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Verschiedenes

Ă–KO-TEST-Magazin Oktober 2017
 
Ă–KO-TEST-Magazin Oktober 2017
Die Oktober-Ausgabe des Ă–KO-TEST-Magazins gibt es im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Aus dem Inhalt

Test: Margarine
Für die Palmölproduktion werden teilweise immer noch Regenwälder brandgerodet. Da Margarine zu rund 30 Prozent aus Palmöl besteht, wollte ÖKO-TEST wissen, ob die Hersteller verantwortungsvoll produzieren. Außerdem wurden die Produkte im Labor unter anderem auf Schadstoffe analysiert und die Fettzusammensetzung unter die Lupe genommen. Das Testergebnis enttäuscht, vor allem auch die Bio-Marken.

Test: Windeln
Wegwerfwindeln sind praktisch. Doch sie verursachen Müllberge. Wer jedoch auf Einweg nicht verzichten will, hat eine große Auswahl an guten Produkten. ÖKO-TEST kann mehr als die Hälfte der Produkte empfehlen. Kritikpunkte gibt es dennoch: Das Innenvlies einer Windel etwa ist mit einer Lotion beschichtet, in deren Rezeptur Erdölprodukte und Paraffine enthalten sind, bei einer anderen ist die Aufsauggeschwindigkeit mangelhaft.

Test: Faire Kosmetik
Verbraucher wollen mitbestimmen, welchen Einfluss ihr Konsum auf Umwelt, Mensch und Tier hat. Da liegt der Griff zu „fairer Kosmetik“ nahe. Doch was ist eigentlich faire Kosmetik? Und sind die Produkte automatisch unbedenklich? Der Test zeigt: Es gibt einige gute Ansätze, aber auch einiges zu bemängeln. So bedeutet „fairer Handel“ nicht immer gleich Naturkosmetik. In einem fairen Produkt steckten etwa Schadstoffe wie gesundheitsgefährdende Duftstoffe.

Test: Wärmepflaster
Die Anbieter von Wärmepflastern versprechen viel. So sollen ihre Produkte Rücken und Schultern entkrampfen sowie Muskel-, Gelenk- und Regelschmerzen lindern: Doch ihre Wirksamkeit ist nur dürftig belegt. Außerdem sind sechs Wärmer wegen Schadstoffen und fehlender Arzthinweise „mangelhaft“. Im Tragetest zeigten sich die meisten Produkte allerdings von einer besseren Seite: Alle Pflaster hielten im Schnitt eine Temperatur von mehr als 40 Grad Celsius über acht Stunden. Und fast alle klebten gut.

Test: Imprägniermittel
Imprägniermittel sollen Leder und Textilien gegen Nässe schützen, aber auch schmutzabweisend wirken. Die meisten der zehn Produkte schwächeln jedoch im Praxistest. Die Imprägnierleistung der Sprays lässt zu wünschen übrig. Zudem bieten sie kaum Schmutzschutz oder sie machen es noch schlimmer: Nach dem Auftragen des Produkts verbleibt deutlich mehr Testschmutz auf dem Leder als vor der Behandlung. Viele enthalten zudem immer noch problematische organische Fluorverbindungen.

Test: Elektrohäcksler
Die meisten Häcksler im Test leisten brauchbare Arbeit, sofern das Schnittgut nicht zu weich ist. Deutliche Unterschiede offenbaren sich allerdings in puncto Materialeinzug, Standfestigkeit und Lärm. Zwei Produkte sind etwa so laut wie Motorsägen. Insbesondere Walzenhäcksler haben zudem Probleme mit frischem laubreichem Material wie Hecken- und Staudenschnitt. Sie ziehen es schlecht ein und verstopfen leicht.

Test: Nachhaltigkeits-ETF
Keine Rüstungsgüter, keine Atomenergie, keine Firmen, die Probleme mit Menschen- und Arbeitsrechten sowie Umweltstandards haben oder die globale Klimaerwärmung befeuern – wer mit grünem Gewissen investieren will, kann auf nachhaltige Indexfonds setzen. Diese börsennotierten Investmentfonds, im Fachjargon Exchange Traded Funds oder kurz ETF genannt, sind im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds kostengünstiger, sollen aber genauso leistungsstark sein. ÖKO-TEST hat geprüft, ob die neuen grünen Produkte wirklich halten, was sie versprechen.

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Dieses Mal im Heft: Extra Kosmetik

Forschung und Entwicklung: Es darf ein bisschen mehr sein
Die Zeiten, in denen Naturkosmetik lediglich frei sein musste von problematischen Inhaltsstoffen, sind vorbei. Das setzen Verbraucherinnen voraus – und erwarten zudem, dass grüne Cremes & Co. ebenso wirken wie konventionelle Produkte. Dafür forschen Naturkosmetikhersteller auf Hochtouren.

Pflegeprodukte für Männer: Aufholjagd im Badezimmer
Auch richtige Kerle cremen und stylen sich heutzutage, mit allem, was die Tiegel hergeben – aber natürlich mit speziellen Männerpflegeprodukten. Diese gibt es mittlerweile in reicher Auswahl.

Seife selber machen: Auf dem Siedepunkt
Naturseife herzustellen hat sich zu einem weit verbreiteten Hobby entwickelt. BĂĽcher, Foren und Blogs beleben die alte Siedekunst wieder und passen sie mit Fantasie an heutige BedĂĽrfnisse an.

Naturkosmetik in sozialen Medien: Häppchenweise
Junge Anwender(innen) von Naturkosmetik informieren sich heute kaum noch im Fachhandel über Inhaltsstoffe, Produkte oder Konzepte der Hersteller. Sie holen sich das Wissen fast ausschließlich über soziale Medien – und kaufen auch online. Das zwingt die Anbieter zu einem Paradigmenwechsel in ihrer Kommunikationsstrategie.

Kosmetikstudios: Kurzurlaub für die Schönheit
Wer für ein paar Stunden die Hektik des Alltags ausblenden und sich verwöhnen lassen will, gönnt sich einen Besuch bei der Kosmetikerin. ÖKO-TEST gibt Tipps, wie man bzw. frau das richtige Studio findet und was einen dort erwartet – und welche Leistungen besser ein Arzt übernimmt.

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Und auĂźerdem:

Abfall: Wir geben uns den Rest
Abfallvermeidung ist in Deutschland oberstes Gebot, so will es das Kreislaufwirtschaftsgesetz. Doch tatsächlich werden wir zugemüllt. Die Bürger sind genervt, die Umwelt leidet – während Industrie, Handel und Entsorger profitieren.

 
 

 
Slow Food startet internationale Kampagne zu Klimawandel und Ernährung
Vom internationalen Slow-Food-Kongress in China ruft Slow Food sein internationales Netzwerk zum Engagement auf: "Wir müssen das Lebensmittelsystem ändern, um den Klimawandel abzumildern," so Slow-Food-Gründer Carlo Petrini in China vor 400 Delegierten. Im Kontext von Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion sind Klimaveränderungen ein längst erkanntes, zentrales Problem. Deshalb stellt Slow Food das Thema ins Zentrum seiner Arbeit und wird sich im Zuge der Kampagne "Menu for Change - mit Genuss und Verantwortung gegen den Klimawandel" über einen Zeitraum von drei Monaten hinweg verstärkt mit dem Thema Klimawandel und Ernährung auseinandersetzen.

"Es geht uns alle an: Der Klimawandel ist eine Krise, die eine gemeinsame Anstrengung der Menschen erfordert - jede unserer Entscheidungen ist wichtig, denn der Motor des Wandels ist die Summe unserer individuellen Handlungen," betont Carlo Petrini in China vor 400 Delegierten in Vertretung des internationalen Slow-Food-Netzwerkes und Terra Madre aus 90 Ländern. "Für Slow Food ist es quasi Pflicht, sich mit dem Klimawandel zu beschäftigen: Es gibt keine Lebensmittelqualität und kein gutes Essen ohne den Schutz der Umwelt, der Ressourcen und der Arbeit," so Petrini.

In der ganzen Welt startet Slow Food heute Menu for Change - mit Genuss und Verantwortung gegen den Klimawandel, die erste internationale Kommunikations- und Spendenkampagne der Bewegung, die Klimawandel und Ernährung in Beziehung zueinander setzt. Die landwirtschaftlichen Emissionen aus der Pflanzen- und Tierproduktion gehören zu den Hauptquellen der Treibhausgasemissionen wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffmonoxid (N2O): Alleine der Agrarsektor ist für 21% (FAO, 2015) der globalen Gesamtemissionen verantwortlich. Demgegenüber verursacht die Energiebranche 37%, der Verkehr 14% und die Industrie 11%. Das industrielle Lebensmittelproduktionssystem ist einer der Hauptverursacher für die Erderwärmung, während zu ihren Opfern in erster Linie die bäuerliche Landwirtschaft und die handwerkliche Fischerei zählen. Harvey, Irma, verheerende Trockenperioden, Überschwemmungen, verfrühte Weinlesen, Ernterückgänge und -ausfälle sowie der zunehmende Verlust an Boden, die Versauerung der Meere und die Erhöhung des Meeresspiegels - das sind nur einige Szenarien des Klimawandels, die drohen, in immer mehr Weltregionen zur Normalität zu werden und in immer kürzeren Zeitabständen wiederzukehren. Die Ursachen liegen in unserem menschlichen Tun bzw. Nicht-Tun begründet.

Die Folgen des Klimawandels treffen benachteiligte Weltregionen besonders stark. "Obwohl etwa die afrikanischen Länder zu den geringeren Treibhausgaserzeugern zählen, spüren die Menschen hier die Erderwärmung besonders deutlich. Extrem veränderte Wetterlagen schaden Bauern, Hirten und indigenen Gemeinschaften und gefährden ihre Ernährungssicherheit. Das zwingt Menschen zur Flucht und Migration," erklärt John Kariuki, Vizepräsident der Slow Food Stiftung für biologische Vielfalt während des Kongresses in China. "Durch die Förderung der Agrarökologie, den Schutz der biologischen Vielfalt sowie die Unterstützung von Erzeugern vor Ort setzt Slow Food sich in Afrika und in aller Welt aktiv dafür ein, Maßnahmen der Kompensation und der Anpassung an den Klimawandel voranzutreiben," so Kariuki.

Slow Food möchte mit der Kampagne Menu for Change zeigen, was jeder Verbraucher Tag täglich tun kann und sollte, um ausgehend vom Essen etwas zu bewegen. Angefangen beim Transportmittel, um Lebensmittel aus der Region zu erwerben. Soweit wie möglich sollten Verbraucher das Auto stehen lassen und stattdessen mit dem Fahrrad einkaufen, alternativ öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Der bereits angestoßene Abschied von der Plastikeinkaufstüte sollte weiter unterstützt und die Lebensmittel im Stoffbeutel verstaut werden. Die Menge an Verpackungsmüll, vor allem Plastik, bei Lebensmitteln muss deutlich reduziert werden. Dafür kann lose Ware gekauft werden. Mit der Ressource Wasser gilt es grundsätzlich schonend umzugehen, sei es aus der Flasche oder aus dem Hahn. Und beim Lebensmittel selbst: Hier ist das knubbelige Obst und Gemüse die charmantere und manchmal sogar geschmackvollere Alternative.

Lebensmittelverschwendung sollte gänzlich vermieden werden. Dafür gilt es vor dem Einkauf genau zu überlegen, was in welchen Mengen nötig ist. Das Mindesthaltbarkeitsdatum? Dies ist nur ein Richtwert, oft sind Lebensmittel noch weit darüber hinaus gut und schmackhaft. Verbraucher müssen anfangen in Kreisläufen zu denken: Wie können Ressourcen oder Produkte wieder- und weiterverwertet werden, statt zu früh auf dem Müllberg zu landen? Auch der Kauf saisonaler Erzeugnisse aus der Region sowie aus Bioanbau ist eine Entscheidung für das Klima. Bio-Produkte aus der Region verursachen meist geringere Treibhausgasemissionen als vergleichbare konventionelle Produkte. Der Genuss von tierischen Produkten sollte auf wenige Male pro Woche reduziert werden und Fleisch aus bodengebundener Weidehaltung stammen. Die Vorzüge und die Vielfalt fleischloser Alternativgerichte müssen populärer werden.

Während der Zeit der Kampagne berichtet Slow Food über die eigenen Kommunikationskanäle wie die Mitglieder und das eigene Netzwerk eine Lebensmittelproduktion unterstützen, welche mit den natürlichen Ressourcen schonend umgeht und die biologische Vielfalt erhält. Mit bundesweiten Aktionen, Aufklärungs- und Bildungsarbeit sowie dem Einsatz auf politischer Ebene sensibilisiert Slow Food Verbraucher, Erzeuger und Entscheidungsträger dafür national und international.
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Wegen Holzernte: GieĂźhĂĽbelstraĂźe vom 4. bis 18. Oktober gesperrt
Freiburg. Das städtische Forstamt wird in nächster Zeit im Forstrevier Schauinsland entlang der Kreisstraße K 9854, der Gießhübelstraße, zwischen der „Gießhübelkurve“ auf der Schauinslandstraße (L 124) und der Gemarkung Bollschweil Holz ernten. Dabei können Steine und Stammteile abgehen.

Wegen dieses Risikos bleibt die Gießhübelstraße von Mittwoch, 4., bis Mittwoch, 18. Oktober, voll gesperrt. Eine Umleitung ist ab dem Gasthaus Gießhübel über die Bergstation Schauinsland ausgeschildert. Das Forstamt bittet um Beachtung und Verständnis für diese unumgängliche Sperrung.
 
 

 
Europäische Lösungen beim Umweltschutz statt Insellösungen
- Alsace Nature und BUND-Regionalverband -

Die beiden grenznahen Umweltverbände Alsace Nature und der BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein begrüßen die beginnenden Anstrengungen der Politik, die Luft in den Städten und Gemeinden endlich sauberer zu machen, als wichtige erste Schritte für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen. Die Bevölkerung hat europaweit ein gesetzlich verbrieftes Recht, gesund zu leben und vor den Emissionen des Autoverkehrs wirksam geschützt zu werden. Umweltplaketten für Kraftfahrzeuge, wie es sie in Deutschland schon länger gibt und wie sie jetzt auch in Straßburg eingeführt wurden, sind wichtige erste Schritte in die richtige Richtung, die auch die Lebensqualität erhöhen. Um den Herausforderungen des Reisens besser gerecht zu werden, fordern die beiden Verbände auch die rasche Umsetzung eines integrierten öffentlichen Nahverkehrs am Oberrhein sowie eine Verstärkung von Infrastruktur und Ausrüstung für aktive Mobilität. (Radfahren, Fußgänger...)

Dennoch fordern der Vorsitzende von Alsace Nature Daniel Reininger und BUND-Regionalgeschäftsführer Axel Mayer die schnelle Einführung von europäischen Lösungen und von europaweit einheitlichen Plaketten. Angesichts einer zunehmenden Zahl von unterschiedlichen Plaketten und Regelungen wird es gerade für die Menschen im Grenzgebiet immer schwieriger und komplizierter, Städte und Gemeinden im Nachbarland zu besuchen. Sinnvoller Umweltschutz darf nicht zu Insellösungen und zu einer neuen europäischen Kleinstaaterei führen. Auch die Debatte um die deutsche PKW-Maut ist gegen den europäischen Gedanken gerichtet, auch hier sollten europäisch einheitliche Lösungen angestrebt werden.
Sinnvolle und notwendige Regeln für mehr Umweltschutz dürfen die Menschen nicht trennen, die jetzigen Plaketten sind nur als Übergangslösungen akzeptabel.

Daniel Reininger, Präsident Alsace Nature
Axel Mayer, Geschäftsführer BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein

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DES SOLUTIONS EUROPÉENNES AU LIEU DE PARTICULARISMES LOCAUX

Situées dans une région transfrontalière, les deux associations environnementales Alsace Nature et le BUND régional du Rhin Supérieur Sud notent avec satisfaction le début des efforts politiques concernant la qualité de l’air dans nos villes et nos villages. Il s’agit des premières étapes importantes pour l'environnement et la santé des personnes. La population européenne a en effet le droit, inscrit dans les lois, de vivre sainement et d`être protégée des émissions nocives du trafic automobile. Des vignettes environnementales pour les véhicules à moteur, comme il en existe en Allemagne depuis un certain temps et telles qu’elles ont été introduites à Strasbourg également, sont des étapes importantes et de bons sens pour améliorer la qualité de vie.

Néanmoins, le président d'ALSACE NATURE Daniel Reininger et le directeur général du BUND Axel Mayer, demandent une rapide mise en œuvre de solutions européennes et des vignettes uniformes en Europe. Compte tenu du nombre croissant de vignettes et règlements différents, il devient des plus en plus compliqué surtout pour les habitants des zones frontalières de se rendre dans les villes et villages du pays voisin.

La protection environnementale ne doit pas conduire à des solutions isolées ou à des particularismes territoriaux. Le débat autour du péage allemand est principalement dirigé contre l'idée européenne, alors que des solutions uniformes en Europe devraient être recherchées. Des règles pertinentes et nécessaires pour une plus grande protection de l'environnement ne devraient pas séparer les gens. Les présentes vignettes ne devront, à ce titre, n’être qu’une solution transitoire.

Afin de répondre plus complètement aux enjeux de déplacement, les deux associations demandent également la mise en œuvre rapide d'un système intégré de transports collectifs à l'échelle du Rhin supérieur, ainsi qu’un renforcement des infrastructures et équipements dédiés aux mobilités actives (vélo, marche, ...).

Daniel Reininger, Präsident Alsace Nature
Axel Mayer, Geschäftsführer BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein
 
 

Tagfalter finden - ein Citizen Science Projekt
Ă–kostation Freiburg / Foto: Ă–kostation
 
Tagfalter finden - ein Citizen Science Projekt
Fr 6.Okt., 15:30 - 17 Uhr

Die Ökostation ist mit ehrenamtlich engagierten an der Erhebung der Tagfalter in Deutschland beteiligt. Bei diesem großen Projekt der Bürgerwissenschaft (Citizen Science) werden wöchentlich entlang festgelegten Routen alle Tagfalterarten und deren Häufigkeit erhoben und dokumentiert. Bei dieser Veranstaltung wird das sog. Tagfalter-Monitoring vorgestellt und es gibt eine Einführung in die Planung einer konkreten Route (Transekt). Beispielhaft werden die 3 Transekte an der Ökostation im Seepark begangen und die Falter dokumentiert. Bei Interesse können von interessierten Bürger*innen weitere Routen festgelegt werden.

• Leitung: Ulrike Hecht und Team der Ökostation
• In Kooperation mit dem Tagfalter-Monitoring am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ in Leipzig

Ă–kostation Freiburg
Am Seepark • Falkenbergerstr. 21 B • 79110 Freiburg • Tel 0761 - 892333 • info@oekostation.de
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NABU gibt herbstliche Tipps fĂĽr den Naturgarten
Hochbeet mit Trockenmauer / Foto: NABU, Sebastian Hennigs
 
NABU gibt herbstliche Tipps fĂĽr den Naturgarten
Interaktive Gartenkarte zeigt, was jetzt im naturnahen Garten getan werden sollte

Berlin – Im Herbst gibt es viel zu tun im Garten. Im Naturgarten darf es der Gärtner aber etwas entspannter angehen lassen, denn hier wird nicht alles abgeräumt, was nicht mehr blüht. Der NABU zeigt zum Herbstanfang auf einer interaktiven Gartenkarte, was im Naturgarten noch erledigt werden sollte, bevor der Winter Einzug hält.

Auf www.NABU.de/gartenkarte können sich Hobbygärtner informieren, wo und was im Garten jetzt noch getan werden kann, damit die Ernte in der nächsten Saison üppig ausfällt und sich Insekten, Vögel und Kleinsäuger im Garten wohlfühlen. Spaten-Symbole, die an verschiedenen Stellen im virtuellen Garten platziert sind, führen zu den NABU-Gartentipps.

So wird erklärt, warum Laub – ein Ärgernis für manche Gärtner – im Naturgarten sehr willkommen ist. Es gehört ins Hochbeet oder als Frostschutz unter Hecken. Igel sind dankbar, wenn sie in einer ruhigen Gartenecke einen Laubhaufen vorfinden.

Ein weiteres Tipp: Wer Gründüngung auf die abgeernteten Beete sät, tut dem Boden Gutes. „Gründüngung sind Pflanzen, die Stickstoff aus der Luft sammeln, wie beispielsweise die Winterwicke. Auch Feldsalat gehört zu den winterharten Gründüngungspflanzen“, sagt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb. „Sie speichern den Stickstoff in ihren Wurzeln, verbessern so die Bodenqualität und lockern ihn gleichzeitig.“

Hobbygärtner erfahren auch, was sie mit Ast- und Heckenschnitt machen können. Im Naturgarten gibt es für diesen „Abfall“ vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Er kann zum Bau eines neuen Hochbeets genutzt oder als Benjeshecke locker aufgeschichtet werden. Vögel und Kleinsäuger fühlen sich in so einer Totholzhecke sehr wohl.

Verblühte Stauden dürfen im Naturgarten ruhig stehen bleiben. Die Samenstände bieten im Winter Nahrung für viele Gartenvögel. In den Stängeln überwintern zudem zahlreiche Insekten. Gehölze können jetzt im Herbst gepflanzt werden, besonders empfehlenswert für den Naturgarten sind frühblühende Gehölze wie Weide und Kornelkirsche, die Insekten im Frühjahr erste Nahrung bieten.

Bei aller herbstlichen Gartenarbeit sollte die Entspannung aber nicht zu kurz kommen – wer naturnah gärtnert, darf ruhig mal Harke, Säge und Spaten liegen lassen und einfach nur die letzten schönen Tage im Garten genießen.

Alle Gartentipps fĂĽr einen entspannten Herbst im Naturgarten im Internet ...
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NABU-Stiftung erhält 526 Hektar ehemalige Militärflächen in Rheinland-Pfalz
Unselt: Ehemalige militärische Übungsplätze als Rückzugsräume für die Natur dauerhaft sichern

Berlin/Koblenz – Drei große ehemalige militärische Übungsplätze in Rheinland-Pfalz werden als Nationales Naturerbe erhalten. 235 Hektar auf der Schmidtenhöhe bei Koblenz, 153 Hektar bei Westerburg sowie 138 Hektar bei Saarburg werden künftig in der Obhut der NABU-Stiftung liegen. Die Übertragung an die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe wird heute mit der feierlichen Unterzeichnung einer Vereinbarung durch Ministerialdirektorin Dr. Elsa Nickel vom Bundesumweltministerium, Staatsministerin Ulrike Höfken, Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Paul Johannes Fietz und dem Vorsitzenden der NABU-Stiftung Christian Unselt ermöglicht. „Wir freuen uns sehr über die ersten Stiftungsflächen in Rheinland-Pfalz und werden diese ökologisch wertvollen Gebiete als Rückzugsräume für die Natur dauerhaft sichern“, so Stiftungsvorsitzender Christian Unselt.

Viele ehemalige Militärgebiete gelten heute als wertvolle Naturrefugien im dicht besiedelten Deutschland, weil sie kaum von Straßen zerschnitten werden und oftmals große Flächen umfassen. Zudem wurden sie über Jahrzehnte nicht intensiv landwirtschaftlich genutzt und mit Dünger oder Pestiziden belastet. So entwickelte sich auch der ehemals von der Bundeswehr genutzte Panzerübungsplatz „Schmidtenhöhe“ bei Koblenz zu einem einzigartigen Naturparadies für viele seltene Arten wie Wendehals, Gelbbauchunke oder Übersehenes Knabenkraut, einer stark gefährdeten Orchideenart. Auch die streng geschützte Wildkatze zieht regelmäßig und ungestört durch das einstige Militärgebiet.

Bereits seit 2009 engagiert sich der NABU Rheinland-Pfalz auf der BImA-Fläche mit einem Beweidungsprojekt für die Offenhaltung der Landschaft auf der Schmidtenhöhe. Als neuer Eigentümer wird die NABU-Stiftung das Beweidungsprojekt weiter ausweiten sowie mit einer Schafbeweidung ergänzen, um die Artenvielfalt der mageren Wiesen zu erhalten. Die naturnahen Laubmischwälder wird die NABU-Stiftung der ungestörten Entwicklung überlassen. „Für die Öffentlichkeit wird die Schmidtenhöhe weiterhin über einen Rundwanderweg als Naherholungsgebiet zugänglich bleiben“, versichert Stiftungsvorsitzender Christian Unselt.

Ministerialdirektorin Dr. Elsa Nickel (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit): „Das Nationale Naturerbe ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte des Naturschutzes in Deutschland. Über bald zehn Jahre hinweg ist es uns gelungen, rund 156.000 Hektar bundeseigener Fläche aus der Privatisierung zu nehmen und dauerhaft dem Naturschutz zu widmen. Gerade die aufgegebenen Militärflächen konnten wir auf diese Weise für den Naturschutz sichern.“

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken begrüßte die Übertragung der ehemaligen Truppenübungsplätze und Nationalen Naturerbeflächen an die NABU-Stiftung. „Durch die militärische Nutzung sind wertvolle Lebensräumen seltener Tier- und Pflanzenarten entstanden. Gemeinsam können wir diese Naturschätze langfristig sichern und im Sinne der Biodiversitätsziele des Landes entwickeln. Der NABU hat sich dabei schon bisher als verlässlicher und kompetenter Partner erwiesen, zum Beispiel in der halboffenen Weidelandschaft Schmidtenhöhe. Hier sorgen Taurusrinder und Konikpferde im größten Beweidungsprojekt in Rheinland-Pfalz dafür, die Landschaft offen und insbesondere für eine artenreiche Vogel- und Amphibienfauna zu erhalten. Wir werden die Arbeit des NABU weiterhin unterstützen“, erklärte Höfken und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

„Es freut mich, dass wir heute weitere Naturerbeflächen offiziell an die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe übergeben können. Die BImA wird mit ihrem Geschäftsbereich Bundesforst dadurch auf noch mehr Flächen als bisher naturschutzfachlich für die NABU-Stiftung tätig sein“, sagte BImA-Vorstandsmitglied Paul Johannes Fietz. „Mit Abschluss der dritten Tranche ist die BImA insgesamt auf rund 90.000 Hektar Dienstleisterin und Partnerin für die neuen Flächeneigentümer im Nationalen Naturerbe.“

Hintergrund Nationales Naturerbe
Das „Nationale Naturerbe“ sind rund 156.000 Hektar wertvolle Naturflächen im Bundeseigentum, die der Bund unentgeltlich an Länder und Naturschutzorganisationen überträgt. Hierzu zählen ehemals militärisch genutzte Gebiete, das „Grüne Band“ entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, Flächen aus dem DDR-Volksvermögen sowie stillgelegte Braunkohletagebaue in Ostdeutschland. Für einen Teil der ehemaligen Militärflächen, die sogenannte Bundeslösung (rund 33.000 Hektar), übernimmt der Bund selbst die Pflege und Entwicklung der Flächen.
 
 

Karlsruhe: Elektromobilität - Stadt testet Post-E-Mobil
Elektrofahrzeug für städtische Poststelle / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Elektromobilität - Stadt testet Post-E-Mobil
OberbĂĽrgermeister Dr. Frank Mentrup gibt Startschuss

Für einen dreiwöchigen Testlauf nahm Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup am Mittwoch ein neues Elektrofahrzeug für die städtische Poststelle offiziell in Betrieb. Der Kleintransporter ist das erste von mehreren Autos, das die Mitarbeiter der Dienststelle bis Jahresende Probe fahren. Mit der geplanten Neuanschaffung sollen ab 2018 im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten sukzessive drei VW-Busse ersetzt werden, die der Stadt Karlsruhe aktuell zur Verfügung stehen.

Das Modell „Work“ wird vom Unternehmen Streetscooter in Zusammenarbeit mit der RTWH Aachen am Standort Aachen produziert. Es fährt rein elektrisch, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 85 Kilometern pro Stunde und hat eine Reichweite von 80 bis 120 Kilometer. Bei der Deutschen Post sind die Fahrzeuge bereits seit 2012 im Einsatz.

Zum Hintergrund:

Im Jahr 2015 ebnete der Gemeinderat den Weg für den Einstieg der Stadt Karlsruhe in die E-Mobilität. Inzwischen verfügt die Stadt über fünf Elektroautos im Fahrzeugpool, zwei Hybridfahrzeuge und ein Elektrofahrzeug für die Fahrbereitschaft im Rathaus sowie fünf Elektrolastenfahrzeuge für das Friedhofs- und Bestattungsamt. Zudem konnte die Ladeinfrastruktur aufgebaut werden: Sechs Ladestationen mit einer Leistung von 22 Kilowatt befinden sich im Rathaus-Innenhof, sechs weitere mit einer Leistung von elf Kilowatt in der Ständehaus-Parkgarage sowie zwei Ladepunkte beim Amt für Abfallwirtschaft.

zum Bild oben:
Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup (vorne) gab am Mittwoch gemeinsam mit Hauptamtsleiter Martin Wiederkehr (links) und Bernhard Kaltenbrunner von der Deutschen Post AG den Startschuss für die dreiwöchige Testphase des städtischen Elektro-Postautos. / Foto: Stadt Karlsruhe
 
 



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