oekoplus - Freiburg
Samstag, 21. Oktober 2017
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
NABU warnt vor AbwĂŒrgen der Photovoltaik und Blockade der Energiewende
Tschimpke: Solar-Ausbau stabilisieren und Ausnahmen fĂŒr Wirtschaft prĂŒfen

Berlin – Der NABU kritisiert den Streit der schwarz-gelben Koalition ĂŒber einen Systemwechsel bei der Förderung der erneuerbaren Energien und eine drastische Drosselung des Ausbaus von Photovoltaik-Anlagen in Deutschland. „Wer ein halbes Jahr nach den BeschlĂŒssen zum Atomausstieg das Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen will, blockiert die Umsetzung der Energiewende“, warnt NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Der Umbau der Stromversorgung brauche verlĂ€ssliche Rahmenbedingungen und eine große Vielfalt an Investoren – einschließlich der Kommunen, Energiegenossenschaften sowie der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger selbst. Das EEG biete nach wie vor die einzige Garantie, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland tatsĂ€chlich erfolgt und schrittweise die klimaschĂ€dlichen Kohlekraftwerke verdrĂ€ngt.

Neben der Windenergie an Land werde die Photovoltaik der wesentliche TrĂ€ger der Energiewende im Stromsektor sein, betont der NABU. „Mit drastischen KĂŒrzungen der Solarförderung wĂŒrgen wir den weiteren Ausbau ab, erreichen aber sicher keine wesentliche Entlastung fĂŒr die Verbraucher bei der EEG-Umlage“, kritisiert Tschimpke. „Wenn wir dagegen den Ausbau der Photovoltaik verstetigen, wird dies deutlich gĂŒnstiger sein als die Fortsetzung des umweltschĂ€dlichen Biogasbooms der letzten Jahre oder die riesigen Investitionen in die Offshore-Windenergie“. Die Zeiten des teuren Solarstroms sind mittlerweile vorbei, weil sich die EEG-VergĂŒtungen seit 2009 halbiert haben. KĂŒnftig sollten aus Sicht des NABU die KĂŒrzungen kontinuierlich erfolgen, die AuswĂŒchse bei FreiflĂ€chenanlagen und mögliche Mitnahmeeffekte beim Eigenverbrauch begrenzt werden. „Auch im Biomassebereich können weitere Einsparungen erzielt werden, wenn Maisanbau und Holzverbrennung keine zusĂ€tzliche Förderung mehr ĂŒber das EEG erhalten“, so Tschimpke.

Zudem mĂŒsse die Bundesregierung dafĂŒr sorgen, dass Kosten und Nutzen des Ausbaus der erneuerbaren Energien gerechter verteilt werden. Obwohl vor allem die Großverbraucher in der Industrie von der preissenkenden Wirkung von Wind- und Solarenergie an der Strombörse profitieren, hat die schwarz-gelbe Koalition in der Vergangenheit immer mehr Unternehmen von der EEG-Umlage befreit. FĂŒr die privaten Haushalte, die den Ausbau der erneuerbaren Energien nun fast vollstĂ€ndig alleine tragen mĂŒssen, ist die EEG-Umlage dadurch unnötig gestiegen, kritisiert der NABU. „Ohne die Ausnahmeregelungen fĂŒr die stromintensive Wirtschaft könnte die EEG-Umlage etwa einen Cent niedriger liegen. Zusammen mit der Befreiung von den Netzentgelten fĂŒr bestimmte Unternehmen ergibt das einseitige Kostenvorteile zu Lasten der privaten Verbraucher“, erklĂ€rt NABU-Energieexperte Carsten Wachholz.
 
 

Sonntagsbraten fĂŒr die MĂŒlltonne
© Bernd Lammel / WWF
 
Sonntagsbraten fĂŒr die MĂŒlltonne
Studie: Weggeworfene Nahrungsmittel und ein ungesunder Fleischkonsum verschwenden vier Millionen Hektar Land.

WWF-Expertin: „Als wĂŒrden wir die Ernte eines Ackers von der GrĂ¶ĂŸe Mecklenburg-Vorpommerns einfach wegwerfen.“

Berlin - Pro Person und Jahr landen in Deutschland rund 80 Kilogramm Nahrungsmittel auf dem MĂŒll. Eine aktuelle WWF-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bei Vermeidung dieser unnötigen Verluste weltweit eine FlĂ€che von ĂŒber 2,4 Mio. Hektar „gewonnen“ werden könnte. „Derzeit ist es so, als wĂŒrden wir Mecklenburg-Vorpommern in einen einzigen, riesigen Acker umwandeln und die eingefahrene Ernte einfach wegwerfen“, verdeutlicht Tanja DrĂ€ger de Teran, Referentin ErnĂ€hrung beim WWF Deutschland die Ergebnisse der Studie. Weitere 1,8 Millionen Hektar wĂŒrden nach WWF-Berechnungen frei, wenn jeder BundesbĂŒrger, wie von der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) empfohlen, maximal 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche essen wĂŒrde. Das entsprĂ€che einer FlĂ€che von der GrĂ¶ĂŸe Sachsens. Im Durchschnitt verzehrt jeder Deutsche jedoch fast doppelt so viel Fleisch wie von Gesundheitsexperten angeraten.

Insgesamt beansprucht Deutschland nach WWF-Angaben fĂŒr ErnĂ€hrung weltweit eine FlĂ€che von 18,8 Mio. Hektar jĂ€hrlich. Demzufolge machen der zu hohe Fleischkonsum und die Lebensmittel-Verschwendung mit zusammengerechnet ĂŒber vier Millionen Hektar rund 20 Prozent des deutschen FlĂ€chenbedarfs fĂŒr Nahrungsmittel aus. Vor allem in Argentinien, Brasilien und anderen LĂ€ndern SĂŒdamerikas gerieten durch das deutsche Konsumverhalten wertvolle Ökosysteme unter massiven Druck, so der WWF. „Die Generation unserer Großeltern hat auch weniger Fleisch gegessen und Nahrungsmittel nicht einfach auf den MĂŒll geworfen. Zu diesem Bewusstsein sollten wir zurĂŒckkehren - im Sinne unserer Gesundheit und des Umweltschutzes“, fordert DrĂ€ger de Teran.

Obwohl Fleisch nicht einmal zu einem FĂŒnftel zur WelternĂ€hrung beitrage, sei die Viehwirtschaft bereits heute der mit Abstand grĂ¶ĂŸte, globale Landnutzer. Derzeit wird rund ein Drittel der gesamten LandoberflĂ€che unseres Planeten als Weideland oder AckerflĂ€che zur Futtermittelproduktion, vor allem Soja, genutzt. „WĂŒrden sich die Deutschen gesĂŒnder ernĂ€hren und sorgsamer mit Lebensmittel umgehen, wĂ€ren wesentlich weniger Sojaimporte nötig - umgerechnet eine FlĂ€che von ungefĂ€hr 700.000 Hektar“, sagt DrĂ€ger de Teran. Dies entsprĂ€che in etwa dem jĂ€hrlichen Zuwachs an SojaanbauflĂ€chen in Brasilien.

Sich „gesund ernĂ€hren“ bedeute jedoch auch, von einem Lebensmittel weniger, von anderen Lebensmitteln durchaus mehr zu konsumieren. Dieses verĂ€nderte Essverhalten wurde nach WWF-Angaben in den Szenarien mit berĂŒcksichtigt. So wird beispielsweise eine um 800.000 Hektar grĂ¶ĂŸere AnbauflĂ€che fĂŒr die verstĂ€rkte Nachfrage nach Getreide benötigt. Zum Vergleich: Derzeit beansprucht Deutschland dem WWF zufolge 8,42 Millionen Hektar, nur um den Fleischkonsum seiner Bewohner zu sichern. Das entspricht einer FlĂ€che von der GrĂ¶ĂŸe Österreichs.
 
 

„Königsstuhl trifft Kaiserstuhl“ in Berlin
Vorstellung der Regionenpartnerschaft Königsstuhl trifft Kaiserstuhl
 
„Königsstuhl trifft Kaiserstuhl“ in Berlin
Start der bundesweit ersten Regionen-Partnerschaft

Erster „Kaiserlich genießen“- Wein wird auf der Internationalen GrĂŒnen Woche vorgestellt

Am Freitag, den 20.01.2012 fiel auf der „Internationalen GrĂŒnen Woche“ in Berlin der offizielle Startschuss fĂŒr die bundesweit erste Regionen-Partnerschaft zwischen dem Naturgarten Kaiserstuhl und dem Inselreich RĂŒgen. Auf der ShowbĂŒhne in der Mecklenburg-Vorpommern-Halle enthĂŒllten Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (Mecklenburg-Vorpommern) und der Minister fĂŒr LĂ€ndlichen Raum Alexander Bonde (Baden-WĂŒrttemberg) in Anwesenheit von Abgeordneten, Presse und Messebesuchern eine aufblasbare Luftwand mit dem Slogan „Königlich urlauben - kaiserlich genießen“. Unter diesem Motto soll kĂŒnftig die Kooperation der PLENUM Region Naturgarten Kaiserstuhl mit dem Inselreich RĂŒgen stehen. Sie verkörpert einen neuen Ansatz fĂŒr RegionalitĂ€t und Vernetzung und soll bundesweite Aufmerksamkeit fĂŒr die Regionen, ihre Produkte, das Thema Nachhaltigkeit und die besondere Natur der Regionen erwecken. „Die beiden Regionen gehen nun neue Wege, indem sie sich als Regionen zusammenschließen, um ihre jeweilige Einzigartigkeit zu verdeutlichen“, beschreibt Minister Alexander Bonde das Besondere an dieser außergewöhnlichen Partnerschaft.

Den Kunden werden die RegionalitĂ€t und die Besonderheit der Natur der beiden Regionen sowie ihrer herausragenden Produkte auf dem bundesweiten Markt verdeutlicht. Dazu planen die Partner-Regionen jĂ€hrlich mehrfach Aktionen an verschiedenen Standorten wie Hamburg, Stuttgart oder Berlin. Dabei werden stets die Produkte in den Vordergrund gerĂŒckt, welche fĂŒr beide Regionen landschaftstypisch sind und zugleich bereits bundesweit vermarktet werden. Das sind der Wein fĂŒr den Kaiserstuhl und der Fisch fĂŒr die Insel RĂŒgen, die in gemeinsamen gastronomischen Themenwochen im Fokus stehen werden. Beide Regionen stehen fĂŒr besondere NaturschĂ€tze und fĂŒr eine nachhaltige Landnutzung.

„Gemeinsamkeiten zwischen dem Kaiserstuhl und RĂŒgen gibt es viele“ berichtet Minister Dr. Till Backhaus. Dr. Diana Pretzell (PLENUM Naturgarten Kaiserstuhl) und Ralf Hots-Thomas (Tourismuszentrale RĂŒgen) waren Initiatoren der Kooperation und als Moderatoren des Tages konnten sie sich von dem Gelingen ihrer Idee ĂŒberzeugen. BĂŒrgermeister Ernst Heinemann aus Putgarten und Naturgarten Kaiserstuhl-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Heinz Trogus zeigten sich begeistert von den Chancen, die sich durch diese ganz neue und bundesweit erste Regionen-Partnerschaft eröffnen.

Um die Partnerschaft zu verdeutlichen, wurde am Messestand zu RĂŒgener Fisch auch KaiserstĂŒhler Wein verkostet. Die Winzergenossenschaft Königschaffhausen prĂ€sentierte zu diesem besonderen Anlass den ersten „Kaiserlich genießen“-Wein. Die Badische Weinkönigin Natalie Henninger und WG-GeschĂ€ftsfĂŒhrer GĂŒnter Zimmermann verdeutlichten die Schwerpunkte bei dessen Herstellung: RegionalitĂ€t, QualitĂ€t und Naturschutz. So leistet der „Kaiserlich genießen“- Wein durch die besonderen Leistungen der Winzer einen wichtigen Beitrag fĂŒr die Natur des Kaiserstuhls. Dies sind beispielsweise Böschungspflege, Schutz der LĂ¶ĂŸhohlwege oder der Aufbau von Trockenmauern. Der hier prĂ€sentierte Wein der Winzergenossenschaft Königschaffhausen-Kiechlinsbergen ist der erste, welcher mit dem „Kaiserlich genießen“ Logo ausgezeichnet wird, doch werden in den kommenden Monaten weitere Winzer des Kaiserstuhls ihre AbfĂŒllung des 2011er Weins als „Kaiserlich genießen“- Wein vornehmen und sich damit noch stĂ€rker zum Einsatz fĂŒr die Natur des Kaiserstuhls verpflichten. Die KaiserstĂŒhler Weinwirtschaft rechnet mit ca. 50.000 Flaschen „Kaiserlich-genießen“-Wein.

Das erste offizielle „königlich-kaiserliche“ Kooperations-Produkt konnte ebenfalls verkostet werden. Andreas Hess, Winzer aus Gottenheim, kreierte einen wohlschmeckenden Apfel-Traube-Sanddorn-Saft, der die Geschmacksnuancen der badischen FruchtsĂ€fte mit dem herben Sanddorn aus RĂŒgen aufs Feinste kombiniert und der bei den Messebesuchern auf große Begeisterung stieß.

Auch Inselreich RĂŒgen arbeitet mit weit ĂŒber 50 Produzenten zusammen, die aus Fisch und Sanddorn besondere SpezialitĂ€ten herstellen oder auch Kohl und Spargel anbauen. Diese SpezialitĂ€ten werden dem Gast von der örtlichen Gastronomie und Hotelerie kredenzt.
Beide Regionen verfĂŒgen somit ĂŒber Besonderheiten, welche einen Besuch auf den geplanten gemeinsamen Veranstaltungen aber auch in den Regionen selber lohnend machen.
Mehr
 

Indien: Von Gleichaltrigen VerhĂŒtung lernen
 
Indien: Von Gleichaltrigen VerhĂŒtung lernen
Eine aktuelle Studie zeigt, dass die meisten jungen Inderinnen und Inder bei vorehelichem Geschlechtsverkehr auf Kondome verzichten – oft aus Unwissenheit ĂŒber die Konsequenzen. Eine zentrale Rolle bei der AufklĂ€rung spielen Gleichaltrige.

In einer im Dezember in der Zeitschrift International Perspectives on Sexual and Reproductive Health veröffentlichten Studie "Condom Use Before Marriage and its Correlates: Evidence from India" gaben sieben Prozent der jungen Frauen und 27 Prozent der jungen MÀnner an, bei vorehelichem Geschlechtsverkehr schon einmal ein Kondom benutzt zu haben. Im Rahmen der Studie wurden 2.408 unverheiratete Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren befragt.

Die Befragungen zeigten, dass sich viele junge Inderinnen und Inder der Gefahren sexuell ĂŒbertragbarer Krankheiten wie HIV/Aids oder ungewollter Schwangerschaften nicht bewusst sind. Nur 38 Prozent der jungen Frauen gaben an, sich ĂŒber eine ungewollte Schwangerschaft Gedanken zu machen. Bei den jungen MĂ€nnern waren es lediglich 16 Prozent, die sich ĂŒber eine Schwangerschaft der Partnerin Gedanken gemacht haben. Knapp ein Drittel der MĂ€nner und Frauen gaben an, dass sie zum Zeitpunkt des vorehelichen Geschlechtsverkehrs nichts ĂŒber Kondome wussten.

AufklĂ€rung von Jugendlichen fĂŒr Jugendliche

Die Studie zeigt, dass Kontakte mit Gleichaltrigen einen SchlĂŒsselfaktor bei der Entscheidung zur Nutzung von Kondomen darstellen: Diejenigen, die mit Gleichaltrigen ĂŒber Beziehungsfragen sprechen können, benutzen auch deutlich hĂ€ufiger ein Kondom – das gilt sowohl fĂŒr MĂ€nner als auch fĂŒr Frauen. Dass AufklĂ€rung am besten von Jugendlichen fĂŒr Jugendliche funktioniert, belegen auch die Erfahrungen aus der Projektarbeit der Stiftung Weltbevölkerung im Rahmen der Youth-to-Youth-Initiative in Ostafrika.

Romantische Partner benutzen Kondome

In Beziehungen, in denen Frauen ihre Partner als romantisch einschĂ€tzen, werden hĂ€ufiger Kondome benutzt. Dies fĂŒhren die Forscher darauf zurĂŒck, dass Frauen mit romantischem Partner mehr Zeit hĂ€tten, VerhĂŒtung zu planen, wĂ€hrend sie bei weniger romantischen Partnern nicht die Gelegenheit bekĂ€men, die Nutzung von VerhĂŒtungsmitteln zu diskutieren. Auf der anderen Seite gaben junge MĂ€nner an, bei sexuellen Beziehungen zu weniger romantischen Partnerinnen beim Geschlechtsverkehr eher Kondome zu benutzen, um sich so vor ĂŒbertragbaren Krankheiten zu schĂŒtzen.

Die Studie "Condom Use Before Marriage and its Correlates: Evidence from India" (in englischer Sprache) können Sie nachfolgend herunterladen.

Quelle: Guttmacher Institute, 4. Januar 2012
Mehr
 

AND AND AND / Event 13 / The Compass of the Midwest Radical Culture Corridor
 
AND AND AND / Event 13 / The Compass of the Midwest Radical Culture Corridor
Die Monsanto Anhörungen
Carbondale IL; Chicago IL; Iowa City IA; und an weiten Orten / 28. Januar 2012


AND AND AND ist eine KĂŒnstlerinitiative, die den Zeitraum bis zur dOCUMENTA (13) im Juni 2012 nutzen wird, um gemeinsam mit anderen KĂŒnstlerInnen und Gruppen aus der ganzen Welt die Rolle von Kunst und Kultur und der adressierten Öffentlichkeiten in der heutigen Zeit zur Diskussion zu stellen. Die so entstehende Serie kĂŒnstlerischer Interventionen und Ereignisse ist Teil der dOCUMENTA (13). Sie leistet eine Bestandsaufnahme unterschiedlichster zeitgenössischer Positionen und bietet verschiedene AnknĂŒpfungspunkte fĂŒr eine Auseinandersetzung.

Zur dreizehnten Veranstaltung von AND AND AND wird das Compass of the Midwest Radical Culture Corridor öffentliche Anhörungen ausrichten, deren Ziel es ist, eine Gerichtsverhandlung gegen den Monsanto-Konzern zu erwirken. An vier Orten des amerikanischen Mittelwestens werden Menschen dazu eingeladen, als Zeugen auszusagen und zuzuhören; Ton- und BildbeitrÀge sowie anderweitig relevantes Material und Argumente vorzubringen, die einem Aufdeckungsprozess dienlich sind. ...
Mehr
 

GrĂŒne Gentechnik und GrĂŒne Woche: Regierung fördert mit 400 Millionen Euro
© Kamila Leitner / WWF
 
GrĂŒne Gentechnik und GrĂŒne Woche: Regierung fördert mit 400 Millionen Euro
WWF: Kein Steuergeld fĂŒr GrĂŒne Gentechnik / Deutscher Öko-Anteil bei Landwirtschaft hinter Österreich, Estland und Tschechien.

Berlin - Zum Start der „GrĂŒnen Woche“ und der geplanten Großdemonstration unter dem Motto „Wir haben es satt!“ am Samstag in Berlin, kritisiert der WWF die Förderpolitik der Bundesregierung. Die ökologische werde gegenĂŒber der konventionellen Landwirtschaft noch immer massiv benachteiligt. So wĂŒrden fĂŒr ökologischen Landbau und andere Formen der nachhaltigen Landwirtschaft gerade einmal Forschungsgelder in Höhe von 8 Mio. Euro pro Jahr bereitgestellt. Im Gegensatz dazu wird die Bioökonomie-Forschung, die auch auf Gentechnik und Biotechnologie setzt, pro Jahr mit 400 Millionen Euro gefördert.

„Die Förderpolitik der Bundesregierung ist gegen die Mehrheit der Deutschen gerichtet, die Gentechnik in der Landwirtschaft klar ablehnt. Ein höherer Anteil an ökologischer Landwirtschaft kĂ€me zudem Umwelt, Mensch und Kulturlandschaft zu Gute“, kritisiert Tanja DrĂ€ger de Teran, Referentin ErnĂ€hrung beim WWF Deutschland. Auch die Förderung fĂŒr die Umstellung oder Beibehaltung von Öko-Betrieben stehe auf „wackeligen Beinen“. So hat Schleswig-Holstein diese bereits 2010 als erstes Bundesland eingestellt. Insgesamt sei die Förderung zwischen 2004 und 2009 um elf Prozent gesunken. Damit befĂ€nde sich das einstige Vorreiterland im europĂ€ischen Mittelfeld wieder. „Statt die Förderung zu verbessern wird die Förderung eingefroren. So lassen sich die ambitionierten, nationalen Nachhaltigkeitsziele nicht erreichen“, kritisiert DrĂ€ger de Teran.

Im Jahr 2002 wurde festgelegt, den Anteil der Öko-AnbauflĂ€che in Deutschland bis 2010 auf 20% zu erhöhen. TatsĂ€chlich lag der Anteil vor zwei Jahren gerade einmal bei 5,9%. Damit steht Deutschland weit hinter LĂ€ndern wie Österreich (18,5 %), Schweden (12,8 %), Tschechien (10,6) oder Estland (12,8). Seitens der Bundesregierung heißt es nunmehr vage, man „beabsichtigt, die Rahmenbedingungen fĂŒr den Umstieg so zu gestalten, dass in den nĂ€chsten Jahren ein Anteil von 20 % erreicht werden kann“. Der WWF bezeichnete diese AbsichtserklĂ€rung als „vollkommen unzureichend und den Interessen von Verbrauchern und Umwelt widersprechend“.

Nach einer aktuellen WWF-Studie landen in Deutschland jedes Jahr Nahrungsmittel auf dem MĂŒll, fĂŒr deren Produktion eine FlĂ€che von der GrĂ¶ĂŸe Mecklenburg-Vorpommerns benötigt wird. „Statt weiterhin eine Intensivierung der industriellen Landwirtschaft zu verfolgen, sollten wir besser mit unseren Ressourcen wirtschaften. Die Zukunft im Agrar-Bereich ist ‚Bio‘, auch wenn die Bundesregierung das noch nicht erkannt zu haben scheint“, sagt DrĂ€ger de Teran. So habe inzwischen auch die WelternĂ€hrungsorganisation FAO erklĂ€rt, dass ein "Weiter wie bisher" keine Option sei. Das Paradigma eines intensiven Ackerbaus werde den Aufgaben des Jahrhunderts nicht gerecht, so die FAO.
 
 

 
Tourismus: Jetzt kommt der Nachhaltige Schwarzwald
(mr) Wo im Alltag zunehmend „Bio“ gefragt ist und Kaufentscheidungen unter Energie- und Umweltaspekten getroffen werden, gewinnen auch bei der Wahl des Urlaubszieles Umweltkriterien an Bedeutung. ...
Mehr
 

Das Planetarium lÀdt zur Reise durch die Klimageschichte der Erde ein
 
Das Planetarium lÀdt zur Reise durch die Klimageschichte der Erde ein
Neues Hauptprogramm ab Dienstag

„ZurĂŒck in die Heißzeit – die Klimageschichte der Erde“ ist der
Titel des Programms, das das Planetarium Freiburg ab
Dienstag, 24. Januar, wieder in den Spielplan aufnimmt. Die
spannende Vorstellung zog bereits vor drei Jahren viele
Besucherinnen und Besucher an und wird nun in einer
aktualisierten Fassung gezeigt. Denn das Thema
ErderwÀrmung ist alarmierender und aktueller als je zuvor.

Die Multi-Media-Show fĂŒhrt die Zuschauerinnen und
Zuschauer in einer knappen Stunde durch die gesamte
Klimageschichte der Erde – von ihrer heißen Geburt vor rund
4,6 Milliarden Jahren durch frostige Eiszeiten und die
TropenwĂ€lder der Dinosaurier auf einer heißen Erde. Diesem
natĂŒrlichen Klimarhythmus folgend, mĂŒsste es aktuell wieder
kĂ€lter werden – doch wie wir wissen ist das Gegenteil der Fall:
Das Klima erwÀrmt sich.

Die meisten Menschen nehmen diese bedrohliche
Entwicklung gelassen hin – frei nach dem Motto: „Das Klima
der Erde war doch nie konstant. Warum also die Aufregung?“.
Die Vorstellung „ZurĂŒck in die Heißzeit“ entlarvt dieses
Argument als gefÀhrliche Schlussfolgerung. Denn im
Gegensatz zu frĂŒheren Zeiten sind dieses Mal die Menschen
der Auslöser des Klimawandels. Laut der Statistik der
Internationale Energieagentur (IEA), steigen mittlerweile ĂŒber
30 Milliarden Tonnen Kohlendioxid pro Jahr aus den
Schornsteinen von HĂ€usern, Kraftwerken und Fabriken und
Auspuffen von Autos und Flugzeugen in die Luft. Tendenz:
eindeutig steigend. Jede Tonne Kohlendioxid erhöht den
Treibhauseffekt der AtmosphÀre und damit die Erdtemperatur.
Die Erde erwÀrmt sich deshalb schneller und unkontrollierter,
als bei jedem anderen Klimawandel zuvor. Einsatz und
AufklÀrung sind in diesem Spiel gegen die Natur
entscheidend. Das neue Planetariumsprogramm trÀgt seinen
Teil dazu bei.

Zum Bild:
Satellitenaufnahme aus dem Weltall auf unseren
Heimatplaneten Erde. Die AtmosphĂ€re, die die Erde umhĂŒllt
und in der sich Wetter und Klima abspielen, ist in diesem
Bildmaßstab weniger als zwei Millimeter dick. In diese dĂŒnne
Lufthaut blĂ€st die Menschheit zur Zeit jĂ€hrlich ĂŒber 30
Milliarden Tonnen schÀdigendes Kohlendioxid.
Bildquelle: NASA.

Das Programm „ZurĂŒck in die Heißzeit – die
Klimageschichte der Erde“ richtet sich an Erwachsene und
Jugendliche ab etwa 12 Jahren. Die Vorstellung lÀuft ab
Dienstag, 24. Januar, dienstags und freitags um jeweils 19.30
Uhr.

Kartenreservierungen sind von Montag bis Freitag von 8 bis
12 Uhr unter Tel. 0761 / 3890630 möglich oder rund um die
Uhr im Internet unter www.planetarium-freiburg.de.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 


Copyright 2010 - 2017 Benjamin Jäger