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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Ergebnisse der „Stunde der Gartenvögel“ von NABU und LBV
Bundessieger Spatz liebt Berlin, das Ruhrgebiet ist am spatzenÀrmsten

Berlin – Am Spatz kommt keiner vorbei. Bei der achten Auflage der bundesweit grĂ¶ĂŸten VogelzĂ€hlung, der diesjĂ€hrigen „Stunde der Gartenvögel“, liegt der Seriensieger Haussperling erneut vor allen anderen Arten. Mehr als 40.000 Vogelfreunde hatten vom 11. bis 13. Mai eine Stunde lang im Garten, im Park oder vom Balkon aus Vögel gezĂ€hlt und ihre Ergebnisse an den NABU und seinen bayerischen Partner, den Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV), gemeldet. Insgesamt beobachteten sie rund 940.000 Vögel aus ĂŒber 200 Arten. Auf den PlĂ€tzen zwei, drei und vier folgen dem Spatz die Amsel, Kohlmeise und Blaumeise.

„Die diesjĂ€hrige ZĂ€hlung zeigt, dass die heimischen Vögel den Winter offenbar gut ĂŒberstanden haben“, so Eric Neuling, NABU-Vogelexperte. Gravierende RĂŒckgĂ€nge waren nicht zu beobachten. Einzig die Rauchschwalbe, im Vorjahr noch auf Platz sieben, lag ein FĂŒnftel unter ihrem Bestand des vergangenen Jahres. GrĂŒnde können Störungen in den afrikanischen Winterquartieren, schlechtes Wetter auf dem Zugweg oder auch der anhaltende Mangel an Brutmöglichkeiten sein. Andererseits haben Arten wie Bachstelze, Ringeltaube und Feldsperling ihren AufwĂ€rtstrend der letzten Jahre fortgesetzt.

Deutlich zeigen sich die Auswirkungen des virusbedingten Amselsterbens aus dem letzten Sommer. Blieben bundesweit die AmselbestĂ€nde nahezu stabil, waren am nördlichen Oberrhein im Grenzgebiet von Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-WĂŒrttemberg RĂŒckgĂ€nge von 25 bis 45 Prozent zu verzeichnen. Vögel, die die Infektion ĂŒberstehen, werden immun. Dies vererbt sich allerdings nicht auf die Nachkommen, sodass das Usutu-Virus in jeder neuen Generation Opfer unter den Amseln fordern wird. Eine Gefahr des Aussterbens besteht dagegen nicht, die Amsel ist und bleibt eine unserer hĂ€ufigsten Vogelarten.

Insgesamt machen die zehn hĂ€ufigsten Arten in Deutschlands GĂ€rten etwa zwei Drittel der gesamten Vogelschar aus. Bemerkenswert ist dabei ihre regionale Verteilung. So nimmt der Star, ebenso wie die Nachtigall, von West nach Ost zu, wĂ€hrend die Heckenbraunelle und die Dohle – der „Vogel des Jahres 2012“ – ausgesprochene „Wessis“ sind. Die Ringeltaube wiederum ist im Norden und Westen besonders hĂ€ufig anzutreffen, wĂ€hrend sie nach SĂŒden hin abnimmt und sich im Schwarzwald ebenso wie im Voralpenland sogar ausgesprochen rarmacht.

Auch Deutschlands Spitzenreiter, der Haussperling, kommt im Osten deutlich hĂ€ufiger vor als im Westen. Unter den GroßstĂ€dten ist Berlin bei den Spatzen mit Abstand am beliebtesten, wĂ€hrend Hamburg und MĂŒnchen dem kleinen Singvogel offensichtlich wenig bieten. Gleiches gilt fĂŒr Teile des Ruhrgebiets: Bochum, Essen und Duisburg sind laut „Stunde der Gartenvögel“ die spatzenĂ€rmsten StĂ€dte Deutschlands.

Karten und Listen der vollstÀndigen Ergebnisse bis auf Kreisebene gibt es beim NABU online unter www.stunde-der-gartenvoegel.de, beim LBV unter www.lbv.de.
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ÖKO-TEST-Magazin Juni 2012
 
ÖKO-TEST-Magazin Juni 2012
Die Juni-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es seit dem 30. MĂ€rz im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro. Wieder mit dabei: Das
Elternmagazin Kinder Kinder mit vielen hilfreichen Tipps und Tests.

Aus dem Inhalt:

TEST: Lactosefreie Milchprodukte
Mit keinem der getesteten Produkte wird ein Verbraucher mit Lactoseintoleranz Probleme haben. Denn alle enthalten weniger als 0,1 Prozent Lactose. Die QualitĂ€t ist meist in Ordnung. Allerdings konnte ÖKO-TEST bei einem Produkt gentechnisch verĂ€ndertes Soja nachweisen. In einem Joghurtersatz, der auf der Verpackung mit „natĂŒrlichem Erdbeer-Aroma“ wirbt, wies das Labor synthetisches Aroma nach – sogar solche Aromenverbindungen, die in der Erdbeere gar nicht vorkommen. Im HirtenkĂ€se der Marke Minus L wurde der Weichmacher DEHP entdeckt, der als fortpflanzungsgefĂ€hrdend eingestuft wird.

TEST: Reiswaffeln
Dass Arsen im Reis steckt, weiß man zwar schon lange, aber jetzt war es ÖKO-TEST möglich, in einem Speziallabor getrennt nach organischem und dem giftigen anorganischen Arsen zu suchen. Das Ergebnis: Der Anteil des anorganischen Arsens am Gesamtarsen ist in Reiswaffeln besonders hoch; er liegt im Schnitt bei rund 80 Prozent. Allein einem Hersteller ist es gelungen, Waffeln anzubieten, die nur einen leicht erhöhten Arsengehalt haben. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass fast alle Produkte eine gehörige Portion des Krebsstoffs Acrylamid enthalten. In drei Marken fand das Labor zu viel vom Schwermetall Cadmium, was die Nieren und auch Knochen schĂ€digen kann.

TEST: Fluoridtabletten
Eltern sollen ihren Kindern in den ersten drei Lebensjahren Fluorid in Tablettenform geben, um deren ZĂ€hne vor Karies zu schĂŒtzen, so der Rat der KinderĂ€rzte. ÖKO-TEST wollte nun wissen, ob Produkte aus der Apotheke diese Aufgabe auch wirklich bewĂ€ltigen können, und hat geprĂŒft, ob Studien die Wirksamkeit belegen können. Das ResĂŒmee: Alle von ÖKO-TEST untersuchten PrĂ€parate sind geeignet, Karies vorzubeugen. Nur in einem Produkt steckt der Farbstoff Chinolingelb, der mit einer BeeintrĂ€chtigung der AktivitĂ€t und Aufmerksamkeit von Kindern in Verbindung gebracht wird.

TEST: Deos mit Langzeitwirkung
Glaubt man der Werbung, schĂŒtzen manche Deos 48 Stunden und lĂ€nger vor Schweißflecken und -geruch. Doch dieser Marketingaussage sollte man keinem Glauben schenken. ÖKO-TEST hat die Deos nicht nur im Labor auf problematische Inhaltsstoffe untersuchen lassen, sondern auch Wirksamkeitsstudien bei den Herstellern angefordert. Hier zeigte sich, dass kein Anbieter einen deutlich wahrnehmbaren Effekt ĂŒber die ausgelobte Wirkdauer der Deos nachweisen konnte. WĂ€hrend einige Hersteller gleich den Einblick in die Studien verweigerten, schickten andere wiederum Unterlagen zu, die sich nicht oder nur zum Teil auf die von ihnen gemachten Wirkversprechen beziehen. Denn so ist es beispielsweise wenig ĂŒberzeugend, wenn ein Deo fĂŒr MĂ€nner an Frauen getestet wird, weil der Schweißgeruch von MĂ€nnern viel intensiver ist.

TEST: Gartenmöbel aus Tropenholz
Darf man Gartenmöbel aus Tropenholz kaufen oder fördert man dadurch die Zerstörung des Regenwalds? Dieser Frage ist ÖKO-TEST nachgegangen. Die Recherchen zeigen: Firmen wie Kettler und Max Bahr nehmen ihre Verantwortung ernst und können belegen, dass die verwendeten Hölzer nicht durch eine illegale Rodung des Regenwaldes gewonnen werden. Manche Gartenmöbelhersteller konnten dagegen keinen Nachweis erbringen und legten aussagelose Bescheinigungen vor, die zum Teil von den HolzverkĂ€ufern selbst stammten. Ausgerechnet bei der Edelmarke Garpa stellte sich heraus, dass diese unter anderem bei einem indonesischen Unternehmen Teak bezieht, das aufgrund von Korruption und illegalem Holzhandel das FSC-Zertifikat verloren hat.

TEST: Reiseapotheke
PĂŒnktlich zur Reisezeit hat ÖKO-TEST die besten und gĂŒnstigsten rezeptfreien Arzneimittel fĂŒr die Urlaubsapotheke zusammengestellt. Dabei sind mehr als 60 PrĂ€parate zur Behandlung von Allergien, Durchfall, Insektenstichen, ReiseĂŒbelkeit und Schmerzen bei Erwachsenen sowie Kindern, ebenso Sonnenbrandmittel und Pflaster. Das Verbrauchermagazin hat die Wirkstoffe dieser Medikamente einer pharmakologischen Begutachtung unterziehen und auch die Hilfs- und Inhaltsstoffe ĂŒberprĂŒfen lassen.

TEST: Betriebliche Altersvorsorge
Die betriebliche Altersversorgung gilt als bequem und lukrativ. Der Test zeigt, dass dies nicht stimmt. Die Mehrheit der Tarife garantiert keinen Kapitalerhalt. Das bedeutet: Ob zu Rentenbeginn wenigstens die Summe aller Einzahlungen auf dem Betriebsrentenkonto steht, ist nicht sicher. Das Garantiekapital lag im Musterfall bis zu 1.967 Euro unter der Einzahlungssumme. Und auch fĂŒr die Arbeitgeber sind diese Renten riskant. Es ist nĂ€mlich fraglich, ob die Tarife ĂŒberhaupt den Vorgaben des Betriebsrentengesetzes genĂŒgen. Macht eine Versicherung Verluste, birgt das ein erhebliches Haftungsrisiko fĂŒr den Arbeitgeber.
 
 

 
NABU: Netzentwicklungsplan zeigt Optionen zur Gestaltung der Energiewende auf
Miller: Bau neuer Stromleitungen muss möglichst naturvertrÀglich erfolgen

Berlin – Die Übertragungsnetzbetreiber haben heute den Entwurf fĂŒr den ersten bundesweiten Netzentwicklungsplan fĂŒr neue Stromleitungen veröffentlicht. Der NABU begrĂŒĂŸt, dass damit erstmals ein Gesamtkonzept fĂŒr die weitere Ausgestaltung der Energiewende in Deutschland zur Diskussion vorliegt. „Der Netzentwicklungsplan zeigt verschiedene Optionen auf, welche Infrastrukturen fĂŒr die Integration insbesondere der erneuerbaren Energien benötigt werden. Mit diesen VorschlĂ€gen stehen wir aber erst am Anfang der Debatte darĂŒber, wo wir welche Netzausbaumaßnahmen zur Umsetzung der Energiewende benötigen“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Im Rahmen der nun folgenden öffentlichen Konsultation mĂŒssen Netzbetreiber und die Bundesnetzagentur ernsthaft prĂŒfen, wie das Ausmaß insbesondere der neu geplanten Stromtrassen weiter begrenzt werden kann.

Der NABU hĂ€lt die vorgesehenen 3.800 Kilometer neuer Leitungen nicht fĂŒr alternativlos. „Die Politik ist gefordert, auch andere Ausbaustrategien fĂŒr die Energiewende zu verfolgen. Neben der Senkung des Stromverbrauchs könnte zum Beispiel ein Teil der geplanten Windenergie-KapazitĂ€ten in der Nord- und Ostsee durch den stĂ€rkeren Zubau erneuerbarer Energien im SĂŒdwesten ersetzt werden“, so Miller. Erstmalig wurden in dem Entwurf auch 2.100 Kilometer Höchstspannungsleitungen in verlustarmer Gleichstromtechnik eingeplant, die sehr effizient den ĂŒberregionalen Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch im Stromnetz leisten können und gleichzeitig die negativen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung verringern. „Auch andere innovative Technologien wie die Erdverkabelung sollten bei der weiteren Konkretisierung der Planungen stĂ€rker berĂŒcksichtigt werden – und zwar ĂŒberall dort, wo Mensch und Natur durch Freileitungen unzumutbar beeintrĂ€chtigt werden“, forderte Miller.

Zudem mĂŒssten die Ergebnisse der UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung fĂŒr den Netzausbau abgewartet werden, die die Bundesnetzagentur begleitend zum Verfahren bis Herbst 2012 erstellt. Denn neue Stromtrassen bedeuten eine enorme VerĂ€nderung in der Landschaft und fĂŒr die LebensrĂ€ume bedrohter Tier- und Pflanzenarten. „Der NABU erwartet eine transparente Darstellung durch die Netzbetreiber und spĂ€ter durch die Bundesnetzagentur, wie mit den Stellungnahmen aus den UmweltverbĂ€nden und den betroffenen Regionen umgegangen wird. Ein ĂŒbereiltes Verfahren, bei dem die Bedenken der Öffentlichkeit als Bremsklotz der Energiewende abgestempelt werden, ist nicht akzeptabel“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Letztendlich mĂŒsse auch der Bundestag seine PrioritĂ€ten fĂŒr den Netzausbau auf Basis einer verbesserten Planungsgrundlage deutlich machen.
 
 

UGB-Forum 1/2012
 
UGB-Forum 1/2012 "Vegan – mehr als ein Trend?"
Eine vegane ErnĂ€hrung kann viele Probleme lösen: Sie trĂ€gt zum Klimaschutz bei und schĂŒtzt vor Stoffwechselkrankheiten, eine problematische Tierhaltung entfĂ€llt und schmecken tut sie auch. Andererseits ist sie als DauerernĂ€hrung nicht ganz so ideal: Ohne zusĂ€tzliches Vitamin B12 geht es beispielsweise nicht. Welche gesundheitlichen Vorteile eine vegane ErnĂ€hrung dennoch bietet und auf welche NĂ€hrstoffe besonders geachtet werden muss, verrĂ€t die neuste Ausgabe des UGB-FORUM mit dem Schwerpunkt "Vegan – mehr als ein Trend?" Das Heft nimmt die Motive unter die Lupe, die fĂŒr eine Lebensweise ohne tierische Produkte sprechen. Ethikforscher stellen angesichts des Welthungers und skandalöser VerhĂ€ltnisse in der Massentierhaltung die Frage, ob der Verzehr von Fleisch moralisch ĂŒberhaupt vertretbar ist. Andererseits gibt der ErnĂ€hrungsökologe Karl von Koerber zu bedenken, dass bei einer rein pflanzlichen ErnĂ€hrung die weltweit vorhandenen GrĂŒnflĂ€chen nicht fĂŒr die Nahrungsproduktion genutzt werden könnten. DarĂŒber hinaus berichtet eine Mutter, was es fĂŒr die Familie bedeutet, wenn die pubertierende Tochter plötzlich alles Tierische vom Speiseplan verbannt....

Preis: 8,50 Euro (zzgl. Versand)

Die Themen im Überblick:

BeweggrĂŒnde und Motive - Wieso vegan?
Vegane ErnĂ€hrung: Ein Plus fĂŒr die Gesundheit
Fleischkonsum: Wo bleibt die Moral?
Interview: Vegan am Familientisch
Klima und WelternÀhrung: Weniger Fleisch ist angesagt
Vegetarierbund macht sich Veganer stark

außerdem:
Fruchtzucker: Schlechter als sein Ruf
SelbststÀndigkeit: Klarheit finden
Akupressur: Die richtigen Punkte helfen heilen
Hafer: Primus unter den Körnern
Tipps: Workout fĂŒr die Stimme

zu beziehen hier
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Mit der NAJU und Arla entdecken Kinder die Wunderwelt Wiese
Große Aktionswoche fĂŒr kleine Wiesenforscher im September

Berlin, 29.5. - Der NABU, seine Jugendorganisation die NAJU und das Molkereiunternehmen Arla Foods setzen ihre erfolgreiche Kooperation fort. Durch das gemeinsame Projekt „Kinder entdecken die Natur werden auch dieses Jahr wieder Tausende Kinder die Natur entdecken und erforschen. Den Höhepunkt bildet eine bundesweite Aktionswoche im September, bei der alle Kinder aus NAJU-Gruppen, Kitas und Schulklassen die Wunderwelt Wiese entdecken werden. Die Erstellung von Aktionsmaterial fĂŒr KindergĂ€rten und Schulen ist Teil des Projekts. Es wird von UmweltpĂ€dagogen der NAJU konzipiert und bĂŒndelt Anregungen, Informationen und Anleitungen fĂŒr Experimente, Spiele und Aktionen in der Natur. Alle an der Aktionswoche teilnehmenden Kindergruppen werden von der NAJU mit kostenlosem Umweltbildungsmaterial unterstĂŒtzt.

FĂŒr die Aktionswoche wurde ein Aktionspaket geschnĂŒrt, das Kindern mit Spaß und Information den Lebensraum Wiese nĂ€her bringt. Auf Aktionskarten werden die wichtigsten Wiesenbewohner erlĂ€utert und kleine Forscheraufgaben gestellt. FĂŒr Kindergruppenleitungen liegt jedem Paket die neue BroschĂŒre „Kinder entdecken die Natur - Wiese bei. Darin sind Aktionstipps enthalten, mit denen Gruppenleitungen Kindern den Lebensraum Wiese schnell, kreativ und spannend vermitteln können.

„Die Aktionswoche bringt Kinder raus in die Natur und zeigt ihnen, wie artenreich und vielfĂ€ltig Wiesen sind. Es gibt unendlich viel Spannendes darin zu entdecken", so Melanie Jurthe vom NAJU-Bundesvorstand ĂŒber das gemeinsame Projekt. Ebenso glĂŒcklich zeigt sich der Projektpartner: „Wir freuen uns, dass wir die Partnerschaft mit dem NABU/der NAJU und das Projekt "Kinder entdecken die Natur" auch in diesem Jahr fortsetzen können. Es liegt uns bei Arla am Herzen, dass Kinder die Möglichkeit bekommen, zu erleben, wie spannend und vielfĂ€ltig die Natur sein kann!, so Matthias Brune, Marketing Director Arla Foods.

Die Aktionswoche findet vom 24.-30. September statt. Damit alle Gruppen genug Vorbereitungszeit haben, kann das kostenlose NAJU-Aktionspaket ab sofort unter www.NAJU.de oder per Post bestellt werden.

NAJU im NABU
Kinder entdecken die Natur
CharitĂ©straße 3
10117 Berlin
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Saola-Rind bleibt Mysterium
Ein Saola ist in die Kamerafalle getappt. © William Robichaud / WWF
 
Saola-Rind bleibt Mysterium
WWF warnt vor Aussterben der kaum erforschten Waldrinder

Blutegel helfen Wissenschaftler bei Erforschung.

Hanoi/Berlin - Auch zwei Jahrzehnte nach der sensationellen Entdeckung der bis dahin unbekannten Paarhufer-Spezies Saola in Vietnam bleiben die seltenen Tiere mit den bis zu 50 Zentimeter langen Hörnern ein weitgehendes Mysterium. Bisher wurden nur einige wenige Individuen lebend in freier Wildbahn gesichtet. Die Umweltschutzorganisation WWF, die das Saola 1992 auf einer gemeinsamen Expedition mit dem vietnamesischen Fortministerium vor 20 Jahren entdeckt hat, warnt nun davor, dass die Art aussterben könnte, bevor sie ĂŒberhaupt richtig erforscht sei. „Das Saola ist nicht nur eine der spektakulĂ€rsten, zoologischen Entdeckungen der vergangenen 50 Jahre sondern stellt auch ein großes Mysterium dar. Wir wissen bis heute kaum etwas ĂŒber Lebensweise und PopulationsgrĂ¶ĂŸe“, sagt Stefan Ziegler, WWF-Artenschutzreferent. Die letzte bestĂ€tigte Aufnahme eines Saolas in freier Wildbahn stammt von einer Fotofalle aus dem Jahr 1999. Ein Exemplar, das 2010 von Dorfbewohnern in Laos gefangen wurde, verstarb wenige Tage spĂ€ter.

Der Lebensraum der Waldrinder, die Annamiten-Region, erstreckt sich ĂŒber die Grenzregion zwischen Laos und Vietnam. WĂ€hrend auf laotischer Seite vor allem der illegale Holzeinschlag den Lebensraum bedrohe, stellten Wilderei und Jagd auf der vietnamesischen Seite ein Problem dar, so der WWF. Um das Saola vor dem Aussterben zu bewahren, wurde in den beiden LĂ€ndern ein Netz aus Schutzgebieten und Korridoren eingerichtet. Außerdem bekĂ€mpfen Behörden und WWF gemeinsam die grassierende Wilderei. Allein in dem Saola Nature Reserve der vietnamesischen Provinz Thua Thien Hue wurden seit Februar 2011 mehr als 12.500 Schlingen unschĂ€dlich gemacht und nahezu 200 illegale Jagd- und HolzfĂ€llercamps aufgespĂŒrt.

Parallel dazu versuchen Wissenschaftler mehr ĂŒber PopulationsgrĂ¶ĂŸe, Wanderrouten und Lebensweise der Waldrinder herauszufinden, um mit Hilfe neuer Erkenntnisse die Schutzmaßnahmen verbessern zu können. „Optimistische SchĂ€tzungen gehen von einigen hundert Saolas aus. Die PopulationsgrĂ¶ĂŸe könnte sich jedoch auch bereits nur noch im zweistelligen Bereich bewegen", so Stefan Ziegler. Um akkurater BestandsschĂ€tzungen vornehmen zu können, sammeln die Wissenschaftler jetzt landlebende Blutegel im potentiellen Saola-Lebensraum. Im Labor kann dann untersucht werden, ob die Parasiten in den vergangenen Monaten Saola-Blut zu sich genommen haben. Von der Anzahl der positiven Befunde, lassen sich nach Abschluss des Projekts RĂŒckschlĂŒsse auf die tatsĂ€chliche Saola-BestandsgrĂ¶ĂŸe ziehen.
 
 

 
„Kommunalwald braucht eine sichere Zukunft“
NABU und DStGB stellen acht Thesen zur Zukunft des Kommunalwaldes vor

Berlin – Der NABU und der Gemeinsame Forstausschuss „Deutscher Kommunalwald“ haben heute anlĂ€sslich des Symposiums „Zukunft gestalten im Kommunalwald“ acht Thesen zur Entwicklung des Kommunalwaldes vorgestellt. Mit ihnen wollen NABU und DStGB auf die Herausforderungen aufmerksam machen, die die KommunalwĂ€lder in naher Zukunft erwarten. „Wie es unseren KommunalwĂ€ldern ergeht, hĂ€ngt nicht nur entscheidend vom Klimawandel und der Energiewende ab, sondern auch von der kĂŒnftigen Haushaltslage der Kommunen“, erklĂ€rte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

StĂ€dte und Gemeinden besitzen rund ein FĂŒnftel der WaldflĂ€che in Deutschland. Der Kommunalwald erfĂŒllt dabei eine Vielzahl verschiedener Funktionen. Er liefert nicht nur entscheidende Rohstoffe und EnergietrĂ€ger, sondern dient auch der Erholung und der Umsetzung wichtiger Naturschutzziele. Angesichts der wachsenden Herausforderungen und Verschuldung von StĂ€dten und Gemeinden drohen dem Wald- und Naturschutz jedoch entscheidende Einschnitte. Damit der Spagat zwischen den verschiedenen AnsprĂŒchen an den Kommunalwald gelingen kann, fordern NABU und DStGB sichere Rahmenbedingungen fĂŒr Kommunen und Waldgebiete und warnen davor, in Zukunft am Schutz des Waldes zu sparen.

„Mit unseren gemeinsamen Thesen wollen wir Politik und Gesellschaft die Dringlichkeit verdeutlichen, mit der in Zeiten finanzieller und ökologischer Herausforderungen Sicherheiten fĂŒr den Wald geschaffen werden mĂŒssen. Mit unseren Thesen wollen wir konkrete Wege aufzeigen, die die Zukunft des Waldes auf sichere Beine stellen“, so Verbandsdirektor Winfried Manns, Vorsitzender des Gemeinsamen Forstausschusses „Deutscher Kommunalwald“ im Deutschen StĂ€dte und Gemeindebund (DStGB).

Aus Sicht des NABU und des DStGB gehören dazu neben angepassten WildbestÀnden auch eine Weiterentwicklung der Verwertungsmöglichkeiten von Laubholz, eine sichere und ausreichende Finanzierung des europÀischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 und die Beteiligung der Bevölkerung an den Zielen und Inhalten der Kommunalwaldbewirtschaftung.

Auch die Kommunen stellten aus ihrer Sicht LösungsansĂ€tze fĂŒr die Zukunft des Waldes dar. So zeigten sechs Regionen Ideen, die von der GrĂŒndung von Waldgenossenschaften ĂŒber verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten von Schutzgebieten, den Ausbau der erneuerbaren Energien im Wald bis hin zur BĂŒrgerbeteiligung und das Thema Wald im Schulunterricht reichten.

Das Symposium findet im Rahmen des Projektes „Zukunft gestalten im Kommunalwald“ statt und wird vom Bundesamt fĂŒr Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

Das ausfĂŒhrliche Thesenpapier kann unter www.nabu.de/kommunalwald heruntergeladen werden.
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NABU-Umweltpreis „GrĂŒner Einkaufskorb”: Startschuss fĂŒr Bewerbungsrunde 2012
Tschimpke: Herausragende Umweltschutz-Pioniere im Einzelhandel gesucht

Berlin – Nachhaltiger Konsum entscheidet sich am Verkaufsort, so lautet die Botschaft des diesjĂ€hrigen „GrĂŒnen Einkaufskorbs“, dem NABU-Umweltpreis fĂŒr engagierte LebensmittelhĂ€ndler. MĂ€rkte, die ihre Regale mit saisonalen, regionalen und umweltfreundlichen Waren fĂŒllen, machen es fĂŒr Verbraucherinnen und Verbraucher leichter, ökologisch einzukaufen. Der Verband zeichnet auch 2012 LebensmittelmĂ€rkte aus, die durch ihr Warenangebot den Kauf von umweltfreundlichen Produkten in besonderem Maße fördern. „Mit der Auszeichnung wollen wir einerseits besonderes Engagement belohnen und andererseits Handelsunternehmen dazu ‚anstiften‘, sich fĂŒr nachhaltigen Konsum einzusetzen. Bewerben können sich alle HĂ€ndler, egal ob kleiner Dorfladen, Discounter oder großer Biosupermarkt“, erklĂ€rte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Preise werden in den drei Kategorien „Filialen der großen Lebensmittelketten“, „SelbststĂ€ndige LebensmittelmĂ€rkte“ und „BiolebensmittelmĂ€rkte“ vergeben. ZusĂ€tzlich ist in diesem Jahr ein Sonderpreis fĂŒr Vertriebslinien ausgeschrieben. Bewertet wird herausragendes Engagement beim Verkauf von umweltfreundlichen GetrĂ€nkeverpackungen.

Mit der Auswahl und PrĂ€sentation der Produkte leistet der Lebensmitteleinzelhandel einen entscheidenden Beitrag dazu, ob Verbraucherinnen und Verbraucher auf umweltfreundliche Produkte aufmerksam werden und sie in den Einkaufskorb legen. „Zwei von drei Verbrauchern entscheiden erst an der Ladentheke, welche Schokolade sie kaufen. Umso wichtiger ist es, dass gerade Produkte mit Umweltsiegeln wie Bio, FSC, Blauer Engel und Fair Trade den Großteil des Sortiments ausmachen“, erlĂ€uterte NABU-Umweltexpertin Indra Enterlein zur Motivation und Verleihung der Auszeichnung „GrĂŒner Einkaufskorb“. Der ausgefĂŒllte Teilnahmebogen kann bis zum 3. September 2012 im Rahmen des Wettbewerbs zum GrĂŒnen Einkaufskorb eingereicht werden. Über die Sieger entscheidet eine Jury aus Einzelhandels- und Umweltexperten. Den Gewinnern des Wettbewerbs wird im festlichen Rahmen mit GĂ€sten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der „GrĂŒne Einkaufskorb 2012“ verliehen. Den ausgezeichneten MĂ€rkten winkt als Hauptpreis nicht nur der ansehnliche Award, sondern auch ein Kochevent mit BioSpitzenkoch Tino Schmidt.
 
 



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