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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

Aktives Wochenende beim fesa e.V.
fesa-Team und Gäste vor Solar-Wind-Haus
 
Aktives Wochenende beim fesa e.V.
Exkursion zu Kleinwindanlagenexperten nach St. Georgen und Aktionsstand beim Energietag Baden-WĂĽrttemberg

Freiburg, 27.09.2010: Die Sommerpause ist endgültig vorbei und der Herbst nähert sich mit Riesenschritten. Der fesa e.V. startete mit einem aktiven Wochenende in die windige Jahreszeit. Am Freitag, den 24.09.2010 lud er Mitglieder und Interessierte zu einer Exkursion nach St. Georgen im Schwarzwald zum Kleinwindkraftexperten Günther Hacker ein. Am Samstag, den 25.09.2010 war der fesa e.V. mit einem Stand beim Energietag Baden-Württemberg vertreten.

Am vergangenen Freitag reisten 25 Windkraft-Interessierte mit dem fesa e.V. nach St. Georgen um sich bei dem Solar-Wind-Team Hacker in der "kleinsten Windrad-Fabrik Europas" über den Stand der Technik von Kleinwindanlagen zu informieren. Dabei handelt es sich um Windräder mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern bis zu zwei Metern, die auf dem Dach oder auf einem zehn Meter hohen Mast im Garten betrieben werden. Die maximalen Leistungen liegen zwischen 100 und 900 Watt. Das Interesse ist derzeit enorm an diesen Anlagen, da sie gerade auch für Eigentümer von Solaranlagen eine ausgezeichnete Ergänzung darstellen können. Jedoch gibt es eine Unmenge unterschiedlicher Modelle, die für sehr unterschiedliche Bedingungen ausgelegt sind. Die fesa-Mitglieder und -Freunde erlebten im Hacker'schen Wintergarten im Schnelldurchlauf die spannende Entstehungsgeschichte der jetzigen GmbH und erhielten viele wertvolle Tipps, worauf bei Kauf und Installation von Solar- und Kleinwindanlagen geachtet werden sollte. Danach gab es noch eine Führung durch die Werkstätten, in denen die Anlagen zusammengebaut werden. Seinen Pioniergeist und Idealismus hat Günther Hacker nie verloren, das merkt man schnell. Stets steht bei seinen Empfehlungen im Vordergrund, welchen Nutzen der Windradbetreiber oder -interessent davon hat.

Unter dem Motto „Zukunft in Freiburg erleben – wir erzeugen Energie“ waren dann am Samstag, den 25.10.2010 alle Freiburger Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich über die Themen Energiesparen und Energieproduktion zu informieren und aktiv zu beteiligen. Im Rahmen des Energietags Baden-Württemberg gestaltete der fesa e.V. zusammen mit dem Agenda 21-Büro Freiburg, der badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG, Ecotrinova e.V., der Initiative Gartencoop Freiburg, der Anti-Atom-Gruppe Freiburg und dem Klimabündnis Freiburg einen bunten Markplatz. Der fesa e.V. stellte das Projekt „Klimaschutz zum Anfassen“ vor, bei dem Kinder anhand von Gegenständen, wie Energiesparlampen oder der Regiokarte lernen, womit sie Energie sparen und das Klima schützen können. Das neu erworbene Wissen konnten die Kinder anschließend mit einem Klima-Quiz testen. Dabei gab es hochwertige Preise zu gewinnen, wie das Photovoltaik-Spiel „Der blaue Kristall“. Auch für die Erwachsenen lag ein Quiz bereit. Hier winkte als Preis ein Jahresabo der Zeitschrift „SolarRegion“.
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Autor: Karin Jehle

 
Grüne Dächer sind mehr als nur gestalterische Komponente
Kongress zur DachbegrĂĽnung in Gerona
Helmut Kern als Gastredner

Einen interessanten Einblick in die Karlsruher Grünflächenplanung gab Helmut Kern, Leiter des städtischen Gartenbauamts, letzte Woche auf dem Dachbegrünungskongress im spanischen Gerona. Die jährliche Fachtagung beschäftigt sich mit Aspekten der biologischen Vielfalt, klimabestimmten Artenauswahl und mit sparsamen Bewässerungstechniken. Kern stellte als Gastredner den rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das nachhaltige Konzept vor, mit dem in der Fächerstadt ein grünes Stadtbild geschaffen wurde, das nicht nur ausschließlich der Erholung seiner Bürgerinnen und Bürger dient. So bilden in Karlsruhe die 1000 Hektar öffentlichen Grünflächen und die zusammen 350 Hektar großen Kleingärten mit begrünten Plätzen und Alleen ein Grünsystem, das auch eine ökologische Funktion erfüllt. Die städtische Bebauungsplanung unterstützt dieses Konzept, indem sie unter anderem versucht, Eingriffe in die Natur und Landschaft durch eine Begrünung von Dächern auszugleichen. „Das ECE-Center am Ettlinger Tor, die Friedrich-List-Schule oder aber das neue Quartier Südstadt-Ost sind Beispiele für eine solche Vorgehensweise. Hier wurden Grünflächen, die durch die Versiegelung des Bodens verschwunden sind, mit einer Begrünung der Dächer ausgeglichen “, erklärte Kern.

Begleitet wurde Kern auf den Kongress vom Dachbegrünungsexperten Hans Seeger. Der Karlsruher ist Verbandsrepräsentant der International Green Roof Association (IGRA) und referierte über die Grundlagen von deutschen Dachbegrünungstechniken, etwa die Art der Bewässerung oder die Wahl der richtigen Substratschicht. Die deutschen Standards und Erfahrungswerte sind größtenteils auch nach Spanien übertragbar. „Lediglich bei der Wahl der Pflanzen gibt es, klimatisch bedingt, große Unterschiede“, erläuterte Kern. Sollte der Klimawandel aber weiter fortschreiten, werde man wohl auch demnächst auf deutschen Dächern verstärkt eine mediterrane Vegetation anpflanzen.

Kern und Seeger nahmen von dem Kongress den Eindruck mit, dass auch in Spanien Konzepte immer mehr an Bedeutung gewinnen, bei denen Dachbegrünungen ein Baustein einer ganzheitlichen Stadtplanung sind. Das Bepflanzen von Dächern sei, so Kern, in Spanien nicht mehr nur eine gestalterische Komponente, sondern ein wichtiger Beitrag für den Umweltschutz. Spanische Fachbetriebe hätten deutsche Ideen und Standards übernommen und dabei an ihre Bedürfnisse angepasst. So werde etwa wegen der Wasserknappheit deutlich mehr Brauchwasser zur Bewässerung des Dachgrüns verwendet als in Deutschland. Einig war man sich, den bilateralen Austausch fortsetzen. Eine Delegation der Fakultät für Architektur der Universität Gerona plant für den kommenden Sommer eine Exkursion nach Karlsruhe, um sich über aktuelle Dachbegrünungsprojekte und die Grünflächengestaltung in der Fächerstadt zu informieren.
 
 

Hohe See unter Schutz
Pottwal. © Brian J. Skerry / National Geographic Stock / WWF
 
Hohe See unter Schutz
Hamburg - Erfolg bei der Ausweisung von Schutzgebieten, Enttäuschung hinsichtlich Tiefseebohrungen – der WWF zieht eine gemischte Bilanz aus dem Umweltministertreffen der Nordostatlantikstaaten(OSPAR-Abkommen). Dort wurden sechs neue Schutzgebiete in internationalen Gewässern ausgewiesen – ein absolutes Novum. Daher verleiht die internationale Umweltorganisation ihre höchste Anerkennung „Geschenk an die Erde“ (Gift to the Earth), gleich zweimal: An die OSPAR-Kommission zum Schutz der Meeresumwelt im Nordostatlantik sowie an das Sekretariat des Abkommens zum Schutz des Südpolarmeeres (CCAMLR). Beide Abkommen und ihre Vertragsstaaten hatten in diesem Jahr Meilensteine bei der Einrichtung von Schutzgebieten auf Hoher See gesetzt. Enttäuscht zeigt sich der WWF indes darüber, dass die Teilnehmer keine bindenden Beschlüsse zu Tiefseebohrungen gefasst haben.

Die Umweltminister der 15 Vertragsstaaten des OSPAR-Abkommens beschlossen die Ausweisung von sechs Hohe-See-Schutzgebieten mit einer Fläche von rund 290.000 Quadratkilometern, darunter zwei großen Abschnitten des Mittelatlantischen Rückens und vier Seebergen - inklusive Maßnahmen für deren Management. Die Ausweisung des Gebiets um den nördlich gelegenen Charlie-Gibbs-Graben mit weiteren 160.000 Quadratkilometern, in dem Island den Meeresboden für sich reklamiert, soll bis 2012 erfolgen.

In fünf der sechs Schutzgebiete auf Hoher See ist bereits jetzt der Einsatz schädlicher Bodenschleppnetze verboten, um Korallenriffe und Schwammbänke der Tiefsee zu schützen. Der WWF fordert, dort auch die Ausbeutung von Bodenschätzen zu unterlassen da diese das marine Leben in den darüber liegenden Wasserschichten beeinträchtigen. Die unterseeische Bergkette des Mittelatlantischen Rückens mit Gipfeln bis zu 3.500 Metern über dem Meeresboden und Schluchten von bis zu 4.500 Metern Tiefe gilt als artenreicher Lebensraum. „Wale, Haie und Knochenfische finden an den Seebergen reichlich Nahrung und gute Bedingungen zur Fortpflanzung – jetzt erhalten sie endlich den nötigen Schutz“, erläutert Stephan Lutter, Meeresschutzexperte des WWF.

Im Rahmen des CCAMLR-Abkommens für das Südpolarmeer wurde wenige Monate zuvor das weltweit erste Hohe-See-Schutzgebiet bei den Südlichen Orkney-Inseln mit einer Größe von 94.000 Quadratkilometer ausgewiesen und zur fischereifreien Zone erklärt. Zusätzlich verpflichteten sich die 34 Vertragsparteien, bis 2012 ein Netzwerk von Schutzgebieten im Südpolarmeer einzurichten. „Das Südpolarmeer mag auf den ersten Blick auf uns kalt und unwirtlich wirken, es handelt sich aber um eines der produktivsten und artenreichsten Ökosysteme der Ozeane“, so Lutter weiter.

Der WWF entwickelt nun weitere Vorschläge für Hohe-See-Schutzgebiete in anderen Meeresregionen und hofft, dass die jüngsten Beispiele Schule machen. Bislang stand weltweit erst knapp ein halbes Prozent der Ozeane unter Schutz - die Schutzgebiete finden sich jedoch nahezu ausschließlich in den küstennahen Gewässern.
 
 

Buchtipp: Katrin Eppler »Vegetarisch kochen – türkisch«
 
Buchtipp: Katrin Eppler »Vegetarisch kochen – türkisch«
Mediterrane und orientalische Köstlichkeiten: Wer bei türkischem Essen nur an Döner denkt, hat in seinem kulinarischen Leben bisher viel verpasst. Katrin Eppler zeigt in ihrem Buch »Vegetarisch kochen – türkisch«, erschienen im pala-verlag, mit über 100 vegetarischen Rezepten, dass die türkische Küche zu Recht als eine der raffiniertesten Küchen der Welt gilt.
Die geografische Lage zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer, die Einflüsse vieler Kulturen und das reiche Angebot an Obst und Gemüse haben in der Türkei über die Jahrhunderte vielfältige Kochtraditionen entstehen lassen.

Die Autorin informiert über Land und Leute und stellt in einer ausführlichen Warenkunde typische Zutaten vor. Frisches Gemüse, sonnengereifte Früchte, Getreide, Bohnen oder Linsen sind die Basis der ausgewählten Gerichte. Wenige weitere Zutaten wie Joghurt, Olivenöl, Minze oder Kreuzkümmel genügen, um daraus köstliche Salate, verführerische Vorspeisen, leichte Suppen oder raffiniert gefüllte Pasteten zuzubereiten. Auch fruchtige Nachspeisen oder süßes Gebäck gelingen nach diesen Rezepten leicht und sorgen für höchste Gaumenfreuden.

Das Buch zeigt: Türkische Gerichte schmecken mal mediterran, mal orientalisch, aber immer köstlich!

pala-verlag, Darmstadt 2010, 180 Seiten, EUR 14,00
ISBN: 978-3-89566-271-3
 
 

Windstrom fĂĽr jedermann
GĂĽnther Hacker mit Prototyp
 
Windstrom fĂĽr jedermann
Der fesa e.V. lädt ein zur Exkursion nach St. Georgen

Freiburg, 15.09.2010: Bei Windkraftanlagen denken viele zunächst an gewaltige Rotoren, die sich auf Berggipfeln oder auf hoher Seedrehen. Doch der Markt für Kleinwindanlagen auf dem eigenen Dach wächst. Passend zur windigen Jahreszeit organisiert der fesa e.V. daher am 24.09.2010 eine Exkursion nach St. Georgen im Schwarzwald zum Kleinwindkraftexperten Günther Hacker.

Die Idee des St. Georgener Lehrers Günther Hacker war schlüssig: Während die Familie im Sommer auf eine Photovoltaikanlage setzte, sollte im Winter ein Kleinwindrad Strom erzeugen. Das einzige Problem: Es gab bislang kein technisch ausgereiftes Windrad. Drei Jahre, einige Fehlschläge und zahlreiche Windkanal- und Freilandtests später war es dann so weit: 2003 brachten Günther Hacker und seine Firma Solar-Wind-Team GmbH ein Kleinwindrad auf den Markt, das speziell auf Schwachwindgebiete und Wohngegenden abgestimmt ist. Denn das Miniwindrad bewegt sich bereits bei einer leichten Brise und ist dabei extrem leise. Der Windrad-Entwickler war von seinem Produkt so überzeugt, dass er den Lehrerberuf aufgab, um sich ausschließlich der Wind- und Solarenergietechnik zu widmen. Das Flip 150, sein Nachfolger Flip 500 und die 1-kW-LAKOTA sind mittlerweile international im Einsatz.

Beim fesa-Event am 24. September wird Günther Hacker seine Anlagen Windkraftinteressierten und Energiesparern präsentieren. Das Solar-Wind-Team wurde bereits mit vier Umweltpreisen ausgezeichnet. Hackers Windräder sind robust und unkompliziert – keine Selbstverständlichkeit auf einem Markt, der mit Produkten überschwemmt wird, die leider nicht alle halten, was die Hersteller versprechen.

Für das fesa-Event stehen 25 Teilnehmerplätze zur Verfügung. Anmeldungen sind bis zum 22. September möglich.

FĂĽr weitere Informationen
Karin Jehle, Chefredakteurin fesa e.V. Telefon 07 61 – 40 73 61 jehle@fesa.de

Der fesa e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit 1993 erfolgreich für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und für die Energiewende in der Region Freiburg engagiert. Mit unserer Arbeit sensibilisieren wir die Menschen für Erneuerbare Energien und Ener-gieeffizienz, schlagen mit innovativen Projekten neue Wege ein und schaffen über unser Netzwerk wichtige Kontakte zu Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Verbänden.

Ăśber unsere Zeitschrift "SolarRegion", Veranstaltungen und Newsletter informieren wir aktuell ĂĽber Themen aus den Bereichen Wind-, Solar- und Bioenergie, Geothermie sowie Energieeffizienz.
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Skandalöse Vorentscheidung
AKW Laufzeitverlängerung
 
Skandalöse Vorentscheidung
Die schwarz-gelbe Atomkoalition hat am 5.9.2010 die Wünsche der Atomkonzerne EnBW, RWE, Vattenfall und E.ON erfüllt und sich auf eine Verlängerung der Gefahrzeiten für die deutschen Atomkraftwerke verständigt.

Die Bundesregierung verlängert die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke um durchschnittlich 12 Jahre. Bleibt es bei dieser skandalösen Entscheidung, dann geht das letzte deutsche AKW frühestens 2040 vom Netz. Es ist zu erwarten, dass die AKW noch länger betrieben und dies nach dem Prinzip der Salamitaktik durchgesetzt werden soll.

Die Entscheidung bedeutet mehr AtommĂĽllproduktion, mehr Kinderkrebs in der Umgebung von Atomkraftwerken und insbesondere mehr atomares Risiko durch ĂĽberalterte Atomanlagen. Es bedeutet aber auch satte Profite fĂĽr die Atomkonzerne auf Kosten der Allgemeinheit.

Alternde, laufzeitverlängerte AKW vergrößern die Unfallgefahr.
Durch den Dauerbeschuss mit Neutronen aus der Kernspaltung, extrem hohe Temperaturen und Temperaturunterschiede, mechanische Belastung und Korrosion altern die einzelnen Bauteile der Atomkraftwerke, das Risiko eines Unfalls durch Materialermüdung steigt. Zwar werden immer wieder alte Reaktoren mit neuer Technologie nachgerüstet, doch die Kombination aus alter Technik des letzten Jahrhunderts und neuer Technik birgt bisher unbekannte Probleme und Risiken. Während Wärmetauscher, Reaktordeckel, Rohrstücke und andere Teile unter teilweise immensen Kosten und Risiken für die AKW-Arbeitnehmer (und insbesondere für die Leiharbeiter) ausgetauscht werden können, kann das am stärksten von der Neutronenstrahlung belastete Reaktordruckgefäß nicht ausgetauscht werden. Haarrisse wachsen und der Stahl wird spröde und korridiert. Grosse Risse im Reaktordruckgefäß oder ein Abriss der Hauptkühlmittelleitung führen zwangsläufig zum GAU, zum größten anzunehmenden Unfall mit verheerenden Folgen.

Der riskante Betrieb von Atomkraftwerken funktioniert nur in Ländern, in denen die politisch Verantwortlichen nicht damit rechnen müssen, im Falle eines schweren Unfalls zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Axel Mayer / BUND-Geschäftsführer
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Museumstipp:
Foto: Barbara Jung / Ausstellung «2 Grad».
 
Museumstipp: "2 Grad. Das Wetter, der Mensch und sein Klima"
seit 21. August 2010
im Kunstfreilager Dreispitz, Florenzstrasse 1. Tor 13 , CH-4023 Basel

Eine einzigartige Ausstellung zu Wetter und Klima

Sonnenschein wärmt unser Herz, Föhn verursacht Kopfschmerzen. Das Wetter beschäftigt uns alle. Wir reden darüber und passen unsere Kleidung den Wetterprognosen an: Schirm, Schal oder Shorts? Doch die harmlose Frage nach dem Wetter hat ihre Unschuld verloren. Rund um die Diskussionen zum Klimawandel verunsichern Wetterkapriolen die Menschen: Ist der für morgen angekündigte Sturm bereits ein Zeichen für den fortschreitenden Klimawandel?

Fundiert mitreden

Die Ausstellung «2 Grad» zeigt, wie eng wir mit Wetter und Klima verbunden sind und wirft einen vielschichtigen Blick auf diese zwei faszinierenden Themen. Die Besucherinnen und Besucher gewinnen Einblicke in die Fragestellungen der historischen und aktuellen Klimaforschung und erfahren, wie der Mensch rund um die Welt versucht, das Wetter zu beeinflussen. Wer die Ausstellung gesehen hat, kann bei Wetter, Klima und Klimawandel fundiert mitreden und aktuelle Informationen zu diesen Themen besser einordnen.

Vier Bereiche – 250 Exponate

Die Ausstellung «2 Grad» wurde vom Deutschen Hygiene-Museum Dresden konzipiert und inhaltlich an die Schweiz angepasst. In der Ausstellung sind auf insgesamt 1500 Quadratmetern über 250 Exponate aus aller Welt zu sehen, darunter Filme und interaktive Elemente wie eine Laserprojektion, mit der die Besucher zu «Wettermachern» werden. Die Ausstellung zeigt in verschiedenen Videoaufnahmen sturmgebeutelte Wetterreporter und so genannte «Sturmjäger», die Gewittern und Tornados folgen und diese filmen. Auch ein Film über Menschen, die einen Blitzschlag überlebt haben, wird gezeigt. Verschiedene Exponate aus der Schweiz ergänzen die Ausstellung, etwa die bekannte Basler Klimareihe, eine der ältesten ununterbrochenen Wetter-Aufzeichnungen Europas.

Heute stellt sich die Frage: MĂĽssen wir Wetter und Klima beeinflussen, um mit dem Klimawandel zurechtzukommen? Auch dieser Frage geht die Ausstellung nach.

Eintritt frei mit dem Oberrheinischen Museums-Pass
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Gewerbegebiet Ostsee?
© WWF
 
Gewerbegebiet Ostsee?
WWF-Studie „Zukunftstrends Ostsee“: Übernutzung und Planungsmängel bedrohen Meeresumwelt

Hamburg - Es wird eng auf der Ostsee: Mit dem Wachstum verschiedener Wirtschaftszweige wie Schifffahrt, Windenergie, Fischerei und Tourismus in allen Anrainerstaaten wächst auch die Konkurrenz um Meeresflächen und Ressourcen. Der Druck auf das Ökosystem der Ostsee erhöht sich durch mangelhafte Planung der Meeresnutzung. Es droht eine hoffungslose Übernutzung. In einem heute veröffentlichen Report „Zukunftstrends in der Ostsee“ beleuchtet der WWF fünfzehn Wirtschaftbereiche und Nutzungsansprüche an den Ostseemeeresraum für die nächsten zwanzig Jahre. Der WWF warnt vor kollidierenden Ansprüchen einzelner Wirtschaftssektoren auch untereinander und fordert daher eine integrierte und umweltschonende Raumplanung für die Ostsee.

Zu den untersuchten Wachstumsbranchen zählen Schifffahrt und Hafenausbau. Die Anzahl der Schiffe auf der Ostsee wird sich laut WWF bis 2030 voraussichtlich verdoppeln. Dabei zählt die Ostsee zählt bereits jetzt zu den weltweit am stärksten befahrenen Meeresregionen und verkraftet bis zu 15 Prozent der Weltschifffahrt. Der Transport von Öl in Tankern hat sich allein in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Ein weiterer Anstieg bis auf 400 Millionen Tonnen Öl im Jahr 2030 wird prognostiziert. Mit dem zunehmenden Schiffsverkehr steigt auch das Unfallrisiko. Der Sektor Offshore-Windenergie könnte seine Kapazitäten nach WWF-Angaben bis 2030 um 6000 Prozent erhöhen, wenn alle bestehenden Pläne für Windfarmen umgesetzt würden. Ostseeweit würden dann 67 Windparks insgesamt ca. 25.000 Megawatt Strom erzeugen. Die ca. 150 Meter hohen Turbinen würden eine Fläche von 2.500 Quadratkilometern einnehmen. Der wachsende Platzbedarf der Windparks wird zunehmend in Konkurrenz zu Ansprüchen anderer Sektoren wie Fischerei, Schifffahrt, Tourismus, Kabeltrassen oder Pipelinebau stehen. Alle Aktivitäten haben Auswirkungen auf die Meeresumwelt.

„In diesem Dickicht aus konkurrierenden Nutzungsinteressen droht die Ostsee zu ersticken, es bleibt kein Raum für die Gesundung des Meeres“ warnt Jochen Lamp, Leiter des WWF Ostseebüros. „Die Politik muss sich vom Planungsprinzip Flickenteppich verabschieden und Meeresraumplanung zur Chefsache machen.“ Die Regierungen der Ostseestaaten müssten ein verträgliches Meeresmanagement einführen und gegenüber ihren Sektorinteressen durchsetzen. Der WWF fordert die Regierungen zudem auf, realistische Kapazitätsgrenzen für die Ostsee zu setzen. Grundlage hierfür böte der HELCOM Aktionsplan und die Definition der EU für einen guten Umweltzustand der Ostsee.

Nicht nur die Umwelt würde von besserer Planung profitieren. Die EU Kommission hat in einem Report 2009 festgestellt, dass Meeresraumplanung im EU-Raum zwischen 170 Millionen und 1,3 Milliarden Euro bis 2020 einsparen könnte, bis 2030 zwischen 418 Millionen und 1,8 Milliarden Euro.
 
 



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