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Verschiedenes

14.09.09: Tag der TropenwÀlder
© Zig Koch / WWF
 
14.09.09: Tag der TropenwÀlder
WWF warnt vor Artensterben und Klimawandel durch Waldzerstörung

TropenwĂ€lder bis zum Ende des Jahrhunderts abgeholzt – positive Nachrichten aus Brasilien und Kolumbien

Frankfurt - AnlĂ€sslich des Tags der TropenwĂ€lder warnt der WWF vor den fatalen Folgen der Tropenwaldvernichtung. Wenn die Abholzung der tropischen WĂ€lder mit dem jetzigen Tempo fortschreitet, werden sie weltweit spĂ€testens bis zum Ende des Jahrhunderts abgeholzt sein. Das hĂ€tte katastrophale Folgen fĂŒr die Artenvielfalt und das Weltklima. Jedes Jahr werden rund 13 Millionen Hektar Tropenwald abgeholzt, das entspricht der FlĂ€che von 36 Fußballfeldern pro Minute. Weltweit gibt es nur noch etwa 10 Millionen Quadratkilometer tropische WĂ€lder.

„Wenn die Abholzung der WĂ€lder nicht schnellstmöglich gestoppt wird, wird es schon bald zu irreversiblen SchĂ€digungen in der globalen Waldstruktur kommen“, so WWF Tropenwaldexperte Markus Radday. „Dadurch wĂŒrden TropenwĂ€lder als Lebensraum und Klimastabilisator zunichte gemacht“.

Hauptursachen der Waldzerstörung sind Rodungen zur Landumwandlung, durch Menschen verursachte WaldbrĂ€nde und durch den Klimawandel hervorgerufene Austrocknungen. Neben dem „legalen“ Raubbau ist illegaler Holzeinschlag und Handel mit Holz aus illegalen Quellen eine der Hauptursachen fĂŒr die Zerstörung von WĂ€ldern weltweit. SchĂ€tzungen des WWF zufolge stammen bis zu 20 Prozent der Holzimporte in die EuropĂ€ische Union aus illegalem Einschlag. Den Tag der TropenwĂ€lder begeht der WWF Deutschland seit 1989 am 14. September, dem Geburtstag des bedeutenden Amazonas-Forschers Alexander von Humboldt (1769-1859).

TropenwĂ€lder gelten als „Schatztruhe der BiodiversitĂ€t. Rund zwei Drittel aller bekannten Tier- und Pflanzenarten leben dort. Nach SchĂ€tzungen des WWF werden jeden Tag bis zu 150 Arten in Folge der Waldzerstörung ausgerottet. Tropische WĂ€lder speichern zudem etwa doppelt soviel Kohlenstoff wie WĂ€lder außerhalb der Tropen. In den BĂ€umen und StrĂ€uchern wird die HĂ€lfte des auf der Erde gebundenen Kohlenstoffs gespeichert. Werden WĂ€lder gerodet, so wird der Großteil des Kohlenstoffes als Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Schon jetzt stammen ca. 20 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen aus der Vernichtung von WĂ€ldern. Besonders schwerwiegend wirkt sich die Abholzung der TorfmoorwĂ€lder Indonesiens aus. Sie speichern 50-mal so viel Kohlenstoff wie eine gleich große FlĂ€che Regenwaldes ohne Torfboden. „Die Zerstörung der TorfmoorwĂ€lder ist in Bezug auf den Klimawandel eine tickende Zeitbombe“, so Markus Radday.

Positive Meldungen aus Lateinamerika

Allerdings gibt es auch positive Meldungen zu verzeichnen. Die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes hat sich nach Angaben der brasilianischen Regierung deutlich verlangsamt. Im zurĂŒckliegenden Messzeitraum ist die Entwaldung ersten SchĂ€tzungen zufolge um 46 Prozent zurĂŒckgegangen und war so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr. Die offiziellen Zahlen fĂŒr den Zeitraum von August 2008 bis Juli 2009 werden im SpĂ€therbst vorgelegt.

Auch aus Kolumbien gibt es positive Nachrichten. Die Regierung unterzeichnete gerade gemeinsam mit 24 Organisationen eine ErklĂ€rung, den Handel mit Holz aus illegalen Quellen zu stoppen. Nach Meinung des WWF ist dieses BĂŒndnis ein wichtiger Schritt zu einer nachhaltigen Waldwirtschaft und wird die ganze Holzbranche in Kolumbien revolutionieren. In der Vergangenheit waren in Kolumbien jĂ€hrlich fast 50.000 Hektar Wald abgeholzt und ĂŒber 20 Baumarten ĂŒbernutzt worden.

Folgende Maßnahmen haben aus Sicht des WWF PrioritĂ€t im Kampf gegen die Tropenwaldvernichtung:

* Verbrauchern und Wirtschaft empfiehlt der WWF, nur Holzprodukte mit FSC-Siegel zu verwenden. Alle Produkte mit diesem Label stammen aus einer verantwortungsvollen Waldwirtschaft.

* Auf europĂ€ischer Ebene fordert der WWF dringend rechtliche bindende Regelungen, wie die EinfĂŒhrung einer Nachweispflicht fĂŒr Unternehmen, dass ihre Holzprodukte aus legalen Quellen stammen. Ein solcher Verordnungsentwurf wurde im Herbst letzten Jahres von der EU-Kommission vorgelegt. Dieser lĂ€uft allerdings derzeit Gefahr, in den Diskussionen im EU-Rat massiv verwĂ€ssert zu werden. Der WWF ruft besonders Bundesagrarministerin Aigner auf, sich fĂŒr eine wirksame Verordnung einzusetzen und die AbschwĂ€chungen nicht zu unterstĂŒtzen.

* Auf internationaler Ebene drĂ€ngt der WWF auf die schnelle Einigung auf ein Verfahren zur EntschĂ€digung der großen Waldnationen fĂŒr den Erhalt ihrer WĂ€lder im Rahmen des REDD-Mechanismus. REDD („Reduced Emissions from deforestation and forest degradation“) ist einer der zentralen Punkte des internationalen Post 2012 Klimaschutzabkommens, das auf der Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember ausgehandelt werden soll.
 
 

 
Umweltpreis 2009
BĂŒrgermeisterin Stuchlik und FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer
Dallmann verleihen sieben Preise

Gemeinsamer erster Platz fĂŒr Verein Freunde des Stadtwald-
Arboretum GĂŒnterstal e.V. und Schutzgemeinschaft
Freiburger Mooswald e.V. in der Kategorie Umweltgruppen

UmweltbĂŒrgermeisterin Stuchlik: PrĂ€mierte Vereine sind
hervorragendes Beispiel fĂŒr ehrenamtliches Engagement

In der Kategorie Unternehmen teilen sich die Firmen Concentrix
Solar und Freiburger Druck den ersten Preis

Der Verein „Freunde des Stadtwald-Arboretum GĂŒnterstal
e.V. und Schutzgemeinschaft Freiburger Mooswald e.V. gewinnen
gemeinsam den Umweltpreis 2009 in der Kategorie
Umweltgruppen. In der Kategorie Unternehmen teilen sich die
Firmen Concentrix Solar und Freiburger Druck den ersten
Platz.

„Die beiden jetzt prĂ€miierten Vereine sind ein hervorragendes
Beispiel fĂŒr ehrenamtliches Engagement. Beide engagieren
sich wirkungsvoll bei der Pflege des Stadtwald-Arboretums
und des Erhalts des Mooswaldes. Mit FĂŒhrungen und verschiedenen
Aktionen wecken sie dafĂŒr bei den BĂŒrgerinnen
und BĂŒrger Interesse. Ihre engagierte Arbeit zeigt FrĂŒchte,
denn beiden Vereinen ist es ĂŒber die Jahre gelungen, nach-
haltig die Umwelt zu schĂŒtzen“, so UmweltbĂŒrgermeisterin
Gerda Stuchlik anlÀsslich der Umweltpreisverleihung im
Rahmen der Badenmesse.

„Die zwei Gewinnerunternehmen stehen beispielhaft fĂŒr das
große Spektrum an Möglichkeiten der Verbindung von Ökologie
und Ökonomie in der Green City Freiburg“, betonte
FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Dallmann. „Auf der einen Seite
wird mit Concentrix Solar ein junges, innovatives Freiburger
Vorzeigeunternehmen ausgezeichnet, welches als Spin-off
des Fraunhofer ISE den wachsenden Wissenssektor im Bereich
Umweltfreundliche Technologien reprÀsentiert. Auf der
anderen Seite dagegen ein alteingesessenes Traditionsunternehmen,
die Freiburger Druck AG, die mit ihrer wegweisenden
Investition in umweltfreundliche Drucktechnologie ihr Engagement
fĂŒr nachhaltige Wirtschaftsentwicklung unter Beweis
gestellt hat.“

Kategorie Umweltgruppen:

Den gemeinsamen ersten Preis, mit jeweils 1200 Euro dotiert,
erhalten die beiden Vereine Verein „Freunde des Stadtwald-
Arboretum GĂŒnterstal e.V. und Schutzgemeinschaft Freiburger
Mooswald e.V. . Sie ĂŒberzeugten die Jury mit ihrem unermĂŒdlichen
ehrenamtlichen Engagement zum nachhaltigen
Schutz der Natur.

Das Stadtwald-Arboretum GĂŒnterstal hat es sich zur Aufgabe
gemacht, den BĂŒrgerinnen und BĂŒrger das so genannte Arboretum
in FĂŒhrungen nĂ€her zu bringen, es zu pflegen, Aktionen
zur Arterhaltung auszufĂŒhren und das Interesse an botanischen
Fragen zu wecken. Heute wachsen im Arboretum ĂŒber
1000 Baum- und Straucharten aus 60 LĂ€ndern und fĂŒnf Kontinenten.
Darunter befinden sich viele Arten, die in ihrer Heimat
vom Aussterben bedroht sind und die Forstbotaniker hier
zu erhalten hoffen.

Die Schutzgemeinschaft Freiburger Mooswald wurde 1997
gegrĂŒndet, um flĂ€chenhaft den Mooswald zu erhalten. Die
ehrenamtlich Engagierten befassen sich neben den AktivitÀten
im Bereich BĂŒrgerbeteiligung mit der Arterhaltung der Flora
und Fauna durch Pflanzaktionen oder Anlage eines Krötenersatzteichs,
zusĂ€tzlich bietet sie regelmĂ€ĂŸig FĂŒhrungen
fĂŒr unterschiedliche Gruppen an.

Den gemeinsamen zweiten Platz, jeweils mit 700 Euro dotiert,
teilen sich das Deutsch-Französische Gymnasium und die
Wentzinger-Schulen. Die Jury ĂŒberzeugte die eingereichten
Projekte beider Schulen aus dem Bereich Energie. Mit ihren
Projekten „Installation einer Solaranlage und „Energiesprecher“
engagieren sich die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in ihren
Schulen aktiv fĂŒr Energieeinsparung und erneuerbare Energien
und zeigen ihren verantwortungsvollen Umgang mit
Energie.

Kategorie Unternehmen:

Den ersten gemeinsamen Platz, der jeweils mit 1100 Euro
dotiert ist, erhalten die beiden Firmen Concentrix Solar und
Freiburger Druck.

Bei der 2005 als AusgrĂŒndung aus dem Fraunhofer Institut fĂŒr
Solare Energiesysteme gegrĂŒndeten Firma handelt es sich
um ein innovatives Freiburger Vorzeigeunternehmen mit inzwischen
80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit ihrem eingereichten
Projekt „Hocheffiziente Konzentrator-PhotovoItaik-
Kraftwerke fĂŒr sonnenreiche Standorte hat sie die Jury vor
allem durch den Innovationsgehalt ĂŒberzeugt.

Die Firma Freiburger Druck hat mit ihrem Projekt „Wasserloser
Zeitungsdruck“ beworben. Durch den Einbau einer 25 Millionen
teuren Anlage hat der wasserlose Offsetdruck in einem
Zeitungsbetrieb international Modell- und Vorbildcharakter fĂŒr
andere Anlagen. Mit der Anlage kann der CO2-Ausstoß in
Druck und Verlag, der Verbrauch an Wasser, Zusatzmittel ,
Entwicklerchemikalien und Reinigungsmittel stark reduziert
oder sogar ganz verzichtet werden.

Die Stabstelle Umweltschutz der Albert-Ludwigs-UniversitÀt
erhĂ€lt den dritten Preis mit 1100 Euro fĂŒr ihr „Mehrwegsystem
fĂŒr BehĂ€lter bei der Entsorgung gefĂ€hrlicher AbfĂ€lle in fester
und flĂŒssiger Form“. Mit dem neuen Mehrwegsystem wird die
Umwelt deutlich weniger belastet, zusÀtzlich der Haushalt der
UniversitĂ€t entlastet und hat Modellcharakter fĂŒr andere öffentliche
Einrichtungen.

Der Umweltpreis, den die Stadt Freiburg mit UnterstĂŒtzung
der FWTM schon seit 1990 vergibt, wird seit 2005 in zwei Kategorien
„Unternehmen“ und „Umweltgruppen“ vergeben und
ist insgesamt mit 7500 Euro dotiert.

Teilnehmen konnten in der Kategorie „Unternehmen“ Firmen,
Arbeitsgemeinschaften, Forschungseinrichtungen und Unternehmen,
die ihre GeschÀftsniederlassung innerhalb des Einzugsgebietes
der Wirtschaftsregion Freiburg haben. In der Kategorie
„Umweltgruppen“ wurden Vereine, VerbĂ€nde, Einzelpersonen,
Schulklassen, SchĂŒlergruppen und Kindergartengruppen
aus Freiburg angesprochen.

Die Jury, der unter anderem UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda
Stuchlik, Mitglieder des Gemeinderates, die FWTM und Um-
weltschutzverbÀnde angehören, beurteilte insgesamt 18 Bewerbungen.
 
 

Flutkatsatrophe in Istanbul: Behörden und StÀdteplaner haben versagt
Istanbul erlebt die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten. © WWF
 
Flutkatsatrophe in Istanbul: Behörden und StÀdteplaner haben versagt
Frankfurt - Angesichts der dramatischen Flutkatastrophe in Istanbul wirft die Umweltschutzorganisation WWF den Behörden und StĂ€dteplanern der tĂŒrkischen Metropole Versagen vor. Illegale, aber von der Stadtverwaltung tolerierte Siedlungen, teilweise sogar in ausgetrockneten Flussbetten oder natĂŒrlichen Überschwemmungsgebieten, seien bei Hochwasser besonders gefĂ€hrdet. Hinzu komme ein marodes Kanalisationssystem und eine Bebauung, die das Wasser daran hindere ins Meer abzufließen. „Die tĂŒrkische Regierung und die Istanbuler Stadtverwaltung mĂŒssen angesichts der Flutkatastrophe unverzĂŒglich reagieren. Zerstörte Siedlungen in Hochwasserrisikogebieten dĂŒrfen nicht wieder aufgebaut werden. Man muss dem Wasser natĂŒrliche Abflusswege zugestehen“, fordert Martin Geiger, Leiter des Bereichs Flussmanagement und SĂŒĂŸwasser beim WWF Deutschland.

StarkregenfĂ€lle habe es in der Region rund um Istanbul und an der Schwarzmeer-KĂŒste schon immer gegeben. Um zukĂŒnftig derartige Katastrophen zu verhindern und die Bevölkerung zu schĂŒtzen sei ein modernes Hochwassermanagement notwendig, die Ausweisung von Risikogebieten und entsprechende baurechtliche Vorgaben. „Wir mĂŒssen auch in Metropolenregion der Natur ihren Raum dort lasse, wo sie ihn dringend brauche“, sagt Martin Geiger.
 
 

 
„Stromsparcheck Freiburg“
Energiesparservice fĂŒr einkommensschwache Haushalte
Positive Zwischenbilanz fĂŒr Kooperationsprojekt

BĂŒrgermeisterin Stuchlik: Wichtige Baustein fĂŒr
Breitenwirkung der Freiburger Klimaschutzziele

Eine erste positive Zwischenbilanz verzeichnen die
Kooperationspartner des Projekts „Stromsparcheck Freiburg“.
Wie BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik heute gegenĂŒber der
Presse betonte, sei es gelungen, Haushalte mit geringem
Einkommen fĂŒr Klimaschutzziele zu sensibilisieren und sie
gleichzeitig finanziell zu entlasten: „Wir konnten wirkungsvoll
vermitteln, dass diese abstrakte Materie ganz konkrete
Auswirkungen hat – zum Beispiel auf den Inhalt des
Geldbeutels. Das ist besonders fĂŒr Menschen
nachvollziehbar, die rechnen mĂŒssen.“ Das Interesse an der
Aktion sei groß – auch von Haushalten, die nicht der
Zielgruppe angehören.

Seit Oktober 2008 sind 14 Langzeitarbeitslose als
Stromsparhelfer/innen qualifiziert worden. In den ersten acht
Monaten dieses Jahres haben sie 143 Freiburger von
Arbeitslosengeld II lebende Haushalte beraten, wie sie Strom
und Wasser sparen können. Dabei installierten sie 329
Energiesparlampen, 98 Steckerleisten, 49 Wasserspar-
Perlatoren und 35 wassersparende Duschköpfe. Die
Schulung der Stromsparhelfer/innen umfasste neben
technischem Fachwissen auch soziale Kompetenz. Drei von
ihnen konnten aufgrund ihrer TĂ€tigkeit bereits in Ausbildung
und Arbeit vermittelt werden.

Das jÀhrliche Einsparpotential pro Haushalt lag bei
durchschnittlich 74 Euro, in EinzelfĂ€llen sogar bei ĂŒber 200
Euro. Die gesamte finanzielle Entlastung der Haushalte
betrug damit rund 10.500 Euro. DarĂŒber hinaus spart auch die
Stadt Freiburg, die derzeit fĂŒr rund 9.000 bedĂŒrftige Haushalte
Miet- und Nebenkosten in Höhe von 3,7 Millionen Euro trÀgt.
Und auch das Klima profitiert von dieser Entwicklung: Rund
23,2 Tonnen Kohlendioxid wurden der AtmosphÀre dadurch
erspart.

„Mit diesen Ergebnissen bestĂ€tigt sich schon in der ersten
Zwischenbilanz eindrĂŒcklich, dass der prognostizierte
Mehrfacheffekt Einsparung – Qualifizierung – Klimaschutz
erreicht wird“, stellten Christiane BlĂŒmle und Patrick Krezdorn
von den ProjekttrÀgern VABE und Caritasverband fest.

Bei dem Projekt arbeiten das stÀdtische Umweltschutzamt,
der Verein zur Förderung kommunaler Arbeits- und
BeschĂ€ftigungsmaßnahmen (VABE), der Caritasverband
Freiburg-Stadt, die ARGE Freiburg und der Energieversorger
Badenova zusammen. Badenova ĂŒbernahm nicht nur einen
Teil der Schulungen. Mit ĂŒber 140.000 Euro aus dem
Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz fördert das
Unternehmen Startersets im Wert von je 50 Euro. Sie
enthalten Energiesparlampen, Steckerleisten, Perlatoren und
Duschköpfe, die kostenlos eingebaut werden. Erst durch die
Förderung des regionalen Energiedienstleisters wird auch ein
Zuschuss fĂŒr den Austausch von veralteten KĂŒhlgerĂ€ten
möglich. „Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafĂŒr, dass
Badenova mit dem Innovationsfonds nicht nur technische und
wissenschaftliche Lösungen fĂŒr den Klima- und Wasserschutz
vorantreibt, sondern auch das energieeffiziente
Nutzungsverhalten der Menschen“, so Anke Held, die bei
Badenova fĂŒr den Innovationsfonds zustĂ€ndig ist.

Die Stadt Freiburg leistete 2008 eine Anschubfinanzierung in
Höhe von 10.000 Euro und unterstĂŒtzt die Aktion 2009 und
2010 mit jeweils 46.000 Euro. Weiterhin wirbt die Stadt im
Rahmen ihrer Aktion Co2libri fĂŒr das Pojekt. Die ARGE
Freiburg unterstĂŒtzt das Vorhaben, indem sie
Teilnehmer/innen zur Qualifizierung vermittelt und mit
FaltblĂ€ttern und Plakaten ĂŒber das Angebot informiert.

TrÀger sind der VABE und der Caritasverband Freiburg-Stadt,
vertreten durch sein BeschÀftigungsprojekt FAIRKAUF. Beide
TrÀger haben durch ihre langjÀhrige TÀtigkeit mit
langzeitarbeitslosen Menschen einen guten Zugang zur
Zielgruppe einkommensschwacher Haushalte, was wesentlich
zum Erfolg des „Stromsparcheck Freiburg“ beitrĂ€gt.

Das Vorhaben vereint mehrere positive Effekte.
Einkommensschwache Haushalte und die Kommune werden
finanziell entlastet. Gleichzeitig wird das Umweltbewusstsein
in einer Bevölkerungsgruppe gestÀrkt, die bisher kaum durch
Klimaschutz-Aktionen erreicht wurde. Weiterhin werden
Langzeitarbeitslose auf einem nachhaltigen TĂ€tigkeitsfeld
qualifiziert und erhalten dadurch eine berufliche Perspektive.
Durch das VerknĂŒpfen ökologischer, ökonomischer und
sozialer Ziele entspricht die Aktion dem aktuellen VerstÀndnis
von Nachhaltigkeit.

Das Freiburger Projekt lehnt sich an ein Frankfurter
BeschÀftigungsprojekt der Caritas an. Die bislang guten
Erfahrungen aus Frankfurt zeigen, dass die Projektziele im
Bezug auf die beratenen Haushalte, die teilnehmenden
Langzeitarbeitslosen und den Klimaschutz erreicht werden
können.
 
 

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Keine Chance der Kastanienminiermotte „Motten stoppen - Laub sammeln“
Große Herbstaktion von „Freiburg packt an“

Hilfe von BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern fĂŒr wirksame SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung
notwendig

Herbstliche Stimmung bereits in manchen Straßen Freiburgs:
Gelblich-braunes Laub fĂ€llt schon in so großen Mengen, dass
man sich schon im goldenen Oktober wĂ€hnt. Aber Grund dafĂŒr
ist, dass die Kastanien von einem SchÀdling befallen sind,
der sogenannten Kastanienminiermotte. Und die setzt den
Kastanien heftig zu. Der nur fĂŒnf Millimeter große Schmetterling
befĂ€llt die BĂ€ume und zerstört großflĂ€chig deren BlĂ€tter.
Die einzige Methode, den SchÀdling effektiv zu bekÀmpfen ist
das Aufsammeln und Entsorgen des gefallenen Laubs, um
die Weiterentwicklung der Motte einzudÀmmen. Dabei ist die
Stadt auf die Mithilfe aller angewiesen und gibt heute den
Startschuss fĂŒr eine Reihe von Aktionen im Rahmen von
„Freiburg packt an“.

Gemeinsam mit Anwohnerinnen und Anwohnern rund um die
Mozartstraße hat Martin Leser, stellvertretender Leiter des
Garten- und Tiefbauamtes heute eine Laubsammelaktion
durchgefĂŒhrt. Martin Leser: „Es gibt in Freiburg kaum noch
eine Kastanie, die nicht von der Motten befallen ist. Wir appellieren
deshalb an alle, die Kastanien vor der TĂŒr, im Garten
oder in nĂ€chster NĂ€he haben, regelmĂ€ĂŸig bis in den Herbst
hinein das Laub zu sammeln und in unseren speziellen LaubsÀcken
zu entsorgen.“

Hintergrund zur Kastanienminiermotte

Die Kastanienminiermotte ist erst seit 1986 ĂŒberhaupt bekannt
und wurde nach Deutschland eingeschleppt. Nach wie
vor unbekannt ist ihr eigentliches Herkunftsgebiet. In Freiburg
wird ein deutlicher und zunehmender Befall seit Ende der
90er Jahre beobachtet. Ab Ende April schlĂŒpfen aus den
Puppen im Kastanienlaub die Schmetterlinge, die ihre Eier im
unteren Kronenbereich ablegen. Drei bis vier Generationen
sind in einem Jahr möglich, wobei jede Generation ihre Eier
weiter oben in der Krone, auf noch unbefallenen BlÀttern ablegt.
Die letzte Generation ĂŒberwintert als Puppe im abgefallenen
Laub am Boden.

Die Kastanienminiermotte befĂ€llt fast ausschließlich die weiß
blĂŒhende Rosskastanie. Andere Kastanienarten (rot oder gelb
blĂŒhend) werden nur schwach oder gar nicht befallen. In Freiburg
stehen insbesondere an Straßen ĂŒberwiegend weiß blĂŒhende
Kastanien (zirka 1.800 BĂ€ume), so dass es kaum mehr
KastanienbÀume gibt, die nicht von der Miniermotte befallen
sind. Die winzigen Raupen fressen das nahrhafte Pflanzengewebe
auf und zerstören so großflĂ€chig das Gewebe. Wenn
die Zerstörungen zu groß werden, trennt sich der Baum von
den befallenen BlÀttern, die dann oft noch die Puppen in sich
tragen. Dies fĂŒhrt dazu, dass die Kastanien bei starkem Befall
oft schon im August ihre BlÀtter abwerfen. Wenn nach zwei
bis vier Generationen der Laubabwurf zu stark geworden ist,
hilft sich der Baum durch einen neuen Austrieb, oft verbunden
mit einer "NotblĂŒte" im SpĂ€tsommer. Die Zeit bis zum herbstlichen
Laubfall ist dann zu kurz, um die Energie- und NĂ€hrstoffreserven
wieder aufzufĂŒllen, so dass die betroffenen
BĂ€ume geschwĂ€cht in die Winterruhe gehen. Zum GlĂŒck fĂŒhrt
die Kastanienminiermotte noch nicht zum Absterben der
BÀume. Bei fortdauernder SchwÀchung ist dies aber nicht
auszuschließen.

Wie erkenne ich den Befall?

Der Miniermottenbefall ist dadurch zu erkennen, dass die
BlÀtter zunÀchst im unteren Kronenbereich gelbliche bis
brÀunliche Flecken aufweisen. Diese VerfÀrbungen sind auch
aus einer gewissen Entfernung schon im FrĂŒhsommer zu erkennen:
Im SpÀtsommer sind die BlÀtter oft so stark befallen,
dass die Flecken zu FlÀchen zusammenwachsen und sich
das ganze Blatt braun verfÀrbt. Der Befall wandert dann immer
weiter in den oberen Kronenbereich hinein.

Die BekÀmpfung

Die BekÀmpfung der Kastanienminiermotte ist schwierig. Es
gibt wirksame Insektizide, deren Einsatz sich im bebauten
Gebiet aber verbietet. NatĂŒrliche Feinde gibt es kaum, zumindest
sind diese nicht in der Lage, die immense Anzahl an
Motten zu dezimieren. Die Stadt Freiburg hat verschiedene
Versuche, zum Teil in Zusammenarbeit mit der UniversitÀt
Freiburg, zur BekĂ€mpfung des SchĂ€dlings durchgefĂŒhrt, mit
geringem Erfolg (Pheromonfallen, Leimstreifen am Baumstamm).
Auch das Kompostieren des Laubs tötet die Miniermottenlarven
nicht zuverlÀssig ab, da auf den hÀuslichen
Komposthaufen in den GĂ€rten nicht die erforderliche Temperatur
erreicht wird, um die Larven abzutöten.

Insbesondere in Berlin macht man sich die Tatsache zu Nutze,
dass die letzte Miniermottengeneration im Laub ĂŒberwintert.
Dort wird seit einigen Jahren in breit angelegten Aktionen
das Kastanienlaub eingesammelt und vernichtet. Untersuchungsergebnisse
des Pflanzenschutzamts Berlin bestÀtigen
den Erfolg der Laubsammlungen und einer professionellen
Entsorgung: Wo im letzten Jahr grĂŒndlich Kastanienlaub gesammelt
wurde, sind im FrĂŒhjahr teilweise bis zu 80 Prozent
weniger Motten geschlĂŒpft. Im Durchschnitt sind etwa zwei
Drittel weniger Motten in den BÀumen der gerÀumten FlÀchen
aufgetreten. Der Befall tritt deutlich spÀter ein. Die BlÀtter
werden so anfangs deutlich weniger geschÀdigt und bleiben
lĂ€nger grĂŒn. Auch der Laubfall verzögert sich im Vergleich zu
BĂ€umen, unter denen das Laub nicht entfernt wurde.

Deshalb gilt derzeit das möglichst vollstÀndige Einsammeln
und professionelle Entsorgen des Kastanienlaubs als die einzig
wirksame und praktikable Methode, um den Miniermottenbefall
einzudÀmmen. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung
Freiburg sowie das Garten- und Tiefbauamt sammeln natĂŒrlich
innerhalb ihrer ZustÀndigkeit das Herbstlaub ein. Dabei
kann aber lÀngst nicht das gesamte Kastanienlaub erfasst
werden. Deshalb bittet das Garten- und Tiefbauamt um die
Mithilfe der BĂŒrger/-innen. Diese sind vor Ort und können das
Laub kontinuierlich einsammeln.

Aktion „Motten stoppen - Laub sammeln“:

Die Stadt Freiburg, Garten- und Tiefbauamt, stellt kostenlos
leuchtend gelbe LaubsammelsÀcke zum Einsammeln und
Entsorgen des Laubs zur VerfĂŒgung. Diese SĂ€cke dĂŒrfen nur
mit Kastanienlaub befĂŒllt werden. Anders befĂŒllte SĂ€cke werden
nicht entsorgt, da das befallene Laub in der Verbrennungsanlage
aufwÀndig entsorgt werden muss. Die Abfallwirtschaft
und Stadtreinigung Freiburg GmbH weist darauf
hin, dass das Kastanienlaub nicht in die Bio- oder RestmĂŒlltonne
geworfen werden darf.

Die LaubsammelsÀcke sind an folgenden Stellen zu erhalten:

- BĂŒrgerservice im Innenstadtrathaus
- Hauptpforte im Technischen Rathaus
- RathÀuser der Ortsverwaltungen
- Ökostation Freiburg im Seepark
- GĂ€rtnerunterkunft im Stadtgarten bei der KarlsbrĂŒcke
- Recyclinghöfe der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg

Die befĂŒllten SĂ€cke sollten von den BĂŒrger/-innen deutlich
sichtbar an den Straßenrand bzw. den Platz gestellt, wo auch
die AbfallbehÀlter stehen. Der Standort sollte dem Gartenund
Tiefbauamt telefonisch mitgeteilt werden, um die Einsammlung
besser steuern zu können (Tel. 0761 / 201-4711,
Frau Kurze). Die gefĂŒllten LaubsĂ€cke werden vom Gartenund
Tiefbauamt abgeholt und von der Abfallwirtschaft und
Stadtreinigung Freiburg GmbH ordnungsgemĂ€ĂŸ entsorgt.

Die nÀchste Aktion findet bereits kommenden Samstag statt:
Am Samstag, 5. September, wird um 14 Uhr im Eschholzpark
Laub gesammelt. Treffpunkt ist die Gartenschlauch-
Skulptur.

Weitere Aktionen im Herbst im Rahmen von „Freiburg packt
an“ werden in der Presse gesondert angekĂŒndigt. Aktuelle
Infos auch unter www.freiburg.de/freiburgpacktan. ZusÀtzlich
werden an den Ausgabestellen der LaubsammelsÀcke Flyer
mit Informationen ĂŒber die Aktion ausgelegt.
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Bald 137 Naturdenkmale auf Stadtgebiet
Bergahorn beim Alten Wiehrebahnhof soll unter Schutz
gestellt werden

BĂŒrgermeisterin Stuchlik: „Es sind besonders
eindrucksvolle Exemplare, die den Denkmalstatus
erhalten. Sie setzen Zeichen fĂŒr die Bedeutung der Natur
in der Stadt.“

Zehn weitere Naturdenkmale will das stÀdtische
Umweltschutzamt ausweisen – acht mit EinzelbĂ€umen und
zwei als Baumgruppen. Damit erhöht sich die Zahl der
Naturdenkmale auf Freiburger Stadtgebiet von 127, was etwa
200 BĂ€umen entspricht, auf 137, ein Zuwachs von 16
BĂ€umen. Unter den Kandidaten befindet sich auch ein
Bergahorn an der Urachstraße, den BĂŒrgermeisterin Gerda
Stuchlik heute stellvertretend fĂŒr alle Naturdenkmale der
Presse vorstellte. „Es sind besonders eindrucksvolle
Exemplare, die den Denkmalstatus erhalten,
Baumpersönlichkeiten, die ihre Umgebung prÀgen. Schon
deshalb gebĂŒhrt ihnen zusĂ€tzlicher Schutz. Außerdem setzen
sie unĂŒbersehbare Zeichen fĂŒr die Bedeutung der Natur,
haben damit auch eine wichtige pĂ€dagogische Funktion“, so
die BĂŒrgermeisterin.

Knapp die HĂ€lfte der geplanten Naturdenkmale stehen auf
stÀdtischem Grund und Boden, die restlichen auf
PrivatgrundstĂŒcken. Das Umweltschutzamt hat die
EigentĂŒmer informiert. Erste positive RĂŒckmeldungen liegen
vor.

Zu den Kandidaten zÀhlen ein Ginkgo mit auffÀllig markantem
Stamm in der Bernhardstraße, drei alte Eichen am
Gewerbekanal in der KartĂ€userstraße auf Höhe des
Hirzbergparks, eine fĂŒnfstĂ€mmige Erle am Hölderlebach in
der Wiehre und eine besonders schön gewachsene
Atlaszeder am Lorettoberg. Als naturdenkmalwĂŒrdig schĂ€tzen
die Fachleute auch einen Bergahorn ein, der die AtmosphÀre
um den Alten Wiehrebahnhof an der Urachstraße bereichert.

Der Bergahorn, vom Kuratorium „Baum des Jahres“,
Fachbeirat der Stiftung fĂŒr BĂ€ume, zum Baum des Jahres
2009 gewĂ€hlt, ist jedem Kind wegen seiner FrĂŒchte bekannt,
die als „Nasenzwicker“ aufgesetzt oder als Propeller durch die
Luft geworfen werden. FĂŒnflappige, wie HĂ€nde wirkende
BlÀtter unterscheiden ihn vom Spitzahorn mit seinem spitz
gezahnten Blattwerk. Der Baum, der bis zu 600 Jahre alt
werden kann, bevorzugt Bergregionen und kommt vor allem
in den Alpen vor. Er fĂŒhlt sich aber auch im Mittelgebirge
sowie in Tieflagen wohl. Wuchsform und GrĂ¶ĂŸe
beeindrucken. Dichte Belaubung dient als LĂ€rmschutz und
Schadstofffilter und liefert gleichzeitig Sauerstoff fĂŒr das
lokale Klima. Tierökologisch wertvoll ist die Baumart, weil sie
vielen Insekten wie Bienen, Ameisen und Schmetterlingen
durch den hohen Zuckergehalt im Pflanzensaft Nahrung
bietet. Zudem ernĂ€hren sich 20 Vogelarten von den FrĂŒchten.
Die alte Rinde bietet vielen Kleintieren Schutz, vereinzelt
sogar FledermĂ€usen. Entscheidend fĂŒr seine Wahl zum Baum
des Jahres war seine AnpassungsfÀhigkeit an
unterschiedliche klimatische VerhÀltnisse und seine
Unempfindlichkeit gegen Stress. Daher eignet er sich im
Hinblick auf den Klimawandel besonders fĂŒr den Waldumbau
zu ökologisch stabilen MischwĂ€ldern sowie als Straßen- und
Parkbaum.

Sein erstes Naturdenkmal erhielt Freiburg auf Weisung des
Landeskulturamts im Jahr 1950: einen Tulpenbaum in der
Goethestraße, der allerdings im Jahr 2000 gefĂ€llt werden
musste. Das höchste unter den aktuellen Naturdenkmalen ist
die mindestens 38 Meter messende Platane an der Kartaus.
Zu den exotischsten Beispielen zÀhlt ein Maulbeerbaum an
der Eichbergstraße. Die Ă€ltesten sind die Linden am
Kapellenweg. Sie stammen von 1645, aus Zeiten des
DreißigjĂ€hrigen Kriegs. Mit sieben Metern Stammumfang ist
der Mammutbaum an der Starkenstraße das massivste
Denkmal, und das urwĂŒchsigste steht auf dem Kybfelden –
ein rund 220 Jahre alter Bergahorn.

Zuletzt 2006 wurde eine Baumgruppe als Naturdenkmal
ausgewiesen – der Eichenbestand an der Herdermer
Eichhalde, von dem sich der Straßenname herleitet.
Grundlage dafĂŒr ist das Naturschutzgesetz, das bestimmte
Voraussetzungen nennt. Dazu zÀhlen eine besonders
ausgeprĂ€gte Wuchsform, außergewöhnliche GrĂ¶ĂŸe, hohes
Alter, Seltenheit einer Baumart, ökologischer Wert,
stadtviertelprÀgende QualitÀt oder kulturgeschichtliche
Bedeutung. VorschlĂ€ge fĂŒr Naturdenkmale kommen meist
aus der BĂŒrgerschaft, von BĂŒrger- oder Naturschutzvereinen.
Das Umweltschutzamt prĂŒft jeden einzelnen Fall gemeinsam
mit den Naturschutzbeauftragten und den Baumfachleuten
des Garten- und Tiefbauamts.

In einem förmlichen Unterschutzstellungsverfahren erlÀsst
das Umweltschutzamt fĂŒr die neuen Naturdenkmale eine
Sammelverordnung, worin der Schutzzweck genannt und
verbotene und zulÀssige Handlungen geregelt sind. Nach
Inkrafttreten der Verordnung werden die Denkmale mit einem
dreieckigen grĂŒnen Metallschild mit der Aufschrift
„Naturdenkmal“ versehen. Ziel der Unterschutzstellung ist ein
möglichst langfristiger Erhalt des jeweiligen Baums. DafĂŒr
wird er jÀhrlich zweimal kontrolliert. Gegebenenfalls entfernen
Fachleute Totholz oder schneiden Äste zurĂŒck, vor allem um
die Verkehrssicherheit zu gewÀhrleisten. Falls nötig, wird der
Baum saniert. DafĂŒr können Fördermittel aus dem
Landschaftspflegeprogramm des Landes beantragt werden.
Rund 12.000 bis 16.000 Euro wendet die Stadt Freiburg im
Schnitt jĂ€hrlich fĂŒr diese Arbeiten auf.
 
 

„Freiburg packt an“ und rupft Ambrosia
Ambrosia artemisiifolia - Foto: SB Johnny / Wikipedia
 
„Freiburg packt an“ und rupft Ambrosia
Am Samstag, 29. August, veranstaltet das Garten- und Tiefbauamt
im Rahmen von „Freiburg packt an“ ab 9:30 Uhr eine
Ambrosia-Rupf-Aktion bei der Neuen Messe. Dort steht Ambrosia
kurz vor der BlĂŒtenentwicklung. Höchste Zeit also, die
gefĂ€hrliche Pflanze auszureißen und zu vernichten. Interessierte
treffen sich am Samstag um 9.30 Uhr an der östlichen
Zufahrt zum MessegelĂ€nde bei der Schranke (schrĂ€g gegenĂŒber
KaiserstuhlbrĂŒcke und LKW-Verlade-Station). Empfohlene
AusrĂŒstung: geschlossene Schuhe. Jede Teilnehmerin/
jeder Teilnehmer erhÀlt Informationsmaterial und Handschuhe.
Die Aktion findet bei jedem Wetter statt. Anmeldung
ist nicht erforderlich. Die Aktion dauert zirka eineinhalb Stunden.
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