oekoplus - Freiburg
Samstag, 21. Oktober 2017
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
Ab 2015 entfällt der „Schienenbonus“ mit höheren Lärmemissionen
Freiburgs OB Dieter Salomon begrĂĽĂźt Beschluss des Bundesrats:
„Streichung des ‚Schienenbonus’ eröffnet die
Chance, den Ausbau der Rheintalbahn zu einem ökologischen
Musterprojekt werden zu lassen!“

Ab Anfang 2015 wird der so genannte Schienenbonus beim Bau
neuer Bahnstrecken endgültig der Vergangenheit angehören. Die
seit den 1970er Jahren bestehende Ausnahmeregelung in der
Bundesimmissionsschutzverordnung gestand bisher fĂĽr Bahnstrecken
um 5 Dezibel höhere Lärmemissionen zu als bei vergleichbaren
StraĂźen. Inzwischen hat nach dem Bundestag auch
der Bundesrat der Streichung des Schienenbonus zugestimmt.
Zuvor hatten die Länder gegenüber dem ursprünglichen Bundestagsbeschluss
kĂĽrzere Ăśbergangsfristen beschlossen, weshalb
die Gesetzesänderung Ende April den Vermittlungsausschuss
passiert hat.

Freiburgs OberbĂĽrgermeister Dieter Salomon wertet die Streichung
des Schienenbonus als eine groĂźe Chance fĂĽr den viergleisigen
Ausbau der Rheintalbahn. „Die betroffenen Städte und
Gemeinden haben von Anfang an mit den BĂĽrgerinitiativen verlangt,
dass der Schienenbonus in der Ausbauplanung nicht gelten
darf. Jetzt kann der Bau des 3. und 4. Gleises zu einem ökologischen
Modellprojekt werden mit bestmöglichem Schutz für
Mensch und Umwelt!“

Im März 2013 hatten im Projektbeirat zur Rheintalbahn das Bundesverkehrsministerium
und die Deutsche Bahn AG zugestimmt,
gegenüber der ursprünglichen Planung die Lärmschutzmaßnah2
men nachhaltig zu verbessern. Allein für die so genannte „Güterumfahrung
Freiburg“ summieren sich die Mehrkosten für zusätzliche
Lärmschutzwände und –galerien und weitere Verbesserungen
zum Schutz der Anwohner auf geschätzt insgesamt 84
Millionen Euro. Damit sollen für die zwei zusätzlichen Gleise parallel
zur Autobahn A 5 deutlich höhere Standards beim Lärmschutz
erreicht werden. Weil damit die ursprĂĽnglichen Bahn-
Planungen obsolet sind und neue Planfeststellungsverfahren erforderlich
sein werden, ist die Ausbaustrecke am Oberrhein ab
2015 bereits ohne den Schienenbonus, also mit schärferen
Grenzwerten (5 Dezibel weniger als mit Schienenbonus) fĂĽr
Lärmemissionen zu planen.

Dieter Salomon: „Der wirksamste Lärmschutz ist die Vermeidung
von Lärm!“ Deshalb komme es nicht nur auf längere und höhere
Lärmschutzwände und Galerien an, wie sie jetzt für das 3. und 4.
Gleises zugesagt wurden, sondern auf nachhaltige technische
Verbesserungen vor allem an Güterwaggons. So genannte „Flüsterbremsen“,
moderne Fahrgestelle und Räder aus Verbundstoffen
könnten die Rollgeräusche von Güterwaggons gegenüber
herkömmlichen Fahrzeugen auf die Hälfte reduzieren. Salomon
und BaubĂĽrgermeister Prof. Martin Haag sprechen sich dafĂĽr
aus, mittels gestaffelter Preise die Einführung von lärmgedämmten
Fahrzeugen im BahngĂĽterverkehr zu beschleunigen. Martin
Haag: „Die Region unterstützt nachdrücklich den Ausbau der
Rheintalbahn als eines der wichtigsten europäischen Infrastrukturprojekte.
Jetzt ist die Bahn gefordert nicht nur die Strecke optimal
zu bauen, sondern auch ihre ZĂĽge nachzurĂĽsten und wirksam
etwas für besseren Lärmschutz zu tun.“

Der Ausbau der Rheintalbahn mit zwei weiteren Gleisen betrifft
den Stadtkreis Freiburg in zwei Abschnitten. Nördlich von Freiburg
sollen die beiden neuen Gleise abseits der vorhandenen
Strecke östlich parallel zur Autobahn geführt werden und südlich
der Stadtgrenze bei Mengen wieder an die vorhandene Strecke
herangeführt werden. Der Freiburger Abschnitt soll als „Güterumfahrung“
vor allem dem durchgehenden GĂĽterverkehr vorbehalten,
womit die heutigen durch die Stadt und ĂĽber den Hauptbahnhof
fĂĽhrenden Gleise weitgehend von GĂĽterzĂĽgen freigehalten
werden können. Die neue Linie betrifft mit Lärmemissionen
vor allem die Stadtteile Hochdorf, Lehen, Landwasser, Tiengen
und Munzingen; darüber hinaus gehen Waldflächen im Mooswald
verloren.

Die Neubaustrecke ist auch fĂĽr das Konzept der Breisgau-SBahn
2020 von Bedeutung, wenn die S-Bahn-Verbindungen auf
der heutigen Rheintalbahnstrecke verstärkt werden. Da sie aber
jetzt bereits durch den Fern- und GĂĽterverkehr die Grenzen ihrer
Kapazität erreicht hat, sind zusätzliche S-Bahnen auf der Rheintalstrecke
zwischen Freiburg und MĂĽllheim oder in Richtung Nor3
den erst dann möglich, wenn eine Entlastung durch zusätzliche
Gleise geschaffen ist.
 
 

	 WWF-Report belegt dramatischen Waldverlust am Mekong
Holzlager © Brent Stirton / Getty Images / WWF-UK
 
WWF-Report belegt dramatischen Waldverlust am Mekong
Wirtschaft, Wilderei und Abholzung bedrohen Artenvielfalt und Lebensräume

Berlin - Die Länder entlang des Mekong von Myanmar bis zum Delta in Vietnam, leiden unter massiver Waldvernichtung. Mehr als ein Drittel der noch existierenden Wälder in Südostasien drohen in den nächsten 20 Jahren abgeholzt werden. Das ist das Ergebnis des aktuellen Mekong-Report 2013 des WWF. Die Zerstörung hat dramatische Auswirkungen auf die Artenvielfalt und die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen.

Die WWF-Studie zeigt, dass heute noch knapp eine Million Quadratkilometer Wald in Südostasien erhalten sind. Das entspricht etwa der Hälfte der Gesamtfläche der Länder am Mekong. In den letzten 40 Jahren wurde fast ein Drittel der Wälder vernichtet. Kambodscha, Laos und Myanmar verloren fast ein Viertel ihrer Waldflächen. In Thailand und Vietnam wurde mit 43 Prozent fast die Hälfte der Wälder abgeholzt. Die größeren zusammenhängenden Waldgebiete in diesen Ländern gingen zwischen 1973 und 2009 von 70 auf 20 Prozent zurück. Der WWF befürchtet, dass die Wälder bis 2030 auf 14 Prozent ihrer ursprünglichen Fläche schrumpfen werden.

„Die Länder des Mekong stehen am Scheideweg. Wenn sie jetzt nicht handeln, sind die Folgen Zerstörung der Artenvielfalt und Gefährdung der Lebensgrundlage von über 60 Millionen Menschen, die in den Mekong-Ländern leben“, warnt WWF-Expertin Kathrin Hebel. Der WWF empfiehlt den Regierungen den Stopp der Abholzung und einen grünen Wirtschaftskurs. „Nachhaltiges Wachstum kann es nur mit gesunden und produktiven Ökosystemen geben“, so Hebel. „Dabei müssen die Staaten über ihre Landesgrenzen hinweg zusammenarbeiten“.

Eine der größten Bedrohungen für die Artenvielfalt in Südostasien ist der geplante Xayaburi-Staudamm in Laos. Dieses Megaprojekt wurde jüngst vom WWF im Report „Die sieben Sünden des Staudammbaus“ zu einem der verheerendsten Kraftwerksprojekte der Welt erklärt. Der Xayaburi-Damm bedroht die Lebenswelt des Mekong bis zum Mündungsdelta in Vietnam und gefährdet damit den Lebensunterhalt von Millionen Menschen, die vom Fischfang abhängig sind.

Durch den Bau des Staudammes werden 13 einzigartige, miteinander verbundene Flusssysteme auseinander gerissen und ihrer zentralen ökologischen Funktion beraubt. Arten wie der Tiger, der Asiatische Elefant und der Irawadi-Delfin geraten unter massiven Druck. Das Überleben dieser Arten hängt mehr denn je von gut überwachten, intakten Schutzgebieten ab. Derzeit existieren jedoch viele dieser Schutzgebiete nur auf dem Papier. Sogar in ausgewiesenen Nationalparks und Wildreservaten kommt es immer noch zu Wilderei und illegalem Holzeinschlag. Andere Schutzzonen wurden einfach von den Regierungen verkleinert, um landwirtschaftliche oder Bergbaukonzessionen zu vergeben, die Geld in die Kassen der Staaten spülen sollen.

Die WWF-Studie zeigt aber auch auf, dass die Mekong Region noch eine Chance hat. Denn die Staaten in Südostasien verfügen über einen reichen Schatz an natürlichen Ressourcen. Der Wert dieser Ökosysteme gehört zu den höchsten der Welt. Der WWF fordert daher ein Umdenken und eine nachhaltige Investition in den Erhalt und die Intaktheit von Ökosystemen auf nationaler Ebene der Mekong-Länder, aber auch über die Landesgrenzen hinweg.
 
 

Buchtipp: Christina Mann & Friedhelm Strickler
 
Buchtipp: Christina Mann & Friedhelm Strickler "Aus dem Reich d. wilden Kräuter"
Heilkunde und Rezepte, Mythologie und Zauber, Standort im Garten

Kräuterwissen – zauberhaft und alltagspraktisch präsentiert. Heilkraft und Gaumenschmaus, Brauchtum und Gartenzier – seit Jahrhunderten begleiten uns die heimischen Wildkräuter. Neugierig öffnen gerade heute viele Menschen das Tor zum Kräutergarten der Natur und seiner grünen Apotheke. Mit ihrem Buch »Aus dem Reich der wilden Kräuter«, erschienen im pala-verlag, präsentieren Kräuterfachfrau Christina Mann und Gärtnermeister Friedhelm Strickler einen ebenso fachlich fundierten wie amüsanten Ratgeber, um den Kräutern zu begegnen.

Lesend wandert der Interessierte durch ein heimisches Wildkräuterparadies. Bärlauch und Knoblauchsrauke, Königskerze und Löwenzahn, Nelkenwurz und Wilde Karde stehen am Wegesrand. In mehr als 70 ausführlichen Kräuterporträts spannt die Autorin anschließend den Bogen über Botanisches, Inhaltsstoffe, zahlreiche Rezepte für Küche und Wohlbefinden, Gesundheit und Heilkunde bis hin zu mythologischen und historischen Facetten der Pflanzen. Für Gartenliebhaber und alle, die nicht selbst sammeln können, nennt Gärtnermeister Friedhelm Strickler für jede Pflanze den geeigneten Standort im Garten und gute Partner im Beet.

Ein Überblick über Heilmittel der Phytomedizin, ihre Anwendung sowie Informationen zum Haltbarmachen der gesammelten Kräuterschätze runden das Buch ab. Das offene Tor ins grüne Reich der Natur heißt alle Besucher herzlich willkommen.

pala-verlag 2013, 240 Seiten, EUR 16,00
ISBN: 978-3-89566-316-1
 
 

 
Schalenwildjagd: 25 Tonnen Blei pro Jahr belasten die Umwelt
Bleihaltige Jagdmunition verbieten

Berlin – Nach Berechnungen des NABU wird die Umwelt in Deutschland jedes Jahr mit rund 25 Tonnen hochgiftigem Blei allein durch die Jagd auf Rot-, Dam-, und Sikahirsche sowie Rehe, Wildschweine, Gämsen und Mufflons belastet.

Blei ist immer noch die Haupttodesursache bei Seeadlern. Die Innereien von mit Bleimunition erlegten Tieren werden in der Regel in der Natur liegengelassen und dann zum Beispiel von Seeadlern gefressen. Blei im Wildfleisch beeinträchtigt auch die menschliche Gesundheit. Es schädigt beispielsweise das Nervensystem und die Nieren und wird als krebserregend eingestuft. Ebenso ist es wissenschaftlich erwiesen, dass ein Zusammenhang zwischen der Intelligenz von Kindern und deren Bleikonzentration im Blut besteht.

Der NABU fordert ein komplettes Verbot bleihaltiger Munition. Daher ist der Beschluss der Agrarministerkonferenz vom April zu begrüßen, in dem sich elf Bundesländer für ein bundesweites Verbot bleihaltiger Munition aussprechen.
Mehr
 

 
Eigenbetrieb Stadtentwässerung und Badenova stellen Pilotprojekt vor
EBM Otto Neideck: „Das Freiburger Modell wird Kommunen viel Geld sparen“

Freiburg ist berĂĽhmt fĂĽr seine Sonne. Jetzt will die Stadt nachweisen,
dass man hier auch mit Regen das Richtige anzustellen versteht.
Heute hat Erster BĂĽrgermeister Otto Neideck im Gewerbegebiet Haid
eine neue Methode fĂĽr die alte kommunale Aufgabe der Behandlung
von Regenwasser vorgestellt. Die Regenwasserklärung Freiburger
Modell (RFM), vom Eigenbetrieb Stadtentwässerung (ESE) mit der
Badenova entwickelt, soll den Grunderwerb und Bau von Klärbecken
in vielen Gewerbegebieten weitgehend ĂĽberflĂĽssig machen.

„Das Ergebnis bleibt gut, der Aufwand ist aber viel geringer. Mit
unserem Freiburger Modell können die Kommunen nachhaltig Geld
sparen. Und dieses Argument zählt immer mehr in Zeiten steigender
Ausgaben“, sagte Bürgermeister Neideck. ESE-Geschäftsführer
JĂĽrgen Bolder und Projektleiter Michael MĂĽndlein von der Badenova
verwiesen darauf, dass das RFM als kostengĂĽnstige Alternative zur
konventionellen Bauweise auch an anderen behandlungsbedĂĽrftigen
Einleitstellen angewandt werden könne. Die Wirkungsweise werde
ĂĽberwacht, dokumentiert und ausgewertet, so dass daraus Regeln
der Technik abgeleitet werden könnten.

Entwickelt, erprobt und nun eingebaut wurde das neue Modell der
Regenwasserklärung im Gewerbegebiet Haid. Dessen Kanalisation
stammt aus den 1970er Jahren. Sie gibt Niederschlagswasser ĂĽber
ein Regenrückhaltebecken bei den Schlatthöfen in den sehr kleinen
Schelmengraben ab. Da dieses Wasser aus einem Gewerbegebiet
kommt, ist es zum Schutz des weiterführenden Gewässers zu
behandeln; dies schreibt der Gesamtentwässerungsplan der Stadt
vor. Bei einem Störfall muss es zurückgehalten werden können.

In der Regel wird in solchen Fällen ein Regenklärbecken gebaut, für
das die Kommune entsprechende Flächen erwerben muss.
Richtlinien des Landes fordern einen FeststoffrĂĽckhalt von
mindestens 50 Prozent. Um diesen Wert zu erreichen, mĂĽsste im Fall
Haid ein konventionelles Regenklärbecken im Dauerstau entstehen,
mit einem Volumen von 847 Kubikmetern und 423 Quadratmetern
Oberfläche – das ist mehr als ein halber Fußballplatz.

Nun hatten ESE und Badenova die Idee, einfach den bestehenden
Kanal mit einem Innendurchmesser von 2,10 Meter zur Behandlung
des Regenwassers einzusetzen. Weil dieses Vorgehen von den
Regeln bestehender Technik abweicht, musste der ESE nachweisen,
dass damit eine ausreichende Reinigung erreicht werden kann. Das
gelang mit Hilfe der Universitäten Stuttgart und Darmstadt. Der
Innovationsfonds der Badenova übernahm die Hälfte der Kosten.

Seit Dezember 2012 wird in der Bötzinger Straße an der neuen
Regenwasserklärung gebaut. Für 1,6 Millionen Euro entsteht bis Juni
2013 am Ende des Kanals ein Steuerungswerk, das Regenwasser
weitgehend reinigt, bevor es ins RĂĽckhaltebecken eingeleitet wird.
Weil das Verfahren in Deutschland bisher einmalig ist und kĂĽnftig
auch andernorts zum Einsatz kommen soll, kontrolliert und
dokumentiert der ESE die Wirkungsweise der Anlage.

Da sie alle Oberflächenabflüsse im Gewerbegebiet aufnehmen und
die Entlastung in einen naheliegenden Schmutzwasserkanal
ermöglichen muss, kam als Standort nur eine Stelle in Betracht. Sie
liegt in einem FuĂźweg im Stadtwald. DafĂĽr wurde nun ein Becken
aus Stahlbeton errichtet, mit AuĂźenmaĂźen von 9 mal 8 Metern. Die
Deckenplatte, mit sechs Schachteinstiegen und Montageöffnung
ausgestattet, hält Fahrzeugen bis 30 Tonnen aus. Alle Einbauten
regeln sich dank Mess-Steuer-Technik selbst. Dazu zählt eine 2,10
Meter hohe Schwelle mit Entlastungsschieber, der bis auf 1,10 Meter
ĂĽber Kanalsohle absinken kann, um Klarwasser in den Vorfluter
einzuleiten; eine schwimmende Tauchwand vor der Schwelle; eine
Verbindung zum Schmutzwasserkanal mit Verschlussschieber; ein
Bypass DN 250 fĂĽr Fremdwasser mit Abscheidefunktion fĂĽr
Leichtflüssigkeit, Verschlussschieber und Ableitungsmöglichkeit in
den Schmutzwasserkanal; sowie ein Sand- und Geröllfang.

Und das Ganze geht so: Bei Trockenwetter (Ausgangslage) ist der
Entlastungsschieber an der Schwelle in oberer Stellung, der Schieber
DN 500 zum Schmutzwasserkanal geschlossen, die Ă–ffnung DN 250
geöffnet (damit Fremdwasser abfließen kann) und der Spülschild im
Oberwasser des Regenwasserkanals ebenfalls geöffnet.
Sobald Regen einsetzt, werden die Ă–ffnung DN 250 und der
SpĂĽlschild im Oberwasser geschlossen. Damit wird das gesamte
Regenwasser zurĂĽckgehalten; SpĂĽlwasser sammelt sich an.

Auch bei Ăśberstauung der Schwelle durch anhaltenden Regen
bleibt der Entlastungsschieber geschlossen. Sobald das Volumen
(982 Kubikmeter) gefüllt ist, hält das RFM den ersten Spülstoß an
belastetem Regenwasser zurĂĽck. Das nachflieĂźende Wasser
überströmt die Schwelle. Die schwimmende Tauchwand hält
Schwimmstoffe davon ab, ĂĽber die Schwelle in die Vorflut zu
gelangen. Schieber DN 500 zum Schmutzwasserkanal und Ă–ffnung
DN 250 bleiben während dieses Vorgangs geschlossen.
Mit dem Ende des Regens beginnt die Entlastung. Die Schwelle
wird bis auf 1,10 Meter ĂĽber der Sohle abgesenkt, das Wasser ĂĽber
dieser Höhe fließt in den Vorfluter, nachdem sich Schmutzteile
abgesetzt haben. Bei Erreichen von 1,10 Meter ĂĽber Sohle verbleibt
eine Restwassermenge von 200 Kubikmetern im Kanal.
Um auch diese Restwassermenge abzuleiten, wird der Schieber DN
500 zum Schmutzwasserkanal geöffnet. Zur Reinigung des RWKanals
wird schließlich das Spülschild im Oberwasser geöffnet.

Ob es regnet oder nicht, ermitteln automatisch ein Regensensor und
die Wasserstandsmessung im Zulaufkanal. Alle Vorgänge und
Messungen werden erfasst und zur Abwasserleitstelle bei der
Badenova ĂĽbertragen.
 
 

Fesa: Quartiersmanager dringend gesucht
Exkursion zum Vaubanquartier / Foto: Fesa
 
Fesa: Quartiersmanager dringend gesucht
Neue Fortbildung von fesa e.V. und ifpro fĂĽr mehr Effizienz in Stadtvierteln

Freiburg, 08.05.2013: Immer mehr Städte und Gemeinden engagieren sich für den Klimaschutz. Ende 2012 hat bereits die 1.000ste Gemeinde in Deutschland ein Klimaschutzkonzept erstellen lassen. Für die Umsetzung von konkreten Maßnahmen ist nun besonders qualifiziertes Personal erforderlich. Viele Kommunen richten derzeit – unterstützt durch Förderprogramme des Bundes – entsprechende Stellen ein. Damit ist ein neues Berufsbild entstanden: der kommunale Klimaschutzmanager – und sein kleiner Bruder, der Sanierungs- oder Quartiersmanager. Für letzteres Profil bietet der fesa e.V. in Kooperation mit ifpro im Juni/Juli 2013 eine neue Fortbildung an. Im Oktober startet zum dritten Mal der bewährte Kurs "Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement".

Bund und Länder gestalten zwar Rahmenbedingungen (Gesetze, Förderprogramme) zur Umsetzung von Klimaschutzzielen, konkrete Maßnahmen zur Reduktion von klimaschädlichen Emissionen müssen jedoch die Kommunen vor Ort umsetzen. Förderprogramme für Klimaschutzprojekte im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundes (BMU) oder für Energetische Stadtsanierung – Quartierskonzepte (KfW) stellen wichtige Anreize für Kommunen dar, selbst im Klimaschutz aktiv zu werden. Doch das schönste Konzept garantiert noch lange keine erfolgreiche Umsetzung entsprechender Maßnahmen. Daher kann in beiden Programmen die Förderung einer Stelle zur fachlich-inhaltlichen Unterstützung bei der Umsetzung beantragt werden.

„Energetische Stadtsanierung funktioniert besonders gut auf Stadtteilebene“, so Projektleiter Armin Bobsien vom fesa e.V. Als Sanierungsmanager der Stadt Emmendingen, wo er neben seiner Tätigkeit für den fesa für das Quartier Bürkle-Bleiche zuständig ist, kann er seine Praxiserfahrung direkt einbringen. „Gerade im Gebäudebereich liegt ein großes Potenzial für die Einsparung klimaschädlicher Emissionen und die Förderung des dezentralen Ausbaus Erneuerbarer Energien. Ich begrüße die neuen Förderprogramme für Quartierskonzepte und die Einstellung von Quartiersmanagern sehr.“ Sein Kollege Dr. Wulf Westermann von ifpro ergänzt: „Den erfolgreichen Kurs für Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement haben wir für das Profil des Quartiersmanagers noch einmal kompakter gestaltet. In zwei Monaten bekommen die Teilnehmer berufsbegleitend das Handwerkszeug für ihren neuen Job vermittelt.“

Die Fortbildung „Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement“ findet von Oktober 2013 bis März 2014 zum dritten Mal statt und umfasst 180 Unterrichtseinheiten. In den ersten beiden Kursen wurden jeweils zehn TeilnehmerInnen in den Kompetenzbereichen Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz geschult. Weitere Kursinhalte waren Themen wie Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung, Fördermittel und Finanzierung, rechtlich-organisatorische Rahmenbedingungen sowie Moderations- und Präsentationstechniken. Ein Schwerpunkt lag in der Kompetenzentwicklung im Projektmanagement. Hierfür arbeiteten die TeilnehmerInnen parallel zum Kurs Energie- oder Klimaschutzbezogene Übungsprojekte aus. „Der Kurs Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement hat mich fit gemacht für meine neue Stelle als Klimaschutzmanager der Stadt Radolfzell“, bestätigt Markus Zipf, der seit Januar in Radolfzell am Bodensee im Umweltamt das Klimaschutzmanagement betreut.

Die neue Fortbildung „Energetische Stadtsanierung – Quartiersmanagement“, die im Juni und Juli 2013 stattfindet, bereitet die Teilnehmer ebenfalls berufsbegleitend in kompakterer Form auf die Stelle des Sanierungsmamagers vor. Sie umfasst 80 Unterrichtseinheiten plus Projektarbeit.

Detailliertere Informationen zu den Fortbildungen, zu Terminen und zur Anmeldung finden Sie unter www.energieautonome-kommunen.de/weiterbildung

FĂĽr weitere Informationen
Karin Jehle, Chefredakteurin fesa e.V.
Telefon 07 61 – 40 73 61
jehle@fesa.de
Mehr
 

NABU und LBV rufen zur großen Vogel-Zählung vom 9. bis 12. Mai auf
Amseln gehören zu den häufigsten Gartenvögel Deutschlands / Foto: F. Hecker
 
NABU und LBV rufen zur großen Vogel-Zählung vom 9. bis 12. Mai auf
Nach langem Winter kommt die Vogelwelt in Schwung

Berlin – Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) – NABU-Partner in Bayern – rufen vom 9. bis 12. Mai Naturfreunde in ganz Deutschland auf, eine Stunde lang die Vögel in ihrem Garten, vom Balkon aus oder im Park zu beobachten, zu zählen und für eine gemeinsame Auswertung zu melden. „Wir sind gespannt, wie unsere Gartenvögel den langen Winter überstanden haben. Jetzt im Mai haben sich wieder alle Brutvögel in unserer Umgebung eingefunden, um Nester zu bauen und ihre Jungen aufzuziehen. Mit Spannung erwarten wir, ob der Haussperling weiterhin der häufigste Gartenvogel bleibt und wie sich die zuletzt abnehmenden Amselbestände entwickelt haben“, sagte NABU-Vogelexperte Lars Lachmann. In diesem Jahr findet die „Stunde der Gartenvögel“ zum neunten Mal statt. Mehr als 40.000 Vogelfreunde hatten im vergangenen Jahr mitgemacht und insgesamt rund 940.000 Vögel aus über 200 Arten beobachtet und gemeldet. Die häufigsten Arten waren neben dem Haussperling, die Amsel, Kohlmeise und Blaumeise. „Insbesondere kleinere bei uns überwinternde Arten, wie Blaumeisen oder Zaunkönige, könnten durch den harten Spätwinter Bestandseinbrüche erlitten haben. Ob dies der Fall ist, und wenn ja in welchen Teilen Deutschlands, wird uns die Stunde der Gartenvögel sagen. Klar ist, dass naturnah und vogelfreundlich gestaltete Gärten diesen Arten helfen können, sich wieder zu erholen“, ergänzte Lachmann.

Das Aktionswochenende folgt dem Prinzip der „Citizen Science“, der Forschung für Jedermann: Möglichst viele Menschen beobachten selbst, tragen die Beobachtungen zusammen und erstellen so eine umfassende Datensammlung. Je mehr Menschen daran teilnehmen, desto aussagekräftiger wird das Ergebnis.

Von der Zählung versprechen sich der NABU und LBV vor allem wichtige Hinweise zur Entwicklung der Bestände von „Allerweltsvögeln“ in Städten und Dörfern. Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen Platz aus notieren die Teilnehmer von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die sie im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachten können. Diese Zahlen melden sie per Post (NABU, Stunde der Gartenvögel, 10469 Berlin), Telefon (kostenlose Rufnummer am 11. und 12. Mai jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157-115) oder am schnellsten einfach per Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de und (in Bayern) www.lbv.de. Unmittelbar nach der Eingabe werden die Daten auf interaktiven Karten online dargestellt. Auch die Ergebnisse der Vorjahre sind so abrufbar. Den Teilnehmern winken attraktive Preise. So veranstaltet der Naturreiseanbieter Birdingtours exklusiv für die zehn Hauptgewinner der Stunde der Gartenvögel ein vogelkundliches Wochenende am Niederrhein.

Spezielle Kenntnisse sind nicht erforderlich, Meldeschluss ist der 21. Mai.

Über die „Stunde der Gartenvögel“ und andere ornithologische Themen berichtet auch „Die große Vogelschau im Deutschlandradio Kultur“ vom 6. bis 12. Mai. Das ausführliche Programm gibt es unter www.dradio.de/vogelschau oder http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/stundedergartenvoegel/basisinfos/14788.html

Zudem beantwortet ein NABU-Vogelkundler täglich von 15:45 bis 16 Uhr Hörerfragen. Am Samstag ab 9.05 Uhr ist NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann Gast in der Sendung „Im Gespräch“ und gibt Einblicke in die Welt der Vögel.

Zur Meldung der Vögel bietet der NABU ein Widget an, das Betreiber von Webseiten kostenfrei auf ihren Portalen einbinden können: www.nabu.de/aktionenundprojekte/stundedergartenvoegel/mitmachen/14782.html

Printmedien können eine druckfähige Datei des Teilnahmecoupons unter http://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/vogelschutz/stundedergartenvoegel/sdg-flyer2103.pdf herunterladen. Einsendeadresse: NABU, Stunde der Gartenvögel, 10469 Berlin.
Mehr
 

Buchtipp: Irmela Erckenbrecht
 
Buchtipp: Irmela Erckenbrecht "Teenager auf Veggiekurs"
Vegetarische Lieblingsgerichte fĂĽr Jugendliche
Mit Cartoons von Renate Alf

Null Bock auf Fleisch und Fisch
»Nein!« zu Bratwurst oder Schnitzel: Wenn sich Jugendliche entscheiden, vegetarisch oder vegan zu leben, sorgen sie für reichlich Gesprächsstoff am Familientisch. Kompromisse und Kreativität sind nun ebenso gefragt wie abwechslungsreiche Rezepte und das Sammeln neuer Kocherfahrungen bei Eltern und Teens.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 


Copyright 2010 - 2017 Benjamin Jäger