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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Neues „GrĂŒnes Klassenzimmer“ – Programm der Ökostation
MOOSWALD. Die Ökostation Freiburg stellt ihr „GrĂŒnes Klassenzimmer“ - Programm 2013 fĂŒr Schulklassen und KindergĂ€rten vor. Rund um die Themenfelder Naturschutz, Abfallvermeiden und Gesunde ErnĂ€hrung bietet das PĂ€dagogik-Team Projektvormittage, Exkursionen und GrĂŒne Klassenzimmer an, die von Schulklassen nahezu aller Alterstufen sowie von Kindergartengruppen gebucht werden können. So können SchĂŒler zum Beispiel mit Hilfe von Geo-Caching die Artenvielfalt im Seepark erkunden, Abfallvermeidung ĂŒben, regionale Lebensmittel kennenlernen oder einen Bauernhof besuchen. Neu ist ein Angebot fĂŒr die 3 bis 5 JĂ€hrigen. Damit will die Ökostation die kleineren Kinder in ihrer natĂŒrlichen Forscherhaltung unterstĂŒtzen.

Die Angebote, die pro Teilnehmer 2,- bis 4,- Euro kosten, werden von der Stadt Freiburg und von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-WĂŒrttemberg gefördert. Der Flyer mit dem ausfĂŒhrlichen Programm ist in der Ökostation unter Tel: 0761 892333 erhĂ€ltlich oder online als pdf www.oekostation.de
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NĂ€chstes Milliardengrab: Die Fehmarnbeltquerung
Miller: Mit den DĂ€nen ĂŒber Ausstieg verhandeln

Berlin/Fehmarn – Mit Blick auf die finanziell völlig aus dem Ruder gelaufenen Großprojekte Flughafen Berlin-Brandenburg und Stuttgart 21 hat der NABU vor dem nĂ€chsten Milliardengrab gewarnt: Mit der Fehmarnbeltquerung zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dĂ€nischen Insel Lolland sowie den jeweiligen Hinterlandanbindungen, ist bereits das nĂ€chste finanziell ausufernde Mammut-Projekt in Planung.

„Es ist absehbar, dass sich noch vor Beginn des Planfeststellungsverfahrens im Sommer 2013 auch bei der deutschen Hinterlandanbindung die Kosten, wie vom Bundesrechnungshof vorhergesagt, fast verdoppeln werden“, warnte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Der NABU habe lange vor der Entscheidung im Deutschen Bundestag 2009 immer wieder darauf hingewiesen, dass allein die ein halbes Jahrhundert alte FehmarnsundbrĂŒcke erneuert werden mĂŒsse, weil das Bauwerk zukĂŒnftige Mehrbelastungen durch rund 80 zusĂ€tzliche GĂŒterzĂŒge pro Tag kaum werde tragen können.

„Man muss kein Prophet sein, um diese Entwicklung vorherzusehen. Großprojekte werden fĂŒr die politische Zustimmung grundsĂ€tzlich kleingerechnet, wĂ€hrend die Quittung am Ende immer der Steuerzahler bekommt “, so Miller. Allein die drei großen Vorhaben Berlin Brandenburg, Stuttgart 21 und die Hinterlandanbindung zur Fehmarnbeltquerung produzierten Mehrkosten von mehreren Milliarden Euro.

„Angesichts der Schuldenkrise in Europa mit erheblichen Belastungen der Menschen und dem wirklich fragwĂŒrdigen volkswirtschaftlichen Nutzen solcher Prestigeprojekte sind diese gigantischen Summen nicht mehr zu rechtfertigen. Und noch weniger die erheblichen nachhaltigen ökologischen SchĂ€den, die damit einhergehen. Deswegen muss der Bund bei der Fehmarnbeltquerung mit den DĂ€nen ĂŒber einen vertraglich möglichen Ausstieg verhandeln“, forderte Miller. Der NABU sei nicht grundsĂ€tzlich gegen Infrastruktur, sondern fĂŒr eine kluge, umwelt- und sozialvertrĂ€gliche Planung sowie eine solide Finanzierung. Dies sei bei der festen Fehmarnbeltquerung nicht zu sehen. Denn bis heute hĂ€tten die politisch Verantwortlichen nicht erklĂ€ren können, wie der Bund angesichts der Schuldenbremse 2015 immer mehr Infrastrukturmaßnahmen ohne neue Schulden finanzieren wolle.
 
 

 
„Wind & Energie“
Kongress mit Ausstellung zur Windenergie und zu Strom-Speichertechnologien

Ein Fachkongress mit Ausstellung zu den Themen Windenergie und Stromspeicherung findet im Februar erstmals in SĂŒddeutschland statt. Unter dem Titel ‚Wind & Energie‘ bietet er vom 20.-21. Februar in der Messe Ulm Firmen aus der Windenergie-Branche und den damit verknĂŒpften Speichertechnologien die Möglichkeit, ihr Angebot im SĂŒden des Landes zu zeigen und ein interessiertes Fachpublikum aus kommunalen EntscheidungstrĂ€gern, interessierten GrundstĂŒckseigentĂŒmern und Fachleuten aus dem Bereich Windkraft anzusprechen.

„Gemeinsam wollen wir die Energiewende in SĂŒddeutschland voranbringen“, betont Richard Mair, Vorsitzender der renergie AllgĂ€u. „Trotz guter Bedingungen bilden Baden-WĂŒrttemberg und Bayern bislang das Schlusslicht in der bundesweiten Winderzeugung.“ „Das soll sich Ă€ndern!“ ergĂ€nzt Dr. Walter Witzel, Landesvorstand des BWE Baden-WĂŒrttemberg. „Deshalb freuen wir uns sehr, mit dem Kongress die Zusammenarbeit mit den Bayerischen Kollegen zu intensivieren.“

Der lĂ€nderĂŒbergreifende Kongress will Informationen vermitteln und neue Kontakte herstellen, um so dem Ausbau der Windenergie neuen Schwung zu verleihen und gleichzeitig die flexible Nutzung und vor allem die Speicherung aller Erneuerbarer Energien voranzutreiben. Hersteller, Planer, Projektierer und Anwender prĂ€sentieren dazu in der Fachausstellung ihre neuesten Ideen und Angebote. Gleichzeitig werden Fachleute aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Praxis im zweitĂ€gigen Kongress Antworten geben, Richtungen weisen und Lösungen anbieten. Der Vormittag des zweiten Kongresstages, Donnerstag, 21. Februar 2013, gehört dabei den BWE-LandesverbĂ€nden aus Baden-WĂŒrttemberg und Bayern.
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Eine Dauendecke fĂŒr den winterlichen Balkon und Garten
KrÀutergarten im Schnee © Umwelt- und Arbeitsschutz Karlsruhe
 
Eine Dauendecke fĂŒr den winterlichen Balkon und Garten
Schnee isoliert hervorragend, fast so gut wie eine Daunendecke. Er besteht bis zu 75 % aus Luft. Wo er als dicke Schicht den Untergrund dĂ€mmt, kĂŒhlt der Boden nicht so schnell und stark aus. Messungen haben ergeben, dass manchmal Temperaturunterschiede von bis zu 10 Grad zwischen freien und beschneiten Stellen vorherrschen. Empfindliche Pflanzenteile, Mikroorganismen etc. (leider allerdings auch Schneckeneier ...) ĂŒberleben so eher als ungeschĂŒtzt Winden und tiefem Frost ausgesetzt zu sein.
 
 

 
Umweltschutz im Aufschwung
WWF-Jahresbericht: Einnahmen und Herausforderungen auf Rekordniveau

Berlin - Der WWF Deutschland kann sich ĂŒber eine stetig wachsende UnterstĂŒtzung fĂŒr seine Natur- und Umweltschutzarbeit freuen. Wie aus dem am Dienstag vorgestellten Jahresbericht hervorgeht, kletterten die Einnahmen der Umweltstiftung im vergangenen GeschĂ€ftsjahr auf ein neues Rekordniveau von 56,5 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von rund zehn Prozent. Der Löwenanteil stammte aus Zuwendungen privater Förderer, deren Anzahl sich auf ĂŒber 438.000 erhöhte. „Der Panda ist auf Wachstumskurs und das ist angesichts der Herausforderungen auch notwendig“, sagt Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. „Die Bedrohung der biologischen Vielfalt ist heute so groß wie nie. Da ist es wichtig, dass wir unsere Arbeit weiter ausbauen können.“

Neben dem Naturschutz in Deutschland konzentrierte sich die Arbeit des WWF im letzten GeschĂ€ftsjahr auf sieben internationale SchlĂŒsselregionen, die fĂŒr den globalen Artenschutz von herausragender Bedeutung sind. Als große Erfolge erwĂ€hnt der Jahresbericht unter anderem die Ernennung des Gorilla-Schutzgebiets Dzanga-Sangha im Kongobecken zum Weltnaturerbe der UNESCO sowie ein Abkommen zum Schutz des Regenwaldes zwischen Ecuador, Kolumbien und Peru. Eine FlĂ€che von 1,6 Millionen Hektar soll hier dauerhaft vor der Abholzung gerettet werden. „Die Zerstörung des Planeten und damit unserer eigenen Lebensgrundlagen ist kein unabwendbares Schicksal. Unsere Erfolge zeigen, dass Mensch und Natur im Einklang miteinander leben können“, so Eberhard Brandes. Dies verdeutliche auch das WWF-Engagement in Deutschland. So habe man zum Beispiel im Naturschutzgroßprojekt „Mittlere Elbe“ in Sachsen-Anhalt mit der RĂŒckverlegung des Elbdeichs begonnen. Der erste 2,4-kilometerlange Bauabschnitt des neuen Deichs, der einmal eine GesamtlĂ€nge von 7,3 Kilometer erreichen wird, konnte im vergangenen Sommer fertiggestellt werden. Die neu entstehende ÜberflutungsflĂ€che werde einerseits seltenen Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten, andererseits auch den Menschen vor Ort als natĂŒrlicher Hochwasserschutz dienen.

FĂŒr die erfolgreiche Realisierung solcher Projekte sei der Dialog mit den Betroffenen von herausragender Bedeutung. „Die Menschen wollen eingebunden werden und das zu Recht. Deshalb entscheidet der WWF niemals ĂŒber Köpfe hinweg, sondern versucht stets mit Argumenten zu ĂŒberzeugen und auf mögliche Sorgen einzugehen“, sagt Brandes. Ob beim Hochwasserschutz vor der eigenen HaustĂŒr oder der Abholzung des Regenwaldes auf der anderen Seite der Erde – die Öffentlichkeit mĂŒsse fĂŒr die drĂ€ngenden Umweltprobleme sensibilisiert werden. Nur so könne sich etwas zum Besseren Ă€ndern. Große Hoffnung setze der WWF insbesondere auf ein wachsendes Bewusstsein bei den jungen Menschen, weshalb sich die Umweltstiftung immer stĂ€rker in der Jugend- und Bildungsarbeit engagiere. So habe man im vergangenen Jahr den „2 Grad Campus“ ins Leben gerufen, eine SchĂŒlerakademie, an der Jugendliche ĂŒber mehrere Wochen mit renommierten Wissenschaftlern an der Minderung des Klimawandels forschten.

Parallel zu großen Erfolgen habe man aber auch empfindliche RĂŒckschlĂ€ge einstecken mĂŒssen. Das zuvor starke und international als vorbildlich geltende brasilianische Waldgesetz sei empfindlich geschwĂ€cht worden. Nach einem von der Agrarlobby forcierten Gesetzentwurf sollten illegal gerodete FlĂ€chen im Nachhinein legalisiert werden, zusĂ€tzlich drohten weitere Millionen Hektar Regenwald durch die Aufweichung von Schutzvorschriften den KettensĂ€gen zum Opfer zu fallen. Durch eine kurzfristig anberaumte internationale Kampagne habe der WWF immerhin dazu beitragen können, dass PrĂ€sidentin Rousseff den Gesetzentwurf in zwölf Punkten mit einem Teil-Veto blockierte. Nun mĂŒsse sich das Parlament erneut mit dem Vorhaben auseinandersetzen, wodurch sich weitere Möglichkeiten zum Protest eröffneten.

FĂŒr die Zukunft sieht WWF-Vorstand Brandes zahlreichen weitere Herausforderungen auf die NaturschĂŒtzer zukommen, denn der massiv wachsende Ressourcenverbrauch der Menschheit sei auf einem absoluten Rekordniveau angelangt: „Schon heute verbrauchen wir 1,5-mal so viel natĂŒrliche Ressourcen wie sich jĂ€hrlich erneuern. Man muss kein Experte sein, um zu erkennen, dass das nicht lange gutgeht.“ Daher fordert der WWF neben einem besseren Schutz der Ökosysteme eine effizientere und umweltfreundlichere Produktionsweise und verĂ€nderte Konsumgewohnheiten. HierfĂŒr setzt die Umweltstiftung auch auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen. Man wolle sich nicht allein mit Kritik begnĂŒgen, sondern auch konkret zeigen, wie man es besser machen kann. So berate der WWF beispielsweise die Edeka-Gruppe, um den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens langfristig zu minimieren. „Der WWF steht fĂŒr einen ganzheitlichen Ansatz im Naturschutz“, fasst Brandes zusammen. „Von den Verbrauchern ĂŒber die Politik bis zu den Unternehmen – alle mĂŒssen ihren Teil beitragen.“
 
 

NABU und LBV: „Stunde der Wintervögel“ mit Rekordbeteiligung
Amsel / Foto: Frank Derer; nabu
 
NABU und LBV: „Stunde der Wintervögel“ mit Rekordbeteiligung
Kohlmeise hat den Schnabel vorn, kein weiterer RĂŒckgang der Amseln

Berlin – Zur „Stunde der Wintervögel“ zĂ€hlten in diesem Jahr so viele Menschen wie noch nie die Vögel in ihrem Garten. Mehr als 90.000 Teilnehmer griffen am Wochenende vom 4. bis 6. Januar zum Fernglas, um Vögel zu zĂ€hlen und an den NABU und den Landesbund fĂŒr Vogelschutz in Bayern (LBV) zu melden. Mit dieser Rekordbeteiligung ist die bundesweite ZĂ€hlung erneut Deutschlands grĂ¶ĂŸte wissenschaftliche Mitmachaktion.

Insgesamt wurden am Aktionswochenende mehr als 2,7 Millionen Vögel gemeldet, gut eine Million mehr als im Vorjahr. Die Kohlmeise konnte dabei ihren Spitzenplatz als bundesweit hĂ€ufigster Wintervogel vom Vorjahressieger Haussperling zurĂŒckerobern. Auf den PlĂ€tzen drei bis fĂŒnf folgen, wie im Vorjahr, Blaumeise, Feldsperling und Amsel.

Nach einem besorgniserregenden RĂŒckgang der meisten Arten im Vorjahr wurden zahlreiche Wintervögel 2013 wieder hĂ€ufiger gesichtet. So legte der Buchfink um 20 Prozent zu, die Kohlmeise um 28 Prozent. EichelhĂ€her, Gimpel und Tannenmeisen wurden 50 Prozent hĂ€ufiger gesichtet, der Buntspecht legte sogar um 80 Prozent zu. „Dass wir in diesem Jahr einige Arten besonders hĂ€ufig sehen konnten, liegt an ihrem Verwandtschaftsbesuch aus dem Norden und Osten. Denn zur Zeit der ZĂ€hlung herrschte dort besonders strenges Winterwetter“, so NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann.

Auf Vorjahresniveau verharrten hingegen der Haussperling (Rang zwei), die Amsel (Rang fĂŒnf) und der GrĂŒnfink (Rang sechs). Andererseits kam es zu einem grĂ¶ĂŸeren Einflug der nur in manchen Wintern auftretenden SeidenschwĂ€nze. Neben Einzelbeobachtungen in nahezu allen BundeslĂ€ndern ließen sich die exotisch anmutenden nordischen GĂ€ste im Osten von Vorpommern bis nach Bayern flĂ€chendeckend sehen.

Mit besonderem Interesse beobachteten die Forscher in diesem Jahr auch die Meldungen zum Bestand der Amseln. Hatte die Amsel seit zwei Jahren entlang des Rheintals große BestandseinbrĂŒche durch den Usutu-Virus hinnehmen mĂŒssen, gibt es laut Forscher nun Grund zur Hoffnung: „Die Daten geben fĂŒr die betroffenen Gebiete keinen Hinweis auf weitere BestandseinbrĂŒche. Stattdessen haben sich die Zahlen auf dem niedrigen Vorjahresniveau gehalten“, so Lachmann. Die Vermutung, dass Zugvögel aufgrund der warmen Witterung vermehrt in Deutschland bleiben anstatt in den SĂŒden zu ziehen, konnte fĂŒr dieses Jahr nicht bestĂ€tigt werden.

Vom 9. bis 12. Mai findet die Schwesteraktion „Stunde der Gartenvögel“ statt, bei der die Brutvögel in GĂ€rten und Parks im Mittelpunkt stehen. Langzeitstudien wie die „Stunde der Wintervögel“ und „Stunde der Gartenvögel“ liefern VogelschĂŒtzern eine FĂŒlle wertvoller Informationen zum Schutz der Artenvielfalt.
 
 

 
Bundesweiter Fahrradklima-Test des ADFC
Freiburg gewinnt zweiten Platz in Kategorie „GroßstĂ€dte ĂŒber 200.000 Einwohner“ und ist fahrradfreundlichste Großstadt in Baden-WĂŒrttemberg

Wie fahrradfreundlich ist ihre Stadt? Diese Frage hat der Allgemeine
Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) im vergangenen Herbst in ganz
Deutschland gestellt. Rund 80.000 Radfahrerinnen und Radfahrer
haben daraufhin mithilfe von 27 Fragen ihre HeimatstÀdte bewertet.
FĂŒr 332 StĂ€dte wurde so ein bundesweites Ranking der Fahrrad-
Freundlichkeit in drei GrĂ¶ĂŸengruppen ermittelt: ĂŒber 200.000,
100.000 bis 200.000 sowie unter 100.000 Einwohnern.

Freiburg hat in seiner GrĂ¶ĂŸenklasse (ĂŒber 200.000 Einwohner) in der
Gesamtwertung den zweiten Platz errungen, hinter Spitzenreiter
MĂŒnster, aber vor Karlsruhe, Kiel, Oberhausen, Hannover und
Bremen. Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamtes,
nahm den Preis als „Spitzenreiter“, den die drei Erstplatzierten
erhielten, heute in Berlin entgegen. Dabei betonte er: „Dieses
Ergebnis bestÀtigt den hohen Stellenwert, den Radfahren seit
Jahrzehnten in Freiburg hat. Mit dem Radkonzept 2020 erhöht die
Stadt die Förderung des Radverkehrs nochmals. Wir wollen, dass
deutlich ĂŒber 30 Prozent der Wege in Freiburg mit dem Rad
zurĂŒckgelegt werden.“ Uekermann wies darauf hin, dass die Stadt
dafĂŒr mit Förderung des Landes derzeit drei Pilotrouten ausbaue, auf
denen Radfahrer bequem und zĂŒgig durch die ganze Stadt und
möglichst auch in die Region fahren könnten.

Auch BĂŒrgermeister Martin Haag freut sich ĂŒber die gute Platzierung:
„Dieser zweite Platz ist gut, aber wir wollen mehr: Radfahren soll in
Freiburg so angenehm werden, dass wir beim nÀchsten Test des
ADFC ganz oben sind. Die Auszeichnung ist fĂŒr uns also Freude und
Ansporn zugleich. Der Klimatest gibt uns dazu wertvolle Hinweise.“

Besonders gut abgeschnitten hat Freiburg (Durchschnittsbewertung
3,10) in den Kategorien Alle fahren Rad (1,82), Erreichbarkeit des
Stadtzentrums (1,89), Einbahnstraßen in Gegenrichtung befahrbar
(1,94), ZĂŒgiges, direktes Radfahren (2,02) und Wegweisung (2,10).
Nachholbedarf gibt es nach Meinung der Umfrageteilnehmer beim
Umgang mit Falschparkern auf Radwegen (3,79), bei der FĂŒhrung an
Baustellen (3,83), bei Ampelschaltungen fĂŒr Radfahrer (3,87) und
Fahrraddiebstahl (4,90). Den schlechtesten Wert (5,12) erzielte
Freiburg in punkto Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Der Fahrradklima-Test des ADFC wird vom Bundesministerium fĂŒr
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert und von der Fahrrad-
Fachhandelsgruppe ZEG unterstĂŒtzt. Die Umfrage wurde sowohl
online als auch mit Postkarten durchgefĂŒhrt, die in GaststĂ€tten und
FahrradgeschÀften auslagen. Einzusehen ist das StÀdteranking samt
aller Detailergebnisse auf www.adfc.de/9205.

Weitere Preise der letzten Jahre im Bereich Verkehr/Radverkehr

2012: „Deutschlands nachhaltigste Großstadt“. Stiftung Deutscher
Nachhaltigkeitspreis, Bundesregierung, Rat fĂŒr Nachhaltige
Entwicklung u.a. fĂŒr die Radvorrangrouten als Teil der konsequenten
StĂ€rkung des Rad- und Fußverkehrs.

2011: „Fahrradfreundliche Stadt“. Auszeichnung des Landes Baden-
WĂŒrttemberg (mit zwei anderen StĂ€dten).

2010: „Bundeshauptstadt im Klimaschutz“. Wettbewerb der
Deutschen Umwelthilfe. FĂŒnfter Platz im Bereich Verkehr.

2010: „Emissionsfreie MobilitĂ€t in Kommunen". Wettbewerb des
Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.
Preis (mit vier anderen StĂ€dten): Imagekampagne „Kopf an: Motor
aus. FĂŒr null CO2 auf Kurzstrecken“.

2007: „European Osmose Award“ im Rahmen des „NICHES EUProject“.
Zweiter Preis (zusammen mit Stockholm) fĂŒr innovative und
nachhaltige Maßnahmen im stĂ€dtischen Verkehr.

2006: „Cities enjoy Bicycles Award“. ICLEI Local Government for
Sustainability und Shimano Inc. Auszeichnung (Certificate of honour)
fĂŒr fahrradfreundliche Verkehrsplanung.

2004: „Radfahren in StĂ€dten“. ADAC-Ranking unter 22 deutschen
GroßstĂ€dten. Platz 5 hinter MĂŒnster, Kiel, Krefeld und Hannover.
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Freiburg: Rettungsaktion fĂŒr den Laubfrosch
Ein ferngesteuerter Raupenmulcher bei der Arbeit / Bild: André Toth
 
Freiburg: Rettungsaktion fĂŒr den Laubfrosch
Umweltschutzamt legt kleine GewÀsser am Tuniberg an

Am Tuniberg entstehen neue LebensrĂ€ume fĂŒr eine Tierart, die einst
hier in großer Zahl heimisch war, inzwischen aber als stark gefĂ€hrdet
auf der „Roten Liste“ steht. Eine Fachfirma baut derzeit im Auftrag
des Umweltschutzamtes neue, kleinere GewĂ€sser in vier RegenrĂŒckhaltebecken
des Tunibergs. Damit sollen die wenigen RestbestÀnde
des Laubfrosches am Tuniberg langfristig gesichert werden.

Die Rettungsaktion dauert bis Ende 2014, kostet 27.000 Euro und
wird von der Stadt und dem Innovationsfonds der Badenova
getragen. UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik betont: „Mit dieser
Aktion setzen wir einen weiteren großen Baustein des Kommunalen
Artenschutzkonzeptes um, das der Gemeinderat 2010 beschlossen
hat.“

Amphibien sind in Freiburg, wie in ganz Baden-WĂŒrttemberg, im
RĂŒckgang begriffen. Dies gilt fĂŒr viele Amphibienarten, die frĂŒher hier
hÀufig vorkamen, darunter die Wechselkröte, die Gelbbauchunke
oder auch den Laubfrosch. Der Laubfrosch ist eine relativ mobile Art,
er kann zwischen LaichgewÀsser und Winterquartier bis zu einem
Kilometer zurĂŒcklegen. FrĂŒher war er im ganzen Oberrheingebiet
hĂ€ufig anzutreffen. Seit Jahren geht sein Bestand jedoch zurĂŒck,
inzwischen stuft ihn die „Roten Liste“ als stark gefĂ€hrdet ein.

Der Laubfrosch benötigt reich strukturierte Landschaften als
Lebensraum, wie sie am Tuniberg vorhanden sind. Hier fehlt es
jedoch an flachen besonnten LaichgewÀssern. Er verbringt viel Zeit
an Land uns hÀlt sich zumeist nur zum Ablaichen und nach der
HÀutung im GewÀsser auf. Trocknen ihre LaichgewÀsser aus, kann
es sein, dass vor allem erwachsene Laubfrösche sich ein neues
GewÀsser im Umkreis bis zu vier Kilometern suchen. Daher ist der
LaichgewĂ€sserverbund im Tuniberg wichtig fĂŒr ihre Fortpflanzung.

Der Tuniberg hat bislang zu wenig flache Teiche und stellt daher fĂŒr
Amphibien eine regionale Wander- und Ausbreitungsbarriere dar. Mit
einem vernetzten System an kleinen GewÀssern kann der
Fortbestand des Laubfrosches am Tuniberg gesichert werden. Die
RegenrĂŒckhaltebecken in Waltershofen und Opfingen eignen sich
dafĂŒr ausgezeichnet, da sie das Wasser gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber den
Tuniberg verteilen. In einem zweiten Schritt sollen grĂ¶ĂŸere LĂŒcken
zwischen den RĂŒckhaltebecken durch die Anlage zusĂ€tzlicher
KleingewÀsser entlang von GrÀben geschlossen werden.

Mit den Vorarbeiten in den RĂŒckhaltebecken wurde bereits
begonnen. Um den Untergrund zu schonen, werden derzeit etwa im
RĂŒckhaltebecken „Kirchweg“ in Waltershofen spezielle
RaupenmulchgerÀte eingesetzt. Sobald es wÀrmer wird, werden in
drei RĂŒckhaltebecken in Waltershofen und einem weiteren in
Opfingen flache Teiche nach naturschutzfachlichen Vorgaben
angelegt. Vor Beginn der Laichzeit des Laubfrosches werden diese
Teiche fertig gestellt sein.
 
 



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