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Verschiedenes

Buchtipp: Heike KĂŒgler-Anger
 
Buchtipp: Heike KĂŒgler-Anger "Vive la Provence!"
Vegan genießen auf sĂŒdfranzösische Art: Provence – mon amour

Lavendelblau, betörendes Licht und Picknick im Orangenhain – die Provence lĂ€dt dazu ein, das Leben mit allen Sinnen zu genießen. Dabei bietet die sonnenverwöhnte KĂŒche dieser Region im SĂŒden Frankreichs traditionell eine Vielzahl rein pflanzlicher Gerichte – und ist damit eine wahre Fundgrube fĂŒr alle, die sich vegan ernĂ€hren oder neue mediterrane Gerichte probieren möchten.
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WWF fordert höhere Ambitionen fĂŒr CO2-Grenzwerte
WWF: 95 Gramm Grenzwert nicht genug um Innovationsdruck auszulösen

Berlin - Die EU-Kommission hat ihren Verordnungsentwurf zu CO2-Grenzwerten fĂŒr Neuwagen vorgestellt. Demnach wird der Grenzwert von 95g CO2 pro Kilometer in 2020 fĂŒr die gesamte europĂ€ische Neuwagenflotte bestĂ€tigt. Der WWF begrĂŒĂŸt den Kommissionsvorschlag als wichtigen Schritt fĂŒr mehr Klimaschutz im Verkehr. Ein niedriger CO2-Grenzwert vermindere nicht nur den CO2- Ausstoß und trage so zum Klimaschutz bei. Auch die Konsumenten profitierten von spritsparenden Fahrzeugen angesichts steigender Kraftstoffkosten. „Die existierenden Grenzwerte haben zu CO2-Einsparungen gefĂŒhrt, und sie wurden billiger und schneller als geplant erreicht. Damit zeigt sich: Die Grenzwerte wirken fĂŒr den Umweltschutz und steigern die internationale WettbewerbsfĂ€higkeit der Autoindustrie“, sagt Viviane Raddatz, Verkehrsexpertin des WWF Deutschland.

Der WWF kritisierte allerdings, dass der Grenzwert nicht ambitioniert genug angesetzt sei, und bemĂ€ngelte das Fehlen eines Vorschlags fĂŒr ein lĂ€ngerfristiges Grenzwertziel. „Ein Grenzwert von 80g CO2/km fĂŒr 2020 und vor allem von 60g CO2/km fĂŒr 2025 sind klimapolitisch notwendig und ein wirksamer Anreiz fĂŒr Innovationen, vor allem auch um mehr umweltfreundliche Elektroautos auf die Straße zu bekommen. Langfristige Grenzwerte geben den Herstellern Planungssicherheit und garantieren langfristig die WettbewerbsfĂ€higkeit der europĂ€ischen Autoindustrie“, sagte Viviane Raddatz.

Zur Förderung der ElektromobilitĂ€t hat die Kommission eine Mehrfachanrechnung von Elektroautos mit dem Faktor 1,3 fĂŒr maximal 20.000 Autos vorgesehen. „GrundsĂ€tzlich bringt eine Mehrfachanrechnung wenig fĂŒr die ElektromobilitĂ€t, weil dadurch nicht mehr E-Mobile auf die Straße kommen, die Emissionen aber bei den konventionellen Autos trotzdem entstehen. Fest steht: Der beste Weg zu vielen umweltfreundlichen Elektroautos ist ein niedriger Grenzwert“, erklĂ€rt Viviane Raddatz.

Nach dem aktuellen Gesetzesentwurf sind die einzelnen Hersteller unterschiedlich in der Pflicht. „Wir sehen, dass die deutschen Hersteller in den letzten Jahren sehr erfolgreich an der Reduzierung des CO2-Ausstoßes ihrer Flotten gearbeitet haben, dennoch mĂŒssen Anreize gesetzt werden, das Fahrzeuggewicht noch weiter zu reduzieren“, sagte Viviane Raddatz. Die Diskussion um die Verteilung der Lasten beziehe sich nur auf wenige Gramm mehr oder weniger bei den deutschen Herstellern. Wichtig sei aber vor allem, dass die Industrie kontinuierlich an der Reduktion der CO2-Emissionen und Erreichung der Grenzwerte weiterarbeite.

Zum Hintergrund:
Auf einer Strecke von 100km verbraucht ein Auto mit einem Grenzwert von:
130g CO2/ Km 4,9 Liter Diesel oder 5,6 Liter Benzin
95g CO2/Km 3,6 Liter Diesel oder 4,1 Liter Benzin.
80g CO2/Km 3,1 Liter Diesel oder 3,4 Liter Benzin.
60g CO2/Km 2,7 Liter Diesel oder 3 Liter Benzin.
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Freiburg: Wasserschlössle Fest
Wasserschlösse Freiburg / Foto: badenvoa Archiv
 
Freiburg: Wasserschlössle Fest
Das Wahrzeichen der Freiburger Wasserversorgung öffnet seine TĂŒren

Am Sonntag, 15. Juli lĂ€dt badenova von 11 Uhr bis 18 Uhr zum Wasserschlössle Fest ein. Der HochbehĂ€lter aus dem Jahr 1895, oberhalb des Sternwalds, ist fĂŒr viele Freiburger das Wahrzeichen der hiesigen Wasserversorgung. Vor rund einem Jahr wurde der historische Bau umfĂ€nglich saniert, nun wird er einen Tag lang fĂŒr die Bevölkerung geöffnet.
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Artenschutz/Vogelschutz: Millionen Zugvögel auf Zypern getötet
NABU fordert Stopp der illegalen Vogeljagd

Zypern/Berlin – AnlĂ€sslich der Übernahme der EU-RatsprĂ€sidentschaft durch Zypern fordern der NABU und sein Dachverband BirdLife den Mittelmeerstaat auf, seine massive Zugvogeljagd zu beenden und damit geltendes EU-Recht einzuhalten. „Jedes Jahr verenden auf Zypern fast drei Millionen Zugvögel, weil bestimmte Vogelarten in Restaurants als angebliche Delikatesse auf dem Tisch landen“, erklĂ€rte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Dabei werden im Mittelmeerstaat sowohl Leimruten als auch engmaschige, so genannte Japannetze zur Jagd eingesetzt, die nach EU-Recht (Vogelschutzrichtline, 2009/147/EC) und zyprischem Recht (N. 152(I)/2003) zur Jagd verboten sind.

„Zypern hat sich mit dem Beitritt zur EuropĂ€ischen Union im Jahr 2004 dazu verpflichtet, die EU-Vogelschutzrichtlinie umzusetzen. Doch davon ist das Land noch weit entfernt“, kritisierte Tschimpke. Der NABU appellierte deshalb an Bundesumweltminister Peter Altmaier, das Thema bei den anstehenden Arbeitstreffen auf EU-Ebene anzusprechen und auf eine effektive Durchsetzung des Gesetzes in Zypern zu drĂ€ngen.

BirdLife Cyprus, die Partnerorganisation des NABU in Zypern, fĂŒhrt seit 2002 ein Monitoring des illegalen Vogelfangs durch. Demnach wurden allein im Jahr 2011 bis zu 2,8 Millionen Vögel auf der Insel getötet. Obwohl die VogelfĂ€nger es lediglich auf einige Dutzend Arten abgesehen haben, werden regelmĂ€ĂŸig mehr als 150 Vogelarten, darunter 78 gefĂ€hrdete, gefangen. So sterben in Zypern in großer Zahl MönchsgrasmĂŒcken, Rotkehlchen und Nachtigallen, aber auch seltene Vögel wie Wiedehopfe oder Bienenfresser. Denn in den zur Jagd eingesetzten, nach EU-Vogelschutzrichtlinie verbotenen, Netzen und Leimruten verfangen sich sĂ€mtliche kleinere Vogelarten. „Diese illegalen Fangmethoden fĂŒhren zu einem Vogelmord riesigen Ausmaßes. 2,8 Millionen tote Zugvögel haben zudem erhebliche Auswirkungen auf jene Arten, die wir als Brutvögel in Deutschland mit großem Aufwand zu schĂŒtzen versuchen“, so Tschimpke.

Der Zugvogelfang auf Zypern ist inzwischen ein profitables GeschĂ€ft, das in großen Teilen durch eine Mafia kontrolliert wird. Jedes Jahr verdienen die Profiteure mehrere Millionen Euro durch den illegalen Verkauf gefangener Vögel an Restaurants, wo diese als „traditionelle Delikatesse“ unter dem Namen „Ambelopoulia“ angeboten werden. „Hier sind dringende und durchgreifende Maßnahmen nötig. Wir appellieren daher an Bundesminister Altmaier, diesen Skandal im Rahmen seiner anstehenden GesprĂ€che mit der EU-RatsprĂ€sidentschaft zu thematisieren und die zyprische Regierung aufzufordern, ihre Verpflichtungen fĂŒr das europĂ€ische Naturerbe wahrzunehmen“, so NABU-PrĂ€sident Tschimpke.

Der Stopp der illegalen Vogeljagd ist eine der zentralen Forderung, die der NABU an die zyprische EU-RatsprÀsidentschaft richtet. Die vollstÀndigen Forderungen von BirdLife International, dem Dachverband des NABU, nachfolgend:
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Energiewender gesucht
Teilnehmer von der letzten Fortbildung / Foto: fesa e.V.
 
Energiewender gesucht
Fortbildung "Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement" geht in die zweite Runde

Freiburg, 09.07.2012: FĂŒr eine erfolgreiche Energiewende sind wir auf die Gemeinden im lĂ€ndlichen Raum angewiesen. Doch die Erneuerbaren Energien kommen nicht von allein. In den Kommunen und Betrieben braucht es kompetentes Personal und engagierte Menschen, die sich mit den spezifischen Bedingungen in kleineren und mittleren Kommunen auskennen, Konzepte erstellen können, Projekte betreuen und BĂŒrgerbeteiligung organisieren. Um vor Ort die Kompetenzen und HandlungsfĂ€higkeit zu schaffen, bietet der fesa e.V. in Zusammenarbeit mit ifpro nun zum zweiten Mal die erweiterte Fortbildung "Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement" an.

"Sowohl die Kommunen und Unternehmen in der Region als auch ehrenamtlich Aktive in Klimaschutzarbeitskreisen oder Agenda-21-Gruppen tragen immer wieder an uns heran, dass mehr Wissen und Kompetenz fĂŒr die DurchfĂŒhrung von Klimaschutzprojekten in kleinen und mittleren Gemeinden nötig sind", erklĂ€rt Nico Storz, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des fesa e.V. "Der fesa e.V. unterstĂŒtzt die Kommunen auf ihrem Weg in Richtung Energiewende und bietet deshalb in Kooperation mit ifpro, dem Institut fĂŒr Fortbildung und Projektmanagement die Fortbildung ,Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement' an." Der Kurs findet vom 12. Oktober 2012 bis zum 23. MĂ€rz 2013 statt und umfasst 15 Wochenendseminare mit insgesamt 180 Unterrichtseinheiten. Die berufsbegleitende Fortbildung richtet sich an kommunale Angestellte und Gemeindevertreter, Unternehmen im Bereich Klimaschutz und Energie, Hochschulabsolventen zur beruflichen Spezialisierung sowie Personen aus lokalen Energie- und Umweltschutzgruppen. Der aktuelle Kurs ist eine Weiterentwicklung des Kurses "Kommunales Energiemanagement", den elf TeilnehmerInnen im MĂ€rz 2012 erfolgreich abgeschlossen haben.

Andreas Meyer hat als Beauftragter fĂŒr Energiemanagement der Schwarzwaldgemeinde Niedereschach die Fortbildung besucht, um vor Ort das neu entwickelte Energiekonzept umsetzen zu können. "Die Fortbildung des fesa e.V. ist ein wichtiger Baustein zum Erreichen einer glaubwĂŒrdigen und nachhaltigen Klimaschutzpolitik einer Kommune", bilanziert er den Kurs. "Mit den vermittelten Inhalten ist meine Gemeinde in der Lage, neue Handlungsfelder zur nachhaltigen Reduzierung von Treibhausgasen fĂŒr sich zu erschließen und somit ihrer Vorbildfunktion gegenĂŒber ihren BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern gerecht zu werden. Die aufgezeigten Potenziale und Handlungsfelder tragen im erheblichen Ausmaß zur Umsetzung der kommunalen Klimaschutzziele bei und decken Einsparmöglichkeiten im kommunalen Haushalt auf. Auch die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und den Gremien der Kommune profitiert spĂŒrbar von der Fortbildung. So können Fragen schneller beantwortet und auf eine externe, kostenpflichtige Beratung im Klimaschutzfragen oft verzichtet werden."

Teilnehmerin Marlies Billich gehört mit zu der Gruppe engagierter BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die im FrĂŒhjahr dieses Jahres einen "Arbeitskreis Energie & Klimaschutz" in Efringen-Kirchen gegrĂŒndet hat. Nach Abschluss ihrer Fortbildung beabsichtigt Marlies Billich ihr Wissen zum Nutzen der Gemeinde zunĂ€chst im Rahmen der Arbeit in der Lokalen Agenda einzubringen. "Die Inhalte wurden sehr praxisbezogen und gut vermittelt", so Marlies Billich. "Durch die Projektarbeit konnte das Erlernte sinnvoll in die Tat umgesetzt werden. Ich hoffe, dass noch viele Menschen die Möglichkeit haben, den Kurs zu besuchen und sich so direkt bei der Gestaltung der Energiewende in ihren Gemeinden vor Ort beteiligen können."

Auch Mattias Rausch, der die Fortbildung im Anschluss an sein Geographiestudium besucht hat, ist zufrieden: "Die Fortbildung hat mir einen umfassenden Einblick in die Themen der Energiewende gegeben." Schön auch, dass er unter den Referenten der Fortbildung gleich einen neuen Arbeitgeber gefunden hat. "Besonders wertvoll fĂŒr mich und meinen neuen Arbeitgeber sind vor allem die zahlreichen Praxiserfahrungen, welche die Dozenten uns Teilnehmern mit auf den Weg gaben. Die Fortbildung ist daher genau richtig fĂŒr alle, die sich nachher aktiv engagieren möchten." Bei endura kommunal in Freiburg entwickelt er jetzt Klimaschutzkonzepte und NahwĂ€rmenetze. Pascal Zimmer, ebenfalls Geograph, hat nach Abschluss der Fortbildung eine Anstellung beim Windkraftentwickler wpd gefunden. "Was mir die Fortbildung gebracht hat, ist zum einen die Vertiefung von Fachwissen ĂŒber Erneuerbare Energien und die diversen Nachhaltigkeitsaspekte", meint Pascal Zimmer. "Noch viel hilfreicher war der Kontakt zu Experten aus der Praxis und der Einblick in deren alltĂ€glich Arbeit sowie die Erkenntnis, dass Energiewende und Systemwechsel nicht nur technische, sondern zum großen Teil psychologische und zwischenmenschliche Probleme sind."

Ausgehend vom Kontext lokaler Klimaschutz und regionale Wertschöpfung vermittelt die Fortbildung den Teilnehmern ein vielfĂ€ltiges Instrumentarium. Experten aus der Praxis bieten ein breites Basiswissen ĂŒber Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Contracting, rechtliche Rahmenbedingungen, Öffentlichkeitsarbeit, Klimaschutzinstrumente und Förderprogramme. Einen anschaulichen Einblick in die praktische Umsetzung von Projekten und Konzepten vor Ort bekommen die Teilnehmer durch eine Vielfalt von Referenten, die ganz konkret aus ihren Kommunen und Institutionen berichten. Eine intensive EinfĂŒhrung in das Projektmanagement, verbunden mit praktischen Übungen und der Umsetzung eines im Rahmen des Kurses durchgefĂŒhrten, eigenen Projektes runden das Programm fĂŒr die Klimaschutzmanager von morgen ab. "Unsere Dozentinnen und Dozenten sind ausgewiesene FachkrĂ€fte, die ĂŒber eine sehr große praktische Erfahrung verfĂŒgen", ergĂ€nzt Dr. Wulf Westermann, Projektleiter bei ifpro. "Zudem zeichnet sie eine langjĂ€hrige Lehrerfahrung aus." Am Ende des Kurses steht eine PrĂŒfung, die sich aus der kursbegleitenden Projektarbeit und einer PrĂ€sentation der Ergebnisse zusammensetzt.

Die Fortbildung ist Teil der Kampagne "Energieautonome Kommunen", mit der der fesa e.V. die Kommunen auf dem Weg in die Energiewende unterstĂŒtzt. "Die Kommunen sind prĂ€destiniert, die Vorreiterrolle einzunehmen", so Nico Storz vom fesa e.V. "Wir können unsere energie- und klimapolitischen Ziele nur erreichen, wenn die erheblichen Potenziale zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz, die in den Kommunen schlummern, ausgeschöpft werden."
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Buchtipp: Ingrid und Alexander Neukert
 
Buchtipp: Ingrid und Alexander Neukert "Einfach mal vegan"
KĂŒchenzauber – frisch und vollwertig, unkompliziert und schnell zubereitet. Vegan kochen fĂŒr mehr VitalitĂ€t und Lebensfreude

Knusprige Kartoffeltorte mit Rosmarin, KĂŒrbisrisotto und Rosenbrot frisch aus dem Ofen – mit ihrem Kochbuch »Einfach mal vegan«, erschienen im pala-verlag, laden die Gesundheitsberater Ingrid und Alexander Neukert dazu ein, sich tĂ€glich etwas Gutes zu tun.
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Internationaler Artenschutz / Neuseeland / Delfine
IWC fordert Schutzmaßnahmen fĂŒr seltensten Meeresdelfin der Welt
NABU International: Ausweitung der Schutzgebiete geht zu langsam voran

Panama City – Über das Schicksal der kleinsten und seltensten Meeresdelfine der Welt, der neuseelĂ€ndischen Hector- und Maui-Delfine, diskutierten in dieser Woche Regierungsvertreter und NaturschĂŒtzer auf der 64. Internationalen Walfangkommission (IWC) in Panama. Der Wissenschaftsausschuss der IWC forderte Neuseeland dazu auf, den dramatischen RĂŒckgang der beiden Delfinarten sofort zu stoppen. „Damit unterstĂŒtzt die IWC, was NABU International seit Jahren kritisiert: Dass die gegenwĂ€rtigen Schutzgebiete zu klein sind und fĂŒr Kiemen- und Schleppnetzfischerei, die grĂ¶ĂŸte Gefahr fĂŒr die Delfine, verboten werden mĂŒssen, um ein Aussterben der Art zu verhindern“, so Thomas Tennhardt, Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung.

Seit der EinfĂŒhrung der Nylon-Kiemennetze in den 1970er Jahren, ist der Bestand der Hector-Delfine von 30.000 auf 7.000 gesunken. Die Situation der Maui-Delfine, einer Unterart der Hector-Delfine, ist noch dramatischer: Mit einem Verlust von mehr als 94 Prozent leben heute nur noch etwa 55 Individuen, darunter weniger als 20 gebĂ€rfĂ€hige Weibchen. Bei einem derzeitigen RĂŒckgang von jĂ€hrlich circa drei Prozent steht diese Delfinart unmittelbar vor dem Aussterben.

Auf die Forderungen der IWC reagierte Neuseeland mit dem Hinweis auf eine kĂŒrzlich erfolgte Ausweitung des Schutzgebietes fĂŒr Maui-Delfine, erwĂ€hnte dabei aber nicht, dass diese Maßnahmen nur auf wenige Monate begrenzt sind, nicht fĂŒr Schleppnetzfischerei gelten und den grĂ¶ĂŸten Teil des Lebensraumes der Delfine gar nicht beinhalten. „Somit entsprechen diese Maßnahmen weder den IWC-Forderungen, noch werden sie ein Aussterben der Maui-Delfine verhindern“, kritisierte Barbara Maas, Artenschutzexpertin der NABU International Naturschutzstiftung. Die neuseelĂ€ndische Regierung stehe unter dem Druck der Fischereiindustrie, die sich energisch gegen jegliche Maßnahmen zum Schutz der Delfine auflehne.

NABU International unterstĂŒtzt einen Fond zum Schutz von Kleinwalen und Delfinen und fordert, dass Neuseeland nun endlich das erforderliche Engagement aufbringt, um das Aussterben der Maui-Delfine als erste Meeresdelfinart aufgrund menschlicher AktivitĂ€ten zu verhindern. Andernfalls wĂŒrde der Ruf Neuseelands als umweltbewusste und verantwortliche Nation fĂŒr immer befleckt.
 
 

 
Abschlussveranstaltung des Projekts „200 Familien aktiv fĂŒrs Klima“ im WaldHaus
203 Familien nahmen teil, 47 (!) Veranstaltungen mit
insgesamt 1100 Teilnehmenden und 170 Haushalte mit
individueller Energieberatung

Am Samstag, 7. Juli, findet von 11.30 bis 14.30 Uhr die
Abschlussveranstaltung des Projekts „200 Familien aktiv fĂŒrs
Klima“ im Waldhaus statt. Alle Familien,
Wohngemeinschaften, Paare oder Singles, mit und ohne
Kinder, die an dem außergewöhnlichen Projekt teilgenommen
haben, erwartet ein abwechslungsreiches Programm.

Das Programm im WaldHaus bietet unter anderem einen
Klimaschutz-Parcours, der den Familien die Gelegenheit
bietet, ihre Erfahrungen ĂŒber das Alltagsverhalten und
nachhaltigen Lebensstil mit anderen Familien auszutauschen.
Mit Quizfragen können die Familien erkunden, was sie alles in
dem Jahr gelernt haben. Aus den Experimenten „50-km-DiĂ€t“
und „Leerer gelber Sack“ sind umfassende Produktlisten
entstanden, die allen Teilnehmern vorgestellt werden. „Arm
aber Bio!“ heißt der Höhepunkt des Programms. Die Autorin,
Rosa Wolff, ist bei der Abschlussveranstaltung zu Gast und
wird aus ihrem Buch vorlesen und von ihrem witzigen und
lehrreichen Selbstversuch berichten.

Anschließend zeigt eine internationale Gruppe von
Studierenden der Freiburger UniversitĂ€t ihren Film „Sustain
Ability“ ĂŒber ein manchmal komisches und sehr radikales
Experiment, sich an einen klimafreundlichen Lebensstil zu
halten. Bei der Abschlussveranstaltung macht
UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik deutlich: „Die ĂŒberaus
rege Teilnahme der ĂŒber 200 Freiburger Familien an diesem
neuen und ungewöhnlichen Projekt zeigt, dass dahinter viele
Menschen stehen, die den Begriff „Nachhaltigkeit“ tatsĂ€chlich
auch leben. FĂŒr unsere Gesellschaft wird es immer wichtiger,
nachhaltiges Denken und Handeln bewusst zu machen und
zu fördern.“ Deshalb dankt BĂŒrgermeisterin Stuchlik allen, die
an diesem innovativen Projekt teilgenommen haben.

Mit einer großen Auftaktveranstaltung wurde das Projekt „200
Familien aktiv fĂŒrs Klima“ Anfang Mai 2012 mit
BundesumweltpreistrĂ€ger Rainer Grießhammer gestartet.

Bei der Auftaktveranstaltung waren zunÀchst etwa 120
Familien dabei, andere Familien kamen in den nÀchsten
Monaten dazu, so dass insgesamt 203 Familien
teilgenommen haben.

Von Mai 2011 bis Ende Juni 2012 organisierten die Experten
des Umweltschutzamts 47 (!) Veranstaltungen mit insgesamt
1100 Teilnehmenden zu den unterschiedlichsten Themen.
Ziel war, fĂŒr alle Themen und alle Altersgruppen viele
unterschiedliche Angebote anzubieten. Aus den
RĂŒckmeldungen der vielen Familien konnte das weitere
Angebot modifiziert und weiter „maßgeschneidert“ werden.

Spezielle Projekte ĂŒber das breitgefĂ€cherte
Veranstaltungsprogramm setzten einzelne Familien um: An
der 50-km-DiÀt haben insgesamt zehn Familien
teilgenommen. FĂŒr eine Woche durften die Familien nur das
essen und trinken, was im Umkreis von 50 Kilometern
gewachsen und produziert wurde.

Sechs Familien entwickelten zusammen das Experiment
„Leerer gelber Sack“, und wurden von zwei weiteren
interessierten Familien unterstĂŒtzt. Ziel war keinen
PlastikmĂŒll, Tetrapack und Dosen innerhalb von vier bis
sechs Wochen zu verwenden. Als die Partnerstadt
Besançon ĂŒber das Experiment erfahren hat, haben sich
dort auch sieben französische Familien dem Projekt
angeschlossen. Ein deutsch- französischer
Erfahrungsaustausch der Familien fand wÀhrend des
Besuchs aus Besançon Mitte Mai statt.

In der Stadtbibliothek wurde eine Vorlesung ĂŒber das Thema
Klimaschutz extra fĂŒr Kinder angeboten. WĂ€hrend der
Pfingstferien fuhren drei Familien mit dem Fahrrad nach
Besançon. 17 Familien waren an dem Projekt
„Balkongarten“ interessiert und pflanzten GemĂŒse und
KrÀuter auf ihrem Balkon. Drei Experten leiteten das
Experiment und unterstĂŒtzten alle Familien mit
Informationen, Tipps und praktische Hilfe; wÀhrend des
Projekts ist dazu ein Blog entstanden.

Drei Familien haben sich eine Woche lang vegetarisch
ernĂ€hrt. Zwei vegetarische Teilnehmerinnen unterstĂŒtzten
und halfen den Familien bei diesem Experiment.

Die Projektgruppe Energie des Agenda 21 BĂŒros machte 170
Hausbesuche mit individueller Energieberatung. Und: Alle
Haushalten werden mit dem Fahrrad aufgesucht!!! Ein
EnergiemessgerÀt und eine LED-Lampe erhielten die
Familien als Geschenk; zusÀtzlich gab es drei
Infoveranstaltungen mit den Energieberatern.

Die Kooperation mit der Partnerstadt Besançon und das
Projekt „200 Famille active pour le climat“ zog sich ĂŒber das
gesamte Jahr: Am Anfang des Projektes waren zwei Besuche
geplant, so dass sich die Teilnehmenden in den zwei StÀdten
austauschen konnten. Durch das rege Interesse der
deutschfranzösischen Familien an dem Projekt fand noch ein
zusÀtzlicher Besuch statt.

Die Stadt Freiburg und badenova initiierten und organisierten
das Projekt „200 Familien aktiv fĂŒrs Klima“; unterstĂŒtzt wurden
sie vom Innovationsfonds fĂŒr Klima- und Wasserschutz der
badenova. Viele weitere Partner wirkten mit: ASF, CarSharing
SĂŒdbaden, Centre Culturel Français, Eine Welt
Forum, fesa, Forstamt, Kaufrausch, Kreisverkehrswacht
Freiburg-MĂŒllheim e.V, Kunzenhof, Mobile, Musikschule
Freiburg, Ökostation, Planetarium Freiburg, Stadtbibliothek
Transition Town Initiative Freiburg, besonders die Gruppe
„Urban GĂ€rtnern, Umweltfreundlich zum Betrieb, VAG,
Veggietag, Volkshochschule oder das WaldHaus.

Das Umweltschutzamt kooperiert auch mit Wissenschaftlern
des Instituts fĂŒr Energie- und Umweltforschung (IFEU) aus
Heidelberg, das Publikationen ĂŒber das Thema regionale
ErnÀhrung veröffentlicht.
 
 



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