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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

Deutsche Meeresschutzgebiete ohne Schutz
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Deutsche Meeresschutzgebiete ohne Schutz
WWF: Regelungen fĂŒr die Fischerei lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig!

Hamburg - Die deutschen Meeresschutzgebiete sind auch fĂŒnf Jahre nach ihrer Ausweisung weitgehend schutzlos. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des WWF. Demnach existieren Schutzregeln fĂŒr die zehn deutschen Meeresschutzgebiete vom Borkumriff in der Nordsee bis zur Pommerschen Bucht in der Ostsee lediglich auf dem Papier. Der Abbau von Sand- und Kies, Störungen durch Schifffahrt und Offshore-Industrie und vor allem die Fischerei finden nach wie vor ungehindert statt und belasten die Ökosysteme. Deutschland hat vor fĂŒnf Jahren mehr als 30% seiner MeeresgewĂ€sser in Nord- und Ostsee als Schutzgebiete ausgewiesen. Konkrete Regelungen fĂŒr die Fischerei in diesen Gebieten werden seitdem ausgearbeitet.

„Schleppnetze und Baumkurren durchpflĂŒgen den Meeresboden, MeeressĂ€ugetiere und Seevögel ertrinken als Beifang in Stellnetzen, und die Gammelfischerei entnimmt aus der Nahrungskette große Mengen an Kleinfischen“, verdeutlicht Stephan Lutter, Meeresschutzexperte beim WWF. „Das ist, als wĂŒrden wir es an Land zulassen, wenn ein unter Naturschutz stehendes Moor- oder WaldstĂŒck von einem Bulldozer durchpflĂŒgt, und sein Bestand an Tieren und Pflanzen geschĂ€digt und gestört wird."

Hauptverantwortlich fĂŒr die schlechten ZustĂ€nde in den Meeresschutzgebieten ist vor allem, dass Regeln fĂŒr ein umweltgerechtes Fischereimanagement fehlen. Bereits 2009 legte der Internationale Rat fĂŒr Meeresforschung (ICES) dem Bundesamt fĂŒr Naturschutz seine VorschlĂ€ge fĂŒr ein umweltgerechtes Fischereimanagement in den Schutzgebieten in Nord- und Ostsee vor, gefolgt von einem Fachsymposium. Seitdem beraten Naturschutz- und Fischereibehörde des Bundes darĂŒber, welche EinschrĂ€nkungen und Umstellungen in der Fischerei dort anzustreben sind. Diese mĂŒssen dann bei der EU-Kommission beantragt werden.

"Es ist höchste Zeit, dass Ministerin Aigner ein solches Maßnahmenpaket in BrĂŒssel vorstellt und der Rat der Fischereiminister darĂŒber befindet. Deutschland ist mit gutem Beispiel bei der Ausweisung mariner Natura 2000-Gebiete vorangegangen, jetzt mĂŒssen auch zeitnah vorbildliche Schutzmaßnahmen folgen" fordert Lutter.

Die WWF-Studie legt detaillierte Anforderungen an ein ökosystemgerechtes Fischereimanagement in den deutschen Meeresschutzgebieten vor. Kernforderung des WWF ist, dass 50% der SchutzgebietsflĂ€che fischereifrei bleiben, damit sich das Ökosystem erholen kann.

„Im ĂŒbrigen Gebiet mĂŒssen ökologisch bedenkliche Fischereitechniken aus bestimmten Zonen oder Zeitfenstern verbannt oder binnen weniger Jahre durch weniger schĂ€dliche ersetzt werden“, fordert Lutter weiter. “Unsere Meeresschutzgebiete sind die Perlen von Nord- und Ostsee. Sie haben es verdient, dass der höchste Umweltstandard und die beste verfĂŒgbare Praxis angewandt werden." Die WWF Studie schlĂ€gt dazu u.a. den Einsatz leichterer und selektiverer Netze und den Ersatz von Stellnetzen durch Langleinen und Fallen vor.

Der WWF verweist zudem auf die politische Tragweite des Vorgangs. Der deutsche Antrag bei der EU-Kommission sei ein Testfall fĂŒr die GlaubwĂŒrdigkeit der Gemeinsamen Fischereipolitik. Andere Mitgliedsstaaten mĂŒssten fĂŒr ihre marinen Schutzgebiete dem gleichen Prozedere folgen, wollten sie nicht europĂ€isches Naturschutzrecht verletzen. "Sollten fĂŒr die Schutzgebiete eines EU-Mitglieds notwendige Schutzmaßnahmen durch andere Fischereinationen in Rat oder Parlament mehrheitlich blockiert werden, muss das System der ZustĂ€ndigkeiten und Entscheidungswege neu ĂŒberdacht werden" so Lutter weiter.
 
 

 
Hochrangiger Umweltpreis zur Förderung erneuerbarer Energien
Georg Salvamoser Preis mit 50.000 Euro Preisgeld wird nach dem Freiburger Solarpionier und Unternehmer benannt.

Bundesweit eine der höchstdotierten Auszeichnungen – Bewerbungen fĂŒr erstmalige Vergabe bis zum 30. Juni 2011

Georg Salvamoser (1950 – 2009), Freiburger Solarpionier, GrĂŒnder der Solar-Fabrik und visionĂ€rer Unternehmer, ist der Namensgeber eines der höchstdotierten deutschen Umweltpreise, der 2011 bundesweit fĂŒr innovative Projekte und Verfahren zur Nutzung erneuerbarer Energien zum ersten Mal ausgelobt wird. Ins Leben gerufen wurde die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung auf Anregung des Freiburger OberbĂŒrgermeisters Dieter Salomon, der Familie Salvamoser sowie des Wirtschaftsverbandes 100 Prozent GmbH. 2010 grĂŒndete die Ehefrau Maria Salvamoser dafĂŒr eigens die Georg-Salvamoser-Stiftung, die von namhaften Institutionen und Unternehmen unterstĂŒtzt
wird.

Mit der Einrichtung des Georg Salvamoser Preises erinnern die Stifter zusammen mit der Stadt Freiburg an den frĂŒh verstorbenen Unternehmer und sein Lebenswerk, in dessen Zentrum die Anwendung erneuerbarer Energien in der Praxis stand. Georg Salvamoser, 1950 in Garmisch-Partenkirchen geboren, zĂ€hlte bundesweit zu den herausragenden Persönlichkeiten der Umweltwirtschaft und hat als Pionier und Unternehmer maßgeblich zur heutigen Bedeutung des Solarstandorts Deutschland beigetragen. 1991 hatte sich Salvamoser selbststĂ€ndig gemacht und zunĂ€chst die „Solar-Energie-Systeme GmbH“, die „S.A.G. SolarstromAG“ und 1996 die Freiburger Solar-Fabrik gegrĂŒndet, die damals die einzige ProduktionsstĂ€tte fĂŒr Solarmodule in Deutschland war. 1998 zeichnete die Bundesstiftung Umwelt ihn mit dem „Deutschen Umweltpreis“ aus. Nach dem RĂŒckzug aus dem operativen GeschĂ€ft war er zuletzt PrĂ€sident des Bundesverbands Solarwirtschaft. Im September 2009 verstarb Georg Salvamoser im Alter von 59 Jahren.

Zum Gedenken an sein unternehmerisches Werk und sein Wirken fĂŒr die deutsche Umweltwirtschaft rief seine Frau 2010 die „Georg-Salvamoser-Stiftung“ ins Leben. UnterstĂŒtzt und mit weiterem Stiftungskapital ausgestattet wird die Stiftung unter anderem von der Solar-Fabrik AG, dem Bundesverband Solarwirtschaft, dem Fraunhofer-Institut fĂŒr Solare Energiesysteme, der Freiburger Agentur Triolog sowie von der Stiftung Viamedica des Freiburger Umweltmediziners Prof. Franz Daschner, der selbst TrĂ€ger des Deutschen Umweltpreises ist.

Um Salvamosers Lebenswerk dauerhaft zu wĂŒrdigen, gab OberbĂŒrgermeister Salomon in GesprĂ€chen mit fĂŒhrenden ReprĂ€sentanten der Solarwirtschaft und -forschung sowie gegenĂŒber der Familie Salvamoser die Anregung eines Preises fĂŒr die Förderung erneuerbarer Energien. Dieter Salomon: „Wir verdanken Georg Salvamoser, seinen Ideen und seinem unternehmerischen Engagement, dass Freiburg sich zu einem fĂŒhrenden Standort der Solarwirtschaft entwickeln konnte. Seine Lebensfreude, sein Optimismus und sein Gabe, Menschen fĂŒr seine Ziele zu begeistern, sollen im Geist der Stiftung und in dem Georg-Salvamoser-Preis dauerhaft lebendig bleiben.“

Im Sinne eines Wortes von Georg Salvamoser soll der nach ihm benannte Preis Menschen und Institutionen auszeichnen, die sich auf dem Weg zu erneuerbaren Energien nicht aufhalten lassen. Deshalb sollen solche Projekte ausgezeichnet werden, deren Initiatoren innovative Wege beschreiten, um beispielsweise in ihrem Unternehmen oder in ihrer Gemeinde eine Versorgungmit 100 Prozent erneuerbaren Energien voranzubringen und mit ihren Ideen Vorbild und Beispiel fĂŒr andere zu sein.

Bewerbungen fĂŒr den Georg-Salvamoser-Preis sind bis zum 30. Juni 2011 nur online ĂŒber die Internet-Seite www.georg-salvamoser-preis.de möglich. Die Bewerbung ist mit einer kurzen Projektbeschreibung und ggf. Fotos zu ergĂ€nzen. AusdrĂŒcklich ist der Georg-Salvamoser-Preis nicht nur Solarprojekten vorbehalten, sondern spricht Vorhaben aus dem gesamten Sektor der erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind, Wasserkraft, Biomasse oder Geothermie an. Die Vergabekriterien sehen vor, dass die Auszeichnung ggf. mehreren PreistrĂ€gern verliehen und das Preisgeld geteilt wird.

Der Jury gehören Fachleute und Persönlichkeiten aus Politik, Umweltwirtschaft
und VerbÀnden an:

Dr. Franz Alt, Journalist
Hubert Burdenski, Architekt
Karin Eble, Organisationsberaterin
Per Klabundt, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Wirtschaftsverband 100 Prozent GmbH
JĂŒgen Leuchtner, Gesellschafter Agentur triolog
Dr. Dieter Salomon, OberbĂŒrgermeister der Stadt Freiburg
Carolin Salvamoser, Aufsichtsratsmitglied der Solar-Fabrik AG
Maria Salvamoser, GrĂŒnderin der Georg-Salvamoser-Stiftung
Prof. Dr. Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts fĂŒr Solare Energiesysteme

Der Georg Salvamoser Preis wird am 13. Oktober 2011 in einer gemeinsamen Festveranstaltung der Stiftung und der Stadt Freiburg verliehen.
 
 

 
Der Atomenergieausstieg muss umgehend vollzogen werden
Blockadehaltung der Landesadministration muss gebrochen werden

Die Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen traten mit konkreten Forderungen an die Mitglieder der Verhandlungsdelegationen der GrĂŒnen-Fraktion und der SPD-Fraktion heran.

36 Jahre nach unserem erfolgreichen Kampf gegen die geplanten beiden Atomkraftwerke im Rheinauewald von Wyhl und den beiden einschneidenden Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima sollte nun umgehend der Ausstieg aus der lebensbedrohenden Atomenergie vollzogen werden.

Atomreaktoren Fessenheim gehören auf die Arbeitsliste des Kabinetts

Die Abschaltung der beiden uralt Atomreaktoren im erdbebengefĂ€hrdeten Oberrheintal in Fessenheim sollte in der Koalitionsvereinbarung fĂŒr das Aufgabengebiet des Staatsministeriums festgeschrieben werden. Die klagenden Gemeinden in Deutschland, der Schweiz und Frankreich haben sich in dem trinationalen AktionsbĂŒndnis (TRAS) zusammengeschlossen und sollten bei ihren BemĂŒhungen tatkrĂ€ftig durch die zukĂŒnftige Landesregierung unterstĂŒtzt werden.

Blockierte Windenergiestandorte umgehend freigeben

Leistungsstarke Windenergieturbinen lassen sich recht schnell auf den vorhandenen aber seit Jahren durch behördliche Entscheidungen blockierten Standorten errichten. Die Landwirte und investitionswillige BĂŒrger warten darauf! Diese negativen Antragsbescheide sind von den Blockadebehörden unter Nutzung eines positiven Entscheidungsspielraums umgehend zu ĂŒberarbeiten. Bei offenkundig werdenden vorsĂ€tzlichen Blockaden und Verzögerungen sind diese verantwortlichen Beamte durch Versetzungen oder auch Entlassungen aus ihren Ämtern zu entfernen. Wir können uns in Zukunft keine involvierten Bremssysteme mehr leisten, denn die rote Laterne von Baden-WĂŒrttemberg bei der Windenergienutzung ist eine Folge dieser Blockierer!

PrioritĂ€t fĂŒr windhöffige Standorte

Alle nach dem neuen Windatlas beschriebenen windhöffigen Standorte sind prioritĂ€r fĂŒr die Windenergienutzung vorzusehen! Alle eventuellen Blockadeargumente sind objektiv und transparent von der Blockadeseite offen zu legen. Bei der anschließenden Genehmigung des Standorts sind die Blockadeargumente allerdings nur von sekundĂ€rer Bedeutung.

Kommunale Entscheidungsfreiheit stÀrken

Durch eine umgehende Novellierung des Landesplanungsgesetzes ist die kommunale Entscheidungshoheit bei der Errichtung von Windturbinen zu stÀrken. Die begleitenden Stellungsnahmen von Landkreisen, RegionalverbÀnden und RegierungsprÀsidien haben nur untergeordnete Bedeutung.

www.badisch-elsaessische.net
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Autor: Erhard Schulz

Mit Wölfen leben
© Ralph Frank / WWF
 
Mit Wölfen leben
Gregor Louisoder Umweltstiftung und WWF: Wölfe können jederzeit ĂŒberall in Deutschland auftauchen. / Leitfaden fĂŒr Tourismus, Jagd, Land- und Forstwirtschaft veröffentlicht

Berlin/MĂŒnchen - Die Gregor Louisoder Umweltstiftung und die Umweltschutzorganisation WWF haben am Mittwoch einen Leitfaden zum Leben mit Wölfen in Deutschland veröffentlicht. Aufgrund neuer Rahmenbedingungen könnten demnach in den kommenden Jahren praktisch ĂŒberall in Deutschland Wölfe auftauchen. Die Menschen mĂŒssten sich an diesen Gedanken gewöhnen und das Zusammenleben mit den Beutegreifern wieder neu erlernen. Um im Vorfeld Vertrauen zu schaffen und Konflikte zu vermeiden, sollten sich alle BundeslĂ€nder auf die RĂŒckkehr des Wolfes vorbereiten und umfassende ManagementplĂ€ne entwickeln, so die Kernforderung der beiden UmweltverbĂ€nde.

„Die RĂŒckkehr des Wolfes ist ein großer Erfolg fĂŒr den Umweltschutz und zugleich eine Herausforderung“, sagt Dr. Janosch Arnold, Artenschutzreferent beim WWF Deutschland anlĂ€sslich der PrĂ€sentation des neuen Wolfs-Leitfadens in MĂŒnchen. BundeslĂ€nder wie etwa Sachsen könnten mit ihren ManagementplĂ€nen, AufklĂ€rungsmaßnahmen und klare geregelten ZustĂ€ndigkeiten Vorbild fĂŒr andere sein. Die BundeslĂ€nder dĂŒrften nicht warten, bis irgendwo ein Wolf auftauche und eventuell ein Konflikt entstehe. Dann sei es zu spĂ€t, um Vertrauen zu schaffen. Es sei dringend an der Zeit, sich auf die mögliche RĂŒckkehr des Wolfes vorzubereiten. Derzeit gibt es in Deutschland rund 60 Wölfe, vor allem in Sachsen und Brandenburg. Einzeltiere wandern jedoch auch in Hessen oder Bayern umher.

Claus Obermeier, Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung, weist besonders auf die Bedeutung aus Sicht des internationalen Naturschutzes hin. „Deutschland fordert von vielen Staaten - beispielsweise Afrikas und SĂŒdamerikas - enorme Anstrengungen und wirtschaftliche BeschrĂ€nkungen zum Schutz bedrohter Wildtiere. Die ungehinderte RĂŒckkehr des Wolfes kann zeigen, dass wir Naturschutz im eigenen Land ernst nehmen.“

Vor allem in den Bereichen Tourismus, Jagd, Land- und Forstwirtschaft sehen der WWF und die Gregor Louisoder Umweltstiftung noch Handlungsbedarf. In touristischen Regionen seien breite AufklĂ€rungskampagnen notwendig. „Die Erfahrungen aus der Lausitz zeigen, dass der Tourismus nicht zusammenbricht, wenn es plötzlich Wölfe in der Region gibt. Im Gegenteil. Wenn gewisse Grundregeln beachtet werden, kann der Wolf ein großer Zugewinn fĂŒr den Tourismus sein“, sagt Janosch Arnold. JĂ€ger und insbesondere Viehhalter sollten hingegen durch Kompensationsmechanismen einen Ausgleich fĂŒr eventuelle Verluste erhalten. „Wir dĂŒrfen vor allem die Halter von Schafen, Ziegen oder Damwild nicht alleine lassen. Wenn ein Wolf trotz geeigneter Sicherheitsmaßnahmen in ein Gatter eindringt und Tiere reißt, mĂŒssen die wirtschaftlichen SchĂ€den ausgeglichen werden“, fordert WWF-Experte Arnold.

Bis zur Ausrottung durch den Menschen in weiten Teilen Europas besiedelte der Wolf einst flĂ€chendeckend den gesamten Kontinent. In vielen Regionen wurde der Wolf, seit dem Mittelalter dĂ€monisiert und als blutrĂŒnstige Bestie verschrien und systematisch verfolgt. Auch Bayern war bis ins 19. Jahrhundert hinein ein Wolfs-Land und ist es dank der Einwanderung eines Tieres ĂŒber die sĂŒdlichen Alpen wieder. Vor der RĂŒckkehr des Wolfes mĂŒsse jedoch niemand Angst haben. Der „Böse Wolf“ aus dem MĂ€rchen sei nĂ€mlich zum GlĂŒck eben auch eines, so Claus Obermeier.
 
 

100 Tage Dioxin-Skandal: Ausbremsen unerwĂŒnscht
 
100 Tage Dioxin-Skandal: Ausbremsen unerwĂŒnscht
vzbv fordert von LĂ€ndern und Wirtschaft konsequenteres Vorgehen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zieht eine gemischte Bilanz zum Stand der Umsetzung des 14-Punkte-Plans in Folge des Dioxin-Skandals. „WĂ€hrend die Bundesregierung Maßnahmen zĂŒgig in Angriff genommen und zum Teil schon umgesetzt hat, bin ich mit Blick auf die LĂ€nder und die Wirtschaft nach wie vor skeptisch, dass es zu einem echten Paradigmenwechsel in der Lebensmittel- und FuttermittelĂŒberwachung und Informationskultur kommen wird“, sagt vzbv-Vorstand Gerd Billen.
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Wasserknappheit wird zum Wachstumsrisiko
© WWF
 
Wasserknappheit wird zum Wachstumsrisiko
DEG und WWF veröffentlichen Wasserrisikofilter
Ziel: Verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Wasser

Berlin, Köln - Nach einer aktuellen Studie der Umweltschutzorganisation WWF und der DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH wird der Mangel an SĂŒĂŸwasser nicht nur zu einem zunehmenden ökologischen Risiko, sondern auch zu einem ökonomischen. Klimawandel, Bevölkerungswachstum und steigende Lebensstandards tragen dem Bericht zufolge dazu bei, dass der Druck vor allem in EntwicklungslĂ€ndern auf die vorhandenen und ohnehin schon knappen Wasserressourcen weiter zunehme. Der Wassermangel bedrohe in SĂŒdostasien und Afrika ganze Ökosysteme und den Lebensstandard der Menschen vor Ort.

„Die VerfĂŒgbarkeit von Wasser wird auch fĂŒr Unternehmen zu einem Entwicklungsengpass – mit dem Wasserrisikofilter haben wir jetzt ein Instrument entwickelt, Unternehmen diese Risiken aufzuzeigen und UnterstĂŒtzung im Wassermanagement anzubieten“, erklĂ€rt Dr. Peter Thimme, Leiter Nachhaltige Entwicklung/Umwelt von der DEG. Der Zugang zu genĂŒgend Wasser in ausreichender QualitĂ€t sei somit von erheblichem wirtschaftlichem Wert. „Der nachhaltige Umgang mit Wasser ist fĂŒr die Unternehmen eine Verantwortung gegenĂŒber Ökosystemen und der lokalen Bevölkerung, die von eben diesem Wasser abhĂ€ngen“, bekrĂ€ftigt Martin Geiger, Leiter SĂŒĂŸwasser beim WWF Deutschland. Vor allem die Agrarindustrie sei in diesem Bereich gefordert, da sie immerhin 70 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs beanspruche. Wenn jetzt nicht gegengesteuert werde, seien in Zukunft EngpĂ€sse bei wasserintensiven AgrargĂŒtern und fĂŒr die betroffenen Unternehmen wirtschaftliche Risiken zu erwarten, warnen WWF und DEG.

Der neu entwickelte „Wasserrisikofilter“ soll Ă€hnlich einem Lackmus-Test dazu dienen, wasserbezogene Risiken frĂŒhzeitig zu erkennen und in Investitionsentscheidungen einzubeziehen. Zudem soll er Handlungsmöglichkeiten fĂŒr Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Regionen aufzeigen, die von Risiken wie Wasserknappheit, -verschmutzung oder Überflutungen direkt oder in ihrer Zulieferkette bedroht sein könnten. Die DEG plant, einzelne VerbesserungsansĂ€tze in einem Anschlussprojekt konkret umzusetzen und aus Mitteln fĂŒr Begleitmaßnahmen zu fördern. Auf diese Weise will der Entwicklungsfinanzierer die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen der sich verschĂ€rfenden Wasserkrise abfedern.

In das Projekt flossen mehr als 80 detaillierte und umfassende LĂ€nderinformationen zur jeweiligen Wassersituation sowie umfangreiches Kartenmaterial ein. Von ĂŒber 300 untersuchten Unternehmen haben nach Angaben von DEG und WWF 191 hohe potentielle Risiken im Wasserbereich. Es gilt nun, diese Wasserrisiken durch konkrete UnterstĂŒtzungsmaßnahmen zu reduzieren.
 
 

 
Regionale Lebensmittel - Herkunft oft unklar
Rund 65 Prozent der Deutschen achten beim Einkauf immer oder meist auf regionale Herkunft, denn sie wollen natĂŒrliche und authentische Lebensmittel, denen sie mehr vertrauen als industrieller Massenware. Doch viele Lebensmittel werden als regionales Produkt beworben, obwohl sie nur teils oder gar nicht aus der Region kommen und lange Vertriebswege hinter sich haben.

Beispiel Lidl. Unter der Marke "Ein gutes StĂŒck Heimat" bietet der Discounter deutschlandweit regionale Produkte an. Doch selbst in Berliner Filialen finden sich unter diesem Etikett Saft vom Bodensee oder Möhren vom Niederrhein. Bei Edeka SĂŒdwest kommen die Produkte, die unter dem Label "Unsere Heimat - echt &gut" angeboten werden, aus insgesamt vier BundeslĂ€ndern. Und Coop bietet unter der Marke "Unser Norden" Kaffee und Reis an oder CashewnĂŒsse als "Lebensmittel ausgewĂ€hlter Produzenten des Nordens". Doch die Rohstoffe können nicht aus Norddeutschland kommen, weil sie dort gar nicht angebaut werden. Rechtlich dagegen vorzugehen, ist jedoch schwierig, da es keine allgemeingĂŒltigen Anforderungen an regionale Lebensmittel gibt.

Regionale Lebensmittel finden sich auf MĂ€rkten, in HoflĂ€den, in BiosupermĂ€rkten oder auch bei Lebensmittelketten. Besonders glaubwĂŒrdig sind Produkte von Regionalinitiativen, die garantieren, dass ihre Produkte in einer definierten Herkunftsregion erzeugt und verarbeitet werden. Zahlreiche Regionalinitiativen finden sich in einer Projektdatenbank unter www.reginet.de

Der ausfĂŒhrliche Text Regionale Lebensmittel ist in der April-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de veröffentlicht.
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Investieren ohne Atomstrom: Viele Bankkunden sind unfreiwillige Atom-UnterstĂŒtze
 
Investieren ohne Atomstrom: Viele Bankkunden sind unfreiwillige Atom-UnterstĂŒtze
Atomkraftgegner unterstĂŒtzen möglicherweise die Atomindustrie, ohne es zu ahnen. Schon wenn sie bei einer bestimmten Bank nur ihr Girokonto oder ein Tagesgeldkonto haben, helfen sie unfreiwillig den Atomkraftwerksbetreibern, wenn diese beispielsweise ĂŒber die Bank Kredite in Anspruch nehmen. Auch zahlreiche Investmentfonds legen in Aktien oder Anleihen bekannter Energieversorger wie Eon oder RWE an, die ihre Kunden mit Atomstrom beliefern. Aber es gibt Alternativen, schreibt das Verbrauchermagazin Finanztest auf seiner Website test.de.

Wer nicht will, dass sein Geld in die Atomwirtschaft fließt, kann in Aktien- und Rentenfonds investieren, die die gesamte Branche ausschließen. 7 von 24 ethisch-ökologisch ausgerichteten Fonds verzichten nach einer Finanztest-Untersuchung auf entsprechende Investments, und 8 verzichten zumindest teilweise auf Unternehmen, die in der oder fĂŒr die Atomkraftbranche tĂ€tig sind. Unter den sechs Rentenfonds fand Finanztest nur einen, der diese Branche vollstĂ€ndig ausschließt.

Die Meinungen ĂŒber Atomstrom gehen dabei bei den Geldinstituten ebenso auseinander wie bei der Bevölkerung. Manche halten Atomstrom fĂŒr klimafreundlich, fĂŒr andere wiederum beginnen die SchĂ€den an der Natur beim Uran-Abbau und setzen sich fort in den Gefahren durch den Betrieb und auch die Endlagerung.

FĂŒr alle, die ihr Geld anlegen wollen, ohne dass die Atomindustrie davon profitiert, bleibt der Gang zu Öko- und Ethikbanken und ein kritischer Blick in die eigene Geldanlage.

Mehr Informationen zum Thema im Buch "GrĂŒne Geldanlage" (16,90 €, zu bestellen ĂŒber www.test.de/shop und im Buchhandel erhĂ€ltlich).
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