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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Stadt Freiburg erneut erfolgreich bei Klimaschutz-Plus-Anträgen
Umweltb√ľrgermeisterin Gerda Stuchlik: ?So viele F√∂rderantr√§ge
wie noch nie! Neben der CO2-Einsparung rechnen
sich die Investitionen in Energiemaßnahmen auch in
wirtschaftlicher Hinsicht, da sie nachhaltig Betriebskosten
senken.?

Knapp 700.000 Euro Fördergelder und damit rund 10 Prozent
des Investitionsvolumens

Auch in diesem Jahr konnte die Stadt Freiburg wieder inoffizielle
Landesmeisterin f√ľr die F√∂rderzusagen von Klimaschutz-
Plus-Anträgen werden. Knapp 700.000 Euro sind an
Förderzusagen aus dem Landesprogramm 2007 in diesem
Jahr f√ľr Projekte der Stadt Freiburg eingegangen. Die stadteigenen
Investitionen in 20 Schulen sowie die Dreisamhalle
und das Haus der Jugend, f√ľr die F√∂rderantr√§ge gestellt wurden,
betragen rund sieben Millionen Euro. Der Hauptteil mit
rund 4,4 Millionen Euro wird in die Sanierung von Flachdächern
investiert, die restlichen Mittel gehen in umfangreiche
Wärmeschutzmaßnahmen. Die Investitionen sparen im Jahr
rund 642 Tonnen CO2 ein. Auf 25 Jahre gerechnet kommen
√ľber 15.000 Tonnen CO2-Einsparung zusammen.

?So viele F√∂rderantr√§ge wie f√ľr das letzte Jahr haben wir
noch nie gestellt!?, erkl√§rt Umweltb√ľrgermeisterin Gerda
Stuchlik. ?Da wir die Investitionen in die Schulen 2008
fortf√ľhren, werden wir auch f√ľr das diesj√§hrige Programm
wieder entsprechende Anträge stellen. Denn neben der CO2-
Einsparung rechnen sich die Investitionen in Energiemaßnahmen
auch in wirtschaftlicher Hinsicht, da diese nachhaltig
die Betriebskosten senken.?

Ziel des Landesprogramms ?Klimaschutz Plus? ist es, den
Kohlendioxidausstoß langfristig und nachhaltig zu verringern.
Gefördert werden an betrieblich genutzten Gebäude und kommunalen
Gebäuden unter anderem Wärmedämmung, der
Einsatz regenerativer Energie wie Holzpellets, solarthermische
Anlagen oder eine rationelle Energieanwendung wie
durch Blockheizkraftwerke.
 
 

 
Altbachschlucht in Zähringen ab sofort gesperrt
Seit Jahren wird vom städtischen Garten- und Tiefbauamt in
der Altbachschlucht eine fortschreitende Erosion an den zum
Teil sehr steilen Böschungen beobachtet. Das abrutschende
Material verengt das Tal immer mehr und √ľbersch√ľttet streckenweise
den Fußweg, so dass ein gefahrloses Begehen
nicht mehr möglich ist. An einigen Stellen wurden Baumwurzeln
so stark unterhöhlt, dass akut mit dem Abrutschen der
Bäume zu rechnen ist.

Im Bereich des Zugangs von ?In den Weihermatten? wurden
vor Jahren Rundpalisaden eingebaut, die den steilen Hang
abst√ľtzen. Diese Palisaden halten dem zunehmenden Hangdruck
nicht mehr stand und sind einsturzgefährdet. Auch in
der B√ľrgerschaft von Z√§hringen wurde diese Entwicklung beobachtet
und dem Garten- und Tiefbauamt mitgeteilt.

Deshalb hat das Garten- und Tiefbauamt zusammen mit einem
unabh√§ngigen Sachverst√§ndigen eine Begehung durchgef√ľhrt.
Der Sachverständige bestätigte die Einschätzung des
Garten- und Tiefbauamts und riet zu einer sofortigen Sperrung
des gefährlichen Teils der Altbachschlucht. Die akuten
Gefahrenbereiche werden so schnell wie möglich beseitigt.
Aufgrund der beengten Verhältnisse in der Altbachschlucht
kann voraussichtlich nicht mit herkömmlichen Baumaschinen
gearbeitet werden. Es ist deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht
einzuschätzen, wie lange die Sperrung aufrecht erhalten werden
muss.

Das Garten- und Tiefbauamt dankt den B√ľrgerinnen und B√ľrgern
f√ľr ihr Verst√§ndnis.
 
 

 
Windkraft vermehrt nutzen und Energieimporte verringern...
.... St√§rkung f√ľr den l√§ndlichen Raum!

Regionalplanung blockiert lokale Wertschöpfung:

Seit 2 Jahren keine neuen Windenergieanlagen im S√ľdlichen Oberrhein m√∂glich!

?Energiekosten, bislang √ľberwiegend in fossile Energien- und damit fremde Volkswirtschaften- investiert, k√∂nnen f√ľr l√§ndliche R√§ume eine regionalwirtschaftliche relevante Einnahmequelle darstellen? so Dr. Dieter Karlin, Direktor des Regionalverbandes S√ľdlicher Oberrhein in seinem Bericht zur Regionalen Strategie f√ľr die Entwicklung des L√§ndlichen Raumes (Pusemor). Obwohl, wie eine Studie des Umweltbundesamtes zeigt, unter Einbeziehung der volkswirtschaftlichen Kosten die Windenergienutzung die g√ľnstigste Stromerzeugungsart ist, wurde seit der Verabschiedung der Vorranggebiete f√ľr Windenergie im Regionalverband S√ľdlicher Oberrhein keine einzige Anlage mehr errichtet. Der Ausschluss windg√ľnstiger und die Ausweisung windschwacher Standorte hat System und verhindert wichtige Impulse zur lokalen Wertsch√∂pfung gerade in strukturell benachteiligten Gemeinden. Mit der aktuellen Verg√ľtung von 8,1Cent/kWh liegt die Stromerzeugung aus Windkraft sehr dicht am Gro√ühandelspreis der Europ√§ischen Stromb√∂rse. Addiert man hierzu noch die erforderlichen Netzkosten bis zur Durchleitung in unsere importabh√§ngige Region am Oberrhein ist bereits heute die Windenergie preisg√ľnstiger als konventioneller Strom. Gerade vor dem Hintergrund, dass die europ√§ische Monopolkommission in ihrem Sondergutachten 2007 zum Ergebnis kommt, dass der deutsche Wettbewerb im Bereich der Energieversorgung immer noch nicht funktioniere, bieten sich Kommunen mit exponierten H√∂henlagen in der Region S√ľdlicher Oberrhein gro√üe Chancen zur St√§rkung der Eigenst√§ndigkeit. Warum mach ich meinen Strom zuk√ľnftig nicht selbst, sagen sich angesichts st√§ndig steigender Strompreise viele H√§uslebauer und installieren sich eine Photovoltaikanlage aufs eigene Dach. Was dem H√§uslebauer sein Dach ist der Gemeinde Ihre kommunale Gipfellage. In exponierten Lagen kann so eine l√§ndliche Gemeinde mit den neuesten Windenergieanlagen (WEA)- Typen mit ca. 6.000kW Nennleistung rund 20Mio kWh pro Jahr ?gen√ľgend Strom f√ľr rund 23.000 B√ľrger und B√ľrgerinnen- selbst erzeugen. Die Gemeinde wird gegen√ľber den Energie-Monopolisten unabh√§ngiger, st√§rkt den Wettbewerb und k√∂nnte mit einer lokalen Marke die eigenen Klimaziele vor Ort f√ľr ihre B√ľrger und B√ľrgerinnen umsetzen. So wollten beispielsweise die Gemeinden Freiamt im Kreis Emmendingen, Loffenau und Schuttertal auf ihren Gemarkungen durch Windenergie einen verst√§rkten Beitrag zum Klimaschutz realisieren. Die Regionalplanung schob ihnen aber einen Riegel vor und untersagte der Gemeinde Freiamt eine Umsetzung eines einstimmigen Gemeinderatsbeschlusses, zu den vorhandenen 4 Windturbinen zwei weitere mit einer B√ľrgerfinanzierung zu errichten. ?Der erste Schritt w√§re eine Lockerung f√ľr derartige kommunale Windkraft-Initiativen in den Regionalpl√§nen. Bis 2020 kann die Windenergie schon mit 150- 300 guten Standorten 10% des Baden-W√ľrttembergischen Strombedarfs abdecken? erg√§nzt Erhard Schulz stellv. Landesvorsitzender des Bundesverbandes WindEnergie.

Leider ist es aktuell auch nicht m√∂glich, bereits bestehende WEA au√üerhalb von Vorranggebieten zu optimieren. Seit 1996 drehen sich beispielsweise drei Windenergieanlagen mit 110kW und 2* mit 132 kW Nennleistung auf der Hornisgrinde. Peter Griebl, Betreiber des kleinen Windparks: ? Die Windertr√§ge sind hier oben in 1163 m √ľ. NN hervorragend selbst im Vergleich zu Standorten an der norddeutschen K√ľste. Gerne w√ľrden wir unsere alten Windm√ľhlen durch modernere und effektivere Anlagen ersetzen, doch dies untersagt u.a. die Regionalplanung?. Konkret hat der Regionalverband S√ľdlicher Oberrhein in der N√§he der Hornisgrinde an der n√∂rdlichen Grenze des Regionalverbandes im Bereich der Sattellage ?Unterstmatt? in rund 920m √ľ. NN eines seiner 13 Vorranggebiete ausgewiesen. ? Mit einer Standortzuweisung 40m unterhalb der Talstation des Skiliftes Unterstmatt wird absichtlich Klimaschutz verhindert, denn WEA sind hier wirtschaftlich nicht zu betreiben? so Dipl.-Ing. Andreas Heizmann, Vorsitzender des BWE im Regierungsbezirk Freiburg. Angesichts der aktuellen Bek√§mpfung der Tigerm√ľcke zur Vermeidung der Tropenkrankheit Dengue-Fieber m√ľsste der Regionalpolitik doch klar sein, dass auch wir vom Klimawandel betroffen sind. Heizmann abschlie√üend: ?Es ist f√ľr mich angesichts zunehmender Trockenperioden unverst√§ndlich, weiterhin auf k√ľhlwasserabh√§ngige, konventionelle Stromerzeugung zu vertrauen und parallel auf die k√ľhlwasserunabh√§ngige Windenergienutzung in effizienten Gipfellagen im Verbandsgebiet des s√ľdlichen Oberrheins zu verzichten?.
 
 

 
Vergiftungsinformationszentrale feiert 40-jähriges Bestehen
Umweltministerin Tanja Gönner zieht positive Bilanz: "Entwicklung gleicht einer Erfolgsgeschichte."

Zahl der Vergiftungsnotf√§lle auf Rekordstand: 2007 √ľber 20.000 Beratungen - G√∂nner mahnt zu sorgsamem Umgang mit Chemikalien: Kinder besonders gef√§hrdet

VIZ als wichtiges Fr√ľhwarnsystem: Durch Falldokumentation werden neue Gefahrenquellen erkannt

Im Beisein von Umweltministerin Tanja G√∂nner feiert heute (4. April 2008) die bei der Universit√§tsklinik Freiburg angesiedelte Vergiftungsinformationszentrale (VIZ) mit einem Fachsymposium ihr 40-j√§hriges Bestehen. "Die Vergiftungsinformationszentrale hat sich vor allem durch Leistung, Kompetenz und Erfahrung zu einer fest etablierten Einrichtung entwickelt, die weit √ľber die Landesgrenzen hinaus Anerkennung findet. 40 Jahre VIZ sind eine Erfolgsgeschichte", erkl√§rte Umweltministerin G√∂nner.

Über 20.000 rat- und hilfesuchende Menschen wendeten sich im vergangenen Jahr vor allem bei Vergiftungsnotfällen an die Einrichtung, erläuterte Gönner. "Das ist ein Rekordstand." Allein in den vergangenen sechs Jahren verdoppelten sich damit die Anfragen beim VIZ. "In den allermeisten Fällen konnte rasch geholfen werden, so dass schlimmere Folgen eines Giftkontakts abgewendet werden konnten. Durch eine effektive Soforthilfe ist außerdem häufig keine weitere ärztliche Behandlung mehr erforderlich", so Gönner. Die Leistungen und das Engagement der Einrichtung sowie ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdiene große Anerkennung. Die VIZ bietet rund um die Uhr seine Dienste an. Die VIZ wird vom Umweltministerium mit jährlich 279.000 Euro gefördert.

Die Zahl der Chemikalien, die im Alltag Anwendung finden, steige stetig an, so G√∂nner. "Die neuen Stoffe sollen beispielsweise als Medikamente bei Krankheiten helfen oder auch als Reinigungsmittel das t√§gliche Saubermachen im Haushalt erleichtern. Mit der wachsenden Zahl und Verbreitung von Chemikalien steigen jedoch bei nicht sachgem√§√üem Gebrauch die Vergiftungsgefahren", mahnte G√∂nner. Besonders gef√§hrdet seien Kleinkinder im Alter von null bis vier Jahren. √úber die H√§lfte (52 Prozent) der bei der VIZ eingehenden Vergiftungsnotf√§lle betreffen Kinder dieser Altersgruppe. "Ursachen f√ľr Vergiftungen bei Kindern sind zumeist Leichtsinn und eine zum Teil unverantwortbare Sorglosigkeit im Umgang mit Chemikalien, wenn beispielsweise L√∂sungsmittel in Getr√§nkeflaschen abgef√ľllt und f√ľr Kinder zug√§nglich aufbewahrt werden." Etwa ein Drittel der Vergiftungen gehe auf den unsachgem√§√üen Gebrauch von Haushaltschemikalien und Pflanzenschutzmitteln zur√ľck, gefolgt von Arzneimittelvergiftungen mit rund 32 Prozent. "Das ist das Gros der aktuellen Vergiftungsf√§lle. In Haushalten mit Kleinkindern muss deshalb eine besondere Sorgfalt gelten", mahnte G√∂nner. "Gef√§hrliche Chemikalien ob als Haushaltsmittel oder Medikamente geh√∂ren nicht in Kinderh√§nde."

Die VIZ leiste im Bereich der Vorbeugung wichtige Informations- und Aufkl√§rungsarbeit, betonte G√∂nner. "Die √ľberwiegende Zahl der Vergiftungsnotf√§lle ist vermeidbar. Die Pr√§vention hat deshalb einen hohen Stellenwert." Durch die Dokumentation von Vergiftungsf√§llen beim VIZ w√ľrden au√üerdem etwaige H√§ufungen von Vergiftungsf√§llen erkannt. "Dadurch werden Gefahren erst entdeckt, so dass rasch reagiert werden kann", so G√∂nner. So sei im Fr√ľhjahr 2006 ein zur Oberfl√§chenversiegelung im Sanit√§rbereich verkauftes 'Nano-Spray' nach nur einem Tag aus dem Handel genommen worden, nach dem sich bei Anwendern schwere Atembeschwerden h√§uften. Auch das Verbot gef√§rbter und parf√ľmierter Lampen√∂le im Jahr 2000 gehe auf die seinerzeit von der VIZ gemeldete Zunahme von Vergiftungsf√§llen zur√ľck. "Durch die Falldokumentationen werden neue Gefahrenquellen erkannt. Die VIZ ist ein wichtiges Fr√ľhwarnsystem."

Die VIZ ist rund um die Uhr erreichbar unter Tel.-Nr. 07 61 - 1 92 40
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Zwei Sonnen-Energie-Wege im Eurodistrikt Region Freiburg / Centre et Sud Alsace
Neues Projekt zur Lokalen Agenda 21 startet - Vereine und B√ľrger aus Freiburg und Region zur Mitwirkung eingeladen.

Freiburger Verein ECOtrinova gewann Landeswettbewerb zur Lokalen Agenda21

* * * * *
Zwei grenz√ľberschreitende Sonnen-Energie-Wege als Lehrpfade im Eurodistrikt Region Freiburg / Centre et Sud Alsace will der in Freiburg ans√§ssige gemeinn√ľtzige Verein ECOtrinova zusammen mit Vereinen und sachkundigen B√ľrgern aus Freiburg, den Kreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen sowie aus dem Elsa√ü entwickeln. Ein erstes von zwei badisch-els√§ssischen Arbeitstreffen dazu wird am Samstag, 12. April 2008 in Freiburg stattfinden. Projektleiter und Initiator Dr. Georg L√∂ser von ECOtrinova und Dietrich Limberger vom Agenda 21-B√ľro Freiburg laden zusammen mit Partnern von beiderseits des Rheins hierzu herzlich ein. Anmeldungen zur Mitarbeit und zum 12. April nimmt ECOtrinova e.V. gern entgegen an ecotrinova@web.de oder an ECOtrinova e.V. im Treffpunkt Freiburg, Schwarzwaldstr. 78 d, D-79117 Freiburg, T.0761-21687-30, Fax -32.

Beide Wege sollen grenz√ľberschreitend insgesamt 48 Vorbildobjekte zu erneuerbaren Energien und Energiesparen darstellen. Der erste rund 80 km lange Lehrpfad wird vom Hochschwarzwald durch das Dreisamtal, Freiburg und Breisach nach Colmar bis in Vogesent√§ler f√ľhren, der zweite Weg vom Elztal √ľber Emmendingen nach S√©lestat bis in die dortigen Vogesent√§ler.

Die Ergebnisse des Projekts sollen im Herbst 2008 im Internet und in einer Brosch√ľre ver√∂ffentlicht werden. Die Lehrpfad-Stationen k√∂nnen dann von Interessierten, wahlweise mit oder ohne F√ľhrung durch beteiligte Gruppen insgesamt, auf Teilstrecken oder einzeln besichtigt werden. ECOtrinova hat f√ľr das Projekt "Zwei grenz√ľberschreitende Sonnen-Energie-Wege f√ľr Klimaschutz, Bildung und Tourismus im Eurodistrikt Region Freiburg/Centre et Sud Alsace"; als ein Gewinner des Landeswettbewerbs f√ľr Projekte zur Lokalen Agenda Mittel vom Umweltministerium Baden-W√ľrttemberg erhalten. Der Verein wird au√üerdem unterst√ľtzt vom Agenda 21-B√ľro Freiburg, der ECO-Stiftung und durch ehrenamtliche Mitarbeit.

Weitere Informationen und das Programm zum 12.4.08 gibt es bei www.ecotrinova.de unter Aktuelles und Projekte/Sonnen-Energie-Wege
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Nachhaltigkeit als Lebenskunst: ?Lebens-Mittel?
Familie aus Guatelmala mit ihrem Wochenbedarf an Lebensmitteln
 
Nachhaltigkeit als Lebenskunst: ?Lebens-Mittel?
2. Zyklus beginnt von 11. bis 30. April

Zum ersten Mal in Deutschland: Ausstellung ?Hungry
Planet" ? So isst der Mensch. Familien in aller Welt zeigen,
was sie ernährt" vom 13. März bis 9. April

Vortrag des weltbekannten Fotografenpaars Peter Menzel
und Faith D'Aluisio im Planetarium

Wie und was isst der Mensch? Heute erleben wir den größten
weltweiten Ernährungswandel seit der Erfindung der Landwirtschaft.
Durch die Globalisierung, den Massentourismus
und durch ein riesiges weltweites Landwirtschafts-Business
haben sich die Supermärkte verändert und die Regale mit
neuen Lebensmitteln gef√ľllt. Gleichzeitig nimmt der Konsum
von Fastfood weltweit rasant zu.

Um diese Entwicklung auf die Spur zu kommen, realisierten
die beiden weltbekannten Fotografen Peter Menzel und Faith
D'Aluisio eine verbl√ľffend einfache Idee: Sie haben 30 Familien
in 24 Ländern auf der ganzen Welt mit ihrem Wochenbedarf
an Lebensmitteln fotografiert, um etwas scheinbar
Selbstverständliches neu zu entdecken: das Essen.

Von Bosnien, bis Bhutan, von Mexiko bis in die Mongolei, in
Deutschland wie in Polen haben die beiden K√ľnstler Familien
fotografiert, um zu zeigen, was Menschen haben, um satt zu
werden. Die Bilder zeigen, dass die Ernährung des größten
Teils der Menschheit nichts mehr mit der des Sammlers und
Jägers zu tun hat, sondern dass die Versorgung mit Lebens-
mitteln heute unabhängig von der geographischen Lage, der
Saison und dem Klima ist.

Das Ergebnis dieser Bilder sind nicht nur ungewöhnliche, aktuelle
und wunderbare Familienporträts aus vielen verschiedenen
Ländern der Welt, sondern sie geben zudem ein Einblick
in die jeweilige Esskultur, da die Familien zeigen, was
sie ernährt. So vereinigt uns - bei allen kulturellen Unterschieden
- das Bed√ľrfnis zu essen.

Die eindrucksvollen Fotografien werden in der Ausstellung
?Hungry Planet ? So isst der Mensch" zum ersten Mal in
Deutschland gezeigt. Im Rahmen der Reihe ?Nachhaltigkeit
als Lebenskunst" eröffnet diese einmalige Ausstellung, die in
der Meckelhalle der Sparkasse vom 13. März bis zum 9.
April zu sehen ist, den 2. Zyklus ?Lebens-Mittel".

Lichtbildervortrag im Planetarium mit dem Fotografenpaar
Peter Menzel und Faith D'Aluisio

Am Freitag, 14. März um 17 Uhr erlebt das Planetarium eine
weitere Sternstunde: Die beiden Fotografen Peter Menzel und
Faith D'Aluisio, die zum ersten Mal in Deutschland ihre Ausstellung
in der Sparkasse in Freiburg zeigen, berichten in ihrem
englisch gehaltenen Bildervortrag √ľber ihr Projekt
?Hungry Planet - So isst der Mensch", √ľber die Entstehung
und Realisierung dieses ungewöhnlichen Projekts.

Da das Interesse sehr groß sein wird, empfehlen wir Karten
im voraus telefonisch unter der Nummer: 3890630 (Mo-Fr
von 8 bis 12 Uhr) oder √ľber das Internet unter
www.planetarium-freiburg.de zu reservieren. Der Eintritt beträgt
4 Euro.

Diese Veranstaltung und der Lichtbildvortrag im Planetarium
in englischer Sprache finden im Rahmen der Themenzyklus
?Lebens-Mittel" der Veranstaltungsreihe ?Nachhaltigkeit als
Lebenskunst" statt, eine Kooperation der Stadt Freiburg, der
Evangelischen Akademie Baden, der √Ėkumenischen Erwachsenenbildung
Freiburg, und der Katholischen Akademie der
Erzdi√∂zese Freiburg. Sie wird unterst√ľtzt vom Innovationsfonds
der badenova und der Landesstiftung Baden-W√ľrttemberg.
 
 

 
Grundsteinlegung f√ľr das WaldHaus
OB Salomon: ?WaldHaus wird wichtiger Akteur des Umwelt-
und Bildungsstandorts Freiburg?

Neues innovatives Besucher-, Bildungs- und Informationszentrum
zu den Themen Wald und Nachhaltigkeit

Stuchlik: ?Themenspektrum des WaldHauses soll einen
wesentlichen Beitrag zum Zukunftsthema - Lernen f√ľr
nachhaltige Entwicklung - leiten?

Nach einer mehrjährigen Konzeptions- und Planungsphase
kann jetzt der Grundstein zum Bau des WaldHaus Freiburg
gelegt werden. Auf Initiative der Stadt Freiburg wird mit dem
WaldHaus in der Wonnhalde ein neues Besucher-, Bildungsund
Informationszentrum zu den Themen Wald und Nachhaltigkeit
entstehen.

?Das WaldHaus Freiburg wird ein wichtiger Akteur des Umwelt-
und Bildungsstandorts Freiburg,? so Oberb√ľrgermeister
Dieter Salomon bei der Grundsteinlegung des WaldHauses.
?Die nationale wie auch internationale Bedeutung Freiburgs
als Zentrum forstlicher- und umweltwissenschaftlicher Forschung
und Innovation steigt kontinuierlich?, betont Salomon.
Er dankte insbesondere den Finanzierungspartnern badenova,
der EU, der Landesforstverwaltung, der Landwirtschaftlichen
Rentenbank sowie der Sparkasse Freiburg, ohne deren
Unterst√ľtzung eine Realisierung des Projekts so nicht m√∂glich
geworden wäre und lobte das große Engagement des Landes,
das √ľber seine Forst- und Schulverwaltung personelle
Unterst√ľtzung f√ľr den Betrieb des WaldHauses gew√§hrt.

?Die Verantwortung f√ľr unsere Umwelt muss aktiv in zuk√ľnftige
Generationen getragen werden?, erl√§utert Umweltb√ľrgermeisterin
Gerda Stuchlik. ?Daf√ľr ist es wichtig, dass Kinder
und Jugendliche wieder einen Bezug zu ihrer Umwelt bekämen
und f√ľr die Belange ihrer Umwelt, insbesondere des
Waldes sensibilisiert w√ľrden. Das WaldHaus Freiburg werde
hier einen wichtigen Teil dazu beitragen?. Sie freue sich, mit
der Firma Elztal Holzhaus einen im Holzbau kompetenten und
in der Region verankerten Partner zur baulichen Umsetzung
des WaldHauses gefunden zu haben. Die Bauarbeiten zum
Gebäude sollen bis Ende Juli 2008 abgeschlossen sein. Eröffnet
wird die Umweltbildungseinrichtung Anfang Oktober
2008.

Ziel des neuen WaldHauses Freiburg ist es, den Menschen in
der Region, insbesondere Sch√ľler/-innen die Zusammenh√§nge
des √Ėkosystems Wald mit seinen multifunktionalen Leistungen
und Wirkungen f√ľr die Gesellschaft n√§her zu bringen,
f√ľr die Belange des Waldes zu sensibilisieren und Bewusstsein
und Akzeptanz zu schaffen f√ľr eine nachhaltige und naturvertr√§gliche
Nutzung des Waldes und Verwendung des
Roh- und Werkstoffes Holz.

Die neue Umweltbildungseinrichtung soll die in der Region
Freiburg vorhandenen Kompetenzen in den Bereichen Wald
und Nachhaltigkeit b√ľndeln und vernetzen und den verschiedenen
Akteuren aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung,
Bildung, Medien sowie der √Ėffentlichkeit eine Plattform
bieten, um den Austausch √ľber L√§nder- und Fachgrenzen
hinweg zu initiieren und zu fördern.

Das WaldHaus Freiburg soll als ein Ort der Bildung und des
Wissenstransfers, des Austauschs und der Information, des
sinnlichen und praktischen Erlebens und Erfahrens, als ein
kommunikativer Ort der Zusammenkunft f√ľr Jung und Alt verstanden
werden.

Getragen wird die zuk√ľnftige Umweltbildungseinrichtung von
der gleichnamigen Stiftung Waldhaus Freiburg. Diese wurde
2005 als selbst√§ndige Stiftung mit Sitz in Freiburg gegr√ľndet.

Wichtige Kooperationspartner der Stiftung Waldhaus Freiburg
sind neben der Stadt Freiburg das Regierungspräsidium Freiburg
(Abteilungen Forstdirektion sowie Schule und Bildung),
die Fakult√§t f√ľr Forst- und Umweltwissenschaften der Albert-
Ludwigs-Universität, die Pädagogische Hochschule Freiburg,
die Stiftungsverwaltung Freiburg, die Forstliche Versuchsund
Forschungsanstalt, die √Ėkostation Freiburg, der Naturpark
S√ľdschwarzwald e.V., die Kreisj√§gervereinigung Freiburg,
der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sowie die
Stadt Colmar und das dort angesiedelte Projekt ?Observatoire
de la nature?.

Gemeinsam mit den franz√∂sischen Partnern aus Colmar f√ľhrt
die Stiftung Waldhaus Freiburg seit Februar 2006 das grenz√ľberschreitende
Projekt ?Umweltbildung ohne Grenzen?, das
von der EU √ľber das Programm INTERREG III A gef√∂rdert
wird, durch. Das Projekt basiert auf der Zusammenarbeit zwischen
den beiden Informations- und Bildungseinrichtungen
WaldHaus Freiburg und Observatoire de la nature in Colmar.
Das Projekt ist auch als wichtiges Projekt des Eurodistrikts
Freiburg/Centre et Sud Alsace benannt.

Finanziell wird das Projekt aus Mitteln der Walderhaltungsabgabe
unter anderem f√ľr die Umwandlung der Deponie Eichelbuck,
dem Innovationsfonds f√ľr Klima- und Wasserschutz der
badenova, der Landesforstverwaltung, der Landwirtschaftlichen
Rentenbank, dem europäischen Förderprogramm INTERREG
III A Oberrhein Mitte-S√ľd sowie der Sparkasse
Freiburg N√∂rdlicher Breisgau unterst√ľtzt.
Die Finanzierung des laufenden Betriebs erfolgt unabhängig
vom Haushalt der Stadt Freiburg √ľber die j√§hrlich Ertr√§ge des
Stiftungsverm√∂gens, Einnahmen aus Eintritten, Geb√ľhren und
Vermietungen sowie Drittmitteln, die projekt- und maßnahmenbezogen
zuk√ľnftig zu akquirieren sind. Dar√ľber hinaus
leisten die Abteilungen Forstdirektion sowie Schule und Bildung
des Regierungspräsidiums Freiburg mit der Bereitstellung
von Personal einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung
des laufenden Betriebes.

Das Gebäude selbst soll als Demonstrationsbau den nachwachsenden
und ökologischen Roh- und Werkstoff Holz modern
und in seiner Vielfalt im konstruktiven, gestalterischen
und energetischen Bereich zeigen. Das Bauvorhaben wurde
im Januar an die Firma Elztal Holzhaus GmbH vergeben.
Diese wird das Gebäude bis Ende Juli 2008 fertig stellen. Die
Errichtung eines Gebäudes innerhalb einer Bauzeit von etwa
sechs Monaten ist nur im Holzbau möglich.
 
 

 
Alsace Nature und BUND: ?Wir w√ľnschen ein -angemessenes und gerechtes- Stocamine
In wenigen Tagen wird das Urteil im Stocamine Prozess in Mulhouse erwartet. Bei diesem Urteil geht es um den mehrmonatigen Brand von ?garantiert unbrennbarem? Giftm√ľll in der unterirdischen Giftm√ľlldeponie im Elsass vor f√ľnf Jahren.

Verantwortung tr√§gt die Firma Stocamine und deren damaliger Leiter. Er soll Mitarbeiter der Firma und der benachbarten els√§ssischen Kaliminen ohne geeignete Schutzkleidung gegen die hochgiftigen D√§mpfe zur Bek√§mpfung des Ungl√ľcks in die Deponie geschickt haben.
Der Brand in der ?modernsten? Deponie Frankreichs war am 10. September 2002 in 500 Metern Tiefe in einem Stollen des Lagers ausgebrochen, in dem sich 45.000 Tonnen Industrieabfälle befanden, darunter Zyanid, Asbest, Arsen, sowie chrom- und quecksilberhaltige Substanzen. Das Feuer konnte erst zweieinhalb Monate später gelöscht werden. Umweltverbände von beiden Rheinseiten hatten die ?neue? Deponie schon im Planfeststellungsverfahren massiv kritisiert, waren aber nicht gehört worden.

Die Umweltverb√§nde w√ľnschen jetzt ein gerechtes und angemessenes Urteil. ?Eine Firma, die Menschen, Umwelt und Grundwasser in Gefahr bringt, sollte h√§rter bestraft werden, als jemand der einige Altreifen in den Wald wirft.? sagt BUND-Gesch√§ftsf√ľhrer Axel Mayer, der gerade von einem franz√∂sischen Gericht auch ?√Čgalit√©? in der Rechtssprechung einfordert.

Yann Flory von Alsace Nature erinnert in diesem Zusammenhang an ein Skandalurteil aus dem Jahr 2006. Unbemerkt war 2002 bei der Rhodia in Chalamp√© die unglaubliche Menge von 1200 Tonnen (!) Cyclohexan ?ausgetreten? und teilweise ins Grundwasser versickert. Ein Funke h√§tte bei dieser Firma, in der auch gro√üe Mengen Blaus√§ure verarbeitet werden, zur Katastrophe f√ľr Mensch und Rhein f√ľhren k√∂nnen. Im Jahr 2006 gab es dazu ein zutiefst ungerechtes Urteil. Nur 7500 Euro Bu√ügeld f√ľr 1200 Tonnen Cyclohexan im Grundwasser musste die Firma Rhodia in Chalamp√© bezahlen.

Kleine Umwelts√ľnder auf beiden Seiten des Rheins werden bei Umweltvergehen h√§ufig hart bestraft. Die gro√üen Umweltverschmutzer kamen bisher mit Geld und teuren Anw√§lten leider sehr h√§ufig fast ungeschoren davon. BUND und Alsace Nature beklagen in diesem Zusammenhang eine Gerechtigkeitsl√ľcke, die beim anstehenden Stocamine-Urteil zumindest zum Teil geschlossen werden k√∂nnte.

Hoffnung macht uns in diesem Zusammenhang das aktuelle ?Erika-Urteil? des Strafgerichtshof in Paris. Endlich gab es auch einmal ein angemessenes Urteil gegen den √Ėlkonzern Total, einen gro√üen Umweltverschmutzer.

Yann Flory / Alsace Nature - Axel Mayer / BUND Regionalverband
 
 



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