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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

Lachse in der Dreisam
 
Lachse in der Dreisam
EDF (ÉlectricitĂ© de France) macht den Weg frei fĂŒr Lachse in die Dreisam

Am Mittwoch den 29. Juli 2009 gegen 18 Uhr wurden im Rahmen des Programms zur Wiederansiedlung der Wanderfische in Baden-WĂŒrttemberg durch Beauftragte des Landesfischereiverbandes etwa 3000 junge Lachse in die Dreisam im Bereich des Dreisamufercafes eingesetzt.

Bei der diesjĂ€hrigen Plenarsitzung der Internationalen Kommission zum Schutze des Rheins ging ein Aufatmen durch die Versammlung, als die französische Delegation berichtete, dass sie die DurchgĂ€ngigkeit am Rhein bis Basel nun umsetzen wolle. “Es ginge nun nicht mehr um das ob, sondern nur noch um das Wie.” Nachdem im Rheinministerkommunique von 2007 bereits der Bau der FischpĂ€sse in Straßburg und Gerstheim bis 2015 im Prinzip bereits Beschlussgrundlage waren und “lediglich” die Finanzierung offen blieb, kĂŒndigte die französische Delegation nun an, dass auch fĂŒr die Finanzierung der FischpĂ€sse eine innerfranzösische Lösung im Wesentlichen gefunden sei.
Im Gegenzug verlangte die französische Delegation nun auch die rasche Wiederherstellung der DurchgĂ€ngigkeit vor allem in den WanderfischgewĂ€ssern im baden-wĂŒrttembergischen Teil des Oberrheins, insbesondere von Elz und Dreisam. Der badenwĂŒrttembergische Wasserdirektor Fuhrmann entsprach der französischen Forderung mit dem klaren Hinweis dass die Maßnahmen, wie sie im Rahmen der BewirtschaftungsplĂ€ne vorgesehen und in den “ArbeitsplĂ€nen” im Detail dokumentiert sind auch umgesetzt werden sollen. FĂŒr das Einzugsgebiet der Elz und der Dreisam, so Fuhrmann, sind Maßnahmen mit einem Volumen von knapp 26 Millionen EUR bis 2015 vorgesehen.
Damit wird spĂ€testens ab 2015 der Weg fĂŒr Lachs & Co von Grönland ĂŒber die Nordsee zurĂŒck auch in Elz und Dreisam frei sein. Umso wichtiger ist nun die Aufzucht junger Lachse und das Besetzen der Lachse in der Dreisam, damit die Lachse ab dem Jahr 2015 wieder in Dreisam und Elz aufsteigen können.
Weiterhin wurde auf der Plenarsitzung beschlossen, nicht zuletzt aus den oben genannten GrĂŒnden, dass zum Thema Lachswiederansiedlung im Rhein einen entsprechenden workshop Ende April 2010 im RegierungsprĂ€sidium Freiburg durchzufĂŒhren.

Neukonzessionierung Kembs
Auch zur Neukonzessionierung des Ă€ltesten und sĂŒdlichsten Kraftwerkes am Oberrhein gibt es Neuigkeiten. Seit 2007 war die alte Konzession ausgelaufen. Die französische Konzession zum Kraftwerk Kembs ist seit dem 20. Juni erteilt. Das Dokument kann herunterladen werden unter:
http://www.legifrance.gouv.fr/affichTexte.do?cidTexte=JORFTEXT000020763713&dateTexte=&categorieLien=id

Nun fehlt noch der schweizerische Teil der Konzession.
Die EDF hat in mehreren GesprĂ€chen zugesagt, dass sie sobald die Konzessionierung erteilt ist, die entsprechende Wassermenge in den Altrhein leitet. Seit 20. Juni ist aus HochwassergrĂŒnden meist mehr Wasser im Altrhein (Restrhein). Ob die EDF Wort hĂ€lt kann derzeit also nicht entschieden werden, zumal sie sich ja auch noch darauf berufen könnte, dass die schweizerische Konzession noch fehlt.
Nach wie vor reicht den UmweltverbĂ€nden die dem „Alt“rhein zwischen MĂ€rkt und Breisach zugestandene Mindestwassermenge von 45(52) m3/s nicht aus. In wieweit die französischen und schweizerischen UmweltverbĂ€nde dagegen klagen wird derzeit geprĂŒft. Die deutschen UmweltverbĂ€nde sehen derzeit keine rechtliche Grundlage auf der sie klageberechtigt wĂ€ren.

Jörg Lange, Regiowasser e.V.
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Kahlschlag im Wald - Freiburger Stadtwald von der Kritik des BUND nicht betroffe
Stuchlik: „StĂ€dtische Waldbewirtschaftung erfĂŒllt alle
Forderungen des Umweltverbandes“

Am 21. Juli hat der BUND sein erstes „Schwarzbuch Wald“
vorgestellt und alarmierende Beispiele aus den
verschiedenen BundeslĂ€ndern aufgelistet. Die VorwĂŒrfe des
Umweltverbandes gegen die deutsche Forstwirtschaft sind
drastisch und wurden von einem entsprechenden
Medieninteresse begleitet.

Die zentralen VorwĂŒrfe des BUND an die Forstwirtschaft sind
beispielsweise großrĂ€umige KahlschlĂ€ge aus wirtschaftlichen
GrĂŒnden, Verkauf von ForstflĂ€chen an private Forstbesitzer
oder zu geringe Abschussraten fĂŒr Wild.

Das stĂ€dtische Forstamt ist von diesen VorwĂŒrfen nicht
betroffen, weil es die Forderungen des BUND bereits seit
vielen Jahren umsetzt. So wird im Freiburger Stadtwald der
Kahlschlag als Wirtschaftsform nicht angewandt, auch wird
auf großen FlĂ€chen der Dauerwald als naturnahe
Bewirtschaftungsform angestrebt.

Wo immer möglich, wird daher bei der Walderneuerung mit
der NaturverjĂŒngung gearbeitet. Um dieses Ziel erreichen zu
können, jagen die stÀdtischen Revierförster in enger
Absprache gemeinsam mit den örtlichen JÀgern.

Auch in den Projektmanagementplan fĂŒr das FFH-Gebiet
Schauinsland (FFH heißt Flora-Fauna-Habitat und ist die
Richtlinie fĂŒr ein Naturschutzgesetz, bei dem sich
europÀische Staaten verpflichtet haben, ein Netz von
Schutzgebieten zu erstellen, um die natĂŒrlichen LebensrĂ€ume
sowie Tiere und Pflanzen zu schĂŒtzen) haben sich die
stÀdtischen Förster intensiv eingebracht und setzen
gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde positive
Bestandsentwicklungen zugunsten des Auerwildes
konsequent um. Auch nehmen die stÀdtischen Revierleiter
stetig an naturschutzfachlichen Fortbildungen teil, um den
Wissenstransfer sicherzustellen.

Mit einem ĂŒber die gesetzlichen Regelungen hinausgehenden
Alt- und Totholzkonzept hat die Stadt die Forderung des
BUND von fĂŒnf Prozent an stillgelegten FlĂ€chen bei weitem
erfĂŒllt, da im stĂ€dtischen Wald 10 bis 15 Prozent der FlĂ€chen
bereits aus der wirtschaftlichen Nutzung herausgenommen
sind.

„Diese in Teilen deutlich ĂŒber die gesetzlichen Forderungen
hinausgehenden Maßnahmen zeigen eindeutig das seit vielen
Jahren nachhaltige und maßvolle Wirtschaften der
stĂ€dtischen Forstwirtschaft“, so UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda
Stuchlik. Eines der Ergebnisse ist die Zertifizierung des
Stadtwaldes vor ĂŒber 10 Jahren durch den FSC (Forest
Stewardship Council). Der FSC, eine unabhÀngige
Organisation, die sich weltweit fĂŒr eine umweltvertrĂ€gliche
und wirtschaftlich tragfÀhige Bewirtschaftung der WÀlder
einsetzt, kontrolliert jÀhrlich die stÀdtische
Waldbewirtschaftung und hat dem Freiburger Stadtwald erst
vor kurzem das umweltvertrÀgliche Zertifikat erneuert.

Grundsatz der stÀdtischen Waldbewirtschaftung ist der
Ausgleich zwischen Ökonomie, Ökologie und den
BedĂŒrfnissen der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger bei der vielfĂ€ltigen
Freizeitnutzung des Stadtwaldes. Wie diese doch
unterschiedlichen Ziele vereinbar sind, dokumentiert die
stĂ€dtische Waldkonvention; sie wird derzeit ĂŒberarbeitet und
soll durch öffentliche Diskussionen und Anregungen mit der
BĂŒrgerschaft sowie mit den gemeinderĂ€tlichen Gremien an
die heutigen Anforderungen angepasst werden.
 
 

Bestandszahlen 2009: Tiger am Abgrund
© Viktor Filonov / WWF
 
Bestandszahlen 2009: Tiger am Abgrund
WWF fĂŒrchtet baldiges Aussterben der Raubkatzen. / Ilegaler Handel mit Tiger-Körperteilen in Asien viel zu hoch.

Nach einem neuen Bericht der Umweltstiftung WWF und des Artenschutzprogramms TRAFFIC leben weltweit nur noch rund 3.500 bis 5.000 Tiger in freier Wildbahn. Damit gehört die grĂ¶ĂŸte aller Raubkatzen zu den am stĂ€rksten bedrohten Tierarten dieser Erde. Der sĂŒdchinesische Tiger, von dem vor zehn Jahren wahrscheinlich noch 20 bis 30 Individuen existierten, könnte mittlerweile ausgestorben sein, so der WWF. „Ursache fĂŒr den dramatischen BestandsrĂŒckgang ist neben dem Lebensraumverlust vor allem die Wilderei und der illegale Handel mit Tigerknochen, Fell oder ZĂ€hnen“, sagt Volker Homes, Leiter WWF-Artenschutz. „Wenn im Kampf gegen die Wilderei nicht schnellstens ein Durchbruch gelingt, wird es Tiger bald nur noch in Zoos geben.“

Dreizehn Tigerstaaten wurden in dem Bericht „Die Zukunft der Tiger“ danach beurteilt, wie effektiv sie gegen die illegale Jagd und den Handel vorgehen. Als „absolut ungenĂŒgend“ werden in dem Ranking die geringen Anstrengungen von Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Thailand und Vietnam bewertet. „Ausreichend bis gut“ seien hingegen die Maßnahmen in Kambodscha, China, Indien, Nepal und Russland. „Von einem großen, entscheidenden Durchbruch im Schutzmanagement fĂŒr die Raubkatze sind wir jedoch noch weit entfernt“, sagt WWF-Experte Homes. Die Hoffnungen liegen jetzt auf einer langfristigen, globalen Überlebensstrategie fĂŒr den Tiger, die im kommenden Oktober von zahlreichen Organisationen - darunter der WWF und TRAFFIC - entwickelt werden soll.

Vor allem der Wunderglaube an die medizinische Heilkraft von Tigerprodukten schĂŒrt nach WWF-Informationen die Nachfrage immer noch weiter an. Trotz eines seit 1975 bestehenden, internationalen Handelsverbots, werde die Raubkatze in ganz Asien weiterhin illegal abgeschossen. Nach den neusten BestandsschĂ€tzungen steht der Sumatra-Tiger am Rande der Ausrottung. Als stark gefĂ€hrdet gelten die BestĂ€nde des Amurtiger, sowie der Bengalischen, Indochinesischen und Malaysischen Unterarten. „Der WWF fordert ein hĂ€rteres Vorgehen gegen Wilderei und den Schmuggel mit Tiger-Produkten“, sagt Volker Homes. Nur durch vereinte Anstrengungen der - zumeist armen - Tigerverbreitungsstaaten und wohlhabender GeberlĂ€nder könne das Aussterben des Tigers noch verhindert werden.

Der WWF hat jĂŒngst eine Initiative gestartet, die sich in elf LĂ€ndern zur Rettung der Tiger engagiert und die Anzahl der frei lebenden Tiger bis 2020 deutlich erhöhen will.
 
 

Brunch auf dem Bauernhof im Naturpark SĂŒdschwarzwald
Brunch auf dem Bauernhof/ Foto: Naturpark SĂŒdschwarzwald
 
Brunch auf dem Bauernhof im Naturpark SĂŒdschwarzwald
Am Sonntag, den 2. August 2009, findet auf den Höfen im Naturpark SĂŒdschwarzwald zum vierten Mal der „Brunch auf dem Bauernhof“ statt.

Ab 9:00 Uhr bieten Landwirte Produkte vom eigenen Betrieb an und geben die Möglichkeit, ihre Arbeit im Rahmen von HoffĂŒhrungen genauer kennen zu lernen.
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Illegale Freisetzung von Gen-Mais
Monsanto = Genrisiko
 
Illegale Freisetzung von Gen-Mais
Die LandesverbĂ€nde Bioland, BUND, Demeter und NABU haben bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart eine Anzeige gegen Unbekannt wegen nicht genehmigter Freisetzung von gentechnisch verĂ€nderten Maispflanzen eingereicht. Auf mindestens 170 Hektar haben Landwirte auch in den Landkreisen Emmendingen und Ortenau in diesem FrĂŒhjahr „irrtĂŒmlich“ Mais mit Anteilen der gentechnisch verĂ€nderten Maissorten NK 603 sowie MON 810 der Firma Monsanto ausgesĂ€t, die fĂŒr den Anbau nicht zugelassen sind.
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Wilderei wieder auf dem Vormarsch
© Georg Schwede / WWF
 
Wilderei wieder auf dem Vormarsch
Dramatischer Anstieg der Wilderei bei Nashorn und Elefant.
Thailand: WWF warnt vor illegalen Elfenbein-Souvenirs.

Frankfurt - Nachdem die Zahl der illegal abgeschossenen Elefanten und Nashörner lĂ€ngere Zeit konstant oder gar rĂŒcklĂ€ufig war, kam es innerhalb weniger Jahre zu einem dramatischen Anstieg der Wilderei. Nach einem aktuellen Bericht des WWF und des Artenschutzprogramms TRAFFIC werden allein in SĂŒdafrika und Simbabwe monatlich zwölf Nashörner illegal abgeschossen. Zum Vergleich: Noch im Jahr 2005 waren es in ganz Afrika höchstens drei illegale Nashorn-AbschĂŒsse pro Monat. Schuld ist vor allem die steigende Nachfrage in Asien. Dort findet das begehrte Horn vor allem in Produkten der traditionellen asiatischen Medizin Verwendung. „Die Lage aller fĂŒnf Nashornarten ist dramatisch“, warnt WWF-Artenschutzexperte Volker Homes. „Angesichts der geringen Bestandszahlen bringt jeder Abschuss die Arten nĂ€her an den Rand der Ausrottung.“. Besonders prekĂ€r sei die Lage des Java-Nashorns. Derzeit gibt es nach WWF-Angaben nur noch etwa 50 bis 60 wildlebende Exemplare.

Sorge bereitet den NaturschĂŒtzern auch der Handel mit illegalem Elfenbein in der Touristenmetropole Bangkok. „Thailand ist der grĂ¶ĂŸte illegale Elfenbeinmarkt in Asien. GesetzeslĂŒcken und fehlender Vollzug erleichtern der Artenmafia ihre illegalen Machenschaften“, sagt Volker Homes vom WWF. Obwohl verdeckte Ermittler der UmweltschutzverbĂ€nde auf MĂ€rkten in Bangkok and Chiang Mai eine Zunahme der Elfenbein-HĂ€ndler registrierten, gab es seit 2004 in ganz Thailand nur insgesamt zwei gemeldete Beschlagnahmungen durch die Polizei. „Die Behörden schauen bewusst weg und unternehmen nichts gegen diese GesetzesverstĂ¶ĂŸe“, kritisiert Artenschutzexperte Homes. Um die wachsende Nachfrage zu befriedigen werden im Nachbarland Myanmar im großen Stil Elefanten gewildert. Auch aus Afrika werde das „weiße Gold“ nach Thailand geschmuggelt. Hinzu kommt, dass pro Jahr schĂ€tzungsweise 25 asiatische Elefanten, vornehmlich MĂŒtter mit ihren Jungtieren, aus ihrer natĂŒrlichen Umgebung verschleppt und in den Touristenregionen als lebende Attraktionen missbraucht werden.

Der WWF fordert ein hĂ€rteres und konsequenteres Vorgehen der örtlichen Behörden in Thailand und Myanmar gegen den illegalen Elfenbeinhandel und die Wilderei. Doch auch westliche Touristen sieht die Umweltstiftung in der Verantwortung, denn nur wo eine Nachfrage existiert, entsteht ein illegaler Schwarzmarkt. „Unwissenheit schĂŒtzt vor Strafe nicht“, betont Volker Homes vom WWF. „Touristen die mit Elfenbeinprodukten oder Nashorn-Medizin im GepĂ€ck erwischt werden, mĂŒssen mit harten Strafen rechnen.“
 
 

 
WaldHaus Freiburg: Sonntagswerkstatt fĂŒr Kinder
Bau einfacher Musikinstrumente aus Holz

Am Sonntag, 19. Juli, können Kinder von 7 und 11 Jahren (in
Begleitung ab 5 Jahren) in der Holzwerkstatt des WaldHauses
einfache Musikinstrumente aus Wildholz basteln. Unter Anleitung
entstehen durch SĂ€gen, Bohren und Schnitzen Kastagnetten
und Rasseln sowie Haselnuss- oder Weidenpfeifen.

Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer können auch ihr
eigenes Taschenmesser und, wenn vorhanden, kurze AststĂŒcke
mitbringen.

Die Sonntagswerkstatt beginnt um 14 Uhr und dauert bis etwa
17 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher ist eine Anmeldung
bis Freitag , 17. Juli erforderlich. Der Teilnahmebeitrag
ist 7 Euro.

Weitere Informationen unter der Telefonnummer: 89647710
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RĂŒckkehr auf leisen Pfoten
© David Lawson / WWF
 
RĂŒckkehr auf leisen Pfoten
WWF: Luchs nur einen Katzensprung vom deutschen Alpenraum entfernt.

Nach ĂŒber 100jĂ€hriger Abwesenheit kehren die Luchse langsam in ihren alpinen Lebensraum zurĂŒck. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Umweltschutzorganisation WWF. Neben stabilen Populationen in den Schweizer Nordwestalpen und der Grenze zwischen Ostösterreich und Slowenien gilt nun auch eine RĂŒckkehr der ersten Raubkatzen in die österreichischen BundeslĂ€nder Vorarlberg und Tirol als gesichert. „Vom österreichischen Lechtal aus ist es nur ein sprichwörtlicher Katzensprung bis in den deutschen Alpenraum und das AllgĂ€u“, sagt Volker Homes, Leiter WWF-Artenschutz. Der WWF erwarte, dass sich die Luchse weiter im deutschsprachigen Alpenraum ausbreiten, schließlich sei dieser ein idealer Lebensraum fĂŒr die scheuen JĂ€ger.

Hauptbeutetiere des Luchses in den Alpen sind Rehe und GĂ€msen. Trotzdem gab es nach WWF-Informationen bisher keine grĂ¶ĂŸeren Konflikte in den betroffenen Regionen. Im Gegenteil: Artenschutz und Jagdinteressen scheinen beim Luchs auf modellhafte Weise ineinander zu greifen. „Wir freuen uns, dass die JĂ€ger in Österreich sehr positiv auf den Luchs reagiert haben und hoffen, dass bei einer RĂŒckkehr in den deutschen Alpenraum die Großkatze ebenfalls willkommen geheißen wird“, sagt Volker Homes. Der Artenschutzexperte des WWF verweist jedoch auf die notwendige Anpassung von JagdbewirtschaftungsplĂ€nen hin: „Wenn Luchse im Revier sind, sollte sich dies auch in den AbschussplĂ€nen fĂŒr seine Beutetiere niederschlagen.“

Grundvoraussetzung fĂŒr Anpassungen sei aber die genaue Kenntnis ĂŒber die Anwesenheit des Luchses, die nur durch eine gute Kooperation von Jagd und Naturschutz erreicht werden könne. Auch umfangreiche Informationsarbeit und offene Kommunikation mit allen Interessensgruppen sollen zu mehr Toleranz und VerstĂ€ndnis fĂŒr den Luchs beitragen. „Der Luchs ist eine Bereicherung fĂŒr den Alpenraum“, sagte Volker Homes. „Geben wir ihm gemeinsam eine Chance, hier wieder eine Heimat zu finden.“ In Deutschland gibt es gesicherte und stabil geltende Luchs-Populationen bereits im Bayerischen Wald und im Harz.
 
 



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