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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

Schönen Gruß vom Pfauenauge
Tagpfauenauge / Foto: Wikipedia
 
Schönen Gruß vom Pfauenauge
Gef√§hrdung von Tierarten ‚Äď und was man dagegen tun kann

Artenvielfalt, Artenschutz, Zerstörung von Lebensraum,
Ausrottung ‚Äď fast t√§glich findet man diese Begriffe in den
Medien. Doch was ist so schlimm am Verlust einer Art, wozu
R√ľcksicht nehmen?

Zum Beispiel das Tagpfauenauge ‚Äď es ist einer der
bekanntesten einheimischen Falter und der Schmetterling des
Jahres 2009. Mit seiner charakteristischen Zeichnung, großen
blauen Augen auf rot gemusterten Fl√ľgeln, schreckt er seine
Feinde ab und bietet den Menschen einen attraktiven Anblick,
der f√ľr viele zum Sommer geh√∂rt wie Biergarten und
Badesee. Doch seine Zukunft und die vieler
mitteleuropäischer Schmetterlingsarten ist gefährdet.

Um die Situation zu begreifen, muss man weiter ausholen.
Bei der Entstehung der Arten hat sich zwischen
Schmetterlingen und Pflanzen ein kompliziertes
Zusammenspiel entwickelt. Es ist in seinen Ausmaßen auf
den ersten Blick kaum erkennbar, auf den zweiten aber umso
faszinierender.

Beginnen wir bei den Brennnesseln. Wer ist nicht schon beim
Wandern oder bei der Gartenarbeit mit ihnen in Kontakt
gekommen und hat ihren Nutzen spontan in Frage gestellt?
Doch das Tagpfauenauge und viele andere einheimische
Schmetterlingsarten wie Admiral oder Kleiner Fuchs nutzen
die Brennnessel als Kinderstube. Sie ist f√ľr sie
√ľberlebensnotwendig. Die Raupen ern√§hren sich
ausschließlich von ihren Blättern. Und spätestens seit der
Raupe Nimmersatt weiß jede/r: ohne Raupen keine Puppen,
ohne Puppen keine Schmetterlinge.

Das Tagpfauenauge ernährt sich vom Nektar einheimischer
Bl√ľtenpflanzen. Gen√ľgen ihm im Fr√ľhjahr der gelbe Huflattich
und die weiße Schlehe, so bevorzugt es im Sommer rote bis
blau-violette Bl√ľten wie Ackerkratzdistel, Wiesen-
Flockenblume und Tauben-Skabiose, die auf normalen
Blumenwiesen vorkommen. Das Problem: ‚ÄěNormale‚Äú
Blumenwiesen sind kaum noch zu finden. Während die
Tagfalter von der Farbenpracht der Bl√ľten angezogen
werden, locken Pflanzen wie die Nachtkerzen Nachtfalter mit
ihrem starken Geruch an.

Die Tauben-Skabiose bevorzugt einen nährstoffarmen,
mageren Boden. Die Pflanzengesellschaften, die dort
wachsen, werden auch Trocken- und Halbtrockenrasen
genannt. Viele Wiesen dienen aber landwirtschaftlichen
Zwecken. Sie werden mehrmals im Jahr gemäht, die Mahd
dient als Futtermittel. Damit sie einen möglichst hohen Ertrag
bringen, werden die Wiesen ged√ľngt. Das im Einklang mit
dem Artenschutz zu tun, ermöglichen landwirtschaftliche
Förderprogramme, die den Landwirten Einnahmeausfälle
ersetzen.

Wer hat in letzter Zeit einen Admiral gesehen oder einen
Kleinen Fuchs oder einen Schwalbenschwanz? Verschwinden
die Blumenwiesen, verschwinden nach und nach auch die
einheimischen Schmetterlingsarten. Das Umweltschutzamt
weist darauf hin, dass sich √ľber die H√§lfte von ihnen auf der
Roten Liste der bedrohten Arten finden.

Doch wie geht es weiter mit dem Beispiel? Schmetterlinge
befruchten mit ihren langen Saugr√ľsseln Pflanzen. Aufgrund
der Bl√ľtenform kommen daf√ľr manchmal keine anderen
Insekten in Frage. Beim Fressen streifen die Falter
automatisch Pollen von den Staubbl√§ttern der Bl√ľte, tragen
sie auf die nächste weiter und bestäuben sie. Auf diese Weise
sorgen Schmetterlinge f√ľr die Vermehrung, Verbreitung und
den Erhalt der Pflanzen.

Neben ihrer Rolle als Bestäuber dienen die Schmetterlinge
aber auch als Vogelnahrung, und zwar in jedem ihrer
Entwicklungsstadien. Egal ob Raupe, Puppe oder fertiger
Schmetterling ‚Äď ein hungriger Schnabel findet sich immer.
Und auch Fledermäuse sind einem flatternden Imbiss nicht
abgeneigt. Gegen sie haben Falter kaum eine Chance: Sie
werden mit Schallwellen geortet und direkt aus der Luft
geschnappt.

Vögel und Fledermäuse ernähren sich aber nicht
ausschließlich von Faltern, sondern auch von anderen
Insekten und Gliederf√ľ√ülern und begrenzen damit deren Zahl.
Das bedeutet: Plagen, zum Beispiel durch Stechm√ľcken,
werden in Grenzen gehalten beziehungsweise könnten noch
viel schlimmer sein. Damit tragen Schmetterlinge auch
mittelbar zum Gleichgewicht von Sch√§dlingen und N√ľtzlingen
bei.

Ein weiteres Beispiel: Einige Schlupfwespen bieten ihren
Larven ein besonderes Schlaraffenland: Sie legen ihre Eier
direkt in eine lebende, aber durch Gift gelähmte Raupe.
Schl√ľpft die Larve, befindet sie sich direkt in ihrer
Nahrungsquelle, und die Schlemmerei kann beginnen. Die
Schlupfwespen verwenden nicht nur die Raupen von Faltern,
sondern auch die Larven anderer Insekten, weshalb man sie
in der Landwirtschaft als ökologische Schädlingsbekämpfer
einsetzt.

Eine Besonderheit des Tagpfauenauges ist es, dass die
erwachsenen Tiere häufig auf Dachböden oder in
Kellerr√§umen √ľberwintern. Wer also in seinem Haus auf
scheinbar leblose Falter trifft, sollte sie nicht entfernen. Denn
sie beenden im Fr√ľhjahr ihre Winterruhe und beginnen eine
neue Generation von Faltern.

Wie kann man dazu beitragen, dass es auch k√ľnftig
Tagpfauenaugen gibt? Das Umweltschutzamt rät,
Brennnesseln im Garten einfach einmal stehen zu lassen
oder in einem Abschnitt des Rasens Wiesenblumen zu säen.
Weitere Tipps zum ökologischen Leben und Naturschutz im
eigenen Garten finden sich auf den Internetseiten des
Naturschutzbunds Deutschland (www.nabu.de) oder des
BUND f√ľr Umwelt und Naturschutz Deutschland
(www.bund.net). Dort erf√§hrt man zum Beispiel, was man f√ľr
Singvögel oder Fledermäuse tun kann.
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Wasserentnahme aus Freiburgs Gewässern verboten
Grund: anhaltende Trockenheit

Grundsätzlich kann man Wasser aus öffentlichen oberirdischen
Gewässern in geringen Mengen entnehmen, um beispielsweise
die Pflanzen in Gärten zu gießen. Bei niedrigen Pegelständen ist
die Entnahme von Wasser jedoch verboten, um die nat√ľrlichen
Lebensvorgänge in und an den Gewässern nicht zu gefährden.
Darauf weist das städtische Umweltschutzamt hin.

Ausschlaggebend daf√ľr ist der Pegel der Dreisam in Ebnet.
Sobald dort ein Stand von 28 Zentimetern unterschritten wird,
f√ľhren auch die anderen Gew√§sser in Freiburg wenig Wasser.
Dann ist die Entnahme von Wasser verboten. Wer jetzt Gärten
und Gr√ľnfl√§chen gie√üen will, muss daher die √∂ffentliche
Wasserversorgung oder Zisternen und Regenwasserfässer
nutzen.

Wie bereits im letzten Jahr kann ein extrem niedriger Pegelstand
bereits im Fr√ľhjahr auftreten. Das Verbot der Wasserentnahme
bei einem Pegelstand der Dreisam in Ebnet unter
28 Zentimetern gilt daher das ganze Jahr.

Wie hoch der aktuelle Pegelstand der Dreisam gerade ist,
kann jederzeit telefonisch unter der Nummer: 65049 erfragt
werden.
 
 

 
Warnung vorm Baden im Dietenbachsee
Das städtische Umweltschutzamt meldet gerade, dass es vom
staatlichen Gesundheitsamt Hinweise erhalten hat, dass Badende
im Dietenbachsee vermehrt Hautausschläge bekommen haben.
Vermutlich ist dies auf Zerkarien zur√ľckzuf√ľhren, das sind kleine
Parasiten, die eigentlich Enten befallen und die an allen
Baggerseen vorkommen. Gehäuft ist dies aber im Moment am
Dietenbachsee aufgetreten. Das Umweltschutzamt rät Menschen
mit empfindlicher Haut, nicht im Dietenbachsee zu baden.
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"Kommunen im Land sind auf Klimakurs."
Kommunen aus der Region erhalten rund 87.000 Euro aus neuem Programm des Umweltministeriums zur Förderung moderner Straßenbeleuchtung

Umweltministerin Tanja Gönner: "Kommunen im Land sind auf Klimakurs."

Jährlich können durch moderne Straßenbeleuchtung 50 Millionen Euro eingespart werden.

Das vom Umweltministerium zu Beginn des Jahres aufgelegte neue Programm zur F√∂rderung energiesparender Stra√üenbeleuchtung ist auf eine unerwartet gro√üe Resonanz gesto√üen. "Das Programm ist kr√§ftig eingeschlagen. Die St√§dte und Gemeinden im Land sind auf Klimakurs", erkl√§rte Umweltministerin Tanja G√∂nner am 11. August 2009 in Sigmaringen. 378 F√∂rderantr√§ge seien von 348 St√§dten und Gemeinden eingereicht worden. Damit wolle etwa jede dritte Kommune im Land die Chance ergreifen, die Stra√üenbeleuchtung auf einen modernen Stand zu bringen. "Das spart Energie und Kosten und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz", so G√∂nner. Das im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes entwickelte F√∂rderprogramm ist mit einer Million Euro ausgestattet. Davon flie√üen rund 87.000 Euro in die Region S√ľdlicher Oberrhein (Landkreis Emmendingen: Emmendingen, Malterdingen, Sexau; Landkreis Freiburg, Freiburg; Ortenaukreis: Kehl). 63 F√∂rderbescheide w√ľrden in den n√§chsten Tagen verschickt.

St√§dte und Gemeinden, die zun√§chst noch leer ausgingen, k√∂nnten noch weiter auf einen Landeszuschuss hoffen, so Umweltministerin G√∂nner. "Wir sind von der Vielzahl von Antr√§gen und guter Konzepte √ľberrannt worden und suchen deshalb nach M√∂glichkeiten, die F√∂rdermittel aufzustocken." Daf√ľr w√ľrden interne Umschichtungen aus dem laufenden Etat des Umweltministeriums ins Auge gefasst. So werde gepr√ľft, ob noch Gelder aus dem Konjunkturprogramm des Landes √ľbrig sind, die umgewidmet werden k√∂nnten. "Mit der F√∂rderung moderner Stra√üenbeleuchtungskonzepte werden Zukunftsinvestitionen unterst√ľtzt, die grunds√§tzlich mit der Zielsetzung der angesto√üenen Programme √ľbereinstimmen. Gelder aus den Konjunkturprogrammen, die nicht abflie√üen, weil die Planungen noch nicht weit genug fortgeschritten sind, k√∂nnten so sinnvoll angelegt werden." Nach einer Untersuchung des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. sei jede dritte Stra√üenlaterne im Land veraltet und habe deshalb einen zu hohen Energieverbrauch. Um landesweit √ľber 300 Millionen Kilowattstunden lie√üe sich der Energieverbrauch durch moderne Beleuchtungstechnik wie Leuchtdioden (LED), Natriumdampfhochdruck-Lampen oder neue Halogenmetalldampf-Lampen senken. "Das w√ľrde j√§hrlich rund 50 Millionen Euro weniger Energiekosten bedeuten", so Umweltministerin G√∂nner. Gleichzeitig w√ľrde der Kohlendioxidaussto√ü um etwa 200.000 Tonnen pro Jahr verringert.

Mit dem neuen F√∂rderprogramm werde ein Impuls f√ľr einen breiten Einzug effizienter Beleuchtungstechniken bei St√§dten und Gemeinden gesetzt, zeigte sich G√∂nner √ľberzeugt. Der Zuschuss orientiert sich an dem √ľber eine Lebensdauer von 15 Jahren verminderten Kohlendioxidaussto√ü und liegt bei 50 Euro pro eingesparter Tonne CO2. "Wir r√ľcken mit dem Programm auch unserem Ziel n√§her, die Energieeffizienz im Land um j√§hrlich zwei Prozent zu steigern", so Umweltministerin G√∂nner.
 
 

 
Umweltschutz unter einem Dach: W√§rmed√§mmung und Nistplatz f√ľr Fassadenbr√ľter
Mauer- und Alpensegler, Mehlschwalben, Sperlinge, aber
auch Buntspechte sind so genannte Fassadenbr√ľter und
ausgezeichnete Architekten. Selbst senkrechte Wände und
dortige Spalten werden zum Nestbau genutzt. Waren es
fr√ľher noch nat√ľrliche Standorte wie Felsvorspr√ľnge und alte
Bäume, haben die Vögel heute vor allem Nistplätze in vom
Menschen geprägten städtischen Lebensräumen wie
Dachvorspr√ľngen, Mauerritzen oder Loggien.

Wer die Vögel nicht kennt, dem sind sie sicher dennoch
schon aufgefallen, wenn vor allem Mauer- und Alpensegler im
Sommer mit ihren gewagten Flugmanövern lautstark um die
Häuser ziehen.

√Ąltere Geb√§ude m√ľssen instandgehalten werden und dazu
gehört auch das Renovieren oder Sanieren von Fassaden.
Von den unterschiedlichsten Fassadenarbeiten ist
wahrscheinlich die Mehlschwalbe am häufigsten betroffen.
Aber auch wenn bei den Renovierungs- und
Dämmungsarbeiten keine Nester aktiv zerstört werden, nimmt
man den Fassadenbr√ľtern doch h√§ufig ihre standorttreuen
Nistplätze.

Wenn eine Hausfassade gedämmt wird, wird normalerweise
jede noch so kleine √Ėffnung als W√§rmeleck erkannt und
abgedichtet; denn mit einer guten Wärmedämmung sparen
Hausbesitzer Kosten und Energie und tragen so aktiv zum
Klimaschutz bei. Beinahe alle profitieren davon, bis auf die
Fassadenbr√ľter, die gerade auf solche Ritzen und Spalten als
Brutplätze angewiesen sind.

Wenn in den wärmeren Monaten des Jahres das Renovieren
oder Sanieren von Häusern Hochkonjunktur hat, bedeutet das
f√ľr viele Fassadenbr√ľter und auch Flederm√§use
Obdachlosigkeit. Besonders fatal, wenn im n√§chsten Fr√ľhjahr
die standorttreuen Tierarten zu ihren Nestern zur√ľckkehren,
um zu br√ľten und ihre Jungen aufzuziehen.

Nicht selten aber f√ľhlen sich die Hausbewohnerinnen und
Hausbewohner durch das Gezwitscher und den ‚ÄěVogeldreck‚Äú
gestört und entfernen deshalb die Nester, in denen sich oft
Jungtiere befinden. Mit dem Entfernen der Nester verstößt
man aber gegen das Naturschutzrecht und kann mit einer
Anzeige und Bußgeld rechnen.

Um den Umweltschutz und den Klimaschutz unter ein Dach
zu bekommen, gibt es Abhilfe: Inzwischen existiert ein breites
Angebot an unterschiedlichen Nisthilfen f√ľr V√∂gel und
Fledermäuse. Die Auswahl reicht von dekorativen Elementen
bis zu unsichtbar hinter Isolierung und Putz verschwindenden
Varianten, nahezu alle Abstufungen sind erhältlich.

Alle, die selber tätig werden wollen und praktische Hinweise
und Informationen f√ľr Nisthilfen ben√∂tigen, k√∂nnen sich direkt
an das städtische Umweltschutzamt unter der
Telefonnummer: 201-6125, Friedhelm Fischer, wenden.
Auch die Umweltverbände BUND und NABU bieten auf ihren
Internetseiten Bauanleitungen f√ľr Nisthilfen an.

Das Ansiedeln von V√∂geln und Flederm√§usen kann n√ľtzlich
sein. Die Tiere verspeisen eine Unmenge an Insekten wie
M√ľcken und Fliegen, die gerade im Sommer gerne die
Hausbewohnerinnen und Hausbewohner plagen oder die sich
als Schädlinge im Garten unbeliebt machen.

Außerdem kann jeder mit einer Nisthilfe ganz bequem
mithelfen, die Artenvielfalt zu erhalten, und sich nebenbei an
den Vögeln und Fledermäusen erfreuen. Dies ermöglicht
auch die einzigartige Chance, die Vögel bei der Balz, der
Aufzucht der Jungen und schlie√ülich deren Fl√ľgge werden
von einem Logenplatz aus zu beobachten.
 
 

Farbreste und Abw√§sser m√ľssen richtig entsorgt werden
Verunreinigter Dorfbach in St. Georgen
 
Farbreste und Abw√§sser m√ľssen richtig entsorgt werden
Kein verschmutztes Wasser in Gullys, Hofabläufe oder
Straßenrinnen

Im schlimmsten Fall f√ľhrt Verunreinigung zu Fischsterben

Ein unerfreuliches Beispiel, das in immer wieder kehrenden
Abst√§nden auftaucht: Eine nicht definierbare farbige Fl√ľssigkeit
verunreinigt ein Gewässer in Freiburg und kann im
schlimmsten Fall zum Ersticken oder Vergiften von Fischen
und anderen Tieren f√ľhren.

In Freiburg gibt es zwei Entwässerungssysteme: das so genannte
Mischsystem, bei dem sämtliche Abwässer, also
Schmutz- und Regenwasser gemeinsam durch ein Rohr zur
Kläranlage nach Forchheim geleitet werden.

Fast die Hälfte der Fläche Freiburgs, wie beispielsweise die
Tuniberggemeinden, Kappel, Littenweiler, Zähringen, Wiehre,
oder St. Georgen wird jedoch im so genannten Trennsystem
entwässert. Hier werden Regen- und Schmutzwasser getrennt
in zwei Rohren abgeleitet. Das Regenwasser wird in
einer separaten Leitung auf k√ľrzestem Wegdirekt in B√§che
und Fl√ľsse eingeleitet. Das Schmutzwasser wird der zentralen
Kläranlage zugeleitet.

Bei Regenfallrohren, Straßenrinnen und -gullys und Hofabläufen
gelangen sämtliche Stoffe, die dort eingebracht werden, in
k√ľrzester Zeit in ein Gew√§sser und k√∂nnen dieses mit Schadstoffen
verunreinigen.

Die B√ľrgerinnen und B√ľrger sollen deshalb grunds√§tzlich kein
Schmutz- oder Abwasser in Gullys, Hofabläufe oder Straßenrinnen
kippen.

Umgang mit Farbresten

Bei der Verwendung von lösemittelfreien Farben in privaten
Haushalten fallen √ľblicherweise Farb- und Reinigungsabwasser
in haushalts√ľblichen Mengen an. Hier d√ľrfen bei der Reinigung
von Pinsel, Farbrolle und Eimer anfallende Farb- und
Reinigungsabw√§sser √ľber die Toilette im Haus entsorgt werden,
die an den Schmutz- oder Mischwasserkanal angeschlossen
ist. Die Entsorgung √ľber Kanalgullys im Freien ist
nicht gestattet, da diese in der Regel alle Abw√§sser ‚Äď dazu
gehört auch Niederschlag - in das nächst angrenzende Gewässer
leiten und dies wiederum zu einer Gewässerverunreinigung
f√ľhrt.

Jegliche verbleibende Farbreste nach Malerarbeiten stellen
schadstoffhaltige Abf√§lle dar und m√ľssen auch von Privathaushalten
ordnungsgem√§√ü entsorgt werden. Bei haushalts√ľblichen
Mengen können diese beim Schadstoffmobil und auf
den Recyclinghöfen kostenlos abgegeben werden.

Bei Verwendung von lösemittelhaltigen Farben und Reiniger
sind die verbrauchten Reinigungsmittel und Farbreste √ľber
das Schadstoffmobil oder die Recyclinghöfe zu entsorgen.

Ob Farben oder Reinigungsmittel lösemittelhaltig oder lösemittelfrei
sind, ist leicht an den Farbbehältern erkennbar.

Malerfachbetriebe d√ľrfen anfallende Farb- und Reinigungsabw√§sser
von lösemittelfreien Farben, beispielsweise durch
Pinselreinigung, Farbrolle oder Eimer nur vorbehandelt in den
Schmutz- und Mischwasserkanal ableiten. Der nach dieser
Vorbehandlung √ľbriggebliebene Schlamm oder Farbreststoff
muss als Abfall ordnungsgem√§√ü zur Schadstoffannahme f√ľr
Gewerbetreibende auf den Recyclinghof St. Gabriel.

Wenn lösemittelhaltige Farben und Reiniger verwendet werden,
m√ľssen die verbrauchten Reinigungsmittel und Farbreste
ebenfalls ordnungsgemäß entsorgt werden. Weitere Informationen
sind auch bei der Handwerkskammer oder Malerund
Lackierer-Innung Freiburg erhältlich.
 
 

Wasser-Fußabdruck: Deutschland verbraucht drei Mal jährlich den Bodensee
© WWF
 
Wasser-Fußabdruck: Deutschland verbraucht drei Mal jährlich den Bodensee
WWF-Studie: Deutscher Wasser-Fußabdruck von 159,5 km³ jährlich.
Wasser-Importe aus Brasilien, Elfenbeink√ľste, Spanien und T√ľrkei.

Frankfurt - Nach einer am Montag ver√∂ffentlichten Studie der Umweltstiftung WWF hat Deutschland einen j√§hrlichen Wasser-Fu√üabdruck von 159,5 Mrd. m¬≥ - das ist mehr als das dreifache Volumen des Bodensees (48 Mrd m¬≥). Darin ber√ľcksichtigt ist nicht nur der direkte Wasserverbrauch, sondern auch das in Lebensmitteln und Industrieg√ľtern enthaltene Virtuelle Wasser. ‚ÄěUmgelegt auf die Einwohnerzahl hat damit jeder Deutsche einen t√§glichen Wasser-Fu√üabdruck von 5288 Litern, was etwa 25 Badewannenf√ľllungen entspricht‚Äú, sagt WWF-Experte Martin Geiger. Und das, obwohl der direkte Wasserverbrauch von Privatpersonen in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf gerade einmal 124 Liter pro Tag zur√ľckgegangen ist. Rund die H√§lfte des deutschen Wasserbedarfs wird √ľber ausl√§ndische Produkte importiert. Damit f√ľhrt die Bundesrepublik, obwohl sie in einer wasserreichen Region der Erde liegt, jedes Jahr 79,5 Mrd. m¬≥ Wasser ein.

‚ÄěWasserverbrauch ist nichts schlechtes, sondern ein nat√ľrlicher Vorgang‚Äú, erkl√§rt Martin Geiger. ‚ÄěEs kommt aber immer darauf an, wann, wo und wie viel Wasser aus der Natur entnommen wird.‚Äú Auf diese Gesetzm√§√üigkeiten m√ľssten sich vor allem Landwirtschaft und Industrie ein- und ihre Produktionsprozesse auf eine effiziente Wassernutzung umstellen. Die Politik solle, so der WWF, einen Rahmen f√ľr den verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource setzen. Auch Deutschland sei in der Pflicht. Man habe die Verantwortung, bei Importg√ľtern auf deren Wasserverbrauch im Herkunftsland zu achten. Die sozialen und √∂kologischen Folgen des deutschen Wasser-Fu√üabdrucks gelte es zu reduzieren.

Neben den privaten Haushalten (5,5 Mrd. m¬≥) und der Industrie-(36,4 Mrd. m¬≥), hat der Agrar-Sektor (117,6 km¬≥) den mit Abstand gr√∂√üten Anteil am Wasser-Fu√üabdruck. ‚ÄěDie Landwirtschaft beansprucht √ľber 73 Prozent des j√§hrlichen Wasserbedarfs. Davon wird mehr als die H√§lfte aus anderen L√§ndern importiert‚Äú, sagt Martin Geiger, Leiter des Bereichs S√ľ√üwasser beim WWF Deutschland. Das meiste Wasser f√ľhren wir √ľber Agrar-G√ľter aus Brasilien (5,7 Mrd. m¬≥), der Elfenbeink√ľste (4,2 Mrd. m¬≥) und Frankreich (3,5 Mrd. m¬≥) ein. Doch Deutschland zapft indirekt jedoch auch die Wasserressourcen europ√§ischer Staaten an, die regelm√§√üig mit D√ľrren und Trockenheit zu k√§mpfen haben ‚Äď wie etwa T√ľrkei (1,9 Mrd. m¬≥) oder Spanien (1,8 Mrd. m¬≥). Allein um den Konsum von Kaffee und Kakao in Deutschland zu befriedigen, werden jedes Jahr 20 km¬≥ virtuelles Wasser importiert. Als besonders ‚Äědurstige G√ľter‚Äú gelten au√üerdem Rind- und Schweinefleisch, √Ėl-Saat wie Olive und √Ėlpalme, oder Baumwolle.
 
 

Brandstifter Mensch
© Mark Edwards / WWF-Canon
 
Brandstifter Mensch
Menschen verursachen √ľber 90 Prozent der Waldbr√§nde. / Klimawandel erh√∂ht Waldbrandrisiko am Mittelmeer.

Frankfurt - Es ist in den vergangenen Jahren jeden Sommer das gleiche Bild: Der Mittelmeerraum steht in Flammen. Rund 50.000 Br√§nde j√§hrlich gilt es allein in Portugal, Spanien, Italien und Griechenland zu l√∂schen. Dabei haben nach einer WWF-Studie nur etwa vier Prozent aller Waldbr√§nde weltweit nat√ľrliche Ursachen, wie zum Beispiel einen Blitzeinschlag. ‚ÄěIn allen anderen F√§llen ist der Mensch, sei es direkt oder indirekt, sei es absichtlich oder versehentlich, verantwortlich f√ľr den Brand‚Äú, sagt Markus Radday vom WWF Deutschland. Die Ursachen f√ľr die vermehrten Waldbr√§nde seien fahrl√§ssige oder vors√§tzliche Brandstiftung, verbunden mit extremer Hitze und Trockenheit in den Sommermonaten, die Zersiedelung der Landschaft und durch den Menschen degradierte W√§lder.

So hat sich nach Angaben des WWF allein im Mittelmeerraum die durchschnittliche, j√§hrliche Waldbrandfl√§che seit den 1960er Jahren vervierfacht. In Spanien, wo seit Wochen wieder die Flammen w√ľten, ist die Zahl der Waldbr√§nde sogar zehnmal h√∂her als noch vor f√ľnfzig Jahren. Der WWF fordert ein Ende der Monokultur-W√§lder, die R√ľckkehr zu heimischen Baumarten sowie die konsequente Strafverfolgung von Brandstiftern. Au√üerdem m√ľssten die Gesetze zum Schutz der Umwandlung von Wald- in Bauland konsequenter angewandt werden. Bis heute sei in vielen Mittelmeerl√§ndern die Umwandlung in Bauland oder Agrarfl√§chen nach Waldbr√§nden noch g√§ngige Praxis.

F√ľr die kommenden Jahre prognostiziert der WWF in seiner Waldbrand-Studie eine weitere Verschlimmerung der Situation. F√ľr den s√ľdlichen Mittelmeerraum geht man davon aus, dass sich etwa bis zur Mitte dieses Jahrhunderts die bislang auf die Sommerperiode beschr√§nkte erh√∂hte Waldbrandgefahr auf das ganze Jahr ausgedehnt haben wird. Allein in Spanien w√ľrde sich, so der WWF, bei einer weltweit durchschnittlichen Temperaturerh√∂hung von zwei Grad die Hauptsaison f√ľr Waldbr√§nde um vier Wochen verl√§ngern. ‚ÄěWir m√ľssen deshalb schnell weg von eint√∂nigen Baumreihen aus Eukalyptus oder Kiefer in denen sich Feuer rasend schnell ausbreiten‚Äú, fordert WWF-Experte Markus Radday.
 
 



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185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
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231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 


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