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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Von Mittelalter bis Mongolentag
Der Mundenhof lockt auch 2013 mit einem bunten Programm

KonTIKI, Kindergeburtstage, Ferienbetreuung, Naturschule, Malkurse, Führungen, Planwagenfahrten, Kamelausritte: Für viele Angebote sind Anmeldungen ab sofort möglich

Der Mundenhof erfreut sich anhaltender Beliebtheit. Laut der jĂĽngsten Onlinebefragung ist der Mundenhof die beliebteste Freizeiteinrichtung der Freiburgerinnen und Freiburger. Die magische Marke von 300.000 Besuchern wurde im Jahre 2012 erneut erreicht.

Diesen Status will das Freiburger Tiergehege auch 2013 mit einembunten und vielfältigen Jahresprogramm behaupten. Dabei sind die beliebten Klassiker wie Ostertag, Sommersonnwendfeuer und Kürbisfest seit Jahren nicht aus dem Programm weg zu denken.

Der Ostertag findet in diesem Jahr am 29. März statt. Hier können Kinder ihrer Kreativität im Rahmen einer österlichen Bastelei freien Lauf lassen, sich die Ausstellung „Vom Ei zum Huhn“ oder ein Theaterstück ansehen und dabei Waffeln mampfen.

Bei Besuchern besonders beliebt ist auch das Mittelalterfest am 14. April. An diesem Erlebnistag können Eltern und Kinder in die Zeit von König Artus eintauchen. Schaukämpfe, Einführungen in altes Handwerk, Seile machen, Papier schöpfen: Geboten wird ein bunter Reigen von Aktivitäten zum Anschauen und Mitmachen.

Das Afrikafest des Kinderhilfswerks Plan am 9. Juni lockt mit afrikanischen Rhythmen und Klängen, dem Flechten von Rastzöpfen, einer Modenschau und vielem mehr. Am Abend des 21. Juni findet zum Sommersonnwendfeuer ein Fest mit Musik, Tanz und großem Lagerfeuer statt. Am 14. Juli steht wieder ein Mongolentag an.

Besucher können sich Lieder, Gesänge und Erzählungen aus dem sagenumwobenen Lande Dschingis-Khans anhören.

Zwischen Frühjahr und Herbst finden auch kleinere, beschaulichere Veranstaltungen statt, wie etwa der Fisch- und Korallentag am 7. Juli für Aquarienliebhaber. Im Schauaquarium werden Fische, Krebstiere, Pflanzen, Korallen und Zubehör verkauft.

Nachtschwärmer dürfen sich auch 2013 wieder auf die nächtlichen Mondscheinführungen freuen (27. März und 19. September). Passend zur Jahrezeit folgt am 6.Oktober das bewährte Kürbisfest. Hier werden Kürbisse nicht nur feilgeboten, sondern auch als Suppe aufgetischt. Bastelfans kommen auch nicht zu kurz und können sich herbstlichen Dekorationen widmen.

Führungen für Schulklassen und soziale Einrichtungen,Betriebsausflüge, Planwagenfahrten für Gruppen, Bienenführungen,Malkurse und das Arrangieren von Kindergeburtstagen runden das Jahresprogramm ab – und dann gibt es natürlich noch die Kamele:Hier lernen Kinder den Umgang mit den Wüstenschiffen und können in der Gruppe für anderthalb Stunden auf Kamelen ausreiten. Anmeldungen für all diese Aktivitäten sind ab sofort möglich.

Der Eintritt auf dem Mundenhof ist traditionell frei. Natürlich bleibt der Mundenhof aber auf Unterstützung angewiesen. Der „Spendenaffe“ darf gerne von jedem Besucher gefüttert werden (das Füttern der Gehegetiere bleibt dagegen generell verboten).

Für Besucher mit Auto kostet die Parkgebühr fünf Euro. Eine Jahresparkkarte zum Preis von 30 Euro rentiert sich daher bereits ab dem sechsten Besuch. Sie ist im Mundenhof-Büro oder bei der Bürgerberatung im Rathaus erhältlich, ebenso wie das Jahresprogramm 2013, das zudem auch in der Stadtbibliothek und im Bürgeramt (Baslerstraße) ausliegt.
 
 

NABU: Kreuzfahrtbranche wächst auf Kosten der Umwelt
Aida Valencia mit Rauchfahne / Foto: NABU
 
NABU: Kreuzfahrtbranche wächst auf Kosten der Umwelt
„NABU-Kapitän“ klärt ITB-Besucher über Luftschadstoffbelastung auf

Berlin – Anlässlich des heute vom Deutschen Reiseverband auf der Touristikmesse ITB in Berlin vorgestellten Wachstumsberichts des Kreuzfahrtenmarkts kritisiert der NABU das mangelnde Verantwortungsbewusstsein des Tourismuszweiges für den Umweltschutz. Am Rande der Pressekonferenz des Reiseverbands informierte ein „NABU-Kapitän“ Besucher und Pressevertreter über die Belastung von Mensch, Klima und Umwelt durch die giftigen Schiffsabgase. Die zentrale Botschaft: „Ein Kreuzfahrtschiff verursacht so viele Abgase wie fünf Millionen Autos!“

Zwar sei immer mehr Passagieren bewusst, welch negative Auswirkungen der Einsatz von Schweröl und der Verzicht auf Abgasreinigung habe, doch gehandelt hätten die Reeder bisher nicht, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Die Kreuzfahrtindustrie macht schamlos Profit auf Kosten von Mensch und Natur. Selbst im Jahr der Concordia-Katastrophe stand die Branche glänzend da. Dabei ist es höchste Zeit, dass die Reedereien endlich Verantwortung übernehmen und alle Schiffe auf den neuesten Stand der Technik bringen. Energiesparlampen an Bord reichen nicht“, so der NABU-Bundesgeschäftsführer.

In diesem Jahr werden gleich mehrere neue Kreuzfahrtschiffe in Deutschland getauft, darunter die MS Europa 2 der Reederei Hapag-Lloyd und die AIDA Stella. NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Beide Schiffe sind weit davon entfernt, ein Musterbeispiel in Sachen Umwelt- und Klimaschutz zu sein. Die Luxusliner verzichten einerseits auf moderne Abgastechnik, andererseits war genug Geld für eine Brauerei an Bord vorhanden.“

Immerhin wird die MS Europa 2 über einen SCR-Katalysator verfügen, der die für Mensch, Tier und Pflanzen schädlichen Stickoxide fast vollständig zurückhält. Allerdings fehlt auch ihr ein Rußpartikelfilter, der den stark gesundheitsgefährdenden und klimawirksamen Dieselruß filtert. Die Stella von Deutschlands größter Kreuzfahrtreederei AIDA hingegen wird bereits auf ihrer Jungfernfahrt in Sachen Umweltschutz vollkommen veraltet sein, verfügt sie doch über keinerlei Abgastechnik. Der NABU fordert im Sinne des Gesundheits- und Klimaschutzes alle Reedereien auf, neue Schiffe nur noch mit SCR-Katalysator und Rußpartikelfilter zu bestellen und bereits existierende Schiffe nachzurüsten. „Stickoxid-Katalysator und Rußfilter sind ausgereift, bezahlbar und notwendiger denn je, wie neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen“, so Oeliger.

Das Helmholtz-Institut veröffentlichte vor Kurzem erste Ergebnisse einer Studie, bei der erstmalig menschliche Lungenzellen-Kulturen direkt Schiffsabgasen ausgesetzt wurden. Demnach sind die Schäden von Stickoxid und Rußemissionen aus Schiffsmotoren für den menschlichen Körper gravierender als bisher angenommen. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte zuletzt im Januar 2013 eine Verschärfung der EU-Grenzwerte für Partikelemissionen gefordert und Dieselruß als stark krebserregend eingestuft.
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Auf den Zahn gefĂĽhlt
Konfisziertes Elfenbein © Mike Goldwater / WWF
 
Auf den Zahn gefĂĽhlt
Neue Isotopen-Methode gibt Herkunft von illegal gehandeltem Elfenbein preis

Tausende von Elefanten werden derzeit jährlich für ihr Elfenbein getötet. Doch nicht alles Elfenbein, was sich im Umlauf befindet stammt aus illegalen Quellen. Es kann etwa aus historischen Beständen oder aus den sogenannten „Einmal-Verkäufen“ nach China und Japan stammen. Bisher helfen Herkunftszertifikate, dessen Ursprung zu belegen. Doch diese Nachweise lassen sich fälschen. Zudem nutzen sie nichts, wenn Zollbehörden konfisziertes Material zuordnen müssen. Zur eindeutigen Unterscheidung kann nun eine neue Isotopen Methode beitragen, die am Donnerstag vom WWF Deutschland und dem Bundesamt für Naturschutz auf der Artenschutzkonferenz CITES vorgestellt wurde.

Durch chemischen Nachweis bestimmter Elemente in den Stoßzähnen lassen sich genaue Rückschlüsse über ihre einstige Nahrung und deren genaue Zusammensetzung ziehen und damit auf ihre Herkunftsregion schließen. „Die Ergebnisse dieser sehr valide arbeitenden Methode sollen helfen, den Ursprung von konfisziertem Elfenbein eindeutig zu bestimmen, Schmuggelrouten zu identifizieren und so den illegalen Elfenbeinhandel zu bekämpfen“, sagte Stefan Ziegler, Elefanten-Experte beim WWF.

Der WWF Deutschland und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben im Auftrag des Bundesamt für Naturschutz mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit seit Juli 2010 damit begonnen, über 600 Elfenbeinproben aus 24 afrikanischen und 6 asiatischen Herkunftsländern zu untersuchen, die ihnen unter anderem von deutschen und chinesischen Zollbehörden, europäischen Museen und Sammlern sowie Trophäenjägern zur Verfügung gestellt wurden. 30 mg Probenmaterial wurden auf die Elemente Strontium, Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und Schwefel untersucht, deren Häufigkeit Rückschlüsse auf die typische Pflanzenwelt, den Boden und das Klima zulassen, in der der Elefant sich zu Lebzeiten bewegt hat.

Die Ergebnisse der Analyse werden für den Aufbau einer Referenzdatenbank genutzt, mit deren Hilfe zukünftig Elfenbein unbekannter Herkunft einem bestimmten Land oder einer bestimmten Region zugeordnet werden kann. Laufzeit des Projekts ist bis Ende 2014. Im Rahmen eines Schwesterprojekts wurde von der Universität Regensburg zudem die Altersbestimmung von Elfenbein unbekannten Ursprungs erforscht. Beide Methoden können in Zukunft in der Strafverfolgung eingesetzt werden und so den Kampf gegen illegalen Elfenbeinhandel unterstützten.
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NABU: Nach Fukushima muss Atomkraft weltweit zum Auslaufmodell werden
Tschimpke: Risikotechnologie rechnet sich im Vergleich zu Erneuerbaren nicht mehr

Berlin – Mit Blick auf den zweiten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima fordert der NABU, dass die Atomkraft weltweit zum Auslaufmodell werden muss. „Die Menschen in Japan leiden nach wie vor unter der hohen Strahlenbelastung. Die Kostenschätzungen für die Folgen von Fukushima liegen zwischen 100 und 850 Milliarden Euro. Das macht deutlich: Atomkraft ist nicht nur gefährlich für Mensch und Natur, sondern birgt auch immense ökonomische Risiken“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. In ganz Europa werden Baustellen von Atommeilern zum industriepolitischen Desaster und zum Teil bereits aufgegeben, wie kürzlich in Bulgarien. In Finnland explodierten die Baukosten für die Atomanlage Olkiluoto von ursprünglich drei Milliarden auf 8,5 Milliarden Euro.

Aus NABU-Sicht werde damit Atomstrom zunehmend unrentabel. „Für das französische Atomkraftwerk in Flamanville wird mittlerweile mit Stromerzeugungskosten von mindestens sieben bis neun Cent pro Kilowattstunde kalkuliert. Bei dieser Größenordnung kann umweltfreundlich erzeugter Strom aus modernen Windenergieanlagen locker mithalten“, so Tschimpke. Was Atomstrom wirklich koste, lasse sich derzeit noch gar nicht abschätzen. So seien zum Beispiel die Kosten für eine dauerhaft sichere Entsorgung von hochradioaktivem Atommüll unbekannt, weil weltweit kein funktionierendes Endlager in Betrieb ist. In Deutschland sei noch nicht einmal klar, wer denn die Kosten für ein sorgfältiges Verfahren zur Endlagersuche trage. „Wie wichtig eine gründliche Standortprüfung ist, zeigt sich an den Fehlentscheidungen mit dem Atommülllager ASSE II, wo nun marode Atomfässer auf Kosten der Allgemeinheit geborgen werden müssen“, warnt der NABU-Präsident.

Im Vergleich dazu sei die aktuelle Debatte um steigende Strompreise durch den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland völlig verzerrt. „Zum einen belasten die Zusatzkosten der Energiewende beim Strom die privaten Haushalte viel weniger als die Preissteigerungen für Heizung und Kraftstoffe. Zum anderen wären die Folgekosten für den Neubau von Atom- oder Kohlekraftwerken noch höher“, betont NABU-Energieexpertin Tina Mieritz. Immer weniger zu vermitteln sei aber die ungleiche Verteilung der Kosten für die Energiewende im Strommarkt. Weite Teile der Industrie profitierten mittlerweile nicht nur von zahlreichen Ausnahmeregelungen, sondern auch von den durch die erneuerbaren Energien gesunkenen Großhandelspreisen.
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NABU: Der Eisbär sieht seine Felle davon schwimmen
Darf nicht mehr gejagt werden: der Manati / Foto: Marion, pixelio.de
 
NABU: Der Eisbär sieht seine Felle davon schwimmen
CITES-Vertragsstaaten lehnen seinen Schutz vor Jagd und Handel ab

Berlin/Bangkok – Eisbären dürfen aller Voraussicht nach weltweit weiter gejagt und gehandelt werden. So lautet das vorläufige Votum der 177 Staaten, die heute über die Aufnahme des Eisbären in die höchste Schutzstufe des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) berieten. Mit einer Listung im Anhang I wäre der Eisbär vor kommerziellem Handel geschützt gewesen, den Kanada – als einziges Land weltweit – noch immer betreibt. Nach dem Klimawandel ist der internationale Handel eine der größten Bedrohungen für die nach Expertenschätzungen etwa 20.000 bis 25.000 Tiere: In den vergangenen Jahren erreichten die Preise für Eisbären-Felle Rekordhöhe, die Zahl der gehandelten Exemplare explodierte, Jagdquoten wurden erhöht.

Eingebracht hatten den Antrag die USA. Nach zwei Stunden hitziger Diskussion und zahlreichen Wortmeldungen lehnten viele Delegationen den Antrag ab oder enthielten sich der Stimme, wie etwa die EU – und das obwohl sich Russland demonstrativ auf die Seite der USA gestellt hatte. Lediglich 38 Länder sprachen sich für einen besseren Schutz des Ursus maritimus aus. Damit scheitert der Listungsantrag in erster Instanz – wie schon auf der 15. CITES-Konferenz in Doha/Katar vor drei Jahren. „Niemand bestreitet, dass der Klimawandel die größte Bedrohung für den Eisbären darstellt, aber das ist eben nur ein Faktor von vielen. Den internationalen Handel zu unterbinden wäre die Verantwortung der Vertragsstaaten – man nennt das Vorsorge-Prinzip“, so Claudia Praxmayer, NABU-Artenschutzexpertin. Die Ablehnung des Antrages muss allerdings nächste Woche noch im Plenum bestätigt werden.

Der Manati hingegen schwimmt in Bangkok ohne Probleme auf Anhang I des Washingtoner Artenschutzübereinkommens. Die Seekuh fand breite Unterstützung von allen Seiten, sodass diese Entscheidung mit großer Wahrscheinlichkeit auch so im Plenum kommende Woche bestätigt wird. Derzeit leben noch rund 10.000 der Tiere in afrikanischen Binnen- und Küstengewässern, Tendenz abnehmend. Vor allem die Verschlechterung ihres Lebensraumes, Wilderei und internationaler Handel setzen den Säugern zu. Experten versprechen sich von einer Listung des Manatis in Anhang I nicht einen Handelsstopp, sondern ein verbessertes Management dieser Art in Zukunft.
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Freiburg: Cafébesuch mit Zimmerpflanze
Wie reagiert die Umwelt, wenn ein Mann eine Zimmerpflanze
zu einer Cola beziehungsweise einem Wasser ins Café
einlädt? Und was will er damit erreichen?

Im Vorfeld der Ausstellung „Make active choices. Kunst und
Ökologie. Wie tun?“ (17.5.-8.9.2013) findet eine Aktion des
jungen Künstlers Sebastian Gräfe statt. Gräfe ist dafür
bekannt auf verspielte und poetische Weise den Fokus auf die
häufig vergessenen Themen Natur und Wetter, sowie auf
Naturphänomene zu lenken. In diesem Rahmen erhielt er im
Jahre 2006 den 30. Bremer Förderpreis für Bildende Kunst.

Die Aktion findet am Montag, 11.März um 14 Uhr im Café
Manna am Augustinerplatz statt. Wer kommen möchte, ist
herzlich eingeladen.
 
 

Pflege von Trockenrasen am Schneckenberg-Gipfel
Mit Freischneider gegen GestrĂĽpp auf Schneckenbergipfel / Foto: R. Treiber
 
Pflege von Trockenrasen am Schneckenberg-Gipfel
Arbeitseinsatz für das PLENUM-Projekt „Achkarrer Schneckenberg – Artenvielfalt der Reblandschaft fördern“

Am Achkarrer Schneckenberg haben Winzer in Kooperation mit dem Naturzentrum Kaiserstuhl und gefördert durch PLENUM Naturgarten Kaiserstuhl einen wertvollen Trockenrasen und Trockenwald auf dem Gipfel im Naturschutzgebiet gepflegt. Die Lichtung wurde gemeinschaftlich erweitert und von Gestrüpp befreit, der angrenzende Wald aufgelichtet.

„Wo Vulkangestein nur dünn von Erde überdeckt wird, sind natürliche Steingärten mit Trockenrasen zu finden“, erläutert Reinhold Treiber, Leiter des Projekts. Damit die Trockenrasen mit rosa blühendem Berglauch, gelbem Frühlings-Fingerkraut und Sonnenröschen auf größerer Fläche erblühen können, haben Winzer nun kräftig Hand angelegt. Mit Motorsägen, Gabeln und Schlepper mit Seilwinde und Frontlader ausgerüstet befreiten Michael Kunzelmann, Matthias Lang, Nicolas Herr, Phillip Hammacher, Dirk Graner, Manuel Holzer, Andreas Zwick und ein Mitarbeiter des Weinguts Michel die Felsen von aufwachsenden Brombeeren und Gebüsch. Markante Flaumeichen, Wildapfel, Feldulme und Elsbeere wurden belassen. Der an die Trockenrasen angrenzende lichte Eichenwald auf dem flachgründigen Boden bietet seltenen Schmetterlingen wie dem Großen Waldportier einen idealen Lebensraum. Die Fläche wird im Rahmen des PLENUM-Projekts bis Ende 2013 weiter gepflegt. Matthias Hollerbach, Regionalmanager der PLENUM-Geschäftsstelle betont: „PLENUM schätzt den engagierten Einsatz der Achkarrer Winzer für die Naturschätze in der Weinbergslandschaft sehr und hat daher gerne zu einer finanziellen Förderung verholfen. Hier wird Vorbildliches geleistet und dabei gelernt, dass besondere Tier- und Pflanzenarten des Kaiserstuhls durch gezielte und regelmäßige Pflege erhalten und gefördert werden können.“

„Durch die Mitarbeit der Winzer bei der Landschaftspflege am Schneckenberg-Gipfel wird im PLENUM-Projekt die Förderung der Böschungspflege in der darunter liegenden Reblage möglich“, erläutert Projektleiter Reinhold Treiber die Vorteile. Dabei wird erstmals ein Doppelmesserbalken-Mäher der Firma Kunzelmann aus Achkarren zum Einsatz kommen. Dieser schont die Tierwelt der Böschungen viel besser als ein Mulchgerät.

Am Samstag, den 9. März findet ab 9.30 Uhr eine weitere Pflegemaßnahme am Schneckenberg-Gipfel statt, zu der Michael Kunzelmann alle Winzer von Achkarren um rege Teilnahme bittet.

zum Bild oben: Achkarrer Winzer auf dem Gipfel des Schneckenbergs im Einsatz gegen GestrĂĽpp auf wertvollen Trockenrasen (Foto: Reinhold Treiber)
 
 

 
Den heimatlichen Naturgarten Kaiserstuhl näher kennen lernen
Dreiteiliges Seminar bietet fachkundige EinfĂĽhrung

Was macht den Naturgarten Kaiserstuhl so einzigartig und beliebt? Was lockt Tagesausflügler und Touristen in die Region? Wie prägt der Weinbau die Landschaft und das Leben in der Region? Auf diese Grundfragen gibt es in einem Basisseminar im April umfassende Antworten von Personen, die sich als Winzer, Touristiker oder Naturschützer und Landschaftspfleger tagtäglich damit beschäftigen. Angeboten wird das dreiteilige Seminar von der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH, dem Verein Kaiserstühler Gästeführer e.V. und dem Naturzentrum Kaiserstuhl. Es richtet sich besonders an Menschen, die mehr über ihre Heimat erfahren wollen, die in ihrem Beruf immer wieder mit Fragen von Gästen und Urlaubern konfrontiert werden oder die gerne anderen Menschen die Besonderheiten und Schönheiten vermitteln möchten.

Das Basisseminar Naturgarten Kaiserstuhl findet nach Ostern jeweils Freitags statt:

12. April, 19-21:30 Uhr: „Natur und Landschaft der Region Naturgarten Kaiserstuhl“

19. April, 19-21:30 Uhr: „Weinbau und Landwirtschaft an Kaiserstuhl und Tuniberg“

26. April 16-19 Uhr: „Tourismus im Naturgarten Kaiserstuhl“

Die Teilnahmegebühr beträgt 45 Euro. Interessentinnen und Interessenten mögen sich bis zum 20. März bei folgender Adresse anmelden: Kaiserstuhl-Tuniberg Information / Breisach-Touristik, Marktplatz 16, 79206 Breisach, Tel: 07667-940155, Fax: 07667- 940158, info@kaiserstuhl.cc. Nach der Anmeldung erhalten Sie weitere Informationen über Ort, Zeit und Programminhalte.

Wer Interesse hat, aber an den genannten Terminen nicht teilnehmen kann, möge dies ebenfalls anmelden, damit bei ausreichendem Bedarf ein weiteres Basisseminar organisiert werden kann.

Aufbauend auf dem Basisseminar wird für Interessierte ab Sommer ein neuer Ausbildungsgang zum Kaiserstühler Gästeführer angeboten. Informationen hierzu gibt es im Basisseminar oder bei PLENUM, Matthias Hollerbach unter 0761-2187-5314.
 
 



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