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Verschiedenes

 
Umweltschutzamt: Holzbefeuerte Kaminöfen müssen richtig geheizt werden
Um Energiekosten langfristig sparen zu können, haben sich in
den vergangenen Jahren immer mehr BĂĽrgerinnen und BĂĽrger
für holzbefeuerte Kaminöfen zusätzlich zur vorhandenen
Ă–l- oder Gasheizung entschieden. Doch was viele nicht wissen,
ist, wie diese Kamine richtig geheizt werden. Beim städtischen
Umweltschutzamt gehen in der kalten Jahreszeit deshalb
zunehmend Beschwerden von Anwohner/-innen ĂĽber
Rauchbelästigungen ein.

Idealerweise entsteht bei der Verbrennung von Holz nur Kohlendioxid,
Asche und Wasser. Bei einer unvollständigen oder
nicht sachgemäßen Verbrennung kann allerdings giftiges
Kohlenmonoxid, klimaschädliches Methangas, beim Verbrennen
von beschichteten Spanplatten sogar Dioxin entstehen.
Auch Feinstaub entsteht durch das Heizen mit Kaminöfen.

FĂĽr richtiges, sauberes Heizen sind drei Dinge notwendig:
- richtiger Umgang mit dem Ofen
- regelmäßige Wartung und Überwachung durch Fachleute
- geeignete, trockene Brennstoffe, die richtig gelagert
werden

Geregelt ist dies genau im Bundes-Immissionsschutzgesetz.
Nur mit diesen Brennstoffen darf geheizt werden:
- Steinkohle und Steinkohlebriketts
- Braunkohle und Braunkohlebriketts
- naturbelassenes Holz mit Rinde
- Torfbriketts
- so genannte Presslinge aus naturbelassenem Holz als
Holzbriketts oder vergleichbare Holzpellets

Wer weitere Informationen möchte, kann sich die kostenlose
Broschüre des Umweltbundesamts zum „Heizen mit
Holz“ beim Umweltbundesamt, Postfach 1406, 06813
Dessau, bestellen oder diese direkt im Internet unter
www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3151.pdf herunterladen.
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Gewinner und Verlierer 2008:
Iberische Luchse. © WWF Spanien
 
Gewinner und Verlierer 2008:
Größtes Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier
Auch 2008 dauerte das menschenverursachte Artensterben an. Vereinzelte Silberstreifen am Horizont.

Die Umweltstiftung WWF zieht eine durchwachsene Jahresbilanz. „Zwar gibt es für manche Arten Grund zur Hoffnung, doch das Massensterben im Tier- und Pflanzenreich dauert mit unverminderter Härte und gnadeloser Schnelligkeit an“, sagt Volker Homes, Leiter des WWF-Artenschutzteams. Hauptursachen sind Lebensraumzerstörung, Klimawandel, Wilderei und Übernutzung durch den Menschen.
Die Verlierer 2008:

Frösche und Amphibien: Die lebenden Verwandten des Froschkönigs sterben heimlich, still und leise aus. „Weltweit ist jede dritte Amphibienart auf der Roten Liste geführt“, warnt Artenschutzreferent Frank Barsch. „Die Dunkelziffer ist sogar noch höher, da viele Arten aussterben, bevor sie überhaupt entdeckt wurden.“ Lebensraumvernichtung und Pilzerkrankungen sind die größten Gefährdungsursachen. Besonders erschreckend sei jedoch, dass einige Arten aus bislang ungeklärten Gründen vom Antlitz der Erde verschwunden sind. Die Folgen für die Nahrungskette und die einzelnen Ökosysteme sind nach WWF-Angaben noch nicht einzuschätzen. In Deutschland sind rund 67 Prozent der bekannten Amphibien bedroht.

Iberischer Luchs: Nicht mehr als 150 Tiere leben noch in der spanischen Sierra Moreno und in der Gegend um Toledo. Darunter sind aber nur noch 25 fortpflanzungsfähige Weibchen. Vor zehn Jahren pirschten nach WWF-Schätzungen fünfmal so viele Tiere durch die mediterrane Landschaft. Das Überleben der scheuen Katzen hängt auch eng mit dem Erhalt ihres Lebensraumes zusammen. Straßen, Bahntrassen und Gas-Pipelines haben die Jagdreviere der Luchse zerstückelt und auf den spanischen „Autopistas“ endet die Brautschau für Luchse oft tödlich. Die Lage des Luchses könnte sich weiter verschlechtern, denn auch die Bestandszahlen seines bevorzugten Beutetiers, dem Europäischen Wildkaninchen, sind rückläufig.

Menschenaffen: Unsere nächsten Verwandten im Tierreich, die Menschenaffen, könnten bald für immer verschwunden sein. Die Bestände von Gorillas, Schimpansen, Bonobos und Orang-Utans sind mindestens „stark gefährdet“, Tendenz weiter abnehmend. Besonders prekär ist die Lage der Östlichen Gorillas. Nur noch rund 720 Berg- und höchstens 5000 Östliche Flachlandgorillas durchstreifen den Dschungel. Ihre Situation hat sich 2008 durch fortschreitende Lebensraumzerstörung, Seuchen, Wilderei und nicht zuletzt auch durch den Bürgerkrieg in der Region weiter verschlimmert.

Lonesome George: Der korrekte, wissenschaftliche Name der Riesenschildkröte lautet „Geochelone nigra abingdonii“. Einst bewohnten die Tiere die Galapagos-Insel Pinta. Heute ist jedoch nur noch ein letztes Exemplar am Leben: Lonesome George. Zuchtbemühungen mit Weibchen einer nahe verwandten Art scheiterten bisher. 2008 legte eines der Weibchen zwar acht Eier, diese waren jedoch nicht befruchtet.

Roter Tunfisch: Einst tummelte sich der Rote Tunfisch (oder Blauflossen-Tunfisch) massenhaft im Mittelmeer. Doch in den vergangenen Jahren sind die Bestände um bis zu 90 Prozent eingebrochen. Erst im November 2008 haben die 46 Vertragsstaaten, darunter die EU, trotz massiver Proteste von Wissenschaftlern, Unternehmen und Umweltverbänden für 2009 eine Fangquote von 22.000 Tonnen für den Roten Tunfisch im Mittelmeer beschlossen. Zudem lassen die Staaten erneut den Fischfang während der Laichsaison (Mai/Juni) zu. Der WWF hatte einen kompletten Fangstopp gefordert.
Die Gewinner 2008:

Wolf: Mittlerweile haben schätzungsweise 40 Wölfe in der Bundesrepublik ein Zuhause gefunden. Schwerpunkt liegt dabei auf der sächsischen Lausitz, wo 2008 die inzwischen fünfte Wolfsfamilie gegründet wurde. Doch auch zahlreiche andere Bundesländer, wie etwa Brandenburg, Niedersachsen oder seit diesem Jahr auch Hessen, können sich wieder als „Wolfsländer“ bezeichnen. Doch immer wieder werden Wölfe angeschossen oder beim Überqueren von Straßen getötet. Die kleinste Wolfspopulation Europas hat sich zwar auch 2008 erfolgreich fortgepflanzt, kann jedoch noch längst nicht als stabil bezeichnet werden.

Buckelwal: Vier Jahrzehnte nach dem Ende der Jagd auf Buckelwale hat der weltweite Bestand erstmals ein halbwegs stabiles Maß angenommen. Die Internationale Naturschutzorganisation IUCN hat die Buckelwale daher auch in eine geringere Gefährdungskategorie auf der Roten Liste eingestuft. „Das bedeute allerdings nicht, dass damit Jagd auf die Tiere gemacht werden dürfe“, betont WWF-Referent Volker Homes. Weltweit wird der Bestand an ausgewachsenen Buckelwalen auf rund 60.000 Tiere geschätzt – im Vergleich wahrscheinlich mehr als 200.000 Exemplaren vor der Hochzeit des kommerziellen Walfangs. Dennoch bleiben einige kleine Bestände der Buckelwale, zum Beispiel an der Westküste Afrikas, bedroht.

Afrikanischer Elefant: Steigende Populationszahlen in Süd- und Ostafrika durch gutes Elefantenmanagement stehen einer Zunahme der Wilderei vor allem in Zentralafrika gegenüber – und lassen das Bild für das größte Landsäugetier der Welt insgesamt ambivalent erscheinen. „Das Beispiel Afrikanischer Elefant zeigt aber auch, dass Bemühungen zum Lebensraumschutz und die internationale Bekämpfung des Elfenbeinschmuggels sowie die Einbindung der lokalen Bevölkerung eine Tierart vor dem Aussterben bewahren kann“, sagt WWF-Artenschutzreferent Stefan Ziegler.
 
 

SolarMarkt AG mit neuem Schulungsprogramm
Praxisseminar / Foto: SolarMarktAG
 
SolarMarkt AG mit neuem Schulungsprogramm
Seminare fĂĽr Einsteiger und Profis der Photovoltaikbranche

Die SolarMarkt AG setzt Ihre Seminarreihe im 1. Halbjahr 2009 mit 12 praxisnahen Photovoltaik-Seminaren fort. Die Seminarinhalte decken entsprechend dem unterschiedlichen Wissensstand einen weiten Bereich ab: Von den Grundlagen zur Photovoltaik, über Recht, Technologien und Praxisseminaren hin zur Qualitätssicherung von PV-Anlagen. Unter den erfahrenen Referenten sind zwei bekannte Experten des Frauenhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE), die sich den Themen Blitzschutz und Qualitätssicherung widmen.

Das Freiburger Unternehmen veranstaltet bereits seit 2004 Seminare rund um das Thema Photovoltaik. Seit zwei Jahren finden die Seminare auch in den Filialen in Rauschwitz/ThĂĽringen und in Aarau/Schweiz statt. Aufgrund des hohen Zuspruchs sind die beiden Standorte im Winter 2009 erstmals mit jeweils drei der 12 Seminare vertreten.

Das ausfĂĽhrliche Programm erhalten Sie bei der SolarMarkt AG oder im Internet unter www.solarmarkt.com - Service - Seminare.

Die SolarMarkt AG gehört in Baden-Württemberg zu den führenden Photovoltaikausrüstern und Anlagenbauern. Das Unternehmen entstand bereits 1985 als Ausgründung aus dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und zählt damit in Deutschland zu den Branchenpionieren. Das Freiburger Solarunternehmen ist außerdem in Spanien, Italien, der Schweiz und den USA vertreten. Voraussichtlich werden in 2008 weltweit Waren im Wert von über 85 Millionen Euro umgesetzt.
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Traurige Weihnachten fĂĽr die Atomindustrie!
 
Traurige Weihnachten fĂĽr die Atomindustrie!
Morgen Lobby wird´s nichts geben
morgen werden Wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unsrem Hause sein!
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Das Team des BUND Regionalverband in Freiburg
Axel Mayer, Jean Paul Lacote
--

Hier geht´s zu BUND Jahresbericht:
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Als Partner fĂĽr Schulen gefragt
Ă–kostation Freiburg / Foto: Ă–kostation
 
Als Partner fĂĽr Schulen gefragt
Jahresbilanz der Ă–kostation

Die Ökostation Freiburg zieht Bilanz: 2008 fanden 319 Veranstaltungen statt. Insgesamt 15 000 Personen besuchten das Umweltbildungszentrum des BUND Regionalverbandes südl. Oberrhein im Seepark. Der prominenteste Besucher war Hiroya Masuda, der Innenminister von Japan. Auf seiner Stippvisite in Freiburg im Sommer interessierte er sich für die Umweltbildung in der Ökostation. Zum dritten Mal erhielt die Ökostation die Auszeichnung als offizielles Projekt der UN Bildungsdekade, diesmal für ein Projekt mit dem Titel „Heimische Arten – weltweite Vielfalt“.

238 „Grüne Klassenzimmer“ mit 181 Schulklassen und 57 Kindergruppen sowie 81 Führungen, Fortbildungen und Veranstaltungen zeigen, dass Umweltbildung nach wie vor hoch im Kurs steht. „Neu in unserer Arbeit sind langfristige Projekte mit Schulen, die über einen einmaligen Ökostationsbesuch hinausgehen“, so Heide Bergmann vom Leitungsteam. „Mit Zunahme des Ganztagesunterrichts fragen Schulen immer häufiger nach Kooperationen mit außerschulischen Partnern wie die Ökostation.“ Ein Baustein dafür sind die „Jugendbegleiter für Natur und Umwelt“, die die Ökostation für den BUND landesweit koordiniert. 2008 führte die Ökostation zusammen mit der Umweltakademie des Landes Qualifizierungsmaßnahmen für über 40 ehrenamtliche BetreuerInnen durch.

Allein in Freiburg betreute die Ökostation 2008 regelmäßig jede Woche 120 SchülerInnen an 3 Schulen während der Mittagszeit. Ein langfristiger Baustein der außerschulischen Umweltbildung ist auch das Energiesprecherprojekt mit den Wentzinger Schulen. 2008 bildete die Ökostation 45 Schüler der Klassen 5-8 ein Jahr lang zu Energie- und Klimaschutzexperten aus. Außerdem entwickelte die Ökostation das Projekt „Bio für Kids“, das die Einführung von gesunder Schulverpflegung unterstützen soll. Hauptförderer für die Umweltpädagogik sind die Stiftung Naturschutzfonds des Landes und die Stadt Freiburg. „Wir konnten für die Schulprojekte aber auch Partner aus der Wirtschaft gewinnen“, berichtet Ralf Hufnagel vom Leitungsteam. „Mithilfe einer Spende der Firma Jaka war es uns möglich, die „Umweltfüchse“ zu gründen. 18 SchülerInnen der Klasse 7 an der Lessing Förderschule konnten ein Jahr lang Natur und Umwelt in ihrem Umfeld erkunden.“

Mit Schwung geht es ins Neue Jahr. „Im Februar werden wir die praktische Phase der „Tiere auf Wohnungssuche“ starten“, so die pädagogische Projektleiterin Ute Unteregger. „Das ist ein Wettbewerb im Rahmen von „Freiburg packt an“, an dem sich Freiburger Schulen noch beteiligen können.“ Außerdem ist ein Projekt zur Vernetzung der Umweltbildung mit Frankreich geplant.
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Der Cent macht's - Milch ohne Gentechnik
 
Der Cent macht's - Milch ohne Gentechnik
Milch ohne Gentechnik - Machen Sie mit! Ene November 2008 haben wir und 25 andere Greenpeace-Gruppen in Deutschland die Verbraucher-Mitmachaktion "Der Cent macht´s - Milch ohne Gentechnik" gestartet. Die Verbraucher konnten die Molkereien Breisgaumilch, Weihenstephan, Bärenmarke und Allgäuland dazu auffordern, dem Beispiel Landliebe, welche auf gentechnikfreie Milch umgestellt hatte, zu folgen.

Bei Landliebe ist nur ein Cent mehr pro Liter Milch nötig, um die Kosten für Gentechnik freies Tierfutter zu decken. Das lässt nun hoffen, dass andere Molkereien dem Beispiel Landliebe folgen. Dies wird aber nur geschehen, wenn die Verbraucher deutlich machen, dass sich der Umstieg bei Landliebe positiv niederschlägt.

In seinem kürzlich erschienen Jahresbericht begründet der Milchindustrieverband (MIV) sein Beharren auf dem pro-Gentechnik Standpunkt mit der Ausrede, dass die Kennzeichnung ohne Gentechnik "Verbrauchertäuschung und Verunsicherung" und von daher unverantwortlich sei, da zum Beispiel Enzyme und Hilfsstoffe im Futtermittel sowie Arzneimittel mit Hilfe von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) hergestellt werden dürfen, egal, ob die (Molkerei-)Produkte beim Verbraucher letztendlich mit der Gentechnik frei Kennzeichnung ankommen oder nicht.

Greenpeace geht es jedoch darum, mit der Kennzeichnung ohne Gentechnik die Freisetzung von Agro-Gentechnik in der Natur zu verhindern, wie es etwa in Form von Gen-verändertem Soja und Mais der Fall ist, welche als Tierfutter verwendet werden. Arzneimittel und Enzyme werden aber in „geschlossenen Systemen“ hergestellt. Bei sachgerechter Anwendung gelangen keine gentechnisch veränderten Organismen in die Natur.

Rund 85% der Verbraucher in Deutschland wünschen laut einer von Greenpeace bei der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Auftrag gegebenen, repräsentativen, Umfrage, dass Milchkühe kein gentechnisch verändertes Futter erhalten. Zudem wären Verbraucher zu 80% auch bereit, mehr Geld für Milchprodukte ohne Gentechnik zu zahlen.

Bei unserer Aktion hatten auch wir den Eindruck von einem solch massiven Zuspruch für die Gentechnik freie Milch. Über 250 Passanten haben bei uns einen Cent und die Aufforderung auf Gentechnik-frei umzusteigen, an Molkereinen wie Weihenstephan, Bärenmarke und Allgäuland geschickt. Damit haben sie gezeigt, dass sie Milch ohne Gentechnik und zwar zu fairen Preisen für die Landwirte wollen.

Wenn man bedenkt, dass wir es der klirrenden Kälte wegen nur drei Stunden am Stand ausgehalten haben, sind über 250 Cents doch eine beachtliche Menge. Viele Passanten waren sehr erfreut über die Möglichkeit, ihre Meinung mithilfe dieser Aktion den Firmen kundgeben zu können und es gab großen Diskussionsbedarf, viele Fragen und Bitten um Infomaterial zum Thema (welches im Internet unter anderem unter www.greenpeace.de/themen/gentechnik zu finden ist).
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Europa versagt beim Schutz der biologischen Vielfalt
Vogel des Jahres: Kuckuck 2008 / Foto: NABU - P. Zeininger
 
Europa versagt beim Schutz der biologischen Vielfalt
Alarmierende Zwischenbilanz im Kampf gegen das Artensterben

Berlin/Brüssel - Der NABU und seine Partnerverbände des Netzwerkes BirdLife International haben den jetzt veröffentlichten Zwischenbericht der Europäischen Kommission zur Rettung der biologischen Vielfalt als alarmierendes Signal gewertet. Der Bericht zieht eine ernüchternde Zwischenbilanz der Umsetzung des im Mai 2006 verabschiedeten Aktionsplanes, mit dessen Umsetzung das Artensterben bis zum Jahr 2010 gestoppt werden soll. Dieses ambitionierte Ziel hatten die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten schon auf ihrem Gipfel in Göteborg 2001 beschlossen.

NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Der Bericht zeigt in erschreckender Deutlichkeit auf, wie wenig sich die Mitgliedstaaten und die Europäischen Institutionen bislang um die Erreichung der selbst gesteckten Ziele bemüht haben. Er ist ein Dokument des peinlichen Versagens im Bemühen um den Schutz unserer Lebensgrundlagen.“ Mit der EG-Vogelschutzrichtlinie, der FFH-Richtlinie und dem europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 habe Europa hervorragende Instrumente zum Schutz von Tieren, Pflanzen und ihren Lebensräumen. Deren Umsetzung sei in vielen Mitgliedstaaten aber unzureichend. „Während in Südeuropa immer noch Millionen Zugvögel illegal getötet werden, gefährden Mitgliedstaaten wie Polen und Bulgarien die Schutzgebiete durch Autobahnen und andere Infrastrukturprojekte“, so Tschimpke. Außerhalb von Schutzgebieten leiden viele Arten immer noch unter der intensiven, hoch subventionierten Landwirtschaft. Auch der „ökologische Fußabdruck“ Europas in der Welt habe sich nicht verbessert. Die Zerstörung der tropischen Regenwälder für den Anbau von Agrotreibstoffen für Europa schreite fort, und die Überfischung der Weltmeere gefährde schon heute die Ernährung eines Sechstels der Weltbevölkerung.

Der NABU sieht hier eine Parallele zur aktuellen Finanzkrise und den auf dem EU-Gipfel gelockerten Klimaschutzzielen. „Wer nur auf kurzfristige wirtschaftliche Profite zielt, wird der Gesellschaft auf lange Sicht weitaus höhere Belastungen und Kosten aufbürden“, so Tschimpke. Offenbar hätten die Regierungen die Warnungen des Stern-Reports und des Sukhdev-Berichtes schon wieder vergessen, die beide überzeugend dargelegt hätten, dass die ökonomischen Folgen des Klimawandels und des Artensterbens die Menschheit wesentlich teurer zu stehen kommen als die erforderlichen Gegenmaßnahmen.

Der Kommissions-Bericht bestätigt auch erheblichen Nachholbedarf beim Schutz der biologischen Vielfalt in Deutschland. Bei der Meldung der Vogelschutzgebiete gibt es insbesondere in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz nach wie vor erhebliche Lücken, und in den FFH-Gebieten weisen im Bundesdurchschnitt nur etwa 25 Prozent der Lebensraumtypen und nur etwa 20 Prozent der untersuchten Arten einen günstigen Erhaltungszustand auf. Zudem verfügten laut Kommissionsbericht erst 14 Prozent aller deutschen Natura 2000-Gebiete über einen Managementplan. Neben der Vervollständigung der Gebietsmeldungen müssten die Länder daher endlich auch die noch ausstehenden Managementpläne erarbeiten und umsetzen sowie ausreichend Personal und Finanzmittel zur Verfügung stellen. „Dies würde nicht nur mehr Rechts- und Planungssicherheit für Landnutzer, Kommunen und Investoren bedeuten, sondern auch Planungsverfahren beschleunigen und Arbeitsplätze schaffen“, so Tschimpke.

In Deutschland sei dafür - gerade nach dem drohenden Scheitern des Umweltgesetzbuches - die zügige Umsetzung der nationalen Strategie zum Schutz der biologischen Vielfalt in den Ländern erforderlich. „Neunzig Prozent der Bürger Europas fordern von der Politik mehr Engagement für Umwelt und Artenvielfalt. Uns bleiben nur noch zwei Jahre, um das Ruder herumzureißen. Dies sollten unsere Politiker bedenken und unser Gemeinwohl nicht kurzfristigen wirtschaftlichen Zielen opfern“, so der NABU-Präsident auch mit Blick auf die Landtags-, Europa- und Bundestagswahlen im Jahr 2009.
 
 

 
Gefrorener Bioabfall – was tun?
An eisigen Tagen mit Minustemperaturen können die Abfälle
in der Biotonne gefrieren. Der Grund: Obst- und GemĂĽsereste
enthalten oft noch Feuchtigkeit, die bei Frost vereist. Die
Müllwerker der ASF bemühen sich zwar, auch gefrorene Küchenabfälle
aus den Tonnen zu lösen. Was sich jedoch nicht
losklopfen lässt, bleibt in der Biotonne zurück.

Wer die folgenden Tipps beachtet, kann ein Festfrieren von
Bioabfällen verhindern:
- geknĂĽlltes Zeitungspapier auf den Tonnenboden legen
- kein feuchtes Laub als unterste Schicht in die Tonne geben
da dies gerne anfriert
- die Abfälle nicht „stopfen“, sondern lose schichten
- feuchte Küchenabfälle in Papier einwickeln

Wenn der Bioabfall aber schon festgefroren ist, sollte die
braune Tonne ĂĽber Nacht in der Garage, im Keller oder in
einem anderen geeigneten Raum abgestellt werden; am Morgen
kann der aufgetaute Bioabfall wieder zur Abfuhr bereitgestellt
werden.

FĂĽr RĂĽckfragen steht die ASF unter der Telefonnummer:
76707-40 zur VerfĂĽgung.
 
 



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