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Verschiedenes

Baum des Jahres: Das Waldhaus feiert den Wildapfel
Malus sylvestris / Quelle: wikipedia
 
Baum des Jahres: Das Waldhaus feiert den Wildapfel
Am Donnerstag, 25. April, ab 15 Uhr mit Infos, Saft und Kuchen.

„An apple a day keeps the doctor away!“ Nicht zufĂ€llig entstand im frĂŒhindustrialisierten und entsprechend ungesunden England des 19. Jahrhunderts diese Redewendung, die vitaminreich auf den Zusammenhang zwischen Eigeninitiative und Arztkosten hinweist (und auch darauf, dass England einer der großen Äpfelproduzenten jener Zeit war). LĂ€ngst hatten die Menschheit da erkannt, dass der Apfel sie zwar aus dem Paradies befördert hatte, seither aber dank seiner wertvollen Inhaltsstoffe ihrer Gesundheit durchaus förderlich war. Jetzt wurde der EuropĂ€ische Wildapfel (Malus Sylvestris), auch bekannt als Holzapfel, zum Baum des Jahres 2013 gewĂ€hlt – und das wird auch in Freiburg gebĂŒhrend gefeiert.

Um den Apfel im Allgemeinen und den Wildapfel im Besonderen zu wĂŒrdigen, laden die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die JĂ€gervereinigung, das stĂ€dtische Forstamt und das Waldhaus alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger am Tag des Baumes am Donnerstag, 25. April, ab 15 Uhr ins Waldhaus ein. Bei Apfelsaft aus heimischen Streuobstwiesen, Kaffee und Apfelkuchen dĂŒrfen sie viele angenehme Aspekte des Apfels kennen und genießen lernen. An einem Infostand gibt es Wissenswertes zum Baum des Jahres, anschließend pflanzen alle gemeinsam in der NĂ€he des Waldhauses einige Exemplare des Wildapfels. Umrahmt wird die Veranstaltung von den Freiburger JagdhornblĂ€sern. Der Eintritt ist frei.

Der weltweite „Tag des Baumes“ geht auf den 1872 ausgerufenen „Arbor Day“ in den USA zurĂŒck. Am 25. April 1952 pflanzte BundesprĂ€sident Theodor Heuss im Bonner Hofgarten auf Initiative der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald einen Bergahorn und begrĂŒndete so auch in Deutschland den „Tag des Baumes“. Seit 1989 wird nun hierzulande der Baum des Jahres gekĂŒrt.

Im Jahr 2013 steht eine besondere Wildobstbaumart im Mittelpunkt, die aber bis auf ihre BlĂŒtezeitraum so unscheinbar wirkt, dass sie von vielen Menschen fast vergessen wurde. Jeder kennt den Apfelbaum, nur wenige sind aber auch mit dem EuropĂ€ischen Wildapfel (Malus sylvestris) per Du, der gern unauffĂ€llig auf Wiesen oder am Waldrand steht. Seine BlĂ€tter sind rundlich bis eiförmig und tragen gern kleine, einseitig verbogene, etwas eingezogene Spitzchen. Die maximal 3 cm dicken FrĂŒchte sind kaum genießbar, aber immerhin grĂŒn bis gelbgrĂŒn, höchstens an der Sonnenseite mit Stich ins Rötliche. Charakteristisch ist vor allem die Vielfalt der „Holzfehler“ (Astigkeit, Drehwuchs, KrummschĂ€ftigkeit, Knollen, OvalitĂ€t oder ExzentritĂ€t), die jeden Stamm zu einem Unikat macht. Und auch die Rinde mit ihren dicken Borkenschuppen glĂ€nzt wie beim Birnbaum durch UnregelmĂ€ĂŸigkeit. Der Stamm weist im Alter in Brusthöhe durchaus noch gute 50 cm Durchmesser auf; beim sĂ€chsischen Ort GlashĂŒtte steht gar ein Exemplar mit einer Stam dicke von 1,10 Meter. An Höhe erreicht der Wildapfel nie mehr als 10 Meter, an Alter selten mehr als 100 Jahre.

Inzwischen zĂ€hlt er zu den seltensten Baumarten und ist stark gefĂ€hrdet. Dabei war es eigentlich der Wildapfel, der seinen FrĂŒchten ihren ĂŒberragenden Platz in unserer Kulturgeschichte sicherte. Vom Zankapfel bis zu seiner erotischen Symbolkraft – der malus (was im Lateinischen auch „schlecht“ bedeutet) hat die Menschheit stets innig bewegt. Ob in der altskandinavischen Snorra-Edda oder der griechischen Sagenwelt – oft waren es goldene Äpfel, deren Verzehr ewige Jugend bescherte und die daher mindestens von Königinnen oder Jungfrauen gehĂŒtet werden mussten. Martin Luther (vielleicht aber auch Eduard Mörike) soll gesagt haben: „Wenn ich wĂŒsste, dass morgen die Welt unterginge, wĂŒrde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“ Nun – der globale Spielplan fĂŒr den 26. April steht noch nicht fest. Das mit dem BĂ€umchenpflanzen findet aber mit Sicherheit statt, am Donnerstag, 25. April, beim Waldhaus.

Übrigens: Wer dem Wildapfel persönlich begegnen will, sollte den Themenpfad „Heilwirkungen von Baumarten" im Stadtwald- Arboretum GĂŒnterstal einschlagen. Entlang des Weges vom Kloster St. Lioba zur WaldgaststĂ€tte St. Valentin ist er nicht zu ĂŒbersehen.
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Gucken ohne zu stören
Forstamt hat im Naturschutzgebiet Rieselfeld neue Plattform zur Vogelbeobachtung erstellt

UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik lobt bei der heutigen Einweihung den „Naturschutz ohne ZĂ€une“

Summ, brumm oder stumm: Die akusti- und optischen EindrĂŒcke im Naturschutzgebiet (NSG) „Freiburger Rieselfeld“ sind mit keinem anderen Schauplatz im Stadtgebiet zu vergleichen. Zu den besten BeobachtungsstĂ€tten zĂ€hlt die Besucherplattform am Löhliteich, gut 600 Meter sĂŒdwestlich des ZMF-GelĂ€ndes. Da die Plattform ĂŒber die Jahre marode geworden war, hat das Forstamt sie im Herbst 2012 durch einen Neubau mit Holz aus dem Stadtwald ersetzt, dessen Konstruktion eng mit dem Freiburger NABU abgestimmt wurde. Heute wurde die neue Plattform nun von UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik und Forstamtsleiter Hans Burgbacher eingeweiht.

Dabei betonte Stuchlik: „Kleine und große Vogelfreundinnen und Vogelfreunde können wieder von sicherer Warte aus das Feuchtgebiet einsehen, ohne die Vögel zu stören. Durch diesen Naturschutz ohne ZĂ€une wollen wir das Erlebnis in und mit der Natur ermöglichen und fördern.“ Erreicht wird dies durch die Verschalung und Bedachung der Plattform: Schmale Beobachtungsluken geben den Blick frei, die Vögel nehmen die Menschen jedoch nicht wahr.

Und das ist gut so, denn im NSG Freiburger Rieselfeld ist die Tierwelt gegenĂŒber den Menschen deutlich in der Überzahl. Über 200 Vogelarten wurden hier schon nachgewiesen, regelmĂ€ĂŸig ziehen Greifvögel ihre Kreise, und mit etwas GlĂŒck schwirrt die auffĂ€llige nPlattbauchlibelle heran, oder Schnepfen wie der BruchwasserlĂ€ufer stelzen am Publikum vorbei.

Den besten Überblick gewĂ€hrt die neue Aussichtsplattform, die aus vier Metern Höhe mitten im Naturschutzgebiet auf den Löhliteich und weit darĂŒber hinaus blickt. Das verwendete Holz stammt aus dem nachhaltig bewirtschafteten, nach FSC-Standard zertifizierten Stadtwald. Insgesamt beliefen sich die Baukosten auf 4000 Euro.

Die Geschichte des Naturschutzgebietes Rieselfeld ist eng mit dem gleichnamigen Stadtteil verwoben, fĂŒr den der Gemeinderat 1991 insgesamt 78 Hektar BauflĂ€che ausgewiesen hatte. Zum Ausgleich wurde mit diversen Maßnahmen der hohe ökologische Wert der verbleibenden zwei Drittel des Rieselfeldes erhalten und entwickelt. So wurde 1995 das Naturschutzgebiet ausgewiesen, um die reich strukturierte, kleinparzellierte Landschaft dauerhaft zu sichern. In der Folgezeit erfolgte dann die Aufnahme des NSG Rieselfeld in das europĂ€ische Schutzgebietssystem Natura 2000, und zwar sowohl als Vogelschutz- wie auch als FFH- Gebiet (Fauna-Flora-Habitat).

Seit 2001 erlaubt zudem ein 5 Kilometer langer Naturerlebnispfad Besuchern, die Fauna und Flora der Feuchtwiesen zu beobachten. 27 Stationen informieren ĂŒber die Geschichte des Rieselfeldes, die Funktionsweise der frĂŒher betriebenen Abwasserbehandlung und die örtliche Tier- und Pflanzenwelt. Die Schautafeln sind groß, die Texte kurz und bieten einen raschen Überblick. Pflastersteinquadrate entlang des Lehrpfades weisen den Weg zu den Stationen. An Wegkreuzungen geben RobinienpfĂ€hle die Richtung an. Zu den markanten Punkten auf diesem Pfad zĂ€hlt die Beobachtungsplattform, die 2001 eröffnet und nun erneuert wurde.

Übrigens: Eine 50-seitige BroschĂŒre informiert ausfĂŒhrlich ĂŒber das Naturschutzgebiet Freiburger Rieselfeld. Sie ist kostenlos herunterzuladen unter www.freiburg.de/pb/,Lde/234952.html.
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Klimaschutz zum Anfassen ausgezeichnet
Der fesa senisibilisiert GrundschĂŒler fĂŒr den Klimaschutz / Foto: A.-J. Schmidt
 
Klimaschutz zum Anfassen ausgezeichnet
Klimaschutzpreis „Climate First“ der Stadt Freiburg fĂŒr die pĂ€dagogische Arbeit des fesa e.V.

Freiburg, 15.04.2013: „Klimaschutz zum Anfassen“ hat den Klimaschutzpreis „Climate First“ der Stadt Freiburg gewonnen. Der mit 2.500 Euro dotierte zweite Preis ging an das fesa-Projekt, das GrundschĂŒler fĂŒr das Thema Klimaschutz sensibilisiert. Rund 290 Schulklassen hat das pĂ€dagogische Team des fesa e.V. schon besucht und fĂŒr die potenziellen KlimaschĂŒtzer von morgen einen ersten Kontakt hergestellt. Anhand von AlltagsgegenstĂ€nden erfahren die Kinder bei der Unterrichtseinheit, was sie selbst fĂŒr den Klimaschutz tun können.

Handgreiflich geht es zur Sache beim fesa-Projekt „Klimaschutz zum Anfassen“. Verschiedene AlltagsgegenstĂ€nde, wie eine Regio-Karte, ein Schulheft aus Recyclingpapier, ein Bioapfel oder eine ausschaltbare Steckerleiste machen den Kindern anschaulich, welche ganz akuten Handlungen auf den Klimaschutz einwirken. Ob Wohnen, MobilitĂ€t, ErnĂ€hrung oder Konsum – in allen Bereichen können auch schon GrundschĂŒler aktiv werden. Und natĂŒrlich geben sie das erworbene Wissen auch in ihren Familien weiter. „Die Kinder erfahren in der Unterrichtseinheit, was sie selbst ganz konkret fĂŒr den Klimaschutz tun können“, so Projektleiterin Stefanie Witt. „Das schafft eine positive, motivierende Grundhaltung, auf der spĂ€ter aufgebaut werden kann.“

Am Anfang der spannenden 90 Minuten, die eine Einheit „Klimaschutz zum Anfassen“ dauert, steht eine bildhafte Erarbeitung des Themas Klimawandel. „Einige ViertklĂ€ssler haben schon von Klimawandel und Klimaschutz gehört“, sagt Stefanie Witt. „FĂŒr viele ist es aber doch ein ganz neues Thema.“ Die meisten Kinder sind sehr interessiert, vor allem wenn es dann darum geht, wie sie selbst und ihre Familien im Alltag das Klima schĂŒtzen können. In Gruppenarbeit mit Quizcharakter erarbeiten die Kinder mit GegenstĂ€nden und fröhlich bebilderten Karten ihre HandlungsspielrĂ€ume. „Gerade im Grundschulalter sind die Kinder offen fĂŒr neue Themen“, so Stefanie Witt. „Auf diese Weise legt diese Unterrichtseinheit einen ersten Grundstein fĂŒr die KlimaschĂŒtzer von morgen.“ Die Lehrerinnen und Lehrer bekommen eine Liste mit Materialien an die Hand, mit deren Hilfe sie das Thema weiter vertiefen können.

Die Projektentwicklung 2009 konnte durch Preisgelder aus dem DM-Wettbewerb „Sei ein Futurist“, durch das Agenda21 BĂŒro und den Ideenwettbewerb „Unendlich viel Energie“ finanziert werden. FĂŒr Schulklassen in Freiburg gibt es eine UnterstĂŒtzung der Freiburger BĂŒrgerstiftung finanziert mit Hilfe der Volksbank Freiburg und der EWS Schönau. Seit dem Schuljahr 2011/12 fördert die badenova die Unterrichtsbesuche an Schulen in ganz SĂŒdbaden. Auch dieses Jahr ist das fesa-Team wieder an 130 Schulen zu Gast.

„Wir freuen uns sehr ĂŒber den Climate First Preis fĂŒr Klimaschutz zum Anfassen“, sagt auch fesa-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Diana StrĂ€uber. „Nachdem das Projekt im Rahmen der UN-Dekade Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung 2012/13 ausgezeichnet wurde, bekommt es jetzt auch die Anerkennung der Stadt Freiburg. Auch im nĂ€chsten Schuljahr kann der fesa e.V. so in viele Kinderherzen einen Samen fĂŒr nachhaltiges Leben und Handeln legen.“

Der fesa e.V. ist ein gemeinnĂŒtziger Verein, der sich seit 1993 erfolgreich fĂŒr den Ausbau der Erneuerbaren Energien und fĂŒr die Energiewende in der Region Freiburg engagiert. Mit unserer Arbeit sensibilisieren wir die Menschen fĂŒr Erneuerbare Energien und Energie-effizienz, schlagen mit innovativen Projekten neue Wege ein und schaffen ĂŒber unser Netzwerk wichtige Kontakte zu Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und VerbĂ€nden. Über unsere Zeitschrift "SolarRegion", Veranstaltungen und Newsletter informieren wir aktuell ĂŒber Themen aus den Bereichen Wind-, Solar- und Bioenergie, Geothermie sowie Energieeffizienz.
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TERMINE Mai 2013 beim Samstags-Forum Regio Freiburg
Samstags-Forum Regio Freiburg - VortrĂ€ge und FĂŒhrung anlĂ€ĂŸlich der bundesweiten Woche der Sonne 2013

4. Mai, 10.30 Uhr, UniversitÀt Freiburg i.Br., Stadtmitte, Platz der UniversitÀt, Hörsaal 1015 im KollegiengebÀude I

"10 Jahre Energie-3Regio: Vereine und BĂŒrgerschaft aktiv. Vorbild-Projekte und was ist jetzt nötig in der Region?"
Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V.;

"Auf dem Weg zur 100-Prozent-Erneuerbare Energien-Region mit Energieeinsparung und erneuerbaren Energien. Ergebnisse der
neuen Studie der Energieagentur Regio Freiburg fĂŒr FWTM",
Dipl.-Ing. Christian Neumann, Bereichsleiter Technik Energieagentur Regio Freiburg

12:50 Uhr, FĂŒhrung zur neuen 2500-kW-Solarstrom-Großanlage und weiteren Anlagen auf der ehemaligen MĂŒlldeponie Eichelbuck im Mooswald.
Dieter Bootz, ASF Abfallwirtschaft Freiburg.

Der Eintritt ist frei, zur FĂŒhrung ist Anmeldung erbeten an ecotrinova@web.de oder T. 0761-2168730.
Schirmherrin ist UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik, Freiburg.
Veranstalter sind ECOtrinova e.V. und u-asta Umweltreferat mit KlimabĂŒndnis Freiburg, Agenda 21-BĂŒro Freiburg, Energieagentur Regio Freiburg und Weiteren.
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Gartensonntag in der Ökostation
MOOSWALD. Am 21.4. von 14 bis 17 Uhr lĂ€dt die Ökostation Freiburg, Falkenbergerstr. 21 b zu einem Gartensonntag ein. Fachleute informieren rund um das GĂ€rtnern im FrĂŒhjahr. Die GĂ€rtnerin Sabine Prinz stellt Beispiele fĂŒr eine naturnahe Terrassen- und Balkonbepflanzung vor und informiert ĂŒber die geeigneten GefĂ€ĂŸe und Substrate. Die urbanen GĂ€rtner Eva und Roland KĂ€lble von Beet2go geben Tipps zum GemĂŒse- und KrĂ€uteranbau in SĂ€cken und Kisten und zur Bienenhaltung in der Stadt. NaturgĂ€rtnermeister Fritz Thier von der Ökostation erlĂ€utert bei einem Gartenrundgang, wie man mit schwierigen Gartensituationen zurechtkommt und den Garten mit Wildstauden gestalten kann. Es wird eine Kompostberatung geboten. KrĂ€uterpflanzen können gegen Spende erworben werden. Das CafĂ© Ökostation hat geöffnet. Der Eintritt ist frei.
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EuropĂ€ischer Bison kehrt zurĂŒck
© Elena Smirnova / WWF-Russia
 
EuropĂ€ischer Bison kehrt zurĂŒck
WWF begrĂŒĂŸt Wiederansiedlung des Wisents in Deutschland

Berlin - Am Donnerstag wird im Rothaargebirge eine Wisent-Herde in die freie Wildbahn entlassen. AnlÀsslich der Wideransiedlung der seit mehreren Jahrhunderten in Deutschland ausgestorbenen Wildrinder im Rahmen durch Wisent-Wildnis-Wittgenstein e.V. und Taurus Naturentwicklung e.V. erklÀrt Diana Pretzell, Leiterin Naturschutz in Deutschland beim WWF:

„Der WWF freut sich ĂŒber die RĂŒckkehr des Wisents nach Deutschland. Damit erhalten wir ein StĂŒck biologische Vielfalt zurĂŒck. Wir gratulieren Wissen-Wildnis-Wittgenstein und Taurus Naturentwicklung zu diesem Meilenstein.

Zurzeit prĂŒft der WWF in Kooperation mit Spezialisten der Weltnaturschutzunion IUCN und der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin, wo und in welchem Umfang Wisente in Deutschland dauerhaft und langfristig wieder angesiedelt werden könnten. Die seltenen Wildrinder benötigen große Waldgebiete sowie relativ unzerschnittene Regionen. Wir erwarten, dass sich nur eine kleine Anzahl von Wald-Gebieten als Wisent-Lebensraum eignet. Konkrete Ergebnisse werden im Herbst vorliegen.

Nach Abschluss der Studie wird der WWF die empfohlenen Gebiete auf die Machbarkeit eines konkreten Wisent-Projekts, wie dem im Rothaargebirge, prĂŒfen und baldmöglichst verschiedene Wiederansiedlungen anstreben. Die gewonnenen Erkenntnisse aus unserer Studie wie auch die Praxiserfahrungen aus dem Rothaargebirge werden dazu eine wichtige Grundlage darstellen.

Perspektivisch werden einige Jahrzehnte notwendig sein, um Wisente in verschiedenen Gebieten anzusiedeln. Eine Vernetzung mit den osteuropĂ€ischen Vorkommen, vor allem mit Polen, ist dabei zum genetischen Austausch entscheidend, um Inzucht langfristig zu vermeiden. Dazu werden wir große Wildwander-Korridore einrichten mĂŒssen, die auch dem Erhalt weiterer Arten dienen werden. Die großflĂ€chige und dauerhafte RĂŒckkehr der Großfauna, wie Wisent, Elch, Wolf und Luchs ist eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen fĂŒr den Naturschutz in Deutschland.“
 
 

 
Mundenhof: Im Zeichen der Biene: Kunstprojekt fĂŒr Jugendliche
Von Dienstag, 21., bis Samstag, 25. Mai 2013

Am Sonntag, 2. Juni, wird sich das Bienenhaus auf dem Mundenhof der Öffentlichkeit in neuem Gewand prĂ€sentieren: mit frischen Farben, frischen Exponaten und frischen Tafeln. FĂŒr dieses neue Gewand dĂŒrfen Jugendliche ab 11 Jahre sorgen, denn in den Pfingstferien will die Malerin und BĂŒhnenbildnerin Hilde Bauer mit ihnen im KonTiKi ein Kunstprojekt zum Thema „Bienen“ abhalten. Die Ergebnisse dĂŒrfen das Bienenhaus vor Ort dauerhaft bereichern. Gewerkelt wird von Dienstag, 21., bis Samstag, 25. Mai, jeweils von 9.30 bis 13 Uhr, in Arbeitspausen werden Tiere besucht. Die Teilnahme kostet 65 Euro. Interessenten können sich ab sofort in der Mundenhof-Verwaltung (Tel. 0761/201-6580) anmelden.
 
 

	 Wilder. Schöner. Deutschland.
Naturschutz fĂ€ngt vor der HaustĂŒr an / © WWF
 
Wilder. Schöner. Deutschland.
WWF fördert „Naturschutz vor Ort“

Berlin - Die Naturschutzorganisation WWF Deutschland hat in ihrem JubilĂ€umsjahr einen bundesweiten Wettbewerb fĂŒr fĂŒnfzig Naturschutzprojekte „vor der eigenen HaustĂŒr“ ausgelobt. Der Bau von Krötentunneln, bienenfreundliche SchulgĂ€rten oder die Aktivierung eines Naturschutz-Flashmops - der Vielfalt an Ideen will der WWF bewusst keine Grenzen setzen. Ziel ist es, in ganz Deutschland lokale Projekte zu starten und zu unterstĂŒtzen. „Wir wollen viele kleine Projekte fördern, die zusammen Großes bewirken können- und hoffentlich viele Nachahmer finden“, sagt Diana Pretzell, Leiterin Naturschutz Deutschland beim WWF.

Im Rahmen des WWF-Wettbewerbs „Wildes Deutschland“ sind BĂŒrgerinitiativen, Naturschutz- oder Landwirtschaftsgruppen, Vereine, Schulen oder KindergĂ€rten aufgerufen, ihre Projekte beim WWF einzureichen. Mit bis zu 5.000,- Euro werden Maßnahmen zum Schutz von GewĂ€ssern, WĂ€ldern und KĂŒsten oder Aktionen zum Erhalt der Natur in der Stadt gefördert. Über die Vergabe der Gelder entscheidet ein Expertengremium. Bewertet werden der naturschutzfachliche Wert, der Innovationsgrad sowie die umweltbildende und öffentliche Wirksamkeit. Personalkosten werden nicht gefördert. Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2013.

Seit 50 Jahren ist der WWF auch in Deutschland aktiv. Ziel ist es, die Zerstörung der Natur und Umwelt zu stoppen, Artenvielfalt zu bewahren, LebensrĂ€ume zu schĂŒtzen und eine Zukunft zu gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben. Naturschutz fĂ€ngt vor der HaustĂŒr an – daher fördert der WWF 50 lokale Projekte in Deutschland.
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