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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Karlsruhe: Lautes Vogelgeschrei stört die morgendliche Ruhe in der Nordweststadt
Bei einer Exkursion SaatkrÀhen am Alten Flugplatz beobachten

Die lauten Rufe von KrĂ€hen gehören derzeit zum „Morgenritual“ fĂŒr etliche Bewohner der Nordweststadt. Mit den Vogellauten werden sie in den Morgenstunden geweckt und durch den Tag begleitet. Das hat zu vermehrten Anrufen von BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern beim Amt fĂŒr Umwelt- und Arbeitsschutz gefĂŒhrt. Bei den in großen SchwĂ€rmen auftretenden Vögeln handelt es sich nicht um die RabenkrĂ€he (auch AaskrĂ€he genannt), sondern um die wesentlich seltenere SaatkrĂ€he, so die Experten der Dienststelle. Die SaatkrĂ€he unterscheidet sich insbesondere durch den weißlichen, leicht gekrĂŒmmten Schnabel von der RabenkrĂ€he. Die SaatkrĂ€hen bauen derzeit ihre Nester in den hohen BĂ€umen zwischen Stresemann- und Kurt-Schumacher-Straße. Die von vielen BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern als störend empfundenen Rufe werden jedoch bald verhallen, beruhigt das Amt fĂŒr Umwelt- und Arbeitsschutz. Denn wĂ€hrend der Brut und der Jungenaufzucht verhielten sich die Vögel deutlich ruhiger.

Die SaatkrĂ€he ist ein intelligenter Vogel mit ausgeprĂ€gtem Sozialverhalten. Diese KrĂ€henart ist ein KoloniebrĂŒter. Die SaatkrĂ€henpaare lernen sich vorwiegend in NichtbrĂŒtertrupps kennen und bleiben ein Leben lang zusammen. Die Trupps gehen gemeinsam auf Nahrungssuche. Wie bei allen Schwarmtieren gibt es auch in dieser Vogelkolonie Hierarchien. Als Tiere mit einem komplexen Sozialverhalten verfĂŒgen die KrĂ€hen ĂŒber zahlreiche Ruflaute, um miteinander zu kommunizieren. Sie beherrschen einen ausgefeilten Balzgesang, der von beiden Geschlechtern vorgetragen wird. SaatkrĂ€hen ernĂ€hren sich vielseitig. Neben SĂ€mereien, Körnern aller Art und NĂŒssen stehen auch WaldfrĂŒchte und Beeren auf ihrem Speiseplan. Bei der Jungenaufzucht werden ĂŒberwiegend Insekten und deren Larven verfĂŒttert. In der NĂ€he des Menschen bilden Komposthaufen bisweilen eine willkommene zusĂ€tzliche Nahrungsquelle. In der ökologischen Landwirtschaft haben die zur Gattung der Singvögel zĂ€hlenden Tiere eine wichtige Funktion, denn sie vertilgen FeldschĂ€dlinge. Die Eier sowie die Brut anderer Vögel oder Aas gehören nicht zum Nahrungsspektrum der SaatkrĂ€hen, in diesem Zusammenhang werden sie oft mit den RabenkrĂ€hen verwechselt.

Fragen zur SaatkrĂ€he werden bei einer vogelkundlichen Exkursion auf dem Alten Flugplatz am Samstag, 8. Mai, beantwortet. Der NaturschĂŒtzer Carsten Weber begrĂŒĂŸt alle Hobby-Ornithologen um 7 Uhr am Schutzgebietseingang Kurt-Schumacher-Straße. Mit der Exkursion kommt das Umweltamt dem Wunsch der vogelkundlich interessierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger entgegen, die am Samstag, 13. MĂ€rz, am Rundgang „FrĂŒhlingserwachen“ teilgenommen hatten. Damals konnte aufgrund der verzögerten Vegetationsentwicklung und Vogelbrut noch kein vielstimmiges „Vogelgezwitscher“ geboten werden.
 
 

Zum Internationalen Tag des Waldes
Regenwald auf Borneo. © A. Compost / WWF
 
Zum Internationalen Tag des Waldes
WWF warnt vor Waldzerstörung fĂŒr Papierprodukte

AnlĂ€sslich des „Internationalen Tag des Waldes“ am kommenden Sonntag – und parallel zum Start der Leipziger Buchmesse - warnt der WWF vor den folgen des wachsenden Papierkonsums fĂŒr die WĂ€lder der Erde. Seit 1970 hat sich die weltweite Papierproduktion auf ĂŒber 380 Millionen Tonnen jĂ€hrlich verdreifacht, Tendenz weiter steigend. Allein in den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren wird mit einem weiteren Anstieg auf 440 Millionen Tonnen gerechnet. Der WWF fordert Wirtschaft und Verbraucher auf, auf Recyclingpapier oder Papier aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft mit FSC-Siegel umzusteigen und den Papierverbrauch wo immer möglich zu senken. Das FSC-Siegel garantiert die Herkunft aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Der Tag des Waldes wurde 1970 von der WelternĂ€hrungsorganisation FAO als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ausgerufen.

„Trotz Computer, E-Mail und co. verbrauchen wir immer mehr Papier, und das ist eine der großen Herausforderungen beim Schutz der WĂ€lder“, so Johannes Zahnen, Papierexperte beim WWF Deutschland. „Ein Großteil der Produkte landet auf den MĂ€rkten der Industrienationen, also auch in Deutschland. Mit ĂŒber 250 Kilogramm pro Kopf und Jahr verbraucht Deutschland so viel Papier wie gesamt Afrika und SĂŒdamerika zusammen“.

Risiken birgt aus Sicht des WWF die rasante Produktionsverlagerung von Papierartikeln vor allem nach China. Innerhalb weniger Jahre hat sich das Land auf den ersten Platz der Zellstoffimporteure vorgeschoben. Eine wichtige Zellstoffquelle fĂŒr China ist Indonesien, dessen WĂ€lder zu den am stĂ€rksten bedrohten der Erde gehören. Knapp die HĂ€lfte der indonesischen Zellstoffexporte gehen nach China. Der indonesische Großkonzern APP, der zu den skrupellosesten Waldvernichtern ĂŒberhaupt gehört, tritt sowohl als Zellstofflieferant aus Indonesien als auch mit eigener Produktion in China in Erscheinung.

„Wenn sich die Produktionsverlagerung ins Ausland nur an den Kosten orientiert, steigt die Gefahr, dass Produkte aus Raubbau in unseren LĂ€den landen“, so Johannes Zahnen. „Alle Beteiligten entlang der Handelskette von Papierprodukten sollten auf die Herkunft der Papiere achten und auf Recyclingpapier oder Papier mit dem FSC-Siegel umzusteigen“.

Verbrauchern rÀt der WWF, wo immer möglich Recyclingprodukte oder Produkte mit dem FSC-Siegel zu kaufen und wo möglich weniger Papier zu verbrauchen.
 
 

Globaler Handel bedroht Tunfisch, Tiger und Koralle
© WWF
 
Globaler Handel bedroht Tunfisch, Tiger und Koralle
15. Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner ArtenschutzĂŒbereinkommens startet.

WWF fordert von EU eine „starke Stimme fĂŒr den Artenschutz“

Vom 13. bis 25. MĂ€rz 2010 findet in Doha (Katar) die 15. Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner ArtenschutzĂŒbereinkommens (CITES CoP 15) statt. Die EuropĂ€ische Union hat angekĂŒndigt, einheitlich abstimmen zu wollen und bildet mit 27 Staaten den einflussreichsten Block auf der Konferenz. Der WWF Deutschland fordert daher die EU auf, ihr Stimmrecht im Sinne eines weltweiten, effektiven Artenschutzes wahrzunehmen und sich nicht durch kurzfristige, gewinnorientierte Handelsinteressen beeinflussen zu lassen. „UnzĂ€hlige Arten, darunter Blauflossentunfisch, Rote Koralle, Tiger und Elefant sind darauf angewiesen, dass die EU-Staaten fĂŒr deren Schutz eintreten“, sagt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland.

Vor allem um das Schicksal des Blauflossentunfischs erwartet der WWF ein hartes Tauziehen. Die hohe Nachfrage des japanischen Marktes ist der Hauptgrund fĂŒr den dramatischen Bestandseinbruch. Die Population im Nordostatlantik sei gar um 85 Prozent eingebrochen so der WWF. Erst am Mittwochabend konnte sich die EU zu einem minimal Konsens zum Schutz des Blauflossentunfischs einigen. Allerdings sei es beschĂ€mend, so der WWF, dass sich Europa nicht zu einem bedingungslosen Handelsverbot durchringen konnte. AusdrĂŒcklich begrĂŒĂŸt wird hingegen einen von den USA und der EU eingebrachten Antrag, die Roten Koralle und Haie in Anhang II aufzunehmen. Damit dĂŒrften die Tiere, ihre Bestandteile und Produkte nur noch mit behördlicher Genehmigung und „nachhaltig“ auf dem internationalen Markt gehandelt werden. Korallen werden vor allem als Bestandteile in Medizin- und Schmuckprodukten verwendet.

Auch das Ringen um effektivere Schutzmaßnahmen fĂŒr den Tiger geht auf der Konferenz in eine neue Runde. Es liegt ein EU-Antrag vor, auf Änderung der Resolution zu Asiatischen Großkatzen, darunter Tiger, Leoparden oder Nebelparder. Ziel ist die effektivere BekĂ€mpfung des illegalen Handels mit Produkten von gewilderten Großkatzen. „Die Umsetzung der Schutzmaßnahmen fĂŒr Tiger und andere Großkatzen ist in vielen LĂ€ndern unzulĂ€nglich, die Berichterstattung unregelmĂ€ĂŸig und die bilaterale Zusammenarbeit bei der WildereibekĂ€mpfung ist ungenĂŒgend“, kritisiert Volker Homes. Diese Faktoren verhinderten, dass die letzten 3200 Tiger effektiver geschĂŒtzt werden können. Außerdem zielt der Antrag darauf ab, die Tiger-Zucht, die nicht der Arterhaltung und des Bestandsschutzes dient, zu verbieten.

Außerdem liegt ein Antrag der afrikanischen Staaten Tansania und Sambia vor, das Verbot fĂŒr den Elfenbeinhandel zu lockern. Der WWF lehnt dieses Vorhaben – vor allem in Hinblick auf die Zunahme des illegalen Elfenbeinhandels – ab.
 
 

 
Ausstellung zum Ökologischen Landbau
bis 21. MĂ€rz in der KonTiKi-Scheune auf dem Mundenhof Freiburg

Eine Wanderausstellung zum Ökologischen Landbau in der
KonTiKi-Scheune informiert umfassend ĂŒber Tierhaltung,
Pflanzenbau und Lebensmittelproduktion im ökologischen
Landbau. Die Ausstellung wurde im Auftrag der
Bundesanstalt fĂŒr Landwirtschaft erstellt, bereits in vielen
anderen StÀdten gezeigt und ist bis 21. MÀrz tÀglich von 11
bis 17 Uhr auf dem Mundenhof zu sehen.

Der Eintritt ist frei.
 
 

 
Amphibien wandern wieder:
Östliche Waldseestraße in Höhe Möslepark gesperrt –
Auch mobile SchutzzÀune im Kappler Kleintal und am
kleinen Opfinger See

Nach Abklingen der frostigen Temperaturen stellen jetzt Massenwanderungen von Amphibien amtliche und ehrenamtliche
NaturschĂŒtzer vor anstrengende Aufgaben.

Viele Erdkröten, Grasfrösche, Molche und Feuersalamander
verlassen zur Zeit ihre Winterquartiere und ziehen bei Einbruch
der Dunkelheit, besonders an regnerischen Abenden,
an Teiche, TĂŒmpel und Weiher, um dort abzulaichen. Auf ihrer
Wanderung sind die Tiere vielen Gefahren ausgesetzt.

Die Stadtverwaltung hat, wie in den Jahren zuvor, die östliche
Waldseestraße im Streckenabschnitt auf Höhe der WaldseegaststĂ€tte
ab sofort bis Ende April gesperrt. In dieser Zeit wird
der Verkehr ĂŒber die Zufahrtsstraße zum Möslestadion umgeleitet.

Das Befahren der westlichen Waldseestraße ab der Bahnschranke
bis zum Max-Planck-Institut ist das ganze Jahr verboten.
Ausschließlich aus VerkehrssicherheitsgrĂŒnden wird
sie nach Heimspielen des SC Freiburg in Richtung Westen
fĂŒr maximal eine Stunde geöffnet. Wenn die Amphibien kurzfristig
witterungsbedingt massenweise von ihren Winterquartieren
zu den LaichgewÀssern im Bereich der Deicheleweiher
wandern, bleibt sie geschlossen. Dann hat der Artenschutz
Vorrang vor verkehrlichen Belangen.

Entlang von Straßenabschnitten, an denen die Amphibien
vorrangig queren, werden die Tiere mit FangzÀunen in eingegrabene
Eimer gelenkt. Zahlreiche ehrenamtliche ArtenschĂŒtzer
und ArtenschĂŒtzerinnen sammeln die Tiere dort anschließend
ein und setzen sie an ihren LaichgewÀssern aus. Dabei
werden die federfĂŒhrenden Naturschutzgruppen des NABU,
BUND, der Bachpatenschaften Freiburg und der Amphibienschutzgruppe
Opfingen mit großer Begeisterung von Anwohnern,
Familien, Schulklassen und KindergĂ€rten unterstĂŒtzt.

Die zeitlich befristete Verkehrsumleitung am Waldsee schĂŒtzt
somit auch die dort meist jungen Helferinnen und Helfer.

Trotz des großen Engagements sind zusĂ€tzliche Helferinnen
und Helfer fĂŒr die tĂ€gliche Kontrolle der ZĂ€une und das Sammeln
der Frösche und Kröten aus den Eimern bis Ende April
jederzeit willkommen. Interessierte können sich an das Umweltschutzamt
unter der Telefonnummer: 201-6125 oder per
E-Mail an umweltschutzamt@stadt.freiburg.de wenden.
 
 

Karlsruhe: Der Dachs ist Wildtier des Jahres
Briefmarke 1968 der Deutschen Bundespost / Wohlfahrtsmarke
 
Karlsruhe: Der Dachs ist Wildtier des Jahres
Forstabteilung im Liegenschaftsamt: Der Marder ist vor allem in Bergdörfern zuhause

Mit dem Dachs wurde von der „Schutzgemeinschaft Deutsches Wild“ ein Tier zum Wildtier des Jahres 2010 gewĂ€hlt, das auch in Karlsruhe und dabei besonders in den Bergdörfern vorkommt und dort auch manches Mal sein Unwesen treibt. Obwohl der Dachs als nachtaktives Tier so gut wie nie zu Gesicht zu bekommen ist, zeigen sich die Spuren seiner Nahrungssuche in Wald, Feldern und GĂ€rten. Vor allem in der Vorbergzone mit den Lehmböden gibt es einige große Dachsbauten, deren Bewohner schon bei so manchem Gartenbesitzer in den angrenzenden Wohngebieten fĂŒr böse Überraschungen gesorgt haben. „Wir sind bemĂŒht, durch gezielte Bejagung die Höhe der Dachspopulation in ertrĂ€glichem Rahmen zu halten. Um SchĂ€den zu vermeiden, empfehlen wir den Gartenbesitzern jedoch, mit verstĂ€rktem Zaunbau auch eigene Schutzmaßnahmen zu treffen“, sagt dazu Ulrich Kienzler, Leiter der Abteilung Forst im Liegenschaftsamt. Auch Maisfelder werden von den Tieren gerne so beackert, als wĂ€re Schwarzwild am Werk gewesen.

Dachse kommen fast in ganz Europa vor. Meister Grimbart, wie der Dachs in der Fabel auch genannt wird, ist ein Allesfresser. Er bevorzugt pflanzliche Nahrung, sein Leibgericht sind jedoch RegenwĂŒrmer, die teilweise ĂŒber die HĂ€lfte seiner Nahrung ausmachen. Der Dachs hĂ€lt eine Winterruhe, jedoch keinen echten Winterschlaf. Seine Körperfunktionen sind nicht drastisch abgesenkt, er bleibt beweglich und verlĂ€sst ab und zu seinen Bau. FĂŒr diesen benötigt der Dachs tiefgrĂŒndige und nicht zu sandige Böden, die nicht grundwasser- oder ĂŒberflutungsgefĂ€hrdet sein dĂŒrfen. Seine bis zu fĂŒnf Meter unter Tage liegenden Bauten bestehen aus einem weit verzweigten Labyrinth von GĂ€ngen sowie grĂ¶ĂŸeren Wohnkammern, in denen sich die Dachse ĂŒberwiegend aufhalten.

Die bis in die 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts praktizierte Fuchsbaubegasung, mit der man die Tollwut eindĂ€mmen wollte, fĂŒhrte dazu, dass der Dachs bis 1994 als gefĂ€hrdete Tierart galt. Danach erholten sich die BestĂ€nde wieder. Der Dachs hat keine natĂŒrlichen Feinde, weshalb neben der Bejagung das Angebot an Nahrung, der Lebensraum und Infektionskrankheiten limitierende Faktoren sind.
 
 

Earth Hour 2010: Weltweit gehen die Lichter aus
© WWF
 
Earth Hour 2010: Weltweit gehen die Lichter aus
WWF ruft zur Teilnahme an internationaler Klimaschutzaktion auf

Berlin - Am Brandenburger Tor in Berlin gehen am 27. MĂ€rz genauso die Lichter aus wie im New Yorker Empire State Building und im höchsten GebĂ€ude der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai. Die Verdunklungsaktion ist Teil der vom WWF ins Leben gerufenen Initiative „Earth Hour“. Tausende StĂ€dte rund um den Globus löschen am Samstag, den 27. MĂ€rz um 20:30 Uhr fĂŒr eine Stunde das Licht weltbekannter Wahrzeichen. So soll das das Augenmerk der Öffentlichkeit auf die Dringlichkeit verstĂ€rkter Anstrengungen beim internationalen Klimaschutz gelenkt werden.

Der WWF ruft unter dem Motto „Licht aus - Klimaschutz an!“ auch Privatpersonen, Kommunen und Initiativen auf, sich an der Aktion zu beteiligen. Millionen Menschen sollen eine starke globale Botschaft an die Regierungen dieser Welt senden. „Weltweit werden BĂŒrger, Schulen und StĂ€dte mit diesem symbolischen Appell zeigen, dass ihnen das Ergebnis der UN-Klimakonferenz von Kopenhagen nicht genĂŒgt“, so Eberhard Brandes Vorstand des WWF Deutschland. „Es ist höchste Zeit, den Schalter umzulegen und dafĂŒr zu sorgen, dass die Staaten der Welt so bald wie möglich ein wirksames Klimaschutz-Abkommen vorlegen.“ Auf der Internetseite wwf.de/earthhour können sich Teilnehmer auf einer Deutschlandkarte als Teilnehmer registrieren. Zudem ruft der WWF dazu auf, sich an einer E-Mail-Aktion an Angela Merkel zu beteiligen. Die Bundeskanzlerin solle sich dafĂŒr einsetzen, dass die EU ihr Ziel zur Reduktion des Treibhausgasausstoß von 20 auf 30 Prozent bis 2020 gegenĂŒber 1990 erhöht, um nach dem Scheitern des Gipfels in Kopenhagen neuen Schwung in die internationalen Verhandlungen zu bringen.

Die WWF „Earth Hour“ findet bereits zum vierten Mal statt. Sie startete 2007 in Sydney. Mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte nahmen daran teil. Ein Jahr spĂ€ter erreichte die Aktion 370 StĂ€dte in 35 LĂ€ndern. GeschĂ€tzte 50 bis 100 Millionen Menschen schalteten 2008 fĂŒr eine Stunde das Licht aus, um dem Klimaschutz ihre Stimme zu geben. Dabei waren weltweit bekannte GebĂ€ude wie das Kolosseum in Rom und die Golden Gate Bridge in San Francisco. 2009 war „Earth Hour“ noch einmal grĂ¶ĂŸer. Anhand registrierter Teilnehmer, Umfragen und des RĂŒckgangs des Energieverbrauchs wurde ermittelt, dass weltweit mehrere hundert Millionen Menschen teilgenommen hatten. Dabei waren 4159 StĂ€dten in 88 LĂ€ndern. Wieder gingen die Lichter weltweit berĂŒhmter GebĂ€ude aus – zum Beispiel die Pyramiden von Gizeh, der Eiffelturm in Paris, das Vogelnest-Stadium in Peking und die Christusstatue von Rio de Janeiro. Im vergangenen Jahr beteiligten sich mit der Hamburg, Berlin und Bonn erstmals deutsche StĂ€dte an dem internationalen Event. FĂŒr dieses Jahr hat Berlin bereits fest zugesagt. Weitere Kommunen sollen folgen.
 
 

Filmtipp: UNSERE OZEANE
 
Filmtipp: UNSERE OZEANE
Frankreich 2009; Regie: Jacques Perrin, Jacques Cluzaud; 100 Minuten

Delphine tanzen wie choreographiert ihr Ballett, FischschwĂ€rme drehen sich in immer schnellerem Kreis. Vielerlei Arten finden Unterschlupf in einem alten Schiffswrack. Wale durchpflĂŒgen die Weltmeere. Krabben marschieren im Gleichschritt wie eine Armee. Das farbenprĂ€chtige und nicht immer stille Universum. Ein Expertenteam von Tauchern, Technikern und Wissenschaftlern erforscht und filmt es an 54 Drehorten vom englischen Cornwall ĂŒber Französisch-Polynesien bis hin zur Pleanu-Insel in der Antarktis.

LĂ€uft im Friedrichsbau Freiburg
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