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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Systematische Radverkehrsanalyse:
Land zÀhlt und befragt Freiburger Radler und begutachtet Radwege

Zur Vorbereitung einer systematischen Radverkehrsförderung
fĂŒhrt das Land Baden-WĂŒrttemberg gegenwĂ€rtig eine landesweite
Analyse des Radverkehrs durch. Als eine von 14 Modellkommunen
und -kreisen wurde dazu die Stadt Freiburg
ausgewÀhlt. In dieser Woche wird deshalb an etwa 20
Stellen im Stadtgebiet der Radverkehr gezĂ€hlt. Außerdem
werden mehrere Radrouten und Abstellanlagen begutachtet
und die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt werden telefonisch
zum Radverkehr befragt.

Das Land Baden-WĂŒrttemberg hat sich das Ziel gesetzt,
„Fahrradland Nr. 1“ zu werden. Um dieses ehrgeizige Ziel erreichen
zu können, ist ein systematisches QualitÀtsmanagement
der Radverkehrsförderung geplant. So will das fĂŒr den
Verkehr im Land zustÀndige Innenministerium die Wirksamkeit
zukĂŒnftiger Maßnahmen und Förderprogramme ĂŒberprĂŒfen.
Dazu werden in den kommenden Tagen im Stadtgebiet
RadzĂ€hlungen durchgefĂŒhrt, wichtige Fahrradrouten und -
abstellanlagen im Stadtgebiet untersucht, bewertet und ggf.
Empfehlungen zur Verbesserung gegeben.

Außerdem werden in diesen Tagen Radlerinnen und Radler
telefonisch befragt werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner
der Stadt Freiburg werden im Interesse weiterer Verbesserungen
fĂŒr den Radverkehr gebeten, die Untersuchung
durch eine Teilnahme an der Befragung zu unterstĂŒtzen. Die
Befragung wird telefonisch vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut
SMR durchgefĂŒhrt und dauert etwa fĂŒnf Minuten.
Dabei werden die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zu ihrer eigenen
Verkehrsmittelwahl befragt, welche Vor- und Nachteile
sie persönlich bei der Fahrradnutzung sehen, wie sie die aktuelle
Situation des Radverkehrs bewerten und wo Handlungsbedarf
besteht.

Mit der gesamten Analyse hat das Land die renommierte Planungsgemeinschaft
Verkehr (PGV) aus Hannover beauftragt.
In einigen Jahren soll dann die gleiche Erhebung nochmals
durchgefĂŒhrt werden, um festzustellen, ob die Infrastruktur
verbessert wurde und sich die Menge der Radler erhöht hat.
FĂŒr den Vergleich wurde Freiburg als die Großstadt in Baden-
WĂŒrttemberg ausgewĂ€hlt, in der auch aufgrund der gĂŒnstigen
Topographie und der langjÀhrigen Radverkehrsförderung ein
besonders hoher Anteil der Wege - fast ein Drittel innerhalb
der Stadt - mit dem Rad zurĂŒckgelegt wird.
 
 

Christa Rinklin -
 
Christa Rinklin - "e wengili vu' dem un' sellem"
Ein Buchtipp

Nach dem regionalen Kochbuch „'s Deggili g'lupft“ brachte der Lavori-Verlag Freiburg, im Rahmen der Stadt-Land-Partnerschaft jetzt sein neuestes Schmankerl fĂŒr Liebhaber der alemannischen KĂŒche heraus:

"e wengili vu' dem un' sellem - KrĂ€uterfrauen, Blumenköche und ihre DuftgĂ€rten zwischen Schwarzwald und Kaiserstuhl“ heißt das 116 Seiten umfassende Buch, in dem 20 krĂ€uterkundige Personen mit ihren besten Koch- und Kosmetikrezepten sowie KrĂ€utergĂ€rten und KrĂ€uterpfade vorgestellt werden. Von der Autorin Christa Rinklin aufwĂ€ndig recherchiert und von der Grafikerin Annette Pfau liebevoll gestaltet, erweist sich das Buch als Nachschlagewerk rund um die KrĂ€uter und BlĂŒten in Garten, Wald und Wiesen. Die kulinarische Vielfalt und Schönheit, die vor der HaustĂŒre wĂ€chst, wird plötzlich ersichtlich und macht Lust, den tĂ€glichen Speiseplan auf einfachste Art zu erweitern. Schafgarbenpesto, Blumenknospen-Auflauf, Ringelblumen-Muffins, Huflattich-Zabaione oder Lavendel-Sorbet sind nur einige von vielen Anregungen fĂŒr Geschmacks-erlebnisse der besonderen Art.

ErgĂ€nzt werden die Portraits und knapp 150 Rezepte von Erste-Hilfe-Tipps aus der Natur und einem kleinen KĂŒchen- und HeilkrĂ€uter-lexikon, das Apotheker Dr. Martin Kullmer zusammengestellt hat.

LAVORI VERLAG Freiburg, 116 Seiten, EUR 12,80
ISBN 978-3-935737-05-0

Das Buch ist in jeder gut sortierten Buchhandlung oder direkt ĂŒber den Verlag erhĂ€ltlich: info@lavori-verlag.de
 
 

Atomkraftwerk Fessenheim geht alle BĂŒrger im Oberrheingebiet viel an.
CRS-Einsatzwagen / Foto: Dr. Georg Löser
 
Atomkraftwerk Fessenheim geht alle BĂŒrger im Oberrheingebiet viel an.
Ein großer Unfall kann jederzeit beginnen. Dann wĂŒrde am Oberrhein Alles Nichts

Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen empören sich ĂŒber Behandlung
durch PrĂ€fekten und Polizei anlĂ€sslich Großkundgebung in Colmar/Elsaß

Teilnehmer diffamiert, gestört von Polizei und massiv an RĂŒckkehr gehindert.

Etwa 1000 SĂŒdbadener haben an der Kundgebung gegen
den Weiterbetrieb des Atomkraftwerks Fessenheim am 3. Oktober
in Colmar mit weit ĂŒber 5000 französischen Atomkraftgegnern
und zahlreichen Teilnehmern aus anderen LĂ€ndern gemeinsam und
friedlich teilgenommen, darunter viele Aktive der Badisch-ElsÀssischen
BĂŒrgerinitiativen.

Die Sprecher der Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen empören sich
darĂŒber, dass der PrĂ€fekt des Oberelsaß die deutschen Teilnehmer
vorab als Randalierer und im Nachhinein als Invasion bezeichnete.
Viele friedliebende BĂŒrgerinnen und BĂŒrger wurden durch solche unsĂ€gliche
Wortwahl und die angekĂŒndigte Totalsperrung der Innenstadt Colmars
sowie Presseberichte ĂŒber martialische Vorbereitungen der Spezialpolizei vorab
abgeschreckt, teilzunehmen.

Die Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen sind ĂŒberdies auch empört
ĂŒber die massiven weiteren Behinderungen des Demonstrationsrechts
und der Reisefreiheit am Oberrhein:

So störte ein Hubschrauber ĂŒber der Kundgebung eine Stunde lang
durch starken LĂ€rm sehr das Verstehen der Reden der Kundgebung.

Ein weiteres schweres Fehlverhalten von Seiten
der Nationalpolizei und Polizei war u.a., dass etwa ab 17 Uhr
bis etwa 17:45 Uhr deutsche Teilnehmer durch die Polizeiblockade
in der Avenue Fribourg und in den Seitenstraßen der Avenue PoincarĂ©
zwischen Avenue d'Alsace und dem Bahnhof an der RĂŒckkehr zu Ihren
Autos bzw. am Durchkommen als Radfahrer voll gehindert wurden.
Es gab auf Fragen an die Polizei keinen Hinweis,
wo der Ausgang aus dieser Einkesselung wÀre. Der Einsatz der Nationalpolizei
war lÀcherlich, es bestand nicht die geringste Gefahr durch die Teilnehmer.

Die Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen erklĂ€ren hierzu:
Die deutschen Teilnehmer haben ein gleiches Recht auf Teilnahme
an solchen friedlichen Kundgebungen. Außerdem ist klar,
dass das Risiko von UnfÀllen des Atomkraftwerks
sich auf beide Rheinseiten verteilt. Ein großer Unfall wĂ€re das
Ende fĂŒr die Region am sĂŒdlichen Oberrhein, gesundheitlich und wirtschaftlich
und als Heimat. Dann wÀre Alles Nichts. Solche UnfÀlle können, wie das
Öko-Institut (Freiburg) es jĂŒngst im September 2009 in seiner neuen Information
zur Atomkraft bestÀtigte, jederzeit beginnen.

Außerdem ist die deutsche Seite ĂŒber den 15%-tigen Baukostenzuschuss vom damaligen
Badenwerk entsprechend mit Strombezugsrechten aus Fessenheim ausgestattet, analog die Schweiz.
Fessenheim ist sozusagen ein trinationales Kraftwerk, aber viel zu gefÀhrlich.

Neuesten Informationen zufolge will der E.on-Konzern mit der EDF Kraftwerkseigentum
tauschen: 800 MW Atomkraft in Fessenheim und Cattenom gegen 800 MW Kohlekraftwerke
in Deutschland. Die EDF importiert bereits mehr als doppelt soviel (Kohle-)Strom aus Deutschland
fĂŒr die vielen Elektroheizungen in Frankreich als sie Atomstrom nach Deutschland exportiert, wie
auf der Fachtagung von Energies3FrontiĂšres am 25. September in Colmar berichtet wurde.



Erhard Schulz

Mitglied im Sprecherkreis der Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen, Emmendingen
 
 

Klimawandel im Internet
© Google / WWF
 
Klimawandel im Internet
WWF unterstĂŒtzt UNO und Google Earth bei Klimaschutzprojekt

Mit einem aufwendigen Internet-Projekt machen die UNO und Google Earth ab sofort den Klimawandel greifbar. In zahlreichen animierten Videotouren durch Google Earth erleben Internetnutzer, wie der Klimawandel ablĂ€uft und was wir tun können, um die ErwĂ€rmung der Erde zu stoppen. Zahlreiche 3D-Animationen, Videos und Fotos illustrieren die Ursachen und Folgen des Klimawandels rund um den Globus und zeigen konkrete Gegenmaßnahmen auf.

Der WWF ist ab heute mit einer virtuellen Tour „The Dams of Sebangau“ durch sein Klimaschutzprojekt im Nationalpark Sebangau auf Borneo beteiligt. Neben dem WWF stellen weitere Nichtregierungsorganisationen, StĂ€dte, UniversitĂ€ten, Regierungen und Firmen aus der ganzen Welt ihre Klimaschutzprojekte vor. Unter den Sprechern der Touren finden sich auch viele prominente KlimaschĂŒtzer wieder. So konnte beispielsweise FriedensnobelpreistrĂ€ger Al Gore als Sprecher gewonnen werden.

„Die Touren sollen Klima- und Naturschutz anschaulich machen und darĂŒber hinaus einen direkten Kommunikationsweg zwischen Öffentlichkeit und EntscheidungstrĂ€gern herstellen“, so Benjamin Kott von Google. „Wir freuen uns, dass der WWF mit seiner Tour durch die TorfmoorwĂ€lder dabei ist, schließlich gehören sie zu den grĂ¶ĂŸten Kohlenstoffspeichern der Erde”.

Der fĂŒnfminĂŒtige WWF-Beitrag mit einem Rundflug durch den Nationalpark Sebangau auf Borneo veranschaulicht die Zerstörung der TorfmoorwĂ€lder auf der indonesischen Insel, die damit verbundenen Auswirkungen auf den Klimawandel und die Gegenmaßnahmen des WWF. TorfmoorwĂ€lder wachsen auf mĂ€chtigen Torfschichten und speichern bis zu 50-mal so viel Kohlenstoff wie eine gleich große FlĂ€che Regenwaldes ohne Torfboden. Ihre Zerstörung ist in Bezug auf den Klimawandel eine tickende Zeitbombe.

Der WWF arbeitet im Nationalpark Sebangau zusammen mit der lokalen Bevölkerung an der WiedervernÀssung und Aufforstung der TorfmoorwÀlder. So werden dort beispielsweise DÀmme gebaut, um den Grundwasserspiegel wieder anzuheben oder WÀlder wieder aufgeforstet. Im laufenden WWF-Projekt werden derzeit mehr als 50.000 Hektar Torfböden wieder vernÀsst. Es wird geschÀtzt, dass sich daraus eine Emissionsreduktion von mehr als 1 Million Tonnen CO2 pro Jahr ergibt.

„Noch nie wurde der Klimawandel so umfassend visualisiert“, so WWF GeschĂ€ftsfĂŒhrer Eberhard Brandes. „Der Klimawandel ist fĂŒr viele Menschen noch immer sehr abstrakt. Die Google-Klimatouren helfen, ihn zu verstehen und geben Anregungen, wie sich jeder einzelne im Kampf gegen den Klimawandel engagieren kann.“

Bis zum Kopenhagener Klimagipfel im Dezember werden die verschiedenen Touren gestaffelt online gestellt. Zusammen werden die Touren dann allen Delegierten gezeigt. ZusĂ€tzlich zu Google Earth, werden alle Touren auch bei Youtube auf dem Kanal „Raise your voice“ gezeigt. Hier können User sich die Touren ansehen sowie auch ihre eignen Videos zum Thema Klimawandel beisteuern.
 
 

Bauern im Schwarzwald in großer Not!
 
Bauern im Schwarzwald in großer Not!
Milchpreiskrise: In Europa haben sich die Milchbauern in 8 LĂ€nder am Milchlieferstreik beteiligt, welcher bis zum Sondertreffen zum Thema Milchpreiskrise der EU Agrarminister am 5. Oktober in BrĂŒssel ausgesetzt ist.

Sehr wichtig ist es den Milchbauern auch, die Bevölkerung darĂŒber zu informieren, dass die Milchbauern des Bundesverbands Deutscher Milchviehalter BDM und die des European Milk Board (die EuropĂ€ische Vereinigung) keine zusĂ€tzlichen Subventionen aus BrĂŒssel wollen, wie es von den Politikern und dem Deutschen Bauernverband, welcher die Politik berĂ€t, gefordert wird.

Sondern nur andere Rahmenbedingungen, d.h. eine flexible Mengensteuerung (die in Kanada seit Jahren funktioniert), welche stÀndig dem Bedarf angepasst wird, und das Abschaffen der Saldierung, welche es ermöglicht, dass Bauer A 20.000 Liter Milch mehr verkaufen darf als er kontingent hat, wenn Bauer B entsprechend weniger verkauft.

Auch haben unsere BĂŒrger ein Recht darauf zu erfahren, wie unsere Politik mit den Leuten umgeht, die unsere Lebensmittel herstellen und die Landschaft intakt halten.

Wenn die Milchviehhaltung z.B. in Freiamt, in der Vorbergzone, im Schwarzwald und in vielen anderen Gegenden in Deutschland und Europa, welche durch ihre Hanglagen nicht zum Ackerbau geeignet sind, ausstirbt, dann wird sich unsere Landschaft verĂ€ndern: viele FlĂ€chen werden verwildern und zuwachsen mit Dornen und GestrĂŒpp, es wird aussehen wie am Bahndamm. Darunter werden auch der Tourismus und die Gastronomie, die Landmaschinenindustrie und viele andere leiden.

Wenn man rechnet, dass in Deutschland jĂ€hrlich 28 Mrd. kg Milch gemolken wird und je kg 15 bis 20 Cent zuwenig an die Bauern ausbezahlt wird, kommt man auf einen Betrag von 4 bis 5 Mrd. Euro, welcher zum Großteil wieder in unsere Wirtschaft investiert wĂŒrde, die es ja dringend braucht.

Im Internet gibt es mehr Information unter:

www.kleinezeitung.at

www.schweizerbauer.ch

www.milchstreik.ch

www.bdm-verband.de

www.meine-milch.de

www.apli-nationale.org
Mehr
Autor: Friedrich BĂŒhler, Milchbauer in Freiamt

BUND-Aufruf: EuropÀische Atom-Kundgebung in Colmar am 3. Oktober
 
BUND-Aufruf: EuropÀische Atom-Kundgebung in Colmar am 3. Oktober
„Friedlich - Freundlich - Selbstbewusst und Stark!“ wollen die französischen UmweltschĂŒtzerInnen des „RĂ©seau Sortir du nuclĂ©aire" am 3. Oktober um 14 Uhr in Colmar vor dem Bahnhof (!) gegen das französische Atomprogramm und insbesondere gegen das altersschwache Atomkraftwerk Fessenheim demonstrieren.
In bewĂ€hrter grenzĂŒberschreitender Einigkeit unterstĂŒtzt, neben vielen anderen europĂ€ischen Umweltorganisationen, auch der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz diese wichtige Großkundgebung und ruft die Bevölkerung auf, daran teilzunehmen.

Vier wichtige Argumente sprechen fĂŒr eine Teilnahme an der Kundgebung:

- das altersschwache AKW Fessenheim wird immer mehr zur Bedrohung fĂŒr ganz Zentraleuropa

- die PlĂ€ne von Herrn Sarkozy, des „Außendienstmitarbeiters“ der französischen Konzerne EDF und AREVA, Atomanlagen und damit Atomkraftwaffen in Spannungsgebiete (Libyen, Naher Osten...) zu exportieren, gefĂ€hrden den Weltfrieden.

- die geplanten massiven EinschrĂ€nkungen des Demonstrationsrechts in Colmar zeigen die undemokratische MachtfĂŒlle der „Nebenregierung“ EDF in Frankreich.

- der in Deutschland drohende „Ausstieg aus dem Atomausstieg“ zeigt, dass dieser Vertrag, der bisher nur der Atomwirtschaft gedient hat, von den Atomkonzernen von vorne herein als Betrug geplant war. Diejenigen, die unsere LĂ€nder regieren sind nicht unbedingt die, die in unseren LĂ€ndern die Macht haben (frei nach Tucholsky).


In SĂŒdbaden fahren Busse u.a. aus Freiburg, Staufen, Waldkirch, MĂŒllheim, Offenburg und eine Radtour startet ab Freiburg.

Alle Infos zur Kundgebung vor dem Bahnhof, zur Anreise, zur (leider immer noch ungeklÀrten) Demoroute und zum umfangreichen, mehrtÀgigen Begleitprogramm finden Sie unter

www.bund-freiburg.de

Axel Mayer / BUND GeschĂ€ftsfĂŒhrer Freiburg

Nachtrag:

Große Kundgebungen gegen Atomenergie sind im Elsass immer auch „Kundgebungen zur Förderung der elsĂ€ssischen Presselandschaft“. Je grĂ¶ĂŸer die Kundgebung, desto grĂ¶ĂŸer waren bisher stets die nachfolgenden mehrseitig-ganzseitigen Großanzeigen der EDF in der Regionalpresse.
Wir möchten auch noch auf ein anderes „exotisches Element“ hinweisen: Es handelt sich um eine grenzĂŒberschreitende Veranstaltung die tatsĂ€chlich ohne europĂ€ische Fördermittel und ohne Interreg-Gelder auskommt und auch nicht auf diese spekuliert. Altmodisch europĂ€isch, einfach so...
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Autor: Axel Mayer / BUND GeschĂ€ftsfĂŒhrer Freiburg

 
Bergwaldprojekt am Schauinsland
Zwei Wochen Waldarbeitsurlaub - Freiwilliger Einsatz fĂŒr
naturnahe BergwÀlder

Bis zum 10. Oktober ist der Waldarbeitsurlaub wieder fĂŒr ĂŒber
30 freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz
Deutschland möglich, denn das Bergwaldprojekt ist erneut zu
Gast im Stadtwald Freiburg. Die Freiwilligen werden in den
WĂ€ldern rund um den Schauinsland arbeiten, um das faszinierende
Ökosystem Bergwald nĂ€her kennen zu lernen und
einen persönlichen Beitrag fĂŒr dessen Erhalt zu leisten.

Ein wichtiges Anliegen dieser EinsÀtze ist es, den Gedanken
der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes zu vermitteln. „Wir
pflegen unsere WĂ€lder nachhaltig fĂŒr kommende Generationen“,
so Philip Schell, Revierleiter des stÀdtischen Forstamtes.
„Alle Freiwilligen erleben den Wald ein paar Tage zum
Anfassen und werden ihn am Ende auch mit anderen Augen
sehen,“ so Schell weiter. „Die Teilnehmer lernen die Schutzwirkungen
des Bergwaldes hautnah kennen und leisten aktiv
einen Beitrag zu seinem Erhalt und zum Klimaschutz“, ergĂ€nzt
Christoph Wehner, einer der beiden Projektleiter beim
Bergwaldprojekt.

Unter der Anleitung der Projektleiter Christoph Wehner und
Henning Rothe und unter der Regie von Revierleiter Philipp
Schell vom Forstamt, werden die Freiwilligen Auerwildbiotope
pflegen, Felsbiotope freistellen und Pflegemaßnahmen fĂŒr
stabile und gemischte BergwĂ€lder durchfĂŒhren.

Neben der praktischen Arbeit ist auch ein Exkursionsnachmittag
pro Woche vorgesehen, um die vielfÀltigen Aspekte des
Waldes und deren Bedeutung fĂŒr den Menschen nĂ€her zu
beleuchten.

Untergebracht sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in
der SkilifthĂŒtte am Schauinsland. Wichtig ist neben der Arbeit
im Wald, auch das gemeinsame Leben in der Unterkunft. Ein
eigener Projektkoch sorgt fĂŒr das leibliche Wohl, ansonsten
gilt aber „Weniger ist mehr!“, denn durch die einfachen VerhĂ€ltnisse
wachsen die Gruppen schnell zusammen und so
entsteht eine dynamische ArbeitsatmosphÀre, bei der auch
der Spaß nicht zu kurz kommt.

Das Bergwaldprojekt bringt mit seinen Einsatzwochen allein in
Deutschland jedes Jahr rund 1000 Menschen in den Wald.
Seit der GrĂŒndung im Jahr 1987 haben bereits etwa 20.000
Freiwillige fĂŒr eine Woche im Wald gearbeitet. In diesem Jahr
finden 43 Projektwochen an 26 verschiedenen Standorten in
ganz Deutschland statt.

Wer bei diesem Bergwaldprojekt dabei sein möchte, wendet
sich bitte an das Forstamt unter forstamt@stadt.freiburg.de
 
 

Begegnungen der neuen Art: „Vampirfrosch“ und „Alien -Gecko“
Neu entdeckter Leoparden-Gecko © Thomas Ziegler / WWF Greater Mekong
 
Begegnungen der neuen Art: „Vampirfrosch“ und „Alien -Gecko“
WWF-Report: 163 neue Arten im „Greater Mekong“-Gebiet entdeckt und schon bedroht

Allein im vergangenen Jahr wurden im Einzugsgebiet des unteren Mekong 163 neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt, so der aktuelle WWF-Report „Close Encounters“ – Begegnungen der neuen Art“. Darunter sind ein vogelfressender Frosch mit FangzĂ€hnen und ein Leoparden-Gecko, der mit seinen orangen Katzenaugen, den spindeldĂŒrren Gliedern und der fluoreszierenden Haut aussieht wie ein Wesen aus einer fremden Welt. Kaum entdeckt sind sie schon stark von Lebensraumverlust und Handel mit Wildarten bedroht. „Die neuen Funde zeigen, dass im „Greater Mekong“-Gebiet vermutlich noch hunderte Arten auf ihre Entdeckung warten“, so WWF-SĂŒĂŸwasserexperte Martin Geiger. „Sie drohen auszusterben, ohne jemals von Forschern gesichtet worden zu sein.“

Insgesamt 100 Pflanzen-, 28 Fisch-, 18 Reptilien-, 14 Amphibien-, 2 SĂ€ugetierarten sowie eine „flugfaule“ Vogelart wurden im Einzugsgebiet des unteren Mekong jĂŒngst beschrieben. Zu den kuriosesten Arten zĂ€hlen eine getigerte Grubenotter, eine rubinrote Odessabarbe sowie der Nonggang-SchwĂ€tzer, der seine FlĂŒgel nur in Gefahrensituationen benutzt. „Der entdeckte Leoparden-Gecko ist eine biologische Sensation“, so Martin Geiger. „Seine grellen Katzenaugen und das Fleckenmuster könnten ihm jedoch zum VerhĂ€ngnis werden. Sie machen ihn zu einer Goldgrube fĂŒr ReptilienhĂ€ndler.“

Ein Teil der neu entdeckten Arten lebt in sogenannten Insel-Habitaten, also in isolierten LebensrĂ€umen. Werden diese „Inseln“ zerstört, so verschwinden bestimmte Tier- und Pflanzenarten fĂŒr immer von der BildflĂ€che. Im Greater Mekong Gebiet, das sich ĂŒber Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand, Vietnam und SĂŒdwest-China erstreckt, stellt die Verbauung der FlĂŒsse, die Umwandlung von Wald in landwirtschaftliche FlĂ€chen, der Bergbau und die ZerstĂŒckelung der Landschaft durch Strassen und Infrastruktur eine große Gefahr fĂŒr die biologische Vielfalt dar. Über 240 große StaudĂ€mme sind in der Region bereits gebaut oder konkret in Planung. Diese seien fĂŒr die bekannten und noch unentdeckten Arten, vor allem auch die wandernden Fischarten wie den Riesenwels oder die Riesenbarbe, eine Katastrophe. „GrenzĂŒbergreifende Schutzgebiete, die auch die Dynamik des Mekongs und seiner NebenflĂŒsse wahren, sind fĂŒr den Erhalt der außergewöhnlichen Artenvielfalt unabdingbar“, fordert WWF-Experte Martin Geiger.
 
 



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300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 


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