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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
BlĂŒhmischungen und Fruchtfolgen: Alternativen zur „MaiswĂŒste“
Beim Samstags-Forum Regio Freiburg fĂŒr interessierte MitbĂŒrgerinnen und MitbĂŒrger am 2. Juli 2011 heißt das Thema „Alternativen zur „MaiswĂŒste“. Anforderungen an umweltvertrĂ€gliche Erzeugung von Biomasse“. Es berichten allgemeinverstĂ€ndlich die Experten Diplom-Agraringenieur Thomas Hölscher und Eva Nowatschin, Agentur ANNA, Freiburg i.Br.. Die Veranstaltung beginnt um 10:15 Uhr im Hörsaal 1015, KollegiengebĂ€ude 1 der UniversitĂ€t Freiburg i.Br., Platz der UniversitĂ€t, Stadtmitte.

Anschließend findet bei MĂŒllheim von 12:45 bis 14:30 Uhr eine FĂŒhrung statt zum Thema „BlĂŒhende Region am Oberrhein: BlĂŒhmischungen und Fruchtfolgen als Alternativen zur Mais-Monokultur“ mit Helmut Nußbaumer, Landwirt und Mitarbeiter des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg - Außenstelle MĂŒllheim (LTZ). Gezeigt werden neben BlĂŒh-, Soja-, Getreide- und Rapskulturen auch Chinaschilf und Ergebnisse von Weiden fĂŒr erneuerbare Rohstoffe. Anmeldungen fĂŒr die FĂŒhrung sind erbeten bis 1. Juli 2011 12 Uhr beim Veranstalter ECOtrinova e.V.: ecotrinova@web.de, T. 0761-5950161 Dr. Georg Löser. Teilnehmer erhalten Hinweise zum Treffpunkt in MĂŒllheim und zur Anreise z.B. mit dem Regionalzug 12:15 ab Freiburg.

Die Veranstalter möchten mit dieser Informationsveranstaltung zu einer „BlĂŒhenden Region am Oberrhein“ beitragen.
Der Eintritt ist frei. Schirmherrin ist die Freiburger UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.

Veranstalter sind der Freiburger Umweltschutzverband ECOtrinova e.V., der u-asta an der UniversitĂ€t, in Zusammenarbeit mit: KlimabĂŒndnis-Freiburg, Agenda 21 BĂŒro Freiburg, AK Wasser BBU e.V., Badisch-ElsĂ€ssische BĂŒrgerinitiativen, Eine Welt Forum Freiburg, Energieagentur Regio Freiburg, Energie-3Regio / FV SolarRegio Kaiserstuhl e.V., Fachschaften Physik und Forst-Hydro-Umwelt an der UniversitĂ€t, fesa e.V., FIUC e.V., ifpro, Innovation Academy e.V., VCD Regionalverband SĂŒdlicher Oberrhein e.V., ZEE Zentrum fĂŒr erneuerbare Energien an der UniversitĂ€t Freiburg.
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Rot-grĂŒne LĂ€nder dĂŒrfen der Energiewende nicht im Weg stehen
© Sabrina MĂŒller / WWF
 
Rot-grĂŒne LĂ€nder dĂŒrfen der Energiewende nicht im Weg stehen
VerbĂ€nde fordern Zustimmung fĂŒr Steueranreize zur GebĂ€udesanierung

Berlin - Die UmweltverbĂ€nde WWF und NABU appellieren gemeinsam mit der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) an die rot-grĂŒn gefĂŒhrten LĂ€nder im Bundesrat, den Weg fĂŒr die steuerliche Förderung von anspruchsvollen energetischen GebĂ€udesanierungen freizumachen. Sollten die LĂ€nder am Freitag im Bundesrat ihre Beteiligung an den Kosten ablehnen, gefĂ€hrden sie damit nicht nur den Erfolg der Energiewende, sondern auch nachhaltige, positive Effekte fĂŒr Klimaschutz, Wirtschaft und BeschĂ€ftigung, befĂŒrchten die drei VerbĂ€nde.

Christian Noll, geschĂ€ftsfĂŒhrender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF): "Von energetischer GebĂ€udesanierung profitieren vor allem lokale und regionale Handwerksbetriebe und Unternehmen. Die durch mehr Wachstum und BeschĂ€ftigung ausgelösten Steuermehreinnahmen kommen also vor allem Kommunen und LĂ€ndern zu Gute. Die notwendigen Investitionen in die Energiewende sind auch notwendige Investitionen in nachhaltiges Wachstum." In den ersten Jahren, so die SchĂ€tzungen des Finanzministeriums, ĂŒbersteigen die Steuermehreinnahmen sogar die Kosten fĂŒr den Fiskus.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: "Der Steuervorschlag der Bundesregierung, die Förderung an ambitionierte Effizienzstandards zu knĂŒpfen, ist der richtige Weg." Statt geringere energetische Standards zu fordern und die Kosten allein dem Bund aufzubĂŒrden, sollten die LĂ€nder der Energiewende nicht entgegen stehen, fordert Miller. "Auch wenn die Standards noch ambitionierter hĂ€tten ausfallen können, dient der vorliegende Gesetzesentwurf einem effizienten Klimaschutz, der Steuergelder gezielt einsetzt", betont der NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer.

Regine GĂŒnther, Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland: "Die schnelle und weitrechende Senkung des Energiebedarfs unserer GebĂ€ude ist entscheidend fĂŒr den Erfolg einer echten Energiewende. Bis dato kennt unsere Steuerlandschaft keinerlei Anreizinstrumente fĂŒr Energieeffizienz. Die von der Bundesregierung vorgeschlagene steuerliche Förderung ist daher ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem klimaneutralen GebĂ€udebestand im Jahr 2050." Eigenheimbesitzer und Kleinvermieter, die mehr als drei Viertel der WohnflĂ€che in Deutschland reprĂ€sentieren, werden bisher nicht ausreichend durch bestehende Anreize, wie die Förderprogramme der KfW-Bank, zu umfassenden Sanierungsmaßnahmen motiviert. Eine EigentĂŒmerbefragung des IW Köln belegt, dass insbesondere selbstnutzende EigentĂŒmer und Kleinvermieter mehrheitlich eine steuerliche Förderung bevorzugen wĂŒrden.
 
 

Holzkonzern bedroht Tigerlebensraum in Russland
Bedrohter Amurtiger in Russland © Viktor Filonov / WWF
 
Holzkonzern bedroht Tigerlebensraum in Russland
Empörung ĂŒber PlĂ€ne von JSC Les Export in der Amurregion

Berlin - In Russland haben AbholzungsplĂ€ne eines Holzkonzerns in der Amurregion fĂŒr Empörung gesorgt. Die PlĂ€ne der russischen Firma JSC Les Export sehen EinschlĂ€ge in einem besonders sensiblen Gebiet in der östlichen Provinz Primorsky vor. Die betroffenen WĂ€lder sind als UNESCO-Weltkulturerbe vorgeschlagen und wichtigstes RĂŒckzugsgebiet fĂŒr den stark gefĂ€hrdeten Amur-Tiger. Der WWF und andere Organisationen fordern die russischen Behörden dazu auf, die WĂ€lder zu schĂŒtzen und nicht fĂŒr den Holzeinschlag freizugeben.

Die von Les Export anvisierten Waldgebiete im Bikin Tal sind deswegen so wichtig, weil sie mit 407.000 Hektar den grĂ¶ĂŸten noch unberĂŒhrten Teil von BestĂ€nden der Korea- Kiefer weltweit bilden und dadurch zum wertvollen Amurtigerhabitat werden. Dessen Beutetiere wie Hirsche und Wildschweine ernĂ€hren sich von Kiefernsamen. Außerdem sind die WĂ€lder Teil eines grenzĂŒberschreitenden Korridors, der in Zukunft die russische Population des Amur-Tigers mit den wenigen Tigern in den Wandashan Bergen Chinas verbinden könnte. Besonders betroffen sind auch die indigenen Udege und Nanai, die im Bikin Tal traditionell auf intakte WĂ€lder angewiesen sind. Durch UnterstĂŒtzung des WWF können die Udege und Nanai seit 2009 Waldgebiete im Bikin Tal gegen PachtgebĂŒhren als „Nuss-Sammel-Zonen“ nutzen.

„Dass JSC Les Export nun großflĂ€chige HolzeinschlĂ€ge in den BestĂ€nden der Korea-Kiefer beantragt, ist ein Verrat an frĂŒheren Vereinbarungen mit dem WWF“, so WWF Waldexperte Markus Radday. “Die Firma hatte dem WWF zugesagt, dass sie kein Holz in Nuss-Sammel-Zonen einschlagen werde. Jetzt macht sie genau das Gegenteil. Die Konsequenz wĂ€ren ein Desaster fĂŒr den Amurtiger, von dem es nur noch etwa 450 Exemplare gibt”.

Der WWF hofft nun auf die UnterstĂŒtzung der russischen Regierung und verweist auf deren Zusagen auf dem internationalen Tiger Gipfel in St. Petersburg im vergangenen Jahr. Es könne nicht im Interesse der Regierung sein, wenn sich JSC Les Export Einschlagsrechte so billig wie möglich aneignen will, glaubt der WWF. Die Angelegenheit werde sich voraussichtlich bei den Verantwortlichen auf der Ebene von Premier-Putin entscheiden.
 
 

 
„Atomaufsicht berichtet ĂŒber Sicherheit vom AKW Fessenheim ...“
Umweltministerium Baden-WĂŒrttemberg zu lsw 0084; 03:05 Uhr:

Auf baden-wĂŒrttembergischer Seite wird dagegen auch nach dem heute von der französischen Atomaufsichtsbehörde vorgestellten PrĂŒfbericht der Betrieb des unweit der Grenze liegenden AKW Fessenheim kritisch bewertet. „Wir haben starkes Bauchgrimmen und halten es fĂŒr ein großes VersĂ€umnis, dass die Grundsatzfrage der Stilllegung des fĂŒr seine StöranfĂ€lligkeit bekannten Altmeilers ausgespart wurde“, sagte Baden-WĂŒrttembergs Umweltminister Franz Untersteller. „Nach den Ereignissen von Fukushima hielten wir es vielmehr fĂŒr richtig, wenn auch im benachbarten Frankreich das derzeit fĂŒr die Reaktoren noch geltende Sicherheitsniveau auf den PrĂŒfstand und der generelle Weiterbetrieb des Altmeilers in Frage gestellt wĂŒrden.“ Das AKW Fessenheim zĂ€hle schließlich in Frankreich aber auch europaweit zu den Ă€ltesten Reaktoren und sei zwei Jahre vor dem Reaktorblock Philippsburg 1 in Betrieb gegangen. Philippsburg 1 war in diesem FrĂŒhjahr auf Grund einer Anordnung der baden-wĂŒrttembergischen Atomaufsicht vom Netz gegangen und soll nicht wieder in Betrieb gehen. „Nach den Erkenntnissen unserer Atomaufsicht verfĂŒgt Fessenheim ĂŒber keine grĂ¶ĂŸeren Sicherheitsreserven als Philippsburg 1“, so Untersteller. Ein Reaktorunfall in Fessenheim wĂŒrde vor der Landesgrenze nicht Halt machen und nicht nur französisches Territorium sondern auch Baden-WĂŒrttemberg betreffen. „Radioaktive Strahlung kennt keine Staatsgrenzen“, mahnte Untersteller.
 
 

 
Brief aus der PrÀfektur Fukushima
Frau Masako Hashimoto aus der PrĂ€fektur Fukushima hat an die Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen den nachfolgenden verzweifelten Brief mit der Bitte um Weiterleitung an die Medien ĂŒbersandt. Frau Masako Hashimoto hat vor 28 Jahren als Sprachstudentin in Freiburg im Stadtteil Wiehre gelebt und spricht sehr gut deutsch. Sie wohnt jetzt mit ihrer Familie in der PrĂ€fektur Fukushima und möchte ein ökologisches Leben fĂŒhren.

Eine Anmerkung zur mitgeteilten Strahlenbelastung:

Wenn die Dosis 20 Millisievert pro Jahr nur eine Dosimeter-Dosis ist, dann ist die biologische Strahlenbelastung einschließlich Atmung und ErnĂ€hrung sehr viel (u.U. mehrfach) höher. 3,8 Mikrosievert pro Stunde bei 8760 Stunden im Jahr ergibt ĂŒber 30 Millisievert pro Jahr. Der zitierte Arzt gibt die Meinung der Atomlobby/Internationalen Atombehörde wieder!

Brief von Frau Masako Hashimoto:

"Ich wohne in der Stadt Miharu in PrÀfektur Fukushima, weniger als 50km entfernt von dem havarierten AKW Fukushima. Ich bin mit meinem Mann und unserer Tochter am nÀchsten Tag nach dem Erdbeben zuerst nach Osaka geflohen und spÀter haben wir bei meinen Eltern in Tokyo eine Weile gewohnt. Seit einigen Wochen aber sind wir wieder in Miharu, da die Mittelschule meiner Tochter wieder begonnen hat.

Erst nach dem Schulbeginn haben die Behörde der FukushimaprĂ€fektur ĂŒberhaupt die Strahlendosis um die Schulen gemessen und erschreckende Ergebnisse gefunden. Am Anfang vom April war die Dosis auch außerhalb der Sperrzone (Regionen in einem Radius von 20 km um das AKW) und in 76 % von den allen Schulen in der PrĂ€fektur 0,6 Mikrosievert pro Stunde. Laut einem Gesetz muss ein Gebiet, wo man mehr als 0,6 Mikrosievert pro Stunde ausgesetzt wird, als "Strahlung-Überwachungszone" ausgewiesen werden. Und nach dem Arbeitgesetz dĂŒrfen Jugendliche unter 18 Jahre alt in solchen Überwachungszonen nicht arbeiten .

Aber ohne dass eine solche Rechtslage den Eltern erwĂ€hnt oder erklĂ€rt wurde, wurde die Schule einfach eröffnet. Dazu noch: Das Erziehungsministerium hat am 29. April 2011 die maximale Strahlendosis, der Kinder in Schule und Kindergarten ausgesetzt sein dĂŒrfen, auf 3,8 Mikrosievert pro Stunde (hochgerechnet 20 Millisievert pro Jahr, wenn man annimmt, dass Kinder sich pro Tag 8 Stunden draußen aufhalten) erhöht. Seitdem diese neue Bestimmung bekannt wurde, spielen Kinder draußen im Schulhof, meistens ohne Mundschutz. Club-TĂ€tigkeiten im Schulhof machen sie auch nach dem Unterricht.

SpĂ€ter wurde es bekannt, dass das Erziehungsministerium diesen Grenzwert ohne offizielle Diskussion beschlossen hat (man sogar hat kein Protokoll aufgenommen). Die japanische Atomsicherheitskommission behauptet, dass kein Mitglied den Grenzwert von 20 MĂ­llisievert pro Jahr akzeptiert hĂ€tte und die Kommission bemĂŒht sich, diesen Wert niedriger zu machen. Mittlerweile diskutiert das Parlament darĂŒber und manche Abgeordnete kritisieren den Wert. Experten fĂŒr Strahlenschutz, die Japan Federation of Bar Associations (Rechtsanwaltsverband), der Ärzteverband (Japan Medical Association) usw. erheben EinwĂ€nde gegen diesen Grenzwert von 20 Millisievert pro Jahr. Trotzdem nimmt die Behörde diese Bestimmung nicht zurĂŒck. Denn wenn die Grenzwerte erniedrigt wĂŒrden, muss man noch zwei grĂ¶ĂŸere StĂ€dten evakuieren, was sehr schwierig wĂ€re. Daher will die Behörde möglicherweise die Sperr-Zone nicht mehr erweitern das bedeutet, wer fliehen will, der soll bitte wegziehen, aber der wird keine EntschĂ€digung bekommen .

Ich will mit meiner Tochter vorĂŒbergehend nach Tokyo zu meinen Eltern umziehen. Allerdings kann ich meine Tochter nicht davon ĂŒberzeugen. Sie kann nicht verstehen, warum nur sie die geliebte Schule verlassen muss, um sich zu schĂŒtzen, wĂ€hrend die andere SchĂŒler/innen in der Stadt Miharu bleiben. Was passiert ihnen, fragt sie mich und ich kann ihr keine richtige Antwort geben. In Miharu war die gemessene Dosis relativ niedrig im Vergleich zu den umliegenden StĂ€dten, daher hat man weniger Angst. Kein Schulfreund/in meiner Tochter hat vor, umzuziehen. Die meisten SchĂŒler stammen aus der Stadt und sie haben kaum Verwandte in anderen Orten, wo sie sich aufhalten könnten. Nur Familie mit Kleinkindern, die Eltern in anderen Orten haben, wollen freiwillig die Stadt verlassen. Aber ĂŒberhaupt kann man den Ort, in dem man durch Generationen hindurch gelebt hat, nicht freiwillig verlassen, ohne Aussicht auf Job und Wohnung.

Ein Arzt, den die PrĂ€fektur Fukushima als Berater angeheuert hat, macht VortrĂ€ge in der ganzen PrĂ€fektur und behauptet, dass eine Dosis von 100 Millisievert immer noch kein Problem wĂ€re. Ich vermute, dass die PrĂ€fektur, die einheimischen GemĂŒse um jeden Preis verkaufen lassen will, die Wahrheit vertuschen will. SchĂŒler bekommen ĂŒbrigens solche GemĂŒse fĂŒr das Mittagsessen in der Schule. Ich bin fast verzweifelt nicht nur durch die Situation hinsichtlich des AKW, sondern auch durch die unehrliche und grausame Haltung der Behörden gegenĂŒber der Bevölkerung.

Ich bitte Dich daher, den Medien in Europa diese ernsthafte Situation bekannt zu machen. Ich glaube, dass man mit allen KrÀften und Anstrengungen dieses Problem irgendwie lösen muss. Es ist dringend. Kinder sind tagtÀglich hohen Strahlendosen ausgesetzt. Bitte hilf mir!"
 
 

615 neue Arten auf Madagaskar entdeckt
Eine wahre Schatzinsel: Madagaskar ... © WWF Madagascar
 
615 neue Arten auf Madagaskar entdeckt
Mausmaki und Co. entdecken Licht der Forscherwelt

Frankfurt - Auf Madagaskar wurden mehrere Hundert neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Der WWF-Report „Schatzinsel: Neue Artenvielfalt in Madagaskar“ listet 615 neue Tier- und Pflanzenarten auf, die zwischen 1999 und 2010 entdeckt wurden: 385 Pflanzen, 42 Wirbellose, 17 Fische, 69 Amphibien und sogar 41 neue SĂ€ugetierarten. Zu den neu entdeckten Arten gehört unter anderem der nur 30 Gramm wiegende Berthe-Mausmaki. Dieser Lemur ist der kleinste Primat der Welt und diente einer Figur im Cartoon Madagaskar als Vorlage. Auch eine riesige FĂ€cherpalme (Tahina spectabilis), die nur einmal in ihrem Leben mit einem spektakulĂ€ren BlĂŒtenstand aus der Krone geizt, zĂ€hlt zu den neuen Arten. Sensationell war die Entdeckung eines Geckos, der seine Hautfarbe wie ein ChamĂ€leon dem Hintergrund anpassen kann. Viele von den kĂŒrzlich entdeckten Arten sind jetzt stark bedroht, vor allem durch Abholzung ihrer LebensrĂ€ume.

„Es ist bedrĂŒckend zu wissen, dass viele dieser neu entdeckten Arten schon in KĂŒrze verschwunden sein und unzĂ€hlige andere gar nicht erst das Licht der Forscherwelt entdecken werden“, so WWF Madagaskar-Experte Martin Geiger.

Madagaskar gehört zu den außergewöhnlichsten Ökoregionen der Erde. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es, neben Australien, so viele endemische Arten, also Tier- und Pflanzenarten, die nur dort vorkommen. Unter Wissenschaftlern gilt Madagaskar deshalb als „achter Kontinent“. Fast drei Viertel der dort vorkommenden Arten finden sich nirgendwo sonst außerhalb der viertgrĂ¶ĂŸten Insel dieser Welt.

GrĂ¶ĂŸte Bedrohung ist die rasante Entwaldung. Schon jetzt hat die viertgrĂ¶ĂŸte Insel der Welt mit ihrer einzigartigen Artenvielfalt 90 Prozent ihrer WĂ€lder verloren. Nach dem Staatsstreich im MĂ€rz 2009 und den darauffolgenden politischen Unruhen wurden Madagaskars RegenwĂ€lder geplĂŒndert um teure Harthölzer - besonders Rosenholz - zu exportieren. Davon waren zehntausende Hektar Wald in den besonders wertvollen Nationalparks Marojejy, Masoala, Makira and Mananara im Norden betroffen. Neben der Abholzungswelle wurde zunehmend auch Fleisch von wilden Tieren, sogenanntes „Bush meat“, aus den WĂ€ldern angeboten. In manchen Restaurants kostete ein Teller mit Lemurenfleisch weniger als drei Euro. Die politische InstabilitĂ€t und die Ausbreitung der KriminalitĂ€t hat auch die Tourismusindustrie schwer getroffen, eine der wenigen Einkommensquellen fĂŒr die lokale Bevölkerung.

„Die WĂ€lder Madagaskars sind noch immer unerforscht und geheimnisvoll, obwohl sie schon großflĂ€chig zerstört wurden”, so Martin Geiger“. „Wenn diese wenigen verbleibenden WĂ€lder nicht gerettet werden, verschwinden unzĂ€hlige Arten, die wir noch nicht einmal kennengelernt haben“.

Der WWF arbeitet auf Madagaskar intensiv daran, ein Netzwerk von Schutzgebieten zu etablieren. FĂŒr die Einwohner entwickelt die Umweltorganisation eine Reihe von alternativen und nachhaltigen Einkommensquellen, damit die Familien im Einklang mit ihrer Umwelt leben können.

zum Bild oben: Eine wahre Schatzinsel: Madagaskar gehört zu den außergewöhnlichsten Ökoregionen der Erde. Fast drei Viertel der dort vorkommenden Arten finden sich nirgendwo sonst außerhalb der Insel. © WWF Madagascar
 
 

 
Intersolar Europe, 08. bis 10. Juni 2011
Weltweit grĂ¶ĂŸte Fachmesse fĂŒr Solarwirtschaft startet
unter Freiburger Beteiligung in MĂŒnchen

Von heute an wird die Messe MĂŒnchen zum Treffpunkt der internationalen
Solarwirtschaft: 2.200 nationale und internationale
Aussteller, mehr als 75.000 erwartete Besucher und 165.000 m2
AusstellungsflÀche machen die Intersolar Europe zur weltweit
grĂ¶ĂŸten Fachmesse der Solarwirtschaft.

Freiburg prÀsentiert sich auf der Intersolar mit seinem Green City
Cluster. Am 80 m2 großen Gemeinschaftsstand stellen sich das
Clauster mit seinen rund 100 Mitgliedsfirmen aus der Umweltund
Solarwirtschaft der Region Freiburg vor. Mit der Freiburger
PSE AG, dem Solarinfocenter, EnEd – clean energy solutions und
CRC-Cleanroom Consulting GmbH bietet der Clusterstand zudem
vier Mitgliedsfirmen Raum fĂŒr einen eigenstĂ€ndigen Messeauftritt.

1991 gegrĂŒndet wird die Intersolar Europe seit 2000 von der Freiburg
Wirtschaft Touristik und Messe GmbH (FWTM) gemeinsam
mit der Pforzheimer Solarpromotion GmbH veranstaltet. Zur ersten
Intersolar in Freiburg im Jahr 2000 kamen 200 Aussteller und
11.000 Besucher. Aus PlatzgrĂŒnden wechselte die Intersolar
2008 den Standort und findet seither, von der FWTM mitveranstaltet,
auf der Neuen Messe MĂŒnchen statt. FWTMGeschĂ€ftsfĂŒhrer
Klaus Seilnacht: „Mit der Verlagerung nach MĂŒnchen
und der damit verbundenen Internationalisierung leistet die
Intersolar einen wichtigen positiven Beitrag zum Ergebnis der
FWTM“.

Neben der Intersolar Europe wurde bereits 2008 die Intersolar
North America in San Francisco ins Leben gerufen. 2009 folgte
die Intersolar India, die seit 2010 in Mumbai stattfindet. 2011 wird
erstmals die Intersolar China in Peking durchgefĂŒhrt. FWTMGeschĂ€ftsfĂŒhrer
Dr. Bernd Dallmann: "Die Intersolar-Messen in
MĂŒnchen, San Francisco, Mumbai und Peking dienen dem Marketing
der Green City Freiburg. Sie bieten Gelegenheit, den Solar-
und Umweltstandort Region Freiburg weltweit sichtbar zu machen."
 
 

 
BĂŒrgerwindrad in St. Georgen (Schwarzwald-Baar-Kreis)
Umweltminister Franz Untersteller bei offizieller Inbetriebnahme neuer Windkraftanlage in St. Georgen: „‘BĂŒrgerwindrad‘ ist zukunftsweisendes Modell, ĂŒber das die Menschen bei der Energiewende mitgenommen werden können.“ und „Windkraft soll in der Stromversorgung im Land zu einer tragenden SĂ€ule regenerativer Energiequellen werden.“

Im Beisein von Umweltminister Franz Untersteller wurde heute (4. Juni 2011) in St. Georgen (Schwarzwald-Baar-Kreis) eine neue Windkraftanlage ihren offiziellen Bestimmungen ĂŒbergeben. „Das neue Windrad ist ein zukunftsweisendes Beispiel fĂŒr den in Baden-WĂŒrttemberg kĂŒnftig wachsenden Stellenwert der Windenergie. Von dem heutigen Tag soll deshalb ein Aufbruchssignal fĂŒr die Windkraft im Land ausgehen“, sagte Umweltminister Untersteller und lobte die ĂŒber den ProjekttrĂ€ger gelungene breite Beteiligung der BĂŒrgerschaft. Der Investor und Betreiber der Anlage, die solarcomplex AG, werde nĂ€mlich von insgesamt ĂŒber 700 AktionĂ€ren getragen, darunter ĂŒberwiegend BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, aber auch Unternehmen wie beispielsweise die fĂŒnf Stadtwerke der Region. „Die engagierten BĂŒrger können sich so mit ‚ihrer Anlage‘ identifizieren.“ Über solche ‚BĂŒrgerwindrĂ€der‘ könne es gelingen, die Menschen bei der Energiewende mitzunehmen, zeigte sich Untersteller zuversichtlich. Das rund 2,7 Millionen Euro teure Windrad hat eine Leistung von cirka 1,8 Megawatt und soll jĂ€hrlich rund drei Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen: Genug um den Strombedarf von etwa 850 Haushalten zu decken.

„In Baden-WĂŒrttemberg wird kĂŒnftig fĂŒr die Windenergie im Land ein neuer Wind wehen“, kĂŒndigte Untersteller an. Beim Ausbau der Windkraft habe Baden-WĂŒrttemberg nĂ€mlich großen Nachholbedarf. Gerade einmal 0,8 Prozent wĂŒrden die landesweit 368 WindrĂ€der zur gesamten Stromerzeugung beisteuern. Die bisherige Verhinderungspolitik beim Ausbau der Windkraft solle deshalb schon bald der Vergangenheit angehören, versprach Untersteller. „Wir sind bereits dabei konkrete Vorstellungen zu entwickeln, wie der Bau neuer Windkraftanlagen erleichtert und vorhandene HĂŒrden abgebaut werden können.“ Nach dem Willen der neuen Landesregierung solle bis 2020 der Anteil der Windenergie auf zehn Prozent gesteigert und damit gegenĂŒber heute mehr als verzehnfacht werden. „Das ist sehr ambitioniert aber erreichbar, wenn alle an einem Strang ziehen“, zeigte sich Minister Untersteller ĂŒberzeugt.

Mit etwas Sorge werde allerdings die von der Bundesregierung aktuell vorbereitete Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) begleitet, so Untersteller. Nach dem aktuellen Gesetzentwurf wĂŒrden danach die VergĂŒtungssĂ€tze fĂŒr an Land erzeugten Windstrom um jĂ€hrlich zwei Prozent abgesenkt. Nach ursprĂŒnglichen Planungen sollte die jĂ€hrliche Absenkung dagegen nur ein Prozent betragen. Im Gegenzug solle die Windstromerzeugung vor den KĂŒsten höher vergĂŒtet werden. "Die StĂ€rkung der offshore-Windkraft ist zwar richtig. Der Zuschlag fĂŒr offshore-Windstrom darf aber nicht zu Lasten der ĂŒbrigen regenerativen Energiequellen gehen.“ Im weiteren Gesetzgebungsverfahren werde sich Baden-WĂŒrttemberg deshalb dafĂŒr stark machen, den Gesetzentwurf nachzubessern, kĂŒndigte Untersteller an.
 
 



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