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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Projekt aus Brasilien gewinnt den Wettbewerb
„Jugend fĂŒr die Umwelt“

Teilnahme am Internationalen Umweltkonvent in Freiburg
vom 9. bis 12. MĂ€rz 2017

Das brasilianische Projekt „Engajamundo“ hat den Wettbewerb
„Jugend fĂŒr die Umwelt“ der Online-Plattform „EnviroNetwork.eu“
gewonnen. Mit ĂŒber 5.000 GefĂ€llt-mir-Angaben in einem OnlineVoting
auf der Facebookseite der European Environment
Foundation hat sich das Projekt „Engajamundo“ gegenĂŒber
sechs weiteren SchĂŒler- und Jugendprojekten in den Bereichen
Umwelt- und Naturschutz aus Deutschland, Vietnam und Ghana
durchgesetzt. Den Gewinnern wird die Teilnahme an dem
viertÀgigen Internationalen Umweltkonvent in Freiburg vom 9. bis
12. MĂ€rz 2017 gezahlt, auf dem sie ihr Projekt im Rahmen des
„Young Talents Day“ prĂ€sentieren dĂŒrfen. Am Umweltkonvent
nehmen PreistrÀger der weltweit bedeutendsten Umweltpreise
teil.

Die Initiative „Engajamundo“ unter dem Motto “What is climate
change and what do I have to do with it?” möchte der
brasilianischen Jugend die aktuelle Klima-RealitÀt nÀherbringen
und ein Bewusstsein fĂŒr ein eigenes, nachhaltiges Handeln
schaffen. HierfĂŒr werden verschiedene Themen den
Klimawandel betreffend den Jugendlichen in Workshops
nÀhergebracht. So behandeln die Workshops, die in ganz
Brasilien stattfinden, beispielsweise Maßnahmen zum
Klimaschutz als auch die Verhandlungen im Rahmen des
UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate
Change). Neben der Theorie werden den Jugendlichen auch
praktische Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt wie zum Beispiel
ein verringerter Fleischkonsum oder das Nutzen von öffentlichen
Verkehrsmitteln.


An dem Wettbewerb konnten Jugendliche zwischen 16 und 28
Jahren teilnehmen. Dazu stellten sie ihr Umweltschutz-Projekt
auf der von der FWTM in Kooperation mit der EuropÀischen
Umweltstiftung initiierten Online-Plattform „EnviroNetwork.eu“
ein. Die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
geförderte Plattform ermöglicht NGOs, UmweltpreistrÀgern und
-aktivisten, SchĂŒlern, Studierenden, Unternehmen sowie Medien
und Presse das digitale Netzwerken. Interessierte können sich
auf der Seite informieren oder selbst Profile und Projekte
erstellen und so der Öffentlichkeit vorstellen. WeiterfĂŒhrende
Informationen zu den Bewerbern und den einzelnen Projekten
sind ĂŒber folgenden Link abrufbar: www.european-environmentfoundation.eu/en-en/environetwork/online-contest/submittedprojects


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Windkraftanlagen helfen den AuerhĂŒhnern im Schwarzwald
In einer parlamentarischen Stellungnahme* auf einen Antrag
der Landtagsabgeordneten Gabi Rolland erklÀrt Peter Hauk,
Minister fĂŒr lĂ€ndlichen Raum und Verbraucherschutz, dass
die KlimaerwÀrmung zu einer Verringerung der Lebensraum-
potentiale der Auerhuhnpopulation fĂŒhrt. Von den im Jahr
2008 angegebenen 600 Tieren wird der Bestand jetzt aktuell
auf 416 angenommen.
Windkraftanlagen im Schwarzwald produzieren umweltvertrÀg-
lichen elektrischen Strom und geben keine klimaschÀdlichen
Emissionen wie u.a. Kohlendioxid oder Schwefeldioxid ab.
Allein eine einzige moderne, leistungsfÀhige Windturbine, wie in
St. Peter oder Freiamt vermeidet jÀhrlich 5.500.000 kg Kohlendioxid!
Damit wird auch ein wichtiger Beitrag fĂŒr den Schutz des Lebens-
raums der bedrohten AuerhĂŒhner geleistet!
Landwirtschaftsminister Peter Hauk möchte "verstÀrkt lichte Wald-
strukturen" fĂŒr die AuerhĂŒhner schaffen. Erfreulicherweise konnten
auch auf der kleinen FreiflÀche um eine Windturbine eine Auerhenne
mit ihren KĂŒken beobachtet werden.
Windkraftanlagen in unserer Heimat schĂŒtzen die durch Luftver-
schmutzung gefÀhrdete Pflanzenwelt und damit auch die Tiere.
 
Autor: Erhard Schulz

 
NABU: Dietrich Mehl mit Waldmedaille 2016 ausgezeichnet
Tschimpke: Engagierter KĂ€mpfer fĂŒr naturnahe WĂ€lder

Der NABU hat den Brandenburger Forstwissenschaftler Dietrich Mehl fĂŒr seinen konsequenten und vorbildlichen Einsatz fĂŒr den Naturschutz im Wald mit der NABU-Waldmedaille 2016 ausgezeichnet. Als Leiter der brandenburgischen Landeswaldoberförsterei Reiersdorf betreut Dietrich Mehl rund 21.500 Hektar Wald im BiosphĂ€renreservat Schorfheide-Chorin. Dort setzt er sich dafĂŒr ein, wichtige Waldstrukturen fĂŒr die Artenvielfalt zu erhalten und naturferne Forste zu naturnahen LaubmischwĂ€ldern zu entwickeln. Mit seiner Arbeit als Oberförster in Brandenburg und als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft NaturgemĂ€ĂŸe Waldwirtschaft (ANW) Brandenburg zeigt er eindrucksvoll in der Praxis, wie Naturschutzmaßnahmen in den Wirtschaftswald integriert werden können.

„Dietrich Mehl ist ein Vorbild fĂŒr Försterinnen und Förster, die Naturschutz und Wirtschaft im Wald umsetzen wollen. Als engagierter KĂ€mpfer fĂŒr naturnahe WĂ€lder lebt er es vor, dass sich Waldwirtschaft und Naturschutz nicht ausschließen, sondern gemeinsame Ziele haben. Wir wollen Waldbesitzer und Bewirtschafter motivieren, sich in Ă€hnlicher Weise zu engagieren und als Botschafter fĂŒr nachhaltigen Waldnaturschutz Wege aufzuzeigen, um die Interessen von Forstwirtschaft und Naturschutz modern umzusetzen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Die Auszeichnung wurde Dietrich Mehl am Freitag in Berlin bei einer Fest-Veranstaltung im Rahmen der GrĂŒnen Woche ĂŒbergeben.

Dietrich Mehl setzt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Waldnaturschutz effektiv in seinem Waldbewirtschaftungskonzept um. Zum Beispiel werden hunderte Jahre alte Baumriesen und Waldstrukturen, die viele Tieren und Pflanzen einen wichtigen Lebensraum bieten, erhalten und gefördert. So werden frĂŒhzeitig BiotopbĂ€ume ausgewiesen, die ihre natĂŒrlichen Alterungsprozesse ungestört durchlaufen können. Davon profitierten vor allem Insekten, Pilze und Flechten, die auf solche Strukturen mit hohem Totholzanteil angewiesen sind. Aber auch viele Vogelarten wie Spechte oder Eulen finden einen Platz fĂŒr ihre Höhlen. DarĂŒber hinaus werden gut sechs Prozent der WaldflĂ€che seiner Oberförsterei forstwirtschaftlich nicht mehr genutzt und können sich so natĂŒrlich entwickeln. FĂŒr die Artenvielfalt sind unbewirtschaftete WĂ€lder von besonderer Bedeutung. Nur hier kommen sogenannte Sonderstrukturen, wie Baumhöhlen, Ast-AbbrĂŒche, Rinden-Abplatzungen, Stammrisse und Totholz, in großer Zahl vor.

Konsequenterweise ist der Wald der Landeswaldoberförsterei Reiersdorf nach dem FSC-Standard (Forest Stewardship Council) zertifiziert, einem international anerkannten Zertifikat fĂŒr nachhaltige Forstwirtschaft, das auch vom NABU unterstĂŒtzt wird. Dies geht auf den persönlichen Einsatz Dietrich Mehls zurĂŒck, denn sein Forstamt ist das einzige FSC-zertifizierte im Bundesland Brandenburg.

Auch ĂŒber Brandenburg hinaus ist Dietrich Mehl ein engagierter KĂ€mpfer fĂŒr naturnahe WĂ€lder. So hat er die sogenannte „Templiner ErklĂ€rung“ von 2009 mit initiiert, die bundesweit ausstrahlt und fĂŒr mehr Naturschutz im Wald wirbt. Im Mittelpunkt steht dabei der forstliche Umgang mit alten BuchenwĂ€ldern bei gleichzeitigem Erreichen anspruchsvoller Naturschutzziele.

Den Umgang mit Massenvermehrungen von Insekten im Wald, die in der Forstwirtschaft oft mit Gift bekĂ€mpft werden, sieht Dietrich Mehl kritisch. Als 2014 großflĂ€chig KiefernwĂ€lder in Brandenburg von einer Massenvermehrung des Kiefernspinners betroffen waren, sprach sich Mehl in seiner Funktion als ANW-Vorsitzender entgegen der allseits geforderten und durchgefĂŒhrten PestizideinsĂ€tze dafĂŒr aus, „die Krise als Chance zu sehen“. Naturferne Kiefern-Monokulturen, die eine solche Massenvermehrung begĂŒnstigen, sollen in naturnĂ€here, artenreichere WĂ€lder umgebaut werden. Damit stellte er sich gegen die offizielle Meinung des Landes Brandenburg und unterstĂŒtzte stattdessen die Linie, die auch der NABU und viele andere NaturschĂŒtzer vertreten. FĂŒr Mehl wĂ€r es anstatt des Gifteinsatzes ratsamer, jede Mischbaumart wie Birke und Buche zu erhalten und den Waldumbau durch eine zielgerichtet Jagd zu unterstĂŒtzen, denn die FlĂ€chenwirkung der VerbissschĂ€den durch Rehe und Hirsche habe auch finanziell in Brandenburg eine wesentliche grĂ¶ĂŸere Dimension als die oft lokal stattfinden Massenvermehrungen einzelner Insektenarten.

UnermĂŒdlich zeigt sich Dietrich Mehl darin, den Dialog mit JĂ€gern zu suchen und seine Erfahrungen weiterzugeben. „Bei dem Vorhaben, naturferne Nadelforste in LaubmischwĂ€lder umzubauen, machen besonders in Brandenburg Rehe und Hirsche oft alle BemĂŒhungen zunichte, wenn sie die jungen Triebe der LaubbĂ€ume verbeißen. Angepasste WildbestĂ€nde sind daher eine Grundvoraussetzung fĂŒr die natĂŒrliche VerjĂŒngung der WĂ€lder mit all ihren Baum- und Straucharten. Nur wenn WaldflĂ€chen und Wilddichten miteinander im Einklang sind, können sich Haupt- und Nebenbaumarten natĂŒrlich verjĂŒngen“, so NABU-Waldexperte Stefan Adler. Der NABU empfiehlt allen, die Ă€hnliche Wege in der Bewirtschaftung gehen wollen, einen Besuch in seiner Landeswaldoberförsterei.
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Messer, Flöten, Fackeln, RÀtschen
Die Termine des Waldhauses im Februar 2017

Sonntag, 5. Februar, 14 bis 18 Uhr // Anmeldeschluss 1. Februar
GrĂŒnholzschnitzen im Waldhaus
Im GrĂŒnholz-Schnitzkurs mit dem NaturpĂ€dagoge Markus Stickling
lernen Kinder und Erwachsene im Waldhaus gemeinsam den
handwerklichen Gebrauch von Taschen- und Schnitzmessern von
Grund auf. Manchmal braucht man nur einen Ast und ein Messer, um
mit wenigen Handgriffen kleine GegenstÀnde oder Spielzeuge aus
GrĂŒnholz zu schnitzen. Das handwerkliche Tun fördert die Motorik,
Fantasie, Ausdauer, Zufriedenheit und das Selbstbewusstsein.
TN-Beitrag inkl. Material: 12 Euro, Kinder ab 8 Jahren in Begleitung
eines teilnehmenden Erwachsenen 8 Euro, Familien 30 Euro

Sonntag, 5. Februar, 11 Uhr
Konzertmatinee mit dem Ensemble „SalonfĂ€hig“
Unter dem Motto „Vogel als Prophet“ spielt das neu gegrĂŒndete
sechsköpfige Ensemble SalonfÀhig am Sonntag, 5. Februar, um 11
Uhr im Waldhaus romantische Musik u.a. aus Robert Schumanns
„Waldszenen“. Das Konzert wird umrahmt von Rezitationen.
Die Interpreten: Stefanie Geisberger (Querflöte), Friedrich Kollmann
(Kontrabass), Martina Merz (Klavier), Holger Schröter-Seebeck
(Geige), Brigitte Weigmann (Klarinette), Barbara HĂ€lbig (Rezitation).
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Sonntag, 12. Februar, ohne Anmeldung
FrÀulein Brehms Tierleben im Waldhaus
Das Waldhaus prÀsentiert dem Publikum das einzige Theater
weltweit fĂŒr heimische bedrohte Tierarten. Am Sonntag, 12. Februar,
geht es um 14 Uhr um „Canis lupus“, den Wolf, und um 16 Uhr um
„Hymenoptera“, die wilden Bienen. Infos: Tel. 0761/89647710,
www.brehms-tierleben.com. Es gelten relative Eintrittspreise nach
SelbsteinschĂ€tzung. FĂŒr Besitzer der Familiencard ist der Eintritt frei.

Sonntag, 12. Februar, 18 bis 19.30 Uhr // Anmeldeschluss 7. Februar
Fackelwanderung zu den Waldmenschen
Bei einem stimmungsvollen Spaziergang im winterlich-dunklen Wald
hinter dem Waldhaus am Sonntag, 12. Februar, von 18 bis 19.30 Uhr
entfĂŒhrt HolzkĂŒnstler Thomas Rees die Teilnehmer in die MĂ€rchenund
Mythenwelt seiner Skulpturen. Nur vom Schein der Fackeln
beleuchtet, erzÀhlt jede der 17 Figuren, vom schlafenden Riesen
ĂŒber den Drachen bis zum Einhorn, eine eigene Geschichte.
Teilnahmebeitrag inkl. Fackel: 10 Euro, Kinder ab 6 Jahren 5 Euro.

Samstag, 18. Februar, 13 bis 17 Uhr // Anmeldung bis 16. Februar
RĂ€tschen bauen im Waldhaus
Mitten in der fĂŒnften Jahreszeit können Kinder ab 12 Jahren und
Erwachsene in der GrĂŒnholzwerkstatt unter Anleitung des
Werkstattleiters Franz-Josef Huber RĂ€tschen bauen, mit denen es
sich nicht nur bei nÀrrischen Gelegenheiten prima rÀtschen lÀsst. Der
Kurs findet am Samstag, 18. Februar, von 13 bis 17 Uhr statt. Wer
teilnehmen will, bezahlt vor Ort 5 Euro.

Samstag, 18. Februar, ganztÀgig // Anmeldung erforderlich
Schnupperkurs: HolzrĂŒcken mit dem Pferd
Am Samstag, 18. Februar, findet am Waldhaus ein ganztÀgiger
Schnupperkurs „HolzrĂŒcken mit dem Pferd“ statt. Außer SensibilitĂ€t
im Umgang mit dem Tier und Respekt vor den eigenen Grenzen sind
keine Vorkenntnisse nötig. JĂŒrgen Duddek, Experte im einspĂ€nnigen
HolzrĂŒcken, fĂŒhrt die Teilnehmer in die schonende Waldarbeit mit
echter PferdestĂ€rke ein. TeilnahmegebĂŒhr: 99 Euro. NĂ€here
Informationen unter www.juergen-duddek.de

Das Waldhaus öffnet dienstags bis freitags 10 bis 16.30 Uhr, sonnund
feiertags von 12 bis 17 Uhr. Angebote fĂŒr Schulklassen gibt es
nach Absprache auch ĂŒber die regulĂ€ren Öffnungszeiten hinaus. Info
unter Tel. 0761/89647710 oder www.waldhaus-freiburg.de.
 
 

Demo in Berlin:
Foto: "www.wir-haben-es-satt.de / Die Auslöser Berlin
 
Demo in Berlin: "Wir haben Agrarindustrie satt!"
18.000 Bauern und BĂŒrger fordern Wende in der Agrar- und ErnĂ€hrungspolitik

130 Traktoren aus ganz Deutschland fĂŒhren Demonstration an / BĂŒndnis fordert in 9-Punkte-Plan tier-, umwelt- und klimagerechten Umbau der Landwirtschaft

Berlin, 21.1.17. Parallel zur GrĂŒnen Woche zogen heute bei der "Wir haben es satt!"-Demonstration 18.000 Menschen fĂŒr Bauernhöfe und den tier- und umweltgerechten Umbau der Landwirtschaft durch das Berliner Regierungsviertel. AngefĂŒhrt von rund 130 Traktoren drĂŒckten die Demonstranten unter dem Motto "Agrarkonzerne, Finger weg von unserem Essen!" lautstark ihren Protest gegen die Industrialisie­rung der Landwirtschaft aus. Bereits am Morgen hatten konventionell und ökologisch wirtschaftende Bauern am Bundeslandwirtschaftsministerium neun Forderungen zur Bundestagswahl ĂŒberreicht. Der Tenor des 9-Punkte-Plans: Die gravierenden Krisen in der Landwirtschaft erfordern nicht folgenloses Reden, sondern entschlossenes Handeln.

"Wir fordern ein Ende der Subventionen fĂŒr die Agrarindustrie und den Stopp von Mega-Fusionen im Agrar­sektor. Stattdessen brauchen wir Anreize fĂŒr Bauern, die Tiere besonders artgerecht halten und umwelt­schonend wirtschaften", sagt Jochen Fritz, Sprecher des "Wir haben es satt!"-BĂŒndnisses, dem mehr als 100 Organisationen aus Landwirtschaft, Imkerei, Natur-, Tier- und Verbraucherschutz, Entwicklungsorga­nisationen und dem Lebensmittelhandwerk angehören. Fritz weiter: "Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt muss endlich dafĂŒr sorgen, dass die bĂ€uerlichen Betriebe vom gesellschaftlich gewollten Umbau hin zu einer ökologischeren, tierfreundlicheren Landwirtschaft profitieren. Herr Schmidt darf nicht noch mehr Zeit verlieren und muss Agrarpolitik fĂŒr Bauern statt Agrarindustrie machen!" Außerdem fordern die Demonstran­ten im Wahljahr unter anderem die konsequente Förderung von Bauernhöfen sowie die drastische Reduzie­rung von Pestiziden und Antibiotika.

Das BĂŒndnis kritisiert, dass aufgrund fehlgeleiteter Agrarpolitik in den vergangenen zehn Jahren mehr als 100.000 Bauernhöfe aufgeben mussten. Außerdem belaste die deutsche Agrarpolitik, insbesondere durch ĂŒbermĂ€ĂŸige Fleischproduktion, die Umwelt und das Klima und zerstöre durch Dumpingexporte kleinbĂ€uerli­che Strukturen ĂŒberall auf der Welt. Gleichzeitig formierten sich immer grĂ¶ĂŸere, global agierende Konzerne. In der Fusion der Chemiekonzerne Bayer und Monsanto sieht das BĂŒndnis eine große Bedrohung, da kĂŒnf­tig mehr als 60 Prozent des Saatgut- und Agrochemiemarktes von drei Mega-Konzernen beherrscht wĂŒrden. Die Kartellbehörden mĂŒssten verhindern, dass bĂ€uerliche Betriebe und Konsumenten von patentiertem Saatgut abhĂ€ngig werden. Auf dem Traktor eines Brandenburger Bauers war zu lesen: "Bayer und Monsanto, bleibt uns vom Acker!"

An der Spitze des Demonstrationszuges liefen zahlreiche junge BĂ€uerinnen und Bauern, die einen Hof grĂŒn­den wollen. Ihnen fehlt aber vielfach der Zugang zu landwirtschaftlich nutzbarem Boden. Julia Rupp, 26-jĂ€hrige BĂ€uerin aus Honhardt in Baden-WĂŒrttemberg, sagte: "Als junge Generation wollen wir eine Zukunft auf dem Land, uns werden aber zu viele Steine in den Weg gelegt. Wir brauchen dringend ein Agrarstruktur­gesetz, das Landkauf- und Pachtrechte bevorzugt an junge BĂ€uerinnen und Bauern gibt, nicht an Investo­ren. Wir mĂŒssen den Niedergang der bĂ€uerlichen Landwirtschaft und des Lebensmittelhandwerks aufhalten, sonst kommt es zum Strukturbruch. Unsere Lebens- und ErnĂ€hrungsgrundlage lassen wir uns nicht von Ag­rarkonzernen wegnehmen!"

Die Demonstration richtet sich gegen die Agrarindustrie, nicht aber gegen konventionelle Landwirte. Seit sie­ben Jahren praktiziert "Wir haben es satt!" den Dialog zwischen Zivilgesellschaft, konventionellen und Öko-Bauern sowie Lebensmittelhandwerkern, um gemeinsam Wege fĂŒr eine bĂ€uerliche Zukunftslandwirtschaft zu finden.
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Karlsruhe: Waldkauz, Blindschleiche und Klatschmohn
Der Klatschmohn ist Blume des Jahres / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Waldkauz, Blindschleiche und Klatschmohn
Manche "Art des Jahres" ist auch in Karlsruhe anzutreffen

Verschiedene VerbĂ€nde und Institutionen benennen alljĂ€hrlich Arten des Jahres. Der Naturschutzbund Deutschland zĂ€hlt mehr als 30 „Jahreswesen“ auf, darunter beispielsweise das „gefĂ€hrdete Nutztier des Jahres“, die deutsche Pekingente, oder den „Pilz des Jahres“, das Judasohr.

Vogel des Jahres ist der Waldkauz. Er bevorzugt Laub- und MischwĂ€lder sowie reich strukturierte Landschaften wie WĂ€lder, Wiesen oder StreuobstbestĂ€nde. Die Forstverwaltung hilft ihm wie auch anderen Tieren durch ihr Alt- und Totholzkonzept, mit dem Habitatbaumgruppen von etwa zehn bis 15 BĂ€umen und rund einem bis drei Hektar große Waldrefugien ausgewiesen werden.

Den eigentlich im Wald lebenden Waldkauz gibt es im gesamten Karlsruher Stadtgebiet. Im Gegensatz zur Haselmaus, dem Wildtier des Jahres. Sie ist keine Maus, sondern gehört zur Familie der Bilche. Weil die Landschaft immer strukturĂ€rmer wird und weniger Hecken und Feldgehölze vorhanden sind, wird sie auch hier immer seltener. Das etwa sieben Zentimeter kleine, nachtaktive Tier ist sehr scheu. Es klettert gerne im GebĂŒsch, hĂ€lt momentan aber Winterschlaf. Auch der Baum des Jahres, die Fichte, ist im Karlsruher Stadtgebiet nicht mehr nennenswert vorzufinden, weil die klimatischen VerhĂ€ltnisse nicht geeignet sind. Es ist fĂŒr den einstigen „Brotbaum der Forstwirtschaft“ in Karlsruhe zu warm und es gibt zu wenig NiederschlĂ€ge. Der Flachwurzler ist durch den Klimawandel bedroht. Er war einstmals in Karlsruhe und an vielen anderen Orten im Übermaß angepflanzt.

Immer weitere Verbreitung, wahrscheinlich als Gewinnerin des Klimawandels, findet die Gottesanbeterin. Das Insekt des Jahres war frĂŒher nur am Kaiserstuhl zuhause, breitet sich aber seit etwa 15 Jahren auch in Karlsruhe aus. Wenn ein Garten nicht naturfern angelegt ist, bietet er Heimat fĂŒr die Blindschleiche, das Kriechtier des Jahres.

Relativ anspruchslos ist der Klatschmohn, die Blume des Jahres. Er ist, anders als andere AckerwindenkrĂ€uter, noch nicht gefĂ€hrdet, geht aber wegen intensiver Landwirtschaft zurĂŒck. Zu finden ist er auch auf BrachflĂ€chen. BlĂŒtenreiche, nicht hochgedĂŒngte Wiesen liebt der Schmetterling des Jahres 2017, die Goldene Acht. Dort auch noch zu finden, aber eher selten, ist die Knautien-Sandbiene als Wildbiene des Jahres. Die Gemeine Keiljungfer, Libelle des Jahres, fliegt von Mai bis Juli an Ufern grĂ¶ĂŸerer FlĂŒsse und an Seen.

zum Bild oben:
NOCH NICHT GEFÄHRDET: Der Klatschmohn ist Blume des Jahres. Seine BestĂ€nde gehen aber wegen intensiver Landwirtschaft zurĂŒck./ Foto: Stadt Karlsruhe
 
 

NABU setzt auf MobilitÀtsangebote der Deutschen Bahn
Foto: DB/Christoph Dross
 
NABU setzt auf MobilitÀtsangebote der Deutschen Bahn
Corporate-Carsharing-Station der DB Rent an der NABU-BundesgeschÀftsstelle eröffnet

Am 11. Januar haben Sylvia Lier, Vorsitzende der GeschĂ€ftsfĂŒhrung DB Rent und Andreas Gehlhaar, Umwelt-Chef der DB gemeinsam mit NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller eine Corporate-Carsharing-Station der DB Rent an der BundesgeschĂ€ftsstelle des NABU eröffnet. In der CharitĂ©straße 3 in Berlin-Mitte werden kĂŒnftig fĂŒnf Flinkster Carsharing-Fahrzeuge zu Hause sein. Das Besondere: Die Fahrzeuge sind sowohl fĂŒr dienstliche und private Fahrten der NABU-Mitarbeiter als auch fĂŒr Flinkster-Kunden zur Nutzung freigegeben. Mitarbeiter wie auch private Kunden können die Autos vorreservieren, um zum Zeitpunkt der geplanten Fahrt verlĂ€sslich auf ein Fahrzeug zurĂŒckgreifen zu können.

Weil die DB Rent das Risiko fĂŒr die Auslastung der Fahrzeuge trĂ€gt, mĂŒssen dafĂŒr von Seiten des NABU keine Ressourcen zur VerfĂŒgung gestellt werden. Durch den innovativen Pay-per-use-Ansatz zahlt der NABU nur fĂŒr die tatsĂ€chliche Nutzung der Fahrzeuge. Angeboten werden zwei Ford Fiesta, zwei Ford Focus Kombi und ein Ford Mondeo.
„Corporate Carsharing ist wirtschaftlich effizienter und umweltfreundlicher als der klassische Dienstwagen-Fuhrpark, sagt Sylvia Lier, Vorsitzende der GeschĂ€ftsfĂŒhrung DB Rent. „Gemeinsam mit dem NABU bieten wir intelligente und clever vernetzte MobilitĂ€t nach Maß.“

„Wir brauchen einen ehrlichen und aktiven Klimaschutz. Dazu reichen die Deutsche Bahn und der NABU sich die Hand. Als das grĂŒne MobilitĂ€tsunternehmen nehmen wir damit unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr“, sagt Andreas Gehlhaar, Umwelt-Chef der DB.

Ziel des NABU ist es, fĂŒr Dienstreisen eine klimaschonende MobilitĂ€t aus einer Hand zu bekommen. Mit der Bahn als primĂ€rem Verkehrsmittel und bedarfsgerechten Anschlussmöglichkeiten durch Flinkster und Call a Bike. „Der NABU setzt in Sachen MobilitĂ€t insbesondere auf die Schiene. Wenn das Auto gebraucht wird, dann möglichst geteilt. Mit den Angeboten von DB Rent können wir auf verschiedene Fahrzeugkategorien zurĂŒckgreifen. Aber auch fĂŒr Privatfahrten stehen die Fahrzeuge unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kĂŒnftig zur VerfĂŒgung. Dadurch wird das eigene Fahrzeug immer ĂŒberflĂŒssiger“, sagt Leif Miller, NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des NABU, der NAJU und der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe stehen am Standort Berlin darĂŒber hinaus fĂŒr Dienstwege im Stadtgebiet NABU-eigene FahrrĂ€der zur VerfĂŒgung.
 
 

 
BUND und NABU sehen Bund und LĂ€nder in der Pflicht
Gesamtkonzept fĂŒr die Elbe darf kein Papiertiger bleiben

Bund und LĂ€nder haben heute am 17. Januar 2017 ein Gesamtkonzept fĂŒr die Elbe (GKE) beschlossen. Damit wird eine wichtige Grundlage geschaffen fĂŒr den zukĂŒnftigen Umgang mit der Elbe. Mit dem Konzept wollen Bund und LĂ€nder die Nutzung der Elbe als Wasserstraße mit den Zielen des Naturschutzes in Einklang bringen. Die UmweltverbĂ€nde BUND und NABU sehen nun die Politik in Bund und LĂ€ndern in der Pflicht, das Konzept mit Leben zu fĂŒllen und die offenen Fragen und Konflikte zu klĂ€ren. Die Elbe ist aus Naturschutzsicht von besonderer Bedeutung, weil sie der letzte weitgehend frei fließende Fluss in Deutschland ist.

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „Die UmweltverbĂ€nde konnten bei Bund und LĂ€ndern erreichen, dass der Stopp und die Umkehr der Sohlerosion ganz oben auf die Agenda gesetzt wurde. Dies ist eine wichtige Voraussetzung fĂŒr den Schutz der Flussauen entlang der Elbe. Damit haben wir eines der wesentlichen Naturschutzziele verankert. Politik und Verwaltung mĂŒssen nun zeigen, dass sie diese Herausforderung zĂŒgig angehen. Wir werden den weiteren Prozess kritisch begleiten und sehr genau hinschauen.“

Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): „Gut ist, dass Bund und LĂ€nder den Schutz der Elbe endlich gemeinsam angehen wollen. Um an der Elbe ökologische Hochwasserschutzmaßnahmen voranzubringen und mehr fĂŒr die Sicherung der Flussauen zu tun, sind zwischen Bund und LĂ€ndern jetzt umgehend die Kompetenzen zu klĂ€ren und die Fragen der Finanzierung zu beantworten.“
 
 



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