oekoplus - Freiburg
Samstag, 21. Oktober 2017
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
GrĂŒne Woche: NABU fordert mehr Engagement der Landwirte fĂŒr Mensch und Natur
Ökologische VorrangflĂ€chen besser nutzen fĂŒr gesunde Lebensmittel und Artenvielfalt

Berlin – Zum Start der „Internationalen GrĂŒnen Woche“ fordert der NABU mehr Engagement der Landwirte. „Obwohl sie ihr Einkommen zum großen Teil aus europĂ€ischen Agrarsubventionen beziehen, werden viele Landwirte ihrer Verantwortung fĂŒr den Erhalt von artenreichen Landschaften, gesunden Böden und sauberen GewĂ€sser nicht gerecht“, kritisiert NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. „Wir brauchen mehr Landwirte in Deutschland, die bereit sind, sich aktiv fĂŒr die Natur und unsere Landschaften einzusetzen.“

TatsĂ€chlich werden die deutschen Landschaften immer gleichförmiger und gesichtsloser, die Böden und GewĂ€sser sind mit DĂŒngemitteln und PestizidrĂŒckstĂ€nden hoch belastet und ehemals hĂ€ufige Tiere und Pflanzen der Agrarlandschaft sind inzwischen stark gefĂ€hrdet, kritisiert der NABU. „Um dieser fatalen Entwicklung entgegenzusteuern fordern wir die Einrichtung von ökologischen VorrangflĂ€chen auf 10 Prozent der landwirtschaftlichen Acker- und DauerkulturflĂ€chen“, erklĂ€rt Miller. Zugleich kritisiert der NABU die destruktive Haltung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner zu den ReformvorschlĂ€gen der EU-Kommission, die fĂŒr das sogenannte ‚Greening‘ der kĂŒnftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) immerhin mindestens 7 Prozent ökologische VorrangflĂ€chen fordert. „Diese Maßnahme wĂŒrde sichtbare Effekte bringen und ist EU-weit anwendbar. So ist es völlig unverstĂ€ndlich, warum ausgerechnet Deutschland diese Reform torpediert“, kritisiert Miller.

„Die Behauptung der Agrarwirtschaft, das fĂŒhre zu einer ‚willkĂŒrlichen FlĂ€chenverknappung‘ und verkenne die ‚Herausforderungen der WelternĂ€hrung‘, ist schlicht falsch. Vielmehr leisten die VorrangflĂ€chen einen zentralen Beitrag fĂŒr die nachhaltige Sicherung der Produktionsgrundlagen durch den Schutz von Wasser, Boden und Klima – und damit auch fĂŒr das kĂŒnftige Einkommen der Landwirtschaft “, erklĂ€rt Miller. So beweisen Studien beispielsweise die immense Bedeutung von ökologischen Strukturen fĂŒr die BestĂ€ubung von landwirtschaftlichen Kulturen, ergĂ€nzt NABU-Agrarexperte Matthias Strobl. „Mit den VorrangflĂ€chen kann eine ökologische Infrastruktur in der Agrarlandschaft aufgebaut werden.“ Nur durch den Erhalt artenreicher FlĂ€chen könnten die Ökosysteme wichtige ‚Dienstleistungen‘ erbringen etwa fĂŒr die BlĂŒtenbestĂ€ubung, oder auch fĂŒr den Schutz von GewĂ€ssern durch Saum- und Pufferstreifen und die Bestandssicherung fĂŒr rapide abnehmende Arten der Feldflur. Deshalb solle die EU-Kommission den Mindestumfang der ökologisch wertvollen VorrangflĂ€chen dringend von 7 auf 10 Prozent erhöhen, fordert der NABU.

Um optimale Effekte fĂŒr Natur und Umwelt zu erzielen, sollten die VorrangflĂ€chen vor allem entlang von GewĂ€sser-, Hecken- und WaldrĂ€ndern sowie auf sensiblen Standorten angelegt werden. Das Angebot einer Naturschutzberatung fĂŒr einzelne Betriebe könne die Umsetzung von VorrangflĂ€chen konfliktfreier gestalten. Um die Landwirte zu motivieren sollten zusĂ€tzlich Agrarumweltprogramme fĂŒr Managementmaßnahmen angeboten werden, etwa auch als ErfolgsprĂ€mie, regt NABU-Experte Strobl an.
 
 

Anti-Atom-Bewegung in „Dreyeckland“ ermutigt Japaner
Informationsstand beim Kongress in Yokohama
 
Anti-Atom-Bewegung in „Dreyeckland“ ermutigt Japaner
Nach dem großen Erdbeben und dem Tsunami an NordostkĂŒste Japans und dem SuperGAU in Fukushima sind schon 10 Monaten vorbei. Japaner arbeiten mit aller Kraft an den Wiederaufbau des Landes. Aber die havarierten Reaktoren sind noch nicht unter Kontrolle und zahllose Menschen einschließlich der kleinen Kinder leiden unter radioaktiver Verseuchung. Am 14. und 15. Januar 2012 fand die „Weltkonferenz fĂŒr eine atomfreie Welt“ in Yokohama, Hafenstadt 30 km sĂŒdlich von Tokio statt.
Auf der Tagung zeigten viele BĂŒrgerinitiativen aus Japan sowie der ganzen Welt ihre starken Forderungen fĂŒr den sofortigen Atomausstieg und eine Energiewende durch verschiedene Projekte. Eine japanische Gruppe „Öko-FreiWillig“ aus Freiburg informierte mit den „Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen“ und dem „Japanischen GrĂŒnen Bund“ zusammen ĂŒber die BĂŒrgerbewegungen im „Dreyeckland“, besonders ĂŒber die Proteste gegen das geplante AKW in Wyhl und ĂŒber die Schönauer Stromrebellen, die zu dem Atomausstieg in Deutschland großartig beitrugen. Masashi Oikawa, welcher an der UniversitĂ€t Freiburg Forstwissenschaft studierte und einen Dokumentarfilm ĂŒber die EWS „Das Schönauer GefĂŒhl“ ins Japanische ĂŒbersetzte, sagte: „Wir möchten die Japanern damit ermutigen, dass sie als BĂŒrger aktiv werden. Die BĂŒrger in Japan mĂŒssen sich fĂŒr ihre kĂŒnftige Gesellschaft selbst engagieren.“ Die MĂŒhe des kleinen Vorbereitungsteams lohnte sich in Yokohama:
Eine Besucherin, Frau Yamazaki (35 Jahre) war begeistert ĂŒber die FilmfĂŒhrung:
„Das war sehr eindrĂŒckvoll. Ich hĂ€tte nie gedacht, dass BĂŒrger selber ein ElektrizitĂ€tswerk
grĂŒnden können“.
Zur zweitĂ€gigen Konferenz kamen insgesamt ĂŒber 11.500 Besucher, mehr als die Veranstalter erwarteten. Am Ende wurde die „Yokohama Initiative fĂŒr eine atomfreie Welt“ angenommen.

Zum Bild: Informationsstand beim Kongress in Yokohama. In der Bildmitte Nobuko Taguchi und Masashi Oikawa.
 
 

Regionenpartnerschaft „Königlich urlauben – Kaiserlich genießen“
Fahnen der Internationalen GrĂŒnen Woche Berlin 2012 / Foto: IGW
 
Regionenpartnerschaft „Königlich urlauben – Kaiserlich genießen“
am 20. Januar 2012 auf der Internationalen GrĂŒnen Woche in Berlin

Ziel dieser Nord-SĂŒd Kooperation zwischen zwei Regionen mit eindrucksvollen Naturlandschaften ist es, GĂ€ste und Verbraucher anzusprechen, und diese fĂŒr Natur und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Auch die VorzĂŒge der beiden Regionen und ihre besonderen Produkte sollen in den Vordergrund gestellt werden. Der Kaiserstuhl und RĂŒgen verfĂŒgen bereits jetzt ĂŒber die qualitativ hochwertigen und kontrollierten Regionalmarken „Kaiserlich genießen“ und „Echt RĂŒgen Produkt“ sowie ĂŒber eine Produktpalette, welche sich am jeweiligen heimischen Markt etabliert hat und weiterhin ausgebaut wird. Im Fokus der Kooperation stehen dabei Produkte, welche schon jetzt bundesweit nachgefragt sind und damit die Landschaft und ihren Geschmack versinnbildlichen: KaiserstĂŒhler Wein und RĂŒgener Fisch.

Am RĂŒgenstand in der Mecklenburg-Vorpommern Halle (5.2 b, Stand Nr. 236) prĂ€sentieren sich an diesem Tag KaiserstĂŒhler Winzer sowie Produzenten der Insel RĂŒgen gemeinsam und bieten eine attraktive Vielfalt dessen an, was beide „royale“ Partner fĂŒr ihre Bewohner und ihre GĂ€ste bereithalten. Hier können die Besucher den ersten „Kaiserlich genießen“ – Wein, einen Apfel-Trauben-Sanddorn-Saft und RĂŒgener Fisch sowie RĂŒgener Sanddorn-Produkte genießen.

Auf der ShowbĂŒhne in Halle 5.2b werden die Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Herr Dr. Till Backhaus und Baden-WĂŒrttemberg, Herr Alexander Bonde gegen 13:00h den offiziellen Startschuss fĂŒr die Regionen-Partnerschaft geben.
Mehr
 

 
Veranstaltungstipp: Cultural Creatives – der Film
Peer Krikowski von Taori-Natur erleben und Jörg Volkmann von Elephant Beans RöstereicafĂ© laden ein sich von „Kulturkreativen“ in aller Welt filmisch inspirieren zu lassen.

Freiburg besitzt einen traditionell guten NĂ€hrboden fĂŒr „Kulturkreative“ – viele von ihnen wissen vielleicht nicht voneinander – und können deshalb nicht kommunizieren oder kooperieren.
Wer sind „Kulturkreative“? Du und ich – Menschen, die Werte und Lebensstil neu definieren und nachhaltig von unten verĂ€ndern wollen: Wir gestalten (Lebens-)RĂ€ume, Zeit und Freizeit neu, konsumieren bewusster, grĂŒnden Sozialunternehmen, AlternativwĂ€hrungen oder Ökodörfer, erzeugen ökologisch und vernetzen uns regional und international.

Der Film zu den Kulturkreativen http://culturalcreatives.cc lĂ€sst viele Akteure der kulturell kreativen Szene zu Wort kommen, u.a. Paul Ray, der das PhĂ€nomen der kulturkreativen Menschen erforscht, Rob Hopkin, einer der BegrĂŒnder der Transition Town Bewegung (die inzwischen auch in Freiburg immer mehr MitstreiterInnen hat) Erwin Laszlo, ein Sprecher der GLS Bank ... und viele andere spannende Menschen. Der Film ist auch ein PlĂ€doyer fĂŒr SelbstermĂ€chtigung und mehr Kooperation.

Er ist auf Englisch mit deutschen Untertiteln und dauert circa 80 min.

Wer möchte, kann im Anschluss an den Film die Gelegenheit nutzen um Kommunikation und Kooperation mit anderen Kulturkreativen zu zu stĂ€rken – Motto „48° Cultural Creatives!“

Wir freuen uns, euch zu sehen und bitten um Anmeldung (wg. begrenzter Platzzahl) bis 17. Januar unter info@elephantbeans.de

Donnerstag 19.1.2012, 19.30
Tibet Kailash Haus - Wallstraße 8 - 79098 Freiburg

Eintritt frei – wir bitten um Spenden zur Finanzierung der Raumkosten
 
 

Deutlich weniger Amseln bei bundesweiter WintervogelzÀhlung von NABU und LBV
Amsel / Foto: Frank Derer, nabu
 
Deutlich weniger Amseln bei bundesweiter WintervogelzÀhlung von NABU und LBV
Meldungen zur „Stunde der Wintervögel“ sind noch bis 16. Januar möglich

Berlin – Der NABU hat eine Zwischenbilanz der „Stunde der Wintervögel“ gezogen. Nach Auswertung von bislang 25.000 Einsendungen mit mehr als einer Million Vogelbeobachtungen zeichnen sich erste Trends unter den Vogelarten ab, die im Mittelpunkt der bundesweiten Mitmach-Aktion vom vergangenen Wochenende stehen. „Vielerorts fehlen die typischen WintergĂ€ste aus dem Norden, wie Bergfinken oder Erlenzeisige“, sagte Markus Nipkow, Vogelexperte des NABU am Mittwoch in Berlin. Die ErklĂ€rung dafĂŒr liege im bisher sehr milden Verlauf des Winters. Dieser locke zudem weniger Vögel an WinterfĂŒtterungen, wo vielfach gezĂ€hlt wurde.

Besonders auffallend sei jedoch, dass auch Amseln um etwa ein Drittel weniger registriert wurden als noch vor einem Jahr. „Die stĂ€rksten RĂŒckgĂ€nge gibt es im DreilĂ€ndereck zwischen Baden-WĂŒrttemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen und damit genau dort, wo im letzten Sommer eine Viruskrankheit zu einem Amselsterben gefĂŒhrt hatte“, erlĂ€uterte Nipkow die Zahlen und eine interaktive Karte, die auf den Internetseiten des NABU zu finden ist. Die WintervogelzĂ€hlung macht nun deutlich, wo und in welchem Ausmaß die Amselpopulation davon betroffen war und ist. Das in Deutschland bisher unbekannte Usutu-Virus wird in der warmen Jahreszeit von StechmĂŒcken ĂŒbertragen. Weshalb beinahe ausschließlich Amseln daran starben, ist bis heute unbekannt.

Schon im vorigen Winter war die erste bundesweite „Stunde der Wintervögel“ mit mehr als 56.000 Einsendungen und rund 2,6 Millionen gemeldeten Vögeln ein großer Erfolg. Nun waren Naturfreunde erneut aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel am FutterhĂ€uschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zĂ€hlen. Beobachtungen können noch bis zum 16. Januar online oder per Post gemeldet werden. Die vollstĂ€ndigen Ergebnisse sind Ende Januar zu erwarten.
Mehr
 

Online-Portal wandertouren-magazin.de
 
Online-Portal wandertouren-magazin.de
Tipps und Infos zu Wanderrouten und Wanderzielen

Wandern in Deutschland, Europa und der Welt – wandertouren-magazin.de geht als neues Onlinemagazin fĂŒr Wanderer an den Start. Neben anspruchsvollen Steigen finden Wanderer hier auch ausfĂŒhrlich beschriebene Wanderrouten fĂŒr jeden Bedarf – von leicht und mittelschwer bis familientauglich.

Reichhaltig bebilderte Wanderartikel liefern praktische Informationen ĂŒber aktuelle Wanderziele, Themenrouten und Veranstaltungen rund um den Outdoor-Sport. In der Rubrik „Ratgeber“ findet man aktuelle Wandertrends. Damit die Touren gut geplant werden können, bietet wandertouren-magazin.de auch eine Auswahl an passenden UnterkĂŒnften am Wegesrand.

Die Navigationsleiste fĂŒhrt direkt und ĂŒbersichtlich zu den einzelnen Wanderregionen in Deutschland, Europa und weltweit sowie zu den Rubriken „Ratgeber“ und „UnterkĂŒnfte“. Praktische Wandertipps geben dem Leser zu jeder Tour einen GesamtĂŒberblick mit nĂŒtzlichen Informationen zu Vorbereitung und DurchfĂŒhrung.
Mehr
 

DEMO
 
DEMO "WIR HABEN ES SATT!" AM 21.1.2012 IN BERLIN
Antibiotika im HĂ€hnchenfleisch, Dioxine im Tierfutter - das ruft nach einer Agrarwende. Doch Landwirtschaftsministerin Aigner torpediert sie. Am Samstag (21.1.) gehen wir daher in Berlin auf die Straße ...

"Solange Frau Aigner - eine der schwĂ€chsten Minister/innen im Bundeskabinett - rein formal die Verbraucher schĂŒtzen soll, ist leider so gut wie kein Schutz der Verbraucher durch diese Regierung zu erwarten. Frau Aigner scheint ihre TĂ€tigkeit in der Bundesregierung als willkommenes Praktikum fĂŒr ihre spĂ€tere Lobbyistenrolle fĂŒr die ErnĂ€hrungsindustrie aufzufassen, wo sie dann ein Vielfaches verdienen wird. Da ist der Vorbereitungsjob doch noch relativ komfortabel und vor allem nĂŒtzlich. Vielleicht ist jemand von Euch zur DemoZeit in Berlin oder kennt andere, die daran teilnehmen wollen/können." schreibt uns Albrecht Ziervogel.

In den kommenden Monaten werden die Weichen gestellt fĂŒr eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik bis 2020. Doch die Bundesregierung blockiert noch immer eine echte Reform. Daher gehen wir wieder auf die Straße.

Wir wollen Bauernhöfe statt Agrarindustrie!

FĂŒr eine bĂ€uerlich-nachhaltige Landwirtschaft und Respekt vor den Tieren! FĂŒr das Menschenrecht auf Nahrung! Kommen Sie am Samstag. den 21. Januar nach Berlin. Demonstrieren Sie mit!
Mehr
 

 
Photovoltaik erreicht 2012 Grid-Parity
Deckelung wĂ€re Gift fĂŒr die Energiewende

Freiburg, 11.01.2012: Die Energiewende auf Deutschlands DĂ€chern schreitet fleißig voran. Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 7,5 Gigawatt wurden im Jahr 2011 neu installiert und entsprechen somit der Leistung eines Atomkraftwerks. Mit den fĂŒr Januar und Juli 2012 bereits beschlossenen VergĂŒtungsabsenkungen um insgesamt 27,75 Prozent zieht Sonnenstrom preislich mit den Verbraucherpreisen gleich und unterschreitet diese sogar. Die sogenannte Grid-Parity ist damit erreicht – selbst verbrauchter Solarstrom ist kĂŒnftig gĂŒnstiger als Strom vom Energieversorger. Ein weiterer Druck auf die Preise oder gar eine Deckelung des Zubaus wie von den Hardlinern in der Bundesregierung gefordert, wĂŒrden diesen erfolgreichen Prozess im Handumdrehen abwĂŒrgen – Gift fĂŒr die Energiewende!

Über die HĂ€lfte der neu installierten PV-Anlagen wurden zwischen Oktober und Dezember 2011 errichtet. Kurz vor knapp schossen im Dezember noch mal die Installationszahlen in die Höhe. Der Grund dafĂŒr ist ein Dreiklang aus stark gesunkenen Modulpreisen, der bereits beschlossenen VergĂŒtungsabsenkung von 15 Prozent ab dem 1. Januar 2012 und einer Verunsicherung der Hausbesitzer betreffs der weiteren Gestaltung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG). Zum ersten Juli 2012 sinkt die VergĂŒtung um weitere 15 Prozent, so dass Besitzer von Dachanlagen dann noch zwischen 18,68 und 20,77 Cent pro Kilowattstunde erhalten. Damit ist Solarstrom vom Dach gĂŒnstiger als der Preis, den Verbraucher fĂŒr Strom aus der Steckdose bezahlen. „Die erfreulichen Installationszahlen des letzten Jahres sollten nun kein Grund sein, wieder am EEG zu sĂ€gen und ĂŒber außerplanmĂ€ĂŸige VergĂŒtungsabsenkungen und Deckelungen zu spekulieren“, erklĂ€rt Nico Storz, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Freiburger Vereins fĂŒr Erneuerbare Energien, fesa e.V. „Investoren, Modulhersteller und Installateure brauchen VerlĂ€sslichkeit. Die Preise fĂŒr Solaranlagen werden auch in den kommenden Jahren sicherlich weiter sinken. Dies tun sie jedoch kontinuierlich und nicht sprunghaft. Genauso stetig sollte die VergĂŒtung sinken.“ Das EEG hat den deutschen Energiemarkt umgekrempelt, die Entwicklung einer zukunftsfĂ€higen Wirtschaftsbranche ermöglicht und international viel Beachtung gefunden – Deutschland ist Vorreiter in Sachen Energiewende. „Der erfolgreiche Ausbau der Solarenergie sollte uns anspornen, die Energiewende weiterhin ehrgeizig voranzubringen“, so Nico Storz. „Wenn wir jetzt auf die Bremse treten, können wir unsere Klimaschutzziele nicht erreichen. Im Energiemix der Zukunft wird die Photovoltaik eine wichtige Rolle spielen.“


Der fesa e.V.
Der fesa e.V. ist ein gemeinnĂŒtziger Verein, der sich seit 1993 erfolgreich fĂŒr den Ausbau der Erneuerbaren Energien und fĂŒr die Energiewende in der Region Freiburg engagiert. Mit unserer Arbeit sensibilisieren wir die Menschen fĂŒr Erneuerbare Energien und Energie­effizienz, schlagen mit innovativen Projekten neue Wege ein und schaffen ĂŒber unser Netzwerk wichtige Kontakte zu Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und VerbĂ€nden.
Über unsere Zeitschrift "SolarRegion", Veranstaltungen und Newsletter informieren wir aktuell ĂŒber Themen aus den Bereichen Wind-, Solar- und Bioenergie, Geothermie sowie Energieeffizienz.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 


Copyright 2010 - 2017 Benjamin Jäger