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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Reclaim Power
Film- und Infoabend zum Klimaschutz

am So, 02.12.07, ab 20 Uhr, in der Mensabar Rempartstra├če. Eintritt frei.

Wie k├Ânnen alternative Wege f├╝r mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit aussehen, wo die derzeitige Klimaschutzpolitik wenig effektiv erscheint? Wie kann ich selbst f├╝r den Klimaschutz aktiv werden? ? Diese Fragen soll ein vom Klimab├╝ndnis Freiburg, Cine Rebelde, Umweltreferat im u-asta und dem Studentenwerk veranstalteter Film- und Infoabend am kommenden Sonntag, 02.12.07, kl├Ąren.

Programm:
┬Ě Film ?Reclaim Power? (62 min) von Cine Rebelde zu einer der gr├Â├čten Klimaschutzaktionen der letzten Jahre
┬Ě Vorstellung des geplanten Klima-Aktions-Camps 2008 in Deutschland
┬Ě Vorstellung von Initiativen und Aktionen zum Klimaschutz
┬Ě interaktive Podiums-Publikums-Diskussion zum Thema ?Klimaschutzpolitik ? nur Augenwischerei? ? Wie k├Ânnen effektive/alternative L├Âsungsans├Ątze f├╝r die Herausforderungen des Klimawandels aussehen??
┬Ě anschlie├čend gem├╝tlicher Abend mit Musik zum Informieren, Kennenlernen, Austauschen und Vernetzen in lockerer Atmosph├Ąre.

Zum Film:
?Reclaim Power? (62 min) zeigt, wie im Sommer des Jahres 2006 rund 600 Menschen ein Aktionscamp zum Thema Klimawandel errichten. Das selbstverwaltete Camp liegt im Schatten eines der gr├Â├čten CO2-Produzenten Europas, dem Kohlekraftwerk Drax in England. Das Treffen gipfelt schlie├člich in dem Versuch, durch eine massive direkte Aktion das Kohlekraftwerk still zu legen. Diese Dokumentation zeigt die Klima-Aktion bei Drax, veranschaulicht die Folgen des Klimawandels weltweit und zeigt Menschen, die sich gemeinsam entschlossen f├╝r den Klimaschutz einsetzen.
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W├╝stenapotheke: Kalahari - Eine abenteuerliche Reise in die Kalahari!
Eine Buch-Empfehlung von Tukolere Wamu e.V. beim kulturforum-freiburg

Die W├╝ste Kalahari im S├╝dwesten Afrikas birgt eine wahre Schatzkammer an Heilpflanzen, die von den traditionellen Heilern der Buschm├Ąnner seit Generationen genutzt werden. Daniel Oliver Bachmann hat sich auf die Suche nach dieser geheimnisvollen W├╝stenapotheke gemacht. Ein abenteuerliches Reiseerlebnis in einer weiten, exotischen Landschaft. Eine magische Welt er├Âffnet sich Daniel Oliver Bachmann auf seiner ├╝ber 8000 Kilometer langen Reise. Unterwegs begegnet er Menschen der San, Ovambo, Nama und Herero. Kr├Ąuterkundige Medizinm├Ąnner wie der sagenumwobene Doktor Kuvare weihen ihn in ihr altes Wissen ein und veranschaulichen mit ihrer rituellen Heilkunst, dass sie Zugang zu einer Dimension der Wirklichkeit haben, die uns bisher verschlossen blieb.
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8.12.: Aktion "5 min Licht aus f├╝r den Klimaschutz"
Die Klimaschutz-Kooperation Rettet unsere Erde von BILD, BUND,
Greenpeace und WWF ruft gemeinsam mit Google und ProSieben am
Samstag, den 8. Dezember 2007 zu einer deutschlandweiten Aktion auf:
?Licht aus! F├╝r unser Klima.? Von 20 Uhr bis 20.05 Uhr sollen
f├╝r f├╝nf Minuten im ganzen Land die Lichter ausgeschaltet werden.
Eine eindringliche Mahnung, die national und international zu mehr
Klimaschutz aufruft.

Licht aus am 8. Dezember - Klimaaktionstag!
Mit der Aktion ?Licht aus! F├╝r unser Klima.? fordern die
Kooperationspartner von Rettet unsere Erde, Google und ProSieben
jeden Einzelnen zum Handeln auf. Zudem senden sie ein Zeichen an den
zeitgleich stattfindenden Weltklimagipfel auf Bali, sich konsequent
f├╝r bessere Klimaschutzma├čnahmen einzusetzen.

Mitmachen kann jeder: Alle Privathaushalte in Deutschland, aber auch
St├Ądte, Gemeinden, Unternehmen, Vereine und Organisationen. Die
Teilnehmer k├Ânnen beispielsweise Fassaden-, Zimmer-, Landschafts-
oder Weihnachtsbeleuchtungen abschalten. F├╝r die Sicherheit
notwendiges Licht, etwa Stra├čen- oder Notbeleuchtung, bleibt
nat├╝rlich eingeschaltet.

Erste Zusagen f├╝r die Teilnahme an der Licht aus!-Aktion liegen
bereits vor. So werden am 8. Dezember der K├Âlner Dom, das Schloss
Neuschwanstein, das Heidelberger Schloss, die Alte Oper sowie die
Zeil in Frankfurt ihre Au├čenbeleuchtung f├╝r f├╝nf Minuten
abschalten. ProSieben wird am 8. Dezember live ├╝ber die Aktion
berichten.

Die Klimaschutz-Aktion Rettet unsere Erde ist eine Kooperation der
Umweltverb├Ąnde BUND, Greenpeace und WWF gemeinsam mit BILD, Europas
gr├Â├čter Tageszeitung. Die Allianz informiert gemeinsam Politik und
├ľffentlichkeit ├╝ber die Tragweite des Klimawandels sowie die
m├Âglichen L├Âsungen ? und fordert zum Handeln auf.

Weitere Infos zur Aktion ?Licht aus! F├╝r unser Klima.? finden Sie
auf der Internetseite www.lichtaus.info.

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Giftm├╝llkippe Teningen: Die Sanierungskosten tragen wir alle
Endlich wird eine der problematischsten Altlasten in S├╝dbaden saniert: die ehemalige Teninger M├╝llkippe an der Autobahn.

Die im Volksmund ?Schuttloch? genannte M├╝llkippe zeigt exemplarisch, wie leichtfertig und verantwortungslos in der Vergangenheit mit gef├Ąhrlichen Giften umgegangen wurde.

Ab dem Jahr 1954 wurde ein kleiner Baggersee, also offen liegendes Grund- und damit Trinkwasser, mit Haus- und Industriem├╝ll verf├╝llt. Besonders problematisch waren die PCB-haltigen Kondensatoren der K├Ândringer Firma FRAKO, aber auch die Abf├Ąlle des Teninger Tscheulinwerks.

BUND-Gesch├Ąftsf├╝hrer Axel Mayer kennt die Altlast aus eigener Anschauung noch aus seiner Kindheit in Teningen. Sp├Ąter, als Sprecher der ehemaligen B├╝rgerinitiative Riegel, hatte er schon 1984 die Sanierung der Altlast gefordert. Damals hatten sowohl die Gemeinde Teningen als auch die BI Riegel das Thema intensiv aufgegriffen.

Jetzt wird, 23 Jahre sp├Ąter, endlich mit der Sanierung begonnen. Es ist auch nach Ansicht des BUND erfreulich, dass B├╝rgermeister Hermann J├Ąger das wichtige Thema immer wieder eingebracht hat und jetzt ├╝ber das Land auch endlich einen Zuschussgeber gefunden hat.

Dennoch w├Ąre die Entfernung der Altlasten aus dem Baggersee der bessere Ansatz gewesen, die ?Ummantelung? im Grundwasserk├Ârper ist h├Âchstens die zweitbeste, allerdings wesentlich kosteng├╝nstigere L├Âsung. Ziel muss es nach Ansicht des BUND sein, das Grundwasser am Oberrhein dauerhaft zu sch├╝tzen.

├ärgerlich ist aber auch, dass wie so h├Ąufig die Allgemeinheit f├╝r die Kosten aufkommt. 5,2 Mio. Euro soll die jetzt geplante Sanierung kosten, f├╝r die das Land (zu 86,25%) und die Gemeinde - also immer wir SteuerzahlerInnen - zahlen m├╝ssen.

Die industriellen Hauptverursacher schleichen sich aus der Verantwortung oder existieren nicht mehr.

Beim Uranabbau in Menzenschwand haben die Firmen gut verdient und die Sanierungskosten auf die Allgemeinheit abgew├Ąlzt. Die Kali und Salz AG versucht, sich aus der Verantwortung f├╝r die Sanierung des Bugginger ?Salz-Kalimandscharos? zu stehlen.

Je ?gr├Â├čer und einflussreicher? der Verursacher einer Umweltbelastung ist, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass er f├╝r die Folgen bezahlt. Diese Ungerechtigkeit ist nicht akzeptabel.

Mit Spannung schaut deshalb der BUND auf den in K├╝rze beginnenden Prozess wegen des Brands bei Stocamine im Elsass. Dort wird sich zeigen, ob die Verantwortlichen f├╝r den Brand des ?nichtbrennbaren Giftm├╝lls? sich ebenfalls aus der Verantwortung stehlen k├Ânnen.

Einen Baggersee mit Haus- und Industriem├╝ll aufzuf├╝llen, ist heute bei uns nicht mehr denkbar. Hier hat der Druck der Umweltbewegung und eine ├änderung der Gesetze zu erkennbaren Fortschritten gef├╝hrt. Doch der Brand und die Schlie├čung des ?modernsten Endlagers f├╝r Giftm├╝ll? Stocamine im Elsass und die ├ťberlegungen der Schweiz, Atomm├╝ll in Benken in viel zu d├╝nnen Schichten Opalinuston zu lagern, zeigt, dass auch heute Wachsamkeit erforderlich ist, um nachfolgenden Generationen Probleme und Folgekosten zu ersparen.

Die wichtige und ├╝berf├Ąllige Sanierung der Teninger Altlast werden wir weiter kritisch begleiten.

Axel Mayer / BUND-Gesch├Ąftsf├╝hrer
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Die gro├čen Ern├Ąhrungsl├╝gen - Essen mit Nebenwirkungen
 
Die gro├čen Ern├Ąhrungsl├╝gen - Essen mit Nebenwirkungen
Ein Buchtipp

Nirgendwo kursieren so viele Irrt├╝mer und Legenden wie in der Ern├Ąhrung. Bei n├Ąherem Hinsehen handelt es sich oft um Pseudowahrheiten, die dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand widersprechen. Zum Beispiel:

┬╗Zucker ist ein Vitaminr├Ąuber.┬ź ? Falsch. Damit soll nur der Umsatz von alternativen S├╝├čungsmitteln angekurbelt werden.

┬╗Tiefk├╝hlkost ist besonders biostoffreich.┬ź ? Falsch. Dient nur der Imageverbesserung des zugeschwei├čten Fertigfoods.

┬╗Fisch├Âl sch├╝tzt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.┬ź ? Falsch. Fisch├Âl n├╝tzt vor allem den Profiten der Pharmaindustrie.

├ťber 100 solcher Irrt├╝mer aus K├╝che und Ern├Ąhrung enttarnen Annette Sabersky und J├Ârg Zittlau ? und machen Appetit darauf, Genuss und Gesundheit miteinander zu verbinden.

Knaur Taschenbuch, M├╝nchen 2007, 304 Seiten, 8,95 Euro
 
 

 
Umweltministerin Tanja G├Ânner: Unterst├╝tzung f├╝r Projekte der Lokalen Agenda 200
Umweltministerin Tanja G├Ânner: Unterst├╝tzung f├╝r Projekte der Lokalen Agenda 2007

Projekt "Ecotrinova e. V. Freiburg: grenz├╝berschreitende Sonnen-Energie-Wege f├╝r Klimaschutz, Bildung und Tourismus im Eurodistrikt Region Freiburg/Centre et Sud Alsace" wird mit 9.600 Euro gef├Ârdert

Das Umweltministerium hat auch im Jahr 2007 sein Programm zur F├Ârderung beispielhafter Projekte zum kommunalen Umweltschutz und zur Lokalen Agenda ausgeschrieben. "In diesem Jahr werden besonders Modellprojekte, die innovative Ans├Ątze aufweisen und Projekte, die eine besondere Bedeutung f├╝r die Mobilit├Ąt und das Thema Fl├Ąchenverbrauch vor Ort haben, gef├Ârdert", teilte Umweltministerin Tanja G├Ânner am Montag (29. Oktober 2007) mit. Eines der gef├Ârderten Projekte sei das Projekt "Ecotrinova e. V. Freiburg: grenz├╝berschreitende Sonnen-Energie-Wege f├╝r Klimaschutz, Bildung und Tourismus im Eurodistrikt Region Freiburg/Centre et Sud Alsace", das von Ecotrinova e. V., ECO-Stiftung f├╝r Energie-Klima-Umwelt und Stadt Freiburg, durchgef├╝hrt wird. Es werden dar├╝ber hinaus derzeit weitere Partner aus dem s├╝dbadischen und dem oberels├Ąssischen Teil des Eurodistricts angefragt.

Nach Darstellung von Ministein G├Ânner ist es Ziel des F├Ârderprogramms, den Prozess der Agenda zu unterst├╝tzen, zu stabilisieren und weiter zu entwickeln. "Bemerkenswert ist das hohe Niveau der Projektantr├Ąge, von denen drei zur F├Ârderung ausgew├Ąhlt wurden. In vielen Kommunen ist der Agendaprozess schon weit fortgeschritten. Inzwischen werden die Projekte, die oft mehrere Themenfelder miteinander verbinden, sehr professionell geplant und umgesetzt", so Ministerin G├Ânner.

Kurzbeschreibung des Freiburger Projekts

"Ecotrinova e. V. Freiburg: grenz├╝berschreitende Sonnen-Energie-Wege f├╝r Klimaschutz, Bildung und Tourismus im Eurodistrikt Region Freiburg/Centre et Sud Alsace"

Erarbeitung von zwei 80 Kilometer langen Rhein ├╝berschreitenden Lehrwegen mit insgesamt 48 erl├Ąuterten Stationen zu erneuerbaren Energien, Energiesparen und intelligenter Energienutzung im Eurodistrikt. Die erarbeiteten Lehrpfade sollen dann auch als Brosch├╝re erh├Ąltlich und im Internet dargestellt werden. Die Lehrpfade k├Ânnen dann alleine oder mit F├╝hrung besichtigt werden.

 
 

Karl-Heinz B├╝schemann: DER RAUSWURF AUS DEM PARADIES - WOHLSTANDSKILLER ENERGIE
 
Karl-Heinz B├╝schemann: DER RAUSWURF AUS DEM PARADIES - WOHLSTANDSKILLER ENERGIE
Ein Buchtipp

In zwanzig bis drei├čig Jahren wird es eine ernste weltweite Knappheit an Energie geben. ├ľl und Gas stehen bald nicht mehr im gewohnten Ma├če zur Verf├╝gung. Karl-Heinz B├╝schemann zeigt in seiner faktenreichen Analyse, wie wir derzeit leben und wie sich unser Alltag ver├Ąndern wird: In Zukunft werden wir Wohlstandsb├╝rger aufgrund der steigenden Preise gezwungen sein, unseren Energieverbrauch drastisch zu senken. Das bedeutet Verzicht auf Mobilit├Ąt und Komfort f├╝r all jene, die es sich nicht mehr leisten k├Ânnen. Es bedeutet auch, dass die Weltwirtschaft leiden wird mit allen Folgen f├╝r die Arbeitspl├Ątze weltweit. In DER RAUSWURF AUS DEM PARADIES stellt Karl-Heinz B├╝schemann die Jahrhundertfrage: Wie sichern wir unsere Energieversorgung?

Karl-Heinz B├╝schemann f├╝gt die t├Ąglichen Meldungen ├╝ber die Debatten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen: Wie die Booml├Ąnder China und Indien die Energiepreise in die H├Âhe treiben, wie die Energielieferanten immer reicher werden und wie die steigenden Preise f├╝r Energie unseren Wohlstand gef├Ąhrden. Er erkl├Ąrt, warum unsere Regierung der gr├Â├čte Preistreiber ist und weshalb regenerierbare Energie das ├ľl nicht ersetzen kann.

Der Wirtschaftsreporter der S├╝ddeutschen Zeitung zieht eine unabh├Ąngige, allgemein verst├Ąndliche Bilanz. F├╝r Karl-Heinz B├╝schemann ist der einzig m├Âgliche Weg aus der Krise eine international abgestimmte Weltenergiepolitik. Bislang fehlt ein globaler Steuerungsmechanismus, der die Regierungen zum Umdenken zwingt. Er ruft die Mitglieder der Europ├Ąischen Union dazu auf, mit den Energiekonzernen ein B├╝ndnis f├╝r Energie schlie├čen.

Murmann Verlag, Hamburg; 220 Seiten, EUR 19,50 / sFr. 32 - ISBN 978-3-938017-84-5
 
 

 
Wettbewerb ?Bundeshauptstadt im Naturschutz?: Dritter Platz f├╝r Freiburg
Umweltb├╝rgermeisterin Stuchlik: ?Wir sind hochzufrieden
mit diesem Ergebnis! Das jahrelange vielf├Ąltige st├Ądtische
Engagement im Naturschutz wird jetzt belohnt?

Wie die Deutsche Umwelthilfe soeben mitteilt, erh├Ąlt Freiburg
den dritten Platz des in diesem Jahr erstmalig ausgeschriebenen
Wettbewerbs ?Bundeshauptstadt im Naturschutz?. ?Wir
sind hochzufrieden mit diesem Ergebnis! Unser jahrelanges
vielf├Ąltiges st├Ądtisches Engagement im Naturschutz wird jetzt
belohnt,? so Umweltb├╝rgermeisterin Gerda Stuchlik anl├Ąsslich
der Bekanntgabe des dritten Platzes in der Teilnehmerklasse
der St├Ądte ├╝ber 100.000 Einwohner/-innen.

Gew├╝rdigt wurden von der Deutschen Umwelthilfe das seit
vielen Jahren bestehende Engagement der Stadt Freiburg in
einem breit gestreuten Themenfeld sowie insbesondere die
neuen Wege im Naturschutz, die Freiburg in den letzten Jahren
beschritten hat, denn Freiburg ist f├╝r seine zahlreichen
Pilotprojekte im Naturschutz bundesweit bekannt.

Die Aufgabenstellung des bundesweiten Wettbewerbs war
vielf├Ąltig: so wurden nicht nur die klassischen Themenbereiche
des Naturschutzes abgefragt, wie der Arten- und Biotopschutz,
sondern auch viele Fragen aus den Bereichen Planung
und Organisation, kommunale Gr├╝nfl├Ąchen, Gew├Ąsserunterhaltung
und Umweltbildung. Hervorzuheben sind unter
anderem, so die Bewertung der Deutschen Umwelthilfe, die
hervorragenden Einzelplatzierungen Freiburgs in den Themen
"Forst- und Landwirtschaft", sowie "Kooperation".

Als besonders erw├Ąhnenswert wurde die ├ľffentlichkeitsarbeit
im Naturschutz eingestuft. Eine hohe Bewertung erhielten die
Bachpatenschaften, die seit 1986 bestehen und bei denen
sich B├╝rgerinnen und B├╝rger in vielf├Ąltiger Weise um die Freiburger
Gew├Ąsser k├╝mmern. Mittlerweile engagieren sich ├╝ber
1000 Personen in 50 verschiedenen Bachpatengruppen f├╝r
den Erhalt von Naturgew├Ąssern und helfen bei Renaturierungsma├čnahmen.
Durch den koordinierten Einsatz vieler
pflegender H├Ąnde gelang es in den vergangenen 20 Jahren,
die Artenvielfalt entlang der B├Ąche zu erh├Âhen. Zus├Ątzlich
wird mit jeder Patenschaft naturkundliches Wissen vermittelt.
Hauptamtliche Mitarbeiter/-innen und Teilnehmer/-innen am
Freiwilligen ├ľkologischen Jahr ├╝bernehmen eine professionelle
Betreuung der Bachpaten und bieten ein attraktives naturp├Ądagogisches
Angebot an Schulen und Kinderg├Ąrten an.

Im Bereich Gew├Ąsser zeichnet sich Freiburg im Management
von Regenwasser aus. Die gespaltene Abwassergeb├╝hr f├Ârdert
die Bereitschaft in der Bev├Âlkerung zur Versickerung von
Niederschlagswasser. In Bebauungspl├Ąnen werden Vorgaben
zur nat├╝rlichen Regenwasserbewirtschaftung gemacht und
Dachbegr├╝nungen und wasserdurchl├Ąssige Bel├Ąge festgesetzt.
Zentrale oder dezentrale Versickerung von Niederschlagswasser
ist in s├Ąmtlichen Neubaugebieten in Freiburg
l├Ąngst zum Standard geworden.

B├Ąume sind in Freiburg besonders gesch├╝tzt. Freiburg hat
bereits vor 20 Jahren eine Baumschutzsatzung eingef├╝hrt.
Langsamwachsende Baumarten wie Eibe, Rotdorn oder
Buchsbaum stehen ab einem Stammdurchmesser von 40
Zentimetern unter Schutz. Neben den B├Ąumen im Stadtgebiet
obliegt der Stadt Freiburg die Verantwortung f├╝r rund 5.000
Hektar Stadtwald - das ist der gr├Â├čte kommunale Wald in
Deutschland und wird in hohem Ma├če von den B├╝rgerinnen
und B├╝rgern f├╝r vielf├Ąltige Freizeitaktivit├Ąten genutzt.

Im Bereich Forst- und Landwirtschaft hat Freiburg die zweitbeste
Bewertung erreicht. Das Modellprojekt ?Regionale Tafelrunde?
f├╝r Gro├čk├╝chen zielte auf die Schaffung regionaler
Wirtschaftskreisl├Ąufe f├╝r ├Âkologische Produkte aus der umliegenden
Landwirtschaft und die Vernetzung lokaler Akteure
und Akteurinnen ab. So genannte Gem├╝semakler arbeiteten
ein Angebot f├╝r die Kantinen aus, organisierten die Lieferung
und pr├╝ften die Qualit├Ąt der Produkte. Diesem Projekt folgt
nun das neue Projekt ?Bio for Kids?, das den Mittagstisch an
Schulen mit Bio-Produkten aus der Region qualitativ verbessern
soll. Erfolgreicher Naturschutz bedeutet auch, die Sicherung
regionaler, b├Ąuerlicher Landwirtschaft zum Erhalt der
kleinteiligen Kulturlandschaft.

Auch im Themenfeld ?Kooperation? hat die Stadt Freiburg die
zweith├Âchste Punktzahl erreicht. Alle zwei Jahre vergibt Freiburg
einen Umweltpreis, um insbesondere Jugendlichen die
Vielf├Ąltigkeit der Natur n├Ąher zu bringen. Die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer sollen sich mit heimischen Tier- und Pflanzenarten,
mit bestimmten Naturdenkmalen, markanten Gr├╝nfl├Ąchen,
Schutzgebieten oder Biotopen der Region besch├Ąftigen
und digital aufzeichnen. In einem zweiten Schritt wird das
Material mit neuen Medien, wie dem Internet aufgearbeitet
und wird von einer Jury bewertet. Als gemeinsames Projekt
der St├Ądte Mulhouse und Freiburg konnten sich Jugendliche
auf beiden Seiten des Rheins an dem Wettbewerb "Natur ins
Netz" beteiligen und die lokale Arten-Vielfalt dokumentieren.
Mit solchen Kooperationen gelingt es Freiburg, sehr viele
Menschen zu erreichen und entsprechend f├╝r Naturschutzbelange
zu sensibilisieren.

F├╝r das breite Themenspektrum mit zahlreichen Projekten,
die Freiburg in den letzten Jahren angesto├čen und umgesetzt
hat, erh├Ąlt die Stadt den dritten Platz von insgesamt teilgenommenen
34 St├Ądten in der Kategorie "St├Ądte mit mehr als
100.000 Einwohner/-innen?.
 
 



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