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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU: Walfleisch zum Buffet auf der MS „Color Fantasy“
GeschĂŒtzte Tiere gehören nicht auf den Teller

Berlin/Kiel – Nach Informationen des NABU hat die norwegische Reederei „Color Line“ auf FĂ€hrschiffen der Route von Oslo nach Kiel ihren GĂ€sten wiederholt Walfleisch zum Verzehr angeboten. Wie mehrere Reisende dem NABU berichteten, fand sich gerĂ€ucherter Wal u.a. am 27. Februar wie auch am 10. MĂ€rz 2013 auf der MS „Color Fantasy“ im Abendbuffet. Dem NABU liegen Fotografien vor, die das aktuelle Angebot belegen. In Internetforen wird zudem darĂŒber berichtet, dass jahrweise im Delikatessen-Shop der FĂ€hren auch eingeschweißtes Walfleisch zu erhalten war.

Derzeit ermitteln u.a. das Zollfahndungsamt Rostock Kiel sowie das Landesamt fĂŒr Landwirtschaft, Umwelt und lĂ€ndliche RĂ€ume LLUR in Flintbek wegen möglichen Verstoßes gegen verschiedene artenschutzrechtliche Bestimmungen der EU.

Auf Nachfrage der Zeugen teilte die Reederei „Color Line“ mit, dass „es an Bord der Color Line Schiffe kein Walfleisch gibt“. Das Colorline-Servicecenter erklĂ€rte in einer Mail vom 8. MĂ€rz 2013: „Zum Buffet gibt es kein Walfleisch. Ab und zu gibt es einige exotische Köstlichkeiten beim Buffet, diese gehören jedoch nicht zum Standardprogramm und werden auch nicht regelmĂ€ĂŸig serviert.“ Color Line Deutschland hat mittlerweile jedoch den Vorfall bestĂ€tigt und sich klar gegen den Fang von Walen und den Verzehr von Walfleisch ausgesprochen. Die deutsche Dependance der Reederei hat angekĂŒndigt, Einfluss auf die norwegische Zentrale nehmen zu wollen.

Vermutlich handelt es sich um Fleisch von Zwergwalen. Norwegen verweigert seit 1993 die Unterzeichnung der Walfangmoratoriums der Internationalen Walfangkommission IWC und macht seitdem wieder Jagd auf Wale. Die selbst gesetzte nationale Quote von etwa 1000 Zwergwalen wurde in den vergangenen Jahren dabei nicht ausgeschöpft, da es keinen ausreichenden nationalen Absatzmarkt gibt, der internationale Handel mit Walprodukten aber ĂŒber das Washingtoner ArtenschutzĂŒbereinkommen (engl. CITES) und die EuropĂ€ische Artenschutzverordnung streng verboten ist. Jetzt scheint die „Color Line“ Norwegen einen neuen Markt generieren zu wollen und bewegt sich damit in einer rechtlichen Grauzone, da ein Schiff mit norwegischer Flagge als nationales Hoheitsgebiet gilt. Im Jahr 2010 war auf der Tagung der IWC in Agadir erneut der Versuch gescheitert, kommerzielle Fangquoten fĂŒr den Walfang festzulegen, wie sie von Japan, Island und Norwegen gefordert werden. Die IWC erlaubt lediglich indigenen Bevölkerungsgruppen die Tötung von Walen und dann ausschließlich fĂŒr den eigenen Verbrauch. Ein Angebot auf Schiffen der „Color Line“ und der Verkauf von Walfleisch stehen dazu im krassen Widerspruch. Neben Norwegen, halten sich auch Island und Japan nicht an das Walfangmoratorium der IWC.

Der NABU fordert die norwegische Reederei auf, Walfleisch sofort aus dem Angebot zu entfernen. NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Dass die norwegische Reederei ihren GĂ€sten derartiges zumutet, ist skandalös. Die Reederei versucht damit bewusst europĂ€ische und internationale HandelsbeschrĂ€nkungen und Artenschutzverordnungen zu umgehen. Der NABU wird darauf mit einer Öffentlichkeitskampagne reagieren und rechtliche Schritte prĂŒfen, sollte es kein öffentliches Bekenntnis geben, kein Walfleisch mehr im Linienverkehr mit europĂ€ischen HĂ€fen anzubieten. Das Fleisch Jahrhunderte verfolgter und noch immer stark bedrohter Tiere gehört nicht auf den Teller“.
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JÀger helfen Höhlenbewohnern im Naturgarten Kaiserstuhl
Übergabe NistkĂ€sten NGK an JĂ€ger / Foto: Plenum
 
JÀger helfen Höhlenbewohnern im Naturgarten Kaiserstuhl
Naturschutzbeitrag im Rahmen von PLENUM-Projekten - Neue NistkĂ€sten bieten Lebensraum fĂŒr Vögel und FledermĂ€use

JĂ€ger im Kaiserstuhl haben in ihren Jagdrevieren insgesamt 35 KĂ€sten fĂŒr Brutvögel, FledermĂ€use und HaselmĂ€use aufgehĂ€ngt. Die KĂ€sten hat die Regionalgesellschaft Naturgarten Kaiserstuhl GmbH zur VerfĂŒgung gestellt. "Hiermit leistet die Regionalgesellschaft einen konkreten Naturschutzbeitrag, der im Rahmen unserer PLENUM-Projekte gefordert ist", schildert Heinz Trogus, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH. Auf der Suche nach geeigneten Partnern fĂŒr die Betreuung der Nisthilfen sei man schließlich bei der JĂ€gerschaft gelandet, so Trogus. "Wir haben uns gerne bereit erklĂ€rt, die NistkĂ€sten aufzuhĂ€ngen, regelmĂ€ĂŸig zu kontrollieren und jĂ€hrlich einmal zu reinigen", schildert Dr. Matthias GrĂŒb als Leiter des Hegerings Kaiserstuhl. Er und seine Jagdkollegen Peter Bercher und Ralf Stritt (Revier Breisach-Nord), Axel Saffran (Revier Wasenweiler), Hubertus BĂŒhler (Revier Bickensohl), Josef Engist (Revier Achkarren) und Walter Baumer (Revier Oberbergen) unterstĂŒtzen somit die heimische Vielfalt an Vögeln und FledermĂ€usen.

Matthias Hollerbach von der GeschĂ€ftsstelle PLENUM hat an der Auswahl der geeigneten KĂ€sten mitgewirkt, die Betreuungsvereinbarung vorbereitet und die JĂ€gerschaft ĂŒber die potentiellen Bewohner der unterschiedlichen KĂ€sten informiert. Mit den unterschiedlichen Kastentypen und Einflugöffnungen sollen bestimmte Vogelarten gefördert werden, HöhlenbrĂŒter wie Meisen, Feldsperlinge und GartenrotschwĂ€nze, HalbhöhlenbrĂŒter wie FliegenschnĂ€pper und Rotkehlchen, aber auch grĂ¶ĂŸere Arten wie Hohltauben, SteinkĂ€uze und Turmfalken. In anderen SpezialkĂ€sten sollen kleinere Fledermausarten beziehungsweise ebenfalls seltene HaselmĂ€use neue Quartiermöglichkeiten finden. "Somit leistet auch die JĂ€gerschaft einen konkreten Beitrag zur naturschutzorientierten Regionalentwicklung im Naturgarten Kaiserstuhl und prĂ€gt das Image der Region mit", betont PLENUM-Manager Hollerbach.

zum Bild oben: JĂ€ger ĂŒbernehmen die Betreuung von NistkĂ€sten der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH (Foto: PLENUM)
 
 

Fotoausstellung
 
Fotoausstellung "NaturZauber"
17. MĂ€rz bis 14. April 2013 in der Ökostation

Am Sonntag den 17. MĂ€rz 2013 um 14 Uhr wird in der Ökostation Freiburg eine Fotoausstellung mit dem Titel „NaturZauber“ eröffnet. Die Ausstellung ist das Ergebnis der beiden Jahreskurse „Naturfotografie“ an der Ökostation. Getreu dem Motto „Fotografieren heißt sehen lernen“ haben die Teilnehmenden innerhalb eines Jahres die Entwicklungsschritte an Pflanzen, Insekten, Tieren und in der Landschaft beobachtet und in Bildern festgehalten. Die großformatigen Exponate geben den persönlichen Blick der Kursteilnehmenden auf die heimische Natur wieder und wollen die Betrachter fĂŒr die Schönheiten in der Natur faszinieren.

Zur Eröffnung am 17. MĂ€rz hĂ€lt der Kursleiter Holger Backmeister um 14:30 Uhr einen EinfĂŒhrungsvortrag zur Naturfotografie. Die Ausstellung kann in der Ökostation Freiburg, Falkenbergerstr. 21 b vom 17. MĂ€rz bis zum 14. April 2013 wĂ€hrend der Öffnungszeiten Montag bis Freitag 9-17 Uhr und Sonntag 14 – 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.
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NABU: WidersprĂŒchlicher Beschluss des Europaparlaments zur Agrarreform
Tschimpke: Besonders rĂŒckwĂ€rtsgewandte Fehlentscheidungen wurden korrigiert

Berlin/Straßburg – Der NABU hat die Abstimmung des EuropĂ€ischen Parlaments zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU als widersprĂŒchlich kritisiert. „Das EuropĂ€ische Parlament hatte heute zum ersten Mal in seiner Geschichte die Chance, ĂŒber die Zukunft der EU-Agrarpolitik zu entscheiden. Es ist seiner hohen Verantwortung gegenĂŒber den 500 Millionen BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern der EU aber nur teilweise gerecht geworden. Der Einfluss der Agrarlobby war offenbar immer noch zu groß“, so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Zwar wurde ein verbindliches „Greening“ der Direktzahlungen gegen den erheblichen Widerstand der Agrarlobby beschlossen. Mit der Reduzierung der ökologischen VorrangflĂ€chen von sieben Prozent auf zunĂ€chst drei und spĂ€ter fĂŒnf Prozent der landwirtschaftlichen NutzflĂ€chen ist der Nutzen fĂŒr die Umwelt jedoch verschwindend gering. Die VorrangflĂ€chen gelten als KernstĂŒck und wichtigste Maßnahme des Greenings, sie tragen zum Schutz von Boden, Wasser und biologischer Vielfalt bei. Auch die Anforderungen an eine vielfĂ€ltigere Fruchtfolge wurden auf zwei Fruchtarten reduziert.

Zu den Erfolgen der Abstimmung aus Umweltsicht gehört, dass eine kostspielige und illegale Doppelförderung der Greening-Maßnahmen ausgeschlossen und ein Großteil der Umweltvorgaben von Cross Compliance wieder aufgenommen wurde. Dank des großen Engagements von Seiten hunderttausender BĂŒrger und zahlreicher UmweltverbĂ€nde wie dem NABU konnten damit die schlimmsten BeschlĂŒsse des federfĂŒhrenden Agrarausschusses im Plenum des Parlaments verhindert werden.

Das Votum des EuropĂ€ischen Parlaments zeigt nach Auffassung des NABU, dass das Parlament nach massivem Druck aus breiten Kreisen der Gesellschaft einen Kurswechsel in der Agrarpolitik fĂŒr unausweichlich hĂ€lt. „Das heutige Ergebnis ist nur ein kleiner Schritt zu einer dringend erforderlichen Agrarreform. Es bleibt zu hoffen, dass in den anstehenden Verhandlungen mit dem Ministerrat und der EuropĂ€ischen Kommission noch substanzielle Verbesserungen durchgesetzt werden können“, so Tschimpke. Sofern dies nicht gelinge, sei eine Debatte ĂŒber die vollstĂ€ndige Streichung sĂ€mtlicher Direktzahlungen mehr als ĂŒberfĂ€llig.
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„Holzzeit“ im Waldhaus
Ein Stapel Feuerholz / Foto: Margret Hansen.
 
„Holzzeit“ im Waldhaus
Neue Ausstellung klĂ€rt bis 3. November ĂŒber nachhaltige Nutzung von Wald und Holz auf

Von heute an zeigt das Waldhaus die neue Ausstellung „Holzzeit – Zur nachhaltigen Nutzung von Wald und Holz“. Konzipiert von der Arbeitsgruppe Artenschutz und Regenwald (ARA) in Bielefeld, steht in ihrem Mittelpunkt der verantwortungsbewusste Umgang mit Wald und Holz auf regionaler wie globaler Ebene.

Bereits 1713 hat der Berghauptmann Hans Carl von Carlowitz den Begriff „Nachhaltigkeit“ fĂŒr die Forstwirtschaft geprĂ€gt. Nun greift die Ausstellung dieses 300-jĂ€hrige JubilĂ€um auf. Seit Jahrtausenden lebt der Mensch in und von den WĂ€ldern der Erde, er ging (und geht) auf vielfĂ€ltige Weise mit dem nachwachsenden Naturstoff Holz um. Aber so unermesslich groß dessen Einsatzmöglichkeiten auch sind, so endlich ist doch der Reichtum der WĂ€lder, wenn sie nicht nachhaltig genutzt und bewirtschaftet werden.

Ein „Holzturm“ mit ĂŒber 60 Baumarten und Möglichkeiten ihrer Verwendung, ein Holzhausmodell mit klassischen Holzverbindungen, eine sprechende Baumscheibe – solche und andere, zum großen Teil interaktive Exponate vermitteln in der Ausstellung anschaulich die Bedeutung der WĂ€lder fĂŒr die Artenvielfalt, das Klima und als Lebensraum. Auch wird gezeigt, wie nachhaltige Waldwirtschaft in Deutschland und in den Tropen aussehen kann. Begleitend können FĂŒhrungen durch die Ausstellung gebucht werden, und es gibt zwei thematisch passende Angebote fĂŒr Schulklassen.

Beim Schulmodul „Check your forest“, entwickelt in Zusammenarbeit mit der FSC-Arbeitsgruppe Deutschland, schlĂŒpfen die SchĂŒler und SchĂŒlerinnen in die Rolle eines Zertifizierers und prĂŒfen den Wald anhand einer Checkliste auf FSC-Tauglichkeit. Die Unterrichtsmaterialien orientieren sich eng an den Kriterien einer Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung (BNE) fĂŒr Klassenstufe 8-10.

Beim Schulmodul „Wald und Klima“ (Klassenstufe 8-12) lernen die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler die Bedeutung von CO2 in der AtmosphĂ€re und in StoffkeislĂ€ufen sowie die verschiedenen CO2- KreislĂ€ufe vor dem Hintergrund des Klimawandels kennen. Dabei werden einfache Beispiele zu CO2-Bilanzen diskutiert. Anschließend messen sie mit einfachen Mitteln, wie viel CO2 die BĂ€ume eines selbst abgegrenzten WaldstĂŒckes an der Wonnhalde speichern, und ermitteln die Pro-Kopf-Speicherung von CO2 bezogen auf den Wald in Baden-WĂŒrttemberg. Danach stellen sie die ermittelten Werte ihrem eigenen, durch die eigene Lebensweise bedingten, Pro-Kopf- Ausstoß von CO2 gegenĂŒber und diskutieren Handlungsalternativen. Beide Schulmodule kosten 4 Euro pro SchĂŒler und finden in der Regel in drei Stunden am Vormittag statt.

Die Ausstellung „Holzzeit“ ist bis Sonntag, 3. November wĂ€hrend der Öffnungszeiten des Waldhauses (Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Sonntag 14 bis 17 Uhr) zu sehen. Der Eintritt ist frei.

NÀhere Informationen zu VortrÀgen und dem Familienprogramm gibt es unter Tel. 0761/8964 7710 oder auf www.waldhaus-freiburg.de.
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Von Mittelalter bis Mongolentag
Der Mundenhof lockt auch 2013 mit einem bunten Programm

KonTIKI, Kindergeburtstage, Ferienbetreuung, Naturschule, Malkurse, FĂŒhrungen, Planwagenfahrten, Kamelausritte: FĂŒr viele Angebote sind Anmeldungen ab sofort möglich

Der Mundenhof erfreut sich anhaltender Beliebtheit. Laut der jĂŒngsten Onlinebefragung ist der Mundenhof die beliebteste Freizeiteinrichtung der Freiburgerinnen und Freiburger. Die magische Marke von 300.000 Besuchern wurde im Jahre 2012 erneut erreicht.

Diesen Status will das Freiburger Tiergehege auch 2013 mit einembunten und vielfĂ€ltigen Jahresprogramm behaupten. Dabei sind die beliebten Klassiker wie Ostertag, Sommersonnwendfeuer und KĂŒrbisfest seit Jahren nicht aus dem Programm weg zu denken.

Der Ostertag findet in diesem Jahr am 29. MĂ€rz statt. Hier können Kinder ihrer KreativitĂ€t im Rahmen einer österlichen Bastelei freien Lauf lassen, sich die Ausstellung „Vom Ei zum Huhn“ oder ein TheaterstĂŒck ansehen und dabei Waffeln mampfen.

Bei Besuchern besonders beliebt ist auch das Mittelalterfest am 14. April. An diesem Erlebnistag können Eltern und Kinder in die Zeit von König Artus eintauchen. SchaukĂ€mpfe, EinfĂŒhrungen in altes Handwerk, Seile machen, Papier schöpfen: Geboten wird ein bunter Reigen von AktivitĂ€ten zum Anschauen und Mitmachen.

Das Afrikafest des Kinderhilfswerks Plan am 9. Juni lockt mit afrikanischen Rhythmen und KlĂ€ngen, dem Flechten von Rastzöpfen, einer Modenschau und vielem mehr. Am Abend des 21. Juni findet zum Sommersonnwendfeuer ein Fest mit Musik, Tanz und großem Lagerfeuer statt. Am 14. Juli steht wieder ein Mongolentag an.

Besucher können sich Lieder, GesÀnge und ErzÀhlungen aus dem sagenumwobenen Lande Dschingis-Khans anhören.

Zwischen FrĂŒhjahr und Herbst finden auch kleinere, beschaulichere Veranstaltungen statt, wie etwa der Fisch- und Korallentag am 7. Juli fĂŒr Aquarienliebhaber. Im Schauaquarium werden Fische, Krebstiere, Pflanzen, Korallen und Zubehör verkauft.

NachtschwĂ€rmer dĂŒrfen sich auch 2013 wieder auf die nĂ€chtlichen MondscheinfĂŒhrungen freuen (27. MĂ€rz und 19. September). Passend zur Jahrezeit folgt am 6.Oktober das bewĂ€hrte KĂŒrbisfest. Hier werden KĂŒrbisse nicht nur feilgeboten, sondern auch als Suppe aufgetischt. Bastelfans kommen auch nicht zu kurz und können sich herbstlichen Dekorationen widmen.

FĂŒhrungen fĂŒr Schulklassen und soziale Einrichtungen,BetriebsausflĂŒge, Planwagenfahrten fĂŒr Gruppen, BienenfĂŒhrungen,Malkurse und das Arrangieren von Kindergeburtstagen runden das Jahresprogramm ab – und dann gibt es natĂŒrlich noch die Kamele:Hier lernen Kinder den Umgang mit den WĂŒstenschiffen und können in der Gruppe fĂŒr anderthalb Stunden auf Kamelen ausreiten. Anmeldungen fĂŒr all diese AktivitĂ€ten sind ab sofort möglich.

Der Eintritt auf dem Mundenhof ist traditionell frei. NatĂŒrlich bleibt der Mundenhof aber auf UnterstĂŒtzung angewiesen. Der „Spendenaffe“ darf gerne von jedem Besucher gefĂŒttert werden (das FĂŒttern der Gehegetiere bleibt dagegen generell verboten).

FĂŒr Besucher mit Auto kostet die ParkgebĂŒhr fĂŒnf Euro. Eine Jahresparkkarte zum Preis von 30 Euro rentiert sich daher bereits ab dem sechsten Besuch. Sie ist im Mundenhof-BĂŒro oder bei der BĂŒrgerberatung im Rathaus erhĂ€ltlich, ebenso wie das Jahresprogramm 2013, das zudem auch in der Stadtbibliothek und im BĂŒrgeramt (Baslerstraße) ausliegt.
 
 

NABU: Kreuzfahrtbranche wÀchst auf Kosten der Umwelt
Aida Valencia mit Rauchfahne / Foto: NABU
 
NABU: Kreuzfahrtbranche wÀchst auf Kosten der Umwelt
„NABU-KapitĂ€n“ klĂ€rt ITB-Besucher ĂŒber Luftschadstoffbelastung auf

Berlin – AnlĂ€sslich des heute vom Deutschen Reiseverband auf der Touristikmesse ITB in Berlin vorgestellten Wachstumsberichts des Kreuzfahrtenmarkts kritisiert der NABU das mangelnde Verantwortungsbewusstsein des Tourismuszweiges fĂŒr den Umweltschutz. Am Rande der Pressekonferenz des Reiseverbands informierte ein „NABU-KapitĂ€n“ Besucher und Pressevertreter ĂŒber die Belastung von Mensch, Klima und Umwelt durch die giftigen Schiffsabgase. Die zentrale Botschaft: „Ein Kreuzfahrtschiff verursacht so viele Abgase wie fĂŒnf Millionen Autos!“

Zwar sei immer mehr Passagieren bewusst, welch negative Auswirkungen der Einsatz von Schweröl und der Verzicht auf Abgasreinigung habe, doch gehandelt hĂ€tten die Reeder bisher nicht, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. „Die Kreuzfahrtindustrie macht schamlos Profit auf Kosten von Mensch und Natur. Selbst im Jahr der Concordia-Katastrophe stand die Branche glĂ€nzend da. Dabei ist es höchste Zeit, dass die Reedereien endlich Verantwortung ĂŒbernehmen und alle Schiffe auf den neuesten Stand der Technik bringen. Energiesparlampen an Bord reichen nicht“, so der NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer.

In diesem Jahr werden gleich mehrere neue Kreuzfahrtschiffe in Deutschland getauft, darunter die MS Europa 2 der Reederei Hapag-Lloyd und die AIDA Stella. NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Beide Schiffe sind weit davon entfernt, ein Musterbeispiel in Sachen Umwelt- und Klimaschutz zu sein. Die Luxusliner verzichten einerseits auf moderne Abgastechnik, andererseits war genug Geld fĂŒr eine Brauerei an Bord vorhanden.“

Immerhin wird die MS Europa 2 ĂŒber einen SCR-Katalysator verfĂŒgen, der die fĂŒr Mensch, Tier und Pflanzen schĂ€dlichen Stickoxide fast vollstĂ€ndig zurĂŒckhĂ€lt. Allerdings fehlt auch ihr ein Rußpartikelfilter, der den stark gesundheitsgefĂ€hrdenden und klimawirksamen Dieselruß filtert. Die Stella von Deutschlands grĂ¶ĂŸter Kreuzfahrtreederei AIDA hingegen wird bereits auf ihrer Jungfernfahrt in Sachen Umweltschutz vollkommen veraltet sein, verfĂŒgt sie doch ĂŒber keinerlei Abgastechnik. Der NABU fordert im Sinne des Gesundheits- und Klimaschutzes alle Reedereien auf, neue Schiffe nur noch mit SCR-Katalysator und Rußpartikelfilter zu bestellen und bereits existierende Schiffe nachzurĂŒsten. „Stickoxid-Katalysator und Rußfilter sind ausgereift, bezahlbar und notwendiger denn je, wie neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen“, so Oeliger.

Das Helmholtz-Institut veröffentlichte vor Kurzem erste Ergebnisse einer Studie, bei der erstmalig menschliche Lungenzellen-Kulturen direkt Schiffsabgasen ausgesetzt wurden. Demnach sind die SchĂ€den von Stickoxid und Rußemissionen aus Schiffsmotoren fĂŒr den menschlichen Körper gravierender als bisher angenommen. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte zuletzt im Januar 2013 eine VerschĂ€rfung der EU-Grenzwerte fĂŒr Partikelemissionen gefordert und Dieselruß als stark krebserregend eingestuft.
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Auf den Zahn gefĂŒhlt
Konfisziertes Elfenbein © Mike Goldwater / WWF
 
Auf den Zahn gefĂŒhlt
Neue Isotopen-Methode gibt Herkunft von illegal gehandeltem Elfenbein preis

Tausende von Elefanten werden derzeit jĂ€hrlich fĂŒr ihr Elfenbein getötet. Doch nicht alles Elfenbein, was sich im Umlauf befindet stammt aus illegalen Quellen. Es kann etwa aus historischen BestĂ€nden oder aus den sogenannten „Einmal-VerkĂ€ufen“ nach China und Japan stammen. Bisher helfen Herkunftszertifikate, dessen Ursprung zu belegen. Doch diese Nachweise lassen sich fĂ€lschen. Zudem nutzen sie nichts, wenn Zollbehörden konfisziertes Material zuordnen mĂŒssen. Zur eindeutigen Unterscheidung kann nun eine neue Isotopen Methode beitragen, die am Donnerstag vom WWF Deutschland und dem Bundesamt fĂŒr Naturschutz auf der Artenschutzkonferenz CITES vorgestellt wurde.

Durch chemischen Nachweis bestimmter Elemente in den StoßzĂ€hnen lassen sich genaue RĂŒckschlĂŒsse ĂŒber ihre einstige Nahrung und deren genaue Zusammensetzung ziehen und damit auf ihre Herkunftsregion schließen. „Die Ergebnisse dieser sehr valide arbeitenden Methode sollen helfen, den Ursprung von konfisziertem Elfenbein eindeutig zu bestimmen, Schmuggelrouten zu identifizieren und so den illegalen Elfenbeinhandel zu bekĂ€mpfen“, sagte Stefan Ziegler, Elefanten-Experte beim WWF.

Der WWF Deutschland und die Johannes Gutenberg-UniversitĂ€t Mainz haben im Auftrag des Bundesamt fĂŒr Naturschutz mit finanzieller UnterstĂŒtzung des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit seit Juli 2010 damit begonnen, ĂŒber 600 Elfenbeinproben aus 24 afrikanischen und 6 asiatischen HerkunftslĂ€ndern zu untersuchen, die ihnen unter anderem von deutschen und chinesischen Zollbehörden, europĂ€ischen Museen und Sammlern sowie TrophĂ€enjĂ€gern zur VerfĂŒgung gestellt wurden. 30 mg Probenmaterial wurden auf die Elemente Strontium, Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und Schwefel untersucht, deren HĂ€ufigkeit RĂŒckschlĂŒsse auf die typische Pflanzenwelt, den Boden und das Klima zulassen, in der der Elefant sich zu Lebzeiten bewegt hat.

Die Ergebnisse der Analyse werden fĂŒr den Aufbau einer Referenzdatenbank genutzt, mit deren Hilfe zukĂŒnftig Elfenbein unbekannter Herkunft einem bestimmten Land oder einer bestimmten Region zugeordnet werden kann. Laufzeit des Projekts ist bis Ende 2014. Im Rahmen eines Schwesterprojekts wurde von der UniversitĂ€t Regensburg zudem die Altersbestimmung von Elfenbein unbekannten Ursprungs erforscht. Beide Methoden können in Zukunft in der Strafverfolgung eingesetzt werden und so den Kampf gegen illegalen Elfenbeinhandel unterstĂŒtzten.
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