischen kirchlichen Organisationen hat der NABU ein internationales Naturschutzprojekt gestartet. Ziel ist es, christliche Kirchen sowie moslemische, jüdische und andere religiöse Organisationen für gemeinsame Naturschutzaktivitäten mit NGOs zusammenzuführen und mit ihrer Hilfe die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Zum Projektstart fand vom 7. bis zum 9. Oktober im westukrainischen Ushgorod eine vom NABU initiierte und gemeinsam mit dem Institut für ökologische und religiöse Studien organisierte internationale Konferenz statt. Zahlreiche Vertreter 17 religiöser Organisationen und NGOs aus sechs Ländern verabschiedeten im Anschluss die "Ushgoroder Deklaration", in der es unter anderem um die Gründung des interreligiösen Naturschutzforums in Osteuropa geht - ein Meilenstein in der internationalen Naturschutzarbeit.

Auf der Konferenz mit dem Titel "Zusammenarbeit von ziviler Gesellschaft und Kirche für den Erhalt der Natur in Osteuropa - gemeinsame Bewahrung der Schöpfung" erörterten Vertreter unterschiedlicher Naturschutzverbände, Organisationen und Institutionen, Wissenschaftler sowie hochrangige Würdenträger christlicher Kirchen, ukrainischer Moslems und der jüdischen Gemeinde gemeinsam die Möglichkeiten und Perspektiven einer erfolgreichen Zusammenarbeit im Naturschutz. Geprägt war diese internationale, interreligiöse Konferenz vom gemeinsamen Bestreben, die Fähigkeiten und Potenzen aller für den Erhalt der Natur und zur Bewahrung der Schöpfung zu bündeln. Damit ist es zum ersten Mal gelungen, die bislang sporadischen Naturschutzaktivitäten christlicher und anderer Kirchen sowie kirchlicher Organisationen mit den NGOs zu koordinieren.

Im Ergebnis verabschiedeten die Teilnehmer einhellig die "Ushgoroder Deklaration", der sich noch vor der offiziellen Veröffentlichung bereits 50 weitere Organisationen angeschlossen. Peter Pavlovic, der Sekretär des in Brüssel ansässigen European Christian Environmental Network (ECEN), wird auch den Vatikan über diese neue NABU-Initiative, ihre Ergebnisse und die weiteren Schritte informieren.

"Wir freuen uns sehr über den erfolgreichen Ausgang der Konferenz. Durch diesen vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland unterstützten Projektstart ist es möglich, das große Potenzial aller Kirchen und religiöser Organisationen mit den NGOs in Osteuropa zu bündeln und bestmöglich im Sinne des Naturschutz zu nutzen", sagte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt.

In Deutschland sind die christlichen Kirchen schon seit Jahren in verschiedenen Bereichen des Natur- und Umweltschutzes aktiv. Ein Beispielprojekt ist die Aktion "Lebensraum Kirchturm", die der NABU zusammen mit Kirchen durchführt. Kirchen, die sich besonders für die Sicherung von Nistplätzen bedrohter Arten wie Schleiereulen und Fledermäuse einsetzen, werden mit einer Urkunde ausgezeichnet und erhalten eine Plakette, die sie an ihrer Kirche anbringen können.
 
 

Karlsruhe: Nachwuchs im Affenhaus
Assam im Zoo Karlsruhe / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Nachwuchs im Affenhaus
Schneeleopard Assam gestorben

Dass Freude und Trauer manchmal sehr eng beieinander liegen, mussten die Verantwortlichen des Karlsruher Zoos am vergangenen Wochenende erfahren. Zuerst war die Freude ĂĽber die Geburt einer Rotscheitelmangabe im Affenhaus am Samstag groĂź. Dann starb Schneeleopard-Kater Assam.

Die Geburt bei Rotscheitelmangaben-Weibchen Kano hatte sich mit ersten Blutungen freitags bereits angekündigt, am Samstag war es dann soweit. Kano, selbst im Jahr 2008 geboren, bekam ihr zweites Jungtier. Die Mutter kümmert sich sehr gut um das Neugeborene. Auch die im vergangenen Jahr zur Welt gekommene Schwester Daya schaut regelmäßig vorbei und sucht die Nähe zur Mutter und zu dem Kleinen. Das Geschlecht des Affenbabys ist noch unbekannt.

Rotscheitelmangaben gelten als gefährdet in ihrem Bestand. Sie gehören zu den Pavianartigen und sind in den tropischen Regenwäldern der westafrikanischen Küste von Nigeria bis Gabun beheimatet. Hier schwindet ihr Lebensraum immer mehr. Die Tiere dringen in Pflanzungen der ansässigen Bauern ein, werden daher als Ernteschädling verfolgt.

"Es ist sehr schön, dass wir im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe diese Art wieder vermehren konnten. Sie wird nicht in vielen Zoos Europas mit weniger als 100 Tieren gehalten, die Zucht gelingt nicht überall", berichtet der stellvertretende Zoodirektor Dr. Clemens Becker. Ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) existiert seit 1994, es wird vom Zoo in Barcelona koordiniert.

Schneeleopard Assam wurde am Sonntag mit blutender Nase in der großen Außenanlage am Lauterberg von Tierpflegern entdeckt. Er wurde in Narkose gelegt, tierärztlich untersucht und versorgt. Assam wachte aus der Narkose wieder auf, starb jedoch in der folgenden Nacht. Nach der ersten pathologischen Untersuchung wird ein Kampf unter den Tieren als Todesursache des 2008 im Zoo Pilsen geborenen Katers angenommen. Er hatte mehrere Bissverletzungen im Gesichtsbereich und zahlreiche Hämatome. "Die Gruppe mit Julika und dem Nachwuchs hat bis zu diesem Zeitpunkt wunderbar harmoniert, da ist es besonders schlimm, Assam so zu verlieren", sagt Becker. Es wird jetzt Gespräche mit dem zuständigen Koordinator des Erhaltungszuchtprogramms für Schneeleoparden geben, der entscheiden muss, wie es mit der Gruppe weitergeht. Der Karlsruher Zoo hoffe, so Becker, "dass wir wieder eine Zuchtgruppe um Julika aufbauen können".
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Waldherbst am Sonntag, 9. Oktober, im Waldhaus
HolzrĂĽcken mit JĂĽrgen Duddek / Foto: Waldhaus Freiburg
 
Waldherbst am Sonntag, 9. Oktober, im Waldhaus
Ein Aktionstag rund um die Holzernte mit Pferden und Maschinen

Nach den Erfolgen der vergangenen Jahre findet am Sonntag, 9. Oktober, von 11 bis 17 Uhr wieder ein in dieser Form einzigartiger Aktionstag am Waldhaus statt. Im Mittelpunkt steht der Holztransport mit RĂĽckepferden und mit modernen Holzerntemaschinen.

Der traditionelle herbstliche Aktionstag für die ganze Familie findet in diesem Jahr erstmals unter dem Namen „Waldherbst“ statt. Begleitet durch Jagdhornbläser der Freiburger Jägerschaft, begrüßt Gerda Stuchlik, Umweltbürgermeisterin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Waldhaus, die Besucherinnen und Besucher um 11 Uhr.

Vorab betont Bürgermeisterin Stuchlik: „In wenigen Jahren hat sich der Holzrücketag im Waldhaus bereits zu einer Institution entwickelt und – so das Zitat einer Mitwirkenden – „Kultstatus“ erreicht. An diesem Tag wollen wir aber nicht nur eine historische Variante der schonenden Waldarbeit mit Rückepferden zeigen, sondern auch anschaulich vermitteln, wie mit modernen Maschinen auf nachhaltige und schonende Weise im Stadtwald Holz geerntet wird.“

So zeigt das Waldhaus in diesem Jahr erstmals eine moderne Holzerntemaschine im Einsatz. Große und kleine Besucherinnen und Besucher können sich direkt im Wald anschauen, wie dieser sogenannte „Harvester“ arbeitet. Wer Lust und Kraft hat, kann auch ganz wie die Alten selbst Hand anlegen und im Wald mit einer ZweiMann-Schrotsäge Baumscheiben absägen.

Unter der Regie von Jürgen Duddek, Europameister 2012 im einspännigen Holzrücken, zeigen zudem acht Gespanne aus BadenWürttemberg und dem Elsass ihre Teamarbeit im Wald. Die Rückearbeit mit Pferden schont die Böden und Bestände; als historisches Arbeitsfeld war sie gerade im Schwarzwald über Jahrhunderte typisch.

Mit Pilzexkursionen um 12 und 14 Uhr und einer Frischpilzschau liegt in diesem Jahr ein zweiter Schwerpunkt auf dem Thema Pilze. Dazu gibt es auf dem Weiher wieder die Gelegenheit zu Bootsfahrten mit selbstgebauten Weißtannenbooten. In der vom Bullerjahn gemütlich beheizten Holzwerkstatt führt ein Drechsler sein Können vor. Dort kann man außerdem am Schneidesel oder mit dem Schnitzmesser an Grünholzworkshops teilnehmen und sich über weitere Angebote informieren. Im neuen Backofen werden Leckereien gebacken und auf traditionelle Weise „Büschele“ zum Feuermachen gebunden.

Infostände widmen sich auf anschauliche Weise der Themen Jagd, Moore und Gewässer, der Holzkette Schwarzwald und der Arbeit des Naturparks Südschwarzwald. Im Waldmobil der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald erfahren Besucher Interessantes über den Wald und können selbst experimentieren.

Im Waldhaus führen ein Schindelmacher, ein Holzschnitzer und eine Korbflechterin traditionelle Handwerkstechniken vor. Um 13 und um 15 Uhr hält Hans-Jürgen Pfaff im Waldlabor Vorträge über die heimische Vogelwelt. Im Obergeschoss ist zudem die aktuelle Ausstellung mit farbigen Holzschnitten von Brian Curling zu sehen.

Dank einer Förderung durch den Naturpark Südschwarzwald ist der Eintritt frei. Spenden kommen der Umweltbildung im Waldhaus zugute. Für das leibliche Wohl der Gäste ist mit herzhaften Speisen gesorgt, außerdem bietet das Waldhaus-Café Gelegenheit zum Aufwärmen bei Kaffee und Kuchen.
 
 

 
Klimaschutzpreis „Climate First“ und Naturschutzpreis
Jetzt bewerben!

Ausschreibung steht auf www.freiburg.de/umweltpreise

Im kommenden Jahr vergibt die Stadt Freiburg wieder den Klimaschutzpreis „Climate First“ und den Naturschutzpreis. Beide Preise sind mit insgesamt 16.000 Euro dotiert und werden alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Der Klimaschutzpreis ist mit 11.000 Euro dotiert und zeichnet ambitionierte und innovative Projektideen in den Bereichen Klimaschutz, Energiesparen, erneuerbare Energien und Verkehr aus. Wettbewerbsbeiträge können in Freiburg ansässige Firmen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen einreichen, aber auch Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände, Schulklassen und -gruppen. Neben neuen Projekten können auch laufende oder abgeschlossene Projekte honoriert werden.

Das Preisgeld beim „Climate First“ wird aufgeteilt. Die eine Hälfte geht an Kinder und Jugendliche oder an Projekte, die sich an sie richten. Die andere Hälfte ist für alle anderen Projekte gedacht. So hat eine kleine Schülergruppe dieselben Preis-Chancen wie die Wettbewerbsidee einer Forschungseinrichtung.

Der Naturschutzpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und würdigt außergewöhnliche Leistungen im Naturschutz. Hier sind vor allem Freiburger Vereine, Verbände, Schulen, Unternehmen und einzelne Personen angesprochen. Bei beiden Preisen können auch Anerkennungen ausgesprochen werden.

Interessierte können sich ab sofort bis zum 2. Dezember 2016 unter www.freiburg.de/umweltpreise bewerben. Über die Vergabe der Preise entscheidet eine unabhängige Jury unter Leitung von
Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik; ihr gehören Mitglieder des Gemeinderats, das Freiburger Agenda 21-Büro und mehrere Umweltschutzverbände an. Verliehen werden die Preise am 17. Februar 2017 im Rahmen der Messe „Gebäude.Energie.Technik“ (GETEC).

Ausschreibungsunterlagen und Richtlinien zu beiden Preisen stehen ab sofort online auf www.freiburg.de/umweltpreise. Die Bewerbungsfrist endet am Freitag, 2. Dezember 2016. Weitere Informationen gibt es im Umweltschutzamt bei Manuela Schillinger Telefon: 201-6110 oder per E-Mail unter manuela.schillinger@stadt.freiburg.de und Melanie Sester, Telefon: 201-6115, per E-Mail unter
melanie.sester@stadt.freiburg.de .
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Zahl des Monats: 100.000 Kraniche rasten in Deutschland
Zugvögel jetzt am Himmel beobachten

Momentan halten sich schon mehr als 100.000 „Vögel des Glücks“ in Deutschland auf und die Rastbestände wachsen weiter kräftig. In der Darß-Zingster Boddenkette und Rügen wurden am Wochenende über 40.000 Kraniche gezählt (Vorwoche 30.000), im Rhin- und Havelluch waren es gestern 61.440 (Vorwoche 47.650), davon alleine 59.170 an den Linumer Teichen.

Die Bestände des Kranichs (Grus grus) in Deutschland haben sich deutlich erholt. Ursachen dafür sind der rechtliche Schutz vor Jagd und Verfolgung und die Unterschutzstellung wichtiger Brut- und Rastplätze im EU-Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000. Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Art in Deutschland stark bedroht. Brüteten in Deutschland im Jahr 1960 noch weniger als 1.000 und im Jahr 1991 nur knapp 1.500 Paare, so waren es 2016 bereits etwa 9.000 Paare. Parallel nahm die Zahl der Kraniche, die auf dem Zug in Deutschland rasten, von 40.000 in den 70er Jahren auf heute bis zu 300.000 Vögel zu. Seit 1991 setzen sich die NABU-Bundesarbeitsgemeinschaft Kranichschutz und seit 1970 die GmbH „Kranichschutz Deutschland“ für den „Vogel des Glücks“ ein.

Mitte Oktober erreicht der beeindruckende Zug der Kraniche seinen Höhepunkt, wenn sich mehrere hunderttausend Vögel in Deutschland zum Weiterflug sammeln.
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NABU: Schicksalsstunde fĂĽr Nashorn und Elefant steht bevor
CITES-Konferenz: Handel mit Wanderfalken bleibt verboten

Johannesburg – Für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten schlägt derzeit im südafrikanischen Johannesburg ihre Schicksalsstunde: Delegierte aus 182 Ländern entscheiden bei der CITES-Konferenz (bis 5.10.) über deren internationalen Handel. Zur Halbzeit zieht der NABU, der die Konferenz vor Ort begleitet, eine gemischte Bilanz.

„Es sieht so aus, als ob es einige Arten neu in die Anhänge schaffen werden, vorausgesetzt die Entscheidungen werden nächste Woche im Plenum nicht noch einmal umgestoßen. Das ist ein Grund zur Freude, denn für diese Tier- und Pflanzenarten kann es das Überleben sichern, wenn ihr internationaler Handel verboten oder zumindest reguliert wird. Aktuell sieht es gut aus für alle acht Arten der Schuppentiere, den Berberaffen oder auch den kaukasischen Steinbock“, sagte Heike Finke, NABU-Expertin für internationalen Artenschutz in Johannesburg.

Für zahlreiche weitere Arten stehen in der kommenden Woche wichtige Entscheidungen bevor, darunter die Schwergewichte Elefant, Nashorn und Löwe. Für die Elefanten wird es darum gehen, ob alle Elfenbeinmärkte dauerhaft geschlossen werden – eine der wichtigen Maßnahmen, um ihr Überleben zu sichern. Auch für die Zukunft des Nashorns – etwa 20.000 Tiere leben im CITES-Gastgeberland Südafrika – wird die Konferenz die Weichen stellen: Setzt sich Swasiland mit seiner Forderung durch, seine Lagerbestände und durch Enthornung gewonnenes Rhinozeros-Horn international handeln zu dürfen, würde dies die Nashorn-Wilderei verstärken. Eine neue Studie der NABU International Naturschutzstiftung zeigt: Selbst die weltweite Nashorn-Population von knapp 30.000 Tieren würde nicht annähernd ausreichen, um die enorme Nachfrage an dem wertvollen Horn zu befriedigen.

Eine positive Nachricht gibt es für den Wanderfalken (Falco peregrinus), 1971 erster vom NABU ausgerufener „Vogel des Jahres“. Sein bislang geltendes Handelsverbot bleibt – aller Voraussicht nach – bestehen. Kanada hatte beantragt, den Greifvogel von Anhang I auf Anhang II herabzustufen. Der NABU begrüßt die vorläufige Entscheidung der Delegierten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES). „Wir sind erleichtert, denn eine Herabstufung auf Anhang II bei CITES würde auch zu einer Aufweichung des Schutzes auf nationaler Ebene führen“, so Finke weiter. Eine maßgebliche Rolle spielte dabei die Intervention der EU, die verhinderte, dass der Antrag im Konsens angenommen werden konnte. Die nachfolgende Wahl ging zugunsten des Wanderfalken aus. Vorerst zumindest, denn der Antrag könnte nächste Woche im Plenum noch einmal eröffnet und verhandelt werden.

Noch in den 1960er waren Wanderfalken international vom Aussterben bedroht. Schuld war neben der massiven Belastung durch das inzwischen verbotene Pestizid DDT und andere Industriechemikalien vor allem die Verfolgung der Falken durch TaubenzĂĽchter und die illegale Entnahme von Eiern und Jungfalken durch Liebhaber der Beizvogeljagd und Falkner.

Die illegale Entnahme und der internationale Schmuggel mit Eiern und Jungvögeln geht nach wie vor weiter: denn Wanderfalken sind heiß begehrt. Vor allem im Mittleren Osten, wo die Falknerei eine wichtige Rolle spielt, werden stattliche Summen für die Greifvögel bezahlt. Bis zu 113.000 US-Dollar kann ein Vogel aus Nachzucht mit seltener Farbvariation auf dem legalen Markt erzielen.

„Der illegale Handel von Wanderfalken ist nach wie vor ein großes Problem. So hat im September diesen Jahres laut unserer Partnerorganisation BirdLife International die kuwaitische Küstenwache ein Schiff aus dem Iran gestoppt – an Bord dutzende Vögel, darunter 16 Wanderfalken. Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Wir hoffen, dass die Delegierten auch nächste Woche zu ihrem Wort stehen und dem Wanderfalken den nötigen Schutz zusprechen,“ so Claudia Praxmayer, Artenschutzexpertin.
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Gebäude.Energie.Technik 2017

Im Fokus der zehnten Gebäude.Energie.Technik: Energieeffizientes Planen, Bauen und Wohnen

Bewerbungsfrist für GETEC Award endet am 15. November 2016 – Hohe Zufriedenheitswerte bei Besucherbefragungen – Neues Sonderthema „Leben ohne Barrieren“

Freiburg, 6. Oktober 2016 – Mit ihrem zehnjährigen Bestehen zeigt die Gebäude.Energie.Technik (GETEC), dass sie sich als die führende Fach-Publikumsmesse im Südwesten etabliert hat. „Wir haben die GETEC immer wieder an die Veränderungen bei den Themen zukunftsfähiges und energieeffizientes Modernisieren, Sanieren, Bauen und Wohnen angepasst. Damit konnte die Messe eine Erfolgsgeschichte schreiben, die bei Besuchern und Ausstellern auf große Anerkennung trifft und die wir auch 2017 fortschreiben wollen“, erklärt Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM). Befragungen, die die Veranstalter seit Beginn der Messe bei Besuchern und Ausstellern vornehmen, bestätigen diese Einschätzung. Besonders gut kommt darin bei den Besuchern der „Marktplatz Energieberatung“ an. Über 90 Prozent geben an, dass ihre Erwartungen erfüllt wurden, sie mit der Fachkompetenz der Energieberater und mit den gegebenen Empfehlungen sehr zufrieden waren. Bei der zehnten Auflage 2017 zeigt das neue Sonderthema „Leben ohne Barrieren“ einen Querschnitt der Möglichkeiten, das eigene Wohn- und Lebensumfeld komfortabel und barrierefrei, und damit generationengerecht, zu gestalten. Für den zum zehnjährigen Jubiläum erstmals ausgeschriebenen GETEC Award läuft die Frist zur Abgabe der Bewerbungsunterlagen am 15. November 2016 aus. Alle Details zur Teilnahme, Voraussetzungen und Preisgeldern gibt es unter www.getec-freiburg.de/GETEC-Award.

Seit 2008 stehen bei der GETEC innovative Produkte und Dienstleistungen von der Gebäudehülle über Heizungs- und Anlagentechnik, erneuerbare Energien und Stromspeicherung bis zur ökologischen Haustechnik im Fokus. Von Beginn an dreht sich am „Marktplatz Energieberatung“ alles um produkt- und herstellerneutrale Impuls-Beratungen. „Er zeigt sich mit den insgesamt 4.532 Beratungen der Jahre 2008 - 2016 immer wieder als Messe-Herzstück, der genau den Nerv der Messebesucher trifft. Das unterstreichen die hohen Zustimmungs- und Zufriedenheitswerte in unseren regelmäßigen Befragungen“, betont Markus Elsässer, Geschäftsführer des Veranstalters Solar Promotion GmbH. Über 90 Prozent der Messebesucher, die den kostenfreien Service wahrgenommen haben, gaben an, dass ihre Erwartungen erfüllt wurden.

Knapp 95 Prozent der Messebesucher waren mit der Fachkompetenz des ihnen zugeteilten Energieberaters zufrieden oder sehr zufrieden. Rund 90 Prozent der Messebesucher, die an einer Impulsberatung teilgenommen haben, gaben an, dass die Beratung hilfreich fĂĽr ihre Umsetzungsvorhaben war.

Bewerbungsfrist für GETEC Award läuft ab

Der anlässlich des Messejubiläums ausgeschriebene GETEC Award soll den besten energetischen Neubau und die beste energetische Sanierung aus der Stadt Freiburg und dem Regierungsbezirk Freiburg prämieren. Die Frist zur Einreichung der Unterlagen endet am 15. November 2016. Der Award ist mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 5.400 Euro dotiert. Die eingereichten Gebäude zeigen, was in den zehn Jahren seit der ersten GETEC an energetisch guten bis sehr guten und gleichzeitig architektonisch gelungenen Gebäuden im Südwesten Baden-Württembergs gebaut beziehungsweise saniert worden ist. Detaillierte Teilnahmebedingungen und sämtliche Informationen zum Bewerbungsverfahren gibt es unter www.getec-freiburg.de/GETEC-AWARD.

Sonderthemen: Strom erzeugende Heizungen und Leben ohne Barrieren

Auch 2017 wird die GETEC erneut mehrere Sonderflächen präsentieren. Bereits zum vierten Mal vertreten sind „Strom erzeugende Heizungen - Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW)“, diesmal ergänzt durch Kombination mit Solarthermie und Photovoltaik. Neue Fördermöglichkeiten machen den Einsatz von Blockheizkraftwerken und Brennstoffzellenheizungen für Hausbesitzer und Sanierungswillige wieder interessanter.

Zum ersten Mal präsentiert „Leben ohne Barrieren“ eine Sonderschau für generationengerechtes Bauen, Wohnen und Leben auf der GETEC. In einigen Jahren wird jeder dritte Bundesbürger über 60 Jahre alt sein. Diese wachsende Bevölkerungsgruppe fordert Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung geradezu heraus, Produkte und Leistungen anzubieten, die ihren zeitgemäßen Ansprüchen gerecht werden. Mit Vorträgen und Infobroschüren sowie mit Produktbeispielen und realitätsnahen Exponaten zeigt die Sonderschau in einem Querschnitt das gesamte Spektrum an Möglichkeiten, das eigene Wohn- und Lebensumfeld komfortabel und barrierefrei, und damit generationengerecht, zu gestalten.

Sanierungsmobil macht Station

Die energetische Sanierung kann den Energieverbrauch eines Gebäudes im Einzelfall um bis zu 90 Prozent reduzieren. Sie erhöht nicht nur den Wohnkomfort, sondern führt auch zu dauerhaften Einsparungen bei den Heiz- und Stromkosten. Das vermittelt das Sanierungsmobil von Zukunft Altbau, das 2017 Station auf der GETEC macht. Es zeigt anschaulich die wichtigsten Energietechniken für zukunftsfähige Altbauten. Besucher können sich im Mobil anhand verschiedener Thementafeln über moderne Heizsysteme und Solaranlagen oder Lüftungsanlagen inklusive Wärmerückgewinnung informieren. Darüber hinaus gibt es Erläuterungen zu Innen- und Außendämmung, Wärmeschutzfenstern und Verschattungssystemen sowie eine Veranschaulichung, wie „Erfolgreich Sanieren in 10 Schritten“ funktioniert. Das vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau liefert anschaulich und firmenneutral alles Wissenswerte rund um die energetische Sanierung von Gebäuden.

GETEC mit praxisnahem Rahmenprogramm

Neben ihrer typischen Mischung aus Produktpräsentationen und dem „Marktplatz Energieberatung“ ist die GETEC auch 2017 geprägt von einem umfangreichen und praxisnahen Rahmenprogramm. Die Veranstaltungen sind für Messebesucher kostenfrei und lehnen sich stark an Themen aus der Bau- und Modernisierungspraxis an. Dazu gehören Fachvorträge und Bauherren- und Nutzerseminare mit hochkarätigen Referenten aus der Praxis. Qualifizierte Energieexperten führen Messerundgänge und Fachgespräche zu ausgewählten Themen, ergänzend zum Vortragsprogramm der Messe. Alle Themen und Termine der GETEC sind ab Januar 2017 online unter www.getec-freiburg.de verfügbar.

7. Kongress Energieautonome Kommunen wieder parallel zur GETEC geplant

Am 16. und 17. Februar 2017 ist der 7. Kongress Energieautonome Kommunen im Konferenzbereich der Messe Freiburg geplant. Bei Vorträgen im Plenum, Networking–Fachforen und Messerundgängen tauschen sich Fachleute über die Chancen und Herausforderungen von Städten und Gemeinden aus, aktiv die regionale Energiewende voranzutreiben. Der Fokus der Kongressthemen liegt auf konkreten, umsetzungsrelevanten Inhalten und Informationen sowie realen Ergebnissen aus der Praxis. Der Kongress bietet Raum und Möglichkeiten für die Vernetzung von Teilnehmern und Referenten. Der Kongress richtet sich an Bürger/Genossenschaften, Gewerbe, Dienstleister, Wohnungswirtschaft, Stadtwerke und Kommunalverwaltungen.

Weitere Infos, Programm und Anmeldemöglichkeit finden Sie ab November 2016 unter www.energieautonome-kommunen.de .

IMMO 2017

Ergänzend zur Gebäude.Energie.Technik findet am Samstag, 18. Februar und Sonntag,
19. Februar 2017 in Messehalle 1 die IMMO 2017 statt. Sie vermittelt einen kompakten und umfassenden Ăśberblick ĂĽber das Angebot der regionalen Immobilienbranche.
Weitere Informationen unter www.immo-messe.freiburg.de.
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„Stunde der Wintervögel“ 2017
Deutschlands größte Vogelzählung startet wieder

vom 6. bis 8. Januar 2017 findet zum siebten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und dem NABU zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten des Siedlungsraums, wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen sammeln und so wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben. Die Langzeitstudie liefert Naturschützern eine Fülle wertvoller Informationen zum Schutz der Artenvielfalt. 2016 beteiligten sich an der Aktion mehr als 93.000 Vogelfreunde.



Termin:

6. bis 8. Januar 2017

Ort:
deutschlandweit



Die NAJU lädt bei der „Schulstunde der Wintervögel“ vom 9. Bis 13. Januar 2017 alle kleinen Vogelfreunde ein, im Park, auf dem Schulhof und im Garten eine Stunde lang Vögel zu zählen und sie besser kennen zu lernen. Warum plustert sich das Rotkehlchen im Winter zu einer Federkugel auf und warum frieren Enten auf einem gefrorenen See nicht fest? Diesen Fragen gehen Kinder bei einem Vogelquiz spielerisch und forschend auf den Grund.

Ein Poster mit den häufigsten Wintervögeln, eine Zählkarte für Kinder sowie das Vogel-Quiz können auf www.naju.de kostenlos heruntergeladen werden.

Meldeschluss für die „Stunde der Wintervögel“ 2017 ist der 16. Januar.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die Mitmach-Aktion im Vorfeld ankündigen. Gerne laden wir Sie auch vor Ort zu einer gemeinsamen Vogelzählung ein.

Informationen zur Aktion finden Sie unter www.stundederwintervoegel.de, einen druckfähigen Teilnahmebogen zur Verwendung in Printmedien sowie die Meldemöglichkeit zur „Stunde der Wintervögel“ als Widget für Onlinemedien gibt es unter www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/ueber-die-aktion/medieninfos.html.
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