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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

Wirkungsvoller Klimaschutz benötigt politische Vorgaben
Parteienvertreter auf dem Podium / Foto: JĂĽrgen Wieland
 
Wirkungsvoller Klimaschutz benötigt politische Vorgaben
Die deutsche Energiepolitik nach der Bundestagswahl stand im Mittelpunkt einer von fast 100 sehr interessierten Personen besuchten Podiumsdiskussion in der Universität Freiburg, zu der das Klimabündnis Freiburg sowie der u-asta der Uni Freiburg vier bedeutende Energie-Experten und fünf Vertreter der Bundestagskandidaten des Wahlkreises Freiburg eingeladen hatten.

Eingangs setzten sich Gabi Rolland für die SPD, Walter Witzel für die Grünen und Dirk Spöri für die Linken klar für die Beibehaltung des Atomkraftausstiegs ein, während Manfred Hettich für die CDU und Thomas Härringer sich für weitere Atomkraftnutzung als Übergangsenergie aussprachen.

Zwar waren sich alle Sprecher mit dem Publikum einig, dass die erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren enorm ausgebaut werden müssen und verstärkte Anstrengungen in den Bereichen Energieeffizienz und Energiesparen von Nöten sind. Aber es wurden auf dem Podium deutlich unterschiedliche Meinungen vertreten, wie dies zu erreichen sei.

Thomas Härringer (FDP) sprach sich vor allem für Aufklärung und finanzielle Vorteile für Investoren aus, um die Klimaziele zu erreichen. Nach Ansicht der Vertreter von SPD, Grünen und der Linken sowie für Veit Bürger vom Öko-Institut reicht Freiwilligkeit allein zur Lösung der Klimaproblematik aber nicht aus. Regulierende Eingriffe des Staates, z.B. zum Verbot von energiefressenden Haushaltsgeräten, Nachtspeicheröfen und Anlagen zur elektrischen Wärmeerzeugung müssten gepaart werden mit finanzieller Förderung zur Vermeidung von sozialen Härten. Dies führe schneller und umfassender zum Ziel, bis 2050 die Kohlendioxidemissionen möglichst ganz zu vermeiden. So will die SPD laut Gabi Rolland in der nächsten Legislaturperiode 2 Mrd. Euro für die verstärkte Gebäudesanierung bereitstellen, während Dr. Walter Witzel für Bündnis90/ Die Grünen sowie Dirk Spöri für „Die Linke“ einen ebenfalls 2 Mrd. Euro schweren Energiesparfonds zur Unterstützung sozial schwächerer Haushalte auflegen möchten.

Gerhard Stryi-Hipp, neuer Leiter zu Energiepolitik vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), machte klar, dass die wenig flexiblen Kohle- und Atomkraftwerke nicht vereinbar sind mit der schwankenden Stromeinspeisung der Wind- und Solarkraftwerke. Die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke, die von CDU und FDP gewollt wird, würde daher Investitionen in erneuerbare Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Energiesparen und somit zehntausende Arbeitsplätze kurz- und mittelfristig gefährden.

Dr. Michael Sladek, der für die neue Genossenschaft „Energie in Bürgerhand“ antrat, wandte sich vehement gegen die Linie von CDU und FDP pro Atomkraft als Übergangsenergie mit Laufzeitverlängerung. Denn damit wollten Stromkonzerne wie Eon und RWE die erneuerbaren Energien klein halten, wie sich ganz eindeutig an Aktionen dieser Konzerne erweise. Wie Stromrebell Michal Sladek weiter mitteilte, werbe die EWS Schönau/ Schwarzwald nicht nur für das Abwracken der alten Atomkraftwerke, sondern auch konkret für den Austausch von alten Heizungspumpen. Dieser von der EWS bezuschusste Austausch ermögliche etwa 80% Stromeinsparung und würde auf Deutschland hochgerechnet ganze zwei Atomkraftwerke überflüssig machen. Die von ihm eingebrachte Idee, CO2-Emissionsrechte aufzukaufen und diese durch „Stilllegung“ aus dem Markt zu nehmen und somit die verbleibenden Rechte zu verteuern, stieß bei den Parteienvertretern auf breite Zustimmung.

Ingenieur Karl-Ekkehard Sester von der „100 Prozent GmbH“, dem neuen Wirtschaftsverband Erneuerbare Energien Regio Freiburg, verdeutlichte, dass mehrere europäische Nachbarländer den Anteil der Stromerzeugung aus hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) schnell und deutlich gesteigert hätten, Dänemark z.B. auf 50%, während in Deutschland kaum mehr als 10% realisiert seien. Während sich „Rot-Rot-Grün“ auf dem Podium für mindestens 25-30% KWK-Anteil bis 2020 aussprachen und dies ebenso wie Michael Sladek durch einen Mix von hocheffizienten kleinen und großen Anlagen erreichen wollen, sprachen sich Manfred Hettich für die CDU und Karl-Ekkehard Seester vor allem für die Nutzung von wärmebedarfsgesteuerten größeren Anlagen aus. Dr. Witzel bezeichnete Strom aus KWK unwidersprochen als die wichtigste und schnellste Alternative zur Atomkraft.

Der sehr zweifelhafte Nutzen der elektrischen Wärmepumpen, der deutlich zu steigernde Anteil der erneuerbaren Energien bei der Wärmeerzeugung sowie die Einführung des „Top-Runner-Prinzips“, bei dem die effizientesten Geräte nach 3 Jahren Mindestvorgabe werden, schlechtere Geräte dürfen dann nicht mehr angeboten werden, waren einige der weiteren spannenden Themen des Abends.

Dr. Georg Löser, aktiv fürs Klimabündnis Freiburg sowie Vorsitzender des ECOtrinova e.V., entlockte als Leiter der Veranstaltung den Podiumsgästen sowie den Zuhörern engagierte Beiträge, so dass erst die Schließung der Universität um 22 Uhr die Diskussion beenden konnte.

JĂĽrgen Wieland, KlimabĂĽndnis Freiburg, 18.09.09



Im Bild die Parteienvertreter auf dem Podium (von links nach rechts): CDU: Manfred Hettich (CDU), Thomas Härringer (FDP), Dirk Spöri (Die LINKE), Dr. Walter Witzel (Bündnis90/Die GRÜNEN), Gabi Rolland (SPD)
 
 

Freiburg trauert um verstorbenen Pionier der Solarwirtschaft, Georg Salvamoser
 
Freiburg trauert um verstorbenen Pionier der Solarwirtschaft, Georg Salvamoser
Unternehmer und Gründer der „Solarfabrik Freiburg“ ist
im Alter von 59 Jahren verstorben

OB Salomon: „Wir verdanken es Georg Salvamoser, dass
Freiburg zu einem der weltweit fĂĽhrenden Solarstandorte
geworden ist!“

Die Stadt Freiburg und die Freiburger Energie- und Solarinstitutionen
trauern um Georg Salvamoser. Der Unternehmer und
GrĂĽnder der Freiburger Solarfabrik ist im Alter von 59 Jahren
plötzlich verstorben. Georg Salvamoser, geboren 1950 in
Garmisch-Partenkirchen, zählte zu den herausragenden Persönlichkeiten
der Umweltwirtschaft und hat als innovativer
Pionier und Unternehmer maĂźgeblich zur heutigen Bedeutung
des Solarstandorts Freiburg beigetragen.

Seit 1991 selbständig, hatte Salvamoser die „Solar-Energie-
Systeme“, die „Solarstrom-AG“ (SAG) und die „Solarfabrik
Freiburg“ gegründet, die damals die einzige Produktionsstätte
fĂĽr Solarmodule in Deutschland war. FĂĽr seine Verdienste um
die Förderung erneuerbarer Energien hatte die Deutsche
Bundesstiftung Umwelt Georg Salvamoser 1998 mit dem
„Deutschen Umweltpreis“ geehrt. Nach seinem Ausscheiden
aus dem von ihm gegrĂĽndeten Unternehmen war er zuletzt
als Berater tätig.

In einem Beileidsschreiben an die Familie wĂĽrdigt OberbĂĽrgermeister
Dieter Salomon die Verdienste des Verstorbenen
für Freiburg: „Wir verdanken Georg Salvamoser, seinen Ideen
und seinem unternehmerischen Engagement, dass Freiburg
heute einer der weltweit fĂĽhrenden Standorte in der Solarwirtschaft
ist. Seine Lebensfreude, sein Optimismus und sein
Gabe, Menschen fĂĽr seine Ziele zu begeistern, werden unvergessen
bleiben.“
 
 

Stiftung will Klarheit beim Bauen fĂĽr den Menschen
 
Stiftung will Klarheit beim Bauen fĂĽr den Menschen
In einem „Wettbewerb“ sollen Architekten, Bauhandwerk und Bauindustrie verwendete Baustoffe und Bauweisen offen legen

Trotz aller Ansätze ökologischen und energieeffizienten Bauens, einer Vielzahl von Normen, Verordnungen und Gütezeichen, gibt es immer noch nicht das Familienhaus, das alle Aspekte gesunden, ökologischen, nachhaltigen, sicheren und wirtschaftlichen Bauens in sich vereinigt. Die Informationsflut macht dieses Thema für den Laien unüberschaubar. Die Vielfalt moderner Baustoffe, deren (gesundheitliche und ökologische) Auswirkungen sich erst in Jahrzehnten zeigen werden, verunsichern Bauleute zusätzlich. Gleichzeitig sind Allergien, Asthma und andere Erkrankungen durch Schadstoffbelastungen und baubedingte Ursachen sprunghaft in die Höhe gegangen. Zukunftsfähige Konzepte für "Das perfekte Haus" werden in den Schubladen der Bauwirtschaft vermutet. Was fehlt, ist eine zentrale Datenbank, in der sich auch der Baulaie orientieren kann, ein Informationspool, der jedem zugänglich ist. Aus diesem Grund hat die gemeinnützige Stiftung WORLD FUTURE PROJECTS FOUNDATION den Wettbewerb „The Perfect House“ ins Leben gerufen. Das Projekt beginnt 2010 in Deutschland und wird später auf andere europäische Länder erweitert. Bewerben kann man sich in drei Kategorien: Gebaute Ein- und Zweifamilienhäuser (Fertigstellung bis 2010), verdichtete Lösungen und Siedlungen (auch Konzepte) und als dritte Kategorie Bauten, in denen Menschen ihre Arbeitszeit verbringen. Die Bauwirtschaft ist aufgefordert, sich diesem Wettbewerb zugunsten unserer Kinder und Kindeskinder zu stellen!

Ziel dieses Projekts ist es, Architekten, Bauhandwerk und Hausbau-Unternehmen zu optimale Ergebnisse anzuregen und um Mietern/Bauherren nachprĂĽfbare Sicherheit hinsichtlich folgender Kriterien zu geben:

Gesundheit (Verwendung giftfreier Baustoffe, Herstellungsbedingungen, Wohngesundheit, Allergiefreiheit)

Umweltverträglichkeit (Baustoffwahl, Ressourcenschonung, Transport, Emissionen, Wasserversorgung, Entsorgung)

Nachhaltigkeit (Dauerhaftigkeit, Werterhalt, Rückbaumöglichkeit, Wiederverwertbarkeit der Bauteile/Baustoffe)

Energieeffizienz (Dämmung, Heiz- und Kühltechnik, Elektrizität)

Sicherheit (Brandschutz, Orkansicherheit, Hochwasserschutz, Erdbebensicherheit)
Technologie (Bauweise, Baudetails, Schallschutz, Haustechnik)

Wirtschaftlichkeit (Baukosten, Unterhaltskosten, Heizkosten, Wertverlauf, Wiederverkaufswert, Lebensdauer)

Regionale Wertschöpfung (Arbeitskräfte, Handwerk, Ressourcen)

Der Wettbewerb ist fortlaufend und für alle Teilnehmer kostenlos. Die Daten werden jährlich zum 20.12 aktualisiert. Dabei werden jeweils alle bis zum 30.11 eingereichte Daten berücksichtigt. Die erteilten Zertifikationen/Label für die Teilnehmer, welche die Mindestanforderungen erfüllen sind ebenfalls kostenlos und dürfen für die eigene Presse-/Öffentlichkeitsarbeit und Werbemaßnahmen eingesetzt werden.
Die Auswertungen stehen allen interessierten Menschen als Datenbank im Internet kostenlos zur VerfĂĽgung.

Das Projekt „The Perfect House“ wird während einer Informationsveranstaltung am 26. und 27. September 2009 in der Veranstaltungshalle Tuniberghaus, Im Maierbrühl 2, in Freiburg-Tiengen zusammen mit den ersten sieben Teilnehmern offiziell vorgestellt. Bewerbungen können schon jetzt bei der Stiftung WFPF (office@worldfutureprojects.org) abgegeben werden. Informationen über die Veranstaltung erhalten Sie beim Projektmanagement Süd Dipl.-Ing. Daniel Steiger (Fon 0176 41112277, office@theperfecthouse.eu).
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Nach dem Erfolg der Berliner Demo, auf nach Colmar !
 
Nach dem Erfolg der Berliner Demo, auf nach Colmar !
Das älteste laufende französische AKW soll auch abgeschaltet werden !

Ursprünglich wurde für die französischen AKW eine dreizigjährige Laufzeit vorausgesehen; jedoch ist AKW Fessenheim schon seit 32 Jahren ans Netz. Anfang Oktober 2009 soll eben die dritte sogenannte zehnjahrige Inspektion entscheiden, ob seine Betriebszeit noch weiter verlängert sein darf.

Ein veraltendes AKW bedeutet doch zerbrechlichere Komponenten, heufigere Pannen und deshalb zunehmende Unfallrisiken… Dies umso mehr wenn es wie Fessenheim im Erdbebengebiet liegt! Trotzdem versucht jetzt die französische Atomlobby ein Erlaubnis für eine 40- und eben 60jährige Betriebsdauer zu erhalten…

Auch in Frankreich brauchen wir endlich eine Energiewende! Es ist notwendig, unseren riesigen Atompark allmählich stilllzulegen und die ältesten AKWs wie Fessenheim so schnell wie möglich vom Netz zu nehmen. Es ist an der Zeit, mit der von Atomenergie verursachten Energieverschwendung aufzuhören, den EPR-Wahnsinn aufzugeben und erneuerbare Energien richtig zu entwickeln!

Am Samstag, den 3. Oktober und Sonntag, den 4. werden BĂĽrgerInnen aus Frankreich, Deutschland, der Schweiz und noch weiter aus sich versammeln, um ganz deutlich zu sagen : "WIR WOLLEN DEN ATOMAUSSTIEG !"

GROSSE KUNDGEBUNG
SAMSTAG, DEN 3. OKTOBER, 14 :00
Colmar, Place Rapp

Am Samstag Abend und am Sonntag werden Konzerte, Konferenzen, Debatte, Workshops, VorfĂĽhrungen, usw. stattfinden.

Atomverschmutzung kennt keine Grenzen; deshalb könnt ihr gerne mitmachen, so dass möglichst viele Leute aus Deutschland kommen können:
- Gruppenabfahrte organisieren und in den Medien ankündigen (Mitfahrgelegenheiten, Busse, Sonderzüge, Fahrrad-Tours…), Es laufen zwei Busse ab Freiburg und evtl. gibt´s auch ne Radtour!
- Plakate und Flugblätter verteilen (Flyer auf Deutsch könnt ihr bei der BUND Freiburg bestellen, an der folgenden Adresse : BUND Regionalverband, Wilhelmstrasse 24a, 79098 Freiburg – bund.freiburg@bund.net ; sonst verteilen wir auch kostenlos Plakate und Flyers auf Französisch – meldet euch bei delphine.boutonnet@sortirdunucleaire.fr)

Ein Monat nach der Berliner Demo, tragt ihr dazu bei, dass diese Kundgebung auch ein Erfolg wird, so dass wir endlich die Stilllegung Fessenheim erhalten!
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Klimaschutz vor Ort
Energietag auf dem Stadtteilmarkt Littenweiler am Samstag, 19. September

Städtische Klimaschutzkampagne „CO2LIBRI“: Umweltschutzamt,
fesa und VABE mit Caritasverband informieren
zum Thema Energie und Klimaschutz

Bürgermeisterin Stuchlik: „Alle Littenweilener sind herzlich
eingeladen, sich kostenlos und neutral beraten zu
lassen.“

Am Samstag, 19. September gibt es von 8 bis 13 Uhr die
Gelegenheit sich auf dem Stadtteilmarkt Littenweiler in der
Ebneter Straße neben Obst, Gemüse, Käse und Wurstspezialitäten
auch rund um den Klimaschutz zu informieren.

„Alle Littenweilener sind herzlich eingeladen, sich kostenlos
und neutral beraten zu lassen. Auf dem Stadtteilmarkt in Littenweiler
beginnt die systematische Beratung zur Solarnutzung
und zum Stromsparen“, so Bürgermeisterin Gerda
Stuchlik.

Im Zusammenhang mit den baden-wĂĽrttembergischen Energietagen
am 19. und 20. September gibt es in Littenweiler
viele, unterschiedliche Informationen zum Thema Energie: Im
Rahmen der städtischen Klimaschutzkampagne „CO2LIBRI“
informiert das Umweltschutzamt ĂĽber das neue Projekt
FREE.SUN - Freiburgs Erneuerbare Energie: Sonne - bei
dem alle Freiburger Hausbesitzerinnen und -besitzer im Inter-
net www.freiburg.de/freesun schnell, unkompliziert und kostenlos
erfahren, ob sich ihre Dachfläche für eine Fotovoltaik-
Anlage eignet, was Ausrichtung, Neigung und Verschattung
angeht. Hierzu steht eine Ansprechpartnerin des Umweltschutzamtes
bei Fragen zur Verfügung. Zusätzlich wird das
Umweltschutzamt über die städtische Klimaschutzkampagne
CO2LIBRI umfassend informieren, wie jeder Einzelne einen
Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, beispielsweise ĂĽber
den persönlichen CO2-Fußabdruck und die CO2-Diät.

Der fesa e.V. engagiert sich seit 1993 erfolgreich fĂĽr den
Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region Freiburg.
Eine fesa-Mitarbeiterin informiert auf dem Stadtteilmarkt Littenweiler
ĂĽber die Arbeit des gemeinnĂĽtzigen Vereins, mit
BroschĂĽren ĂĽber die Solarenergienutzung wie Solarthermie
und PV und Solaranlagen zeigt sie detailliert auf, was bei Planung
und Bau solcher Anlagen beachtet werden muss.

Der VABE e.V. und der Caritasverband Freiburg-Stadt stellen
ihr Kooperationsprojekt „Stromsparcheck“ vor und geben gezielt
Tipps zum sparsamen Umgang mit Strom und Wasser im
Haushalt. Direkt und unbĂĽrokratisch zeigen die Stromsparhelferinnen
auf, wie in jedem Haushalt einfach Energie und Kosten
gespart werden und gleichzeitig der CO2-AusstoĂź gemindert
werden kann, was dem Klima zu gute kommt. Die Stadt
unterstützt das Projekt finanziell, die Trägerschaft liegt beim
VABE e.V. und dem Caritasverband Freiburg-Stadt.
Badenova fördert sowohl das Projekt FREE.SUN als auch
den „Stromsparcheck“ mit Mitteln aus dem Innovationsfonds,
mit dem der regionale Energiedienstleister Vorhaben zum
Klima- und Wasserschutz in der Region vorantreibt.
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14.09.09: Tag der Tropenwälder
© Zig Koch / WWF
 
14.09.09: Tag der Tropenwälder
WWF warnt vor Artensterben und Klimawandel durch Waldzerstörung

Tropenwälder bis zum Ende des Jahrhunderts abgeholzt – positive Nachrichten aus Brasilien und Kolumbien

Frankfurt - Anlässlich des Tags der Tropenwälder warnt der WWF vor den fatalen Folgen der Tropenwaldvernichtung. Wenn die Abholzung der tropischen Wälder mit dem jetzigen Tempo fortschreitet, werden sie weltweit spätestens bis zum Ende des Jahrhunderts abgeholzt sein. Das hätte katastrophale Folgen für die Artenvielfalt und das Weltklima. Jedes Jahr werden rund 13 Millionen Hektar Tropenwald abgeholzt, das entspricht der Fläche von 36 Fußballfeldern pro Minute. Weltweit gibt es nur noch etwa 10 Millionen Quadratkilometer tropische Wälder.

„Wenn die Abholzung der Wälder nicht schnellstmöglich gestoppt wird, wird es schon bald zu irreversiblen Schädigungen in der globalen Waldstruktur kommen“, so WWF Tropenwaldexperte Markus Radday. „Dadurch würden Tropenwälder als Lebensraum und Klimastabilisator zunichte gemacht“.

Hauptursachen der Waldzerstörung sind Rodungen zur Landumwandlung, durch Menschen verursachte Waldbrände und durch den Klimawandel hervorgerufene Austrocknungen. Neben dem „legalen“ Raubbau ist illegaler Holzeinschlag und Handel mit Holz aus illegalen Quellen eine der Hauptursachen für die Zerstörung von Wäldern weltweit. Schätzungen des WWF zufolge stammen bis zu 20 Prozent der Holzimporte in die Europäische Union aus illegalem Einschlag. Den Tag der Tropenwälder begeht der WWF Deutschland seit 1989 am 14. September, dem Geburtstag des bedeutenden Amazonas-Forschers Alexander von Humboldt (1769-1859).

Tropenwälder gelten als „Schatztruhe der Biodiversität. Rund zwei Drittel aller bekannten Tier- und Pflanzenarten leben dort. Nach Schätzungen des WWF werden jeden Tag bis zu 150 Arten in Folge der Waldzerstörung ausgerottet. Tropische Wälder speichern zudem etwa doppelt soviel Kohlenstoff wie Wälder außerhalb der Tropen. In den Bäumen und Sträuchern wird die Hälfte des auf der Erde gebundenen Kohlenstoffs gespeichert. Werden Wälder gerodet, so wird der Großteil des Kohlenstoffes als Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Schon jetzt stammen ca. 20 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen aus der Vernichtung von Wäldern. Besonders schwerwiegend wirkt sich die Abholzung der Torfmoorwälder Indonesiens aus. Sie speichern 50-mal so viel Kohlenstoff wie eine gleich große Fläche Regenwaldes ohne Torfboden. „Die Zerstörung der Torfmoorwälder ist in Bezug auf den Klimawandel eine tickende Zeitbombe“, so Markus Radday.

Positive Meldungen aus Lateinamerika

Allerdings gibt es auch positive Meldungen zu verzeichnen. Die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes hat sich nach Angaben der brasilianischen Regierung deutlich verlangsamt. Im zurückliegenden Messzeitraum ist die Entwaldung ersten Schätzungen zufolge um 46 Prozent zurückgegangen und war so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr. Die offiziellen Zahlen für den Zeitraum von August 2008 bis Juli 2009 werden im Spätherbst vorgelegt.

Auch aus Kolumbien gibt es positive Nachrichten. Die Regierung unterzeichnete gerade gemeinsam mit 24 Organisationen eine Erklärung, den Handel mit Holz aus illegalen Quellen zu stoppen. Nach Meinung des WWF ist dieses Bündnis ein wichtiger Schritt zu einer nachhaltigen Waldwirtschaft und wird die ganze Holzbranche in Kolumbien revolutionieren. In der Vergangenheit waren in Kolumbien jährlich fast 50.000 Hektar Wald abgeholzt und über 20 Baumarten übernutzt worden.

Folgende Maßnahmen haben aus Sicht des WWF Priorität im Kampf gegen die Tropenwaldvernichtung:

* Verbrauchern und Wirtschaft empfiehlt der WWF, nur Holzprodukte mit FSC-Siegel zu verwenden. Alle Produkte mit diesem Label stammen aus einer verantwortungsvollen Waldwirtschaft.

* Auf europäischer Ebene fordert der WWF dringend rechtliche bindende Regelungen, wie die Einführung einer Nachweispflicht für Unternehmen, dass ihre Holzprodukte aus legalen Quellen stammen. Ein solcher Verordnungsentwurf wurde im Herbst letzten Jahres von der EU-Kommission vorgelegt. Dieser läuft allerdings derzeit Gefahr, in den Diskussionen im EU-Rat massiv verwässert zu werden. Der WWF ruft besonders Bundesagrarministerin Aigner auf, sich für eine wirksame Verordnung einzusetzen und die Abschwächungen nicht zu unterstützen.

* Auf internationaler Ebene drängt der WWF auf die schnelle Einigung auf ein Verfahren zur Entschädigung der großen Waldnationen für den Erhalt ihrer Wälder im Rahmen des REDD-Mechanismus. REDD („Reduced Emissions from deforestation and forest degradation“) ist einer der zentralen Punkte des internationalen Post 2012 Klimaschutzabkommens, das auf der Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember ausgehandelt werden soll.
 
 

 
Umweltpreis 2009
Bürgermeisterin Stuchlik und FWTM-Geschäftsführer
Dallmann verleihen sieben Preise

Gemeinsamer erster Platz fĂĽr Verein Freunde des Stadtwald-
Arboretum GĂĽnterstal e.V. und Schutzgemeinschaft
Freiburger Mooswald e.V. in der Kategorie Umweltgruppen

Umweltbürgermeisterin Stuchlik: Prämierte Vereine sind
hervorragendes Beispiel fĂĽr ehrenamtliches Engagement

In der Kategorie Unternehmen teilen sich die Firmen Concentrix
Solar und Freiburger Druck den ersten Preis

Der Verein „Freunde des Stadtwald-Arboretum Günterstal
e.V. und Schutzgemeinschaft Freiburger Mooswald e.V. gewinnen
gemeinsam den Umweltpreis 2009 in der Kategorie
Umweltgruppen. In der Kategorie Unternehmen teilen sich die
Firmen Concentrix Solar und Freiburger Druck den ersten
Platz.

„Die beiden jetzt prämiierten Vereine sind ein hervorragendes
Beispiel fĂĽr ehrenamtliches Engagement. Beide engagieren
sich wirkungsvoll bei der Pflege des Stadtwald-Arboretums
und des Erhalts des Mooswaldes. Mit FĂĽhrungen und verschiedenen
Aktionen wecken sie dafĂĽr bei den BĂĽrgerinnen
und BĂĽrger Interesse. Ihre engagierte Arbeit zeigt FrĂĽchte,
denn beiden Vereinen ist es ĂĽber die Jahre gelungen, nach-
haltig die Umwelt zu schützen“, so Umweltbürgermeisterin
Gerda Stuchlik anlässlich der Umweltpreisverleihung im
Rahmen der Badenmesse.

„Die zwei Gewinnerunternehmen stehen beispielhaft für das
große Spektrum an Möglichkeiten der Verbindung von Ökologie
und Ökonomie in der Green City Freiburg“, betonte
FWTM-Geschäftsführer Bernd Dallmann. „Auf der einen Seite
wird mit Concentrix Solar ein junges, innovatives Freiburger
Vorzeigeunternehmen ausgezeichnet, welches als Spin-off
des Fraunhofer ISE den wachsenden Wissenssektor im Bereich
Umweltfreundliche Technologien repräsentiert. Auf der
anderen Seite dagegen ein alteingesessenes Traditionsunternehmen,
die Freiburger Druck AG, die mit ihrer wegweisenden
Investition in umweltfreundliche Drucktechnologie ihr Engagement
fĂĽr nachhaltige Wirtschaftsentwicklung unter Beweis
gestellt hat.“

Kategorie Umweltgruppen:

Den gemeinsamen ersten Preis, mit jeweils 1200 Euro dotiert,
erhalten die beiden Vereine Verein „Freunde des Stadtwald-
Arboretum GĂĽnterstal e.V. und Schutzgemeinschaft Freiburger
Mooswald e.V. . Sie ĂĽberzeugten die Jury mit ihrem unermĂĽdlichen
ehrenamtlichen Engagement zum nachhaltigen
Schutz der Natur.

Das Stadtwald-Arboretum GĂĽnterstal hat es sich zur Aufgabe
gemacht, den BĂĽrgerinnen und BĂĽrger das so genannte Arboretum
in Führungen näher zu bringen, es zu pflegen, Aktionen
zur Arterhaltung auszufĂĽhren und das Interesse an botanischen
Fragen zu wecken. Heute wachsen im Arboretum ĂĽber
1000 Baum- und Straucharten aus 60 Ländern und fünf Kontinenten.
Darunter befinden sich viele Arten, die in ihrer Heimat
vom Aussterben bedroht sind und die Forstbotaniker hier
zu erhalten hoffen.

Die Schutzgemeinschaft Freiburger Mooswald wurde 1997
gegründet, um flächenhaft den Mooswald zu erhalten. Die
ehrenamtlich Engagierten befassen sich neben den Aktivitäten
im Bereich BĂĽrgerbeteiligung mit der Arterhaltung der Flora
und Fauna durch Pflanzaktionen oder Anlage eines Krötenersatzteichs,
zusätzlich bietet sie regelmäßig Führungen
fĂĽr unterschiedliche Gruppen an.

Den gemeinsamen zweiten Platz, jeweils mit 700 Euro dotiert,
teilen sich das Deutsch-Französische Gymnasium und die
Wentzinger-Schulen. Die Jury ĂĽberzeugte die eingereichten
Projekte beider Schulen aus dem Bereich Energie. Mit ihren
Projekten „Installation einer Solaranlage und „Energiesprecher“
engagieren sich die SchĂĽlerinnen und SchĂĽler in ihren
Schulen aktiv fĂĽr Energieeinsparung und erneuerbare Energien
und zeigen ihren verantwortungsvollen Umgang mit
Energie.

Kategorie Unternehmen:

Den ersten gemeinsamen Platz, der jeweils mit 1100 Euro
dotiert ist, erhalten die beiden Firmen Concentrix Solar und
Freiburger Druck.

Bei der 2005 als AusgrĂĽndung aus dem Fraunhofer Institut fĂĽr
Solare Energiesysteme gegrĂĽndeten Firma handelt es sich
um ein innovatives Freiburger Vorzeigeunternehmen mit inzwischen
80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit ihrem eingereichten
Projekt „Hocheffiziente Konzentrator-PhotovoItaik-
Kraftwerke fĂĽr sonnenreiche Standorte hat sie die Jury vor
allem durch den Innovationsgehalt ĂĽberzeugt.

Die Firma Freiburger Druck hat mit ihrem Projekt „Wasserloser
Zeitungsdruck“ beworben. Durch den Einbau einer 25 Millionen
teuren Anlage hat der wasserlose Offsetdruck in einem
Zeitungsbetrieb international Modell- und Vorbildcharakter fĂĽr
andere Anlagen. Mit der Anlage kann der CO2-AusstoĂź in
Druck und Verlag, der Verbrauch an Wasser, Zusatzmittel ,
Entwicklerchemikalien und Reinigungsmittel stark reduziert
oder sogar ganz verzichtet werden.

Die Stabstelle Umweltschutz der Albert-Ludwigs-Universität
erhält den dritten Preis mit 1100 Euro für ihr „Mehrwegsystem
für Behälter bei der Entsorgung gefährlicher Abfälle in fester
und flüssiger Form“. Mit dem neuen Mehrwegsystem wird die
Umwelt deutlich weniger belastet, zusätzlich der Haushalt der
Universität entlastet und hat Modellcharakter für andere öffentliche
Einrichtungen.

Der Umweltpreis, den die Stadt Freiburg mit UnterstĂĽtzung
der FWTM schon seit 1990 vergibt, wird seit 2005 in zwei Kategorien
„Unternehmen“ und „Umweltgruppen“ vergeben und
ist insgesamt mit 7500 Euro dotiert.

Teilnehmen konnten in der Kategorie „Unternehmen“ Firmen,
Arbeitsgemeinschaften, Forschungseinrichtungen und Unternehmen,
die ihre Geschäftsniederlassung innerhalb des Einzugsgebietes
der Wirtschaftsregion Freiburg haben. In der Kategorie
„Umweltgruppen“ wurden Vereine, Verbände, Einzelpersonen,
Schulklassen, SchĂĽlergruppen und Kindergartengruppen
aus Freiburg angesprochen.

Die Jury, der unter anderem UmweltbĂĽrgermeisterin Gerda
Stuchlik, Mitglieder des Gemeinderates, die FWTM und Um-
weltschutzverbände angehören, beurteilte insgesamt 18 Bewerbungen.
 
 

Flutkatsatrophe in Istanbul: Behörden und Städteplaner haben versagt
Istanbul erlebt die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten. © WWF
 
Flutkatsatrophe in Istanbul: Behörden und Städteplaner haben versagt
Frankfurt - Angesichts der dramatischen Flutkatastrophe in Istanbul wirft die Umweltschutzorganisation WWF den Behörden und Städteplanern der türkischen Metropole Versagen vor. Illegale, aber von der Stadtverwaltung tolerierte Siedlungen, teilweise sogar in ausgetrockneten Flussbetten oder natürlichen Überschwemmungsgebieten, seien bei Hochwasser besonders gefährdet. Hinzu komme ein marodes Kanalisationssystem und eine Bebauung, die das Wasser daran hindere ins Meer abzufließen. „Die türkische Regierung und die Istanbuler Stadtverwaltung müssen angesichts der Flutkatastrophe unverzüglich reagieren. Zerstörte Siedlungen in Hochwasserrisikogebieten dürfen nicht wieder aufgebaut werden. Man muss dem Wasser natürliche Abflusswege zugestehen“, fordert Martin Geiger, Leiter des Bereichs Flussmanagement und Süßwasser beim WWF Deutschland.

Starkregenfälle habe es in der Region rund um Istanbul und an der Schwarzmeer-Küste schon immer gegeben. Um zukünftig derartige Katastrophen zu verhindern und die Bevölkerung zu schützen sei ein modernes Hochwassermanagement notwendig, die Ausweisung von Risikogebieten und entsprechende baurechtliche Vorgaben. „Wir müssen auch in Metropolenregion der Natur ihren Raum dort lasse, wo sie ihn dringend brauche“, sagt Martin Geiger.
 
 



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