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Verschiedenes

PSE AG prÀsentiert neuartigen Sonnenstandsensor
Heliosensor zur Messung des Einfallswinkels der Sonneneinstrahlung. ©PSE AG
 
PSE AG prÀsentiert neuartigen Sonnenstandsensor
Heliosensor unter den Finalisten des Intersolar Awards 2013

Freiburg, 10. Juni 2013 – Die PSE AG stellt gemeinsam mit dem Entwicklungspartner Black Photon Instruments GmbH auf der Intersolar Europe 2013 erstmals den neuartigen Sonnenstandsensor „Heliosensor“ vor. Der Heliosensor bestimmt hochprĂ€zise die Einfallsrichtung der Sonneneinstrahlung und prĂŒft so die Genauigkeit von ein- und zweiachsig nachgefĂŒhrten Solar-Tracking-Systemen, wie z.B. Heliostate oder CPV Tracker. Außerdem lĂ€sst sich der Heliosensor als Positionssensor fĂŒr hochgenaue NachfĂŒhreinheiten einsetzen. Der große Akzeptanzwinkel ist besonders fĂŒr Forschungsinstitute z.B. zur Überwachung von winkelabhĂ€ngigen Leistungsmessungen interessant.

Der Sensor misst den Einfallswinkel der direkten Sonnenstrahlung in einem Winkelbereich von +/- 60°. Die Auflösung ist fĂŒr den gesamten Bereich besser als 0,02°. Um die Kombination aus großem Winkelbereich und hoher Auflösung zu erreichen, kommt ein von der PSE AG patentiertes Konzept zum Einsatz. Im Sensor ist ein transparentes Muster vor einem CCD Chip positioniert. Je nachdem in welchem Winkel die Sonne zum Sensor steht wird ein unterschiedlicher Teil des Musters auf dem Chip abgebildet. Die von PSE eigens entwickelte Software berechnet dann den Einfallswinkel der Sonne relativ zum Sensor.

Das Konzept, der Innovationsgrad und das breite Anwendungsgebiet haben auch das Gremium des diesjĂ€hrigen Intersolar Awards ĂŒberzeugt. Die PSE AG und Black Photon Instruments GmbH wurden aus einer Vielzahl von Bewerbern als Finalist im Bereich „Solarthermie“ nominiert. Ein Vortrag am Mittwoch den 19. Juni 2013 auf der Neuheitenbörse der Intersolar Europe am Stand B2.430 wird den Heliosensor vorstellen. ZusĂ€tzlich stellt die PSE AG den neuen Sensor auf ihrem Stand A2.434 aus.

Andreas HĂ€berle, CEO der PSE AG resĂŒmiert: „Die Idee fĂŒr den Heliosensor entstand aus der Anforderung, die Genauigkeit unserer Tracker fĂŒr PrĂŒfinstitute zu dokumentieren. DafĂŒr war kein ausreichend prĂ€zises GerĂ€t auf dem Markt, also mussten wir selbst etwas entwickeln. Wir freuen uns, dass wir unseren Heliosensor jetzt auf der Intersolar in MĂŒnchen prĂ€sentieren können.“

Konzentrierende Solartechnologien mit NachfĂŒhreinheiten werden seit einigen Jahren vermehrt erfolgreich eingesetzt. Mit dem Heliosensor werden Forscher und Produktentwickler mit einem verlĂ€sslichen Werkzeug bei der Entwicklung von NachfĂŒhrsystemen und der Leistungsmessung von konzentrierenden Solarmodulen und -kollektoren ausgestattet.


Über die PSE AG
Die PSE AG bietet Testsysteme fĂŒr PV-Module und Solarkollektoren sowie Dienstleistungen im internationalen Umfeld der Nutzung und Entwicklung solarer Energiesysteme. Die PSE TeststĂ€nde kommen bei Instituten und Produktentwicklern fĂŒr Leistungs- und QualitĂ€tsprĂŒfungen sowie Zertifizierungsmessungen nach internationalen Standards zum Einsatz. Die Consultingleistungen der PSE umfassen den Bereich lĂ€ndliche Elektrifizierung und die Koordination von internationalen Forschungsprojekten. Das PSE Konferenzmanagement organisiert internationale wissenschaftliche Solarkonferenzen.
Das Freiburger Unternehmen entstand 1999 als AusgrĂŒndung aus dem Fraunhofer-Institut fĂŒr Solare Energiesysteme ISE und beschĂ€ftigt zurzeit 65 Mitarbeiter.

Über die Black Photon Instruments GmbH
Die Black Photon Instruments GmbH ist ein Anbieter fĂŒr hochgenaue Messsysteme fĂŒr Anwendungen in der Photovoltaik und Meteorologie. Das Produktspektrum umfasst Sensoren zur Messung der NachfĂŒhrgenauigkeit in hochkonzentrierenden PV-Kraftwerken, der spektralen Verteilung in Mehrfachsolarzellen sowie der Circumsolarstrahlung.
Die Black Photon Instruments GmbH mit Sitz in Freiburg im Breisgau wurde im Juli 2010 als Spin-off des Fraunhofer-Institut fĂŒr Solare Energiesysteme (ISE) gegrĂŒndet.
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UmweltverbÀnde stellen gemeinsame Kernforderungen zur Bundestagswahl vor
Berlin – Die Umweltorganisationen Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutscher Naturschutzring (DNR) und NABU (Naturschutzbund Deutschland) haben vor der Bundespressekonferenz in Berlin ihre Erwartungen an die wahlkĂ€mpfenden Parteien formuliert. Dringenden Handlungsbedarf gebe es nicht nur bei der Energiewende, sondern auch in weiteren umweltpolitisch wichtigen Themenfeldern wie dem Natur- und Ressourcenschutz sowie in der Agrar- und Verkehrspolitik.

Die VerbĂ€nde forderten, die Energiewende sowohl im Strom- als auch im WĂ€rmesektor entschlossen voranzubringen und auf eine schnellstmögliche vollstĂ€ndige Versorgung mit erneuerbaren Energien auszurichten. Beim Ausbau von Hochspannungs-Stromleitungen mĂŒsse sorgfĂ€ltig geprĂŒft werden, welche Trassen und Anlagenstandorte nötig und geeignet seien, um die Energiewende möglichst naturvertrĂ€glich zu gestalten. Große Bedeutung komme außerdem der ambitionierten Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie zu. Ein besonders hohes Einsparpotenzial im Energiebereich sehen die VerbĂ€nde im GebĂ€udebestand.

Von den Parteien und der kĂŒnftigen Bundesregierung forderten die VerbĂ€nde, ein Klimaschutzgesetz auf den Weg zu bringen, mit dem das deutsche Klimaschutzziel von minus 40 Prozent CO2 bis 2020 festgeschrieben werde. Kohlekraftwerke mĂŒssten aus KlimaschutzgrĂŒnden und wegen ihrer UnflexibilitĂ€t aus der Energieerzeugung ausscheiden. Die Gasförderung aus sogenannten „unkonventionellen Quellen“ mit der Methode des „Fracking“ – also durch Verpressen giftiger Chemikalien in tiefe Erdschichten – mĂŒsse verboten werden.

Angesichts knapper werdender Ressourcen in den IndustrielĂ€ndern sprechen sich die VerbĂ€nde fĂŒr die WeiterfĂŒhrung der ökologischen Finanzreform und ein nachhaltiges Wirtschaften aus. DNR-PrĂ€sident Hartmut Vogtmann: „Wir mĂŒssen die umweltschĂ€dlichen Subventionen von jĂ€hrlich mindestens 48 Milliarden Euro endlich beseitigen. Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes reicht nicht aus, das Gemeinwohl einer Gesellschaft zu messen. HierfĂŒr brauchen wir als ErgĂ€nzung einen Wohlfahrtsindex, der Aussagen ĂŒber den Gesundheits- und Bildungszustand und das Ausmaß der ehrenamtlichen Arbeit in Deutschland macht.“

FĂŒr die UmweltverbĂ€nde besonders dramatisch ist die Tatsache, dass der Verlust an LebensrĂ€umen und der damit verbundene RĂŒckgang der Arten weiter voranschreiten. Neben unzureichenden Schutzmaßnahmen seien die lĂŒckenhafte Finanzierung fĂŒr das Natura-2000-Netzwerk sowie die mangelnde Integration des Naturschutzes in die Landnutzungspolitik dafĂŒr verantwortlich. Vor diesem Hintergrund forderten die VerbĂ€nde, das „Bundesprogramm Biologische Vielfalt“ bis zum Jahr 2016 von derzeit 15 Millionen auf ein Volumen von dann 100 Millionen Euro pro Jahr aufzustocken.

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „Wir brauchen auch FlĂ€chen, die ausschließlich und dauerhaft fĂŒr Naturschutzzwecke zur VerfĂŒgung stehen, wenn das Artensterben bis 2020 gestoppt werden soll, wie es die europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs beschlossen haben. FĂŒnf Prozent der gesamten WaldflĂ€che und zehn Prozent der öffentlichen WĂ€lder mĂŒssen als ‚UrwĂ€lder von morgen‘ aus der Nutzung genommen werden. Weitere 30000 Hektar im Bundesbesitz sind eigentumsrechtlich dauerhaft als Nationales Naturerbe zu sichern.“

Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger forderte die wahlkĂ€mpfenden Parteien auf, den „offensichtlichen ökologischen Reformstau in Deutschland“ aufzulösen. Dies beziehe sich vor allem auf die Bereiche Energie, Verkehr, Naturschutz und Agrarpolitik. „Die Energiewende muss als eine große Chance fĂŒr die Gesellschaft kommuniziert werden und bei Verkehrsplanungen mĂŒssen die BĂŒrger mitreden können. Eine Agrarindustrie, die große Mengen Pestizide einsetzt, Nutztiere mit Medikamenten vollpumpt, die Verödung der Landschaft und Lebensmittelskandale verursacht ist nicht zu akzeptieren. Wer der kĂŒnftigen Bundesregierung und dem Bundestag angehören will, muss den Schutz unserer Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellen“, sagte Weiger.

BUND, DNR und NABU wollen genau analysieren, was die Parteien und ihre Kandidaten bei Umwelt- und Verbraucherthemen ankĂŒndigen und was sie im Falle einer Regierungsbeteiligung auch tatsĂ€chlich umsetzen. Der BUND will ab sofort sĂ€mtliche rund 1500 Kandidaten der sechs derzeit im Bundestag vertretenen Parteien ausfĂŒhrlich zu Umwelt- und Verbraucherthemen befragen. Die Ergebnisse wĂŒrden im Internet den WĂ€hlerinnen und WĂ€hlern zur VerfĂŒgung gestellt, um ihnen ihre Wahlentscheidung zu erleichtern.
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Anholter BĂ€renwald: 10 Jahre BĂ€ren im GlĂŒck
BĂ€r Maya (c) Deutscher Tierschutzbund e.V.
 
Anholter BĂ€renwald: 10 Jahre BĂ€ren im GlĂŒck
Der Anholter BĂ€renwald feierte im Mai sein 10-jĂ€hriges JubilĂ€um und damit auch 10 Jahre BĂ€renglĂŒck. Dieses Schutz-Projekt wird vom Deutschen Tierschutzbund in Zusammenarbeit mit der International Bear Federation (IBF) betrieben und gibt BĂ€ren aus schlechter Haltung ein tiergerechtes Zuhause. Neuestes Mitglied der BĂ€rengemeinde ist die BraubĂ€rin Maya (Foto), die aus einem kleinen KĂ€fig neben einem Restaurant in Litauen gerettet wurde. Solche katastrophale ZustĂ€nde bei der Haltung von BraunbĂ€ren sind leider kein Einzelfall. Das Projekt Anholter BĂ€renwald macht auf diese Probleme aufmerksam und zeigt wie tiergerechte BĂ€renhaltung aussehen soll. Grund genug um das JubilĂ€um gemeinsam mit den BĂ€renpaten groß zu feiern.
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	 	 Startschuss des Kreativlabors fĂŒr Finanzierung von Energieeffienzmaßnahmen
Energiewende im GebÀudesektor vorantreiben © WWF
 
Startschuss des Kreativlabors fĂŒr Finanzierung von Energieeffienzmaßnahmen
WWF und DENEFF starten Innovationsforum fĂŒr Finanz-, Immobilien- und Energieeffizienzexperten

Die Umweltstiftung WWF und die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) haben heute das Finanzforum Energieeffizienz (effin) offiziell in Berlin gestartet. Im Rahmen des Forums treffen Finanzierer und Investoren, spezialisierte Technologieanbieter und potenzielle Kunden zusammen. effin bietet ihnen ein kreatives Testlabor, um Chancen und Potenziale neuer Finanzierungsprodukte fĂŒr Energieeffizienz analysieren und bewerten zu können. Dabei werden die Teilnehmer von einem hochkarĂ€tigen Beraterkonsortium unterstĂŒtzt. effin wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

Durch intensiven Austausch zwischen Finanz-, Immobilien- und Energieeffizienzexperten können neue Finanzierungsmodelle entstehen, so die Analyse von WWF und DENEFF: „Der jĂ€hrliche Kapitalbedarf zur Erreichung der Energiewendeziele im GebĂ€udesektor liegt bei rund 33 Milliarden Euro. Das ist das Zweifache des durchschnittlichen Marktvolumens der letzten Jahre. FĂŒr Banken, Finanzierer und Investoren birgt dies enorme Chancen. Wer die BedĂŒrfnisse seiner Partner im Energieeffizienzmarkt genau kennt, kann neue GeschĂ€ftspotenziale erschließen und gleichzeitig die Energiewende voranbringen“, so Tobias Krug, Energieeffizienzexperte des WWF Deutschland.

Martin Bornholdt, geschĂ€ftsfĂŒhrender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF), ergĂ€nzt: „Energieeffizienz ist ein spannendes, aber noch kaum bestelltes Investitionsfeld. Warum gibt es zum Beispiel keine EnergiesparvertrĂ€ge oder Spezialfonds fĂŒr nachhaltige Immobilien? Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Banken und Energieberatern verbessert werden? Ein Ansatz von effin wird sein, z.B. die örtliche Bank oder Sparkasse mit den Eigenheimbesitzern und Effizienzanbietern wie Energieberatern oder DĂ€mmstoffproduzenten zusammenzubringen. Bei gewerblichen Immobilienprojekten werden wir zum Beispiel ĂŒber Risikoprofile, Bewertungskriterien und ĂŒber alternative Finanzierungsformen sprechen.“

Das effin-Beraterkonsortium umfasst die auf Energieeffizienz spezialisierte Strategieberatung The CO-FIRM, die Hochschule fĂŒr Technik Stuttgart sowie die Rechtsberatung CMS Hasche Sigle. Die Inhalte der Analysen können von den Projektteilnehmern aktiv mitgestaltet werden und stehen ihnen zunĂ€chst exklusiv zur VerfĂŒgung. Die Ergebnisse sollen den Teilnehmern als fundierte Entscheidungshilfe fĂŒr die Bewertung von Investitionen in Energieeffizienz dienen und gezielten Marktpartnerschaften den Boden bereiten.

Hintergrund der Initiative des WWF und der DENEFF ist die Erkenntnis, dass allein durch die staatliche Förderkulisse die Energiewendeziele im Bereich der GebĂ€udeenergieeffizienz nicht erreichbar sind. So mĂŒssen bei den privaten Haushalten bis 2050 rund 18 Milliarden Euro pro Jahr zusĂ€tzlich investiert werden, das errechnete die WWF-Studie „Modell Deutschland“ (Prognos/Öko-Institut). Der Betrag entspricht mehr als dem Doppelten der bisherigen jĂ€hrlichen Investitionen. Zum Vergleich: Die Gesamtinvestitionen in die energetische GebĂ€udesanierung lagen zwischen 2010 und 2012 bei rund 14,7 Milliarden Euro pro Jahr (Prognos, KfW Bankengruppe).

Über die DENEFF
Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) wurde am 24.11.2010 in Berlin gegrĂŒndet und setzt sich als erstes unabhĂ€ngiges, branchenĂŒbergreifendes Netzwerk von ĂŒber 70 Vorreiterunternehmen der Energieeffizienz fĂŒr ambitionierte und effektive Energieeffizienzpolitik ein.
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Forschung geht uns alle an
BUND, DNR und NABU fordern nachhaltige Wissenschaftspolitik

Berlin – Der Deutsche Naturschutzring (DNR), der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund (NABU) fordern mehr Transparenz und Nachhaltigkeit in der Forschungspolitik. AnlĂ€sslich der heutigen Tagung „Partizipation und Transparenz in der Wissenschafts- und Forschungspolitik“ in Berlin legten die VerbĂ€nde zum ersten Mal einen gemeinsamen Forderungskatalog an die Wissenschafts- und Forschungspolitik in Deutschland vor. Dieser Zehn-Punkte-Katalog wurde mit VerbĂ€nden aus der Entwicklungszusammenarbeit und dem kirchlichen Umfeld sowie Vertretern der Studentenschaft entwickelt, die sich zum BĂŒndnis „Forschungswende“ zusammengeschlossen haben. Ziel ist es, eine transparentere Forschungspolitik in Deutschland voranzubringen.

Jedes Jahr gibt die Bundesregierung rund 14 Milliarden Euro zur Förderung von Forschungsprojekten aus. Diese Forschungsprogramme dienen vor allem wirtschaftlichen Interessen. Eine Beteiligung der Zivilgesellschaft, die fĂŒr eine transparente und nachhaltige Wissenschaftspolitik erforderlich wĂ€re, fehlt bislang.

DNR-PrĂ€sident Hartmut Vogtmann: „Natur- und Sozialwissenschaften mĂŒssen stĂ€rker zusammenarbeiten, um gesellschaftliche Zukunftsthemen zu erforschen. Wir fordern von den Wissenschaftsministerien eine faire Beteiligung der Zivilgesellschaft an der Formulierung von Forschungsprogrammen.“

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: „Bei vielen Fragen der Energie-, Agrar- und MobilitĂ€tswende fehlt ein breiter gesellschaftlicher Konsens. Außerdem werden Risiken und Kosten bestimmter Technologien, wie zum Beispiel der Kernfusion, oft ausgeblendet. Die Bundesregierung und das Forschungsministerium mĂŒssen ein öffentliches Wissenschaftsforum einrichten, in dem solche Fragen verhandelt werden können.“

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „Wir brauchen transparente Prozesse bei der Auswahl der Inhalte und mehr Geld fĂŒr soziale ForschungsansĂ€tze. Nur ein gut finanziertes Wissenschaftssystem kann innovative und ĂŒberraschende Ideen fĂŒr eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung bereitstellen. Die Zivilgesellschaft wird so zukĂŒnftig zu einem BĂŒndnispartner der Wissenschaft.“
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Schwimmender GrĂ¶ĂŸenwahn
Hamburger Hafen © Martina Kohl / WWF
 
Schwimmender GrĂ¶ĂŸenwahn
WWF, NABU und BUND kritisieren Taufe des weltgrĂ¶ĂŸten Containerschiffs

Hamburg - Eines der grĂ¶ĂŸten Containerschiffe der Welt soll heute im Hamburger Hafen auf den Namen „Alexander von Humboldt“ getauft werden. Die Schiffstaufe wurde als großes PR-Spektakel angelegt, um fĂŒr die Vertiefung der Elbe zu werben. NaturschĂŒtzer sind von der mit großem Brimborium angekĂŒndigten Taufe wenig begeistert. „Ausgerechnet Alexander von Humboldt muss als Pate fĂŒr ein Spektakel herhalten, mit dem die Zerstörung der Natur gerechtfertigt werden soll“, kritisiert Beatrice Claus vom WWF Deutschland. „Der Naturforscher und BegrĂŒnder der modernen Ökologie wĂŒrde sich angesichts der verfehlten Hafenplanungen in Deutschland im Grabe umdrehen.“

Der Riesenfrachter kann 16.000 Container laden und ist fast 400 Meter lang. Mit voller Ladung hĂ€tte das Schiff einen Tiefgang von maximal 16 Metern. Damit solche Schiffe möglichst voll beladen Hamburg anlaufen können, will man die Fahrrinne der Elbe erneut vertiefen. Das AktionsbĂŒndnis Lebendige Tideelbe will dies verhindern, weil dabei die Natur auf der Strecke bliebe. Der Zustand der Elbe sei schon jetzt kritisch. Weitere Ausbaumaßnahmen seien mit hohen ökologischen Risiken verbunden. Die NaturschĂŒtzer befĂŒrchten, eine weitere Flussvertiefung wĂŒrde das Flussökosystem zum Kippen bringen. „Die geplante Elbvertiefung wĂŒrde nichts daran Ă€ndern, dass Schiffe dieser GrĂ¶ĂŸe nur auf der Flutwelle nach Hamburg fahren können, da sie im Hafen noch gedreht werden mĂŒssen. Dies geht nur bei Umkehr von Flut auf Ebbe
unter Ausnutzung des strömungsarmen Stauwassers“, so Manfred Braasch vom BUND.

Das AktionsbĂŒndnis betont, dass ein weiter Ausbau zudem teuer und unnötig sei. „Anstatt auf Kosten von Natur und Steuerzahlern die FlĂŒsse immer weiter auszubaggern, mĂŒssen wir die Kooperation zwischen den Hafenstandorten vertiefen“, fordert Alexander Porschke vom NABU. Eine intelligente Zusammenarbeit der HĂ€fen in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven wĂŒrde den Hafenstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb stĂ€rken und eine erneute Vertiefung von Elbe und Weser fĂŒr den Containerverkehr ĂŒberflĂŒssig machen. Der WWF hat hierzu ein entsprechendes Szenario vorgelegt. Demnach wĂŒrden bei einem Verzicht auf Vertiefungen von Elbe und Weser 750 Millionen Euro frei und könnten zur Sicherung des Hafenstandorts Deutschland u.a. in den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals investiert werden.
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Freiburg: Wilde Biene und Freunde
Am Sonntag den 9.Juni findet in der Ökostation Freiburg,
Falkenbergerstr. 21 b von 14 bis 17:00 Uhr ein Familiennachmittag fĂŒr Groß und Klein statt.
Es werden Nisthilfen fĂŒr Wildbienen gesĂ€gt, gebohrt und gebaut.
Die Besucherinnen und Besucher entdecken die Artenvielfalt der blĂŒhenden Sommerwiese im Biogarten und erfahren, wie man den Lebensraum fĂŒr Insekten erhalten und schĂŒtzen kann.
Im Garten werden Kaffee, Kuchen und GetrÀnke angeboten. Der Eintritt ist frei.
 
 

 
Tour de fesa
Mit E-Bike und Muskelkraft zum Ziel!

Am Samstag, den 8. Juni lĂ€dt der fesa e.V. ein zur „Tour de fesa“. Bei hoffentlich bestem Wetter werden E-Bikes gegen herkömmliche FahrrĂ€der antreten. In der Griestalstrauße am Tuniberg bekommen die TeilnehmerInnen Gelegenheit zur Information und Diskussion ĂŒber ElektromobilitĂ€t im Allgemeinen und E-Bikes im Besonderen. Die Fahrt ist gratis.

Zugegeben – ein Teil der Teilnehmer bei der Tour de fesa am 8. Juni wird mit Sicherheit gedopt sein. ElektrorĂ€der mit eingebautem RĂŒckenwind bieten legales Technikdoping nicht nur fĂŒr Senioren. FĂŒr Berufspendler, die regelmĂ€ĂŸig lĂ€ngere Strecken zurĂŒckzulegen haben, bieten E-Bikes eine schlaue Alternative zum Auto. Und auch jĂŒngere, sportliche Menschen sind immer hĂ€ufiger mit den schnellen, leisen Flitzern unterwegs. AusdrĂŒcklich eingeladen zum aktiven Wettstreit zwischen Mensch und Maschine sind natĂŒrlich alle FahrerInnen von herkömmlichen FahrrĂ€dern. Die 15 Kilometer vom fesa-BĂŒro in der Gerberau bis zur Griestalstrauße am Tuniberg sind auch mit dem Hollandrad oder dem alten Dreiganghobel gut zu bewĂ€ltigen. Einige ElektrorĂ€der stehen fĂŒr Einsteiger zum Ausprobieren zur VerfĂŒgung. Fahrzeugtausch auf freier Strecke ist erlaubt und erwĂŒnscht! Bei der Tour de fesa sind alle TeilnehmerInnen Gewinner und erster Sieger ist das Klima, das von einer umweltfreundlichen MobilitĂ€t profitiert. Um diese soll es dann bei der Diskussionsrunde in der Strauße gehen. Georg Stanossek von ReutEmobil wird zu Car-Sharing und ElektromobilitĂ€t informieren und Ulrich Prediger von LeaseRad wird sein Konzept des E-Bike-Leasings fĂŒr Firmen vorstellen. Anschließend ist die Arena eröffnet fĂŒr Fragen und DiskussionsbeitrĂ€ge. WĂ€hrenddessen können sich die Drahtesel an der Steckdose laben und die RadlerInnen an badischen Köstlichkeiten. Start ist um 14 Uhr in der Gerberau 5, RĂŒckkehr etwa 18 Uhr.

Ablauf
13.45 Uhr Treffpunkt in der Gerberau 5, 79098 Freiburg
14.00 Uhr gemeinsame Abfahrt Richtung Opfingen
ca. 15.00 Uhr Ankunft in der Griestalstrauße am Tuniberg, Lademöglichkeit vorhanden.
ca. 15.15 Uhr Impulsreferate zu Car-Sharing und ElektromobilitĂ€t (Georg Stanossek, ReutEmobil) und E-Bike-Leasing (Ulrich Prediger, LeaseRad), anschließend offene Diskussionsrunde
17.00 Uhr RĂŒckfahrt nach Freiburg

Anmeldung
Anmeldungen bitte an mail@fesa.de oder Fax: 0761-40 47 70. Bitte geben Sie an, ob Sie mit E-Bike oder Muskelfahrrad kommen und ob Sie eventuell ein E-Bike fĂŒr TestfahrerInnen zur VerfĂŒgung stellen können. mail@fesa.de
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