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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Erfolgreicher Intersolarauftakt in Indien
Zum ersten Mal fand unter Beteiligung der Intersolar in
Hyderabad, im indischen Bundesstaat Andhra
Pradesh, die Solarmesse 'Solarcon' statt. An der
dreitÀgigen Veranstaltung vom 09.-11. November, der
bedeutendsten indischen Solarkonferenz mit Begleitmesse,
an der 70 ĂŒberwiegend indische Solarunternehmen
ausgestellt hatten, nahmen insgesamt 2.600
Besucher teil.

Diese Veranstaltung wurde getragen von der
Intersolar, an der die stÀdtische FWTM zu 50%
beteiligt ist, und vom amerikanischen Industrieverband
SEMI, der auch bei der Intersolar in San
Francisco Partner der FWTM ist. Die FWTMGeschĂ€ftsfĂŒhrer
Bernd Dallmann und Klaus W. Seilnacht zeigten sich
denn auch sehr zufrieden mit der dreitÀgigen
Auftaktveranstaltung im neuen
Konferenzzentrum von Hyderabad.

Eröffnet wurde die Konferenzmesse vom Premierminister
des Bundesstaates Andhra Pradesh, Shri K.
Rosaiah; das Eingangsreferat hielt der Chef des
Freiburger Fraunhofer Instituts fĂŒr Solare Energiesysteme
ISE, Prof. Eicke Weber zum Thema der
weltwirtschaftlichen Bedeutung und zu Klimaschutzaspekten
der Solarwirtschaft. Die Konferenz, an der
mehr als 500 Teilnehmer nach Hyderabad gekommen
waren, beschÀftigte sich zunÀchst mit dem aufkommenden
Markt fĂŒr Photovoltaik in Indien und
dessen WettbewerbsfÀhigkeit, den notwendigen
politischen Maßnahmen zur Förderung der Solarwirtschaft,
sowie der Finanzierung von Solaranlagen in
Indien.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete das Thema
der lÀndlichen Elektrifizierung, denn heute sind ca. 500
Mio. Inder d.h. 45 % der Gesamtbevölkerung ohne
Zugang zum elektrischen Netz, d.h. kein Strom fĂŒr
Licht, Wasserpumpen und Kommunikation. Einen
ganz wesentlichen Beitrag zur raschen Verbesserung
der Situation könne der Einsatz von kleinen, preiswerten
Solaranlagen bringen, da in weiten Teilen
Indiens die Sonnenscheindauer an 300 Tagen im Jahr
gesichert ist.

Die FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Dallmann und
Klaus W. Seilnacht, die an der dreitÀgigen Veranstaltung
in Hyderabad teilnahmen, sehen fĂŒr die
weitere Entwicklung einer Intersolar India gute Aussichten,
da die klimatischen Voraussetzungen, der
Entwicklungsstand der boomenden indischen Wirtschaft
und die Lösungsangebote der Solarwirtschaft
fĂŒr die drĂ€ngenden Probleme des indischen
Subkontinents sehr vielversprechend seien.
 
 

Wachstumsbeschleunigungsgesetz
 
Wachstumsbeschleunigungsgesetz
Schuldenwachstumsbeschleunigungsgesetz

Genkartoffelwachstumsbeschleunigungsgesetz

AtommĂŒllwachstumsbeschleunigungsgesetz

Straßenundflugverkehrswachstumsbeschleunigungsgesetz

Klimawandelwachstumsbeschleunigungsgesetz

Abstandzwischenarmundreichwachstumsbeschleunigungsgesetz

Bei einem anhaltenden Wachstum von 3% verdoppelt sich das Bruttosozialprodukt alle 23 Jahre, bei 5% sogar bereits alle 14 Jahre. Und eine Menge, die exponentiell wĂ€chst, vertausendfacht sich jeweils nach der zehnfachen Verdoppelungszeit. Dauerhaftes exponentielles Wachstum einer Wirtschaft ist nicht möglich und fĂŒhrt zwangslĂ€ufig zur Selbstzerstörung.

Info Wachstum & Wachstumskritik: http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/wachstumskritik.html

Axel Mayer
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WWF-Jugendexpedition im „Dorf der Elefanten“ angekommen
© Florian Niethammer / WWF
 
WWF-Jugendexpedition im „Dorf der Elefanten“ angekommen
Zwischenbericht aus dem grĂŒnen Herzen Afrikas.

Das WWF-Expeditionsteam um die Jugendlichen Oliver Baune (22) aus Bonn, Silke Hackmann (18) aus Nortrup und Janine Koch (24) aus Köln ist inzwischen an der Dzanga Bai angekommen und hat dort aus nĂ€chster NĂ€he wildlebende Waldelefanten beobachten können. Das "Dorf der Elefanten" ist eine Regenwaldlichtung mit lehmigem Boden, der voller Mineralsalze steckt – eine Delikatesse fĂŒr Elefanten, die sie mit ihren Vorderbeinen und ihrem RĂŒssel zutage fördern. Doch die seltenen Waldelefanten von Dzanga-Sangha sind durch Wilderei und illegalem Elfenbeinhandel bedroht. Erst vor einem Monat wurde wieder ein Elefant im Park von Wilderern getötet.

„Unglaublich krank, die Vorstellung, dass es Leute gibt, die so etwas Schönes aus Raffgier einfach kaputt machen“, sagt Oliver Baune, der von einem Beobachtungsposten aus die Waldelefanten studieren konnte. „Was die Wilderer da machen, das ist irgendwie
.“ Dem ZweiundzwanzigjĂ€hrigen verschlĂ€gt es die Sprache.

Auch Silke Hackmann ist schockiert: „Mit ihren Kalaschnikovs können die Wilderer in zwei Minuten bis zu acht Elefanten töten.“ Zwar ist das zwei Kilometern entfernt gelegene Forschungscamp ein Garant fĂŒr den permanenten Schutz eines der grĂ¶ĂŸten Elefantenvorkommen in der Zentralafrikanischen Republik, doch auch Elefantenforscherin Andrea Turkalo, die seit 25 Jahren in der Region arbeitet, kann mit ihrem Team nicht verhindern, dass es immer wieder zu AbschĂŒssen kommt. „Es bedarf dringend einer VerstĂ€rkung der Anti-Wilderereinheiten“, fordert Turkalo.

Eine weitere Gefahr fĂŒr das Überleben der grauen DickhĂ€uter ist der stetig voranschreitende Lebensraumverlust. „Um den Elefanten eine Zukunft zu ermöglichen, ist es auch unabdingbar ihre Heimat zu erhalten. Illegaler Holzeinschlag muss gestoppt werden“, sagt WWF-Regenwaldbotschafterin Janinen Koch.

Die große Expedition der WWF Jugend will ĂŒber das grĂŒne Herz Afrikas aufklĂ€ren und Spenden fĂŒr das WWF Regenwaldreservat Dzanga Sangha sammeln. Die drei Jugendlichen Janine, Oliver und Silke berichten mehrmals tĂ€glich mit Videobotschaften, SMS, Erlebnisberichten und Fotostrecken ĂŒber ihre Reise durch den Dschungel und die Naturschutzarbeit des WWF auf www.wwf-jugend.de
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Bahnausbau am Oberrhein
 
Bahnausbau am Oberrhein
Ein Positionspapier des BUND-Regionalverbands SĂŒdlicher Oberrhein

Zum Themenbereich Neubaustrecke der Bahn am Oberrhein gibt es eine Vielzahl von Stellungnahmen unterschiedlichster Interessengruppen. Auch der BUND und seine Gruppen vor Ort haben immer wieder zu Details der Planung fĂŒr Mensch, Natur und Umwelt Stellungnahmen abgegeben. Was bisher fehlte, war eine kurze Bewertung des Gesamtprojekts. Dieses Fehlen hat auch damit zu tun, dass es keine „guten Lösungen“ gibt. Es gibt fĂŒr die geschundene Landschaft und die lĂ€rmgeplagten Menschen am Oberrhein nur „unterschiedlich schlechte“ Lösungen. Im Gegensatz zu Positionen von örtlichen BĂŒrgerinitiativen muss der BUND auch ĂŒberregionale Aspekte der Nachhaltigkeit in seine Überlegungen mit einbeziehen. BĂŒrgerinitiativen mĂŒssen das Maximale fĂŒr ihre Mitglieder und die Menschen vor Ort fordern. Ein Naturschutzverband muss neben der örtlichen Betroffenheit auch darauf achten, dass beispielsweise das Bahnfahren in Zukunft noch erschwinglich sein wird.

Transitland Oberrhein
Der Verkehr auf Straßen und Schienen am Oberrhein nimmt zu. In Sachen Verkehr wird SĂŒdbaden immer stĂ€rker zur zentralen europĂ€ischen Nord-SĂŒd-Achse mit zunehmend unertrĂ€glichen Abgas-, LĂ€rm- und FlĂ€chenverbrauchsproblemen. In der veröffentlichten Diskussion spielt dabei das Hauptproblem, der PKW- und LKW-Verkehr, der Ausbau der Straßen und insbesondere die PlĂ€ne, die teilprivatisierte Autobahn A5 sechsspurig auszubauen, leider eine untergeordnete Rolle. Eine rasche Verwirklichung der europĂ€ischen Verkehrsprojekte am Oberrhein (Verkehrsdrehkreuz Oberrhein) ist ein zentrales Ziel der Metropolregion. Ein „Verkehrsdrehkreuz Oberrhein“ kann fĂŒr AnwohnerInnen auch ein Alptraum sein.

Die Neu- und Ausbaustrecke der Bahn zwischen Karlsruhe und Basel
soll nach offiziellen Angaben einen Teil des GĂŒterverkehrs von der Straße auf die Schiene verlagern, die Fahrzeit von Karlsruhe nach Basel um insgesamt 31 Minuten verkĂŒrzen und Möglichkeiten bieten, den ÖPNV vor Ort zu verbessern.

Der BUND fĂŒr Umwelt und Naturschutz
unterstĂŒtzt diese Ziele. Dennoch mĂŒssen wir manche Bahnaussagen auch kritisch hinterfragen. Wir leben in einer nicht nachhaltigen Raubbaugesellschaft, die auch beim Menschen- und GĂŒtertransport immer mehr und alles gleichzeitig will und zwar sofort.

- Es sollen zwar mehr GĂŒter auf die Bahn, gleichzeitig soll der LKW-Verkehr auf der ausgebauten Autobahn auch massiv zunehmen. Es geht nicht um eine Verkehrsverlagerung, um ein „Entweder - Oder“ sondern um ein unhinterfragtes Mehr an GĂŒterverkehr.

- Die Bahn soll dem innereuropĂ€ischen Flugverkehr Konkurrenz machen und mit höheren Bahngeschwindigkeiten Vielflieger zum umweltfreundlicheren Zug umleiten. Doch „der Himmel ist voll“, die FlugplĂ€tze sind am Rande ihrer KapazitĂ€t. So schafft die „Entlastung durch die Bahn“ im innereuropĂ€ischen Flugverkehr mehr KapazitĂ€ten fĂŒr außereuropĂ€ische FernflĂŒge. Gleichzeitig steigt mit den hohen Bahn-Geschwindigkeiten auch der Energieverbrauch der ZĂŒge massiv an und frisst manche Umweltvorteile der Bahn wieder auf.

Immer mehr Menschen und GĂŒter mit immer höheren Geschwindigkeiten, mit einem gesteigerten Rohstoff- und Energieverbrauch zu transportieren... Dieses Grundprinzip ist in einer Zeit des Klimawandels, schwindender Öl-, Gas,- Uran- und RohstoffvorrĂ€te (– in der wir gerade in einem Jahr weltweit so viele fossile Rohstoffe verbrauchen, wie die Erde innerhalb einer Million Jahre herausgebildet hat –) dauerhaft nicht aufrecht zu erhalten. In diesem Zusammenhang ist der Bahnausbau nicht die tolle, ökologische und nachhaltige Problemlösung, sondern das deutlich kleinere Übel.

Auf die Details der Planung kann ein solch kurzes Positionspapier nur sehr allgemein eingehen. Dazu gibt es die vielfĂ€ltigen Stellungnahmen der BUND-Gruppen vor Ort. Wo immer möglich, setzen wir uns fĂŒr finanzierbare, menschen- und naturschonende Trassen und fĂŒr optimalen LĂ€rmschutz ein.

Autobahn-parallel oder Bahn-parallel ist insbesondere im Norden eine der zentralen und umstrittensten Fragen der Bahnplanung. Vor vielen Jahren hatten sich die NaturschutzverbĂ€nde gemeinsam auf die bahnparallele Trasse festgelegt. Zwischenzeitlich haben viele neue Informationen und Argumente diese Position aufgeweicht und verĂ€ndert. Heute stehen wir vor der zentralen Frage, ob das „Schutzgut Natur“ oder das „Schutzgut Mensch“ im Vordergrund unserer Argumentation stehen soll. Deutlicher als in dieser unsĂ€glichen Fragestellung kann sich unser Dilemma bei den Planungen nicht zeigen. Das „Schutzgut Mensch“ spricht aus Herbolzheimer und Kenzinger Sicht fĂŒr die Autobahnparallele. Aus Sicht der weiter von der Bahn entfernten Orte im Westen spricht es fĂŒr die Bahnparallele. Menschen sind vom Bahnausbau immer betroffen, mal mehr, mal weniger. Wenn wir jetzt mehrheitlich „eher“ fĂŒr die Autobahnparallele und einen Tunnel in Offenburg sind, dann heißt das nicht, dass wir mit Vehemenz fĂŒr diese Trasse streiten. Die Argumente unserer Schwesterorganisation NABU oder einzelner, direkt betroffener BUND-Mitglieder fĂŒr die Bahnparallele sind akzeptabel und nachvollziehbar.

Den FlĂ€chenverbrauch durch eine möglichst enge BĂŒndelung der Trassen minimieren Schon in der frĂŒhesten Planung hat sich der BUND als Erster fĂŒr eine möglichst enge BĂŒndelung von Bahntrasse und Autobahn und fĂŒr einen optimalen LĂ€rmschutz eingesetzt. Sicherheit durch Technik (Trennwand) statt durch FlĂ€chenverbrauch muss die Devise sein. Der (viel zu große) Regelabstand zwischen Bahn und Autobahn liegt bei 18,5 Metern. Dieser Sicherheitsabstand zwischen Autobahn und Neubautrasse fĂŒhrt zu einem nicht hinnehmbaren FlĂ€chenverbrauch zu Lasten von Natur und Landwirtschaft und erhöht die Kosten fĂŒr BrĂŒckenbauwerke.

Extrem landschaftsverschandelnde Teilstrecken wie beispielsweise die geplanten Überwerfungsbauwerke bei Kenzingen / Herbolzheim brĂ€chten bei der Bahnparallele eine massive Entwertung der Landschaft und sind darum so nicht akzeptabel. Hier sind landschaftsschonende Alternativen zu realisieren (Tieferlage). Auch wertvolle Naturschutzgebiete mĂŒssen bestmöglich geschĂŒtzt werden.

Ökologische Ausgleichsmaßnahmen
Vor dem sogenannten "Ausgleich" muss stets das Ziel der Minimierung der Eingriffe stehen. Starke Lobbygruppen (u.a. die Landwirtschaft) melden massiv ihre Interessen an. Wir sehen die große Gefahr, dass nicht in mehr Natur und mehr FlĂ€chen, sondern in teure, technisch aufwendige Einzelmaßnahmen investiert werden könnte. Alibibiotope lehnen wir ab.

Unsere Hauptforderung bei den Ausgleichsmaßnahmen: Mehr Platz fĂŒr BĂ€che und FlĂŒsse
Die problematischsten Aspekte der Neubaustrecke sind der FlÀchenverbrauch, die Landschaftszerschneidung und der LÀrm. Wir brauchen, neben dem LÀrmschutz also Projekte, die genau an diesen Problemfeldern ansetzen.
Die meisten Mittel- und UnterlĂ€ufe unserer BĂ€che und FlĂŒsse wurden zu geradegestreckten, kanalisierten, naturfernen KanĂ€len umgebaut. Möhlin, Elz, Dreisam, Glotter, Schutter, Kinzig – diese landschaftsprĂ€genden GewĂ€sser unserer Heimat könnten durch geeignete Maßnahmen, insbesondere durch DammrĂŒckverlegungen, ökologisch aufgewertet und renaturiert werden. So könnten auch zusĂ€tzliche Möglichkeiten zur HochwasserrĂŒckhaltung geschaffen werden. Es sollte auch versucht werden, durch geeignete bauliche Maßnahmen (z.B. breite DurchlĂ€sse unter Autobahn und Neubautrasse) die Wandermöglichkeit von Tieren entlang der BĂ€che wieder zu verbessern. GrĂŒne BĂ€nder, d.h. breite, naturnahe Korridore, teilweise mit Auecharakter zwischen Schwarzwald und Rheinaue sollten als Ziel angestrebt werden. Nicht teure Ingenieurbiologie, sondern zusammenhĂ€ngende FlĂ€chen, insbesondere die weniger wertvollen Böden in BachnĂ€he, werden gebraucht. Dazu gehört auch die WiedervernĂ€ssung von Wiesen in FlussnĂ€he, als Maßnahme fĂŒr einen wirklichen Biotopverbund. FĂŒr Teilabschnitte der Dreisam liegen fertig ausgearbeitete Konzepte vor. An Hand dieses Beispiels sollte geprĂŒft werden, an welchen GewĂ€ssern der Region mit dem geringsten finanziellen Aufwand der grĂ¶ĂŸtmögliche Effekt fĂŒr Mensch und Natur erzielt werden könnte.

Andere wichtige Ausgleichsmaßnahmen:
Neben diesem zentralen Schwerpunkt, der nach Ansicht des BUND oberste PrioritĂ€t haben sollte, gibt es noch eine Vielzahl von wichtigen Projekten und VorschlĂ€gen, die von allen VerbĂ€nden gemeinsam unterstĂŒtzt werden. Dazu gehören u.a. die WiedervernĂ€ssung von Wiesen, SĂŒmpfen und WĂ€ldern, Maßnahmen zur Förderung von Brutvögeln, Insekten und Amphibien sowie ökologisch ausgerichtete Waldpflege. Sollten die Ausgleichsgelder nicht sofort ausgegeben werden können, dann sollte ein Teil der Summe in eine regionale Naturschutzstiftung eingebracht werden.

Der BUND sagt differenziert “Ja, aber” zu den Planungen der Bahn. Um so deutlicher ist unser Nein zu den PlĂ€nen, die Umweltzerstörung am Oberrhein durch den Ausbau der Autobahn massiv zu verstĂ€rken. Wir sehen die PlĂ€ne der Bahn kritisch, vor dem Hintergrund des FlĂ€chenverbrauchs, der Naturzerstörung, der VerlĂ€rmung und der damit verbundenen abnehmenden LebensqualitĂ€t am Oberrhein.

Ilse Weghaupt / BUND-Vorsitzende, Ortenaukreis
Gerhard Völker / BUND-Vorsitzender Landkreis, Emmendingen
Frank Baum / BUND-Regionalvorstand, Breisgau Hochschwarzwald
Andreas Hoffmann / BUND-Vorsitzender, Freiburg
Axel Mayer / BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer, SĂŒdlicher Oberrhein
 
 

EISVÖGEL: Der blaue Blitz
Eisvogel / Foto: Lukasz Lukasik, Wikipedia
 
EISVÖGEL: Der blaue Blitz
Sie sind schön, sie sind schnell und sie sind sehr paarungsfreudig. Eisvögel brĂŒten im Gegensatz zu vielen anderen Vogelarten gleich mehrmals im Jahr. Das bringt viel Nachwuchs - und der muss so manche Lektion schmerzhaft lernen.
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Solar- und Klimaschutz-Vortragsreihe startet 9. Serie
Freiburg im Breisgau: Starke Heizenergie-Einsparung und Klimaschutz mit Passivhaus-Standard.
Vortrag und FĂŒhrung anlĂ€ĂŸlich Deutscher und EuropĂ€ischer Passivhaustage 2009

. Über dieses Thema spricht der Freiburger Architekt Herbert Grießbach, am Samstag, 7. November 2009 ab 10.15 Uhr im Hörsaal 1015 im KollegiengebĂ€ude 1 der UniversitĂ€t Freiburg (Stadtmitte). Es ist der zweite Vortrag der 9. Reihe des "Samstags-Forum Regio Freiburg. Klimaschutz und Neue Energien"; von ECOtrinova e.V., u-asta, Architektenkammer, Energieagentur Regio Freiburg und weiteren Partnern. FĂŒr die anschließende Besichtigung des Reihenhauses von Zimmerermeister Markus Wolf in Freiburg-Waldsee, bei dem der Energieeinsatz fĂŒr Heizung und Warmwasser von 362 auf 22 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kurz: kWh/m2Jahr) verringert wird, ist vorherige Anmeldung erforderlich bis 6. November an ecotrinova@web.de oder T. 0761-2168730. Der Eintritt ist frei.
Die Serie trĂ€gt das Logo (2007). Schirmherrin ist die Freiburger UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.

Hintergrund:
Das Programmfaltblatt und das Plakat der 9. Serie des
Samstags-Forum Regio Freiburg zu Klimaschutz und
Neuen Energien fĂŒr MitbĂŒrgerInnen, Studierende und Vereine
sind leicht zu finden auf der Startseite von www.ecotrinova.de.

Die Reihe steht unter dem Motto Pioniere und Vorbilder verstehen-erleben-mitmachen.>
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LadenhĂŒter nachhaltiges Palmöl
© Peter Prokosch / WWF
 
LadenhĂŒter nachhaltiges Palmöl
WWF-Bericht: Erstes europaweites Ranking der Palmöl nutzenden Unternehmen

Die Mehrheit der Palmöl nutzenden Unternehmen in Europa kauft kein zertifiziertes Palmöl aus umweltvertrĂ€glichem Anbau, obwohl dieses in großen Mengen auf dem Markt erhĂ€ltlich ist, so ein heute veröffentlichter WWF-Bericht. Die „Palmöl Scorecards“ untersuchen erstmalig die Einkaufspolitik der 59 bekanntesten HĂ€ndler und Hersteller in Europa, die Palmöl kaufen und in ihren Produkten nutzen. Sie wurden anlĂ€sslich des Treffens der weltgrĂ¶ĂŸten Palmöl-Produzenten, HĂ€ndler und KĂ€ufer, dem Runden Tisch fĂŒr nachhaltiges Palmöl (RSPO) erstellt, der vom 2. bis 4. November in Kuala Lumpur stattfindet.

Zehn der 59 vom WWF befragten Unternehmen nutzen bereits nachhaltiges Palmöl, sind Mitglied im RSPO und ĂŒberprĂŒfen die Herkunft der von ihnen verwendeten Öle. „Diese Unternehmen zeigen, dass ein Umstieg auf nachhaltiges Palmöl machbar ist“, erklĂ€rt Martina Fleckenstein, Leiterin Agrarpolitik des WWF Deutschland. Allerdings sei auch bei diesen Top 10 noch Verbesserungspotential vorhanden. „Langfristig sollten die Unternehmen zu 100% auf zertifiziertes Palmöl umsteigen“, so Fleckenstein.

Zwölf der befragten Unternehmen erzielten in dem aktuellen Bericht Null Punkte. Sie unternehmen absolut nichts, um auf nachhaltiges Palmöl umzusteigen. „Es ist ein Armutszeugnis, dass bei diesen Unternehmen kein Interesse vorhanden ist, die Regenwaldrodung durch Palmöl-Anbau zu stoppen“, erklĂ€rt Martina Fleckenstein. Palmöl ist einer der wichtigsten Rohstoffe fĂŒr die Produktion vieler Alltagsprodukte, darunter Margarine, Schokolade, Shampoo und Fertigbackwaren wie Pizza. FĂŒr den Anbau werden jedoch meist riesige tropische WaldflĂ€chen gerodet und zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten vernichtet. Die Rodung der RegenwĂ€lder sowie die Trockenlegung der Feuchtgebiete tragen außerdem zum Klimawandel bei.

Zertifiziertes Palmöl aus umweltvertrĂ€glichem Anbau ist bereits seit November 2008 auf dem Markt, insgesamt mehr als eine Million Tonnen. Davon wurden bislang rund 19% (195.000 Tonnen) verkauft. „Mit dieser ersten Bestandsaufnahme wollen wir ein Problembewusstsein schaffen und die Nachfrage nach zertifiziertem Palmöl fördern“, so Martina Fleckenstein. Es gehe nicht darum, den Einsatz von Palmöl grundsĂ€tzlich zu verurteilen, da viele LĂ€nder auf die Produktion angewiesen seien. „Die Herstellung muss jedoch nachhaltig erfolgen und die HĂ€ndler in Europa haben die Macht und die Verantwortung, das zu beeinflussen und so die Zerstörung des Regenwaldes zu stoppen“, so Fleckenstein.

Zur Methodik: Die „Palmöl-Scorecards“ wurden mit Hilfe eines zweistufigen Verfahrens innerhalb von sechs Monaten erstellt. In der ersten Phase wurde das Verhalten der Unternehmen anhand öffentlich zugĂ€nglicher Daten, wie Nachhaltigkeitsberichten, analysiert. Auf dieser Basis wurde eine erste Bewertung an die befragten Unternehmen geschickt. In einem zweiten Schritt konnten die Unternehmen bis Ende September 2009 darlegen, welche Schritte sie außerdem in Bezug auf nachhaltiges Palmöl eingeleitet haben. Die finale Bewertung setzt sich aus beiden Datenquellen zusammen. Der Ersatz von Palmöl durch andere pflanzliche Öle wurde in diese erste Bewertung nicht einbezogen. Die Palmöl-Scorecards werden alle zwei Jahre veröffentlicht. In die zukĂŒnftigen Bewertungen werden weitere Unternehmen und Kriterien mit einbezogen.
 
 

 
Fotoausstellung „Naturimpressionen"
Am Sonntag, den 1. November 14 bis 17 Uhr eröffnet die Ökostation Freiburg, Falkenbergerstr. 21 b eine Fotoausstellung mit dem Titel „Naturimpressionen – Wasser, Licht und Farbe“. Die Bilder entstanden beim Jahreskurs Naturfotografie an der Ökostation und zeigen Pflanzen, Insekten und die Natur im Wechsel der Jahreszeiten. Die Ausstellung ist bis zum 8. November von Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr und am Sonntag 14 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist kostenlos.
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