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NABU International: Neuseeland muss den „Hobbit der Meere“ sofort schĂŒtzen
Ein Hektor-Delfin hat sich in einem Netz verfangen. Foto: Steve Dawson/NABU Int.
 
NABU International: Neuseeland muss den „Hobbit der Meere“ sofort schĂŒtzen
Tennhardt: Maui-Delfine könnten als erste Delfinart durch Menschenhand aussterben

Berlin – JĂŒngst hat die Weltnaturschutzunion (IUCN) die aktualisierte Rote Liste veröffentlicht und damit Menschen in aller Welt alarmiert: Ein Drittel der 70.294 gelisteten Arten ist vom Aussterben bedroht, knapp 800 Arten sind bereits ausgestorben. „Man sollte meinen, dass die Staaten sich angesichts dieser erschreckenden Zahlen darum bemĂŒhen, das Aussterben weiterer Arten zu verhindern“, sagte Thomas Tennhardt, Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung. „ Doch die neuseelĂ€ndische Regierung strĂ€ubt sich seit Jahren dagegen, die kleinste Delfinart der Welt zu schĂŒtzen – mit dem Ergebnis, dass die Maui-Delfine innerhalb kĂŒrzester Zeit aussterben, wenn nicht sofort etwas dagegen unternommen wird.“

Erst kĂŒrzlich hatte Dr. Barbara Maas, Leiterin Artenschutz der NABU International Naturschutzstiftung, als erste Vertreterin einer Nichtregierungsorganisation vor dem Wissenschaftlichen Ausschuss der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) ĂŒber den kritischen Erhaltungszustand der seltensten Delfine der Welt berichtet und dringend empfohlen, die letzten 50 Maui-Delfine sofort und umfassend zu schĂŒtzen. Nun wurde der Wissenschaftliche Abschlussbericht der IWC veröffentlicht. Er schließt sich der EinschĂ€tzung von NABU International an. Die IWC warnt davor, dass die Maui-Delfine aussterben könnten, sollte nur noch ein einziges weiteres Tier durch menschlichen Einfluss sterben. Anstatt weitere wissenschaftliche Informationen zu sammeln, wie von der neuseelĂ€ndischen Regierung angedacht, empfiehlt der Ausschuss sofortige Maßnahmen mit höchster PrioritĂ€t, um den Beifang von Maui-Delfinen zu stoppen. Dies beinhaltet laut IWC-Empfehlung den Stopp von gefĂ€hrlichen Fangmethoden im Lebensraum der Maui-Delfine und eine Schaffung von großzĂŒgigen Pufferzonen.

Hector-Delfine und ihre engen Verwandten, die Maui-Delfine, sind die weltweit kleinsten Delfine. Fischerei mit Treib- und Schleppnetzen ist ihre grĂ¶ĂŸte Bedrohung. Seit EinfĂŒhrung dieser Fischereimethoden in den 1970er-Jahren ist der Bestand der Hector-Delfine um 75 Prozent von 29.000 auf 7.270 Tiere geschrumpft. Die Population der Maui-Delfine ging sogar noch drastischer zurĂŒck von 1800 Tieren im Jahr 1970 auf heute 50 Tiere, davon weniger als 15 Weibchen im fortpflanzungsfĂ€higen Alter. „Zurzeit sind weniger als 20 Prozent der Maui-Delfin-LebensrĂ€ume gegen die schĂ€dlichen Fangmethoden geschĂŒtzt“, sagte Dr. Barbara Maas. Durchschnittlich sterben fĂŒnf Mauis pro Jahr in den Fischernetzen. Damit die Art ĂŒberlebt, dĂŒrfte es höchstens einen Todesfall innerhalb von 10 bis 23 Jahren geben. „Wenn die neuseelĂ€ndische Regierung nicht sofort handelt, werden die Mauis in spĂ€testens 20 Jahren ausgestorben sein, vermutlich sogar schon viel frĂŒher. Dies wĂ€re der erste MeeressĂ€uger, der nachweislich durch menschliche Einwirkung ausstirbt“, sagte Dr. Maas. „Die neuseelĂ€ndische Regierung ignoriert sogar Studien, die sie selbst in Auftrag gegeben hat, da ihr die Ergebnisse nicht genehm sind. Jetzt muss sich Neuseeland entscheiden: Will die Regierung weiterhin der Fischereiindustrie nach dem Mund reden? Dann wird sie ihre einzige endemische Walart verlieren – und damit auch ihr grĂŒnes Image.“

WĂ€hrend die letzten „Hobbits der Meere“ vor Neuseelands KĂŒste um ihr Überleben kĂ€mpfen, ist Neuseeland damit beschĂ€ftigt, gemeinsam mit Australien Japan wegen seines Walfangs im SĂŒdpolarmeer bei dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag anzuklagen. „Es ist höchste Zeit, dass Neuseeland sich auch um seine kleinen Wale zu Hause kĂŒmmert“, sagte Dr. Maas.
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NABU: EU-Haushalt ist ein ökologisches Armutszeugnis
Tschimpke: Bundesregierung verhinderte notwendige Reform der Subventionen

Berlin/Straßburg – Der NABU hat den heute vom EuropĂ€ischen Parlament mehrheitlich unterstĂŒtzten EU-Haushalt fĂŒr die Jahre 2014 bis 2020 als „ökologisches Armutszeugnis“ kritisiert. NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke gab der Bundesregierung eine klare Mitschuld an der umweltfeindlichen Ausgestaltung. „Die Bundesregierung hat ihre Sparpolitik in den Verhandlungen ohne RĂŒcksicht auf Mensch und Natur per RasenmĂ€her durchgesetzt. Dabei hat sie sogar BundestagsbeschlĂŒsse ignoriert – und Umweltminister Altmaier hat stillschweigend zugeschaut“, sagte Tschimpke. Der ĂŒberwiegende Teil der EU-Subventionen, der zu knapp zwanzig Prozent aus Deutschland finanziert wird, fließt auch weiterhin in umweltschĂ€dliche Bereiche wie die intensive Landwirtschaft oder klimafeindliche Infrastrukturprojekte.

Besonders enttĂ€uscht zeigte sich der NABU, dass sich Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle nicht fĂŒr eine StĂ€rkung des Umweltförderprogramms LIFE eingesetzt haben. Das LIFE-Programm ist das einzige direkte europĂ€ische Umweltförderprogramm, soll aber kĂŒnftig nur 0,3 Prozent des Gesamthaushalts erhalten. Der Deutsche Bundestag und der Bundesrat hatten hierfĂŒr explizit mehr Gelder gefordert. „Die Bundeskanzlerin hat bei der Umweltfinanzierung nicht nur das Votum des deutschen Parlaments ignoriert, sondern auch ihr Credo vom ‚besseren Geldausgeben‘ als Sonntagsrede entlarvt“, so Tschimpke. In Wirklichkeit sei ihr nur wichtig gewesen, kĂŒnftig insgesamt weniger Geld nach BrĂŒssel zu ĂŒberweisen, ohne den mĂ€chtigen Lobbys allzu weh zu tun. Vollkommen ignoriert habe sie dabei, dass das LIFE-Programm wesentlich kosteneffizienter sei als die ĂŒppig ausgestatteten Agrar- oder Fischereisubventionen.

Als Erfolg wertet der NABU, dass es im derzeit Ă€ußerst umweltfeindlichen politischen Klima der EU immerhin gelungen ist, die Mittel fĂŒr den Naturschutz zumindest annĂ€hernd auf gleichem Niveau zu halten. „Wer jedoch – wie wir – gehofft hat, dass knappere Kassen zu einem intelligenteren Umgang mit unseren Steuergeldern fĂŒhren wĂŒrde, sieht sich bitter enttĂ€uscht“, so NABU-Haushaltsexperte Konstantin Kreiser. Wie in vergangenen BrĂŒsseler Haushaltsrunden hĂ€tten sich vor allem Besitzstandswahrer aus der Agrarindustrie durchgesetzt. Sie mĂŒssen auch in den kommenden sieben Jahren erneut keine wesentlichen SubventionskĂŒrzungen hinnehmen, die Umweltauflagen fĂŒr die Landwirtschaft wurden zudem noch verwĂ€ssert.

Auch in anderen Bereichen bleibt der EU-Haushalt hinter den Erwartungen des NABU zurĂŒck. Der vielfach geĂ€ußerte Anspruch, kĂŒnftig 20 Prozent der Gelder fĂŒr den Klimaschutz einzusetzen, bleibt wohl ein Lippenbekenntnis – in keinen der relevanten Rechtstexte wurde er aufgenommen. Auch die Frage, ob die Fischereisubventionen kĂŒnftig in nachhaltige Bahnen gelenkt werden, bleibt unklar. Die Entscheidung hierzu steht noch aus. Und schließlich wurden auch die Gelder fĂŒr Entwicklungshilfe und globalen Naturschutz gekĂŒrzt. Ihren internationalen Verpflichtungen kommt die EU damit keineswegs nach.

ErnĂŒchtert zeigte sich der NABU darĂŒber hinaus von der Rolle zahlreicher Europaabgeordneter im Verhandlungsprozess. Obwohl sich nahezu alle Vertreter auf die Fahnen geschrieben hatten, fĂŒr einen zukunftsfĂ€higen Haushalt zu kĂ€mpfen, beugten sich die großen Parteien letztlich mehrheitlich dem Druck der Regierungschefs.
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Karlsruhe: Besuch auf dem Obsthof
Köstliche ErnÀhrung mit regionalen Produkten

Wer sich klimafreundlich ernĂ€hren will, findet im Raum Karlsruhe zahlreiche Köstlichkeiten, die regional und saisonal zu haben sind. Jetzt im Sommer ist die beste Zeit, um direkt beim Erzeuger die besten FrĂŒchte zu naschen - das schmeckt gleich doppelt so gut und macht Spaß.

FĂŒr Freitag, 12. Juli, lĂ€dt das Team der Karlsruher Klimawette alle Interessierten zum Sommerausflug auf einen Obsthof ein. Dort können diese gemeinsam mit den Wetthaushalten erfahren und auch schmecken, welchen Mehrwert verantwortliche regionale Landwirtschaft fĂŒr Klima und Gesundheit zu bieten hat. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Bahnhof Söllingen, von Karlsruhe aus mit der S5 bequem zu erreichen. Von dort aus geht es mit dem ApfelzĂŒgle auf den Hof.

Bereits beim Klimawette-Kochworkshop Ende Juni konnten die Teilnehmenden unter Anleitung von ErnĂ€hrungswissenschaftlerin Petra Kipp selbst erproben, wie sich aus Produkten der regionalen Landwirtschaft leckere, gesunde und klimaschonende Speisen zaubern lassen. So kann jeder und jede die eigene Klimabilanz verbessern und gleichzeitig etwas fĂŒr die Gesundheit tun. Mit den richtigen Rezepten und ein wenig Vorplanung lĂ€sst sich zusĂ€tzlich noch Arbeitszeit am Herd sparen und der Geldbeutel schonen.

Die Berichte von dieser und allen weiteren Aktionen im Wettjahr mit vielen praktischen Tipps sind auf der Internetseite der Karlsruher Klimawette unter www.karlsruhe.de/klimawette zu finden.
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Energiewende in Gefahr?!
Podiumsdiskussion zu energiepolitischen Themen mit der Bundestags-Kandidatin und den Bundestags-Kandidaten des Wahlkreises Freiburg.

Freiburg, 03.07.2013: Nach der Bundestagswahl am 22. September werden wichtige energiepolitische Entscheidungen fallen. Anlass fĂŒr den fesa e.V. und den Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien (WEE 100%) die Kandidatin und die Kandidaten des Wahlkreises Freiburg sowie die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger aus der Region zu einer Podiumsdiskussion einzuladen. Kerstin Andreae MdB (GrĂŒne), Gernot Erler MdB (SPD), Sascha Fiek (FDP), Manfred Hettich (in Vertretung des CDU-Kandidaten) und Tobias PflĂŒger (Linke) werden sich den Fragen stellen. Diana StrĂ€uber (fesa e.V.) und Per Klabundt (WEE 100%) moderieren als ĂŒberzeugte Vertreter einer regionalen, bĂŒrgernahen und dezentralen Energiewende. Die Podiumsdiskussion findet am Mittwoch, den 17. Juli, um 19 Uhr im Foyer des Solar-Info-Centers (Emmy-Noether-Str. 2, Freiburg) statt.

Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) steht nach der Wahl auf der Tagesordnung. Die Energiekonzerne arbeiten mit Hochdruck daran, die Energiewende auszubremsen. Die Erneuerbaren Energien werden als Kostentreiber an den Pranger gestellt. Der Erfolg der Energiewende ist ernsthaft in Gefahr! Entscheidende Weichenstellungen werden nach der Bundestagswahl ĂŒber den weiteren Verlauf des "deutschen Energiewunders" fallen.

"Warum sollen die BĂŒrger die Kosten tragen, aber nur die vier großen Stromkonzerne die Gewinne einstreichen?" – "Warum bremst die jetzige Bundesregierung in BrĂŒssel Energieeffizienzmaßnahmen?" – "Ist Energie(verschwendung) nicht noch viel zu billig?" Der fesa e.V. und WEE 100% möchten die Kandidatin und die Kandidaten auf Herz und Nieren prĂŒfen – auch fĂŒr das Publikum besteht reichlich Zeit, eigene Fragen zu stellen.

Kerstin Andreae MdB (GrĂŒne), Gernot Erler MdB (SPD), Sascha Fiek (FDP), Manfred Hettich (in Vertretung, CDU) und Tobias PflĂŒger (Linke) werden die energiepolitischen Positionen ihrer Parteien darstellen, aber auch Anregungen und Kritik aus der Bevölkerung mit nach Berlin nehmen. "Politik ist keine Einbahnstraße", meint Diana StrĂ€uber vom fesa e.V. "Wir bieten an diesem Abend der Politik sowie den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern die Möglichkeit, sich darĂŒber auseinanderzusetzen, wohin die energiepolitische Reise gehen soll." Per Klabundt von WEE 100% ergĂ€nzt: "Die Energiepolitik steht wegen ihrer zentralen wirtschaftlichen, klimaschutzpolitischen und gesellschaftlichen Bedeutung zurecht im Zentrum der politischen Debatte. Es geht hier um wichtige Weichenstellungen mit internationalem Wirkungsgrad aber auch sehr hohem Einfluss auf die regionale Entwicklung."

Alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sind herzlich eingeladen zu einem Abend mit angeregten Diskussionen. FĂŒr GetrĂ€nke zu einem gemĂŒtlichen Ausklang ist gesorgt. Ideelle UnterstĂŒtzer der Veranstaltung sind der BUND SĂŒdlicher Oberrhein, ECOTRINOVA e.V. und KlimabĂŒndnis Freiburg.
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NABU: Urteil im Wolfsprozess enttÀuschend
Ein Schuss auf streng geschĂŒtzte Arten muss angemessene Strafe nach sich ziehen

Berlin/Westerwald – Der NABU zeigt sich enttĂ€uscht vom schnellen Ausgang des heutigen Prozesses um die Tötung eines Wolfes im Westerwald. Vor dem Landgericht in Koblenz musste sich ein 73 Jahre alter JĂ€ger aus dem Kölner Raum verantworten, der im April 2012 den ersten Wolf seit ĂŒber 120 Jahren im Westerwald erschossen hatte. Das Landgericht stellte nach nur wenigen Stunden das Revisionsprozessverfahren gegen den JĂ€ger vorlĂ€ufig gegen Auflagen ein. Keinen Eingang in das Urteil fanden dabei das Bundesjagd- und Bundesnaturschutzgesetz.

„Die schnelle Entscheidung hat eine abschließende und umfassende rechtliche Bewertung der Tat verhindert“, kritisierte NABU-Wolfsexperte Markus Bathen. So sei nach Bundesnaturschutzgesetz das Töten des streng geschĂŒtzten Wolfes als Straftat zu bewerten. Das verhĂ€ngte Strafmaß gegen den JĂ€ger hĂ€tte demnach weitaus höher ausfallen mĂŒssen. Vom Landgericht erhielt der JĂ€ger lediglich die Auflage, seinen Jagdschein und alle Waffen zurĂŒckzugeben sowie eine Strafzahlung von 3500 Euro zu leisten.

Gleichzeitig begrĂŒĂŸte der NABU aber, dass die nun gĂŒltigen Auflagen faktisch das Ende der jagdlichen Karriere des Mannes bedeuten. „Der JĂ€ger hat mit seinem Schuss gegen die deutsche Weidgerechtigkeit verstoßen“, so Bathen. Im Jagdrecht sei eindeutig geregelt, dass ein JĂ€ger noch vor Abgabe eines Schusses die Tierart eindeutig erkennen muss. Da Wölfe und wolfsĂ€hnliche Hunde selbst fĂŒr sehr erfahrene Wolfsexperten nur schwer zu unterscheiden seien, sei das nach JĂ€gersprache so genannte „sichere Ansprechen“ schlicht unmöglich. „Das Töten eines Wolfes ist eine Straftat und kein Kavaliersdelikt. FĂŒr den NABU ist es daher nur konsequent, wenn bei einem solch klar liegenden Fall der TĂ€ter nicht weiter jagen darf“, so der NABU-Wolfsexperte.
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Vortragsaktion des Samstags-Forums Regio Freiburg
Gesund, klimaschĂŒtzend und gentechnikfrei essen

„Gesundheit mit pflanzlicher ErnĂ€hrung“ erlĂ€utert Dr. med. Andrea Lusser, Freiburg, im Hauptvortrag beim Samstags-Forum Regio Freiburg von ECOtrinova e.V., u-asta Umweltreferat, Vegetarierbund und Mitveranstaltern am Samstag, 6. Juli 2013, 10.30 Uhr in Freiburg, UniversitĂ€t, Platz der UniversitĂ€t, KollegiengebĂ€ude 1 Hörsaal 1015. Über „Studierende aktiv fĂŒr vegane und vegetarische ErnĂ€hrung in Mensen“ spricht Rebecca Knecht, studentischer AK Mensa an der UniversitĂ€t, zu „Eine-Welt - Lokales is(s)t global“ Dagmar Große, Eine Welt Forum Freiburg e.V., und zu „Gentechnikfreie ErnĂ€hrung und Landwirtschaft“ RĂŒdiger Stegemann, Netzwerk gentechnikfreier Oberrhein.

FĂŒrs anschließende gemeinsame vegetarische oder vegane Essen um 13 Uhr in der Stadtmitte mit professionellem BĂŒffet (Selbstzahler) sind Anmeldungen erbeten bis 5. Juli 12 Uhr an ecotrinova@web.de, Tel. (Treffpunkt Freiburg) 0761-2168730

Der Eintritt ist frei. Schirmherrin des Samstags-Forums Regio Freiburg ist die Freiburger UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.

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Erster Schneeleopard tappt in NABU-Fotofalle im kirgisischen Tien Shan
Schneeleopard in der NABU-Fotofalle / Foto: NABU
 
Erster Schneeleopard tappt in NABU-Fotofalle im kirgisischen Tien Shan
Tennhardt: Verbreitungsstaaten mĂŒssen sich auf globalen Schutzplan verstĂ€ndigen

Berlin/Bischkek – Ein stattlicher Schneeleopard ist in eine der 18 Fotofallen getappt, die der NABU erst vor wenigen Wochen im kirgisischen Tien Shan installiert hat. Das bis zu 7439 Meter hohe im Norden des Landes gelegene Hochgebirge ist eines der letzten RĂŒckzugsgebiete fĂŒr Schneeleoparden. Niemand weiß genau, wie viele der vom Aussterben bedrohten Großkatzen in Freiheit leben. Experten schĂ€tzen, dass nur noch etwa 4000 bis 6000 Schneeleoparden ein riesiges Verbreitungsgebiet von etwa zwei Millionen Quadratkilometern durchstreifen. Noch Mitte der 1980er-Jahre lebte mit 1200 bis 1400 Schneeleoparden ein Großteil der Population in Kirgistan. Heute sind es dort nur noch schĂ€tzungsweise 200 bis 300. „Auch wenn es Gesetze zum Schutz von Schneeleoparden gibt, fallen bis heute zahlreiche Tiere Wilderern zum Opfer“, sagte NABU-VizeprĂ€sident Thomas Tennhardt.

Der NABU setzt sich seit Anfang der 1990er-Jahre fĂŒr den Schutz der Schneeleoparden in Kirgistan ein. Die NABU-Expedition mit Fachleuten konnte dank zweckgebundener Spenden ins Tien-Shan-Gebirge reisen, um die Fotofallen zu installieren. „Die Fotofallen werden uns helfen, Schneeleoparden in Freiheit zu beobachten und die FĂ€hrten der Tiere ausfindig zu machen. Das trĂ€gt letztlich zu einer genaueren SchĂ€tzung der Bestandszahlen bei“, erklĂ€rte Tennhardt. Mit dabei im Experten-Team war Markus Bathen, der im NABU-ProjektbĂŒro Wolf seit fĂŒnf Jahren den deutschen Wolfsbestand mit Fotofallen beobachtet. Dass er sein Wissen erfolgreich ĂŒbertragen konnte, zeigt das schnelle Gelingen eines „Leo-Schnappschusses“. Dazu trug auch bei, dass das Know-how lokaler Hirten, des NABU Kirgistan, der NABU-WildhĂŒter-Gruppe „Gruppa Bars“ und weiterer Experten einbezogen wurde.

Vereintes Wissen und Engagement sollen auch bei dem vom NABU initiierten ersten globalen Schneeleoparden-Forum dazu beitragen, die Tierart vor dem Aussterben zu bewahren. Bei der internationalen Konferenz, die am 13. und 14. September 2013 in Bischkek stattfindet, kommen auf Einladung des kirgisischen StaatsprĂ€sidenten Almasbek Atambajew erstmals Vertreter aller zwölf Verbreitungsstaaten des Schneeleoparden zusammen. „Ziel ist es, Erfahrungen im Schneeleoparden-Schutz auszutauschen und sich auf einen verbindlichen internationalen Schutzplan zu einigen“, so Tennhardt.
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Von LandArt bis Ferienpass: Veranstaltungen im Waldhaus im Juli und August
Sonntag, 7. Juli, 14 bis 18 Uhr
Die Waldapotheke – natĂŒrlich heilen und genießen: Waldtee
Entlang der WegrÀnder und im Wald am Waldhaus erkunden und
bestimmen Teilnehmer die heimische Fauna und lernen die
volksheilkundliche Anwendung von Pflanzen kennen. Am 7. Juli
stellen sie mit Öko- und GesundheitspĂ€dagogin Gudrun Janoschka
nach individuellem Geschmack einen eigenen aromatischen Haustee
her. Teilnahmebeitrag: 18 Euro, Anmeldeschluss: 28. Juni.

Sonntag, 14. Juli, 14 bis 16 Uhr
Land Art – Naturkunst fĂŒr Erwachsene und Kinder
Der Wald gibt uns Raum fĂŒr unsere KreativitĂ€t. Angeregt von einem
MĂ€rchen finden die Bilder, die zuerst im Kopf entstehen, Ausdruck im
Gestalten vergÀnglicher Bilder oder Objekte in der Natur mit
Naturmaterial. Diesen Nachmittag der Naturkunst leitet die
NaturpÀdagogin Regine Peschers. Teilnahmebeitrag: Kinder ab 6
Jahren 4 Euro, Erwachsene 8 Euro, Anmeldeschluss: 5. Juli.

Sonntag, 21. Juli, 14 bis 18 Uhr
Sonntagswerkstatt: Buchbinden mit Susanne Natterer
Mit geringem Aufwand an Material und Werkzeug lernen Teilnehmer
in der Sonntagswerkstatt mit Buchbindemeisterin Susanne Natterer
eine klebstofffreie Bindetechnik und können an nur einem
Nachmittag eigene BucheinbÀnde herstellen. Der besondere Reiz
dieser EinbĂ€nde liegt darin, dass die Heftung der BĂŒcher als
gestalterisches Element sichtbar bleibt. Teilnahmebeitrag: 28 Euro
inkl. Material, Kinder ab 10 Jahren in Begleitung eines
mitarbeitenden Erwachsenen. Anmeldeschluss: 12. Juli.

Sonntag, 28. Juli, 14 bis 18 Uhr
Sonntagswerkstatt: Schnitzkurs mit JĂ€rmo Stablo
Teilnehmende lernen in der gemĂŒtlichen AtmosphĂ€re der
Holzwerkstatt die Grundtechniken des Schnitzens. Unter Anleitung
von JĂ€rmo Stablo, Forstwirt und HolzkĂŒnstler, und in Anlehnung an
seine „BruchtestmĂ€nnchen“ fertigen sie nach eigenen Ideen an nur
einem Nachmittag eine eigene kleine Holzskulptur. Teilnahmebeitrag:
20 Euro inkl. Material, Kinder ab 10 Jahren in Begleitung eines
mitarbeitenden Erwachsenen. Anmeldeschluss: 19. Juli.
Das Waldhaus beteiligt sich mit 4 Veranstaltungen am Freiburger
Ferienpass. Bildungsgutscheine werden angenommen. Anmeldung
nur ĂŒber www.freiburger-ferienpass.de.

Mittwoch, 31. Juli, 9 bis 13 Uhr
Ferienpass: MTB-Exkursion fĂŒr Kinder von 10 bis 12 Jahren
„Mit dem Rad den Wald erfahren“: auf einer rund vierstĂŒndigen,
mittelschweren MTB-Exkursion mit Diplom-Forstwirt Andreas SchÀfer
geht es durch den GĂŒnterstĂ€ler Wald Richtung Schauinsland. Wir
sehen und hören dabei viel Wissenswertes ĂŒber unseren Wald.
Sicheres Fahren im GelÀnde vorausgesetzt, Helm nicht vergessen!
Teilnahmebeitrag: 9 Euro, Anmeldung siehe oben.

Freitag, 2. August, 9 bis 13 Uhr
Ferienpass: Wasserspaß fĂŒr SchlaufĂŒchse von 6 bis 9 Jahren
Mit Gummistiefeln, Keschern und Lupen ausgerĂŒstet ziehen wir los,
um dem geheimen Leben in einem FließgewĂ€sser auf die Spur zu
kommen. Sicherlich landen einige gefrĂ€ĂŸige RĂ€uber und bizarr
aussehende Wassertiere in unseren Netzen, verspricht die
GewÀsserökologin und NaturpÀdagogin Ingrid Gilly.
Teilnahmebeitrag: 9 Euro, Anmeldung siehe oben.

Mittwoch, 4. September, 9 bis 12 Uhr
Ferienpass: Landart fĂŒr Kinder von 7 bis 10 Jahren
Mit Försterin Marion PflĂŒger wird jedes Kind zum NaturkĂŒnstler. Der
Freiburger Wald dient als Materiallieferant, Ideenquelle und Raum fĂŒr
unsere KreativitÀt. Teilnahmebeitrag: 9 Euro, Anmeldung siehe oben.

Freitag, 6. September, 9 bis 12 Uhr
Ferienpass: Geocaching fĂŒr Jugendliche von 12 bis 14 Jahren
Bei der elektronischen Schnitzeljagd machen wir uns anhand
geografischer Koordinaten und mit Hilfe eines GPS-EmpfÀngers auf
die Suche nach einem „Cache“. Mitsuchen wird der Förster Andreas
SchÀfer. Teilnahmebeitrag: 12 Euro, Anmeldung siehe oben.
 
 



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