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WWF-Stellungnahme zum aktuellen Hochwasser in Sachsen
© Bernd Lammel / WWF
 
WWF-Stellungnahme zum aktuellen Hochwasser in Sachsen
Frankfurt - Gegen Hochwasser aufgrund von langanhaltenden, gro√üfl√§chigen Starkregenf√§llen, wie sie in den vergangenen Tagen √ľber dem gesamten Elbe-Einzugsgebiet zu beobachten waren, sind nach Einsch√§tzung des WWF Deichr√ľckverlegungen unverzichtbarer Bestandteil nachhaltiger Hochwasserschutzprogramme. ‚ÄěWer bei Extremwetterereignissen die Folgen f√ľr Anwohner und Infrastruktur so gering wie m√∂glich halten will, muss den Fl√ľssen mehr Platz einr√§umen‚Äú, sagt WWF-Hochwasserexperte Georg Rast. ‚ÄěEffektives Hochwassermanagement in Deutschland kann nur durch eine ausgewogenen Mischung aus Deichr√ľckverlegungen und Poldern gewehrleistet werden.‚Äú Besonders bei langanhaltenden Hochwasserwellen seien Polder allein vollkommen ungeeignet, um die Folgen abzumildern.

In den vergangenen Monaten war vor allem der Osten Deutschlands immer wieder von Hochwassern heimgesucht worden. Dies zeige, so der WWF, dass die beschlossenen und durchaus tragf√§higen Konzepte zum Hochwassermanagement nun mit starker politischer Unterst√ľtzung umgesetzt werden m√ľssen. ‚ÄěSachsen-Anhalt beweist mit seinen Deichr√ľckverlegungen, dass dies m√∂glich ist‚Äú, lobte Rast. Solche Ma√ünahmen erm√∂glichten zudem die Erreichung der Ziele, die durch die EU-Umweltrichtlinien (u. a. die Wasserrahmenrichtlinie) gesetzt sind. ‚ÄěEin klassisch Win-Win-Situation‚Äú, so Rast. ‚ÄěDer Zugriff auf Fl√§chen ist dort unverzichtbar, wo es um eine Aufweitung des Abflussprofils geht. Man kann nicht auf Deichr√ľckverlegungen verzichten, auch wenn solche Vorhaben aufgrund der bestehenden Landnutzung nicht immer einfach sind.‚Äú Ausdr√ľcklich lobt Rast in diesem Zusammenhang die grenz√ľberschreitende Arbeit der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE-MKOL), die Anfang Oktober ihr zwanzigj√§hriges Bestehen feiern kann.
 
 

 
Deutschland k√∂nnte auf 100 Prozent √Ėkostrom umstellen
Deutsche Umwelthilfe pl√§diert f√ľr Wasserkraftstrom aus Norwegen
"Report Mainz" am 20.09.2010, 21.45 Uhr im Ersten

Mainz (ots) - Deutschland k√∂nnte mit billigem Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken auf Kohle- und Atomenergie verzichten. Das erl√§utert Peter Ahmels, Experte f√ľr erneuerbare Energien bei der Deutschen Umwelthilfe (DUH) im ARD-Politikmagazin "Report Mainz": "Das Potenzial w√ľrde allemal reichen, um den erneuerbaren Strom in Deutschland komplett zu erg√§nzen zu einer 100-prozentigen Versorgung aus erneuerbaren Energien." Insgesamt k√∂nnten, laut Ahmels, norwegische Wasserkraftwerke den Strom von 60 europ√§ischen Atomkraftwerken ersetzen.

Ein norwegisch-schweizerisches Konsortium will, unter dem Projektnamen "NorGer", die beiden L√§nder mit einem ersten Seekabel verbinden. Das Kabel soll 2015 in Betrieb genommen werden. Die Leistung von 1.400 Megawatt entspricht der des Kernkraftwerks Unterweser. In Norwegen wird Strom derzeit mit 3 Cent pro Kilowattstunde an der B√∂rse gehandelt, in Deutschland mit 5 Cent. Laut Peter Ahmels w√ľrden auch die Verbraucher in Deutschland von den g√ľnstigeren Preisen profitieren.

Die Stromleitung soll 600 Kilometer durch die Nordsee verlegt werden und k√∂nnte in beide Richtungen genutzt werden. So w√§re es m√∂glich, √ľbersch√ľssigen Strom aus deutschen Windkraftanlagen nach Norwegen zu leiten und dort mithilfe von Pumpspeicherkraftwerken zu speichern. Bei Bedarf k√∂nnte der Strom wieder von der deutschen Seite abgerufen werden.

Allerdings m√ľsste laut NorGer die Kraftwerksnetzanschlussverordnung (KraftNAV) ge√§ndert werden. Bislang regelt die KraftNAV den Netzzugang von Kraftwerken. Die Einspeisung von Strom aus einem Seekabel ist darin nicht geregelt. Zust√§ndig daf√ľr ist das Bundeswirtschaftsministerium. Dort sieht man derzeit nach Informationen von "Report Mainz" "keinen √Ąnderungsbedarf".

NorGer-Sprecher Matthias Hochst√§tter sieht deshalb die Realisierung gef√§hrdet: "NorGer will 1,4 Milliarden Euro investieren in dieses Kabel und daf√ľr muss nat√ľrlich gew√§hrleistet sein, dass das auch sicher in Betrieb ist und nicht einfach willk√ľrlich abgeschaltet wird, wann immer der Netzbetreiber gerade Lust hat. Das geht nicht. Sonst kann man so ein Kabel nicht ordentlich betreiben."

Herrmann Albers, Pr√§sident des Bundesverbandes Windenergie kritisiert in "Report Mainz" das Bundeswirtschaftsministerium: "Mir dr√§ngt sich der Eindruck auf, dass es hier um eine Blockadehaltung geht, denn nat√ľrlich w√ľrde die Lieferung von norwegischem Wasserstrom daf√ľr sorgen, dass Kraftwerke in Deutschland im Zweifelsfall abgeschaltet werden m√ľssten, insbesondere dann, wenn erneuerbare Energien wirklich einen Vorrang h√§tten."

Das Bundeswirtschaftsministerium wollte zu dem Thema "Report Mainz" gegen√ľber bislang keine Stellungnahme abgeben.

Quelle: http://www.presseportal.de/pm/75892/1685075/swr_das_erste
 
 

25 Jahre Nationalpark Wattenmeer: Nur halber Grund zum Feiern
© Hans-Ulrich Rösner / WWF
 
25 Jahre Nationalpark Wattenmeer: Nur halber Grund zum Feiern
Naturschutzverbände warnen vor Schwächung des Nationalparks in Schleswig-Holstein

Hamburg - Anl√§sslich des 25j√§hrigen Geburtstags des Nationalparks Wattenmeer in Schleswig-Holstein bekennen sich die Naturschutzverb√§nde NABU, Schutzstation Wattenmeer und WWF klar zum Nationalpark und seinen Erfolgen. Zu ihnen z√§hlen der bessere Schutz der Salzwiesen, das Verbot der Jagd auf rastende Wasserv√∂gel oder die Bestandserholung von Seehunden und Kegelrobben. Ein gro√üer Erfolg sei auch die breite Zustimmung der √Ėffentlichkeit f√ľr den Schutz und die Anerkennung des Nationalparks als Weltnaturerbe, die 2009 gemeinsam mit dem nieders√§chsischen und dem niederl√§ndischen Wattenmeer erreicht wurde.

Die Naturschutzverb√§nde warnen angesichts zahlreicher Schutzprobleme im Nationalpark zugleich aber vor einem wachsenden Glaubw√ľrdigkeitsproblem: ‚ÄěDie Nationalparkverwaltung wird bei vielen entscheidenden Fragen innerhalb des eigenen Nationalparks gar nicht beteiligt‚Äú, sagte Hans-Ulrich R√∂sner, Leiter des Wattenmeerb√ľros beim WWF. Ihr fehle zu oft der R√ľckhalt der Landesregierung zum Erreichen der Schutzziele. Es sei nach 25 Jahren Nationalpark nun wichtiger denn je, dass Schleswig-Holsteins Umweltministerin Juliane Rumpf den Vorrang der Natur im Nationalpark durchsetzt.

Zu den lange bekannten Problemen z√§hlt, dass schon kurz nach der Gr√ľndung mitten im Nationalpark die √Ėlf√∂rderung auf der Mittelplate begann. Sie wurde seitdem nicht nur intensiviert, j√ľngst wurde sogar ohne Not auf Gehei√ü des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministeriums die Konzession um 30 Jahre verl√§ngert. Dabei blieb es nicht: ‚ÄěSelbst eine von RWE Dea geplante Ausweitung der √Ėlf√∂rderung mit Bohrungen au√üerhalb der Mittelplate wurde von der Landesregierung noch nicht ausgeschlossen‚Äú, beklagte Johann Waller, Vorsitzender der Schutzstation Wattenmeer.

Doch hat der Nationalpark auch in anderen Fragen zu wenig Wirkung: So mausert hier jedes Jahr im Sommer fast der gesamte nordwesteurop√§ische Bestand der Brandg√§nse. Rund 200.000 Tiere sind in dieser Zeit flugunf√§hig und sehr empfindlich, so dass sie auf ein besonders ruhiges und ungest√∂rtes Wattgebiet nahe der Elbm√ľndung angewiesen sind. ‚ÄěDoch trotz einer freiwilligen Vereinbarung mit der Fischerei, das entsprechende Gebiet in dieser Zeit nicht zu befahren, gibt es noch so viele St√∂rungen durch einzelne uneinsichtige Fischer, dass die Erhaltung dieses Mausergebietes gef√§hrdet ist‚Äú, sagte Hermann Schultz, Vorsitzender des NABU Schleswig-Holstein.

F√ľr die Naturschutzverb√§nde zeigt es sich nach 25 Jahren als ein zentrales Problem des Nationalparks, dass die Unterwasserwelt dort kaum gesch√ľtzt werde. Die Fischereibeh√∂rden umgehen die eigentlich notwendige Anwendung des europ√§ischen Naturschutzrechts auf die Fischerei und opponieren gegen jede Regelung zugunsten des Naturschutzes. Immer wieder werden fischereiliche Eingriffe ohne Beteiligung der Nationalparkverwaltung genehmigt. J√ľngstes Beispiel sind die Importe von Miesmuscheln aus anderen L√§ndern, mit denen weitere gebietsfremde und invasive Arten ins Watt eingeschleppt werden k√∂nnen.

Eine 1999 gesetzlich bestimmte Nullnutzungszone ist das einzige Gebiet des Nationalparks, in dem sich auch die Unterwassernatur erholen k√∂nnte. Dies ist einer der ganz wenigen Regelungen, die es f√ľr die Fischerei im Nationalpark gibt. Auch sie ist fast wirkungslos, denn dort angetroffene Fischkutter k√∂nnen meist nicht belangt werden, weil das Gebiet nicht in den von Bundesbeh√∂rden verantworteten Seekarten dargestellt wird.

Bis heute gelang es auch nicht, die bereits 1999 ver√§nderte Begrenzung des Nationalparks und seiner Schutzzonen in jene Befahrensregelung f√ľr Boote und Schiffe zu √ľbernehmen, f√ľr die das Bundesverkehrsministerium zust√§ndig ist. So ist ein un√ľberschaubares Regelwirrwarr entstanden, bei dem nicht √ľberrascht, dass es niemand versteht und Verst√∂√üe auch kaum verfolgt werden. L√∂sbar w√§re dies leicht, denn schon seit 2004 liegt ein mit allen Betroffenen an der K√ľste einvernehmlich besprochener Vorschlag f√ľr eine neue Befahrensregelung vor.

WWF, Schutzstation Wattenmeer und NABU betonen, dass nach 25 Jahren gen√ľgend Zeit war, um allen Beh√∂rden zu vermitteln, dass die Natur im Nationalpark gesetzlichen Vorrang hat. Dies gilt f√ľr Landes- wie Bundesbeh√∂rden, denn das Bundesnaturschutzgesetz (¬ß 24) sagt ganz klar: ‚ÄěNationalparke sind rechtsverbindlich festgesetzte einheitlich zu sch√ľtzende Gebiete ‚Ķ Nationalparke haben zum Ziel, in einem √ľberwiegenden Teil ihres Gebiets den m√∂glichst ungest√∂rten Ablauf der Naturvorg√§nge in ihrer nat√ľrlichen Dynamik zu gew√§hrleisten.‚Äú
 
 

 
Viele Wildbienen schwärmen zur Zeit auf Freiburgs Spielplätzen
Umweltschutzamt appelliert: Bitte nicht auf Nester treten
Über den Freiburger Sandkästen herrscht zur Zeit reger
Flugbetrieb. Zahlreiche Männchen der so genannten Efeu-
Seidenbiene (Colletes hederae) sind geschl√ľpft und
schwärmen summend, paarungsbereit bevorzugt in und auf
Sandflächen.

Nach Auskunft des Umweltschutzamtes stellen die
friedfertigen Efeu-Seidenbienen f√ľr spielende Kinder keine
richtige Gefahr dar. Stechen können sowieso nur die im Sand
lebenden Weibchen und sie tun dies auch nur zu ihrer
Verteidigung. Und die Stiche und das Gift sind jedoch viel
schwächer als die der Wespen und Honigbienen. Deshalb der
Appell an die begleitenden Erwachsenen, darauf zu achten,
dass die Kinder nicht auf die Nester der Wildbienen treten.
Am besten ist es, einen anderen Sandplatz zu suchen, damit
die Kinder sorgenlos schaufeln und buddeln können und sich
die Bienen ungest√∂rt um ihren Nachwuchs k√ľmmern k√∂nnen.

Die Efeu-Seidenbiene lebt nicht wie ihre Verwandten als
Bienenvolk, sondern einzeln. Große Bienenkolonien
entstehen nur, wenn die Wildbienen ihre Brutst√§tten f√ľr
Menschen nicht sichtbar in den Sand anlegen. Und deshalb
sind sie erst jetzt im Spätsommer durch den so genannten
Hochzeitsflug der Männchen zu lokalisieren.

Die Wildbienen legen ihre Brutkammern in selbst gegrabenen
Gängen tief im Boden an. Jedes Weibchen versorgt ein
kleines Nest mit bis zu zwölf Brutzellen, die mit einer seidigen
Membran ausgekleidet werden. Da im Moment der Efeu bl√ľht,
sammeln die nach ihm benannten Bienen den Pollen und
bringen ihn in die im Sand versteckten Brutkammern als
Nahrungsdepot f√ľr die Larven ein.

Wie alle heimischen Wildbienen sind auch die Efeu-
Seidenbienen gesetzlich besonders gesch√ľtzt und ihre
Bodennester d√ľrfen nicht zerst√∂rt werden.

Kindergärten werden deshalb gebeten, ihre Sandkästen, in
denen sich die Nester der Wildbienen befinden, bis Mitte
Oktober nicht zu benutzen, um die Aufzucht und den späteren
Ausflug der jungen Wildbienen zu ermöglichen. Zum Schutz
der Brutstätten vor Trittschäden auf öffentlichen
Kinderspielplätzen sperrt das Garten- und Tiefbauamt große
Nestbereiche ab und informiert auf Schildern √ľber die
gesch√ľtzten Bienenart.

Da sich in den vergangenen Jahren die Efeu-Seidenbienen in
Freiburg stark ausgebreitet haben, bitten wir, Brutstätten an
das Umweltschutzamt, Telefonnummer: 201-6125,
Friedhelm Fischer, oder per E-Mail unter
umweltschutzamt@stadt.freiburg.de zu melden. Die Experten
stehen f√ľr Fragen gerne zur Verf√ľgung.
 
 

 
‚ÄěSt. Gabriel‚Äú ist hei√ü auf Sonnenenergie
Dächer des städtischen Betriebshofs werden zur
Stromproduktion genutzt

Oberb√ľrgermeister Salomon nimmt zweitgr√∂√üte
Freiburger Photovoltaik-Anlage in Betrieb

Etwa vier Prozent des in Freiburg verbrauchten Stroms
werden derzeit aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind
und Biomasse erzeugt. Darunter weist der Solarstrom die
größten Wachstumsraten auf. Große öffentliche Gebäude wie
die Hallen der Messe Freiburg, das VAG-Zentrum, das
badenova-Stadion oder die Richard-Fehrenbach-
Gewerbeschule tragen bereits Solarmodule auf ihren
Dächern.

Als neuestes ‚ÄěSonnenkraftwerk‚Äú wird der st√§dtische
Betriebshof St. Gabriel heute offiziell eingeweiht. Die dort
installierte Photovoltaikanlage wurde in Zusammenarbeit mit
dem regionalen Energieversorger badenova konzipiert. Sie
entwickelt eine Nenn-Spitzenleistung von 365 Kilowatt und ist
damit nach der Messe Freiburg mit 440 Kilowatt zusammen
mit der Anlage auf dem Sch√ľtzenallee-/B31-Tunnel mit
ebenfalls 365 Kilowatt die zweitgrößte Anlage in Freiburg und
die drittgrößte im Netzgebiet der badenova.

Bei der offiziellen Inbetriebnahme zeigten sich
Oberb√ľrgermeister Dieter Salomon und
Umweltb√ľrgermeisterin Gerdas Stuchlik heute zufrieden mit
der Freiburger Solarbilanz. ‚ÄěDerzeit produzieren etwa 150.000
Quadratmeter Solarzellen in der Stadt jährlich rund 14
Millionen Kilowattstunden elektrische Energie und 16.000
Quadratmeter Sonnenkollektoren erzeugen Wärmeenergie.
Das ist doppelt soviel wie noch vor drei Jahren und ein
wichtiger Baustein unseres Klimaschutzkonzeptes, um die
Kohlendioxid-Emissionen in Freiburg bis zum Jahr 2030 um
mindestens 40 Prozent zu verringern“, so Salomon.

Seit zwölf Jahren sind auf dem zentralen Betriebshof an der
Hermann-Mitsch-Straße die Abfallwirtschaft und
Stadtreinigung Freiburg (ASF) sowie die technische Abteilung
des Garten- und Tiefbauamts untergebracht. Etwa 100
Fahrzeuge parken dort in Hallen, deren Dachflächen sich zur
solaren Stromerzeugung anbieten. Nachdem der
Grundst√ľckseigent√ľmer dem Projekt zugestimmt hatte,
konnte die Anlage in knapp zwei Monaten installiert werden.
Sie umfasst 1.590 Photovoltaikmodule mit insgesamt 2.644,5
Quadratmetern Kollektorfläche. Ihre Leistung entspricht dem
Strombedarf von rund 105 privaten Zweipersonenhaushalten
mit jeweils 3.500 Kilowattstunden jährlichem Verbrauch. Eine
Anzeigetafel im Foyer des ASF-Verwaltungsgebäudes
informiert tagesaktuell √ľber die Leistung des Solarkraftwerks
und die produzierte Strommenge. Betreiber der Anlage ist die
ASF Solar GmbH & Co. KG mit den Gesellschaftern
badenova und ASF GmbH.
 
 

Aktives Wochenende beim fesa e.V.
fesa-Team und Gäste vor Solar-Wind-Haus
 
Aktives Wochenende beim fesa e.V.
Exkursion zu Kleinwindanlagenexperten nach St. Georgen und Aktionsstand beim Energietag Baden-W√ľrttemberg

Freiburg, 27.09.2010: Die Sommerpause ist endg√ľltig vorbei und der Herbst n√§hert sich mit Riesenschritten. Der fesa e.V. startete mit einem aktiven Wochenende in die windige Jahreszeit. Am Freitag, den 24.09.2010 lud er Mitglieder und Interessierte zu einer Exkursion nach St. Georgen im Schwarzwald zum Kleinwindkraftexperten G√ľnther Hacker ein. Am Samstag, den 25.09.2010 war der fesa e.V. mit einem Stand beim Energietag Baden-W√ľrttemberg vertreten.

Am vergangenen Freitag reisten 25 Windkraft-Interessierte mit dem fesa e.V. nach St. Georgen um sich bei dem Solar-Wind-Team Hacker in der "kleinsten Windrad-Fabrik Europas" √ľber den Stand der Technik von Kleinwindanlagen zu informieren. Dabei handelt es sich um Windr√§der mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern bis zu zwei Metern, die auf dem Dach oder auf einem zehn Meter hohen Mast im Garten betrieben werden. Die maximalen Leistungen liegen zwischen 100 und 900 Watt. Das Interesse ist derzeit enorm an diesen Anlagen, da sie gerade auch f√ľr Eigent√ľmer von Solaranlagen eine ausgezeichnete Erg√§nzung darstellen k√∂nnen. Jedoch gibt es eine Unmenge unterschiedlicher Modelle, die f√ľr sehr unterschiedliche Bedingungen ausgelegt sind. Die fesa-Mitglieder und -Freunde erlebten im Hacker'schen Wintergarten im Schnelldurchlauf die spannende Entstehungsgeschichte der jetzigen GmbH und erhielten viele wertvolle Tipps, worauf bei Kauf und Installation von Solar- und Kleinwindanlagen geachtet werden sollte. Danach gab es noch eine F√ľhrung durch die Werkst√§tten, in denen die Anlagen zusammengebaut werden. Seinen Pioniergeist und Idealismus hat G√ľnther Hacker nie verloren, das merkt man schnell. Stets steht bei seinen Empfehlungen im Vordergrund, welchen Nutzen der Windradbetreiber oder -interessent davon hat.

Unter dem Motto ‚ÄěZukunft in Freiburg erleben ‚Äď wir erzeugen Energie‚Äú waren dann am Samstag, den 25.10.2010 alle Freiburger B√ľrgerinnen und B√ľrger eingeladen, sich √ľber die Themen Energiesparen und Energieproduktion zu informieren und aktiv zu beteiligen. Im Rahmen des Energietags Baden-W√ľrttemberg gestaltete der fesa e.V. zusammen mit dem Agenda 21-B√ľro Freiburg, der badenova W√§rmeplus GmbH & Co. KG, Ecotrinova e.V., der Initiative Gartencoop Freiburg, der Anti-Atom-Gruppe Freiburg und dem Klimab√ľndnis Freiburg einen bunten Markplatz. Der fesa e.V. stellte das Projekt ‚ÄěKlimaschutz zum Anfassen‚Äú vor, bei dem Kinder anhand von Gegenst√§nden, wie Energiesparlampen oder der Regiokarte lernen, womit sie Energie sparen und das Klima sch√ľtzen k√∂nnen. Das neu erworbene Wissen konnten die Kinder anschlie√üend mit einem Klima-Quiz testen. Dabei gab es hochwertige Preise zu gewinnen, wie das Photovoltaik-Spiel ‚ÄěDer blaue Kristall‚Äú. Auch f√ľr die Erwachsenen lag ein Quiz bereit. Hier winkte als Preis ein Jahresabo der Zeitschrift ‚ÄěSolarRegion‚Äú.
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Autor: Karin Jehle

 
Gr√ľne D√§cher sind mehr als nur gestalterische Komponente
Kongress zur Dachbegr√ľnung in Gerona
Helmut Kern als Gastredner

Einen interessanten Einblick in die Karlsruher Gr√ľnfl√§chenplanung gab Helmut Kern, Leiter des st√§dtischen Gartenbauamts, letzte Woche auf dem Dachbegr√ľnungskongress im spanischen Gerona. Die j√§hrliche Fachtagung besch√§ftigt sich mit Aspekten der biologischen Vielfalt, klimabestimmten Artenauswahl und mit sparsamen Bew√§sserungstechniken. Kern stellte als Gastredner den rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das nachhaltige Konzept vor, mit dem in der F√§cherstadt ein gr√ľnes Stadtbild geschaffen wurde, das nicht nur ausschlie√ülich der Erholung seiner B√ľrgerinnen und B√ľrger dient. So bilden in Karlsruhe die 1000 Hektar √∂ffentlichen Gr√ľnfl√§chen und die zusammen 350 Hektar gro√üen Kleing√§rten mit begr√ľnten Pl√§tzen und Alleen ein Gr√ľnsystem, das auch eine √∂kologische Funktion erf√ľllt. Die st√§dtische Bebauungsplanung unterst√ľtzt dieses Konzept, indem sie unter anderem versucht, Eingriffe in die Natur und Landschaft durch eine Begr√ľnung von D√§chern auszugleichen. ‚ÄěDas ECE-Center am Ettlinger Tor, die Friedrich-List-Schule oder aber das neue Quartier S√ľdstadt-Ost sind Beispiele f√ľr eine solche Vorgehensweise. Hier wurden Gr√ľnfl√§chen, die durch die Versiegelung des Bodens verschwunden sind, mit einer Begr√ľnung der D√§cher ausgeglichen ‚Äú, erkl√§rte Kern.

Begleitet wurde Kern auf den Kongress vom Dachbegr√ľnungsexperten Hans Seeger. Der Karlsruher ist Verbandsrepr√§sentant der International Green Roof Association (IGRA) und referierte √ľber die Grundlagen von deutschen Dachbegr√ľnungstechniken, etwa die Art der Bew√§sserung oder die Wahl der richtigen Substratschicht. Die deutschen Standards und Erfahrungswerte sind gr√∂√ütenteils auch nach Spanien √ľbertragbar. ‚ÄěLediglich bei der Wahl der Pflanzen gibt es, klimatisch bedingt, gro√üe Unterschiede‚Äú, erl√§uterte Kern. Sollte der Klimawandel aber weiter fortschreiten, werde man wohl auch demn√§chst auf deutschen D√§chern verst√§rkt eine mediterrane Vegetation anpflanzen.

Kern und Seeger nahmen von dem Kongress den Eindruck mit, dass auch in Spanien Konzepte immer mehr an Bedeutung gewinnen, bei denen Dachbegr√ľnungen ein Baustein einer ganzheitlichen Stadtplanung sind. Das Bepflanzen von D√§chern sei, so Kern, in Spanien nicht mehr nur eine gestalterische Komponente, sondern ein wichtiger Beitrag f√ľr den Umweltschutz. Spanische Fachbetriebe h√§tten deutsche Ideen und Standards √ľbernommen und dabei an ihre Bed√ľrfnisse angepasst. So werde etwa wegen der Wasserknappheit deutlich mehr Brauchwasser zur Bew√§sserung des Dachgr√ľns verwendet als in Deutschland. Einig war man sich, den bilateralen Austausch fortsetzen. Eine Delegation der Fakult√§t f√ľr Architektur der Universit√§t Gerona plant f√ľr den kommenden Sommer eine Exkursion nach Karlsruhe, um sich √ľber aktuelle Dachbegr√ľnungsprojekte und die Gr√ľnfl√§chengestaltung in der F√§cherstadt zu informieren.
 
 

Hohe See unter Schutz
Pottwal. © Brian J. Skerry / National Geographic Stock / WWF
 
Hohe See unter Schutz
Hamburg - Erfolg bei der Ausweisung von Schutzgebieten, Entt√§uschung hinsichtlich Tiefseebohrungen ‚Äď der WWF zieht eine gemischte Bilanz aus dem Umweltministertreffen der Nordostatlantikstaaten(OSPAR-Abkommen). Dort wurden sechs neue Schutzgebiete in internationalen Gew√§ssern ausgewiesen ‚Äď ein absolutes Novum. Daher verleiht die internationale Umweltorganisation ihre h√∂chste Anerkennung ‚ÄěGeschenk an die Erde‚Äú (Gift to the Earth), gleich zweimal: An die OSPAR-Kommission zum Schutz der Meeresumwelt im Nordostatlantik sowie an das Sekretariat des Abkommens zum Schutz des S√ľdpolarmeeres (CCAMLR). Beide Abkommen und ihre Vertragsstaaten hatten in diesem Jahr Meilensteine bei der Einrichtung von Schutzgebieten auf Hoher See gesetzt. Entt√§uscht zeigt sich der WWF indes dar√ľber, dass die Teilnehmer keine bindenden Beschl√ľsse zu Tiefseebohrungen gefasst haben.

Die Umweltminister der 15 Vertragsstaaten des OSPAR-Abkommens beschlossen die Ausweisung von sechs Hohe-See-Schutzgebieten mit einer Fl√§che von rund 290.000 Quadratkilometern, darunter zwei gro√üen Abschnitten des Mittelatlantischen R√ľckens und vier Seebergen - inklusive Ma√ünahmen f√ľr deren Management. Die Ausweisung des Gebiets um den n√∂rdlich gelegenen Charlie-Gibbs-Graben mit weiteren 160.000 Quadratkilometern, in dem Island den Meeresboden f√ľr sich reklamiert, soll bis 2012 erfolgen.

In f√ľnf der sechs Schutzgebiete auf Hoher See ist bereits jetzt der Einsatz sch√§dlicher Bodenschleppnetze verboten, um Korallenriffe und Schwammb√§nke der Tiefsee zu sch√ľtzen. Der WWF fordert, dort auch die Ausbeutung von Bodensch√§tzen zu unterlassen da diese das marine Leben in den dar√ľber liegenden Wasserschichten beeintr√§chtigen. Die unterseeische Bergkette des Mittelatlantischen R√ľckens mit Gipfeln bis zu 3.500 Metern √ľber dem Meeresboden und Schluchten von bis zu 4.500 Metern Tiefe gilt als artenreicher Lebensraum. ‚ÄěWale, Haie und Knochenfische finden an den Seebergen reichlich Nahrung und gute Bedingungen zur Fortpflanzung ‚Äď jetzt erhalten sie endlich den n√∂tigen Schutz‚Äú, erl√§utert Stephan Lutter, Meeresschutzexperte des WWF.

Im Rahmen des CCAMLR-Abkommens f√ľr das S√ľdpolarmeer wurde wenige Monate zuvor das weltweit erste Hohe-See-Schutzgebiet bei den S√ľdlichen Orkney-Inseln mit einer Gr√∂√üe von 94.000 Quadratkilometer ausgewiesen und zur fischereifreien Zone erkl√§rt. Zus√§tzlich verpflichteten sich die 34 Vertragsparteien, bis 2012 ein Netzwerk von Schutzgebieten im S√ľdpolarmeer einzurichten. ‚ÄěDas S√ľdpolarmeer mag auf den ersten Blick auf uns kalt und unwirtlich wirken, es handelt sich aber um eines der produktivsten und artenreichsten √Ėkosysteme der Ozeane‚Äú, so Lutter weiter.

Der WWF entwickelt nun weitere Vorschl√§ge f√ľr Hohe-See-Schutzgebiete in anderen Meeresregionen und hofft, dass die j√ľngsten Beispiele Schule machen. Bislang stand weltweit erst knapp ein halbes Prozent der Ozeane unter Schutz - die Schutzgebiete finden sich jedoch nahezu ausschlie√ülich in den k√ľstennahen Gew√§ssern.
 
 



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254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
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300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 


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