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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

IFSA LC Freiburg
 
IFSA LC Freiburg
Die International Forestry Students’ Association (IFSA) ist ein globales Netzwerk für Studenten der Forst- und Umweltwissenschaften. Sie vereint ca. 10.000 Studenten aus über 50 Ländern in über 70 Ortsvereinen (LCs /„Local Committees“). Die IFSA ist eine unpolitische Nichtregierungsorganisation von Studenten für Studenten.

Ziel der IFSA ist es, weltweite Zusammenarbeit von Studenten der Forst- und Umweltwissenschaften zu fördern. Seminare, gemeinsame Unternehmungen, regionale und internationale Treffen fördern Forststudenten beim regen kulturellen Austausch und Wissenserwerb forst- und umweltwissenschaftlicher Themen auch außerhalb der Hörsäle.

Der IFSA LC Freiburg ist einer der ältesten Local Committees der Organisation. Wir unternehmen während des Semesters unterschiedliche Aktivitäten in Freiburg und Umgebung, zu denen auch Neuankömmlinge immer herzlich willkommen sind. Beispielsweise sind wir im vergangenen Jahr mit Kindergartenkindern in den Wald gegangen und haben ein Forest Film Festival veranstaltet. Schaut einfach mal im Sekretariat (Herderbau, Tennenbacher Straße 4) vorbei oder auf die Aushänge vor unserem Büro (Erdgeschoss, gegenüber dem Aufzug), um Aktuelles zu erfahren.

Eine Besonderheit des IFSA LC Freiburg ist das Internationale Sekretariat, das sich in unserer Fakultät befindet und auch hauptsächlich von den Mitgliedern unseres LCs betrieben wird. Der von der weltweiten IFSA-Gemeinschaft gewählte Executive Secretary, normalerweise ein Studierender der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften, sucht immer tatkräftige Unterstützung bei seiner Arbeit. Hier besteht die einmalige Möglichkeit, die Arbeit einer internationalen Organisation sehr genau kennen zu lernen.

Während der Vorlesungszeit finden regelmäßige LC-Treffen im Sekretariat statt. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Nächstes Treffen im WS 2011:
Jeden Dienstag 19:15 Uhr auĂźer an Feiertagen und Ferien.

In der Regel sprechen wir Deutsch oder Englisch.

Nähere Informationen zur IFSA finden sich unter www.ifsa.net, Rückfragen gerne auch an secretariat@ifsa.net.
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Autor: Benjamin Kirbus

Streubomben - Verbot soll aufgeweicht werden
 
Streubomben - Verbot soll aufgeweicht werden
Kommende Woche debattiert die UN über ein neues Streubombenverbot. Der neue Entwurf ist wesentlich schwächer formuliert und gefährdet das strengere Oslo-Abkommen.
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Stuttgart 21: Von neuen Bahnhöfen und kluger Bescheidenheit
 
Stuttgart 21: Von neuen Bahnhöfen und kluger Bescheidenheit
Rede von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer zu Stuttgart 21

am 12.11.11 um 12 Uhr in Freiburg, Augustinerplatz (es gilt das gesprochene Wort)

"Hallo Freiburg

Bescheidenheit

Mit dem Wort Bescheidenheit fangen Reden eigentlich nie an

Politikerreden fangen an mit:
Höher, schneller, weiter, teurer, mehr, mehr haben, größer, unbegrenztes Wachstum,

BUND Geschäftsführer müssen nicht gewählt werden

Darum sage ich nicht:
Höher, schneller, weiter, teurer, mehr, mehr haben, größer, unbegrenztes Wachstum,

Sondern ich sage:
kluge, nachhaltige Bescheidenheit statt Protzprojekte


Das heiĂźt:

Ja zu einem funktionsfähigen Stuttgarter Kopfbahnhof
statt einem 4,5 Mrd. teuren tiefergelegten Stuttgart 21

Warum haben wir eine Finanzkrise?
Das hat nicht nur mit Griechenland zu tun sondern auch mit Spekulant

Zum Thema Spekulant:

Der langjährige CDU-Wähler, Kirchengemeinderat, Bundesbahnoberrat und ehemalige Chef des Stuttgarter Hauptbahnhofs Egon Hopfenzitz hält Stuttgart 21 für eine Fehlplanung und Schuldenfalle.

"Der unterirdische Bahnhof ist für ihn ein "reines CDU-Immobilienprojekt", um innerstädtischen Bauraum zu gewinnen, beschlossen von einer Kleingruppe Parteifreunde, die nichts vom Bahnfahren verstehen und denen das auch herzlich egal ist."

Warum haben wir eine Finanzkrise?
Auch weil der Staat nicht sorgfältig mit Geld umgeht

Stuttgart 21 kostet 4.5 Milliarden Euro in einer Zeit, in der Deutschland mit ĂĽber 2000 Milliarden Euro verschuldet ist und weiter neue Schulden macht...

Es gibt eine Lobby die es liebt dem Staat eine überteuerte Infrastruktur auf´s Auge zu drücken.

Einer der reichen S21-Lobbyisten kommt aus SĂĽdbaden
Er ist der Tunnelbohrer und Parteispender Herrenknecht
Er baut tolle, manchmal sehr nĂĽtzliche Maschinen:
Vorne machen sie Löcher / hinten scheißen sie Beton

Es ist der einzige Unternehmer der eine Erdkugel aus schweizer Käse auf dem Schreibtisch stehen hat...

Bei der Planung der Rheintalbahn hatte er eine Idee
Für einen Tunnelbohrer ist die Rheinebene eine blöde Gegend
Es gibt einfach zu viel Ebene und zu wenig Berge
Aber Herr Herrenknecht hatte eine tolle neue Trassenidee
Nicht links oder rechts von Kaiserstuhl sondern mitten durch den Kaiserstuhl wollte er einen teuren Tunnel bauen

Wenn wir nur auf solche Lobbyisten hören können wir uns in Zukunft das Bahnfahren nicht mehr leisten

Wir brauchen gute, menschenfreundliche, kostengünstige zukunftsfähige Lösungen

Darum waren wir in Südbaden gegen den unnötigen Kaiserstuhltunnel

Darum sind wir in Stuttgart dafĂĽr, den Kopfbahnhof zu erhalten

Staat und Bahn müssen in Zeiten knappen Geldes Prioritäten setzen

Und Priorität hat für uns die vernachlässigte Nord-Südtrasse am Oberrhein
Hier rollen immer mehr Personen- und laut ratternde GĂĽterzĂĽge
Hier brauchen wir gute Trassen und Lärmschutz.

Wir brauchen im ganzen Land Personal hinter den Bahnschaltern und Schaffner und gut gewartete pĂĽnktliche, leise ZĂĽge

Stuttgart 21 ist Schaden für Baden & Schwaben und für´s ganze Land

Was ist eigentlich mit der SPD los?
In Berlin koaliert sie wegen einer Autobahn lieber mit der CDU
In MĂĽnchen ist sie fĂĽr die neue Startbahn
Da geht es nicht um Zukunft, sondern um einen rückwärtsgewandten Fortschrittsglauben a`la FDP und CDU

In einer Zeit endlicher Energie- und Rohstoffreserven
schreiben wir mit neuen Autobahnen und Startbahnen unser zerstörerisches Raubbaumodell einfach fort.

Mehr Bescheidenheit wäre ein Beitrag zu globaler Gerechtigkeit

Und in Stuttgart?
Warum ist der laute Teil der SPD auf Seiten der Habgierigen?
Es schmerzt mich, beim Konflikt um Stuttgart 21 Teile der SPD gemeinsam mit CDU, FDP, mit Stihl und Daimler „auf der anderen Seite der Barrikade“ zu sehen.

Warum sind die S21 kritischen sĂĽdbadischen Genossen so ausgewogen still?

NABU, VCD, attac, der DGB, PRO BAHN, die Naturfreunde und viele Andere ziehen gemeinsam mit dem BUND an einem Strang um das unökologische „CDU-FDP-Immobilienprojekt“ zu verhindern.

Und Herr Altbürgermeister Böhme?
AltbĂĽrgermeisterreden fangen an mit:
Höher, schneller, weiter, teurer, mehr, mehr haben, größer, Wachstum,

Und Freiburg heute?
Mehr als die Hälfte der Freiburger Brücken, Mauern und Tunnel sind so marode, dass sie dringend saniert werden müssen. Doch dafür fehlt das Geld. Um den weiteren Verfall zu verhindern, müssten jährlich sechs Millionen Euro investiert werden. Bislang sind pro Jahr jedoch nur 1,3 Millionen vorgesehen.

Wir hätten auch zu OB-Böhmes Zeiten mehr ökologisch kluge nachhaltige Bescheidenheit gebraucht

Der notwendige Abriss der wenige Jahrzehnte jungen Unibibliothek
ist ein Beispiel für nicht nachhaltiges, verschwenderisches öffentliches Bauen.

Wenn Stadt, Staat und Bahn kein Geld sondern einen Schuldenberg haben, dann muss erst einmal die vorhandene Infrastruktur unterhalten werden und nicht Unnötiges neu gebaut.

Das gilt fĂĽr Freiburg, das gilt fĂĽr Stuttgart, das gilt fast ĂĽberall

Krise ist wenn Menschen, Stadt, Staat und Bahn mit Geld, das sie nicht haben Dinge kaufen und bauen, die nicht unbedingt gebraucht werden.

Jetzt kommt die Volksabstimmung
Ich sehe ein undemokratisches Quorum, das fast nicht zu erreichen ist.
Ich sehe ein undemokratisches Quorum, das die Angst vor unserer Entscheidung spiegelt

Jetzt kommt die Volksabstimmung
Ich sehe, dass die BefĂĽrworter des Projekts ĂĽber Werbe-Millionen verfĂĽgen und erfolgreich mit Neid- und Habgierargumenten werben.

Die SpieĂźe im Abstimmungskampf sind ungleich lang, aber das ist fĂĽr die Medien leider kein Thema

Wäre die direkte Demokratie ein Vogel, dann könnte er sich nur hüpfend vorwärts bewegen, denn er hat Geld in den Flügeln

Wir stimmen mit Ja!

Wir GegnerInnen von Stuttgart 21 sind in erster Linie JA-Sager!

Aus unserem NEIN zum überteuerten, risikobehafteten Protzprojekt erwächst ein lautes deutliches JA:

- Ein JA zu einem kostengünstigen, modernen, zukunftsfähigen oberirdischen Kopfbahnhof in Stuttgart

- Ein JA zu einer zukunftsfähigen Bahn, zu schnellen und pünktlichen, gut vernetzten Bahnverbindungen in ganz Baden-Württemberg

- Ein Ja zu Lärmschutz an den Strecken und am rollenden Material und zu kurzen Umstiegszeiten in den Bahnhöfen

- Ein JA zu menschenfreundlichen, umweltfreundlichen und nachhaltigen Problemlösungen

- Ein Ja zu einer Bahn die den Güterverkehr auf der Schiene stärkt

- Ein JA zu einer Bahn die Menschen nutzt und dient und nicht nur Aktionäre und Spekulanten bedient"

Stuttgart 21: Informationen zum teuren Protzprojekt:
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5 Jahre Samstags-Forum Regio Freiburg
... für die ökologische Energiewende und Klimaschutz

Auf fünf erfolgreiche Jahre mit inzwischen über 100 Veranstaltungstagen, 165 Vorträgen und 68 Führungen für die Bürgerschaft der Stadt und Region Freiburg sowie für Vereine, Studierende und fachlich Interessierte blickt jetzt das Samstags-Forum Regio Freiburg zurück. Hauptthemen dieser alternativen und populärwissenschaftlichen „Samstags-Hochschule“ sind erneuerbare Energien, Energie­einsparung, intelligente Energienutzung und sinnvolles ökologisches, ökonomisches und soziales Verhalten hierbei sowie Projektideen für Haus, Kommune, Umland oder Universität. Führende Fachleute und Pioniere der Region oder auch von außerhalb berichten in der Universität Freiburg. Vor Ort erläutern anschließend Projektpioniere und aktive MitbürgerInnen herausragende Vorbildobjekte.

Der gemeinnützige Freiburger Verein ECOtrinova e.V., vormals Arbeitsgemeinschaft Freiburger Umwelt­institute, startete das Gemeinschaftsprojekt Anfang November 2006 zusammen mit Studierenden vom u-asta an der Universität, unterstützt vom Klimabündnis Freiburg, dem Agenda 21 Büro der Stadt, der Energieagentur Regio Freiburg, dem Institut für Forstökonomie und Freiburger Umweltvereinen. Inzwischen sind zahlreiche weitere Partner wie das Zentrum für Erneuerbare Energien ZEE an der Universität und bei der aktuellen Serie im Herbst 2011 u.a. der Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee und der Deutsche Frauenring Freiburg beteiligt.

Die Umweltbürgermeisterin der Stadt Freiburg im Breisgau, Gerda Stuchlik, Schirmherrin seit Beginn, betonte anlässlich des Jubiläums beim Passivhaus-Tag des Forums am Samstag 12. November: „Das unermüdliche Engagement des Vereins ECOtrinova über die letzten fünf Jahre zeigt, wie sich das Samstags-Forum Regio Freiburg zu einer wichtigen energiepolitischen Veranstaltung für die ökologische Energiewende und den Klimaschutz entwickelte, die nicht nur Fachleute, sondern auch viele Bürgerinnen und Bürger interessiert.“

„Wir freuen uns, dass das Samstags-Forum bisher rund 19.000 Teilnahmestunden bzw. 11.000 TeilnehmerInnen erreichte und einige Wirkung erzielte“, so der Energie-Ökologe und Physiker Dr. Georg Löser, Initiator, Leiter und Organisator des Forums. Bei www.ecotrinova.de im Internet sind unter Samstags-Forum rund 160 Vortrags-Dateien sowie Kurzberichte und Dokumente mit Fotos und Links zum Selbststudium für alle Interessierten eingestellt. Löser hält es für notwendig, das Samstags-Forum fortzusetzen, bis in Freiburg, Region und anderswo die ökologische Energiewende weg von Atomenergie und fossilen Energien vollendet ist und hofft, dafür mit dem Forum noch viel mehr Mitmenschen und mehr Aktivitäten der Schulen, Vereine und Hochschulen zu erreichen. „Ganz aktuell lag die Ethikkommission der Bundesregierung nach der Atomkatastrophe von Fukushima voll auf unserer Linie,“ so Löser ,“indem sie auch lokale, regionale Energieforen, Energiebildung für alle und die Umsetzung der Energiewende hauptsächlich schon binnen rund 10 Jahren forderte“. Löser weiter: „Die jetzige Erwachsenengeneration einschließlich Studierende ist voll gefordert aktiv zu werden. Es reicht nicht zu warten, bis die nächste Generation von Kind auf herangewachsen umsteuert. Sonst kommen Atomausstieg, Energiesparen und erneuerbare Energien, Klimaschutz und der Ersatz fossiler Energieträger viel zu spät voran.“

Mitgründerin Diana Sträuber, damals vom u-asta, jetzt Diplomforstwirtin, ist über das Erreichte stolz: „Es gelang uns, auch zur formellen und freiwilligen Ausbildung an der Universität beizutragen und viele Studien zu inspirieren.“ Aus der Forstökonomie und Geographie nahmen über 60 Studierende regelmäßig teil für Leistungsscheine. Vertiefungs- und Abschlußarbeiten folgten samt Klimaschutzseminar, außerdem Klimaschutzaktivitäten des u-asta. Laut Sträuber und Löser informierten sich auch Studierende der Umwelt- und Geowissenschaften, der Physik, Chemie, Biologie und Politologie sowie rund 150 Teilnehmer internationaler Masterkurse meist mehrfach. Das Samstags-Forum und seine Referenten fanden Eingang in die Lehre und Exkursionswochen des internationalen Masterstudiengangs Renewable Energy Management des ZEE.

Viele Exkursionsstationen des Samstags-Forums wurden in die „Zwei Sonnen-Energie-Wege im Eurodistrikt Region Freiburg/Elsass“ aufgenommen, ein zweisprachiges Gemeinschaftsprojekt von ECOtrinova. Besondere Denkanstöße oder Folgeaktionen erreichten die großen Podiums-Diskussionen zu „Nachhaltiger und Solar-Uni Freiburg“, zu Klimaschutzstandards für Neubaugebiete sowie zu Elektro-Mobilität, wiederholte Foren zur Idee „100 energiesparende solare Bioenergie-Dörfer in der Region“ und die „EnergieWendeTage“ für die Stadt und Region Ende Oktober 2011. Die aus dem Samstags-Forum heraus entwickelte Idee für „1000 Blockheizkraftwerke“ für Klimaschutz und Energiesparen in mehreren Freiburger Altbau-Stadtteilen wurde 2010 vom Freiburger Gemeinderat einstimmig als Grundlage für eine Kampagne übernommen. Veranstaltungen zum Stromsparen führten zu Aktionen des Agenda 21 Büros Freiburg mit Vereinen für Haushalte.

Finanziell unterstützt wird das i.d.R. ehrenamtliche Forum mit kleinen Förderbeiträgen des Agenda 21 Büros Freiburg, der ECO-Stiftung, durch Spenden sowie durch gewonnene Preise: 2011 war es der 1. Preis Umweltschutz der Stadt Freiburg für Vereine, 2009 der 2. Platz zu Umwelt und nachhaltige Entwicklung bei „Echt Gut! Ehrenamt in Baden-Württemberg“, 2008 der 1. Preis CO2-Sparer Stadt Freiburg, 2007 ein Aesculap-Umweltpreis und 2006 ein CO2NTRA-Förderpreis.

Das aktuelle Programm der Serie 13, die bis zum 3. Dezember zu Passivhäusern, Stromsparen, strom­erzeugenden Heizungen und ökologischen Baustoffen weiterläuft, ist auf der Startseite bei www.ecotrinova.de zu ersehen.
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Viele AlpenflĂĽsse in Ketten gelegt
© WWF
 
Viele AlpenflĂĽsse in Ketten gelegt
WWF-Zustandsbericht ĂĽber AlpenflĂĽsse: Gute Noten fĂĽr Sense, Ammer und Isar. Traisen und Mangfall schneiden schlecht ab.

Berlin/München - Der Zustand zahlreicher Alpenflüsse ist einer aktuellen WWF-Studie zufolge kritisch. Insgesamt sei nach dem Urteil der Umweltschützer die Hälfte aller untersuchten Flussabschnitte nur noch in einem „geringen“ bis „mittleren“ Maße ökologisch intakt. Am besten schnitt laut Studie die Sense in der Schweiz ab. Deren ökologischer Wert sei zu 95 Prozent „hoch“ oder „sehr hoch“. Ihr folgen Isar und Ammer. In einem schlechteren Zustand seien dagegen Thur, Iller und Mangfall. Am negativsten wurde die Traisen bewertet, bei der 93 Prozent unter die Kategorien „mittel“ und „gering“ fallen. Untersucht wurden für die WWF-Studie 15 nordalpine Wildflüsse in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

„Viele Wildflüsse der Alpen wurden in Ketten gelegt. Sie sind aufgestaut, eingedämmt, kanalisiert oder begradigt, ihrer natürlichen Dynamik und ihrer Auen beraubt“, sagt Claire Tranter, zuständige Referentin beim WWF Deutschland. Der WWF fordert daher die Erhaltung ökologisch wertvoller und (wo möglich) die Wiederherstellung von beeinträchtigter Flussabschnitte. Insgesamt belege die Studie nämlich die hohe Bedeutung naturnaher Wildflüsse, so Tranter. Häufiger fänden sich hier selten gewordene Lebensräume und gefährdete oder vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Besonders starke Beeinträchtigungen wurden an der Iller, im deutschen Teil des Lechs sowie an Mangfall und Traisen festgestellt. „Es gibt Flüsse, die zu reinen Staustufenketten wurden. Andere sind massiv durch Querbauwerke und Ausleitungen beeinträchtigt“, sagt Tranter. So gebe es Flussabschnitte, an denen die Gewässerdynamik wegen der zahlreichen Staustufen, starker Eintiefungen oder der unmittelbaren Uferbebauung nicht mehr wiederhergestellt werden könne. Hier müsse der Verlust der letzten Auenreste über technische Hilfsmittel und gezielte Pflege- und Gestaltungsmaßnahmen verhindert werden. An manchen Stellen sollten die Flussläufe aufgeweitet und auetypische Biotope wie Altwässer oder Flutrinnen gezielt angelegt werden. Denn auch die heute noch verbauten oder auf sonstige Weise beeinträchtigten Abschnitte verfügten über hohes Potenzial zur Wiederherstellung wertvoller Lebensräume, so der WWF.

Hintergrund:

Die Alpen zählen zu den wertvollsten Ökoregionen Europas. Ihre naturnahen Wildflüsse bilden Korridore und strukturieren die Vielfalt von Arten und Lebensräumen. Der WWF Deutschland hat im Jahr 2010 an der Ammer, einem noch weitgehend intakten nordalpinen Fließgewässer, ein Projekt zum Schutz und zur Förderung der Arten- und Lebensraumvielfalt gestartet. Als Teil dieses Projekts möchte der WWF Deutschland auch einen Überblick über den Zustand anderer nordalpiner Gewässer gewinnen.
 
 

 
Erfolge durch nachhaltiges Wirtschaften
Umweltminister Franz Untersteller: „Unternehmen sind nicht trotz, sondern wegen ihres Engagements für Nachhaltigkeit erfolgreich“

Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN) trifft sich in Stuttgart

Zur Begrüßung der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN) hat Umweltminister Franz Untersteller heute (9. November 2011) in Stuttgart darauf hingewiesen, dass Unternehmen nicht trotz, sondern wegen ihres Engagements für Nachhaltigkeit erfolgreich seien: “Gerade weil sie sich für Umweltschutz und Energiesparen, soziale Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern und nachhaltige Produkte einsetzen, sind diese Unternehmen so erfolgreich.“ Die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit zeige auf, wie wirtschaftlicher Erfolg langfristig gesichert werden könne. Der Austausch von Ideen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik motiviere Unternehmen zu nachhaltigem Wirtschaften. Die hierdurch erzielten Erfolge kämen sowohl den einzelnen Unternehmen als auch unserer Gesellschaft insgesamt zugute.

Die in der Wirtschaftsinitiative engagierten Unternehmen seien Vorreiter in ihren Branchen. Die WIN biete diesen Vorzeigeunternehmen eine landesweite Plattform, um sich über Zukunftsthemen auszutauschen. „Von der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit können auch Impulse für eine neue nachhaltige Wirtschaftspolitik ausgehen“, zeigte sich Untersteller überzeugt. Dies könne den Produktionsstandort Baden-Württemberg noch attraktiver und die Unternehmen des Landes noch konkurrenzfähiger machen.
 
 

 
Wälder der Welt
Die Regenwälder Malaysias und Indonesiens
als bedrohte Paradiese / Infotag mit zwei Vorträgen und
Kulturprogramm am Sonntag, 13. November, im Waldhaus Freiburg

Das Internationale Jahr der Wälder 2011 neigt sich dem Ende zu.
Einige Wälder sind aber mehr denn je bedrohte Paradiese. Um das
öffentliche Bewusstsein auch darauf zu lenken, veranstaltet das
Waldhaus Freiburg (Wonnhalde 6) in seiner Reihe „Wälder der Welt“
am Sonntag, 13. November, von 14 bis 18 Uhr einen Infotag ĂĽber die
Regenwälder von Malaysia und Indonesien. Der Eintritt ist frei.

Malaysias und Indonesiens Wälder sind wirtschaftlich, sozial und
ökologisch von globaler Bedeutung. Angesichts des Klimawandels
rĂĽcken die Kohlenstoffspeicher in den Fokus des Interesses. Marcus
Lingenfelder von der Universität Freiburg spricht daher um 14 Uhr
über „Die tropischen Regenwälder Borneos: Überblick und spezielle
Zuwachsuntersuchungen". Der Vortrag von Susann Reiner vom
Regenwaldinstitut ist der „Bedrohung für die Regenwälder“ durch
Palmölgewinnung und Plantagenwirtschaft gewidmet (16 Uhr).

Die Vorträge werden umrahmt von einem Familienprogramm mit
Musik, Tanz und Kulinarischem aus Indonesien. Die Weltläden
Freiburg, das Eine-Welt-Forum und die Indonesische Gruppe
Freiburg sind mit Infoständen vertreten. Mehr zum Programm des
Waldhauses steht auf seiner Homepage www.waldhaus-freiburg.de.
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Ă–KO-TEST Spezial - Umwelt & Energie
 
Ă–KO-TEST Spezial - Umwelt & Energie
Das aktuelle ÖKO-TEST Spezial – Umwelt & Energie ist seit dem 5. November 2011 im Handel zum Preis von 5,00 Euro erhältlich.

Ist die Welt noch zu retten? Die Menschheit missbraucht die Meere als Müllkippe für Plastikmüll und fischt sie leer, bläst jedes Jahr mehr vom Klimagas CO2 in die Atmosphäre und holzt jedes Jahr Wälder von der doppelten Größe Bayerns ab. Es braucht also gewaltige Anstrengungen, um die Welt noch zu retten. Doch Pläne dafür gibt es. Das neue ÖKO-TEST Spezial – Umwelt & Energie analysiert die Situation und zeigt Lösungsansätze auf. Erfahren Sie, mit welchen Modellen Regierungen und Initiativen die Aufgaben angehen möchten und wie groß die Erfolgschancen sind.

Aus dem Inhalt

• Die Zeichen stehen auf Sturm: Tornados, Sturzregen, Überschwemmungen und Hitzewellen – der Klimawandel führt immer häufiger zu extremen Wetterereignissen. Weltweit nimmt die Zahl derartiger Naturkatastrophen zu. Und auch Deutschland muss sich auf mehr und schwerere Unwetter einstellen.

• Brücke oder Krücke? Deutschland hat eine neue Endlagerdebatte. Es geht um das Treibhausgas CO2, das für Tausende von Jahren im Untergrund verbuddelt werden soll. Die Bevölkerung wehrt sich, und die Bundesländer haben einen Gesetzentwurf erst mal abgelehnt. Doch die Regierung setzt weiter auf die neue Technik, obwohl Experten vor unkalkulierbaren Gefahren warnen.

• Die Welt muss zu Atem kommen: Mit jedem Atemzug saugen wir einen Chemiecocktail ein. Der macht krank und verkürzt das Leben der Deutschen im Schnitt um fast ein Jahr. Härter sind die Menschen in der Dritten Welt betroffen. Luftpartikel beeinflussen aber nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Klima. Wo die Schadstoffe herkommen, was sie bewirken und wie sie sich reduzieren lassen.

• Der Feind der Meere ist der Mensch: Wir vergiften die Ozeane mit Abwässern, Müll, Chemikalien und Rohstoffabbau. Das ließe sich ändern. Kaum zu reparieren ist dagegen, was wir mit dem Einsatz fossiler Brennstoffe anrichten. Denn Kohlendioxid führt direkt zu chemischen Veränderungen im Meerwasser, zudem werden die Ozeane im Zuge des Klimawandels wärmer. Eine Bestandsaufnahme.

• Silberstreif am Horizont? Noch immer werden Wälder rücksichtslos gerodet, um Holz zu gewinnen und Platz für die Landwirtschaft zu schaffen, insbesondere in den Tropen. Das beschleunigt den weltweiten Klimawandel – und macht die Menschheit auf Dauer atemlos. Doch es gibt Fortschritte bei der Rettung der Wälder und Hoffnung auf ihre Wiederbelebung.
 
 



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