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Verschiedenes

Ă–KO-TEST SPEZIAL Erziehung - Unsere Familie
 
Ă–KO-TEST SPEZIAL Erziehung - Unsere Familie
Das aktuelle ÖKO-TEST SPEZIAL Erziehung – Unsere Familie gibt es seit dem 11. Mai 2012 im Zeitschriftenhandel. Es kostet 5,00 Euro.

Mut zur Gelassenheit: Dürfen Kleinkinder fernsehen? Soll mein Kind in der Krippe betreut werden oder nicht? Darf man ein Kind mehr lieben als das andere? Wie werden Kinder optimal gefördert und wie wird aus Förderung keine Überforderung? Was tun, wenn Oma alles besser weiß? Diese Fragen und viele, viele mehr beantwortet das neue ÖKO-TEST SPEZIAL Erziehung – Unsere Familie. Die Antworten fallen allerdings nicht immer eindeutig aus, denn in der Kindererziehung ist kaum etwas schwarz oder weiß, dafür vieles grau oder bunt. Das ÖKO-TEST-Heft liefert Ihnen daher keine fertigen Konzepte, dafür aber fundierte Informationen zu allen wichtigen Themen. Und vor allem soll das Magazin Eltern auch den Mut geben, einfach mal gelassen zu bleiben.
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Erfolgreiche „Stunde der Gartenvögel“ von NABU und LBV
Erste Zwischenbilanz: Spatz liegt an der Spitze, Schwalben schwächeln

Berlin – Trotz Kälte und wechselhaften Wetters hat die bundesweit größte Vogelerhebung, „Stunde der Gartenvögel“, am Wochenende erneut Tausende Naturfreunde ins Freie gelockt. Nach bisherigem Stand haben mehr als 20.000 Menschen an der gemeinsamen Aktion des NABU und seines bayerischen Partners, dem Landesbund für Vogelschutz (LBV), teilgenommen und eine Stunde lang die Vögel in ihren Gärten und Parks gezählt. NABU und LBV erwarten, dass sich die Zahl der Meldungen bis zum Teilnahmeschluss am 21. Mai noch mindestens verdoppeln wird.

Die übermittelten Ergebnisse zeigen bislang den Spatz als unangefochtenen Spitzenreiter in Deutschlands Gärten. Der Vorsprung des kleinen Singvogels ist schon jetzt so groß, dass er auch nach Auswertung aller Daten kaum mehr eingeholt werden kann. Die nachfolgenden Plätze belegen Amsel, Kohlmeise und Blaumeise. „Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass die meisten unserer heimischen Vogelarten wohl gut über den Winter gekommen sind“, so NABU-Vogelschutzexperte Marc Süsser. Zu den wenigen deutlichen Ausreißern nach unten gehört die Mehlschwalbe. Von ihr wurde rund ein Viertel weniger als im Vorjahr beobachtet. Die Gründe hierfür werden frühestens mit Ende der Auszählung abzusehen sein.

Alle Meldungen der diesjährigen Aktion können auf www.stunde-der-gartenvoegel.de nachverfolgt und mit Zahlen früherer Jahre verglichen werden. Interaktive Karten stellen dar, wie sich eine Vogelart an einem ausgesuchten Ort, einem Landkreis oder einem Bundesland entwickelt hat. Jährlich wiederholte Aktionen wie der „Stunde der Gartenvögel“ bieten die Möglichkeit, zuverlässige und flächendeckende Zahlen zum Artenbestand zu sammeln. Nach dem Prinzip der „Citizen Science“ sammeln möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen, die nach Auswertung wichtige Hinweise auf Veränderungen der Bestände liefern.

Die Auswertung der diesjährigen Daten zur „Stunde der Gartenvögel“ wird Ende Mai abgeschlossen sein. Beobachtungen können noch bis zum bis 21. Mai unter www.stunde-der-gartenvoegel.de sowie für Bayern unter www.lbv.de gemeldet werden.
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NABU: Was klopft denn da im Dohlen-Ei?
 
NABU: Was klopft denn da im Dohlen-Ei?
Der „Vogel des Jahres“ hat Nachwuchs – Küken suchen einen Namen

Berlin/Neumünster – Der „Vogel des Jahres“ 2012, die Dohle, hat Nachwuchs. Am Morgen des 7. Mai schlüpfte im NABU-Webcam-Nest in Neumünster der erste Jungvogel. „Bis Dienstag erwarten wir noch drei weitere Dohlen-Küken im Nest“, sagte Ingo Ludwichowski, Geschäftsführer des NABU Schleswig-Holstein. Für die Jungvögel sucht der NABU nun nach Namen. Auf www.NABU.de/dohlenwebcam können Vogelfreunde ab sofort Vorschläge machen und für ihre Favoriten abstimmen. Die Namen mit den vier meisten Stimmen werden am Ende für den Nachwuchs gewählt. Unter allen Teilnehmern verlost der NABU zehn Exemplare des Kosmos Naturführers „Was fliegt denn da?“.

Über die nächsten Tage können Vogelfans das Aufwachsen der Jungvögel live auf www.NABU.de/dohlenwebcam beobachten. Dabei werden sie nicht nur die ersten Fütterungen der Jungvögel miterleben, sondern auch, was auf ihrem Speiseplan steht, wann sie zum ersten Mal ihre Augen öffnen oder ihre ersten Flugversuche unternehmen. „Das Elternpaar wird sich dabei gemeinsam um die Aufzucht und Fütterung der Jungvögel kümmern“, so Ingo Ludwichowski. Dohlen leben monogam und haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Mit der Live-Übertragung aus dem Nest erhofft sich der NABU weitere Erkenntnisse zur Lebensweise des inzwischen seltener gewordenen Rabenvogels und will für mehr Verständnis für die Lebenssituation der Dohle werben.

Die Dohle gehört zu den intelligentesten heimischen Vogelarten. Trotz seiner enormen Anpassungsfähigkeit steht der Singvogel in mehreren Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten oder auf der Vorwarnliste. Vor allem die energetische Sanierung der Häuser verknappt im Siedlungsbereich zunehmend seine bevorzugten Nisträume in Kaminen, Mauerlöchern oder Dachstühlen. Auch der massive Grünlandumbruch setzt den kleinsten Vertretern der Rabenvögel zu. Hier suchen sie im Winter ihre Nahrung. Mit der Wahl der Dohle zum „Vogel des Jahres 2012“ möchte der NABU auf die akute Wohnungsnot der Dohle aufmerksam machen und zu ihrem Schutz anregen.
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Schmetterlinge im Vauban - BlĂĽhendes Wiesenfest
... im Rahmen von „Freiburg packt an“

Nachdem die ersten BĂĽsche gepflanzt, die ersten Blumen
gesät und die ersten Schmetterlinge gesichtet wurden, findet
am Dienstag, 15. Mai, um 18 Uhr ein SchmetterlingsWiesenfest
auf dem Vauban in der Astrid-Lindgren-StraĂźe statt.

Aus einer privaten Initiative entwickelte sich im Rahmen von
„Freiburg packt an“ das Projekt „Schmetterlingswiese
Vauban“. Familie Schumann schlug für die benachbarte
städtische Wiese entlang der Astrid-Lindgren-Straße neben
der Endhaltestelle der Linie 3 eine besondere Nutzung vor.

Um die Insekten- und Pflanzenvielfalt dort zu bereichern,
wurde die Grünfläche von freiwilligen Helferinnen und Helfern
aus dem Vauban mit einheimischen Arten bepflanzt. Mit der
fachlichen Beratung durch die Ă–kostation sowie der
logistischen UnterstĂĽtzung des Garten- und Tiefbauamtes
(GuT) verwandelt sich die bisher ökologisch uninteressante
Fläche in einen blühenden Garten. Die VAG sorgte zusätzlich
für Sicherheit durch die Verlängerung des Zaunes zur
StraĂźenbahn hin.

Nach den ersten Pflanzaktionen entstanden einige
Pflanzeninseln mit Schneeball, Flieder und Felsenbirne. Um
diese Arbeit zu wĂĽrdigen, bekannt zu machen und um weitere
Mithelfer zu aktivieren, findet das Schmetterlings-Wiesenfest
statt. Eingeladen sind alle interessierten und aktiven
BĂĽrgerinnen und BĂĽrger, die sich fĂĽr den
Schmetterlingsgarten interessieren oder mitarbeiten wollen.
Einige standortgerechte Stauden, die die Ă–kostation fĂĽr die
Baumscheiben und Wiesen bereit hält, können von 2
Freiwilligen angepflanzt werden. FĂĽr Saft und Brezeln ist
gesorgt.

Zudem können Kinder an einem Malwettbewerb mit dem
Thema „Schmetterlinge“ teilnehmen und ihre Bilder bis 25.
Mai an das GuT „Freiburg packt an“, Fehrenbachallee 12,
79106 Freiburg, schicken.
 
 

NABU und NAJU: Neue AIDAmar ist umwelttechnisch von gestern
„AIDAmar“ mit Rauchfahne, Foto: Eilert Voss / Wattenrat
 
NABU und NAJU: Neue AIDAmar ist umwelttechnisch von gestern
AIDA Cruises veranstaltet schmutzige Schiffstaufe – NAJU und NABU zeigen mit „rauchendem Schornstein“ Flagge im Hafen

Hamburg – Mit einem rauchenden Modell-Schornstein haben der NABU und seine Jugendorganisation NAJU am Samstag im Hamburger Hafen gegen die Luftverschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe protestiert. Mit großem Marketingaufwand wirbt AIDA Cruises seit Monaten für ihren jüngsten Flottenzugang: das Kreuzfahrtschiff AIDAmar. Nach Angaben von AIDA Cruises findet ihr zu Ehren die „größte Schiffstaufe alle Zeiten“ statt. Aus Sicht des NABU, der seit einem Jahr über die gefährlichen Schiffsemissionen der Ozeanriesen informiert, zeichnet sich die Veranstaltung jedoch durch einen anderen Superlativ aus:

„Mit großem Aufwand zieht AIDA vier seiner Schiffe in Hamburg zusammen und veranstaltet so eine der schmutzigsten Schiffstaufen aller Zeiten. Die Schiffe AIDAblu, AIDAluna und AIDAsol sind maximal erst drei Jahre alt, verfügen aber über keinerlei Abgastechnik, um die schlimmsten Auswirkungen der giftigen Abgase zu reduzieren. Auch die neue 385 Millionen Euro teure AIDAmar hat weder einen Stickoxid-Katalysator, noch einen Rußpartikelfilter an Bord. Für die Umwelt sowie die Gesundheit der Passagiere und Küstenanwohner ist dies eine schlechte Nachricht. Alle AIDA Schiffe sind umwelttechnisch von gestern“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Stickoxid-Katalysatoren, die rund 95 Prozent der Stickoxide aus dem Abgas neutralisieren und dabei auch einen Teil der krebserregenden Rußpartikel reduzieren, sind bereits bei rund 500 Handelsschiffen seit Jahren erfolgreich im Einsatz. In Kombination mit einem Rußpartikelfilter, der die feinsten Partikel stoppt und so einen Beitrag zum Gesundheits- und Klimaschutz leistet, könnten die gravierendsten Belastungen durch Schiffsabgase verhindert werden.

„AIDA wirbt wie kein zweites Kreuzfahrtunternehmen mit seinem Umweltengagement, aber ausgerechnet bei der Verwendung von Abgastechnik herrscht beim deutschen Marktführer absolute Flaute. Die vier in Hamburg versammelten AIDA-Schiffe stoßen deshalb auf gleicher Strecke umgerechnet etwa so viele Luftschadstoffe aus, wie 20 Millionen moderne Pkw“, so Miller.

Obwohl sich die NABU-Kampagne „Mir stinkts! Kreuzfahrtschiffe sauber machen!“ keineswegs allein gegen AIDA Cruises richtet, hat das Rostocker Unternehmen besonders empfindlich auf den viel zitierten NABU-Emissionsvergleich zwischen Pkw und Kreuzfahrtschiff sowie belastendes Bildmaterial von rußenden Kreuzfahrtschiffen reagiert und in den letzten Monaten viel unternommen, um vom eigenen Versagen abzulenken. So darf ein Wissenschaftler der FH Flensburg eine Gegendarstellung zu den NABU-Emissionszahlen vornehmen. Der nicht unwesentliche Unterschied zwischen Luftschadstoffen (Rußpartikeln, Schwefeldioxid und Stickstoffoxid), deren gewaltigen Ausstoß der NABU bemängelt und dem Klimagas Kohlendioxid, wurde nicht bedacht. Peinlich für das Unternehmen und den Wissenschaftler. Darüber hinaus wirbt AIDA vollmundig damit, mit den kommenden Schiffen nur noch mit vergleichsweise sauberem Treibstoff zu fahren und auf giftiges Schweröl zu verzichten. In Nordeuropa, wo die geplanten AIDA-Schiffe unterwegs sein sollen, ist allerdings ohnehin Schiffsdiesel als Treibstoff vorgeschrieben. AIDA hält sich also nur an die schwachen gesetzlichen Vorgaben.

NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Immer wieder unterlaufen AIDA Fehler, wenn es darum geht, die Bemühungen des Unternehmens zur Luftreinhaltung darzustellen. Dies passt nicht zu einem Kreuzfahrtanbieter, bei dem Umweltschutz Chefsache sein soll.“ Bereits 2010 wurde ein Unternehmenssprecher in der Wochenzeitung „Die ZEIT“ zitiert: „Bei uns sieht man aus den Schornsteinen nur weißen Rauch aufsteigen.“ Aktuelle Fotos des NABU beweisen das Gegenteil: Ohne Rußfilter kommen bei der neuen AIDAmar schwarze Abgasfahnen aus dem Schornstein.

„AIDA-Präsident Michael Thamm, der im Sommer zu Costa Kreuzfahrten wechselt, hinterlässt seinem Nachfolger ein Unternehmen, bei dem Umweltanspruch und Realität noch weit auseinanderklaffen. Der designierte Präsident Michael Ungerer muss bei den kommenden Neubauten endlich Abgastechnik einsetzen, so wie es Hapag-Lloyd für seinen Neubau MS Europa 2 bereits angekündigt hat“, forderte Oeliger.

Film zur Kampagne
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Erste Naturgarten Kaiserstuhl Konferenz zog positive Bilanz
Landrätin verabschiedet Frau Pretzell
 
Erste Naturgarten Kaiserstuhl Konferenz zog positive Bilanz
Anfang Mai fand in der Winzergenossenschaft Oberbergen die erste Naturgarten Kaiserstuhlkonferenz statt. In Vorträgen und Gesprächsrunden wurde die Sicherung des Weinbaus und der Kulturlandschaft der einzigartigen Landschaft des Kaiserstuhls thematisiert und das 10-jährige Jubiläum von PLENUM Naturgarten Kaiserstuhl feierlich begangen. Dabei wurden über Themen rund um den Weinbau referiert, welche von der Vermarktung des neuen „Kaiserlich genießen“ - Weines über die Erhaltung und Entwicklung von Biotopen im Weinberg, bis hin zum internationalen Vergleich mit der Weinregion Kaiserstuhl reichten. Mit der Kaiserstuhlkonferenz war auch der Abschied von Frau Dr. Diana Pretzell, Geschäftsstellen Leiterin von PLENUM Naturgarten Kaiserstuhl, verbunden, die zukünftig in der Umweltorganisation WWF in Berlin Leiterin für den Naturschutz in Deutschland sein wird. In einem anschaulich gestalteten Vortrag ging Petzell auf die Meilensteine während der 10 Jahre PLENUM ein und stelle neben der Gründung der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH und die Entwicklung der Marke „Kaiserlich genießen“ auch die Themenpfade, Radwege und die Landschaftspflege von Weinbergen in den Vordergrund.
Landrätin Dorothea Störr Ritter hob die hervorragenden Leistungen von Frau Pretzell als Motor der Region Naturgarten Kaiserstuhl hervor. Bürgermeister Gabriel Schweizer und Geschäftsführer Heinz Trogus schlossen sich diesem Dank an.

Der Vortrag „Weinwirtschaft in Südtirol: Kooperation als Marketing-Erfolgsfaktor“ von Dr. Helmut Zanotti, Leiter der Südtiroler Weinwerbung, brachte den Gästen Einblicke in andere Marketingstrukturen und ermöglichte einen Vergleich mit der Weinwerbung vor Ort. Der Referent erklärte, dass besonders eine Kooperation mit dem Tourismus eine gute Marketingstruktur für die Weinwerbung darstellt.

Des Weiteren referierte Prof. Dr. Eisenstein vom Institut für Management und Tourismus der FH Westküste und machte auf die guten touristischen Gegebenheiten in der Region Kaiserstuhl aufmerksam. „Der Kaiserstuhl bietet ideale Regionalstrukturen um einen weitläufigen Weintourismus zu etablieren. Dabei sind insbesondere die Kulinarik und die besondere Natur des Kaiserstuhls wichtige Faktoren. Auch bei Themen wie Wandern und Kultur hat der Kaiserstuhl einiges zu bieten, doch müssen sie sich gegen eine harte Konkurrenz behaupten“, erklärte Eisenstein. Er machte in seinem Vortrag deutlich, dass die Region Kaiserstuhl zukünftig ihr Imagemarketing weiter ausbauen und mit größeren touristischen Gebieten kooperieren sollte, um einen höheren Bekanntheitsgrad zu erreichen.

Auf die Bedeutung der Herkünfte für Kaiserstühler Wein im globalen Markt wies Norbert Weber, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, hin. Weber verdeutlichte, dass Regionalität, neben der Ökologie, immer wichtiger wird und das gerade diese in Verbindung mit Qualität eine gute Voraussetzung für das Weinmarketing im Kaiserstuhl darstellt. Die Einführung des „Kaiserlich genießen“ Weines hob Weber besonders hervor und bezeichnete diese als einen der wichtigsten Meilensteine von PLENUM Naturgarten Kaiserstuhl.

Weiterer Schwerpunkt während der Kaiserstuhlkonferenz war die Vorstellung des „Kaiserlich genießen Weines“ durch die Badische Weinkönigin Natalie Henniger und Günter Zimmermann, Geschäftsleiter der Winzergenossenschaft Königschaffenhausen. Die beiden Referenten gingen besonders auf die Naturschutzwirkungen, wie den Bau von Trockenmauern und das Durchführen von Böschungspflege ein, welche Vorraussetzungen für das „Kaiserlichen genießen“ – Qualitätszeichen sind. Auch der Einfluss der geplanten Aufhebung des Anbaustopps durch die EU, dargestellt durch Kilian Schneider, Präsident des Badischen Weinbauverbandes, war ein Thema während der Kaiserstuhlkonferenz. Über die Weinberge als Lebensraum und wertvolles Landschaftselement referierte Reinhold Treiber, Leiter des Naturzentrums Kaiserstuhl und ging insbesondere auf deren Pflegemaßnahmen ein. Einen Einblick in die Weinerlebniswelt Loisium in Österreich verschaffte den Gästen Adelheid Kühmayer, Geschäftsführerin von Loisium, die das Konzept „Wein als Sinneserlebnis“ vorstellte. Dabei spielt vor allem die Kombination von moderner und alter Architektur, sowie ein breites Angebot an Führungen und Aktivitäten eine wichtige Rolle. Somit stellt Loisium ein Beispiel für die Entwicklung des zukünftigen Weintourismus dar.
Heinz Trogus, Geschäftsführer der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH, fasste die Inhalte der Konferenz zusammen. „Die erste Kaiserstuhlkonferenz war ein voller Erfolg und eine ideale Gelegenheit 10 Jahre PLENUM zu feiern.“ stellte Trogus fest. Abschließend fanden sich die Teilnehmer im Garten der Winzergenossenschaft Oberbergen ein und diskutierten über die in der Kaiserstuhlkonferenz angesprochenen Themen.
 
 

 
Weltweit erste Vitamin-Zahncreme
Studienergebnisse zeigen deutliche Verbesserung der Vitamin B12-Versorgung

Berlin. 10.05.2012. Das Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE) in Gießen führte eine Studie zur Wirksamkeit einer neu entwickelten Vitamin B12-Zahncreme durch. Das Ergebnis: die ausschließliche Verwendung der Zahncreme über einen Zeitraum von fünf Wochen führte bei den etwa 90 Teilnehmern zu einer deutlichen Verbesserung des Vitamin B12-Status. Der Wert für Holo-Transcobalamin, dem sensibelsten der drei gemessenen Indikatoren, hat sich im Durchschnitt um 92 Prozent verbessert. Bei Probanden mit sehr niedrigen Ausgangswerten hat sich der Wert sogar mehr als verdreifacht. Die Vitamin B12-Konzentration im Serum stieg um durchschnittlich 26 Prozent und damit ebenfalls deutlich an. Der Wert für Homocystein, ein Indikator, bei dem niedrige Werte gesundheitlich vorteilhaft sind, ist leicht – jedoch nicht signifikant – gesunken. Die Ergebnisse zeigen deutlich die gute Wirksamkeit der mit 100 Mikrogramm Vitamin B12 pro Gramm angereicherten „SANTE dental med Zahncreme Vitamin B12“.

Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen fünf und elf Millionen Menschen in Deutschland von einem Vitamin B12-Mangel betroffen sind. Für diese Menschen kann die neue Zahncreme eine praktische und effektive Möglichkeit darstellen, ihren Mangel zu beheben. Man geht davon aus, dass viele Betroffene zwar genügend Vitamin B12 durch die Nahrung aufnehmen, dieses aufgrund eines fehlenden Proteins (Intrinsic Factor) im Magen jedoch nicht resorbieren können. Angereicherte Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel zeigen bei diesen Personen kaum Wirkung. Das in der neu entwickelten Zahncreme enthaltene Vitamin B12 wird vermutlich direkt über die Mundschleimhäute aufgenommen (die sogenannte passive Diffusion), sodass sich auch bei fehlendem Protein die Vitamin B12-Versorgung verbessern kann.

„Dass eine angereicherte Zahncreme mit Vitamin B12 auf Zuspruch stößt, haben wir vermutet. Aber dass der Verkauf der Vitamin-B12-Zahncreme so erfolgreich anläuft, hätten selbst wir nicht gedacht", so Sebastian Zösch, Geschäftsführer des Vegetarierbund Deutschland (VEBU) und Erfinder der B12-Zahncreme.

Vorgehensweise

Bei den anfangs 128 Teilnehmern wurde in der ersten Phase der Vitamin B12-Status anhand von Blutuntersuchungen ermittelt. Gemessen wurden Parameter Vitamin B12 im Serum, Homocystein und Holo-Transcobalamin. Die Probanden mit Werten im Normbereich wurden per Zufallsauswahl auf zwei Gruppen verteilt, von welchen die eine Gruppe die Test-Zahncreme und die andere eine Placebo-Zahncreme erhielt. Den Teilnehmern, die bereits einen leichten Vitamin B12-Mangel aufwiesen, wurde geraten, die Studie zu beenden und ihren Hausarzt zu konsultieren, um den Mangel zeitnah beheben zu lassen. Alternativ wurde ihnen angeboten, in eigener Verantwortung weiter teilzunehmen, um die Vitamin B12-Zahncreme als Therapeutikum zu testen. Nach der 5-wöchigen Testphase wurden erneut Blutproben genommen. Insgesamt konnten von 91 Probanden beide Blutuntersuchungen ausgewertet werden.

Vitamin B12

Vitamin B12 (Cobalamin) spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung, der Blutbildung und der Funktion des Nervensystems. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 über die Nahrung ist für viele Menschen jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht immer möglich. Zu den größten Risikogruppen für einen Mangel zählen vor allem vegan lebende Menschen, ältere Personen, Menschen mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, Schwangere und Stillende sowie Alkoholiker und Raucher. Laut Ärzteblatt wurde ein funktioneller Vitamin-B12-Mangel bei 10 bis 30 Prozent der älteren gesunden Personen über 65 Jahren diagnostiziert. Bei jüngeren Menschen sind fünf bis sieben Prozent von einem Vitamin-B12-Mangel betroffen. (1) Dies entspricht bundesweit insgesamt zwischen fünf und elf Millionen Menschen.

Die vom Vegetarierbund Deutschland (VEBU) und dem Naturkosmetikhersteller LOGOCOS entwickelte angereicherte „SANTE dental med Zahncreme Vitamin B12“ ist ab sofort im Handel und Online-Shops (z.B. alles-vegetarisch.de) erhältlich.


Quellen:
1) DEUTSCHES Ă„RZTEBLATT (Hrsg.): Ursachen und frĂĽhzeitige Diagnostik von Vitamin-B12-Mangel. http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=61696. 2008.

Der VEBU ist die bundesweit einzige Interessenvertretung vegetarisch und vegan lebender Menschen in Deutschland. Seit seiner Gründung 1892 wirkt die Organisation mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit darauf hin, den Fleischkonsum in der Gesellschaft deutlich zu senken sowie die vegetarische Lebensweise als attraktive Alternative möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.
 
 

 
Bundesrat stimmt ĂĽber Solar-KĂĽrzung ab
Wird der Sonnenenergie „der Stecker“ gezogen?

Die Bundesregierung will die Einspeisevergütung für Strom aus Solarenergie rückwirkend zum 1. April drastisch reduzieren und zahlreiche weitere Einschränkungen einführen. Ein Korridor soll den Ausbau der Photovoltaik zudem bremsen und bis zum Jahr 2020 zum Stillstand bringen. Die letzte Hoffnung für die Energiewende ist nun die Abstimmung im Bundesrat am 11. Mai 2012.

„Wer der Photovoltaik in Deutschland und damit zahlreichen Unternehmen und der Energiewende nachhaltig schaden will, muss genauso vorgehen, wie es die Bundesregierung jetzt vorhat“, sagt der Baden-Württembergische Umweltminister Franz Untersteller.

Die Bundesregierung hat für die Photovoltaik-Vergütung eine gleitende Degression geplant. Das Ziel ist, den Zubau 2013 auf 3500 Megawatt zu begrenzen. Ab 2014 soll dieser Korridor dann jährlich um 400 Megawatt schrumpfen – und 2020 mit seiner Untergrenze das Ausbauziel Null erreichen (Grafik unter: www.hans-josef-fell.de). Das heißt: Kein Ausbau, keine Photovoltaikbranche mehr in Deutschland.

Zudem ist eine erneute dramatische Kürzung der Einspeisevergütung vorgesehen. Die Solarbranche geht davon aus, dass die Kosten von Solarstromanlagen nicht in vergleichbarem Tempo zu den Vergütungskürzungen sinken können. Zudem führen die kurzfristigen Kürzungen für Solaranlagen zu einem Förderchaos und großer Unsicherheit bei allen Beteiligten. Dadurch rücken zahlreiche Investoren, darunter viele private Hausbesitzer, momentan von ihren Planungen ab. Es ist zu befürchten, dass zahlreiche Anlagen nun nicht installiert werden, was die Energiewende bremst und Unternehmen existenziell bedroht. „Statt mit einer offensiven Industriepolitik die deutschen Solarunternehmen im härter gewordenen internationalen Wettbewerb zu stützen, beschleunigen überzogene Vergütungskürzungen die Insolvenzwelle der deutschen Solarproduzenten. Was wir nun brauchen ist eine Industrieinitiative für die deutsche Solarwirtschaft“, fordert Hans-Josef Fell, Abgeordneter der Grünen im Bundestag. Finanziert werden könne dies durch Gelder, die weiterhin für Forschung, Entwicklung und den Bau von Atomanlagen und Kohlekraftwerken in Deutschland eingeplant sind.

"Die Nutzung der Sonnenenergie hat sich in den letzten Jahren so positiv entwickelt, wie dies nicht einmal die optimistischsten Befürworter erwartet haben“, sagt Nico Storz, Geschäftsführer des fesa e.V. „In kürzester Zeit hat sich die Photovoltaik zu einem konkurrenzfähigen Energielieferanten gemausert. Eigenproduzierter Solarstrom ist schon billiger als Strom aus der Steckdose und es hätte nicht mehr lange gedauert, bis die Branche auch ohne staatliche Unterstützung voll konkurrenzfähig gewesen wäre. Die Bundesregierung fährt den Wagen jetzt voll an die Wand. Volkswirtschaftlich wird das teurer, für die Umwelt schlechter, für die Energiewende höchst gefährlich. Die stärkste Waffe ist nun der Idealismus und die Überzeugung vieler Menschen und Unternehmen, auch unter unsicheren Bedingungen für die Energiewende einzutreten. Vielleicht führt das auch wieder zu einem engeren Zusammenrücken der Protagonisten, wer weiß!"

Nun hat es der Bundesrat am 11. Mai in der Hand, über die gestellten Änderungsanträge des gerade am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Solargesetzes zu entscheiden. Sollte der Bundesrat gegen die Kürzungspläne der Bundesregierung stimmen, wird der Vermittlungsausschuss zwischen Bund und Ländern angerufen. Das würde nochmal Chancen für Kompromisse in dieser energiestrategischen Entscheidung eröffnen – gleichzeitig jedoch auch die Unsicherheit hinauszögern. „Die Landesregierungen sollten bei dieser Entscheidung die Folgen für Solarindustrie und Handwerk in ihren Ländern im Blick haben“, so Nico Storz. „Es geht neben der Energiewende auch um viele Arbeitsplätze in den Regionen, die wichtiger sind als der Stuhl eines Ministers in Berlin oder in Düsseldorf.“
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