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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU zum Beschluss zur EU-Agrarreform: Kurswechsel mit Schönheitsfehlern
Tschimpke: Bundesregierung muss nun national nachbessern

Berlin – Der NABU hat den BrĂŒsseler Beschluss zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) als lĂ€ngst ĂŒberfĂ€lligen Kurswechsel bezeichnet, der jedoch gravierende Schönheitsfehler enthalte. So wĂŒrden erstmals ein Drittel der Agrarsubventionen an konkrete Umweltauflagen gebunden, der tatsĂ€chliche Nutzen fĂŒr die Umwelt sei jedoch Ă€ußerst gering.

„Mit dem ‚Greening‘ der Agrarpolitik sollen Subventionen zwar endlich stĂ€rker an Umweltauflagen gebunden werden, der Beschluss bleibt jedoch auf halbem Wege stecken. Viele wichtige VorschlĂ€ge sind im Laufe der Verhandlungen aufgrund des massiven Widerstands der Agrarlobby und zahlreicher Mitgliedstaaten wie Deutschland verwĂ€ssert worden“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Dazu zĂ€hlten etwa Vorgaben zur Schaffung von ökologischen VorrangflĂ€chen, der Schutz von DauergrĂŒnland oder die Einhaltung einer Mindestfruchtfolge. Zugleich hatten die Staats- und Regierungschefs wenige Monate zuvor die Mittel fĂŒr die zweite SĂ€ule der Agrarpolitik, aus der Maßnahmen fĂŒr den lĂ€ndlichen Raum und den Naturschutz finanziert werden, um fast 20 Prozent gekĂŒrzt.

Nach Auffassung des NABU zeige der Beschluss dennoch, dass ein Kurswechsel in der Agrarpolitik und damit die Abkehr vom bisherigen „Gießkannenprinzip“ der Agrarsubventionen unausweichlich sei. Zu den Erfolgen der Abschlussverhandlungen aus Umweltsicht zĂ€hle zudem, dass eine kostspielige Doppelförderung der Greening-Maßnahmen ausgeschlossen sei und artenreiches GrĂŒnland in Schutzgebieten flĂ€chendeckend von einer Ackerumwandlung ausgenommen werde.

Der NABU appellierte an die Bundesregierung, nun sĂ€mtliche Möglichkeiten fĂŒr eine Nachbesserung auf nationaler Ebene zu nutzen. So könnten 15 Prozent der Agrarsubventionen von den Direktzahlungen in die zweite SĂ€ule umgeschichtet werden. „Eine Neuausrichtung der Mittel nach dem Prinzip ‚Geld gegen Leistung‘ ist allein schon deshalb erforderlich, damit der Agrarhaushalt in den nĂ€chsten Jahren nicht drastisch gekĂŒrzt wird“, so Tschimpke.
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Freiburg bis 2050: 100 Prozent erneuerbare Energie-Region
Region Freiburg setzt sich ehrgeiziges Klimaschutzziel

Mitgliederversammlung verabschiedet einstimmig Positionspapier
zur Klimapolitik

Themenschwerpunkte der nÀchsten drei Jahre:
Energieeinsparung, Erneuerbare Energien und Einsatz intelligenter
Technologien

Die Region Freiburg setzt sich ehrgeizige Ziele in der Klimapolitik.
Bis zum Jahr 2050 will die Region sich als „100 Prozent erneuerbare
Energie-Region“ positionieren und dafĂŒr den Anteil der
erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasserkraft, Biomasse
und Geothermie nachhaltig steigern. In der ersten Mitgliederversammlung
der Region nach dem turnusmĂ€ĂŸigen Wechsel des
Vorsitzes von Landrat Hanno Hurth (Landkreis Emmendingen) zu
OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon votierten die BĂŒrgermeister
und GemeinderĂ€te im Freiburger Rathaus einstimmig fĂŒr den
Vorschlag, einen gemeinsamen Katalog von Maßnahmen fĂŒr die
gesamte Region mit den Landkreisen Breisgau-
Hochschwarzwald und Emmendingen, der Stadt Freiburg sowie
70 Kreisgemeinden zu erarbeiten.

Der Fokus wird dabei vor allem auf die Ziele Energieeinsparung
bei privaten GebÀuden, Erzeugung erneuerbarer Energien und
Einsatz neuer Techniken gelegt. Dabei will die Region nicht „das
Rad neu erfinden“, sondern auf die Kompetenzen und Erfahrungen
der Mitgliedsgemeinden vor Ort zurĂŒckgreifen und sie den
ĂŒbrigen Mitgliedern des interkommunalen Verbands zur VerfĂŒgung
stellen. Um diesen Prozess ĂŒber die Gemeinde- und Kreisgrenzen
hinweg zu steuern und zu koordinieren, wird eine Arbeitsgruppe
mit Fachleuten aus der Stadt- und den Kreisverwaltungen
eingerichtet, die jÀhrliche Themenschwerpunkte definiert
und weitere Akteure wie Handwerkskammer, Energieversorger
oder Mitgliedskommunen des Landesprogramms „Klimafreundliche
Kommmune“ als Kooperationspartner gewinnt.

FĂŒr die Jahre 2014 bis 2016 stehen die Themen bereits fest.
2014 wird Energiesparen im Vordergrund stehen. Dazu sollen die
verschiedenen Energieberatungen akkreditiert und auf vergleichbaren
Stand gebracht werden. Die Region will auch Angebote
einer niederschwelligen Erstberatung vor Ort entwickeln lassen
und Demonstrationsobjekte prÀsentieren, wie wirksam in WohngebÀuden
Heizenergie gespart werden kann. In diesem Sektor
sind, so wurde in der Diskussion deutlich, die grĂ¶ĂŸten Potentiale
fĂŒr eine Minderung der CO2-Emissionen zu erzielen.

Im darauffolgenden Jahr widmet sich das Konzept vor allem den
erneuerbaren Energien: UnterstĂŒtzung und Förderung von neuen
Windkraftanlagen sowie der KraftwÀrmekoppelung stehen dabei
im Vordergrund. Und fĂŒr 2016 will die Region das Themenfeld
„Smart Grid“ und „Smart Metering“ aufgreifen. „Smart Grid“ steht
fĂŒr „intelligente Netze“, die den Energieverbrauch bedarfsgerecht
steuern. „Smart Metering“ ist der Einsatz intelligenter Messverfahren,
die eine jederzeitige Kontrolle des Energieverbrauchs
ermöglichen und das Bewusstsein der Verbraucher fĂŒr Energieeinsparung
fördern.

Dass das Ziel einer klimafreundlichen Region bis 2050 keineswegs
utopisch, sondern mit politischem Willen und guten Konzepten
durchaus zu erreichen ist, zeigte der Vortrag des SimonswÀlder
BĂŒrgermeisters Reinhold Scheer. Die 3000-
Einwohner-Gemeinde im Landkreis Emmendingen hat den Umstieg
auf eine 100prozentige Stromversorgung aus regenerativen
Energien schon geschafft. In der Diskussion wurde deutlich, dass
fĂŒr die Region Freiburg eine komplett CO2-freie Versorgung mit
Strom möglicherweise schneller als bis 2050 zu erreichen ist,
weshalb aus der Mitgliederversammlung eine regelmĂ€ĂŸige Evaluation
angeregt wurde.

Den Anstoß zu dem Konzept hatte eine Studie der Freiburg Wirtschaft
und Touristik (FWTM) mit der Wirtschaftsregion aus dem
Jahr 2011 gegeben, mit der die Energieagentur Regio Freiburg
GmbH die Potentiale fĂŒr Energieeinsparung und regenerative
Energien fĂŒr die Region ermittelt hat. Die im Sommer 2012 vorgelegten
Ergebnisse bestÀtigen: Eine zu 100 Prozent mit aus
regenerativen Energien versorgte Region ist bis 2050 zu schaffen.
Voraussetzungen dazu sind neben Investitionen in erneuerbare
Energien und umweltfreundliche Verkehrssysteme vor allem
eine signifikante Senkung des Energieverbrauchs im WĂ€rmebereich.
Dem trÀgt das Konzept durch den Arbeitsschwerpunkt Energieeinsparung
Rechnung, der vor allem die energetische Sanierung
von WohngebÀuden umfasst.

FĂŒr das Ziel sprechen nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische
GrĂŒnde. Die Gutachter gehen davon aus, dass fĂŒr GebĂ€udesanierungen
und weitere Maßnahmen Investitionen in Milliardenhöhe
aufzubringen sind. Durch WÀrmedÀmmungen und
moderne Heizungen lassen sich der Energieverbrauch und die
CO2-Emission drastisch reduzieren und somit ein großer Teil von
derzeit 880 Millionen Euro einsparen, die jÀhrlich aus der Region
fĂŒr den Einkauf von Energie – zumeist aus fossilen Quellen –
abfließen. Zugleich sind Investitionen in diesem Sektor ein nachhaltig
wirkendes Konjunktur- und BeschĂ€ftigungsprogramm fĂŒr
Handwerk und Bauwirtschaft.

Dies belegt auch die Untersuchung des Freiburger Öko-Instituts
„Freiburg 2050 – auf dem Weg zur KlimaneutralitĂ€t“ fĂŒr den
Stadtkreis Freiburg aus dem Jahr 2011. Bei einer Halbierung des
Verbrauchs und einer Umstellung auf erneuerbare Energien zu
93 Prozent haben die Gutachter eine rechnerische Reduktion der
Treibhausgase CO2 um 94 Prozent ermittelt.


Die „Region Freiburg“

... ist der Zusammenschluss der beiden Landkreise Breisgau-
Hochschwarzwald und Emmendingen mit 71 Gemeinden und
dem Stadtkreis Freiburg. Sie stÀrkt die politische Zusammenarbeit
und bietet ein Forum des Austauschs und der Abstimmung
ĂŒber Projekte und konkrete Einzelvorhaben mit regionaler
Dimension.

Die Region Freiburg basiert auf einem vertraglichen Zusammenschluss
vom Februar 1994, dem "Kooperationsvertrag der Gebietskörperschaften
im Raum Freiburg". Im Jahr 2000 wurde daraus
die „Region Freiburg“. Sie bildet mit der Gebietskulisse zwischen
Rhein und Hochschwarzwald gleichzeitig den deutschen
Teil des Eurodistrikts Region Freiburg / Centre et Sud Alsace.
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Jenseits von Dracula : Die Reihe "WĂ€lder der Welt" im Waldhaus
... am Sonntag, 7. Juli, widmet sich RumÀnien

In der Reihe „WĂ€lder der Welt“ im Waldhaus steht am Sonntag, 7. Juli, von 11 bis 18 Uhr RumĂ€nien im Mittelpunkt. Westliche Vorstellungen von der Natur in den Karpaten sind oftmals verzerrt durch die Legende vom Grafen Dracula, der sein Unwesen „jenseits der WĂ€lder“ in Transsilvanien getrieben haben soll. TatsĂ€chlich weisen die rumĂ€nischen Karpaten die grĂ¶ĂŸten noch verbliebenen UrwĂ€lder und die weitlĂ€ufigsten noch zusammenhĂ€ngenden WaldflĂ€chen in der EU auf. Dort sind so viele BĂ€ren, Luchse und Wölfe beheimatet wie sonst nirgendwo in Europa. Doch hat der Druck, die WĂ€lder als grĂ¶ĂŸte Ressource des Landes auszubeuten, seit dem Sturz des Diktators Ceausescus 1989 enorm zugenommen.

In spannenden LichtbildvortrĂ€gen werden Besucher umfassend ĂŒber solche Konflikte informieren, erfahren aber auch viel ĂŒber die Schönheit des Landes und seine historischen und gegenwĂ€rtigen Lebensformen. Mit einem kulturellen Rahmenprogramm und landestypischen SpezialitĂ€ten lĂ€dt das Waldhaus insbesondere Familien mit Kindern herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Eintritt frei.

Das Waldhaus mit Ausstellungsraum und Shop ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, das Waldhaus-Café sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. NÀhere Informationen zu den VortrÀgen, Angeboten und dem Familienprogramm gibt es unter Tel. 0761/8964 7710 oder auf der Homepage www.waldhaus-freiburg.de.
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Asbest-Prozess in Italien – Endlich ein gerechtes Urteil
Ein italienisches Berufungsgericht hat das Strafmaß im Asbest-Prozess gegen den frĂŒheren Eternit-MiteigentĂŒmer Stephan Schmidheiny auf 18 Jahre erhöht.

Der Schweizer Unternehmer muss laut dem am Montag vom Gericht in Turin gefĂ€llten Urteil fĂŒr 18 Jahre ins GefĂ€ngnis.

In erster Instanz war Schmidheiny vor einem Jahr zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht hatte ihn und den frĂŒheren belgischen Eternit-Manager Louis de Cartier de Marchienne wegen des Todes von rund 3'000 Arbeitern und Anwohnern der italienischen Eternit-Werke fĂŒr schuldig befunden. Das Verfahren gegen de Cartier wurde eingestellt, nachdem der Angeklagte im Mai verstorben war.

Die beiden Manager des Asbest-Unternehmens Eternit standen seit Dezember 2009 in Turin vor Gericht. Die ca. 3000 asbestbedingte TodesfĂ€lle und 833 registrierte KrankheitsfĂ€lle allein in Italien waren der Hintergrund des Verfahrens gegen den Schweizer MilliardĂ€r Stephan Schmidheiny und seinen (jetzt verstorbenen) belgischen Kollegen Jean-Louis de Cartier. Die Turiner Staatsanwaltschaft warf den beiden Angeklagten vor, zwischen 1966 und 1986 Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit dem krebserregenden Stoff Asbest vernachlĂ€ssigt zu haben, obwohl die Gefahren bekannt waren. Sie sind mitverantwortlich fĂŒr Leid, Tod und Krankheit in den italienischen Eternit-Fabriken und in deren Umgebung.

Ein gerechtes Urteil mit einer abschreckenden Wirkung in diesem Asbest-Prozess ist auch fĂŒr die Umweltbewegung wichtig. In der Vergangenheit konnten sich in fast allen großen Umweltprozessen (Bhopal, Seveso, Bayer-Holzschutzgiftprozess, Contergan...) die großen Konzerne und die Verursacher von Leid, Tod und Krankheit mit teuren AnwĂ€lten und teilweise lĂ€cherlichen EntschĂ€digungszahlungen fast ungestraft aus der AffĂ€re ziehen. Einzelne, gelegentliche Fehlurteile können und mĂŒssen in demokratischen Rechtssystemen akzeptiert werden. Doch ein RĂŒckblick auf die wirklich großen Umweltstrafverfahren zeigt eine nicht akzeptable, erschreckende Tendenz zu einseitigen und tendenziösen Urteilen.

Es geht uns nicht um Rache
Es geht uns nicht um besonders harte Strafen
Es geht uns um angemessene Strafen
Es geht um einen alten Kampf der Menschheitsgeschichte, der im globalen Zeitalter der Gier mehr als aktuell ist
Es geht uns um Gerechtigkeit

Auch in Deutschland sterben jÀhrlich noch tausende von Menschen an Asbestose, weil notwendige Asbestverbote lange behindert und verschleppt wurden. Laurent Vogel von der European Trade Union Confederation, dem Verband der EuropÀischen Gewerkschaften sagte im Deutschlandfunk:"Asbest ist weltweit der wichtigste Killer in der Arbeitswelt. An den Fasern sterben nach SchÀtzungen der Internationalen Arbeiterorganisation jÀhrlich 100.000 Menschen."


Das Urteil des Turiner Berufungsgerichtes durchbricht endlich einmal die alte Rechtstradition, die großen Umweltvergifter zu schonen. NatĂŒrlich wird die Verteidigung das Urteil an die höchste italienische Instanz weiterziehen.
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Autor: Axel Mayer, BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer

 
NABU-Klimatipps zum Sommeranfang
WĂ€rmedĂ€mmung schĂŒtzt HĂ€user auch vor Sommerhitze

Berlin – Noch vor Sommeranfang am 21. Juni ist nun eine Hitzewelle ĂŒber Deutschland hereingebrochen. Bei Temperaturen von bis zu 38 Grad Celsius hilft nur eine gute AbkĂŒhlung. Wie man sich in den eigenen vier WĂ€nden gegen die Hitze wappnen kann, darĂŒber klĂ€rt der NABU auf:

Gegen Hitze schĂŒtzt zunĂ€chst eine gute WĂ€rmedĂ€mmung. Sie hilft nicht nur im Winter WĂ€rmeverluste zu vermeiden und Energiekosten zu sparen, sondern hĂ€lt auch im Sommer die Hitze draußen. Neben WĂ€rmedĂ€mmverbundsystemen gibt es bereits eine Vielzahl an ökologischen Alternativen wie Holzweichfaserplatten oder Hanf. Bei der Anbringung sollte auch auf den Artenschutz geachtet werden. GebĂ€udebrĂŒter, wie Mauersegler, und FledermĂ€use sind sehr standorttreu und mĂŒssen nach dem Bundesnaturschutzgesetz auch nach Arbeiten am Haus ein Zuhause finden.

Das richtige LĂŒftungsverhalten ist ebenfalls entscheidend. „GelĂŒftet werden sollte vor allem in den kĂŒhlen Stunden des Tages, also nachts sowie morgens und abends ausgiebig“, rĂ€t Ulf Sieberg, NABU-Energieexperte. „Heizen sich die Wohn- und ArbeitsrĂ€ume erst einmal auf, ist es schwer, die WĂ€rme wieder hinaus zu bekommen.“ Daher sollten tagsĂŒber Fenster und TĂŒren geschlossen bleiben. Eine EinschrĂ€nkung macht Sieberg aber. Sind Wohn- oder ArbeitsrĂ€ume erst einmal aufgeheizt und gibt es auch nachts keine deutliche AbkĂŒhlung unter 20 Grad Celsius, kann auch tagsĂŒber das Öffnen der Fenster sinnvoll sein. Dann sollten alle Fenster im Raum vollstĂ€ndig geöffnet und quer gelĂŒftet werden. „Ein guter Durchzug kann auch einen Ventilator-Effekt erzeugen“, erlĂ€utert Sieberg. Damit sinkt die Temperatur zwar nicht real, aber gefĂŒhlt.

Entscheidend dafĂŒr, ob ein Haus hitzeanfĂ€llig ist, ist auch seine Bauweise. Große FensterflĂ€chen nach SĂŒden sollten mit einem doppelten WĂ€rmeschutz versehen werden. Außen schĂŒtzen RolllĂ€den, innen Jalousien vor der Hitze. Ist das Haus optimal geplant worden, sorgen große DachĂŒberstĂ€nde, Balkone und VordĂ€cher fĂŒr ausreichend KĂŒhlungseffekte.

LaubbĂ€ume können zudem mit ihrem Schatten dazu beitragen, dass sich HĂ€user nicht unnötig aufheizen. Im Winter verlieren die BĂ€ume ihre BlĂ€tter und sorgen fĂŒr den nötigen Lichteinfall. Bei lĂ€nger anhaltenden Hitzeperioden, Regenmangel und Wind sollten StraßenbĂ€ume und FassadengrĂŒn in StĂ€dten bewĂ€ssert werden.

Geachtet werden sollte aus NABU-Sicht ebenfalls auf das Ausschalten von elektrischen GerĂ€ten (und das nicht nur im Sommer). Sie verbrauchen nicht nur im Stand-by-Betrieb oder mit eingestecktem Stecker Energie – sondern sorgen auch fĂŒr eine unnötige WĂ€rmezufuhr in Wohn- und ArbeitsrĂ€umen.

Ganz verzichten sollte man auf stromfressende GerĂ€te wie mobile Klimaanlagen. Sie sind nicht nur in der Anschaffung teuer, sondern verbrauchen auch Unmengen an Strom. Das belastet den Geldbeutel spĂŒrbar. Wenn der Strom zudem aus fossilen EnergietrĂ€gern erzeugt wird, wirkt sich dies negativ auf das Klima aus. Der NABU empfiehlt daher den Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter, der mit dem GrĂŒnen Strom Label ausgezeichnet ist.
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Anders lernen mit der Sommerschule
Die Sommerschule / Foto: www.oekostation.de
 
Anders lernen mit der Sommerschule
Vom 2. bis 6. September 2013 findet in der Ökostation eine Sommerschule statt. Das einwöchige Bildungsangebot will SchĂŒlerinnen aus Haupt- und Werkrealschulen den Start ins nĂ€chste Schuljahr erleichtern.

Die Sommerschule in der Ökostation Freiburg bietet in den Sommerferien SchĂŒlern, die demnĂ€chst in die 8. oder 9. Klassen der Haupt- oder Werkrealschule versetzt werden UnterstĂŒtzung in Deutsch, Mathe und Englisch an. Geboten wird eine Erlebnis orientierte Bildungs- und Betreuungswoche, bei der Spaß und Abenteuer nicht zu kurz kommen.

Schulische Lerninhalte werden dabei fast „nebenbei“ erfasst. So lernen die SchĂŒler beispielsweise Mathematik auf dem Tretboot, indem sie Tiefensichtmessungen am FlĂŒckiger See vornehmen. Englisch wird sportlich gelernt: Auf dem Energiefahrrad muss ein CD-Player mit englischsprachigen Liedern durch Treten in Gang gesetzt werden. Deutsch lernen die Teilnehmer, indem sie Interviewfragen erarbeiten und anschließend Profi-Jugendfußballer des Sportclubs Freiburg befragen.

Eine Besonderheit der Freiburger Sommerschule ist die VerknĂŒpfung von schulischen FĂ€chern mit den Themenbereichen „Natur, Umwelt und nachhaltige Entwicklung“. Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler beschĂ€ftigen sich wĂ€hrend der Woche projektartig und fĂ€cherĂŒbergreifend mit den Themen GewĂ€sserökologie, Solarenergie und nachhaltigem Konsum. DarĂŒber hinaus will die Sommerschule den Jugendlichen soziale, personale und methodische Kompetenzen vermitteln. Die Freude am gemeinsamen Lernen steht dabei im Vordergrund. Geocaching und eine Grillparty runden das Programm ab.

Die Sommerschule an der Ökostation wird in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt Freiburg angeboten und wird vom Kultusministerium Baden-WĂŒrttemberg gefördert.

Anmeldungen sind bis zum 10. Juli bei der Ökostation Freiburg (Tel.: 0761-892333, www.oekostation.de) oder beim Staatlichen Schulamt Freiburg (Herr Rauscher, Tel.: 0761-595249-512) möglich.
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Karlsruhe: Expeditionsmobil auf dem Energieberg
AusstellungsfĂŒhrungen und Praktika zur Energienutzung

Zum Tag der erneuerbaren Energien gastiert am Sonntag, 30. Juni, die Informations- und Bildungsinitiative "Expedition N - Nachhaltigkeit Baden-WĂŒrttemberg" auf dem Energieberg (ehemalige MĂŒlldeponie West im Rheinhafen). In ihrem Expeditionsmobil laden die Veranstalter mit SchĂŒlerpraktika, FĂŒhrungen und einer interaktiven Multimedia-Ausstellung in die Welt der nachhaltigen Energienutzung ein. Von 10 bis 17 Uhr kann das Mobil auf eigene Faust erkundet werden.

Am Montag, 1. Juli, ist es fĂŒr Schulklassen der Jahrgangsstufen 8 bis 13 geöffnet. Die SchĂŒler können an einem 45-minĂŒtigen Rundgang oder an einem 90-minĂŒtigen Energieforscher-Praktikum teilnehmen. Informationen erteilt der stĂ€dtische Umwelt- und Arbeitsschutz unter der Telefonnummer 0721/133-31 18. Dort werden bis zum Dienstag, 25. Juni, auch Anmeldungen entgegen genommen.

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323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 


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