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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Freiburg: Sinnes-Wandel fĂŒr die ganze Familie
Der Walderlebnispfad in Opfingen und Waltershofen wurde eröffnet

Im Waltershofener und Opfinger Mooswald hat das Forstamt in den vergangenen Wochen einen Walderlebnispfad eingerichtet, der an sechs Stationen den Lebensraum Mooswald beleuchtet und seinen besonderen Wert fĂŒr den Naturschutz und den Menschen erlebbar macht. „Dieser neue Pfad bringt den Waldbesucherinnen und -besuchern das faszinierende Ökosystem Mooswald nĂ€her. Vor allem aber soll er Spaß machen und die BĂŒrger motivieren, diesen außergewöhnlichen Wald mit allen Sinnen zu erleben“, sagte UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik zur Eröffnung am Samstag, 13. MĂ€rz.

Gemeinsam mit den Ortsvorsteherinnen Petra Zimmermann und Silvia Schumacher, den Vertreterinnen, Vertretern und Verwaltungen der Ortschaften und dem Forstamt radelte die BĂŒrgermeisterin von Station zu Station. Unterwegs spricht der neue Walderlebnispfad fast alle Sinne an.

So ist bei der „Tierstation“ ein scharfes Auge gefragt; hier sind Tiersilhouetten im Wald versteckt und harren der Entdeckung. Eher um Geschicklichkeit geht es bei der „Totholz-Station“, die die Bedeutung von altem und totem Gehölz in bewirtschafteten WĂ€ldern dokumentiert; hier können Besucher wie TotholzkĂ€fer von Trittstein zu Trittstein hĂŒpfen und damit als neue Art den Wald erobern. Bei der „KohĂ€renz-Station“ kann man sich in Zweierteams in FledermĂ€use versetzen, die ihre Jungen von Wochenstube zu Wochenstube tragen.

Die Station „Platz der Sinne“ stellt den Wald hingegen als Psychotop vor. Kunstfertige BĂ€nke laden dazu ein, nach den Anstrengungen der Aktivstationen zur Ruhe zu kommen, die KĂŒhle am Bach unter Baumkronen zu atmen und der gar nicht so leisen Stille im Wald zu lauschen.

Zwischendurch haben Forstamtsleiterin Nicole Schmalfuß und Revierleiter Markus MĂŒller auf der Eröffnungs-Tour leicht verdaulich ĂŒber die vergangene und aktuelle Bewirtschaftung der MooswĂ€lder informiert. Diese oberrhein-typische Waldform verdankt ihre hohe Artenvielfalt nicht zuletzt der Arbeit vergangener und gegenwĂ€rtiger Förstergenerationen.

Zum gemĂŒtlichen Abschluss der Einweihungsrunde hat die Waltershofener Feuerwehr die GĂ€ste am Holzversteigerungsplatz bewirtet. Dessen Eingangstor hat der Kappler HolzkĂŒnstler Thomas Rees geschaffen. Ein hölzerner Zug weist hier auf den Anlass fĂŒr die Einrichtung des Walderlebnispfades hin: FĂŒr den Bau des dritten und vierten Gleises der Bahn entlang der Autobahn durch den Mooswald mĂŒssen in einigen Jahren WaldflĂ€chen weichen – und damit wertvoller Lebensraum fĂŒr Vögel, FledermĂ€use, KĂ€fer und Moose. Als Ausgleich wurden im Waltershofener und Opfinger Wald ĂŒber 50 Hektar Wald still gelegt, und ĂŒber Jahre hinweg pflanzt das Forstamt im Mooswald noch zahlreiche Eichen. Tafeln entlang des Pfades informieren ĂŒber diesen Zusammenhang und ĂŒber die Bedeutung alter und junger Eichen fĂŒr seltene und geschĂŒtzte Tierarten. Der neue Walderlebnispfad in Opfingen und Waltershofen wurde zum Teil mit dem Geld finanziert, das die Deutsche Bahn der Stadt Freiburg fĂŒr den Verzicht auf die Holznutzung bezahlt hat.
 
 

 
NABU zu 25 Jahre FFH-Richtlinie: Rettungsnetz fĂŒr Arten und LebensrĂ€ume
Umsetzung der EU-Naturschutzrichtlinien in der Praxis muss besser werden

Der 21. Mai ist ab sofort offizieller „EuropĂ€ischer Natura-2000 Tag“. Damit wird das einzigartige zusammenhĂ€ngende Netz von Schutzgebieten innerhalb der EuropĂ€ischen Union gewĂŒrdigt, das seit 25 Jahren nach den Vorgaben der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) und der noch lĂ€nger geltenden EU-Vogelschutzrichtlinie errichtet wird. Seitdem hat es einen bedeutenden Beitrag fĂŒr den Schutz von Arten und ihren LebensrĂ€umen geleistet. Eine entsprechende ErklĂ€rung unterzeichneten die EuropĂ€ische Kommission, das EuropĂ€ische Parlament, der Ausschuss der Regionen und die maltesischen RatsprĂ€sidentschaft am heutigen Montag in BrĂŒssel. Die FFH-Richtline wurde zusammen mit dem LIFE-Programm, dem einzigen direkten Finanzinstrument der EU fĂŒr Umwelt- und Naturschutzprojekte, am 21. Mai 1992 von den EU-Mitgliedstaaten zum Schutz der biologischen Vielfalt beschlossen. Der NABU begrĂŒĂŸt die Ausrufung des offiziellen „European Natura 2000 Day“ als wichtiges Signal. Damit die Richtlinien ihre volle Wirkung entfalten können, mĂŒssten sie allerdings noch besser umgesetzt und finanziert werden.

„Die FFH- und die Vogelschutzrichtlinie sind das RĂŒckgrat des Naturschutzes in der EU. Biber, Fischotter, Kranich, Seeadler und viele andere Arten verzeichnen dank ihres EU-weiten Schutzes sogar spektakulĂ€re Bestandszunahmen. Die RĂŒckkehr des Wolfs nach Deutschland wĂ€re ohne den Schutz der polnischen Wolfspopulation undenkbar“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Auch fĂŒr viele LebensrĂ€ume, wie die Reste der verbliebenen AuwĂ€lder, Moore und Heidelandschaften seien Schutzgebiete eingerichtet worden. Jetzt mĂŒsse es darum gehen, diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Schutzgebiete existierten teilweise noch allein auf dem Papier und fĂŒr viele weitere wurden immer noch keine Erhaltungsmaßnahmen beispielsweise in Form von ManagementplĂ€nen festgelegt.

Neben vielen anderen Tierarten leiden auch FledermĂ€use, wie z.B. die stark gefĂ€hrdete Mopsfledermaus besonders unter dem stetigen Schwund von geeignetem Lebensraum. Jedoch ist der Naturschutz in der EuropĂ€ischen Union eklatant unterfinanziert. Der NABU fordert deshalb gemeinsam mit anderen deutschen UmweltverbĂ€nden fĂŒr den nĂ€chsten MehrjĂ€hrigen Finanzrahmen der EU nach 2020 die Einrichtung eines EU-Naturschutzfonds.
Zudem mĂŒsse die Agrarpolitik der EU mehr zur Erhaltung der BiodiversitĂ€t beitragen.

„Auch wenn wir das Comeback einzelner Arten feiern, dĂŒrfen wir nicht die Augen vor den Problemen verschließen, die die intensive Landwirtschaft mit sich bringt. Der RĂŒckgang vieler ehemaliger Allerweltsarten der Agrarlandschaft ist dramatisch. Zum Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt in Deutschland ist daher die grundlegende Reform der EU-Agrarpolitik sowie die Einrichtung eines eigenen EU-Naturschutzfonds zwingend erforderlich“, so Miller weiter.

Ein halbes Jahr zuvor hatte die EuropĂ€ische Kommission eine umfangreiche ÜberprĂŒfung der Naturschutzrichtlinien im Rahmen eines sogenannten „Fitness-Checks“ abgeschlossen und die Richtlinien als zentrale Elemente des Naturschutzes in Europa bestĂ€tigt. Einer Eurobarometer-Umfrage von 2015 zur „Einstellung der EU-BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zur BiodiversitĂ€t“ zufolge war lediglich einem Drittel der Befragten das darauf basierende EU-Schutzgebiets-Netzwerk „Natura 2000“ ein Begriff. Der infolge des „Fitness-Checks“ im April von der EU veröffentlichte Aktionsplan zur besseren Umsetzung der Rechtsvorschriften beinhaltet unter anderem den Schwerpunkt zur besseren Kommunikation und Sensibilisierung sowie zur Einbindung Öffentlichkeit. Damit will die Kommission mit verschiedenen Maßnahmen fĂŒr mehr öffentliche Aufmerksamkeit fĂŒr den EU-Naturschutz, Natura 2000 und den Artenschutz sorgen.

Hintergrund:
Die deutsche Bezeichnung der FFH-Richtlinie lautet: Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natĂŒrlichen LebensrĂ€ume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen. Natura 2000 ist eine wesentliche SĂ€ule des EU-Naturschutzes. Dieses Schutzgebietsnetzwerk setzt sich aus den EU-Vogelschutzgebieten und den Schutzgebieten nach der FFH-Richtlinie zusammen. Europaweit zĂ€hlen ĂŒber 27.000 FlĂ€chen – von der nordischen Tundra bis zu den MittelmeerstrĂ€nden – zu dem Schutzgebietsnetzwerk, das die EU-Mitgliedstaaten gemĂ€ĂŸ den EU-Naturschutzrichtlinien aufbauen und unterhalten mĂŒssen. Übrigens: Kaum ein EU-BĂŒrger wohnt weiter als 20 Kilometer von einem Natura 2000-Gebiet entfernt.
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NABU fordert Nachbesserungen beim Bundesnaturschutzgesetz
Meeresschutzgebiete dĂŒrfen nicht zu Papiertigern werden

Der Mai wird zum Schicksalsmonat fĂŒr die Nord- und Ostsee. Der Umweltausschuss trifft sich am morgigen Mittwoch zum novellierten Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und gibt zwei Wochen spĂ€ter seine Empfehlung an den Deutschen Bundestag. Knackpunkt nach Auffassung des NABU ist der § 57, der die Umsetzung der deutschen Meeresschutzgebiete regelt. Hier haben sich die Ministerien fĂŒr Wirtschaft, Verkehr, Fischerei und Forschung eine Einvernehmensregelung erstritten. „Das geplante Einvernehmen ist ein rein machtpolitisches Instrument, mit dem die Nutzerressorts das Bundesumweltministerium an die Leine legen wollen. Das Bundesnaturschutzgesetz wird damit in seinen Grundfesten erschĂŒttert und Deutschland riskiert so seine GlaubwĂŒrdigkeit weit ĂŒber den nationalen Meeresschutz hinaus“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Der NABU appelliert an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die Einvernehmensregelung zu kippen, um Arten und LebensrĂ€ume tatsĂ€chlich effektiv schĂŒtzen zu können.

Anfang Februar hatte das Bundesumweltministerium das neue Gesetz veröffentlicht. Die gefĂ€hrliche Neuformulierung in § 57 Abs. 2 bedeutet in der Praxis nichts anderes, als dass einzelne Ministerien zukĂŒnftige Schutzgebietsverordnungen und ManagementplĂ€ne per Veto blockieren könnten. „Das Vetorecht wird zu Schutzgebieten ohne Schutz fĂŒr Schweinswale, seltene Seevögel oder artenreiche Muschelriffe fĂŒhren, jedes Ressort wird sektorale Ausnahmen fordern und effektive Maßnahmen verhindern. Am Ende bleibt unser Natura-2000-Schutzgebietsnetzwerk ein Papiertiger entgegen der Vorgaben des EU-Rechts“, so NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff.

Nach Ansicht des NABU stellt die geplante Regelung die gesamte Novelle in Frage, denn auch die ĂŒbrigen Regelungen sind weit von einem großen Wurf entfernt: Der Artenschutz wurde an die geltende Rechtsprechung angepasst, es wurden aber neue Rechtsbegriffe eingefĂŒhrt, die in ihrer Bedeutung unklar sind und nicht fĂŒr notwendige Klarheit sorgen. Die den BundeslĂ€ndern gesetzte Frist fĂŒr den Aufbau des Biotopverbundes ist mit dem Jahr 2027 viel zu unambitioniert, die Liste der geschĂŒtzten Biotope wird zwar um (ungenutzte) Höhlen und Stollen ergĂ€nzt, es fehlen aber weiterhin die fĂŒr den Artenschutz besonders wichtigen Streuobstwiesen und Wallhecken als typische Landschaftselemente. Die Problematik der unzureichenden Definition der „guten fachlichen Praxis“ in der Landwirtschaft wird wiederum ĂŒberhaupt nicht angefasst.

Hintergrund Biotopschutz:
Gerade mit der Listung der Streuobstwiesen hĂ€tte der Gesetzgeber die Möglichkeit gehabt, einer kĂŒrzlich mit Novellierung des Baugesetzbuches beschlossenen, aus Naturschutzsicht fatalen Fehlentwicklung zumindest in kleinen Teilen entgegen zu wirken: der neue §13b BauGB (beschleunigte Bebauungsplanverfahren bis zu einer gewissen FlĂ€chengrĂ¶ĂŸe ohne UmweltprĂŒfung und ohne Kompensationspflichten im siedlungsnahen Außenbereich) könnte sich nĂ€mlich gerade auf Streuobstwiesen, die oft in SiedlungsnĂ€he zu finden sind, Ă€ußerst negativ auswirken. Eine Listung als bundesweit geschĂŒtztes Biotop wĂŒrde dem einen (zumindest kleinen) Riegel vorschieben.

Hintergrund Meeresschutz:
Auch der Bundesrat hat sich gegen das geplante Einvernehmen im § 57 gestellt. In seiner Stellungnahme am 31. MĂ€rz heißt es, dass die geplante Änderung fachlich nicht notwendig und die ursprĂŒngliche Beteiligungsregel beizubehalten sei. Der NABU hat mit UnterstĂŒtzung weiterer UmweltverbĂ€nde die Kampagne www.sosfuersmeer.de gestartet. Mehr als 10.000 Menschen haben bereits mitgemacht und einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin unterstĂŒtzt und Abgeordnete des deutschen Bundestages angeschrieben.
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NABU: Mauersegler trotzen dem Trend
Zwischenergebnis zur Stunde der Gartenvögel 2017

Der NABU und sein bayerischer Partner LBV freuen sich ĂŒber eine rege Beteiligung bei der 13. Stunde der Gartenvögel, die am vergangenen Wochenende stattfand. Bis Montagmittag haben bereits 33.000 Vogelfreunde aus 22.000 GĂ€rten und Parks 768.000 Vögel gemeldet. Noch bis zum 22. Mai können die Vogel-Sichtungen per Internet an den NABU ĂŒbermittelt werden.

„Insgesamt zeigt das bisherige Zwischenergebnis, dass nicht nur eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, sondern auch, dass man von den Zahlen eines Jahres nicht sofort auf langjĂ€hrige Bestandszu-oder -abnahmen schließen kann. Mauersegler und Mehlschwalbe, die ĂŒber Jahre stark abgenommen hatten, trotzten dem bisherigen Trend und wurden hĂ€ufiger gesehen als im Vorjahr“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Der Mauersegler verzeichne einen Zuwachs um 26 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr, die Mehlschwalbe um zehn Prozent. Leider reiche dieses Hoffnungszeichen aber noch nicht, um den langjĂ€hrig abnehmenden Trend umzukehren.

Schönes FrĂŒhlingswetter mit nur wenig Regen machte es leicht, eine geeignete ZĂ€hlstunde zu finden, dazu spĂŒlte eine Warmfront aus SĂŒden grĂ¶ĂŸere Zahlen besonders spĂ€t ankommender Zugvögel ins Land. Nach aktuellem Zwischenstand wurden in diesem Jahr fĂŒnf bis sechs Prozent weniger Vögel beobachtet als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, allerdings nur knapp ein Prozent weniger als im langjĂ€hrigen Mittel von 35 Vogelindividuen pro Garten. Dieses Ergebnis bewegt sich innerhalb der normalen Schwankungen der bisherigen ZĂ€hlergebnisse und ist eine willkommene Entwarnung nach dem bei der vergangenen „Stunde der Wintervögel“ festgestellten auffĂ€lligen Fehlen von Vögeln am FutterhĂ€uschen. Die Winterzahlen lagen damals satte 16 Prozent unter Vorjahr bzw. 15 Prozent unter dem langjĂ€hrigen Durchschnitt. HĂ€ufigste Art ist erneut der Haussperling, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Star und Blaumeise.

Die erhoffte eindeutige ErklĂ€rung fĂŒr das in der kalten Jahreszeit beobachtete Fehlen der Wintervögel konnte die aktuelle ZĂ€hlung den NABU-Experten bisher nicht liefern. „Waren die Winterzahlen unserer Meisenarten noch um 30 bis 60 Prozent niedriger als im Vorjahr, sind es nun zur Brutzeit lediglich zehn bis 20 Prozent. Dies passt sowohl zur Theorie, dass ein Großteil des Fehlens durch geringen Winterzuzug aus dem Norden und Osten verursacht wurde, als auch dazu, dass ein schlechter Bruterfolg 2016 die Ursache war“, so Miller.

Die kontinuierlichen Abnahmen bei Amsel, GrĂŒnfink und Hausrotschwanz setzen sich auch in diesem Jahr fort. Bei den ursprĂŒnglichen Waldvogelarten Ringeltaube und Buntspecht bleibt es bei weiteren Zunahmen, wĂ€hrend die bisher beobachtete starke Bevölkerungszunahme beim Feldsperling zum Stillstand gekommen ist.

WĂ€hrend sich bei den Vögeln unserer Dörfer und StĂ€dte ĂŒber die Jahre Zu- und Abnahmen unter den Vögeln die Waage halten, gibt es auf den Wiesen und Feldern fast nur Verlierer. In den vergangenen 25 Jahren brechen dort die BestĂ€nde typischer Vogelarten der Agrarlandschaft, wie Feldlerche, Kiebitz oder Rebhuhn regelrecht zusammen.

Der NABU freut sich nicht nur ĂŒber den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn dieser Mitmachaktion. „Die Daten zeigen auch, dass die wiederholte Teilnahme an der Stunde der Gartenvögel zu besserer Kenntnis der Vogelwelt fĂŒhrt. Das lĂ€sst auch darauf hoffen, dass sich immer mehr Menschen fĂŒr eine besonders vogel- und naturfreundliche Gartengestaltung entschließen.
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Nachhaltigkeitstage Baden-WĂŒrttemberg vom 18. bis 21. Mai
Rekord! Landesweit ĂŒber 1.500 „HeldeN! der Tat“ in Aktion


Umweltminister Franz Untersteller: „Mit den Nachhaltigkeitstagen wird das großartige Engagement der Menschen im Land fĂŒr zukunftsweisendes Handeln weithin sichtbar.“

Vom 18. bis 21. Mai 2017 finden die fĂŒnften Nachhaltigkeitstage Baden-WĂŒrttemberg statt. In diesem Jahr liegen die Aktionsschwerpunkte beim Kochen, Tauschen, Wandern und Radfahren. Unter dem Motto „HeldeN! der Tat“ haben Privatpersonen, Vereine, Unternehmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen landesweit mehr als 1.500 Aktionen initiiert, die zukunftsweisendes Handeln fĂŒr Jung und Alt sichtbar und erlebbar machen. Kinder einer TagesstĂ€tte etwa nĂ€hen Taschen aus gebrauchten Jeans, ein Integrations-Arbeitskreis repariert mit Asylbewerbern FahrrĂ€der, GĂ€rtner rekultivieren gemeinsam brachliegende AnbauflĂ€chen, es wird zusammen gewandert, gesund gekocht und vieles mehr.

„In keinem anderen Bundesland gibt es so viel sichtbares nachhaltiges Engagement wie hier bei uns“, betonte Umweltminister Franz Untersteller heute (17.05.) in Stuttgart. „Nachhaltigkeit und Baden-WĂŒrttemberg sind ein gutes Team.“

Erstmals werden die Aktionen der Nachhaltigkeitstage an den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen ausgerichtet, die in allen Staaten der Welt die nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene sichern sollen. „Ich bin stolz darauf, dass diese Nachhaltigkeitsziele gerade in Baden-WĂŒrttemberg auf lokaler Ebene so ideenreich mit Leben gefĂŒllt werden“, sagte Untersteller. „Alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sind herzlich eingeladen, die vielfĂ€ltigen Aktionen vor Ort zu besuchen, sich selbst inspirieren und anstecken zu lassen.“

Der Umweltminister wird sich selbst ein Bild ĂŒber die vielfĂ€ltigen HeldeN!-Taten machen und am 19. und 20. Mai insgesamt sieben beispielhafte Projekte vor Ort besuchen. Auch der StaatssekretĂ€r im Ministerium fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Andre Baumann, und der Amtschef des Hauses, Helmfried Meinel, werden in den nĂ€chsten Tagen in Sachen Nachhaltigkeit im Land unterwegs sein.
NÀhere Informationen zu den Touren der Herren Untersteller, Baumann und Meinel können Sie der Anlage zu dieser Pressemitteilung entnehmen.

Die Nachhaltigkeitstage Baden-WĂŒrttemberg stehen unter der Schirmherrschaft von MinisterprĂ€sident Winfried Kretschmann. Sie gehören zu den vielen Initiativen und Projekten der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-WĂŒrttemberg, die 2017 unter dem Motto „Mehr TateN! – Mehr Zukunft“ ihr zehnjĂ€hriges Bestehen feiert.


Informationen zu allen Aktionen im Land gibt es unter www.n-netzwerk.de. Das Nachhaltigkeits-Netzwerk Baden-WĂŒrttemberg ist die zentrale Online-Plattform fĂŒr nachhaltiges Handeln im Land. Hier werden zukunftsweisendes Handeln und Aktionen sichtbar – bei den Nachhaltigkeitstagen 2017, aber auch darĂŒber hinaus. Das Netzwerk soll zum dauerhaften Impulsgeber fĂŒr nachhaltiges Engagement in Baden-WĂŒrttemberg werden.

Im Jahr des 200-jĂ€hrigen Fahrrad-JubilĂ€ums unterstĂŒtzen die GeschĂ€ftsstelle der Nachhaltigkeitsstrategie und die Initiative RadKULTUR insbesondere Aktionen rund ums Fahrrad. So werden unter allen Veranstaltern, die bei den Nachhaltigkeitstagen eine Rad-Aktion anmelden, attraktive Preise verlost. Weitere Informationen unter www.radkultur-bw.de.
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Bleichheim: Garten der HerrenmĂŒhle geöffnet
Foto: Veranstalter
 
Bleichheim: Garten der HerrenmĂŒhle geöffnet
Stauden, Gehölze und Rosen lĂ€uten bereits den FrĂŒhsommer ein, obwohl sich das FrĂŒhjahr noch nicht ganz verabschiedet hat.

WĂ€hrend sich noch spĂ€te Tulpen entfalten, blĂŒhen schon Schwertlilien und die ersten Rosen im romantischen Garten von Hansjörg Haas. Stauden bezaubern mit ihren frischen GrĂŒntönen. Auch in der HerrenmĂŒhle hat der SpĂ€tfrost SchĂ€den hinterlassen. Wie Sie damit richtig umgehen, wird der Gartenbauingenieur gerne erlĂ€utern. Eintritt wird erhoben, der Fachmann steht Besuchern fĂŒr Fragen zur VerfĂŒgung.

HerrenmĂŒhle
Schloßplatz 2, 79336 Herbolzheim
Geöffnet: Sonntag, 14. Mai von 13 bis 18 Uhr
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Traktoren Demo mit Radfahrern durch die Stadt Freiburg
Traktoren-Demo in Freiburg / Foto: Veranstalter
 
Traktoren Demo mit Radfahrern durch die Stadt Freiburg
AnlĂ€sslich der Freiburger Aktionstage Nachhaltigkeit 2017 sowie der EuropĂ€ischen Nachhaltigkeitswoche protestieren wir gegen den absolut nicht nachhaltigen FlĂ€chenverbrauch beim geplanten großen Neubau-Stadtteil Freiburg-Dietenbach auf 169 ha landwirtschaftlichem Boden, Wiesen und Wald.

Am Samstag, 20. Mai 2017, von 13 bis ca. 15 Uhr fahren Landwirte aus Freiburg und Umgebung, die als EigentĂŒmer oder PĂ€chter im Gewann Dietenbach und als Folge in anderen Gebieten Freiburgs und im Umland betroffen sind vom geplanten großen Neubau-Stadtteil Dietenbach, die 2. Traktoren Demo durch die Freiburger Innenstadt.

FĂŒr Radfahrerinnen und Radfahrer gibt es diesmal die Möglichkeit am Begleit-Korso teilzunehmen mit Start und Anschluss hinter den Traktoren gegen 13.30 Uhr am Platz vor dem Konzerthaus Freiburg. Um ca. 13.45 Uhr folgt am Fahnenbergplatz/ Friedrichstrasse ein Stopp mit einer knapp halbstĂŒndigen Kundgebung.

Veranstalter ist die BĂŒrgerinitiative (BI) Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach & Regio, www.prolandwirtschaft.de, facebook. UnterstĂŒtzer sind 12 Vereinigungen aus den Bereichen Landwirtschaft, Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sowie KleingĂ€rten.
Die Teilnahme erfolgt ausdrĂŒcklich auf eigene Gefahr und Haftung.

Zeitlicher Ablauf:
Abfahrt der Traktoren: 13 Uhr am Friedhof Freiburg St. Georgen
Treff mit den Radfahrern: ca. 13.30 Konzerthaus
Weiter bis zur Friedrichstrasse/ Fahnenbergplatz zur Kundgebung: ca. 13.45
Weiter die Stadtrunde mit Traktoren und Radfahrern bis Konzerthaus
Weiterfahrt der Traktoren bis zum Dietenbach/ Mundenhof, dort Abschluss.

Streckenverlauf:
Parkplatz Friedhof St. Georgen, Basler Landstr., Heinrich v. Stephanstr., Schnewlinstr., Bismarckallee, Friedrichstr., Leopoldring, Schlossbergring, Wallstr., Holzmarkt, Rempartstr., Belfortstr., Wilhelmstr., Bismarckallee, Breisacher Str., Berliner Allee, BinzengrĂŒn, Opfinger Str., Bettina-von-Armin-Str., Rieselfeld, Mundenhof.

Hintergrundinfos:
Warum die 2. Demo?
AnlĂ€sslich der Freiburger Aktionstage Nachhaltigkeit 2017 und der EuropĂ€ischen Nachhaltigkeitswoche kritisieren wir die tatsĂ€chliche Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Freiburg in punkto FlĂ€chenverbrauch. Die Bundesregierung hat im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 die Neuinanspruchnahme von FlĂ€chen fĂŒr Siedlungen und Verkehr auf 30 Hektar (derzeit 69 ha) pro Tag zu verringern. Wir fragen: wo bleiben die BemĂŒhungen in dieser Richtung bei der Freiburger Stadtpolitik?

In Freiburg Dietenbach plant die Stadt die Bebauung von ca. 169 Hektar Äckern, Wald und Wiesen mit HĂ€usern, Straßen usw. – dies im krassen Gegensatz zur Nachhaltigkeitsstrategie. Die BI fordert, den Verbrauch von FlĂ€chen der Landwirtschaft, von Wald und KleingĂ€rten in Freiburg und Region zu stoppen.

Die BI Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach & Regio setzt sich mit ihren zahlreichen UnterstĂŒtzer-Vereinigungen (s. Flyer) ein fĂŒr die durchaus vorhandenen Alternativen (Aufstockungen, Dachausbauten, Umbauten fĂŒr mehr Wohnraum, grundsĂ€tzlich mehr Genehmigungen fĂŒr höhere Bauwerke, Leerstandsregister und Leerstandsmanagement, , mehr Wohnungen statt BĂŒros (Bahnhofsmeile!), RĂŒcknahme illegaler Ferienwohnungen, Überbauung vieler großer ParkplatzflĂ€chen, Bebauung von noch ausstehenden unumstrittenen FlĂ€chen des aktuellen FlĂ€chennutzungplans 2020, mehr Wohnen fĂŒr Hilfe, bessere Nutzung von Wohnraumreserven in Mischgebieten, und insbesondere die soziale und ökologische Entwicklung einer ganzen Reihe Freiburger Stadtteile und Stadtquartiere fĂŒr mehr Wohnen von ZĂ€hringen-Nord/LĂ€ngeloh ĂŒber den alten GĂŒterbahnhof und Teile von Herdern und Neuburg bis hin u.a. nach Haslach-Schildacker und Haid.

Die regionale Landwirtschaft wird zwar von der Politik immer wieder öffentlich gewĂŒnscht, aber in Wirklichkeit durch Ausweisung stĂ€ndig weiterer BauflĂ€chen im Außenbereich in der Existenz bedroht und letztlich unwiederbringlich zerstört. Dabei wird die ErnĂ€hrung der Menschen in Freiburg laut Untersuchung i.A. der Stadt nur noch zu 20% aus der Region SĂŒdbaden bedient.

Die BI möchte das Thema FlĂ€chen-Versiegelung und die negativen Konsequenzen fĂŒr Wasser, Luft, Klima und die Artenvielfalt zu den BĂŒrgern tragen: Es ist ein sehr wichtiges Umweltthema, welches uns in den nĂ€chsten Jahrzehnten zunehmend beschĂ€ftigen wird. Wir möchten mit unseren UnterstĂŒtzern den Böden, den Wiesen und dem Wald eine Stimme geben. FlĂ€chenschutz ist auch Menschenschutz!
Nach wie vor gibt es fĂŒr die Landwirte keine ausreichenden ErsatzflĂ€chen, nur etwa 29 ha. Es wird auch kaum mehr werden, weil Freiburg und Umland einfach nicht mehr genug FlĂ€chen zur VerfĂŒgung stehen. Schon jetzt werden auch anderen Landwirten in Freiburg außerhalb vom Gewann Dietenbach und außerhalb Freiburgs stadteigene PachtflĂ€chen gekĂŒndigt, die spĂ€ter den Dietenbacher Landwirten zur VerfĂŒgung gestellt werden sollen. D.h. aber, dass auch diesen Landwirten in Folge FlĂ€chen weggenommen werden und auch dort durch den FlĂ€chenverlust die Wirtschaftlichkeit und teilweise auch Existenz der Betriebe bedroht sind. Auch bei diesen Landwirten „in zweiter Reihe“ entsteht ist schon Unruhe.

Hier ein Auszug von Problemen, die den Bau von gĂŒnstigem Wohnraum im Gewann Dietenbach sehr unrealistisch erscheinen lassen:
Die von der Stadtverwaltung „zurechtgebastelte“ Finanzierung fĂŒr den neuen Stadtteil mit 98 Mio. Euro aus dem Haushalt, weitere Finanzlöcher, die vielen nicht im Eigentum der Stadt vorhandenen GrundstĂŒcke, die Vertreibung von Landwirten bzw. deren ExistenzgefĂ€hrdung, das nur mit sehr hohen Kosten zu umgehende Verbot im Überschwemmungsgebiet Dietenbach, vorgeschriebene teure LĂ€rmschutzwĂ€lle, hohes Grundwasser, die Verlegung von Sendemast und Hochspannungsleitungen, mĂŒhsame AusgleichsflĂ€chensuchen fĂŒr Naturverluste, nicht zufriedenstellende geplante ÖVNP-Verbindung, Verlust von Dietenbach fĂŒr die Naherholung fĂŒr die Bevölkerung von Weingarten und Rieselfeld, kein Schwimmbad, kein BĂŒrgerzentrum Ă  la Glashaus Rieselfeld, von vorneherein zu kleine Schule, Verlust von FlĂ€chen fĂŒr die ErnĂ€hrung von bis zu 2.000 Menschen.

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NABU: Sind die Gartenvögel doch noch da?
NABU, NAJU und LBV rufen vom 12. bis 14. Mai zur dreizehnten „Stunde der Gartenvögel“ auf

Sind die Gartenvögel doch noch da? Vom 12. bis 14. Mai veranstalten NABU, NAJU und der Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV) die dreizehnte bundesweite „Stunde der Gartenvögel“. Naturfreunde in ganz Deutschland sind aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel in ihrem Garten, vom Balkon aus oder im Park zu beobachten, zu zĂ€hlen und fĂŒr eine gemeinsame Auswertung zu melden. Fast 45.000 Vogelfreunde hatten im vergangenen Jahr mitgemacht und aus knapp 30.000 GĂ€rten insgesamt 1,1 Millionen Vögel gemeldet. Damit handelt es sich – gemeinsam mit der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ – um Deutschlands grĂ¶ĂŸte wissenschaftliche Mitmachaktion.

Die letzte große VogelzĂ€hlung bei der „Stunde der Wintervögel“ (6. bis 8. Januar) hatte bei vielen hĂ€ufigen Arten einen mysteriösen Vogelschwund ergeben. Insbesondere bei allen heimischen Meisenarten, aber auch bei Kleiber oder Buntspecht wurde ein Drittel oder sogar um die HĂ€lfte weniger Vögel festgestellt als in den Vorjahren. Die Vogelexperten des NABU vermuten eine aufgrund des milden Winters besonders geringe Zugneigung vieler Arten und damit fehlenden Zuzug von Artgenossen aus dem Norden und Osten als Hauptursache der extrem niedrigen Zahlen. Eine andere ErklĂ€rung ist ein besonders schlechter Bruterfolg vieler Arten im vergangenen Jahr. „In diesem Fall mĂŒssten nun auch bei der kommenden ‚Stunde der Gartenvögel‘ niedrige Zahlen festgestellt werden. Das wĂ€re sehr besorgniserregend, insbesondere wenn sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wĂŒrde“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Nach ĂŒber zwölf Jahren können die Forscher des NABU erste deutliche Bestandstrends fĂŒr den Siedlungsraum aus den gesammelten Daten ablesen. Die Gesamtzahl der Gartenvögel in einem durchschnittlichen Garten blieb mit etwa 35 Individuen von zwölf verschiedenen Vogelarten ĂŒber die Jahre konstant. Damit geht es den Vögeln unserer GĂ€rten und Parks wesentlich besser als den Vögeln unserer Agrarlandschaft, wo die meisten Arten abnehmen, manche BestĂ€nde sogar regelrecht zusammenbrechen.

Unter 57 bewerteten Vogelarten gab es 20 mit Bestandszunahmen, 13 mit Abnahmen und 24 mit stabilen BestĂ€nden. Unter den Gewinnern sind vor allem eigentliche Waldvogelarten wie Ringeltaube, EichelhĂ€her, Kleiber, Buntspecht, Gimpel und Kernbeißer. Sie profitieren vom wachsenden Alter der BaumbestĂ€nde in unseren Dörfern und StĂ€dten. Auf der Verliererseite stehen dagegen vor allem typische Siedlungsarten wie Mehlschwalbe, Mauersegler, Hausrotschwanz oder Girlitz. Ihnen fehlen zunehmend Nistmöglichkeiten an GebĂ€uden aufgrund unbedachter Hausmodernisierungen sowie die wildkraut- und insektenreichen Strukturen bĂ€uerlicher Dörfer.

Die beiden FlugkĂŒnstler Mauersegler und Mehlschwalbe leiden auch unter dem allgemeinen starken RĂŒckgang an Fluginsekten. „Seit Beginn der Aktion haben sie kontinuierlich abgenommen. Die durchschnittlich pro Garten gemeldeten Zahlen waren im vergangenen Jahr um ĂŒber 40 Prozent niedriger als noch 2006“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Die intensive und flĂ€chendeckende Verwendung von Insektengiften in der Landwirtschaft macht sich hier sogar bei typischen Siedlungsvögeln bemerkbar. Teilweise kommt Gift auch immer noch in GĂ€rten und öffentlichem GrĂŒn zum Einsatz. Vor diesem Hintergrund fordert der NABU eine echte ökologische Agrarreform und weniger Gift in der Landschaft sowie einen Verzicht auf Gift im Garten.

FĂŒr kleine Vogelexperten hat die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ (8. bis 12. Mai) ins Leben gerufen. Ein großes NAJU-Aktionspaket versorgt Gruppen und Klassen mit ZĂ€hlkarten, mit dem NAJU-Klassiker „VogelbĂŒchlein fĂŒr die Hosentasche“, einem Poster mit zehn hĂ€ufigen Gartenvogelarten und ihren Besonderheiten sowie einem Begleitheft. Darin finden Gruppenleiter, Lehrer und Erzieher die Anleitung fĂŒr eine Gartenvogel-Rallye mit spannenden Wissens- und Spielstationen, die mit wenig Aufwand ĂŒberall im Freien durchgefĂŒhrt werden können.
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